TA Justage mit SME Headshell

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derschröder
Stammgast
#1 erstellt: 13. Sep 2020, 18:01
Ich sollte vorausschicken, dass ich zwar Vinyl höre, aber selbst noch nie einen Tonabnehmer eingebaut habe.

Neulich habe ich ein Foto eines Audio Technica MC Systems gesehen (OC9X SL), das in einem offensichtlich dazugehörigen Headshell mit SME-Anschluss verbaut war. Die schräge Gehäusevorderkante war bündig mit der des Headshells. Kann man also sagen, dass dies eine Justierhilfe ist, welche den Nadelabstand zum Tonarmdrehpunkt definiert, also die Geometrie aller Tonarme mit SME Headshell identisch ist?

Sorry, falls dies eine blöde Frage ist, bei der sich alle Vinylfreaks kopfschüttelnd die Hand vor die Stirn schlagen...aber ich dachte, wenn´s so einfach ist, könnte ich mich ja mal an den Einbau eines solchen Systems wagen, da mein Tonarm so ein SME-Bajonett hat.

Scönen Abend noch.....
.JC.
Inventar
#2 erstellt: 13. Sep 2020, 18:11
Hi,


derschröder (Beitrag #1) schrieb:
... also die Geometrie aller Tonarme mit SME Headshell identisch ist?


nein, ist sie nicht.
Das ist unterschiedlich, je nach Hersteller.

Bei Technics gilt: Abstand Nadel zu HS Bajonett = 52 mm
derschröder
Stammgast
#3 erstellt: 13. Sep 2020, 18:25
Ok danke. Dann muss man also über das profane Einstellen der Auflagekraft hinaus einigermaßen genau wissen was man tut, wenn man einen TA einbaut. Und ohne Justierschablone geht wohl nix.
max130
Inventar
#4 erstellt: 13. Sep 2020, 18:32
Servus Schröder

wenn Du jetzt einen Tonabnehmer im Headshell hast, kannst Du ja den Abstand von der Bajonettauflage bis zur Nadel messen.
..und den neuen Tonabnehmer dann mit dem gleichen Abstand einbauen.

Justieren per Schablone ist natürlich besser. So ein teurer Spaß ist das ja auch nicht.
Wer weiß, ob der jetzige Tonabnehmer gut justiert ist?

VG
Stefan
.JC.
Inventar
#5 erstellt: 13. Sep 2020, 18:39
Wenn Du einen Drucker hast, kannst du eine Schablone (mit Anleitung) im Netz suchen und sie dir dann ausdrucken.
Haudrauf_der_stoische_
Gesperrt
#6 erstellt: 13. Sep 2020, 18:42
Hallo,

es gibt ja auch genügend Schablonen im Netz, die man ausdrucken kann. Nur dann am besten eine mit einer aufgedruckten Zentimetereinteilung, an der man mit Hilfe eines Lineals überprüfen kann, ob der Ausdruck wirklich die richtige Größe hat.

derschröder
Stammgast
#7 erstellt: 13. Sep 2020, 18:46
Vielen Dank noch mal für die Antworten. Der TA ist korrekt justiert, hat ein Fachmann für mich erledigt. Es sind auch nicht die Kosten einer Schablone, die mich davon abhalten mal einen MC Tonabnehmer zu probieren, sondern der Umstand, dass ich den Einbau eines TA selbst noch nie ausprobiert habe.

Davon abgesehen verstehe ich übrigens das Design des angesprochenen Audio Technica Systems mit dem dazu passenden Headshell nicht. Wenn die Tonarmgeometrie dies erfordert, ist die Vorderkante des Systems nicht zwingend bündig mit der des Headshells. Und das sieht, sorry, echt sch.... aus!?

Was haben die Designer sich dabei gedacht?
max130
Inventar
#8 erstellt: 13. Sep 2020, 18:52
Ich weiß nicht, ob sich die Designer von Tonabnehmern und Headshells untereinander absprechen.

Hier gilt Funktion vor Optik:
20200912_NAT2512_012

VG
Stefan
Burkie
Inventar
#9 erstellt: 14. Sep 2020, 09:35

derschröder (Beitrag #7) schrieb:
Es sind auch nicht die Kosten einer Schablone, die mich davon abhalten mal einen MC Tonabnehmer zu probieren, sondern der Umstand, dass ich den Einbau eines TA selbst noch nie ausprobiert habe.

Das ist keine Raketenwissenschaft, und wer keine zwei rechten Daumen hat, bekommt das auch hin.


Davon abgesehen verstehe ich übrigens das Design des angesprochenen Audio Technica Systems mit dem dazu passenden Headshell nicht. Wenn die Tonarmgeometrie dies erfordert, ist die Vorderkante des Systems nicht zwingend bündig mit der des Headshells. Und das sieht, sorry, echt sch.... aus!?


Hallo,

man kann den Tonabnehmer natürlich auch nach Aussehen "justieren".

Grüße
Holger
Inventar
#10 erstellt: 14. Sep 2020, 10:16

derschröder (Beitrag #7) schrieb:

Davon abgesehen verstehe ich übrigens das Design des angesprochenen Audio Technica Systems mit dem dazu passenden Headshell nicht. Wenn die Tonarmgeometrie dies erfordert, ist die Vorderkante des Systems nicht zwingend bündig mit der des Headshells. Und das sieht, sorry, echt sch.... aus!?

Was haben die Designer sich dabei gedacht?


Die werden sich an ihren eigenen AT-Tonarmen orientiert haben.
Wenn Leute diese Headshells/Systeme an Tonarmen anderer Hersteller, also mit "unpassenden" Geometrien, einsetzen, können ja die AT-Designer nichts dafür...


[Beitrag von Holger am 14. Sep 2020, 10:17 bearbeitet]
Yamahonkyo
Inventar
#11 erstellt: 14. Sep 2020, 23:19
Hallo Schröder,

was für einen Plattenspieler hast du denn?

Gruß Roland
mkoerner
Stammgast
#12 erstellt: 15. Sep 2020, 17:15
Für Plattenspieler mit SME Headshell braucht es generell keine Justageschablone. Alle Hersteller geben irgendwo den für ihren Arm passenden Abstand der Nadelspitze zum Bajonettanschlag an. Wenn man den Abnehmer so einbaut dass der Nadelträger gerade im Headshell sitzt und die Nadelspitze bei korrekter Auflagekraft den richtigen Abstand hat ist alles gut.

Den Abstand kann man mit einer Lehre messen. Die gängigen 52mm von Technics, Jelco und vielen anderen kann man mit der Technics-Lehre für 5 Euro messen. Andere Abstände (fast immer kleiner) kann man durch runterfeilen einer Technics Lehre oder langes Suchen nach einer passenden (z.b. Denon Lehre für 49mm für Sony, Denon, Fidelity Research) auf ebay lösen. Das geht superschnell zum Einbauen und ist mehr als präzise genug. Bei der Geometrie kommt es nämlich im Gegensatz zu Auflagekraft, VTA, SRA, Azimuth nicht so auf hohe Genauigkeit an. Die meisten Tonarm Hersteller von damals mit SME-Mount geben +-3mm als problemlos an. Meiner Erfahrung nach sollte man aber eher auf +-2mm gehen, sonst kanns doch mal etwas sehr zischeln.

Mike
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