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Neues System für Rega RP3

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Beitrag
Peppi-76
Hat sich gelöscht
#1 erstellt: 08. Dez 2015, 19:30
Hallo zusammen!

Ich möchte mir am Wochenende ein neues System für meinen Rega gönnen.
Natürlich habe ich mich selbst schon ein bisschen kundig gemacht und dieses Thema auch schon mal in einem früheren Thread von mir angesprochen. Zu der Zeit war ich allerdings noch der Meinung, es sollte unbedingt mal ein MC werden. Nun habe ich die Suche auch auf MMs ausgeweitet.
Aber ein paar Fragen habe ich noch und über ein wenig Input von euch würde ich mich freuen.

Also:
Der erste Kandidat wäre ein Denon DL110. Hier spricht mich - natürlich - der recht geringe Preis an. Ich weiß, dass es nicht über den schärfsten Schliff verfügt, aber es soll dennoch recht gut auflösen. Des Weiteren würde sich hier noch die Möglichkeit ergeben, die Nadel, wenn sie mal abgenudelt ist, retippen zu lassen. Mir persönlich gefällt diese Möglichkeit sehr. Hierzu habe ich auch gleich eine Frage: Die Bauhöhe des System passt wohl nicht zu dem Rega-Arm. Um wieviel muss ich den Arm erhöhen? Ich habe leider die Bauhöhe nicht gefunden.

Die zweite Möglichkeit wäre des 2M Bronze. Hier hätte ich später die Möglichkeit durch einen Nadeltausch das System sogar noch aufzuwerten.
Angelehnt an diese Variante: Ich kaufe direkt das Black und muss dafür mein Sparschwein schlachten. Wie ich gelesen habe, müsste auch hier der Arm erhöht werden um ca. 3mm.

Die "Billig-Variant": Ich nehme das Sumiko Pearl. Aber hier bin ich mir unsicher, ob es nicht gegen die anderen aufgezählten Systeme stark abfällt.

Audio Technica AT 33Ptg III oder Audio Technica OC9 III. Diese beiden MCs sollen sehr empfindliche Nadeln haben; dies schreckt mich ein wenig ab. Außerdem meine ich noch im Ohr zu haben, dass die Systeme von Audio Technica zwar sehr fein auflösen, aber ein wenig dünn klingen können. Ist das nur ein Vorurteil von mir? Wie sieht es bei den Systemen mit der Einbauhöhe aus?

Goldring Eroica. Dieses System wurde mir auch schon von Hörbert empfohlen. Leider kann ich das bei meinem Händler nicht zur Probe hören.

Und zuletzt: Ortofon Quintett. Würde ein System aus dieser Reihe auch an einem Rega funktionieren?

So, das wäre meine Varianten. Vielleicht fällte ja einem von euch noch etwas dazu ein. Als Phono-Pres habe ich zwei Musical Fidelity zur Auswahl, die einen Kapazität von 50 bzw. 128 pF aufweisen. Gehört wird bei mir viel Metal, Rock (gerne auch älter), Reggae und Jazz-Rock. Ach ja, ein Vinyl Master läuft schon an einem anderen Dreher. Zweimal das gleiche System möchte ich nicht.

Ich würde mich über Rückmeldungen freuen.
Viele Grüße
Peppi
Fhtagn!
Inventar
#2 erstellt: 08. Dez 2015, 19:50
Hi,

Ich habe ein DL-110 problemlos an einem RB-301 laufen. Würde mir wieder eines kaufen, leider gibt es das DL-160 ja nicht mehr.
Peppi-76
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 08. Dez 2015, 19:52
Hallo Haakon!
Danke für deine Antwort.
Musstest du den Tonarm erhöhen? Und wenn ja, um wieviel?

VG Peppi
Fhtagn!
Inventar
#4 erstellt: 08. Dez 2015, 19:57
Passt so, der Rega Arm ist aber auf einem Linn LP12 montiert. Weiß leider nicht, wie es beim P3 aussieht.
Richtig justiert ist das 110 ein sehr gutes System. Vor nicht allzu langer Zeit kostete es nur 129€


[Beitrag von Fhtagn! am 08. Dez 2015, 19:59 bearbeitet]
Peppi-76
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 08. Dez 2015, 20:07
Für 130 Euro würde ich ohne Zögern zugreifen.
Ortofon hatte die Preise vor einiger Zeit auch heftig angezogen.
Leider habe ich nicht - wie einige andere - eine große Menge Tonabnehmer auf Halde. Also muss ich da wohl durch.

VG Peppi
akem
Inventar
#6 erstellt: 08. Dez 2015, 20:39

Peppi-76 (Beitrag #1) schrieb:

Der erste Kandidat wäre ein Denon DL110.
Um wieviel muss ich den Arm erhöhen? Ich habe leider die Bauhöhe nicht gefunden.

Die zweite Möglichkeit wäre des 2M Bronze.
Angelehnt an diese Variante: Ich kaufe direkt das Black und muss dafür mein Sparschwein schlachten.

Die "Billig-Variant": Ich nehme das Sumiko Pearl.

Audio Technica AT 33Ptg III oder Audio Technica OC9 III. Diese beiden MCs sollen sehr empfindliche Nadeln haben; dies schreckt mich ein wenig ab. Außerdem meine ich noch im Ohr zu haben, dass die Systeme von Audio Technica zwar sehr fein auflösen, aber ein wenig dünn klingen können. Ist das nur ein Vorurteil von mir? Wie sieht es bei den Systemen mit der Einbauhöhe aus?

Goldring Eroica.

Und zuletzt: Ortofon Quintett. Würde ein System aus dieser Reihe auch an einem Rega funktionieren?


Rechne beim DL110 mal mit 3-4mm, um die Du den Arm hochsetzen mußt. Die meisten MCs haben um die 18mm Bauhöhe während die Rega-eigenen Tonabnehmer glaub ich 14 oder 16mm haben.

Das 2M Bronze wäre imho rausgeschmissenes Geld. Es ist imho von allen Kandidaten das schlechteste (ich halte nicht viel vom Fine-Line Schliff, der nicht viel besser ist als die mittelprächtige Ortofon-Ellipse). Wenn 2M dann gleich das Black, was wiederum ein richtig gutes System ist und obwohl es für ein MM recht teuer ist, ist es imho im wörtlichen Sinne preiswert und kann sich durchaus auch mit guten MCs anlegen.

Das Sumiko Pearl ist imho ein recht brauchbares System, das in seinem Preisbereich eine weit überdurchschnittliche Performance bietet. Klar, mit einem 2M Black kann es nicht mithalten. Wenn es im Moment für ein richtig gutes System nicht reicht, dann nimm lieber das bevor Du das Bronze kaufst.

Die Nadelträger der Audio Technikas sind relativ dünn. Die brechen bei außergewöhnlicher Belastung eher als ein dickerer Alu-Nadelträger, wobei es bei Alu-Nadelträgern aber auch zu versteckten Schäden kommen kann. Ich hab schon zwei Systeme zum retippen beim Nadelspezialist gehabt, die laut seiner Begutachtung Risse im Nadelträger hatten, von denen ich nicht gesehen hatte.
Aber: ich hab ein OC9mk2 mal beim Setup versehentlich mit einer viel zu hohen Auflagekraft belastet, wo sogar der Systemkörper aufgesetzt hat - das hat die Nadel klaglos weggesteckt... Also: sooo schlimm ist das nicht.
Klanglich sind die MCs schon etwas kräftiger im Baß als die MMs von AT. Allerdings ist Dein Tonarm jetzt auch nicht sonderlich schwer (die Regas haben so 11-12g effektive Masse). Von daher könnten MCs am Rega generell etwas dünner klingen oder gar etwas mehr Abtastverzerrungen erzeugen als an einem angemessen schweren Arm.

Das Eroica fällt ggü. den anderen Systemen im direkten Vergleich etwas ab. Absolut gesehen kein schlechtes System und es paßt auch gut zum Regaarm. Dennoch würde ich da eher zum ähnlichen Transrotor Cantare greifen (knapp 600€).

Die Quintets laufen auch recht gut an mittelschweren Armen. Allerdings hast Du da wieder die Ortofon-typische Nadelabstufung: gesteigerte Ansprüche kann nur das Black erfüllen und das kostet halt gleich 800€...

Gruß
Andreas
Peppi-76
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 08. Dez 2015, 20:51
Hallo Andreas!

Deine Einschätzung deckt sich - was die Auswahl angeht - zum größten Teil mit meiner. Meine Favoriten sind das Denon und das 2M Black.
Ich weiß, der Preisunterschied ist gewaltig, aber dafür dürfte das 2M Black auch erheblich länger laufen.
Ich hätte jetzt aber nicht gedacht, dass das Bronze so schlecht abschneidet.
Auf der anderen Seite würde ich das Denon ganz gerne mal ausprobieren. Und die Möglichkeit, das Denon nochmal retippen zu lassen, wenn es abgenutzt ist.... Ist das eine blöde Idee?

VG Peppi
Albus
Inventar
#8 erstellt: 08. Dez 2015, 20:51
Tag,

zur Bauhöhe von Ortofon-Tonabnehmern steht im Support eine Tabelle zu den Abmessungen zur Verfügung: http://ortofon.com/hifi/support/cartridges-dimensions-Chart

Also, nur herausgegriffen, weil auffällig hoch, die Quintet-Serie mit 19,2 mm (noch höher die Modelle der Rondo-Serie, 20 mm, DIN 45539 Maximum, die Bauhöhe gilt jeweils unter Auflagekraft). Die 2M-Serie ist für Ortofon mit 18,0 mm typisch hoch. Bezogen auf die üblichen Rega-Distanzen ist der Arm um gut 3 mm zu erhöhen (Ortofon hatte einem britischen Kunden einst akribische 3,2 mm genannt, bitte sehr, die Praxis dankt).

Denon DL-110, nach Spezifikation 17,6 mm hoch. AT-Abmessungen etc. kann man gut in der Library der Vinylengine nachsehen. AT33... 16 mm, AT OC9... 17,3 mm, AT 150MLX (kommt hier wiederholt vor) hat 17,5 mm (gerundet).

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 08. Dez 2015, 21:04 bearbeitet]
akem
Inventar
#9 erstellt: 08. Dez 2015, 21:11

Peppi-76 (Beitrag #7) schrieb:

Auf der anderen Seite würde ich das Denon ganz gerne mal ausprobieren. Und die Möglichkeit, das Denon nochmal retippen zu lassen, wenn es abgenutzt ist.... Ist das eine blöde Idee?


Das ist durchaus legitim. Ich hab auch ein Shibata-retipptes DL110 hier, das übrigens kaum mehr Auflösung bietet als die Originalnadel. Ich würde also beim Retip nicht sparen: ein elliptischer Retip dürfte eine einigermaßen deutliche Performanceeinbuße sein, da hier normalerweise die Feld-Wald-und-Wiesen-Ellipse mit 8x18µm genommen wird.

Gruß
Andreas
Peppi-76
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 08. Dez 2015, 21:13
Hallo Albus!

Ich hatte gehofft, dass du diesen Thread auch liest.
Erstmal danke für den Link und den Hinweis, wo ich in Zukunft diese Daten finde.
Ist es richtig, dass ich - sollte ich das Denon nehmen - den Tonarm um 2,5mm erhöhen sollte? Die Rega-Spacer gehen immer nur in 0.5mm Schritten vor.
Und hast du vielleicht auch noch einen Tipp für mich bezüglich der Tonabnehmerwahl? Momentan scheint es jja auf das 2M Black oder das Denon herauszulaufen.

VG Peppi

@Andreas
Da hatte ich dann auch einen schärferen Schliff gedacht.


[Beitrag von Peppi-76 am 08. Dez 2015, 21:14 bearbeitet]
Wuhduh
Inventar
#11 erstellt: 08. Dez 2015, 23:13
Nabend !

Preise Retipping Nadelspezialist

Ist nur ein Preisbeispiel ...

Es macht finanziell keinen Sinn, solche Einsteiger-MC-Systeme mit Shibata retippen zu lassen. Aber jeder darf auf seine Art Geld verbrennen.

@ Peppi:

Passende Metallringe in 2mm und 4mm Dicke kann ich mehrere anbieten. Evtl. muß ein Höhenausgleich durch eine andere Matte gefunden werden.

Sinngemäßer Gruß von einem Fachhändler: " Eroica klingt nicht besonders an den Rega und wird deshalb auch nicht angeboten. "

@ alle:

Bemerkenswert, wie jetzt 2M Black gebraucht angeboten werden. Akustische Fehlkäufe ? Geldprobleme ? Privatanbieter als Strohpuppe für schwerstverkäuflichen Ladenhüter ? Verminderung des Wertverlustes durch theoretischen Anrechnung der Preiserhöhungen ? ... nur einmal so angedacht.

MfG,
Erik
Peppi-76
Hat sich gelöscht
#12 erstellt: 08. Dez 2015, 23:36
Hallo Erik!

Die Preise für das Retipping überraschen mich jetzt nicht wirklich. So in der Größenordnung hätte ich mir die auch vorgestellt.
Wenn ich z.B. für ein gutes MM-System eine neue Nadel kaufe, ist das auch fast so teuer wie ein neues System. Die Erfahrung durfte ich schon einmal bei einem Vinyl Master Silver machen.

Aber ob es sich lohnen würde, das Denon retippen zu lassen, kann ich nicht beurteilen - deswegen frage ich auch hier nach.

Erstaunlich ist, dass du nicht so begeistert von dem 2M Black bist. Hier im Forum wird es ja immer wieder hoch gelobt. Deine Ablehnung gibt mir aber zu denken.

Was denkst du denn - für meine Situation - von dem Denon? Oder welches System würdest du denn nehmen?

Danke für dein Angebot mit den Ringen. Aber ich habe schon einen Satz, da momentan noch ein Vinyl Master verbaut ist, das ebenfalls eine Erhöhung des Tonarmes erforderte.
Übrigens blöd ist bei dem Rega-Tonarm, dass die Form nicht eines Zylinders entspricht, sondern irgendwie konisch zuläuft oder wie man das sagen soll. Irgendwie ist es gar nicht so einfach zu sehen, ob der Arm wirklich parallel ist.

VG Peppi
Marsilio
Inventar
#13 erstellt: 08. Dez 2015, 23:49
Hallo Peppi

Da du bereits ein VM Silver hast - macht es da wirklich Sinn, noch einen zweiten Ortofon-Tonabnehmer zu holen? Klar, der Gyger-Schliff vom VM Silver hat eine etwas andere Charakteristik als der Shibata-Schliff der Black-Nadel... Dennoch würde ich mich tendentiell an deiner Stelle entweder nach einem passenden MC umschauen oder ein MM mit einer deutlich anderen Klangcharakteristik umschauen, beispielsweise einem System, das mehr Wärme als die Ortofon-Systeme vermittelt.

LG
Manuel
Peppi-76
Hat sich gelöscht
#14 erstellt: 08. Dez 2015, 23:59
Hallo Manuel!

Das ist ein guter Gedankengang. Ich bin zwar von dem Klang des Vinyl Masters begeistert, aber es sollte schon ein wenig anders klingen. Sonst könnte ich mir ja das "Silver" nochmal kaufen.
Würdest du sagen, dass das Denon sich klanglich abhebt? Oder was würdest du vorschlagen? Ein altes Shure oder so habe ich hier leider nicht rumfliegen.

VG Peppi
arizo
Inventar
#15 erstellt: 09. Dez 2015, 04:58
Hallo!

Auf meinem Rega RP6 hatte ich einige Zeit ein Goldring Eroica LX betrieben.
Das war mir aber viel zu langweilig.
Vor einem halben Jahr habe ich dann auf ein gebrauchtes Benz ACE L umgerüstet und bin seither wunschlos glücklich.
Vielleicht wäre ein Benz ja auch was für dich...
akem
Inventar
#16 erstellt: 09. Dez 2015, 11:54

Marsilio (Beitrag #13) schrieb:
oder ein MM mit einer deutlich anderen Klangcharakteristik umschauen, beispielsweise einem System, das mehr Wärme als die Ortofon-Systeme vermittelt.


Du hast noch kein 2M Black gehört, oder? Sonst wüßtest Du, daß das Black aber mal völlig anders klingt als das VM Silver... Es gibt bei Ortofon nicht DEN Familienklang. Da gibt es durchaus große Unterschiede.
Das 2M Black hat deutlich mehr Baß als das VM Silver und klingt auch ansonsten wesentlich kerniger und kräftiger. Da klingt das Denon DL110 dem VM Silver schon erheblich ähnlicher während das 2M Black klanglich eher einem Benz ACE SL ähnelt (nicht das alte ACE ohne S).

Gruß
Andreas
Peppi-76
Hat sich gelöscht
#17 erstellt: 09. Dez 2015, 17:44
Hallo!

@akem
Noch mehr Bass als das VM Silver? Brauche ich, glaube ich, gar nicht. Über mangelnde Bässe kann ich mich nun wirklich nicht beschweren. Das kann aber vielleicht auch an meinen Lautsprechern und dem Raum liegen.
Ich hätte lieber einen TA, der richtig rockt und gleichzeitig noch gut auflöst - falls es das überhaupt heutzutage noch gibt. Irgendwie sowas wie das
Shure VIII in neu.
Grado Prestige Silver oder Gold sind auch nichts für mich? Die werden hier im Forum ja komplett ignoriert.

@arizo
Das Benz-System habe ich noch nie gehört - den Namen natürlich schon. Leider hat das mein Händler nicht im Programm und ich kann nicht mal kurz probehören. Das finde ich aber bei den Preisen, die die Firma aufruft, schon sinnvoll. Aber trotzdem danke für den Tipp.

Viele Grüße
Peppi
Marsilio
Inventar
#18 erstellt: 09. Dez 2015, 18:44
Guten Abend zusammen

@Peppi

Peppi-76 (Beitrag #17) schrieb:
Hallo!
Irgendwie sowas wie das Shure VIII in neu.


In der Bucht werden immer mal wieder nadellose V15III-Generatoren angeboten, die mit einer SAS-Nadel von Jico gewinnbringend wiederbelebt werden können. In neu "nachgebaut" werden kann hingegen das modernere V15V MR, indem man ein neues Shure M97xE nimmt und dessen elliptische Nadel durch die passende SAS-Nadel von Jico ersetzt.

@Akem
Leider kenne ich nur den Klang des Bronze aus eigener Hörerfahrung (ich hatte das Black lange auf dem Radar, seit bei mir aber ein Shure Ultra 500 eingezogen ist hat sich dieser Wunsch quasi verflüchtigt). Dass das 2M Black gleich klingt wie das VM Silver habe ich ja nicht geschrieben. Aber dass es mit dem Attribut "ausgeprägter warmer Klang" versehen wird ist mir bislang nicht explizit aufgefallen. Der TE wünscht etwas klanglich anderes als das Silver, und da kommt mir in erster Linie eine wärmere Klangwiedergabe in den Sinn.

Hast Du noch ein Vorschlag, was klanglich dem V15III ähnlich ist, aber in neu gekauft werden kann?

LG
Manuel.
Peppi-76
Hat sich gelöscht
#19 erstellt: 09. Dez 2015, 19:32
Hallo Manuel!

Die Idee mit den Shure-Systemen lasse ich mir mal durch den Kopf gehen. Ein Shure V15III wollte ich auch immer für meinen Dual noch haben.
Ich werde jetzt mal die Tage bis zum Wochenende in mich gehen und dann eine Entscheidung treffen.

Ich danke allen, die mir hier Tipps gegeben haben.
Auch wenn die Auswahl nicht kleiner geworden ist, bin ich trotzdem ein gutes Stück voran gekommen.
Wenn das neue System drauf ist, werde ich auf jeden Fall noch mal eine Rückmeldung geben.
Sollte jemand noch einen Vorschlag haben, immer her damit. Noch ist nicht Samstag...

Viele Grüße
Peppi
Albus
Inventar
#20 erstellt: 09. Dez 2015, 19:42
Tag,

wenn für ein 2M Black € 500 und mehr ausgeworfen werden könnten, dann darf unter dem geäußerten Wunsch nach etwas Anderem wohl doch ein Dynavector DV 10X5 nicht fehlen, € 470-495, ein Beispiel: http://www.on-off-hi...tor%2BDV%2B10X5.html
Was macht den Unterschied zur großen Masse der gehobenen Konkurrenz? Erstens die Fülle der Klangfarben in Durchhörbarkeit und Durchzeichnung des weiten Stereopanoramas geboten. Zweitens die Leichtigkeit der Separierung der Instrumente, ein wesentliches Kennzeichen guter High Fidelity. Drittens ein Grundtonfundament, das nicht an- oder aufgeweicht die Präsenz der prägnanten Mitten schwimmend macht. Und so weiter.
Die Optik - ist gewöhnungsbedürftig, am Rega-Arm kragt die rote Aluminiumbefestigungsscheibe reichlich über. In dieser Hinsicht sollte Dynavector etwas tun, ändern. Weitere Spitzenmodelle - so war es schon in den 70er Jahren gewesen, als Ultimos, sind preislich im Bereich angesiedelt, von dem man sagen darf, hier geht es um Steigerung des Lebensgefühls durch Musik und Atmosphäre.

Das war mein Vorschlag, meine Empfehlung, einen Rat habe ich hier nicht zu geben.

Freundlich
Albus

NS: Bauhöhe ~19 mm, Befestigungsabstand 8,3 mm (muss also weiter nach vorn geschoben werden). Befestigungsabstand = Abstand Schraubenmitte bis Abtastspitze unter AK.


[Beitrag von Albus am 09. Dez 2015, 19:45 bearbeitet]
Fhtagn!
Inventar
#21 erstellt: 09. Dez 2015, 19:43
Das Shure Gebastel würde ich erstmal lassen. Habe ich auch schon gemacht, war nicht wirklich befriedigend.

Im übrigen ist das Denon DL-110 kein "Einsteiger MC". Ich habe neulich ein Benz Ace L wieder gegen ein DL-110 getauscht.
Peppi-76
Hat sich gelöscht
#22 erstellt: 09. Dez 2015, 20:33
Hallo!

@Albus
Von Dynavector habe ich bis jetzt nur den Namen gehört, das System selbst - natürlich - noch nie. Deine Beschreibung liest sich wirklich gut. Leider führt mein Händler das System nicht, so dass eine Kostprobe nicht möglich ist. Ich selbst bin nicht so risikofreudig, dass ich mir ein System für fast 500 Euro blind kaufe. Da bin ich wohl ein kleiner Schisshase.

@Haakon
Mhh, basteln also keine gute Möglichkeit......
Ich denke, es wird das Denon werden. Sollte es mir gar nicht gefallen, ist der Verlust nicht ganz so dramatisch, wenn ich es wieder verkaufen muss.

Schönen Abend
Peppi
arizo
Inventar
#23 erstellt: 09. Dez 2015, 20:53
In englischen Foren liest man öfter, dass die Rega-Plattenspieler gerne mit Dynavector betrieben werden.
Gehört habe ich es noch nicht.
Wuhduh
Inventar
#24 erstellt: 09. Dez 2015, 21:30
Nabend !

@ Haakon:

Wenn Dich Dein Shure-Gebastel nicht " befriedigt " hatte, sollteste Dir einmal ein Erfolgserlebnis darin suchen, ein DL103 schadenfrei zu strippen und umzutopfen. Dann kannste wenigstens dazu Deinen virtuellen Senfspender betätigen.

Entgegen Deiner Meinung MUSS das DL-110 allein schon wegen der firmeninternen Hierarchie als Einsteiger-System definiert werden. Dazu muß nicht - kann aber - ergänzend der hiesige Nadelfetischist einen wiederholten Hinweis zum relativ einfachen Nadelschliff abgeben.

Das DL-110 erfüllt(e) m. E. eine artverwandte Alibifunktion an den Denon-Plattenspielern wie damals die Ortofon F-Serie an den Thorensen oder die aktuellen Ortofon-OM- bzw. 2M-Serien an den Pro-Jects. Der Grund und die Denon'sche Argumentation ist recht einfach und u. U. nachvollziehbar: " Wir ( Denon ) wollen nicht, daß jemand anders seine Tonabnehmer an unseren Geräten verwendet ! Wir wollen auch vom Tonabnehmerkuchen ein möglichst großes Stück abhaben ! Und das DL-110 paßt optisch " sehr harmonisch " zu den Rosenholz-furnierten Zargen ! "

Mit Deinem Tausch Benz Ace L gegen DL-110 haste bestimmt jemanden sehr glücklich gemacht, sofern keine unappetitliche Zuzahlung fällig war.

@ alle:
Das Dynavector DV-10X5 nebst Vorgänger erwähnte ich nur nicht, weil es lt. diversen Quellen nicht mit 47kOhm abgeschlossen werden sollte.

MfG,
Erik
Marsilio
Inventar
#25 erstellt: 09. Dez 2015, 22:32
Das "Shure-Gebastel" hat immerhin den Vorteil, dass man das im Falle des V15III für relativ überschaubares Geld machen kann (ein nadelloser Body kostet vielleicht 50 Euro, die SAS-Nadel fürs V15III gibt's in Japan für 133 US-Dollar, zzgl. Einfuhr u. Versand). Für den Rega würde ich jetzt wohl eher kein V15III wiederbeleben, für einen Dual-Plattenspieler hingegen schon, ist das doch eine zum Tonarm sehr gut passende Option.

Selber habe ich auf diese Weise übrigens je ein V15V MR und ein Ultra 500 wiederbelebt. Das V15V ist meines Erachtens damit in etwa auf Augenhöhe meines OM-40 einzustufen. Das Ultra weit darüber...

LG
Manuel


[Beitrag von Marsilio am 09. Dez 2015, 22:50 bearbeitet]
Jorge_Posada
Ist häufiger hier
#26 erstellt: 10. Dez 2015, 07:45

arizo (Beitrag #23) schrieb:
In englischen Foren liest man öfter, dass die Rega-Plattenspieler gerne mit Dynavector betrieben werden.
Gehört habe ich es noch nicht.

die Kombi Rega/Dynavector wurde mir auch vom Dealer ans Herz gelegt . . . werde da evtl. zu einem späteren Zeitpunkt drüber nachdenken
Fhtagn!
Inventar
#27 erstellt: 10. Dez 2015, 09:50

Mit Deinem Tausch Benz Ace L gegen DL-110 haste bestimmt jemanden sehr glücklich gemacht, sofern keine unappetitliche Zuzahlung fällig war.


Entgegen deiner Ansicht bin ich nicht blöd und tausche ein Ace 1:1 gegen ein 110.

Dein Post zeigt mir übrigens, dass es eine gute Entscheidung war, nicht mehr in diesem Forum aktiv zu sein.


[Beitrag von Fhtagn! am 10. Dez 2015, 10:56 bearbeitet]
Peppi-76
Hat sich gelöscht
#28 erstellt: 10. Dez 2015, 18:53
Hallo!
Ich habe da noch eine Anschlussfrage bezüglich der Tonarmhöhe bei verschiedenen Tonabnehmern.
Bei der Berechnung ist die Rega-Filzmatte schon eingerechnet, richtig? Oder muss ich die 2mm abziehen?
Als Beispiel: Wenn ein 2M Black eine Erhöhung um 3.2mm erfordert. Muss ich den Tonarm (mit Filzmatte) um 1.2mm oder 3.2mm erhöhen?
Das wäre vor dem Einbau noch eine wichtige Information für mich.

Eine Rückmeldung wäre super.
Viele Grüße
Peppi
akem
Inventar
#29 erstellt: 10. Dez 2015, 19:03
Die Filzmatte ist natürlich mit eingerechnet. Ist sie ja bei der ursprünglichen Tonarmhöhe auch...
Die würde ich übrigens bei Gelegenheit mal tauschen.
- sie raubt dem Klang Lebendigkeit und Spielfreude
- sie lädt die Platten elektrostatisch auf wodurch diese Staub anziehen
- sie zieht auch selbst Staub elektrostatisch an und gibt ihn ausschließlich dann wieder her, wenn eine ebenfalls geladene Platte draufliegt, ausschütteln bringt nix
- sie bleibt immer wieder an der Platte kleben, wenn man diese anhebt
Ich empfehle Korkmatten. Von Project gibt es eine für knapp 15€ oder so, die ist völlig okay.

Gruß
Andreas
Albus
Inventar
#30 erstellt: 10. Dez 2015, 19:13
Tag,

bei den Überlegungen zur Anpassung der Tonarmhöhe ist die originale Rega-Filzmatte mit einer Stärke von 3 mm vorausgesetzt [falsch, es sind 1,5 mm. Siehe Beitrag 35. A.] und einbezogen. Es ist die praktisch zum Ausgleich für erforderlich gehaltene Differenz aus der verschiedenen Bauhöhe der Tonabnehmer unter typischer Auflagekraft. Ferner ist die Stärke der typischen Schallplatte im Abspielbereich mit 1,0 mm unterstellt, Abweichungen in der Stärke von 0,5 mm (Stärke 1,5 mm, gängig gewisse Platten mit Gewicht von 160-180 g) sind ohne praktischen Effekt und sind insoweit berücksichtigt.

Entscheidend ist für eine wohlinformierte Praxis dann die Kontrolle im Einzelfall - den Tonarm auf eine Höhe zu bringen, die für den Tonabnehmer dessen Optimum gemäß den Anweisungen des Herstellers des Tonabnehmers (in der BDA) realisiert. In der Bedienungsanweisung / Bedienungsanleitung ist für diesen Schritt einer Montage die jeweilige Bebilderung zu beachten (beherzigen), die zeigt einem, ob die obere Befestigungsfläche des Tonabnehmers parallel zur Plattenoberfläche zu sein hat oder eine markierte mehr oder weniger kleine Fläche an der Unterseite.

Ja, schaun mer ma.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 10. Dez 2015, 20:13 bearbeitet]
Peppi-76
Hat sich gelöscht
#31 erstellt: 10. Dez 2015, 19:29
Hallo Andreas uns Albus!
Danke für eure schnellen Antworten. Ich habe es mir zwar auch so gedacht, aber wollte doch jetzt sicher gehen.

@Andreas
Ich habe hier auch eine Ledermatte, die mir von der Optik und der Haptik gut gefällt, allerdings fand ich sie beim Plattenwenden bei laufendem Motor nicht so prickelnd. Die Platte "klebte" ein wenig an der Matte, so dass ich das Gefühl hatte, dass der Teller immer ein wenig abgebremst wird. Das schien mir für den Motor nicht die beste Option zu sein. Täusche ich mich da? Welches Material würdest du denn empfehlen? Kork?

Viele Grüße
Peppi
Jazzy
Inventar
#32 erstellt: 10. Dez 2015, 19:40
IMHO leidet die Platte,wenn der Motor nicht angehalten wird.Das gibt feine Kratzer.
akem
Inventar
#33 erstellt: 10. Dez 2015, 19:43
Seit wann hat denn der Rega-Filzlappen 3mm Stärke?? Das würde ich auf 1mm, maximal 1,5mm schätzen...

Der Teller wird beim Plattenwechsel immer etwas abgebremst. Das läßt sich gar nicht vermeiden, Du mußt ja die Platte irgendwie greifen. Für den Motor und den Riemen ist das dennoch kein Problem, das Beschleunigen aus dem Stillstand beim Einschalten des Motors stressen die Komponenten erheblich mehr.

Gruß
Andreas
Peppi-76
Hat sich gelöscht
#34 erstellt: 10. Dez 2015, 19:55
Hallo!
@Sven
Das kann ich mir auch gut vorstellen. Aber ich denke, da gibt es bei dem Plattenspieler keine Alternative. Den Plattenspieler immer wieder auszustellen und neu zu starten, wird auch von Rega explizit nicht empfohlen.

@Andreas
Ich habe auch die Information, dass es 2mm bei der Filzmatte sind.
Welches Material würdest du denn empfehlen?

VG Peppi
Albus
Inventar
#35 erstellt: 10. Dez 2015, 19:59
Tag,

und für mich sage ich - Albus zurück - es sind für die originale Rega-Matte 1,5 mm. Ich bitte um Entschuldigung.

Richtig ist dann also, dass diese 1,5 mm einbezogen sind.

Freundlich
Albus
akem
Inventar
#36 erstellt: 10. Dez 2015, 20:05
Ich hab gute Erfahrungen mit Kork gemacht, sowohl klanglich als auch vom Handling her (Elektrostatik).
Oder Du besorgst Dir eine Gummimatte.

Gruß
Andreas
Peppi-76
Hat sich gelöscht
#37 erstellt: 10. Dez 2015, 20:05
@ Albus
Danke !!

@Andreas
Ich werde es mir durch den Kopf gehen lassen, ob ich die Matte tausche.

VG Peppi


[Beitrag von Peppi-76 am 10. Dez 2015, 20:07 bearbeitet]
Wuhduh
Inventar
#38 erstellt: 10. Dez 2015, 23:16
Nabend !

3 verschiedene Filzmatten ( nicht die DJ-Dinger ) machten auf meinen Glastellern überhaupt keine Probleme bzgl. statischer Aufladung und Hafteffekte. Im Sinne von: " Bleib' ruhig liegen ! Ich will nichts von dir ! "

MfG,
Erik
Peppi-76
Hat sich gelöscht
#39 erstellt: 19. Dez 2015, 13:32
Hallo zusammen!

Ich möchte nur mal eben eine Rückmeldung geben, wie es bei meiner Tonabnehmerwahl weiter gegangen ist. Ich finde es immer etwas schade, wenn da von dem Threadersteller nix mehr kommt. Daher gehe ich mal mit gutem Beispiel voran.
Es ist jetzt doch die "Billiglösung" geworden - das Denon DL110.

Das wichtigste zuerst: es sieht sehr chic aus !!
Der Klang ist wirklich gut. Es spielt etwas detailreicher als das vorher verbaute Vinyl Master Red.
Auch hatte ich schon das VM Silver an dem Rega. Hier hatte ich das Gefühl, dass das VM feiner spielte und das Denon mit mehr Power zur Sache geht. Besonders Metal hört sich mit dem Denon sehr kraftvoll an und macht richtig Spaß. Dennoch möchte ich das Silver nicht mehr missen (befindet sich ja jetzt an einem Dual).

Mein Fazit: Ich habe aus meiner Sicht mit dem Denon alles richtig gemacht. Ich bin mal gespannt, welcher TA als nächster kommen wird. Aber vorher habe ich ja noch ein paar 100 Stunden Zeit, mit dem Denon zu hören.

Schönes Wochenende
Peppi
akem
Inventar
#40 erstellt: 19. Dez 2015, 14:31
Hast Du bei der Montage des Denon das mitgelieferte Gewichtsplättchen verwendet? Oder hast Du es direkt am Arm montiert?

Gruß
Andreas
Marsilio
Inventar
#41 erstellt: 19. Dez 2015, 14:39
Viel Spass! Keine schlechte Idee, ein DL110 und ein VM Silver zu haben, die haben doch etwas unterschiedlichere Performances, so kann man je nach Lust und Laune wechseln!

LG
Manuel
Peppi-76
Hat sich gelöscht
#42 erstellt: 19. Dez 2015, 16:26
Hallo Manuel!
Danke! Ich denke auch, dass ich damit für die nächste Zeit recht gut aufgestellt bin.

Hallo Andreas!
Das Gewichtplättchen ist nicht mit untergeschraubt.
Ich muss aber zugeben, dass ich sehr faul war und die Montage von dem Techniker von Hifisound in Münster habe machen lassen. De Mann ist sehr sorgfältig und macht einen sehr kompetenten Eindruck auf mich.
Da ich in dem Geschäft noch etwas bestellt habe, war die Montage, Tonarmerhöhung und ein kleiner Check des Plattenspielers für mich kostenlos.
Jetzt sag nicht, dass da zwingend das Plättchen drunter muss !?!?!?!
Der Klang ist auf jeden Fall super. Ich höre gerade das Klischee-Metal-Album Black von Metallica und viel besser geht es (bei mir) klanglich auch nicht.

Viele Grüße
Peppi
akem
Inventar
#43 erstellt: 19. Dez 2015, 16:59
Zwingend nicht. Es würde aber die effektive Masse des Arms aus Sicht der Nadel um 1g erhöhen und dadurch die Grundresonanz etwas senken. Auch die Abtastfähigkeit verbessert sich leicht.
Statt dieses Gewichtsplättchens könntest Du auch etwas Knetmasse oder so unter dem Headshell platzieren. Dann bräuchtest Du die Geometrie nicht neu zu justieren sondern mußt nur den Arm neu ausbalancieren und die Auflagekraft neu einstellen. Aber klar, da reden wir von Nuancen...

Gruß
Andreas
Peppi-76
Hat sich gelöscht
#44 erstellt: 19. Dez 2015, 17:17
Hallo Andreas!
Gut! Das System wollte ich nämlich jetzt nicht abschrauben.
Was das Justieren angeht, bin ich noch Amateur. Ich will mir in der nächsten Zeit noch einen gebrauchten "Versuchsdreher" holen, mit dem ich ein bisschen mit den Systemen experimentieren und Erfahrungen sammeln kann. Aber der Rega sollte schon im Rahmen seiner Möglichkeiten perfekt klingen.

Was meinst du genau mit Grundresonanz? Schwingungen im System und Arm, die es zu minimieren gilt?

Ich werde aber erst mal so hören, wie es jetzt ist. Etwas ändern kann ich später noch.

Viele Grüße
Peppi
akem
Inventar
#45 erstellt: 19. Dez 2015, 17:36
Die effektiv bewegte Masse des Tonarms (bei Rega zwischen 11 und 12g) plus das Eigengewicht des Tonabnehmers stellt zusammen mit der Nadelcompliance ein schwingfähiges Feder-Masse-System dar. Dessen Eigenresonanz sollte zwischen 8 und 12 Hz liegen. Angeregt werden kann das System z.B. durch verwellte Platten oder sowas.
Wenn's nicht paßt kann folgendes passieren:
- Auswirkung auf den Frequenzgang im Baß: der Paß kann unterbelichtet sein, kann aber auch überschwingen
- Nadel kann manchmal aus der Rille fliegen
- es soll sogar schon mal ein Nadelträger abgebochen sein; das hab ich bei einem Audio Technika AT33 PTG gelesen, welches zugegebenermaßen einen recht langen und dünnen Bor-Nadelträger hat und da muß es auch ne ziemlich krasse Fehlabstimmung gegeben haben

Das DL110 hat halt sehr wenig Eigenmasse, ist aber ein MC und hat daher eine etwas härter aufgehängte Nadel als durchschnittliche MMs. Wobei die angegebene Compliance bei Denon immer für 100 Hz gilt, bei den relevanten 10Hz dürfte es Faktor 1,5...2 mehr sein (beim DL103 ist eine Grafik im Manual, laut der es Faktor 2 ist)

Gruß
Andreas
Peppi-76
Hat sich gelöscht
#46 erstellt: 19. Dez 2015, 17:52
Danke für die Erläuterungen, Andreas.
Der Klang ist, wie oben schon beschrieben, für mein Empfinden sehr gut.
Wellige Platten habe ich noch nicht aufgelegt, so dass die Nadel noch keine Hüpfer gemacht hat. Aber ich werde das im Auge behalten.

Viele Grüße
Peppi
arizo
Inventar
#47 erstellt: 19. Dez 2015, 18:08
Also Knetmasse würde ich wahrscheinlich nicht nehmen.
Wie willst du die denn befestigen?
Und wenn sie abfällt und dabei an der Nadel hängen bleibt, kannst du gleich wieder ein neues System kaufen...
Albus
Inventar
#48 erstellt: 19. Dez 2015, 21:18
Guten Abend,

halte zu Gnaden die nachfolgenden Rechnungen, die letztlich doch hier gemeint sein sollten, um einen Effekt zu machen - oder nicht: Die Rechnung der vermeintlich im Klangergebnis etwas ausmachenden Differenz der Tieftonresonanz bei Verwendung des 1 g Plättchens.

1. Fall - ohne 1 g Gewichtsplättchen
Tonarm 11 g + 4,8 g DL-110 + Befestigungsmaterial 0,5 g = 16,3 g
x 13,5 Nadelnachgiebigkeit dynamisch vertikal real = 220,05...
daraus die Quadratwurzel = 14,834...
x 6,28 = 93,158...
1000 : 93,158... = 10,7344 Hz Tiefenresonanz am 11 g-Arm

2. Fall - mit 1 g-Gewichtsplättchen
11 g + 4,8 g + 1,0 g Gewichtsplättchen + 0,5 g = 17,3 g
x 13,5 = 233,55
daraus Quadratwurzel = 15,28...
x 6,28 = 95,97...
1000 : 95,97 = 10,4195 Hz Tiefenresonanz am 11 g-Arm

Rechnerische Differenz zwischen DL-110 am RP3-Arm ohne gegenüber mit 1 g Gewichtsplättchen (Denon DL-110) = 0,3149 Hz. Die Tiefenresonanz liegt bei Verwendung des sog. Gewichtsplättchens von 1 g mit der Spitzenüberhöhung um fast nichts tiefer, bei 10,4 Hz statt 10,7 Hz.

Und nun die Frage, ob dieser rechnerische Befund etwas von Belang für das praktische Ergebnis in der Verwendungssituation bedeuten kann? Ist es von Bedeutung, dass die Tiefenresonanz "da bleibt, wo sie eh schon vorkommt, um 10,5 Hz" oder nicht? Ich sage: Nein, es ist belanglos.

Ich bitte um Nachsicht für diesen Zwischenruf.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 19. Dez 2015, 21:20 bearbeitet]
Peppi-76
Hat sich gelöscht
#49 erstellt: 19. Dez 2015, 21:33
Hallo Albus!

Danke für deine - mal wieder - super Rechnung, Fakten und Analyse.
Es beruhigt mich sehr, dass ich jetzt nicht noch an dem Rega rumdocktor´n muss.
Aber noch mehr freut es mich, dass ich den neuen Techniker in dem Hifi-Shop meines Vertrauens doch richtig, nämlich als kompetent, eingeordnet hatte.

Ich wünsche dir ein schönes Wochenende
Gruß Peppi
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