Phono Pre mit Lautstärkeregelung

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S04-Hotspur
Stammgast
#1 erstellt: 28. Jul 2020, 07:18
Liebe Leute,

ich suche einen Phono-Vorverstärker zum Anschluss zwischen Plattenspieler (MM) und Endstufe mit Lautstärkeregelung.

Die Dynavox TPR-Modelle erfüllen das, sind allerdings mit Röhren ausgerüstet.

Welche Transistor-Vorverstärker gibt es, die eine Lautstärkeregelung haben? Gibt es gute Erfahrungen mit einem bestimmten Modell? Preislich sollte das Gerät nicht über 200 Euro liegen.

Dank im voraus, Andreas
BassTrombose
Stammgast
#2 erstellt: 28. Jul 2020, 08:28
ich kenn da nur was teureres...Furutech ADL GT40a,....iss aber ggf. gebraucht für den von Dir geforderten Kurs zu erwerben...
straylight23
Stammgast
#3 erstellt: 28. Jul 2020, 08:49
Beim Art DJ Pre II kannst Du auch den Ausgangspegel einstellen...
Screenshot_20200728_085058


[Beitrag von straylight23 am 28. Jul 2020, 08:51 bearbeitet]
ParrotHH
Inventar
#4 erstellt: 28. Jul 2020, 14:50
Mir fielen da noch der TEC TC-754 und der TEC TC-760LC ein.

Beim ART muss man bedenken, dass man den Pegel nur innerhalb eines gewissen Fensters ändern kann. Man kann ihn also nicht ganz leise stellen. Wenn man sonst keine Möglichkeit hat, den Pegel an der Endstufe einzustellen, halte ich ihn daher für ungeeignet.

Der TC-754 bietet dazu noch 3 zusätzliche Hochpegeleingänge, an die man andere Geräte anschließen kann. Das ist also schon fast ein kompletter kleiner Vorverstärker.

Parrot


[Beitrag von ParrotHH am 28. Jul 2020, 14:51 bearbeitet]
Wuhduh
Gesperrt
#5 erstellt: 28. Jul 2020, 15:29
@ Andreas:

Deine Frage verstehe ich nicht.

Jeder Vorverstärker hat einen Lautstärkeregler und mancher auch hinten Regler für die Ausgangsspannung. Egal ob Cinch- oder XLR-Anschlüsse. Egal ob mit / ohne Phonoeingang.

MfG,
Erik


[Beitrag von Wuhduh am 28. Jul 2020, 15:30 bearbeitet]
S04-Hotspur
Stammgast
#6 erstellt: 28. Jul 2020, 18:39
Vielen Dank, Leute!

Erik, meine Frage richtet sich auf einen reinen Phono-Vorverstärker.

Parrot: Macht es für Dich Sinn, zum Klang etwas zu sagen. Oder gilt bei Phono Pre auch: Verstärkerklang gibt es nicht? Ich würde den 760LC bevorzugen. Der kleine Preis löst ein wenig Skepsis aus - unnötig?

Gruß, Andreas
Yamahonkyo
Inventar
#7 erstellt: 28. Jul 2020, 18:41
@Andreas: Du musst aufpassen.

Die Dynavox TPR Modelle sich "echte" Vorverstärker, die eine größere Verstärkungsleistung, sprich ein höheres Ausgangssignal haben.

Der Art DJ Pre II ist ein reiner Phono Vorvestärker. Die meisten Phono Vorverstärker haben keine Signalanpassung.
=========================================================================================

Update: Das warst du schneller.

Über Unterschiede im Klang von Phono VVn scheiden sich die Geister. Wenn ein Phono Pre technisch einwandfrei funktioniert, sollte er nicht rauschen. Ansonsten würde ich persönlich sagen, ist es Wumpe, welchen man nimmt.

@Erik: Besser lesen!

Gruß Roland


[Beitrag von Yamahonkyo am 28. Jul 2020, 18:48 bearbeitet]
Wuhduh
Gesperrt
#8 erstellt: 28. Jul 2020, 19:42
@ Roland:

Keine Sorge. Im Ggs. zu vielen anderen ich imma lesen UND geistig verarbeiting = MMT = mentales Multitasking

@ Andreas:

Man nimmt z. B. einen Vorverstärker Denon PRA-1500 im sehr guten Zustand. Phono-MM bzw. -MC ist sehr guter Qualität UND zusätzlichem XLR-Output.

Normales Laut-Leise-Regeln = Verstärkung X dB !

Wozu speziell nur Phono, wenn nicht verfügbar ?

Oder Splitting eines Camtech V100 - 102 ! Gleiches Anschlußverfahren !

MfG,
Erik
Burkie
Inventar
#9 erstellt: 28. Jul 2020, 20:40

S04-Hotspur (Beitrag #6) schrieb:

Parrot: Macht es für Dich Sinn, zum Klang etwas zu sagen. Oder gilt bei Phono Pre auch: Verstärkerklang gibt es nicht? Ich würde den 760LC bevorzugen. Der kleine Preis löst ein wenig Skepsis aus - unnötig?



Hallo,

die Vorschläge von Erik würde ich mal einfach vergessen; er hat deine Frage gar nicht richtig verstanden.

Diese beiden TECs würde ich auch ausprobieren, wenn ich sowas suchen würde.

Klanglich gibt es durchaus Unterschiede bei Phono-Preamps.
Bei denen, die ich kennen:
Bei einem ist der Tiefbass unterschlagen. Ist wohl ein fester Subsonic-Filter eingebaut.
Ein anderer hatte einen Bestückungsfehler (falsche Kondensatoren), wodurch die Höhen abgesenkt und der Bass aufgeblasen wurde.

Im direkten Vergleich auch nach umstöpseln durchaus hörbar.

Wenn über den Versandhandel bezogen, kannst du ja ein paar Tage selber testen, und dann entscheiden, ob der Klang für dich so OK ist.


Grüße
Wuhduh
Gesperrt
#10 erstellt: 28. Jul 2020, 21:49
@ Burkie:

Klaro habe ich die Frage verstanden, aber den Sinn nicht.

Spieler > regebarer Phono-VVV > Endstufe mit X Eingangsempfindlichkeit und Y Eingangsimpedanz , oder ?

Als minimalistische Wiedergabekette für Schallplatten, oder ?

Wo liegt jetzt der wesentliche Unterschied zwischen einem reinen Phono-VVV und einem Vorverstärker mit weiteren Eingängen, der genauso regelbar ist ? Ist doch Wurst, ob andere Eingänge auch genutzt werden, solange der Phonoeingang praktikabel bis hochwertig - je nach Anspruch - ist !

Solche shreklichen Einsteigerkisten / Billigbüchsen wie hier so oft empfohlen werden habe ich schon alle durch. Auch ältere NAD und Cambridge Audio. Waren alle bezahlbar, aber letztendlich "Banane".

BEIDE TEC = " Eingangsimpedanz: 47 kΩ @ 200 pF " = DZZZZZZZ !

Means: Regelbar, aber evt. zuviel pF = untauglich !


Preislimit = 200 Euro = Ein regelbarer VV wie vorgeschlagen = Ich liege richtig, oder ?

MbG,
Erik


[Beitrag von Wuhduh am 28. Jul 2020, 22:10 bearbeitet]
S04-Hotspur
Stammgast
#11 erstellt: 29. Jul 2020, 07:31
Vielen Dank für die rege Diskussion.

Ich hole mal ein wenig aus.

Zu 98 Prozent hörte ich bisher CD. Der Pioneer PD-S 701 steuert über den variablen Ausgang die Luxman-Endstufe M-363 an. Lautsprecher: Klang und Ton Celeste (in einem Thread von mir gezeigt und beschrieben). Klanglich bin ich damit sehr zufrieden.

Ich hatte früher einige für meinen Geschmack sehr gute Vorverstärker: Kenwood L07C II, AVM V3. Noch davor hatte ich den Hitachi HCA 8300 Mk2.

Ich habe mir aus Nostalgie einen Hitachi HCA 8500 Mk2 Vorverstärker im Originalzustand gekauft. Allerdings klingt der nach 35 Jahren sowohl über den Phono- als auch über andere Eingänge mit CD bescheiden. Ich habe die Idee verworfen, das Teil zu restaurieren. Ich werde es verkaufen.

Ich habe einen Luxman PD 284 mit Elac ESG 794. Ich möchte zunächst wissen, was der in Verbindung mit einem guten, neuen Vorverstärker kann. Für diesen Zweck würde ein reiner Phono-Pre mit Lautstärkeregelung reichen. Ich habe auch noch einen Onkyo-AV-Receiver TX-SR 806, der einen Phono-MM-Eingang hat. Auch damit klingt es bescheiden. Das habe ich bisher auf den "stiefmütterlichen" Eingang des Receivers geschoben. Insofern könnte es auch einfach an der Nadel des ESG 794 liegen.

Ich habe Lust, öfter mal wieder Platten zu hören. Ich habe mir überlegt, mich von den alten Klamotten zu verabschieden. Ich stelle mir sowas wie den Thorens TD 206 mit einem guten Tonabnehmer vor. Ich hoffe mal, dass sich die Qualität der Plattenspieler in den letzten 35 Jahren weiter entwickelt hat.

Minimalistische Wiedergabekette für Phono - das ist der passende Ausdruck für den Einstieg. Für 70 Euro kann ich das mit dem TEC problemlos riskieren. Mit dem Hitachi-Vorverstärker ist für mich kein Unterschied zwischen 100 pF und 400 pF hörbar.

Herzliche Grüße, Andreas
Dornröschen_
Hat sich gelöscht
#12 erstellt: 29. Jul 2020, 09:11
Die Hitachi ist - Zitat scope - eine SEHR gute Vorstufe.
Ich würde mein Augenmerk da eher mal auf eine neue Nadel richten..
8erberg
Inventar
#13 erstellt: 29. Jul 2020, 09:46
Hallo,

die TECs haben keine edle Gehäuseverarbeitung, funzen aber sehr gut und 200 pF sind bei kurzer Strippe auch bei den Mimöschen von AT auch noch OK.

Schaltung ist eben "klassisch" mit OP-Amp, was man in Mittelklasse-Vollverstärkern ebenso findet.

Macht man nix mit falsch.

Peter
Albus
Inventar
#14 erstellt: 29. Jul 2020, 11:03
Tag,

ein Blick auf einige erreichbare Informationen oder wenigstens Orientierungsmomente gefällig?
Also, zum TEC-754 gibt es auf TNT eine vorteilhafte Besprechung mit Bild der Platine: http://www.tnt-audio.com/ampli/t-preamp_e.html
Erkennbar ist der MM-Modus in diskreter Machart, die Eingangskapazität 220 pF. Der Verstärkungsfaktor wird nirgendwo genannt, nicht TNT, nicht in der BDA. Wenn ähnlich wie die Verstärkung des TCC TC-760LC, dann 38 dB (80x) bei MM, der TC-760LC bei MC 800x (58 dB). Das Lautstärke-Potentiometer ist gestuft gerastet, die Rastpositionen nicht gehörig genau - so der Text. Man sehe selbst.

Der Onkyo TX-SR 806 macht's mit Phono-MM nicht gut wie schon andere Geräte von Onkyo, nicht, weil der MM-Modus verdorben ist durch die Eingangskapazität in Höhe von 1000 pF (Kondensatoren C5582, 5583 102J Kennung, d.i. 1000 pF 5% Toleranz). Günstig für die Immunität gegen Radioeinstreuungen, verlangt durch die europäischen Vorschriften EN... [Machbar mit 100 pF, 470 pF und 1000 pF, Literatur kann nachgewiesen werden.]

Und der Luxman M-363 will für die gehörige Leistung 1 Volt an 45 kOhm haben. Zu den leisen Tonabnehmern sollte ein etwaiger Abtaster - per TC754 oder TC760LC genutzt - besser nicht gehören. Insoweit ist das ELAC ESG-794 in Ordnung.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 29. Jul 2020, 11:49 bearbeitet]
S04-Hotspur
Stammgast
#15 erstellt: 29. Jul 2020, 17:09
In restauriertem Zustand mag die Hitachi-Vorstufe wieder gut klingen. Die 35 Jahre haben bei Kondis und IC's aber ihre Spuren hinterlassen. Besonders deutlich wird das, wenn ich den CD-Player einmal über den variablen Ausgang höre und dann über fixed und mit Vorstufe. Es gibt ja einen sehr ausführlichen Thread zu dieser Vorstufe und der Restaurierung. Den Onkyo AV-Receiver habe ich nur in der Heimkino-Anlage im Einsatz. Die Stereo-Anlage soll unabhängig davon laufen.

Dank besonders an Albus für die aufschlussreichen Infos. Ich bestelle den TEC 760 jetzt mal und berichte dann, was es bringt.

Dank und Gruß, Andreas
ParrotHH
Inventar
#16 erstellt: 30. Jul 2020, 09:33

Albus (Beitrag #14) schrieb:
Also, zum TEC-754 gibt es auf TNT eine vorteilhafte Besprechung mit Bild der Platine: http://www.tnt-audio.com/ampli/t-preamp_e.html
Erkennbar ist der MM-Modus in diskreter Machart, die Eingangskapazität 220 pF. Der Verstärkungsfaktor wird nirgendwo genannt, nicht TNT, nicht in der BDA.

Das bei TNT abgebildete Platinenlayout ist veraltet, seit langem wird die Version 2 verbaut, die beim Phono-Zweig statt eines diskreten Aufbaus auf Opamps setzt (links im Bild):

TEC TC-754

Bitte nicht verwirren lassen. Im Auslieferungszustand sind dort zwei ganz normale NE5532 fest verlötet. Zum Testen und Vergleichen hatte ich dort vor Jahren in einem meiner beiden Exemplare Sockel eingelötet, um andere Opamps einsetzen zu können. Die beiden dort von mir eingesetzten OPA2134 machen aber keinerlei Unterschied. Gut, dass ich die nun wieder "gefunden" habe, brauche ich für ein anderes Projekt.

Immerhin: Es handelt sich um eine zweistufige Verstärkung, ist also mitnichten eine technische Minimallösung.


Wenn ähnlich wie die Verstärkung des TCC TC-760LC, dann 38 dB (80x) bei MM, der TC-760LC bei MC 800x (58 dB). Das Lautstärke-Potentiometer ist gestuft gerastet, die Rastpositionen nicht gehörig genau - so der Text. Man sehe selbst.

Im Innern des des TC-760LC sieht es dann so aus:

TEC TC-760LC

Da kommt für die MM-Verstärkung nur eine ganz einfache Stufe mit einem Opamp zum Einsatz, ein 4558. Das markiert dann aus meiner Sicht wirklich das untere Ende der Möglichkeiten, wiewohl ich dem DIng klanglich nichts anlasten mag. Im MC-Modus wird noch eine diskrete Transistor-Stufe vorgeschaltet.

Gerastet ist das Poti nicht, das ist nur die Riffelung, die bei seitlicher Belastung an der Ausbohrung hängen bleibt.

Parrot


[Beitrag von ParrotHH am 30. Jul 2020, 10:10 bearbeitet]
Albus
Inventar
#17 erstellt: 30. Jul 2020, 10:04
Tag,
und Tag ParrotHH,

vielen Dank für diesen klärenden Beitrag - was Du alles zur Verfügung hast!

Freundlich
Albus
S04-Hotspur
Stammgast
#18 erstellt: 30. Jul 2020, 19:47
Spectrum Audio ist nach meiner Recherche der einzige Anbieter.

Kauf nur gegen Vorkasse. Habe eine freundliche Anfrage gestellt, ob man mir den Endpreis incl. Versand nennen könne. Herr Vollstädt errechnete dann 75,07 €.

Bleibe beim 760, zumal ich dann auch einen MC-Eingang habe. Bleibe aber erstmal bei MM. Beruhigend, dass Parrot dem einfachen Aufbau klanglich nichts anlasten mag.

Gruß, Andreas


[Beitrag von S04-Hotspur am 30. Jul 2020, 20:30 bearbeitet]
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