Sie sind bereits Community-Mitglied? Dann loggen Sie sich hier ein!

Auto-Login
Passwort vergessen?


Neuling fragt: Lohnt sich ein besserer Dreher?

+A -A
Autor
Beitrag
visavox
Neuling
#1 erstellt: 31. Jul 2006, 19:08
Ein freundliches Hallo an die Analogfraktion!
Seit einiger Zeit stöbere ich hier im Analogteil des Hifi-Forums, weil ich Rat zu folgendem Problem brauche:
Ich habe noch eine ganze Reihe von alten Schallplatten und höre auch mit ziemlicher Regelmäßigkeit diese Schätzchen. Meine Kette besteht aus folgenden Komponenten: Marantz PM 16 (Amp), Marantz CD 63 SE, Visaton VOX 252 MTI
Mit dem Klang der Anlage über CD bin ich im höchsten Maße zufrieden. Dies belegt auch immer wieder ein gelegentliches Querhören von richtig teuren Anlagen in den gehobenen High-End Studios.
Die Platten höre ich entweder auf meinem Sony PSX L300 mit einem Abtastsystem von Yamaha (so um DM 200,-) oder aber mit einem alten Lenco L43 GT mit Linn K5. Manche Platten kommen schon in etwa an den CD-Klang heran, aber die meisten kann man anhören, aber ein vergleichbarer Genuss zur CD-Kette ist mit beiden Plattenspielern nicht zu erreichen.
Meine Frage an die "Gurus": Lohnt sich eine Investition in einen besseren Dreher und Abtastsystem? Oder geht es letztendlich nicht nur um das "schöne Drumherum" (liest man hier auch sehr viel!!) Kann man sich der CD mit vertretbarem Aufwand nähern?? (Man verzeihe mir diese Frage!!)
Es ist relativ schwierig in High End - Läden ohne ernsthafte Kaufabsichten eine gute Kette mit einem Edeldreher zu hören, um dann andächtig sagen zu können: "Jo, das isses!!"
Wenn es sich lohnen sollte, was würde mir denn das erlauchte Forum empfehlen?
Ich würde mich riesig über Eure Ratschläge freuen.

Beste Grüße vom Neuen!!

PS: Ich lese relativ wenig über Klangbeschreibungen im Forum, aber sehr viel über die Technik.
wastelqastel
Inventar
#2 erstellt: 31. Jul 2006, 19:15

Platten kommen schon in etwa an den CD-Klang heran, aber die meisten kann man anhören, aber ein vergleichbarer Genuss zur CD-Kette ist mit beiden Plattenspielern nicht zu erreichen.


Könnte auch an deinen Platten liegen


Wenn es sich lohnen sollte, was würde mir denn das erlauchte Forum empfehlen?



Lohnen tut es sich eigentlich immer


Hast du schon die Thorens und Dual Kaufempfehlung durch ?
oder einfach mal die Suchfunktion nutzen

Was willst du genau ? neues System ? Neuen plattenspieler?


[Beitrag von wastelqastel am 31. Jul 2006, 19:16 bearbeitet]
visavox
Neuling
#3 erstellt: 31. Jul 2006, 19:54
@wastelgastel
Danke für die prompte Antwort!
Die Platten sind eigentlich für ihr Alter recht gut erhalten. Die meisten sind aus den 70'- und 80'igern.

Eigentlich bin ich schon geneigt sowohl einen neuen Plattenspieler (gebraucht) und ein neues System zu kaufen (wirklich neu!!) zu kaufen.

Gruß

visavox
Druide16
Inventar
#4 erstellt: 31. Jul 2006, 20:21
Hallo visavox,

also an den Platten liegt es sicherlich nicht, daß sie schlechter klingen als CD. Es sei denn, es sind schlechte Pressungen a la Fame. Und eine Wäsche holt oft nochmal erstaunliches aus älteren Platten heraus.

Deine Plattenspieler kenne ich nicht und kann demzufolge nichts dazu sagen. Aber Deine TAs scheinen schon älter zu sein.

Einen Einfluß auf die Klangqualität hat außerdem die Phono-Stufe. Oft ist in neueren Verstärkern neueren Datums die eingebaute Phono-Stufe nicht der Weisheit letzter Schluß.

Um an den Klang der CD mit einem Plattenspieler heranzukommen, müssen aber schon ein paar Euro angelegt werden. Wenn Deine Plattenspieler nicht zu den schlechtesten gehören, hast Du schon eine Menge gespart. Ansonsten: Auch mit einem gebrauchten, guten Laufwerk hat die analoge Wiedergabe noch ihren Preis. Die Frage ist, was Du bereit bist, auszugeben.

Gruß,

V.
Hörbert
Moderator
#5 erstellt: 01. Aug 2006, 13:51
Hallo!
Es kann zum Teil bei dir daran Liegen daß der CDP um einiges Lauter rüberkommt als dein PS. eventuell könntest du da mal die Pegel angleichen. Über dein Yamaha kann man solange nichts aussagen wie du uns nicht verräst welches du überhaupt hast. Das K5 spielte einst mal so in der Klasse des Audio Technica AT 95E (also m.E. allerunterste Qualitäts- und Preisklasse) falls es dir klanglich gefällt kannst du es gegen ein neues AT 95E austauschen, die Nadel dürfte mittlerweile wohl ziemlich verschlissen sein. Den Lenco und auch den Sony kenne ich persönlich nicht, falls du dir ein neues, besseres System zulegen willst mußt du vor allem Wissen was zu deinem Tonarm passt. Ein neuer Dreher ist neben einer Finanz- vor allem eine Geschmacksfrage. Ehemals hochwertige Plattenspieler gibts gebraucht schon für ca. 150-200 Euro bei Ebay (Wenn du Glück hast auch mal bedeutend Günstiger) allerdings solltest du dich da entweder schon etwas in der Materie auskennen oder zumindestens Willens sein die Zeit und Geduld aufzubringen dich einzuarbeiten. Ob sich das alles für dich Lohnt kannst nur du selbst entscheiden. Auf deine Frage ob man sich der CD mit vertretbarem Aufwand nähren kann: Ja man kann, inwieweit ist allerdings sowohl eine Finanz wie auch eine Ermessensfrage. Ganz rankommen wirst du m.E. nie da es z. B. schon rein Technisch nicht möglich wäre mit einer Vinylplatte die Dynamik- und Rauschabstandswerte einer CD zu erreichen. Allerdings ist es sehr wohl möglich an einen Punkt zu kommen wo man Zufrieden sein kann und die Unterschiede nicht mehr so ins Gewicht fallen, nur liegt gerade eben dieser Punkt nun mal bei jedem woanders.

MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 01. Aug 2006, 13:55 bearbeitet]
JoDeKo
Inventar
#6 erstellt: 01. Aug 2006, 15:13
Hola,

ich für meinen Teil kann sagen, dass es sich lohnt.

Nachdem ich jahrelang nur CD gehört habe, habe ich den Wiedereinstieg mit einem Projekt 6.9 gewagt.

Und es lohnt sich

Mittlerweile habe ich endlich meinen geliebten LP 12 und muss sagen, dass ich seitdem noch lieber analog Musik höre, als alternativ mit meinem Genki.

Aber der 6.9 hat bereits viel Spaß vermittelt.

Ergebnis: Es lohnt sich

Saludos

Cuauhtemoc
visavox
Neuling
#7 erstellt: 01. Aug 2006, 17:41
Besten Dank für die Antworten!

@Hörbert

Das TAs im Sony PS LX300-H ist ein Yamaha MC 9.

Das TAs im Lenco 43 GT ist sicher ein sehr altes Linn K5.

Beide Plattenspieler sind sicherlich von der Mechanik her nicht das Beste (kein federnd gelagerter Plattenteller und auch nur ein "normaler" Riemenantrieb; der Sony hat als Besonderheit noch eine pitch control mit Stroboskop, ist aber ansonsten ein player im schwarzen Plastikgehäuse).

@ Druide 16

Ich liebäugele mit einem gebrauchten Thorens. Welchen Typ würdet Ihr mir hier empfehlen?

Gruß

Visavox
wastelqastel
Inventar
#8 erstellt: 01. Aug 2006, 18:23
jetzt lies doch noch mal das was ich oben geschrieben habe

Thorens Kaufberatung durchsuchen ode Dual
aber weil du es bist hier die links
Thorens


Dual
Hörbert
Moderator
#9 erstellt: 01. Aug 2006, 18:44
Hallo!
Eventuell wenns um Wertige Optik geht einen TD 318/320 oder auch einen TD 145/160 je nach Geschmack. Die größeren Modelle haben auch Gebraucht noch einen Relativ hohen Preis. Das Yamaha MC 9 war mal ein recht gutes System wird aber schon lange nicht mehr hergestellt, es passte sehr gut in Mittelschwere Arme Tendenz Schwer, eventuell könntest du das durch ein Ortofon MC Nr.2 ersetzen das hat wenn ich mich recht erinnere ein ganz ähnliches Klangbild und ist zumindest in der Auflösung gleichwertig. Kostet z.Z so um die 170-180 Euro. Z.B. fur einen 318/320er MK II mit TP 90 wäre das System dann ebenfalls eine recht gute Wahl. Bei einem Thorens mit leichterem Tonarm wie z.B. dem TP 11 MK II bzw dem TP 16 MK II/III käme allerdings eher ein Magnetsystem mit hoher Nadelnachgiebigkeit in Frage erste Wahl wäre da m.E. ein Ortofon OM 30S mit herrausgenommener Gewichtsplatte um die Vorteile dieser sehr leichten Tonarme voll nutzen zu können das aber auf etwa 200 EWuro käme.

MFG Günther
JoDeKo
Inventar
#10 erstellt: 01. Aug 2006, 20:43
Hola,

also ich bin kein Thorens-Experte, aber...

...Leute die was davon verstehen behaupten, dass der TD 160 ein Gerät mit tollen Möglichkeiten ist, wenn man technisch begabt ist und die Zeit zum Tuning hat...

...der 320er sei von Grund auf ein gutes Gerät...

...jedenfalls habe ich sie so verstanden

...die Project-ler werden aus meiner Sicht unterschätzt. Vielleicht fehlt Ihnen ein wenig "Ausstrahlung". Ich jedenfalls war mit meinem 6.9 sehr zufrieden und kann das Gerät nur empfehlen...

Saludos

Cuauhtemoc


[Beitrag von JoDeKo am 01. Aug 2006, 20:52 bearbeitet]
ad2006
Inventar
#11 erstellt: 02. Aug 2006, 18:23
...der Klang ist von vielen Dingen abhängig.
Die Pressung, der Plattenspieler an sich in all seinen Teilen und natürlich der Verstärker mit seiner Phonovorstufe.
Demzufolge ist es logisch, umsobesser alles ist und miteinander harmoniert.

Die Frage generell beantwortet: JA! Mit einem Plattenspieler kann man mit einem CD gleichziehen, ihn überbieten. Es kommt immer darauf an welche Geräte miteinander vergleicht.

Dein MC 9 ist schon gut! Wenn es noch völlig in Ordnung ist, sollte es mit einem guten Plattenspieler schon deinen CD ebenbürtig bis überlegen sein!

Aber wo fängt ein guter an?!
Minimum:
Rega P 3
Thorens TD 320 mit TP 90
u.ä.

Besser:
Thorens TD 126 mit SME oder TD 520 mit SME, o.ä.

Das sind natürlich nur Beispiele, soll aber heissen, wenn Du Dich für einen TD 318 zum Beispiel entscheidest, wirst Du den CD nicht abhängen können!

Wenn es was neues sein soll dann vielleicht ein P 3 mit dem Yamaha MC 9 anfangs, später mit einem System f. ca 250 Euro aufrüsten.
Das müsste auf jeden Fall ausreichen um den CD abzuhängen!
Nur damit Du mal anhaltspunkte hast.

Ich stehe nicht so ganz auf den Marantz, kann zum Phonoteil nichts sagen. Vielleicht ist da auch noch Potenzial zum Verbessern.

Dann macht Plattenhören auch Spass. Rein Praktisch gesehen ist die CD überlegen, man muss drauf stehen, auf die grossen Schwarzen! Ein guter PS lohnt sich auf jeden Fall!
visavox
Neuling
#12 erstellt: 02. Aug 2006, 19:43
@ All

besten Dank für die Tipps. Ich glaube, ich werde die Analogstrecke doch aufrüsten. --> Thorens TD 320 MK III + höherwertiges ATs. Und wehe es zeigt nicht den gewünschten Erfolg!

Gruß

Visavox
RunT
Stammgast
#13 erstellt: 02. Aug 2006, 20:01
Was ist dann, krieg ich dan den 320?

@Hörbert:

Das K5 spielte einst mal so in der Klasse des Audio Technica AT 95E (also m.E. allerunterste Qualitäts- und Preisklasse) falls es dir klanglich gefällt kannst du es gegen ein neues AT 95E austauschen


Das ist so nicht ganz richtig. Das Linn Basik ist baugleich zum AT 95. Am K5 kann man zwar die Nadel des AT 95 benutzen, es hat aber einen anderen Generator un der ist in einem Metallkörper verbaut. Das K5 wird zwar von AT hergestellt ist aber meines Wissens nach mit keinem AT baugleich. Das macht das K5 zwar nicht zu einem Topsystem und kaufen würde ich es mir auch nicht, aber besser als ein AT 95 ist es schon.

Je nach Arm des 320 würde ich ein AT empfehlen. Das AT OC9 ist ein feines Teil, etwas schlank aber tolle Auflösung und unempfindlich gegen Schmutz auf der Platte - knistert weniger.

cu
Hörbert
Moderator
#14 erstellt: 03. Aug 2006, 10:24
Hallo!
Der TD 320 Mk III hat den TP90 verbaut, das ist ein Schwerer Tonarm mit 17 Gr. eff. Masse. Ein AT OC9 wäre da mit 10Hz in der Tat ideal, das System ist auch sehr Dynamisch und feinzeichnend, allerdings z.Z. liegt der Preis bei ca. 380-400 Euro. Mit ähnlicher Klangcharakteristik und beihnahe gleich guter Auflösung wäre das Benz-Micro Gold da eventuell eine Alternative zumal es schon ab ca. 300 Euro angeboten wird. Die Resonanzfrequenz des MC Gold läge mit etwa 9 Hz ebenfalls noch im vertretbaren Bereich. Falls es auch ein High-Output MC sein darf kämen auch das Benz-Micro MC 20 E2, (gute Dynamik im TP 90, allerdings nicht ganz so gutes Auflösungsvermögen) oder auch das Denon DL 160 (Im TP 90 nicht ganz so Dynamisch wie das MC 20 E2 aber dafür sehr sauberer Klang, zumal bei Stimmen und Violinen) in Frage. Das Benz käme auf ca. 150-160 Euro und das Denon sogar nur auf etwa 130-140 Euro. Im TP 90 kämen die beiden Systeme auf eine Resonanzfrequenz von jeweils ca. 10 Hz. Magnetsysteme die im TP 90 wirklich eine gute Figur machen kenne ich leider keine da die Nadelnachgiebigkeit der allermeisten Magnetsysteme in dem schon recht schweren Tonarm einfach nicht passt und das erzielbare Ergebniss bestenfalls als Suboptimal bezeichnet werden könnte.

MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 03. Aug 2006, 10:27 bearbeitet]
Druide16
Inventar
#15 erstellt: 03. Aug 2006, 20:52
Moin,

mein Tip für den TP90: Denon DL-103R. Damit geht die Post ab.

Edit: Günther empfahl das DL 160. Das DL 110 ist günstiger und wird von einigen als in sich stimmiger empfunden.

Gruß,

V.


[Beitrag von Druide16 am 03. Aug 2006, 20:55 bearbeitet]
Suche:
Das könnte Dich auch interessieren:
Lohnt sich ein Plattenspieler objektiv?
cappucco am 03.12.2013  –  Letzte Antwort am 26.03.2014  –  3206 Beiträge
Tonabnehmerupgrade, Hilfe für Neuling & Erfahrungsbericht
peleta am 15.09.2015  –  Letzte Antwort am 30.09.2015  –  17 Beiträge
Dual 1218 - lohnt sich ein "Systemupgrade" von Shure M 75 Type D? Oder gleich anderer Dreher?
mk0212 am 17.02.2011  –  Letzte Antwort am 17.02.2011  –  3 Beiträge
HT-910Q geschenkt bekommen - lohnt sich die Neubestückung?
Grizzly73 am 23.01.2014  –  Letzte Antwort am 02.02.2014  –  9 Beiträge
DIY Platten Dreher
Tommes_Tommsen am 11.08.2014  –  Letzte Antwort am 20.11.2014  –  57 Beiträge
Lohnt sich ein Plattenspieler??
seidi am 15.06.2005  –  Letzte Antwort am 20.06.2005  –  44 Beiträge
Lohnt sich ein Plattenspieler?
Giustolisi am 24.06.2006  –  Letzte Antwort am 03.07.2006  –  113 Beiträge
Besserer Plattenspieler als Thorens TD 190 bei meinen Komponenten sinnvoll?
HerrLoos am 29.01.2013  –  Letzte Antwort am 01.02.2013  –  18 Beiträge
Ein Neuling braucht Hilfe
MrMojo am 29.01.2015  –  Letzte Antwort am 02.02.2015  –  10 Beiträge
Dreher dröhnt
kai_xt500 am 09.06.2014  –  Letzte Antwort am 21.06.2014  –  25 Beiträge
Foren Archiv
2006

Anzeige

Aktuelle Aktion

Hersteller in diesem Thread Widget schließen

  • Marantz
  • Thorens
  • Sony

Forumsstatistik Widget schließen

  • Registrierte Mitglieder807.524 ( Heute: 80 )
  • Neuestes MitgliedIntego
  • Gesamtzahl an Themen1.345.758
  • Gesamtzahl an Beiträgen17.671.516