Eure Erfahrungen mit Audio Technica AT-VM95ML

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Beomaster
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 16. Jan 2020, 14:05
Liebe Vinyl-Gemeinde,
ich wende mich mit folgende Geschichte an euch.

Eigentlich betreibe ich Plattenspieler mit den Top-Abtaster von Shure.
Nun habe ich aber meinen Spieltrieb nachgegeben und einen Onkyo CP-1050 gekauft.
Ich kenne die Einschränkungen des Spielers, mehr Geld wollte ich aber nicht ausgeben.
Dazu habe ich ein AT-VM95ML auf Headshell gekauft.
Im Einsatz ist diese Kombi nun etwa eine Woche.

Das ich von den Shure-Abtaster ein eher "schönes" Klangbild gewohnt bin ist klar,
was das 95ML abliefert ist aber doch unerwartet.

Einerseits ist es spektakulär, was das ML aus der Rille holt. Was die Detailwiedergabe betrifft,
kenne ich nichts Vergleichbares. Dabei klingt es für mich sehr hell, aber auch ohne jede Verzerrung!

Also einerseits toll, aber andererseits nervt mich persönlich dieser helle Charakter bei vielen Platten.

Der TA ist übrigends sehr exakt ausgerichtet. Eine Fehljustierung schließe ich aus.
Das nach einer Woche noch etwas Einspielzeit sein sollte ist auch klar, doch da müßte sich
schon einiges ändern, dass ich des System als angenehm empfinde. Vielleicht ist es auch nur meine
Hörgewohnheit?!

Ich spiele mittlerweile mit dem Gedanken beide Teile zu verkaufen,
die Kombi ich ja noch makellos und praktisch neu.

Falls jemand auch ein 95ML betreibt, wie ist eure Höhrerfahrung.

Gruß Peter
hpkreipe
Stammgast
#2 erstellt: 16. Jan 2020, 20:28
Welchen Verstärker/ welche Phonovorstufe nutzt Du denn?
Beomaster
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 16. Jan 2020, 20:50
Ich nutze einen Marantz PM 7005; angeschlossen ist der Onkyo mit eine Leitung die 30pF Gesamtkapazität hat.

Gruß
Wuhduh
Inventar
#4 erstellt: 17. Jan 2020, 02:03
Wenn Du die akustische Umgewöhnung nicht vollziehen kannst, haste für Dein Musikempfinden den falschen TA gekauft. Der Marantz wird von den pF her schon relativ passend sein.

MfG,
Erik
siciliano1
Stammgast
#5 erstellt: 17. Jan 2020, 08:30

Wuhduh (Beitrag #4) schrieb:
... Der Marantz wird von den pF her schon relativ passend sein.

MfG,
Erik


Moin Zusammen!

Haben nicht alle neueren Marantz Stereo Verstärker (PM 5005, PM 6006, PM 8006 etc.) alle einen viel zu hohen pF MM Eingang? Ich dachte hier gelesen zu haben, der wäre bei ca. 330pf, was für das AT-VM95ML viel zu hoch wäre.

Korrigiert mich bitte, falls ich das nicht korrekt in Erinnerung habe.

Ein Art Dj Pre II für 55 Euro schafft Abhilfe (100pf / 200pf).

Ciao siciliano1


[Beitrag von siciliano1 am 17. Jan 2020, 12:13 bearbeitet]
wern0r
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 17. Jan 2020, 09:12
Ich denke, die Anschaffung des Phono-Pres wird wenig bis keinerlei Abhilfe schaffen. Die AT-VM95 Tonabnehmer gelten im Gegensatz zu den früheren AT-Modellen als relativ kapazitätsunkritisch.

Ich hatte auch mal genau den angesprochenen Art DJ Pre II mit dem AT-VM95ML im Einsatz. Ein Umschalten zwischen 100pF und 200pF war zumindest für mich nicht hörbar.

Ich befürchte tatsächlich auch, dass hier einfach der "falsche" TA gekauft wurde. Shure im Allgemeinen (welcher eigentlich genau?) und AT-VM95 sind ja nun äußerst gegensätzlich!
.JC.
Inventar
#7 erstellt: 17. Jan 2020, 09:40
Moin Peter,


Beomaster (Beitrag #1) schrieb:
Dabei klingt es für mich sehr hell, aber auch ohne jede Verzerrung!


hast Du eine LP auch als CD?
Dann kannst du die mal vergleichen.
StephanCOH
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 17. Jan 2020, 10:03

siciliano1 (Beitrag #5) schrieb:

Ich dachte hier gelesen zu haben, der wäre bei ca. 330pf, was für das AT-VM95ML viel zu hoch wäre.


Ich habe meine Phono-Box S2 sogar etwas höher eingestellt, da ich den Klang so angemehmer fand.
Das kann natürlich Placebo sein, aber ich habe dadurch den Eindruck, dass die AT VM95xx nicht allzu kritisch sind, was den Anschluss angeht.
Marsilio
Inventar
#9 erstellt: 17. Jan 2020, 11:55
Ich kann mir das gut vorstellen - Beomaster hat während langer Zeit mit klassischen Shure-Tonabnehmern der älteren Generation gehört, da ist ein heller abgestimmtes Audio Technica unter Umständen fast so etwas wie ein kleiner Kulturschock.

Und die alten Shures sind und bleiben gut. Ich habe in den letzten Wochen primär mit AKG- und Ortofon-Tonabnehmern meine Platten gehört. Weil gestern eine etwas wellige Platte an der Reihe war - mein M95 kommt damit am besten klar, - wechselte ich auf Shure. Tja, und da war er wieder, der warme Shure-Sound. Macht halt einfach enorm Spass wenn man den mag.

Müsste ich mich auf einen einzigen Tonabnehmer beschränken wäre es ein Shure.

LG
Manuel
Beomaster
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 17. Jan 2020, 12:10
Zunächst mal vielen Dank für eure Beiträge.

Ich persönlich meine auch, dass es ein Anpassungsproblem eher nicht ist. Bei zu hoher Eingangskapazität des Marantz wäre ja eher ein Höhenabfall zu erwarten.

Um die Frage nach den Shure-Modellen zu beantworten: V15 III, V15 V, ML 140 HE, V15 VST.

Ich habe auch CD und Schallplatte miteinander verglichen; das ist aber "so eine Sache", da hier unterschiedlich abgemischt wurde. Eine CD klang im Vergleich schlimm, schon verzerrt, die Platte war also besser.
Versucht habe ich es auch noch mit der "Abbey Road" hier klingt die Platte differenzierter und leicht
höhenfreundlicher, die CD ist dagegen im oberen Bass völlig überzogen und unnatürlich.
So wirklich hilft das somit auch nicht weiter.

Manche von euch meinen ja, ich hätte einfach den falschen TA gekauft;...könnte durchaus so sein

Wer hat denn eigene Hörerfahrungen mit dem 95ML? WernOr , du hattest den doch mal.

Gruß Peter
Beomaster
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 17. Jan 2020, 12:17
Ich sehe jetzt erst den Beitrag von Manuel.

Ein M95 ED betreibe ich auch an einem Dual; mit neuer NOS-Nadel. Liegt sehr! eng an den V15 Modellen.

....nur so am Rande bemerkt.

Gruß Peter
Burkie
Inventar
#12 erstellt: 17. Jan 2020, 12:35

Beomaster (Beitrag #10) schrieb:
Bei zu hoher Eingangskapazität des Marantz wäre ja eher ein Höhenabfall zu erwarten.


Das ist falsch.
Kapazität bildet mit der Spule und den Widerständen einen einen bedämpften Schwingkreis, der eine Resonanzüberhöhung hat.

Wo diese liegt, hängt im konkreten von den Bauteilwerten ab.
Normalerweise nach Herstellerempfehlung liegt die Resonanz da, wo wo sie zur Linearisierung des Frequenzganges beitragen kann.

Wird die Kapazität größer, so verschiebt sich die Resonanz zu niedrigeren Frequenzen.

Das kann dazu führen, dass die lästigen Präsenzfrequenzen auf's schrillste angehoben werden.

Umgekehrt kann zu niedrige Kapazität auch dazu führen, dass der Tonabnehmer dumpf klingt.

Was sich konkret einstellt, hängt von den Werten der Kapazität, der Induktivität der Spule, sowie den Widerständen von Spule und Verstärker ab.

Grüße
Beomaster
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 17. Jan 2020, 12:52
Hallo Burkie,

danke für die Aufklärung, das machte die Sache dann aber auch zunehmend komplex.
Denn wer hat alle diese Parameter zur Verfügung.
In der Praxis wird dann wohl eher auf den praktischen Versuch hinauslaufen, oder?

Gruß Peter
Califax3
Stammgast
#14 erstellt: 17. Jan 2020, 13:17
Hallo Peter,

zu deiner Frage "...Wer hat denn eigene Hörerfahrungen mit dem 95ML?...";
Ich

Ich habe hier auch diverse TA`s von u.a. Shure und Ortofon.
Meine bevorzugten Systeme waren jahrelang das V15III und auch ein M75ED Type 2.
Dann habe ich angefangen ein altes Ortofon System mit immer besseren Nadeln zu bestücken, was auch Spaß gemacht hat.
Als dann das VM95ML immer mehr gelobt wurde habe ich, ob des günstigen Preise, auch da zugeschlagen.
Mittlerweile ist das VM95ML das System meiner Wahl und ich möchte kein Anderes mehr.
Es ist richtig, die "Wärme" des V15III hat es nicht, höhenbetont ist es meiner Meinung nach aber auch nicht.
Ich schätze die hervorragende Auflösung, verzerrungsfreie Abtastung, keinerlei Zischlaute, etc.
Bässe kommen satt und definiert (blödes Wort, mir fällt nichts besseres ein).
Wahrscheinlich ist es von meinen Systemen das, welches der CD am nächsten kommt (auch wenn der Vergleich jetzt hinkt, da ich schon lange keine CD mehr gehört habe).

Gruß
Thomas
UweM
Moderator
#15 erstellt: 17. Jan 2020, 14:26
Stereo bescheinigt der VM95 Serie sogar einen Höhenabfall bei korrekter Anpassung. Unter gleichen Bedingungen messen sich Ortofon 2M red oder blue dort sehr linear.
Eine Erklärung für "hellen" Klang liefert das also nicht. Es sei denn natürlich, das Vergleichssystem zeigt einen noch stärkeren Abfall.

VM95 bei Stereo
Albus
Inventar
#16 erstellt: 17. Jan 2020, 15:08
Tag,

zur Verwendungssituation und einigen soeben befragten Einzelheiten:
-- Marantz PM7005 mit Eingangswiderstand / Eingangskapazität 47 kOhm / 320 pF nominell, real zuzüglich Kapazität des Signalpfads ~15 pF (RCA-Buchsen bis Phono-PWB mit Bestückung), somit ~335 pF.
-- Onkyo CP-1050 mit Kapazität ~30 pF (Tonarm mit Headshell bis RCA-Ausgangsbuchsen)
-- Audiokabel wie mitgeteilt 30 pF
Summe der Abschlusskapazität für das AT-VM95ML ~400 pF (rechnerisch 395 pF).

Im Blick auf die AT-VM95, hier ein ML, die einschlägigen internen Bedingungen:
-- Spulenimpedanz (Z, 1 kHz) 3.5 kOhm (Spezifikation 3.3 kOhm)
-- DC-Innenwiderstand (L/R) 485/485 Ohm (wie Spezifikation)
-- Spuleninduktivität (L/R, 1 kHz) 545.8/543.0 mH (Spezifikation 550 mH)
Selbst an einem Exemplar gemessen. Ob so verbreitet, ist fraglich.
Diese Bedingungen sind gehörig tauglich für einen Abschluss bis 300 pF. Darüber hinaus beginnt eine milde Auffüllung der MM-Delle zwischen 2-8 kHz, was sich aber in engen Grenzen hält.

Man kann bei Lowbeats, Test AT-VM95-Serie, die Frequenzverläufe bei einem Abschluss mit dortigen 210 pF ansehen.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 17. Jan 2020, 15:18 bearbeitet]
wern0r
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 17. Jan 2020, 15:52

Beomaster (Beitrag #10) schrieb:

Wer hat denn eigene Hörerfahrungen mit dem 95ML? WernOr , du hattest den doch mal.


Hallo Peter,

ich habe das System immer noch! Nur der Art DJ Pre II ist rausgeflogen, da ich jetzt den internen Pre des SL-1500C nutze. Also kompletter Wechsel des Drehers unter Beibehaltung des fast neuen Systems. Das beim Technics mitgelieferte Ortofon 2M red ging unbenutzt von dannen.

Ich kann nur das bestätigen, was hier allgemein zu dem System gesagt wird: Klar, hochauflösend, verzeiht hohe Abschlusskapazitäten und den einen oder anderen Kratzer auf alten Platten.

Da ich nie ein Shure-System besessen habe kann ich nur Vergleiche zu den Low-Fi Systemen anstellen, die hier vorher so rumflogen: Ortofon OM10 mit Nachbaunadel, AT-VM95C sowie ein uraltes AT-12 XE. Zwischen den genannten und dem AT-VM95ML liegen auflösungstechnisch Welten! Das ML ist subjektiv heller als die anderen. Mehr kann ich Dir leider nicht helfen.


[Beitrag von wern0r am 17. Jan 2020, 15:53 bearbeitet]
Beomaster
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 17. Jan 2020, 16:39
.....ich muss mich einfach nochmal bedanken

Für mich sind eure Beiträge die ideale Mischung aus "Subjektiv" und "Objektiv".

Rein technisch habt ihr Wissenslücken bei mir aufgefüllt und die geschilderten Charakteristika des AT entsprechen auch meiner Empfindung. Nur ist mein Klangempfinden wohl über viele Jahre so geprägt,
dass 95ML schon den bereits angesprochen "Kulturschock" bedeutet.

Auf der Langstrecke komme ich von Shure und auch Ortofon, was die Verstärker betrifft waren
die Geräte von Harman Kardon meine Lieblinge ( z.B. PM 665 ; also als Harman noch Harman war)
Als die echten Harmänner ausstarben bin ich dann zu Marantz gekommen.

Ich hatte auch Verstärker von NAD, Arcam, Cambridge, u.a. mit denen ich nach der Harman-Ära
aber nicht zurecht kam.


Wenn sich noch ein weiterer Anwender des 95ML findet bitte melden.

Gruß Peter
felixbo
Stammgast
#19 erstellt: 17. Jan 2020, 22:58
Hi Peter,
Deine Lautsprecher spielen auch noch eine Rolle in der Wiedergabekette. Evtl. trifft es insgesamt einfach nicht Deine Hörerwartungen/-erfahrungen.
Ich habe auch AT-VM95ML hier laufen, genauso wie V15 III. Machen mir beide Spaß. Möchte keines missen. An einer passenden Vorstufe finde ich das AT-VM95ML von der Auflösung und der realistischen Wiedergabe, gerade bei live-Aufnahmen, schon verblüffend gut, besonders wenn man noch den Preis in Relation setzt. Scharf ist da nichts. Ich warte gerade auf eine SAS Nadel für das V15 III, mal sehen wie es dann ausgeht.
Aber wenn es für Dich nicht passt, würde ich auch nicht so viel auf die Meinung anderer geben, die haben alle nicht Deine Ohren...

Gruß Felix
PS: Nur m.M.
Burkie
Inventar
#20 erstellt: 18. Jan 2020, 10:07

Beomaster (Beitrag #13) schrieb:
Hallo Burkie,

danke für die Aufklärung, das machte die Sache dann aber auch zunehmend komplex.
Denn wer hat alle diese Parameter zur Verfügung.
In der Praxis wird dann wohl eher auf den praktischen Versuch hinauslaufen, oder?

Gruß Peter



Letztlich ja.

Ausgangspunkt sind die Empfehlungen der Tonabnehmer-Hersteller zu den Abschlusskapazitäten (und zum Widerstand, der ist aber standardmäßig bei 47kOhm) in den Phono-Preamps.

Wenn für dein AT Werte von 100-300pF empfohlen werden, dann sollte der Phono-Preamp idealerweise nicht mehr als um die 200pF mitbringen. Mit den Kapazitäten der Anschlusskabel liegt man dann bei um die 250-300pF herum, also noch im grünen Bereich.

Wenn es geringfügig mehr sind, wird das auch nicht gleich eine klangliche Katastrophe bedeuten.

Hingegen, bei 1000pF wäre ich schon etwas pessimistischer.

MM-Tonabnehmer benötigen etwas Kapazität, um dem Höhenabfall wegen der Induktivität der Spulen zu begegnen. Richtig ausbalanciert, also mit der empfohlenen Kapazität sollte ein einigermaßen linearer Frequenzgang herauskommen.

Je nach Induktivität und Widerstand der Spule, "reagieren" unterschiedliche Tonabnehmer unterschiedlich empfindlich auf kapazitive Fehlanpassung.


Auf meiner Anlage ist der Sound von Platte praktisch so gut wie von CD, Höhen, Mitten, Bässe kommen von Platte und CD im wesentlichen gleich gut. Für mich ein Indikator, dass die Anpassung bei den Phono-Preamps im wesentlichen stimmt.

(Natürlich klingt CD sauberer, Störgeräusche sind auf CD nicht vorhanden, CD verzerrt praktisch nicht, usw. Daran erkennt man den Unterschied zur Platte. In den wesentlichen Parametern, Ausgewogenheit des Klangbildes (Höhen, Mitten, Bässe), sollten Platte und CD aber übereinstimmen.)


Grüße
Beomaster
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 18. Jan 2020, 21:55
Komme erst jetzt zum Antworten.

Felix , grundsätzlich wird es natürlich so sein, dass ich über mein eigenes Hörempfinden
eine Entscheidung treffe. Andere Erfahrungen mit dem AT waren für mich aber deshalb interessant,
weil sie das von mir Empfundene eigentlich bestätigen; ich werde die Verkaufsabsicht auch zunächst mal in die Warteschleife schicken und werde "zweigleisig" fahren : Shure und AT...das machst du doch auch

Obwohl ich mir das AT milder gewünscht hätte, hat es andererseits Fähigkeiten die mich
beeindrucken; es ist eine Hassliebe.

P.S. Meine Lautsprecher kommen seit vielen Jahren von Dynaudio.


Burkie, was die technische Seite betrifft, war ich sehr auf die Kapazität fixiert, daher war man "Hilferuf"
auch der richtige Weg, da ich hier jetzt weiter über den "Tellerrand" hinausschauen kann. Denn deine
Darlegungen sind schlüssig aufgebaut; da kann man was mit anfangen.


Gruß Peter


[Beitrag von Beomaster am 18. Jan 2020, 22:16 bearbeitet]
Burkie
Inventar
#22 erstellt: 18. Jan 2020, 22:40
Hallo.

Bei Tonabnehmern ist die elektrische Resonanz aus Spule und Kapazität (mit den Widerständen der Spule und des Phono-Preamps als Dämpfungsglieder) das eine.

Das andere sind aber mechanische Resonanzen.

Die eine ist die Tieftonresonanz, die sich aus effektiv bewegter Masse des Tonarms, plus der Masse des Tonabnehmers samt Headshell, und aus der Steifigkeit des Nadelträgers (Cantivlerer) ergibt. Diese Steifigkeit wird als Kehrwert, als Compliance (Weichheit) angegeben.
Diese Tieftonresonanz hat Auswirkungen auf die Basswiedergabe.

Am besten ist es, wenn man eine Testplatte hat. Damit kann man die Lage dieser Resonanz überprüfen.

Wenn Dein System nun zu wenig Bass macht, kann das bei ansonsten mehr oder weniger geradem Frequenzgang den Eindruck einer Höhenanhebung hervor rufen.

Grüße
felixbo
Stammgast
#23 erstellt: 18. Jan 2020, 23:23
Hi,
um die Tonarmresonanz zu messen braucht man keine Messplatte. Einfach eine Platte in der Auslaufrille laufen lassen und das plop-plop-plop ca. 5sek. in "Audacity" aufnehmen. Auf "Analyse" klicken und auf "Spektrum zeichnen" und schon hat man eine Auswertung. Bei Größe mind. auf 16384 oder 32768 gehen. Schon sieht man die Resonanzspitze. Fertig.

Gruß Felix
Burkie
Inventar
#24 erstellt: 19. Jan 2020, 10:06
Danke für den Tipp.

Grüße
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