Plattenspieler und Vorverstärker gesucht

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Hifibegeisterter
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 11. Dez 2020, 23:28
Guten Abend zusammen,

ich möchte mir nun endlich einen Plattenspieler zulegen. Ebenfalls brauche ich dann einen Vorverstärker, da mein AVR keinen Phono-Eingang bietet.

Ich habe mir das Ganze im Rahmen bis 700€ erhofft, jedoch gebe ich gern auch etwas mehr aus (bis 800), sofern man dadurch nochmal einen Sprung in Sachen Qualität, Handhabung etc. erreichen kann.


Falls ihr weitere Infos braucht, bitte melden, bin da noch recht unerfahren.


Beste Grüße!

Direkt ein edit: ich hätte ganz gerne ein Neugerät


[Beitrag von Hifibegeisterter am 11. Dez 2020, 23:29 bearbeitet]
hpkreipe
Stammgast
#2 erstellt: 12. Dez 2020, 01:24
Hi,

meine möglicherweise etwas schnodderige Empfehlung:

Ein gebrauchter Photo-Vorverstärker - einen kompletten Vorverstärker benötigst Du nicht - für ca. 100€. Achte bitte auch auf MC Tauglichkeit.

Einen Plattenspieler mit ca. 12g bis 16 g effektiver Masse vom Tonarm.200 € max.

Stecke den Rest in einen MC Tonabnehmer, dann hast Du keine Probleme mit der Anpassung des Tonabnehmers zur Elektronik. Hier tut bei mir ein Goldring Eroica LX gute Dienste.

50€ würde ich für typische Ersatzteile für den Plattenspieler einrechnen.

Antriebsriemen, Headshell, Cinch-Stecker, Lötkolben
pedi
Inventar
#3 erstellt: 12. Dez 2020, 02:52
ein gut gewarteter dual, thorens, technics machen in der gewünschten preisklasse jeden neuen spieler ganz fürchterlich nass.
bei einem VV müsste man schauen was passt, ist auf jeden fall in deinem preisgefüge drin.
reihopf
Stammgast
#4 erstellt: 12. Dez 2020, 11:28
Moin,

hallo Mensch ohne Namen. Zu diesem Thema "Ich suche neuen Plattenspieler bis xxx€" Gibt es jede Woche mindestens X Threads. Und auch dazu gibt es jede Woche immer wieder die gleichen Antworten.
All das kann man jede Woche nachlesen.

Über die Suchfunktion. Die gibt es oben rechts.

Viel Spaß beim Lesen!
#linn-fan#
Inventar
#5 erstellt: 12. Dez 2020, 17:54

reihopf (Beitrag #4) schrieb:
Moin,

hallo Mensch ohne Namen. Zu diesem Thema "Ich suche neuen Plattenspieler bis xxx€" Gibt es jede Woche mindestens X Threads. Und auch dazu gibt es jede Woche immer wieder die gleichen Antworten.
All das kann man jede Woche nachlesen.

Über die Suchfunktion. Die gibt es oben rechts.

Viel Spaß beim Lesen!


Und wenn nicht immer wieder einer der Neulinge besserwisserisch belehren würde, hätten wir alle vieleicht alle das Vergnügen, dass hier nicht immer nur die immer gleichen alten Säcke posten, sondern der Nachwuchs sich hier heimisch fühlen könnte.

Gruß


[Beitrag von #linn-fan# am 12. Dez 2020, 22:14 bearbeitet]
Hifibegeisterter
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 12. Dez 2020, 19:01
Moin,
ich bin selbst in anderen Foren aktiv (Hardware) und kann die Aufregung verstehen, wenn ständig die selben Fragen auftauchen.
Jedoch finde ich eine persönliche Beratung ziemlich wichtig, da das Interesse eines jeden ein anderes ist.

Naja egal, vielleicht gibt es ja doch noch einen Hilfsbereiten, der mir sagen kann, was ich brauche.

Was ich in der Vorauswahl habe:
TEAC TN 300
Thorens TD 206
Thorens TD 240
Rega Planar 2

Jedoch brauche ich Hilfe bei Vorverstärker und Tonabnehmer. Brauche ich als Einsteiger überhaupt einen speziellen TA oder tut es der, der beim jeweiligen Plattenspieler dabei ist?

Beste Grüße!
Marsilio
Inventar
#7 erstellt: 12. Dez 2020, 19:48

Hifibegeisterter (Beitrag #1) schrieb:
Guten Abend zusammen,

i(...) , sofern man dadurch nochmal einen Sprung in Sachen Qualität, Handhabung etc. erreichen kann.

Direkt ein edit: ich hätte ganz gerne ein Neugerät


Tja, genau dann empfehle ich eben KEIN Neugerät sondern einen Plattenspieler aus der Vinyl-Blütezeit. Das, was damals obere Mittelklasse war ist gemäss heutigen Massstäben Highend. Um in neu ein Gerät der Liga eines Dual 704 beispielsweise zu finden muss man schon bei Brinkmann schauen, das kostet dann aber einiges mehr als Dein Budget erlaubt.

Dabei ist Dein Budget eigentlich nicht schlecht.

Daher meine Empfehlung: Hol' Dir was richtig Gutes, das zwar nicht neu aber gut gewartet ist, zum Beispiel diesen Dual 704 mit dem leckeren originalen Shure V15III-Tonabnehmer bei diesem hier im Forum bestens bekannten Händler:
https://www.gs-audio.com/dual/dual-7xx/704-2-v15iii-34-470/
=>Die Black Diamond-Nadel allerdings soll er behalten; auch wenn das Gunther anders sieht - die ist nicht gut. Er soll Dir den Dreher dafür 40.- günstiger geben. Stattdessen kannst Du dann bei Thakker diese Nadel hier bestellen - und die ist richtig, richtig gut:
https://www.thakker....5-iii-nachbau/a-7742
Das ist die berühmte SAS-Nadel des japanischen Nadelspezialisten Jico. Das ist ein ganzer Diamant mit einem superraffinierten Microridge-Nadelschliff. Solche Nadeln halten nicht nur mindestens doppelt so lange wie normale elliptische Nadeln sondern holen auch wirklich jedes Detail aus der Plattenrille heraus. Und weil Jico das alles nicht auf einen profanen Alunadelträger sondern auf einen feinen Bor-Nadelträger klebt, ist die bewegte Masse geringer und damit die Wiedergabe nochmals besser.

Übertrieben? Nein, das ist dann einfach die Güteklasse eines Tonabnehmers à la Nagaoka MP-500. Und in der macht das Hobby Vinyl richtig Freude. Und bitte nicht vergessen: Der Tonabnehmer, den Du bei einem Neugerät als Beifang bekommst, ist profane Einsteigerklasse. Das heisst getippte Nadel (Diamantspltter auf Metallsockel, mit Glück wenigstens elliptisch geschlffen).

Zum Thema Vorverstärker: Auch da ist das Shure V15III, das klanglich eher auf der wärmeren Seite anzusiedeln ist und das mit Fug und Recht als Klassiker gilt, ein unkomplizierter Geselle. Der ART DJ PRE II, den es bei Thomann für 55.- gibt, reicht da völlig aus.

LG
Manuel


[Beitrag von Marsilio am 12. Dez 2020, 19:52 bearbeitet]
Black_Cat_85
Stammgast
#8 erstellt: 12. Dez 2020, 20:01
Moin,

Die beiden Thorens sind nicht empfehlenswert.
TD-206 Arm ist klanglich nicht zu gebrauchen. Kröpfung nicht einstellbar.
Plattenteller führt ein munteres akustisches Eigenleben. Drehzahl nicht langzeitstabil.
TD-240 hat die gleiche Problematik beim Plattenteller.

Rega RP2 Arminnenverkabelung klanglich lausig. Massekonzept falsch und störanfällig. Kugellager von lausiger Qualität und schlecht justiert. Keine VTA oder Azimut Einstellung möglich.

Zum Teac kann ich nichts sagen, hatte ich noch nicht in den Fingern.

Für 730€ gibts einen Magnat MTT-990, gebraucht teilweise schon ab 500€, der hat Potential.
Wenn es günstiger sein soll eventl. Audio Technica


VG
BC
#linn-fan#
Inventar
#9 erstellt: 12. Dez 2020, 20:22
Nun denn,......

Was den Phono Vorverstärker angeht, also jenes Gerät, welches

a) das schwache Signal des TA ausreichend verstärkt, um es an einem Line/Aux - Eingang eines Verstärkers betreiben zu können
b) das "komprimierte" Signal des TA gemäß RIAA Kennlinie "entzerrt"

ist die Auswahl schier unerschöpflich.

Für den Anfang ist der ART DJ Pre II sicherlich eine durchaus taugliche Option. Nur weil er nur 50/60€ kostet ist er nicht schlecht. Ganz im Gegenteil

Eine Pro-Ject PhonoBox ist mit um die 100€ ebenfalls schon sehr ordentlich und als PhonoBox S2 aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit auch zukünftig wachsenden Ansprüchen genügend Und wenn man sich mit der zukunftssicheren Justierbarkeit jede Tür offen halten möchte kommt z.B. die Music Fidelity LX-LPS ins Spiel.

Bzgl. des TA sind die Originalen auf den, von dir ausgewählten PS, die schlechtesten nicht. Für "ich fang mal an mit dem Vinyl" ausreichend. Es ist jedoch quasi immer der Fall, dass in der 500€ Klasse neuer PS der TA jenes Bauteil ist, an dem die Anbieter sparen. Es sind innerhalb der ausgewählten Produktfamilie, egal ob nun Rega (was am Ende AT ist), Audio Technika oder Ortofon, immer die TA der unteren Preisklasse montiert.

Exemplarisch sei ein Test des Rega Carbon anheim gegeben.

Was den PS angeht, gehöre ich zur "Vintage ist Neu vorzuziehen" Fraktion, rate bei Neugeräten jedoch auf jeden Fall von den Modellen mit eingebautem Phono Vorverstärker ab. Mir ist kein Modell bekannt bei dem die Schalterstellung OFF (also das Ausschalten des eingebauten VV) diesen elektrisch wirklich überbrückt. Das ist per se kein Fehler, schränkt einen jedoch bzgl. der zukünftigen Wahl eines anderen TA unnötig ein. (Erläuterung: Das klangliche Verhalten eines MM-TA wird durch elektrische Anschlusswerte beeinflusst. Jeder TA hat da seine eigenen Herstellervorgaben. Ein Phono Vorverstärker sollte zu einem TA passen, damit dieser seine Können ausspielen kann. Wenn ein VV fest eingebaut ist und somit bzgl. dieser Werte immer "fest" ist, dann kann mann zukünftig auch nur TA auswählen, die dazu passen. Finde ich weniger gut)

Es sei an dieser Stellen auf zwei diesbzgl. Threads verwiesen

1. Detailbetrachtung TEAC TN 400
2. Detailbetrachtung RELOOP TURN 3

Aus deiner Auswahl würde ich deshalb zum REGA tendieren. Und persönlich immer in dieser Preisklasse nach einem Vintage PS aus Erstbesitz ohne Kneipen- und Kellergeschichte suchen. Die sind in vergleichbarer Leistungsklasse (und besser bzgl. Austattung und Messwerten) für weniger € zu bekommen, was mehr Budget für VV und TA erlaubt. Und die beiden machen schlussendlich die Musik.

[EDITH ON]
Nach allem was ich mir so angelesen und angesehen habe auf dem Neugerätemarkt wären der Technics SL1500 (Gesamtausführung und eine Technics Eigenentwicklung) als auch der ProJect X1 (wegen des hochgelobten und vielfältig justierbaren Tonarms) in meiner engeren Wahl. Oder auch der Onkyo CP1050 (als bestbuy aus Anfassqualität und Preis)

Der 1500er Technics beschreibt was ein Plattenspieler heute kosten muss, um technisch und ausstattungseitig auf Augenhöhe eines Kenwood KD 990, eines JVC QL Y5F oder auch SONY PS X60 zu spielen. Oder auch ein WEGA JPS 350 (was ein SONY ist), um einmal eine preisliche Relation darzustellen.
Solche Vintage-PS sind heute immer noch zu angemessenen Preisen (ok, der Kenwood KD 990 ist etwas sehr gehyped) und mit etwas Suchen in hervorragendem Zustand zu bekommen.
[EDITH OFF]


My 2Cent


[Beitrag von #linn-fan# am 12. Dez 2020, 23:48 bearbeitet]
WBC
Inventar
#10 erstellt: 12. Dez 2020, 22:01
Der Technics SL-1500C nimmt den integrierten VV bei Nichtnutzung definitiv aus dem Signalweg.
#linn-fan#
Inventar
#11 erstellt: 12. Dez 2020, 22:26

WBC (Beitrag #10) schrieb:
Der Technics SL-1500C nimmt den integrierten VV bei Nichtnutzung definitiv aus dem Signalweg.

Wieder was dazu gelernt 👍


[Beitrag von #linn-fan# am 12. Dez 2020, 23:59 bearbeitet]
Hifibegeisterter
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 13. Dez 2020, 13:04
Moin!

Ja besten dank, ich wusste, dass von euch noch hilfreiche Infos kommen

Ich habe nun beschlossen, da es ja auch 12 Monate Gewährleistung gibt, doch einen gebrauchten zu kaufen. Genauer gesagt würde ich mich gern an die Empfehlung von @Marsilio halten.

Um den Händler zu kontaktieren schreibe ich dem Herrn einfach eine Mail oder ist er auch hier im Forum anzutreffen?


Besten dank für eure Empfehlungen!
#linn-fan#
Inventar
#13 erstellt: 13. Dez 2020, 13:43
Moin,

es sei mir gestattet zum Thema Garantie/Gewährleistung ein paar Worte zu verlieren.

Erstens
Das EU Gewährleistungsrecht verpflichtet gewerblich agierende Anbieter für Gebrauchtwaren eine Gewährleistung von 12 Monate enn zu gewähren, wobei (und das muss einem klar sein) sich nach 6 Monaten die Beweispflicht umkehrt. In den ersten 6 Monaten wird nach allg. Verständnis davon ausgegangen, dass ein Fehler bereits bei Auslieferung vorgelegen hat, d.h. der Händler ist in der Beweispflicht. Ab dem 7. Monat liegt die Pflicht, dass der "Schaden" in der Verantwortung des Händlers liegt beim Käufer.

Zweitens
Im Schadensfall, egal ob in den ersten oder zweiten 6 Monaten ist es immer Hantier. Diskussion, Schriftwechsel, Transport, usw.

Warum fühle ich mich bemüssigt dies zu erwähnen?
Es kommt nicht drauf an, ob man wegen der Gewährleistung (Garantie ist übrigens ein ganz anderer Schnack) beim Händler kauft.
PS: Bei der 2jährigen Gewährleistung bei Neugeräten ist es übrigens ebenso.

Es kommt drauf an, dass man bei jemandem kauft der Ahnung hat, seriös ist und den 30-40 Jahre alten Geräten die Zuwendung hat angedeihen lassen, die einfach notwendig ist, um so sicher wie möglich zu sein, dass das Gerät funktioniert und lange funktionieren wird.

Und ja, da bist du bei Marsilios Empfehlung schon mal sehr gut aufgehoben. Im Wissen um diese Rahmenbedingungen ist es aber auch nicht falsch auf dem freien Markt zu schauen. Es sind nicht alles Scharlatane da draußen.

My2cent
MBurock
Stammgast
#14 erstellt: 13. Dez 2020, 16:02

WBC (Beitrag #10) schrieb:
Der Technics SL-1500C nimmt den integrierten VV bei Nichtnutzung definitiv aus dem Signalweg.

Das ist aber auch wirklich der einzige, bei dem mir das bekannt ist.
Ich plädiere für den oben genannten Dual CS 704, ich bin wirklich sehr überzeugt von meinem.
WBC
Inventar
#15 erstellt: 13. Dez 2020, 16:19
Einer reicht doch völlig...

und von dem bin ich absolut überzeugt...



[Beitrag von WBC am 13. Dez 2020, 16:20 bearbeitet]
MBurock
Stammgast
#16 erstellt: 13. Dez 2020, 16:22
Ich will ja auch nichts gegen den Technics sagen, ich wanke gerade selbst, ob ich einen kaufe (wobei ich den 1210gr nehme würde statt des 1500). Im Vergleich zu einem 500€ CS 704 sieht er im P/L allerdings nicht so aus, als sollte man ihn hier empfehlen.
Gäbe es diesen als Halbautomaten, dann dürfte mein Philips endlich in Rente! So wird es wohl ein CS 721, sobald ich ein gutes Angebot sehe.
WBC
Inventar
#17 erstellt: 13. Dez 2020, 16:25
Glaubst Du, als Halbautomat wäre er deutlich günstiger...?
MBurock
Stammgast
#18 erstellt: 13. Dez 2020, 16:58
Nein, ich würde aber auch (deutlich) mehr ausgeben als er jetzt kostet für einen hochwertigen. Hat mit dem Thread hier aber nichts mehr zu tun, da ich mein Budget anders als das des OP ist.


[Beitrag von MBurock am 13. Dez 2020, 16:59 bearbeitet]
Marsilio
Inventar
#19 erstellt: 13. Dez 2020, 17:32

Hifibegeisterter (Beitrag #12) schrieb:
Moin!

Ja besten dank, ich wusste, dass von euch noch hilfreiche Infos kommen

Ich habe nun beschlossen, da es ja auch 12 Monate Gewährleistung gibt, doch einen gebrauchten zu kaufen. Genauer gesagt würde ich mich gern an die Empfehlung von @Marsilio halten.

Um den Händler zu kontaktieren schreibe ich dem Herrn einfach eine Mail oder ist er auch hier im Forum anzutreffen?


Besten dank für eure Empfehlungen!


Ab und zu ist er hier im Forum präsent, am einfachsten kontaktierst Du ihn aber über seine Website.
Übrigens muss es nicht zwingend den - sehr guten - Dual 704 sein. Der nächstkleinere 604 ist kaum schlechter, aber günstiger. Der Unterschied zwischen 704/721 bzw 604/621 liegt darin, dass die xx4-er einfach eine Abschaltautomatik am Ende der Platte haben, die x21 sind Vollautomaten, also Start auf Knopfdruck.

LG
Manuel
Hifibegeisterter
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 18. Dez 2020, 16:56
Hallo zusammen,
der DUAL 704 macht sich gut auf meinem Regal!

Habe die Nadel montiert und den tonarm so eingestellt, wie es in der Anleitung stand (weder am oberen, noch am unteren Anschlag, schön ausgependelt).
Nun komme ich jedoch mit der Einstellung von Anti-Skating und Auflegekraft nicht so ganz klar. Kann mir da einer weiterhelfen?

Gibt es da Richtwerte oder macht man das nach Gehör?

Zudem, auf was stell ich den Pre-Amp ein? Habe heir ein stellrad das von -10 bis +10 dB geht und zwei schalter, einer für 100PF oder 200PF und der andere Schalter für "low cut" oder "flat".


Grüße
Nico


[Beitrag von Hifibegeisterter am 18. Dez 2020, 17:01 bearbeitet]
reihopf
Stammgast
#21 erstellt: 18. Dez 2020, 17:59
Hallo Nico,

Auflagekraft und AS sind abhängig vom montierten System, im speziellen von der Nadel. Welcher TA ist verbaut?
Hifibegeisterter
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 18. Dez 2020, 18:03
Ich habe den Shure V15 III und diese Nadel: https://www.thakker....5-iii-nachbau/a-7742
MBurock
Stammgast
#23 erstellt: 18. Dez 2020, 18:04
Das Gewicht erst einmal nach Angaben der Nadel einstellen und Antiskating in etwa auf das gleiche. Von dort dann nach Gehör fortfahren. Für das Antiskating die Verzerrungen der beiden Kanäle vergleichen. Es gibt auch Methoden mit leeren Schallplatten und anderes, bin so aber immer gut gefahren.
Bei der Verstärkung hilft lowcut manchmal gegen Überlagerungen, ich würde, die Verstärkung selbst (in db) einfach ausprobieren, sodass der Ton bei lauten Stellen nicht übersteuert und auf Grundrauschen achten, das wird davon beinflusst.
Bzgl der Kapazität (die Angabe in pF), da kann man sich erstmal an den Angaben des Tonabnehmers orientieren und auch da dann akkustisch vorarbeiten.
Reihenfolge wäre erst Gewicht, dann AS, dann Verstärkung, dann Kapazität, und dann wenn alles grob steht kann man nochmal zum Fine-tuning auf die einzelnen Sachen zurückkommen.
Marsilio
Inventar
#24 erstellt: 18. Dez 2020, 18:32
Glückwunsch! Eine feine Kombi!

Ich betreibe meine SAS am 704 mit 1.4g Auflagekraft (da ich aber die Variante mit dem Stabilizer-Bürstchen habe, ist mein Wert etwas höher, ohne dem Bürchchen würde ich auf 1.2g gehen.

Antiskating ca. 0.6. Wichtig: Das Antiskatingrädchen nicht im elliptischen Bereich (oben) sondern im Quadrofonie-Bereich (also unten) einstellen! Andere aber machen's wieder mit anderen Werten, daher ist gut möglich, dass sich auch Leute melden, die das anders machen,

Das Shure V15III würde ich am Pre mit 200pF betreiben. Aber natürlich ist Pröbeln erlaubt, kaputt geht dabei nichts.

LG
Manuel


[Beitrag von Marsilio am 18. Dez 2020, 18:34 bearbeitet]
MBurock
Stammgast
#25 erstellt: 18. Dez 2020, 19:05
Das kam während ich getippt habe
Ich betreibe den selben TA mit der SAS Nadel und bin bei 1.15g mit 0.6 Antiskating gelandet, alao recht nah an dem, was mein Vorredner vorschlägt.
Der Shure kann die 200pF problemlos ab, es hängt aber auch vom Kabel ab. Ich hab am Shure etwa 250pF in der Summe.
Hifibegeisterter
Ist häufiger hier
#26 erstellt: 18. Dez 2020, 19:11
Vielen lieben Dank euch!

Ich teste das heute Abend, such mir ne feine Platte aus und melde mich, wenn alles passt(oder nicht passt) zurück!
MBurock
Stammgast
#27 erstellt: 18. Dez 2020, 19:15
Da ich es vergessen habe: herzlichen Glückwunsch! Wenn alles gut justiert ist eine hervorragende Kombination. Mit Verbesserungen nach oben wird es da schon dünn und bzw wirklich teuer.
Hifibegeisterter
Ist häufiger hier
#28 erstellt: 18. Dez 2020, 19:33
Danke, jedoch stehe ich vor einer weiteren Frage: (sorry, mein erster Spieler und ich bin relativ jung, kenne Plattenspieler leider nichtmehr, da zu spät geboren...)

also: ich habe etwa fünf millimeter abstand zwischen platte und nadel, gewicht habe ich auf die 1,2g eingestellt, jedoch liegt der tonarm wie auf einer art anschlag auf...


Anfängerfragen, die sicherlich ein Grinsen in eure Gesichter zimmern
gundus
Stammgast
#29 erstellt: 18. Dez 2020, 19:46
Hallo-
wurde der Tonarm vor dem Einstellen der Auflagekraft in Waage ausgerichtet- und zwar stromlos über dem Plattenteller bei abgesenktem Lift durch Verschieben und Drehen des hinteren Gegengewichts ?- auf der Toanrmablage geht das beim 704er nicht.? Wurde die Tonarmhöhenverstellung verändert? Wurde die Einstellung der Lifthülse verändert?

Grüße Gunter
Hifibegeisterter
Ist häufiger hier
#30 erstellt: 18. Dez 2020, 19:54
Nicht, das ich wüsste.

Ich vermute, Du bist der Verkäufer? Eventuell könne wir das auch telefonisch klären? Wie gesagt, absoluter Neuling. Aber ich habe den Spieler aus der Packung genommen, die Stellschraube (transportsicherung?) rechtsherum bis an anschlag gedreht, anschließend den Arm ausgependelt und dann wie von den Usern Marsilio und MBurock beschrieben die restlichen einstellungen getroffen
gundus
Stammgast
#31 erstellt: 18. Dez 2020, 20:00
richtig - ruf mich gerne an - ich kann bestimmt helfen
Nummer auf der Rechnung oder webseite
Marsilio
Inventar
#32 erstellt: 18. Dez 2020, 20:02
Ich sehe schon - Ihr findet die Lösung.

LG
Manue
gundus
Stammgast
#33 erstellt: 18. Dez 2020, 20:36
danke- vlt ist es für andere auch interessant, dass einzig der Dual 704 am besten stromlos über der Platte bei abgesenktem Lift ausbalanciert werden muss- durch den Rillenfinder wird der Arm erst beim Absenken freigegeben.
Grüße Gunter
Hifibegeisterter
Ist häufiger hier
#34 erstellt: 18. Dez 2020, 20:37
Besten Dank euch allen!

Hatte soeben ein sehr klärendes Telefonat mit Gunter, sehr netter Mann!

Lauft alles wie es soll, der Klang ist hervorragend, ich bin glücklich!



Schöne Weihnachtszeit euch allen!
WBC
Inventar
#35 erstellt: 18. Dez 2020, 20:39
schön, wenn dann doch noch alles gut wird...
mokkasins
Neuling
#36 erstellt: 04. Jan 2021, 01:49
Guten Abend zusammen,

vielleicht darf ich mich hier noch einklinken.
Stehe nun doch nochmal vor der Frage, ob wir unsere eigentlich getroffene Wahl überdenken und besser einen anderen PS nehmen sollen.
War bisher eher gegen gebraucht bei solchen Geräten. Aber da TE offfensichtlich gute Erfahrungen gemacht hat

Stand wie er auch vor der Frage welcher wird es.
Neben dem Rega P2 auch von Pro-Ject Modelle.
Am Ende sind wir, gedanklich, beim Pro-Ject Debut Carbon Evo gelandet.

Meint ihr ich sollte ebenfalls besser zum 604/704 schwenken?
War eigentlich der Meinung ich befasse mich nur noch mit Boxen und Verstärkern und dann habe ich alles

Bin um Sortierung und eure Hilfe sehr dankbar.

Viele Grüße
Julian
MBurock
Stammgast
#37 erstellt: 04. Jan 2021, 02:08
Ich bin der Meinung, ein Wechsel ist nicht notwendig.
Ich kann gleichzeitig sagen, dass mein Dual besser als mein Pro-Ject ist. Relevant ist es allerdings kaum.
mokkasins
Neuling
#38 erstellt: 04. Jan 2021, 09:03
Guten Morgen,

vermutlich vor lauter Geschreibe etwas unklar von meiner Seite.

Der Pro-Ject ist noch nicht bestellt. War bisher nur der “Auserkorene”.

Da der project neu und der Dual 7xx gebraucht so ziemlich in der gleichen Preisklasse sind bin ich nochmal unsicher geworden
Möchte natürlich was gutes, aber vor allem nicht Marketing geschwubbel erliegen
siciliano1
Stammgast
#39 erstellt: 04. Jan 2021, 09:31
Hi!

Ich kann den Hype über "gute Gebrauchte" nicht teilen.

Ich hatte selbst mehrere Jahre Ende der 80er einen Dual und Ende der 90er einen Project.

Mit beiden kann man Musik hören. Wenn Dir das "Old School" Design gefällt und Du generell nichts gegen Gebrauchtes hast, dann nimm den Dual.

Wenn Dir moderneres Design und NEU gefällt, dann nimm den Project.

Was ist denn Dein Budget? 500€?

Ciao siciliano1
mokkasins
Neuling
#40 erstellt: 04. Jan 2021, 10:26

Mit beiden kann man Musik hören. Wenn Dir das "Old School" Design gefällt und Du generell nichts gegen Gebrauchtes hast, dann nimm den Dual.

Wenn Dir moderneres Design und NEU gefällt, dann nimm den Project.


Design gefällt das moderne besser. Jedoch soll die Anschaffung auch technisch die richtige Wahl sein.

Meine Meinung ist derzeit unglaublich diffus

Ja das Budget habe ich mir auf 500€ gesetzt da der Rest noch dazu kommt wie Boxen und (Vor-) Verstärker
eStyle
Inventar
#41 erstellt: 04. Jan 2021, 13:11
Also ich kann nur den Tipp geben, dass diese einfachen Plattenspieler aus MDF-Brettchen wirklich eine gute Aufstellung brauchen. Ich selbst verkaufe jetzt mein Zweitgerät (Rega Planar 3), da der Klang schlechter ist als bei meinem Dual CS-600, obwohl die viel bessere Nadel am Rega dran war (Ortofon 2m Black am Rega / Ortofon OM20 am Dual).
akem
Inventar
#42 erstellt: 04. Jan 2021, 17:14
Wenn der Dual 704 seriös überholt wurde (inklusive neuer Kondensatoren in der Motorsteuerung), dann ist er dem Project um Welten überlegen. Dann ist der Project nicht mal ein Sparringpartner geschweige denn ein Gegner für den Dual... (von der Ausstattung reden wir dabei noch gar nicht).

Gruß
Andreas
13mart
Inventar
#43 erstellt: 04. Jan 2021, 19:40

siciliano1 (Beitrag #39) schrieb:


Ich kann den Hype über "gute Gebrauchte" nicht teilen.


Ich hinwiederum hätte mir einen Micro-Seiki 1500
damals neu nicht leisten können. Der 'Gebrauchte'
dreht nun seit den 90ern bei mir seine Runden.

Gruß Mart
.JC.
Inventar
#44 erstellt: 04. Jan 2021, 20:29
Hi,


siciliano1 (Beitrag #39) schrieb:
Ich kann den Hype über "gute Gebrauchte" nicht teilen.
...
Was ist denn Dein Budget? 500€?


hast Du schlechte Erfahrungen gemacht?
...
für 500 € bekommt der geduldige (und erfahrene) Gebrauchtdreherkäufer sowas:

FO.2

das ist kein Witz, das war ein Foto der Auktion.
Dieser SL 1600 MK2 ist ein Vollautomat, die gleiche Serie wie der berühmte SL 1200 MK2 (NullAutomat)
sowas baut heutzutage nicht mal mehr Technics selbst !
MBurock
Stammgast
#45 erstellt: 04. Jan 2021, 20:50
Unterhalb 800€, die Grenze makiert durch den Magnat MTT990, kenne ich keinen technisch konkurrenzfähig modernen Dreher. Ohne Automatik gibt es dann allerdings eine Reihe schöner neuer Dreher ab dieser Preismarke.
siciliano1
Stammgast
#46 erstellt: 05. Jan 2021, 10:17

.JC. (Beitrag #44) schrieb:
Hi,


siciliano1 (Beitrag #39) schrieb:
Ich kann den Hype über "gute Gebrauchte" nicht teilen.
...
Was ist denn Dein Budget? 500€?


hast Du schlechte Erfahrungen gemacht?
...


Hi JC!

Nee, aber - wie ich oben schon angegeben hatte, hatte ich selbst die Dreher aus den 80ern (Telefunken und Dual).

Ich kann mich zwar nicht mehr an die genaue Bezeichnung des Duals erinnern, aber ich habe ihn in den 80ern für 500 DM neu gekauft.

Ende der 90er habe ich mir dann einen der ersten Project Debut für 400 DM neu zugelegt.

Mir haben beide gut gefallen. Ich habe nichts gegen "gute Gebrauchte". Hier kommt es mir zumindest so vor, als wäre alles Neue unter 500€ nicht zu gebrauchen und man solle besser etwas Gebrauchtes kaufen.

Ich bin auch in anderen (ausländischen) Foren angemeldet. Da gibt es diesen "Gebraucht-Hype" nicht.

Ciao siciliano1
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