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Übersteuern bei Benz MC 20E 2

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neuerBenutzer
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 18. Jul 2006, 08:25
Liebe Leute

Vor kurzem habe ich mir einen Pro-ject Xpression 2 gekauft und da mich das mitgelieferte AT95 nicht wirklich glücklich gemacht habe und ich einen MC TA wollte habe ich mich entschlossen auf ein Benz MC 20E umzurüsten.
Das ganze hängt an einem NAD PP-2 Phonoteil und wird dann an meinen Cambridge 540R weitergeleitet.

Nun habe ich aber folgendes Problem:
Beim Anhören von Platten tritt ab einer gewissen Lautstärke ein Übersteuern auf, vor allem im Bassbereich. Zuerst habe ich mir gedacht, dass vielleicht der Vorverstärker im Arsch ist. Allerdings ist dieser bereits ausgetauscht und das Probem besteht weiterhin. Mir wurde zwar gesagt, dass es sich MC 20E um einen lauten MC TA handelt, aber übersteuern ist dann doch nicht wirklich normal.
Am MM Eingang tritt dieses Phänomen übrigens nicht auf

Jetzt frage ich mich, ob ihr mir helfen könnt. Würde vielleicht ein anderer Phonoverstärker helfen.

Grüße aus dem sonnigen Österreich
Albus
Inventar
#2 erstellt: 18. Jul 2006, 08:43
Tag,

Achtung! Falscher Anschluss! Das Benz MC20E2 gehört an den Phonoeingang mit Eingangsimpedanz 47 Kiloohm = an den MM-Eingang des PP2. - Weil: Das Benz ist ein Tonabnehmer vom Typ MC mit hoher Ausgangsspannung (High Output-MC, und mit hoher Systemimpedanz). Der MC-Eingang des PP2 wird durch das Benz tatsächlich übersteuert.

Herstellerseitig: 2,2 mV bei 5 cm/sec, Wirkwiderstand 110 Ohm, empfohlener Lastwiderstand 47 Kiloohm.

MfG
Albus
neuerBenutzer
Schaut ab und zu mal vorbei
#3 erstellt: 18. Jul 2006, 09:07
Danke für die schnelle Antwort.

Habe es auch schon auf dem MM EIngang ausprobiert, allerdings muss ich dann meinen Verstärker fast schon auf Anschlag aufdrehen um laut zu hören. Das nervt mich schon etwas.

Ist es vielleicht eine bessere Lösung einfach auf das größere System umzurüsten? 100 Euro Plus?
Oder gibt es alternativ einen anderen TA, der für meinen Plattenspieler empfehlenswert ist?

Greets


[Beitrag von neuerBenutzer am 18. Jul 2006, 09:17 bearbeitet]
Albus
Inventar
#4 erstellt: 18. Jul 2006, 09:20
Tag erneut,

der PP2 verlangt für Nennausgangsspannung 2,5 mV, das Benz liefert bei normalen Pegeln von 5 cm/sec 2,2 mV (alles Herstellerangaben) = das Benz ist im Hinblick auf den PP2 etwas leise. Ein anderes Benz (nach Tabellenwerten genommen) ist nicht entscheidend lauter. Lauter ist aber, gemäß Testberichten - Achtung Vorsicht! - wohl ein Denon DL 160 (MC-High Output, 3,2 mV bei 5 cm/sec). Kommt noch ein etwa wenig empfindlicher Hochpegeleingang am Vollverstärker hinzu, dann muss der Volume-Regler eben weit geöffnet werden. Das ist dann ein Moment des so genannten Netzwerk-Denkens ('die Kette').

Die Verstärkung des PP2 ist bei MM schon etwas höher als gängig, nämlich rd. 38 dB, typisch ist 35 dB (= 50x).

Wenn's nicht Störgeräusche gibt bei weit geöffnetem Volume-Regler, dann ist alles in Ordnung.

MfG
Albus


[Beitrag von Albus am 18. Jul 2006, 09:23 bearbeitet]
neuerBenutzer
Schaut ab und zu mal vorbei
#5 erstellt: 18. Jul 2006, 09:49
Hat sich alles erledigt.

Habe mich entschlossen einfach auf ein reines MC System umzusteigen, Benz MC Gold. Ich hoffe das wird dann all meine Probleme endgültig lösen und dem Musikgenuss steht nichts mehr im Wege.
Ist das eine gute Idee, oder würdet ihr mir eher von diesem System abraten? Der Händler meines Vertrauens hat es mir als sehr gut empfohlen.
Druide16
Inventar
#6 erstellt: 18. Jul 2006, 09:59
Moin,

zum Klang des Benz MC Gold kann ich Dir nichts sagen.
Mit dem System kommst Du auf eine Tonarmresonanzfrequenz von ca. 10,5 Hz. Das liegt noch im grünen Bereich.

Gruß,

V.
Albus
Inventar
#7 erstellt: 18. Jul 2006, 10:19
Tag erneut,

ein Blick auf die Spezifikatioen des NAD PP2 für MC: 100 Ohm + 180 pF, 0,3 mV Input für 0,5 V Output (1 kHz). Daneben für das Benz MC Gold: 0,4 mV (5 cm/sec) Output, empfohlene Abschlussimpedanz >200 Ohm (interner Wirkwiderstand 20 Ohm). - Nach der Empfehlung des Benz-Herstellers ist die Abschlussimpedanz des NAD PP2 mit 100 Ohm nicht optimal, da es mehr als 200 Ohm sein sollten. Anmerkung meinerseits: Das Verhältnis 1 : 10 ist lehrbuchmässig, lehrbuchmässig grenzwertig ist ein Verhältnis von 1 : 5, Schwellwert zum Unpassenden bei 1 : 3. Danach ist die Abschlussimpedanz des NAD PP2 für ein Benz MC Gold grenzwertig. (Note: Stereoplay hat 25 Ohm als Systemimpedanz des Benz MC Gold gemessen, 12/2000, Seite 144.) Ferner scheint das MC Gold etwas härter (Nadelnachgiebigkeit) zu sein als spezifiziert. Der ExpressionII-Arm ist wohl eher von der Sorte um 10 Gramm effektive Masse, d.h. die Tiefenresonanz kommt ihrerseits in den Bereich der Grenzwertigkeit. Der Arm ist höhenverstellbar, gut. Dämpfung ist nicht vorhanden, nicht gut.

Summe: An einen derartigen Arm passte gut ein MM-Tonabnehmer des Typs Ortofon VM Red, passte auch gut zum PP2. Zum MC liesse ich mich an einem derartigen Plattenspieler nur ungern und widerwillig drängeln.

MfG
Albus
HiFi_Addicted
Inventar
#8 erstellt: 18. Jul 2006, 11:44
Das Ortofon MC 15 Super MK2 harminiert sehr gut mit dem ProJect 9c Tonarm abgeschlossen wir mit 100 Ohm. Mit 60db Gain ist es ausreichend laut. So schlecht sind die ProJect Arme des Modelljahres 2003/2004 doch gar nicht. Da laufen sebst richtig dicke MCs sehr gut drauf. Die Kombination 2 eXpression + MC 15 Super MK2. IMHO ist es mehr als gerechtfertig MCs auf dem Arm einzusetzen.

Der 12c läuft bei mir immerhin mit einem van den Hul Grashopper IV GLA gar nicht so schlecht wie ich meine Am 9c eigentlich auch nicht wirklich schlechter. Bis auf das dünnere Armrohr ist der Arm des 2 eXpression ja mit dem ProJect 9c identischz (Lagerblock+Headshell)

MfG Christoph
Druide16
Inventar
#9 erstellt: 18. Jul 2006, 12:23
Moin,

um genau zu sein hat der Xpression aber nicht den 9c, sondern den 8.6c verbaut, der einzeln nicht erhältlich ist (Effektive Tonarmmasse: 8,7g).
Ich habe mit MM-Systemen an dem Arm recht gute Erfahrungen gemacht. Der NAD PP2 ist ohne Modifikation wohl für viele MC-TAs nicht sonderlich geeignet.

Gruß,

V.
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