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Neuling auf der Reise

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Chr1stopher
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 15. Apr 2020, 21:16
Hallo zusammen,

ich spiele schon seit einigen Jahren mit dem Gedanken, mir einen Plattenspieler anzuschaffen. Da ich vorher noch nie einen besaß, weiß ich selbst nicht genau woher diese Faszination stammt. Fakt ist jedoch, dass ich schon an Plattencovern sehr großen Spaß habe und mir nun, nach dem Kauf einer recht guten Anlage, einen Dreher zulegen möchte.

Nun wollte ich für meinen "ersten" nicht mehr als 200€ ausgeben. Nach einigem Einlesen in die Thematik, habe ich schnell festgestellt, dass es sich lohnen könnte bis zu 300€ aufzustocken und nun bin ich am Grübeln welche der Geräte den nun am besten zu einem Neuling wie mir passen würde. Mir kommt es auf guten Klang an (natürlich) und ein Vorverstärker ist nicht nötig. Damit ihr euch mal ein Bild machen könnt, welche Spieler sich bei mir im Hirn drehen, mal folgend die Auflistung:

Pro-Ject Debut III (MM-Tonabnehmer Ortofon OM 5E, Pro-Ject 8.6 Tonarm) - 228€
Pro-Ject RPM 1.3 mit Genie 2M Red - 298€
Audio-Technica AT-LP120X mit AT-VM95E - 219€
oder gebraucht gäbe es ein Angebot von einem sehr schicken Rega P3 in Rega-gelb und mit grünem Bias System - 320€

Würdet ihr mir zu einem Gerät auf jeden Fall raten oder habt vielleicht noch andere Vorschläge? Ich bin über jeden Tipp und jede Hilfe sehr dankbar und kann es kaum erwarten meine erste Platte auf meinem eigenen Gerät zu spielen!

Besten Gruß aus dem Schwabenländle ,
Christopher
straylight23
Stammgast
#2 erstellt: 15. Apr 2020, 22:06
Hey,

Lies doch hierzu mal folgendes:

http://www.hifi-foru...m_id=26&thread=27388

Da Du neu kaufen möchtest, bliebe so noch Budget für einen höherwertigen Tonabnehmer übrig.

130 für den Dreher und dazu ein System mit nacktem Diamanten und elliptischen Schliff in der Preisrange von 150 - 200 EUR.

LG,
Thomas
Marsilio
Inventar
#3 erstellt: 15. Apr 2020, 22:13
Bei Deinem Budget bekommst Du halt nur einen Dacia oder Lada mit schmalen Reifen aus dem Billigsegment.

Ganz wichtig beim Plattenspieler ist die Güte der Nadel. Hier zu sparen bringt klanglich hörbar schlechte Ergebnisse. Die erwähnten Neugeräte sind halt aus einer Zeit, in welcher der Plattenspieler nur ein Nischenprodukt ist - das heisst, es werden diverse mitunter wichtige Features weggelassen, um den Preis tief halten zu können und damit das der Kunde nicht merkt, preist man das dann als "Highend" an und "Reduce-to-the-max".

In der Blütezeit der Plattenspieler - den 70er und der ersten Hälfte der 80er-Jahre - waren die Dreher Grossserienprodukte, entsprechend konnte günstiger hergestellt werden. Ei Gerät, das Anfang der 80er obere Mittelklasse oder sogar Oberklasse war, kann man sich gebraucht nicht selten für weniger Geld erwerben als eines der erwähnten Neugeräte. Und wenn man dann noch ein feines Tonabnehmersystem der gehobeneren Klasse oder eine Nadel mit einem hochwertigen Multifacettenschliff leistet hat man was richtig feines.

Oder um es wieder mit dem Autovergleich zu sagen: Fürs gleiche Geld wie dem neuen Lada kannst Du auch einen fetten 82er-Mercedes leisten. Und für den lohnen sich dann auch die richtig guten Reifen.


So - nun konkrete Beispiele:

a) Direkttriebler
- Technics SL-Q2, Q3, Q33 (ca. 120-150-)
- Technics SL-1900 (ca. 120.-)
- Technics SL-1700, 1710 (ca. 200.-)
- Saba PSP250, PSP350 (ca. 90.-)
- Hitachi SP-48 (ca. 120.-)
- Dual 604, 621 (ca. 120-140.-)
- Dual 704 (ca. 180.-)
- Universum 6000 (ca. 130.-)
- Denon DP35f, DP37f (ca. 200.-)
etc.

b) Reibradler
- Dual 1218, 1228 (ca. 80.-)
- Dual 1219, 1229 (ca. 120.-)

c) Riementriebler
- Thorens TD147 (ab 150.-)
- Thorens TD160 (ab 150.-)
- Thorens TD280 (120-150.-)
- Thorens TD318 (ca. 250.-)
- Thorens TD320 (ca. 300.-)
- Dual 504 (ca. 80.-)
- Dual 521 (ca. 80.-)
etc.

Das ist eben die Liga Geräte, in der, solltest Du richtig Blut geleckt haben, auch das Hochrüsten auf einen 500-Euro-Tonabnehmer nicht daneben ist.

Am besten schaust Du mal Kleinanzeigen in Deiner Umgebung durch und verlinkst jene Angebote hier, die Dich rein optisch ansprechen würden. Wir kommentieren. Oder Du gehst auf die Site eines Profiverkäufers, zum Beispiel: www.analogrevival.de.

LG
Manuel


[Beitrag von Marsilio am 15. Apr 2020, 22:20 bearbeitet]
Chr1stopher
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 15. Apr 2020, 22:57
Vielen lieben Dank euch beiden schon Mal!

Also ist generell von den oben verlinkten abzuraten wenn man schon was "mittelmäßig" gutes will? Hatte gedacht gerade die genannten Spieler werden überall als mindestens "Golf" angepriesen Gerade der Rega p3 ist doch gut oder nicht?

Vom Design her gefallen mir die "Bretter" von Rega und Pro-Ject ebenso wie die Technics muss ich sagen.

Vielleicht noch kurz zu meinem Setup auf der ich Musik höre. Vielleicht hilft das ja weiter?

Boxen: Nubert nuBox 683
Verstärker: Yamaha Rx A780

Ich durchforste Ebay Kleinanzeigen schon enige Zeit aber da taucht nicht viel interessantes auf. Ich verlinke im Folgenden trotzdem mal was es so gibt, das vielleicht interessant sein könnte:

TEAC TN-300: https://www.ebay-kle...1367112396-172-19668
Dual 714 Q: https://www.ebay-kle.../1366785319-172-8673
Dual CS 530: https://www.ebay-kle.../1304180818-172-9600
Technics Quarz SL 7: https://www.ebay-kle.../1313320126-172-9068
Technics SL-J3: https://www.ebay-kle.../1371293880-172-9283
Telefunken S 800: https://www.ebay-kle.../1206332400-172-8889
Yamaha YP B2B: https://www.ebay-kle.../1372422950-172-9062
Kenwood KD- 492F: https://www.ebay-kle.../1370511972-172-8355
Rega p3: https://www.ebay-kle.../1369714989-172-9294
Marsilio
Inventar
#5 erstellt: 16. Apr 2020, 08:17
Von den verlinkten Geräte finde ich den Telefunken und den Yamaha interessant; der Yamaha (ein Riementriebler) ist preislich aber noch etwa zu hoch angesetzt, auf Ebay wechselt dieses Gerät für rund 100.- den Besitzer. Auch beim Telefunken müsste preislich noch was gehen. Der Dual 714 ist grundsätzlich empfehlenswert; allerdings handelt es sich hier um eines der Dual-Modelle mit sogenanntem ultraleichten ULM-Tonarm, da laufen nur die Dual-eigenen Tonabnehmer (oder man muss sich einen Adapter besorgen). Der Technics SL-7 ist ein Tangentialgerät; ist optisch halt etwas anderes als die klassischen Plattenspieler, auch hier sollte preislich noch was möglich sein.

LG
Manuel
cone-A
Stammgast
#6 erstellt: 16. Apr 2020, 08:56
Telefunken, Technics SL-7 und Dual 714Q wären meine Kandidaten aus der Liste. Die sind alle schon mehr als Anfängergeräte.

Der Tonabnehmer des Telefunken gilt als Geheimtip: http://www.hifi-forum.de/viewthread-26-22157.html

Der Technics ist halt Plug and play. Nix für Leute mit Spieltrieb. Für ihn spricht, dass er bis vor kurzem im Einsatz war. Standschäden kann man also ausschließen.

Der Dual ist sicherlich auch eine gute Wahl, wenn der Zustand paßt. Auch hier gibt es eine gute Ersatznadel für gute 40 €, mit der man schon mal ein ganz gutes Niveau hat.

Die Grundaufgaben eines Plattenspielers, also die Platte mit einer definierten Geschwindigkeit zu drehen un die Nadel auf einer definierten Kurve (bzw. beim Technics Gerade) durch die Rille zu führen, machen die alle so gut wie alles, was heute für einen dreistelligen Betrag zu haben ist.

Wenn es auch ein Badenser sein darf: https://www.ebay-kle.../1311829038-172-9360
Ich habe den gleichen und zwischenzeitlich auch die Stop-Funktion wieder flott gekriegt. Vielleicht kann man da etwas handeln...
Marsilio
Inventar
#7 erstellt: 16. Apr 2020, 09:27
Bei dem SL-Q2 stört mich, dass die Endabschaltung defekt ist - für den aufgerufenen Preis bei nicht originaler Haube müsste das meines Erachtens funktionieren.

LG
Manuel
Erhabenheit
Stammgast
#8 erstellt: 16. Apr 2020, 09:42
Ich kann den Dual 714Q guten Gewissens an Herz legen - Haben diesen jetzt auch schon seit einiger Zeit aktiv in Betrieb.
Sehr solider Dreher und eine sehr nette/aktive Community (Reperaturen/Modifikationen etc pp).

Es gibt auch einen 1/2 Zoll Adapter (Original und Nachbau), womit man dann fast alle gängigen Tonabnehmer betreiben kann.
Ich hab meinen Dual beim Jo gekauft, dieser hat aktuell auch einen 714Q (mit 1/2 Zoll Adapter) gerade im Angebot für einen sehr fairen Preis.


[Beitrag von Erhabenheit am 16. Apr 2020, 09:43 bearbeitet]
Marsilio
Inventar
#9 erstellt: 16. Apr 2020, 09:48
Ja, dann wäre der Fall für mich klar: den 714Q von Jo. Bei ihm kann man bedenkenlos kaufen, denn seine Geräte sind vollrevidiert (er nimmt die Teile komplett auseinander, macht also viel mehr als nur rasch mal einen Kondensator ersetzen) und damit wieder nahezu neuwertig. Ausserdem gibt er Garantie.

Falls das Budget noch weitere 145.- zulässt würde ich Jo fragen, ob er das Gerät zwar mit dem Adapter, aber ohne dem neuen AT95-Tonabnehmer verkauft. Denn der ist nicht so der Brüller.Das Audio Technica AT-VM95ML wäre der passende Spielpartner: https://www.thakker....-tonabnehmer/a-9540/

LG
Manuel


[Beitrag von Marsilio am 16. Apr 2020, 09:53 bearbeitet]
Erhabenheit
Stammgast
#10 erstellt: 16. Apr 2020, 09:55

Marsilio (Beitrag #9) schrieb:
Ja, dann wäre der Fall für mich klar: den 714Q von Jo. Bei ihm kann man bedenkenlos kaufen, denn seine Geräte sind vollrevidiert (er nimmt die Teile komplett auseinander, macht also viel mehr als nur rasch mal einen Kondensator ersetzen) und damit wieder nahezu neuwertig. Ausserdem gibt er Garantie.

LG
Manuel


Das kann ich (und viele andere auch hier im Forum) definitiv so unterschreiben.
Bei Interesse kannst du hier mal schauen, welcher Aufwand dabei betrieben wird.
directdrive
Inventar
#11 erstellt: 16. Apr 2020, 10:25

Chr1stopher (Beitrag #4) schrieb:

TEAC TN-300: https://www.ebay-kle...1367112396-172-19668
Dual 714 Q: https://www.ebay-kle.../1366785319-172-8673
Dual CS 530: https://www.ebay-kle.../1304180818-172-9600
Technics Quarz SL 7: https://www.ebay-kle.../1313320126-172-9068
Technics SL-J3: https://www.ebay-kle.../1371293880-172-9283
Telefunken S 800: https://www.ebay-kle.../1206332400-172-8889
Yamaha YP B2B: https://www.ebay-kle.../1372422950-172-9062
Kenwood KD- 492F: https://www.ebay-kle.../1370511972-172-8355
Rega p3: https://www.ebay-kle.../1369714989-172-9294


Uff, bis auf den 714Q und den Rega sind bei allen Geräten die Preis viel zu hoch angesetzt. Ich verkaufe selbst gewerblich gebrauchte Plattenspieler und denke, ich habe schon eine recht gute Vorstellung davon, was fair und vor allem realistisch ist.

Vom Telefunken S-800 möchte ich übrigens ganz besonders abraten. Basiert auf einem Matsushita-Direktantrieb, massenhaft in einfachen Direkttrieblern der 70er Jahre und dem Technics Einsteigerspieler SL-2000 verbaut. Lahme unzuverlässige Regelung, der Tonarm ist zwar anständig konstruiert, weist aber reglmäßig erhebliches Lagerspiel auf, der Excel Tonabnehmer war mit einem Endkundenpreis von weniger als 20,- DM um 1980 das billigste Magnetsystem auf dem Markt.

Grüße und viel Glück bei der Suche, Brent
straylight23
Stammgast
#12 erstellt: 16. Apr 2020, 11:59
Wenn ältere bis alte, gebrauchte Dreher eine Option sind (Ich hatte den Eindruck, den TE findet moderne Dreher schöner), dann ist der 714Q von Jo wohl die beste Option. Zu beachten ist dann jedoch, dass zu dem schon empfohlenen Upgrade des Tonabnehmers auch noch ein passender Phono-Vorverstäker benötigt wird. Alles zusammen landet man dann schon so bei 400 EUR
Chr1stopher
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 16. Apr 2020, 12:51
Hi zusammen. Vielen lieben Dank für die ganzen Antworten und Tipps! Ich sehe schon, dass der Trend eher gegen solide gebrauchte geht. Dagegen habe ich grundsätzlich auch nichts und verstehe den Vergleich mit nem guten alten Daimler aus den 80ern auch sehr gut und halte das für begründet. Bei den alten Drehern, muss mir eben allerdings die Optik auch gefallen, denn was ich auf keinen Fall will, ist ein Spieler den ich nicht gerne anschauen. Ebenso, sollte alles funktionieren und so wenig wie möglich von Anfang an getauscht werden, da ich nicht weiß wie gut ich beim Schrauben an den Teilen bin 🙄😃

Die Variante mit dem Dual von Jo finde ich generell super gut und freue mich auch zu sehen, wie liebevoll und wertig er die Teile in Stand setzt. Top! Einzig der Preis (inklusive Versand) und das Versenden der Ware, aufgrund der 500km, gefällt mir nicht so sehr.

Ich werde Mal weiter die Kleinanzeigen beobachten und Posten wenn ich was interessantes finde. Ach zur Info: ich schaue bei eBay Kleinanzeigen mit der PLZ 71397 und 50km Entfernung.

Gerade noch gefunden :

Thorens TD 280 MK III:
https://www.ebay-kle..._content=app_android

Technics SL-QD 2:
https://www.ebay-kle..._content=app_android

Eine Frage noch...bei den neuen Spielern....gibt es da Empfehlungen ausser den TechniSat aus dem anderen Threat? Wie sieht es denn mit den von mir im Anfangspost geposteten aus?

Ich will auch nochmals Danke fürs Helfen sagen! Ich weiß das hier sicherlich wöchentlich irgendwelche Neulinge euer Wissen abrufen und bin froh das es so enthusiastische Hobbyisten wie euch gibt!


[Beitrag von Chr1stopher am 16. Apr 2020, 13:21 bearbeitet]
Erhabenheit
Stammgast
#14 erstellt: 16. Apr 2020, 13:25
Der Preis ist wirklich günstig, eigentlich kostet allein der originale 1/2 Zoll Adapter um die 100 Euro.
Dementsprechend würdest du genau genommen nur 120 Euro für den Dreher bezahlen, der komplett revidiert und im super Zustand ist.

Ich habe mir auch auf Grund der Entfernung den Dreher per Post zuschicken lassen.
Die 20 Euro werden da wirklich benötigt, da alles wirklich gut verpackt ist um Transportschäden zu vermieden.
Chr1stopher
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 16. Apr 2020, 14:34
Hi,

ja klar, das sollte auch keine Kritik hinsichtlich des PReises und Versand an sich sein. Ich denke das ist alles mehr als angemessen. Ich hab einerseits nur ein wenig bammel beim Versenden aufgrund von Schäden und würde die Geräte gerne selbst abholen.
Marsilio
Inventar
#16 erstellt: 16. Apr 2020, 14:38
Normalerweise ein absolut berechtigter Einwand. Deshalb rate ich in aller Regel auch davon ab, einen Plattenspieler per Post zu verschicken - mit zwei Ausnahmen: Profiverkäufer und Freaks sollen das meines Meinung nach im Griff haben mit dem Verpacken. Jo hat schon Dutzende Plattenspieler verschickt, bei ihm denke ich dass er das kann.

Aber klar - falls Dich das Gerät optisch nicht so überzeugt, dann geht die Suche eben weiter. Es gab und gibt viele schöne Plattenspieler.

LG
Manuel
Chr1stopher
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 16. Apr 2020, 14:38
Nochmal kurz zwecks Übersicht. Hier nochmal ein paar Player aus der Umgebung die ich gefunden habe:


Dual CS 728 Q : https://www.ebay-kle.../1350961628-172-8951
Dual 714 Q : https://www.ebay-kle.../1366785319-172-8673

Denon DP-37 F : https://www.ebay-kle.../1355408017-172-8390

Micro Seiki DD-24 : https://www.ebay-kle.../1361203216-172-9241

Thorens TD 280 MK III : https://www.ebay-kle..._content=app_android

Technics SL-QD2 : https://www.ebay-kle..._content=app_android
Chr1stopher
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 16. Apr 2020, 14:48

Marsilio (Beitrag #16) schrieb:
Normalerweise ein absolut berechtigter Einwand. Deshalb rate ich in aller Regel auch davon ab, einen Plattenspieler per Post zu verschicken - mit zwei Ausnahmen: Profiverkäufer und Freaks sollen das meines Meinung nach im Griff haben mit dem Verpacken. Jo hat schon Dutzende Plattenspieler verschickt, bei ihm denke ich dass er das kann.

Aber klar - falls Dich das Gerät optisch nicht so überzeugt, dann geht die Suche eben weiter. Es gab und gibt viele schöne Plattenspieler.

LG
Manuel


Hey Manuel,

ja da hast du sicher Recht und wenn es so weiter geht mit den Angeboten die ich finde, werde ich vermutlich bei Jo landen :-) Mich schreckt nur generell bei der Suche ein wenig die nicht vorhandene Erfahrung bzw. Kenntnisse im Bezug der Player/Tonabnehmer Kombination ab, weswegen ich da wohlwollend auf eure Erfahrungen hören werde.
Erhabenheit
Stammgast
#19 erstellt: 16. Apr 2020, 14:53

Chr1stopher (Beitrag #17) schrieb:
Nochmal kurz zwecks Übersicht. Hier nochmal ein paar Player aus der Umgebung die ich gefunden habe:


Dual CS 728 Q : https://www.ebay-kle.../1350961628-172-8951
Dual 714 Q : https://www.ebay-kle.../1366785319-172-8673

Denon DP-37 F : https://www.ebay-kle.../1355408017-172-8390

Micro Seiki DD-24 : https://www.ebay-kle.../1361203216-172-9241

Thorens TD 280 MK III : https://www.ebay-kle..._content=app_android

Technics SL-QD2 : https://www.ebay-kle..._content=app_android


Mich würde in der Liste der Denon DP-37 F reizen, aber keine Ahnung ob der Preis gut ist.
Marsilio
Inventar
#20 erstellt: 16. Apr 2020, 14:57
Dual CS 728 Q : https://www.ebay-kle.../1350961628-172-8951
=> ULM-Problematik, kein Adapter bei dem Angebot dabei

Dual 714 Q : https://www.ebay-kle.../1366785319-172-8673
=> ULM-Problematik, kein Adapter bei den Angebot dabei, imo eher zu teuer

Denon DP-37 F : https://www.ebay-kle.../1355408017-172-8390
=> Den kann man nehmen; ist ein ziemlich ausgefuchstes Teil, das man aber bei der Besichtigung genauer anschauen muss ob alles tut. ich würde mal davon ausgehen, dass die Nadel des (ziemlich guten) DL-110-Tonabnehmersystems langsam durch ist, nach 800 Stunden ist das so weit. Da es hier kein MM- sondern ein High-Output-MC ist (das man aber am MM-Eingang betreibt) kann man die Nadel nicht einfach tauschen sondern muss einen neuen Tonabnehmer kaufen. Das DL-110 ist immer noch erhältlich, kostet ca. 240.-. Aber natürlich kann man da auc heinen anderen Tonabnehmer montieren.

Micro Seiki DD-24 : https://www.ebay-kle.../1361203216-172-9241
=> Optisch ein schönes, seltenes Gerät; stark irritiert hat mich aber eine Info aus dem Web, dass da ein Plastiktonarm verbaut ist. Nun - hier habe ich das Gefühl, dass ein gewisser Blender-Alarm besteht. Daher ist der Preis aus meiner Sicht zu hoch. Das Tonabnehmersystem AT33EaV ist ok.

Thorens TD 280 MK III : https://www.ebay-kle..._content=app_android
=> Ein vergleichsweise einfacher Riementriebler, hier zu einem guten Preis. Für einen Anfänger kein schlechter Start. Kann man sicher nehmen. HAt aber kein Subchassis, man muss beim Aufstellen also etwas aufpassen. Das Tonabnehmersystem - wenn ich es auf dem Foto richtig erkenne ein einfaches Stanton 500 - würde ich aber wechseln. Zum Beispiel auf ein Denon DL-110 oder ein Audio Technica AT-VM95.

Technics SL-QD2 : https://www.ebay-kle..._content=app_android
=> das ist nochmals so ein Spezialfall, haben wir es hier doch mit einem sogenannten T4P-Tonabnehmeranschluss zu tun. Das war damals ein Versuch, eine neue Tonabnehmer-Norm auf den Markt zu bringen, bei dem die Tonabnehmer nicht mehr justiert werden müssen. Eigentlich eine gute Idee, die sich längerfristig aber doch nicht richtig durchgesetzt hat. Die Auswahl an den T4P-Tonabnehmern ist mittlerweile nicht mehr so gross; ab Werk indes ist der SL-QD2 mit einem anständigen Tonabnehmer versehen, für den es brauchbare bis überragend gute Nachbaunadeln gibt. Wer gerne mit Tonabnehmern experimentiert, wird hier nicht glücklich. Als Plug&Play-Spieler für einen Anfänger ok, zumal dieses Modell als recht robust gilt. Der Preis sollte imo aber im zweistelligen Bereich liegen.

LG
Manuel


[Beitrag von Marsilio am 16. Apr 2020, 15:02 bearbeitet]
Chr1stopher
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 16. Apr 2020, 15:10
Danke euch beiden (mal wieder!).

Ja, spontan hätte mich am meisten auch der Denon und der Micro Seiki interessiert. Ich Habe mal angefragt beim Micro Seiki, ob der Arm wirklich aus Plastik ist und beim Denon wie lange der TA ungefähr auffem Tacho hat

Dazu noch zwei (Anfänger)-Fragen von mir.

1. Als Beispiel beim Denon. Welche Tonabnehmer kann ich da generell installieren, bzw. auf was muss ich achten (beim Arm oder wo?), damit ich weiß welche TAs ich verbauen kann? Da ihr immer vom Adapter bei Jo's Spieler gesprochen hab, wahrscheinlich auf irgend eine Größe des Armes?

2. Zwecks des Phono Eingans (MM / MC). Ich habe ja oben genannten Verstärker (Yamaha RX A780), der einen Phono Eingang besitzt. Woher weiß ich denn genau ob ich dort alle Spieler anschließen kann?

Grüßle!
Marsilio
Inventar
#22 erstellt: 16. Apr 2020, 15:45
1. Beim Denon, dem Micro Seiki und dem Thorens hat man ganz normale 1/2-Zoll-Tonabnehmeranschlüsse. 95 Prozent passen da.

2. Dein Verstärker hat garantiert einen MM-Eingang, ev. auch einen MC. Bei Yamaha bin ich immer etwas kritisch wegen den Eingangskapazitäten, da reagieren viele MM-Tonabnehmer klanglich heikel darauf wenn dieser Wert zu hoch ist (und das könnte bei Deinem Verstärker der Fall sein). Bei High-Output-MC's stellt sich dieses Problem nicht. Sprich: Das DL-110 passt mit Sicherheit.

LG
Manuel
Chr1stopher
Ist häufiger hier
#23 erstellt: 16. Apr 2020, 17:42

Marsilio (Beitrag #22) schrieb:
1. Beim Denon, dem Micro Seiki und dem Thorens hat man ganz normale 1/2-Zoll-Tonabnehmeranschlüsse. 95 Prozent passen da.

2. Dein Verstärker hat garantiert einen MM-Eingang, ev. auch einen MC. Bei Yamaha bin ich immer etwas kritisch wegen den Eingangskapazitäten, da reagieren viele MM-Tonabnehmer klanglich heikel darauf wenn dieser Wert zu hoch ist (und das könnte bei Deinem Verstärker der Fall sein). Bei High-Output-MC's stellt sich dieses Problem nicht. Sprich: Das DL-110 passt mit Sicherheit.

LG
Manuel


Vielen lieben Dank, jetzt weiß ich Bescheid.
Chr1stopher
Ist häufiger hier
#24 erstellt: 16. Apr 2020, 17:44
Weitere Modelle wurden gerade angeboten: Technics SL 2000 mit einem 270 C 2 (soweit ich erkennen kann): https://www.ebay-kle.../1375058807-172-9334

Dual CS 506 (keine Ahnung was für ein TA das ist): https://www.ebay-kle.../1371934744-172-8453


[Beitrag von Chr1stopher am 16. Apr 2020, 17:58 bearbeitet]
Chr1stopher
Ist häufiger hier
#25 erstellt: 16. Apr 2020, 18:38
Kleines Update zum Denon und Mico Seiki.

Denon:

Ich habe den Verkäufer ja gefragt wie lange der TA denn gelaufen ist und ob ein baldiger Wechsel nötig wäre. Seine Antwort: "das kann ich dir nicht sagen … ich kann den Zustand der Nadel nur anhand des Klanges beurteilen und der ist meiner Meinung nach OK … hth ...".

Mal angenommen ich würde das Teil nehmen und weiß jetzt nicht genau ob bald ne neue Nadel fällig wäre. Was würdet ihr sagen wäre preislich ok? Ausgeschrieben ist er ja für 250€ und er würde auf 220€ runter gehen. Nochmal der Link: https://www.ebay-kle.../1355408017-172-8390

Micro Seiki:

Ich habe ja gefragt ob der Arm wirklich aus Plastik ist, wie Manuel angedeutet hatte. Hier die Antwort des Verkäufers:
"Hi Christopher, nein das ist kein Kunststofftonarm. Es gab tatsächlich zwei Versionen des DD 24. Die mit dem S Tonarm wie meiner und einen mit geraden Tonarm, dass tatsächlich nach „Plastik“ aussieht. Aber auch bei diesem geraden Arm ist es kein einfaches Plastik, sondern eine hochwertige und steife Kunststoffsorte, hab jetzt leider keinen Namen parat, die den klanglichen Ansprüchen von Micro Seiki erfüllt. Es gab von Micro Seiki keinen Billig-Plastik-Dreher. Alle waren Top Dreher, auch die eher günstigen. Micro Seiki war einfach zu gut. Vielleicht ein Grund dafür das die Firma untergegangen ist. Der Rotstift hat bei den Konstruktionen von Micro Seiki nie eine Rolle gespielt..... Hier noch eine interessante Seite über Micro Seiki, dort sind auch beide Versionen des DD 24 aufgeführt. DD 24 und DD24 S.
http://my-micro.de/micro_dd.htm
Gerne kannst Du den Dreher Probehören, die zur Zeit notwendigen Abstandsregeln kann ich einhalten.
Er steht bei mir am Arbeitsplatz.
Vielen Dank und viele Grüße,"

Hier nochmal der Link zum Micro Seiki: https://www.ebay-kle.../1361203216-172-9241


[Beitrag von Chr1stopher am 16. Apr 2020, 18:57 bearbeitet]
Erhabenheit
Stammgast
#26 erstellt: 16. Apr 2020, 20:37
Hast du die Möglichkeit von Makroaufnahmen?
Dann könnte man sich die Nadel genauer anschauen ob es da Auffälligkeiten gibt.
Gibt einen Thread hier im Forum, da kann man bestimmt mal um Hilfe bitten bei der Analyse.

Klar du hast ein Risiko das der Tonabnehmer am Ende sein könnte, aber genauso kann er erst 100 Stunden aufm Buckel haben.
Man sollte das ganze auch immer im Verhältnis sehen, eine Platte hat circa eine Laufzeit von 60 Minten/1 Stunde (Durchschnittlich und man kann damit besser rechnen ).

Selbst wenn die Nadel "nur" noch für 50 Stunden/Platten gut ist muss man das erstmal hören.
Ich höre circa 7 - 10 Platten die Woche - Selbst da wären es im schlimmsten Fall noch 5 Wochen.
Wenn du nur eine Platte pro Woche hörst wäre es fast ein Jahr.


[Beitrag von Erhabenheit am 16. Apr 2020, 20:39 bearbeitet]
Marsilio
Inventar
#27 erstellt: 16. Apr 2020, 20:55
Vom erbauten Tonabnehmer würde ich die Wahl des Plattenspielers nicht abhängig machen - eigentlich gibt es einen Grundsatz: Bei gebrauchten Plattenspielern ist der Tonabnehmer nur als Beifang zu betrachten, bei dem mit eher grösserer Wahrscheinlichkeit in absehbarer Zeit die Nadel gewechselt werden muss. Und: Ein Tonabnehmer ohne oder mit abgenudelter Nadel ist als solches ziemlich wertlos; bei Ortofon kann man nicht ganz ohne Grund den OM-Body ohne Nadel für rund 10 Euro kaufen.

LG
Manuel
akem
Inventar
#28 erstellt: 16. Apr 2020, 22:03
Vom Denon würde ich die Finger lassen. Hatte den mal da und der Tonarm limitiert den möglichen Klang doch deutlich. Angesichts des Preises gibt's da deutlich bessere Modelle zur Auswahl.
Meine Favoriten wären einer der Technics, der Thorens oder der Mikro Seiki, auch wenn dessen Tonarm zur einfacheren Sorte gehört (gemessen an dem, was Mikro Seiki sonst so an Tonarmen gebaut hat; auch dürfte das ein OEM-Gerät von Chuo Denki und kein echter Mikro Seiki sein...).

Gruß
Andreas
Chr1stopher
Ist häufiger hier
#29 erstellt: 16. Apr 2020, 22:51
Ok das klingt schlüssig. Ich suche mir mal zwei, drei Modelle nun von den genannten raus die in Frage kommen würde ich sagen.
Chr1stopher
Ist häufiger hier
#30 erstellt: 16. Apr 2020, 22:54
Aiaiai und schon sieht alles wieder ganz anders aus, na toll :-D
Also der Micro-Verkäufer würde ihn mir für 200€ überlassen und schwärmt sehr für die Micro Seikis. Kann es sein, dass man diese Marke auch nicht so häufig sieht? Deine Anmerkung, dass dieser aber nun kein "echter" sein soll verunsichert mich wieder ein wenig.
sheep99
Ist häufiger hier
#31 erstellt: 16. Apr 2020, 23:10
na ja, ich hab hier den DP35F, der ist technisch baugleich und das ist ein echt schmuckes Teil. Keine Ahnung, warum da der Tonarm irgendetwas limitieren sollte.... ganz im Gegenteil! Mit dem Tonarm ergeben sich sehr viele Kombinationsmöglichkeiten mit Tonabnehmern.

Ich würde den 37F nehmen! Wenn das DL110 aufgeben sollte, dann würde ich ein AT-VM95ML draufschrauben, das spielt an meinem 35F nahezu perfekt!

Grüße
sheep
evilknievel
Inventar
#32 erstellt: 16. Apr 2020, 23:33
Hallo,

wenn es um Denon geht ist Akem gerne mit seiner negativen Erfahrung zur Stelle.

Als Erstgerät wäre er mir dennoch zu risikobehaftet.
Da kann man bei einem Defekt als Laie nicht viel reparieren. Raparieren lassen endet zwangsläufig in einem technischen Totalschaden.
Da ist nix wie bei Dual mit der groben Kelle zu richten, hier geht es um Vollelektronik.

Aus meinen persönlichen Erfahrungen gibt es beim check folgendes zu beachten:

Der Druckpunkt des Startschalters sollte genauso ansprechen wie beim viel weniger genutzten Stopschalter.
Der Tonarm darf beim Absenken weder nach innen oder außen ziehen, auch nicht minimal.
Im weiteren Verlauf sollte man nach dem Aufsetzen für ein paar Sekunden die Nadel beobachten. Es kann sein, daß die Elektronik noch nachregelt.
Das macht sich entweder durch ein plopp im Lautsprecher bemerkbar (das wäre heftig) oder man sieht es wenn man genau hinschaut.

Alles sind KO Kriterien. Mich hat es einiges an Zeit, Nerven, Lötereien und Einmessungen gekostet.

Ansonsten ausgiebiger Funktionscheck aller Features und dabei Zeit lassen.

Unbestreitbar ist, daß es eine Freude ist, dem Tonarm bei der Arbeit zuzusehen, wenn er seidenweich zum Plattenteller läuft und dieser dann anfängt zu drehen.


Gruß Evil
Chr1stopher
Ist häufiger hier
#33 erstellt: 16. Apr 2020, 23:40
Hallo knieveliger Evil

Ok gut zu wissen. Das klingt wieder nach einem großen Gefahrenpotential für den Laien wie mich. Hättest du denn einen Favourit für mich aus den genannten Playern?

Besten Gruß!
Chr1stopher
Ist häufiger hier
#34 erstellt: 16. Apr 2020, 23:41
Danke Sheep für deinen Input. Also bleibt er noch im Rennen
sheep99
Ist häufiger hier
#35 erstellt: 17. Apr 2020, 09:44
Noch eine Anmerkung:
Das beim Denon verbaute DL110 ist ein gar nicht so schlechtes System. Das hatte ich früher (90er) und war recht zufrieden. Dann leider im Zuge der Umstellung auf CD verkauft...
Es gibt prinzipiell die Möglichkeit des Retippens falls es irgendwann aufgeben sollte. Allerdings kann ich nicht sagen was sowas kostet und ob es lohnt.

Grüße sheep


[Beitrag von sheep99 am 17. Apr 2020, 09:45 bearbeitet]
evilknievel
Inventar
#36 erstellt: 17. Apr 2020, 10:18
Hallo,

wenn du mich fragst, ist der Hinweis auf den Dreher von Jo, den Erhabenheit hier gepostet hat, das Maß aller Dinge.
Ich kenne den Verkäufer, seine Arbeit und sein Know How.
Leider ist das Verschicken ein Risiko, auch wenn Jo sehr gut verpacken kann.

Wie sieht es denn mit dem hier aus? Ist der noch nah genug?
https://www.ebay-kle.../1369387038-172-8269

Gruß Evil
akem
Inventar
#37 erstellt: 17. Apr 2020, 10:44

sheep99 (Beitrag #31) schrieb:
Keine Ahnung, warum da der Tonarm irgendetwas limitieren sollte.... ganz im Gegenteil! Mit dem Tonarm ergeben sich sehr viele Kombinationsmöglichkeiten mit Tonabnehmern.

Naja, das war zumindest beim 37er meine Erfahrung. Vielleicht ist der Tonarm vom 35er ja auch nicht ganz identisch. Noch am besten geklungen hat es mit einem ollen ADC XLM Tonabnehmer. Mit allen anderen Tonabnehmern hatte ich immer einen deutlichen Hang zur klanglichen Nervosität, auch mit dem Denon DL 110. Nervosität ist wohl gleichzusetzen mit Abtastverzerrungen.
Ich weiß, daß die Elektronik bzw. Elektromechanik es nominell erlaubt, da auch Tonabnehmer zu verwenden, die nominell unpassend sind (wobei das angesichts der effektiven Tonarmmasse von nur 6g fast alle Tonabnehmer sind). Dennoch ist der Arm in sich einfach nicht stabil genug: das Headshell ist aus dünnem Plastik und das Gegengewicht sitzt nicht fest. Das halte ich für die Ursachen des nervösen Klangs...

Wie gesagt: sind einfach nur meine persönlichen Erfahrungen, wobei ich auch zugegebenermaßen etwas höhere Ansprüche habe. Aber wozu 250 Euro für ein Stück komplexer Technik mit kompromißbehafteten Ergebnis ausgeben, wenn ich für nen Hunni weniger was Besseres und weniger Anfälliges bekomme?

Gruß
Andreas
Chr1stopher
Ist häufiger hier
#38 erstellt: 17. Apr 2020, 11:04

evilknievel (Beitrag #36) schrieb:
Hallo,

wenn du mich fragst, ist der Hinweis auf den Dreher von Jo, den Erhabenheit hier gepostet hat, das Maß aller Dinge.
Ich kenne den Verkäufer, seine Arbeit und sein Know How.
Leider ist das Verschicken ein Risiko, auch wenn Jo sehr gut verpacken kann.

Wie sieht es denn mit dem hier aus? Ist der noch nah genug?
https://www.ebay-kle.../1369387038-172-8269


Hi. Ja, langsam kommen an Jos Dreher auch kaum mehr was vorbei. Denke langsam das wäre das Beste Oder eben doch en neuen Plattenspieler. Das steht ja auch noch im Raum.
Auf jeden Fall macht schon das tagelange Recherchieren Spaß

Dein verlinkter Player würde mir optisch auch sehr gefallen! Leider sind das 124km einfach 🙄😁

Liebe Grüße,
Christopher


[Beitrag von Chr1stopher am 17. Apr 2020, 11:04 bearbeitet]
/OMEGA/
Hat sich gelöscht
#39 erstellt: 17. Apr 2020, 11:21
Ich musste für meinen Player ca. 560 Km fahren, bis er spielfertig war.
sheep99
Ist häufiger hier
#40 erstellt: 17. Apr 2020, 12:38
Außerdem sind derzeit die Autobahnen frei... ich würde möglichst immer selbst abholen!
Chr1stopher
Ist häufiger hier
#41 erstellt: 17. Apr 2020, 19:32
Naja wenn ich ein vielversprechendes Angebot finde fahre ich natürlich auch gerne die 120km. Diese 580km wären mir aber zu viel. Dafür bin ich noch nicht weit genug in der Materie

Also gut....falls jemand noch ein gutes Teil entdeckt auf Kleinanzeigen (ich finde nämlich nichts mehr was mir da positiv ins Auge fällt) dem danke ich, wenn er mir kurz hier Bescheid gibt. Wie gesagt ich suche immer unter der PLZ 71397 und dann so bis auf 100km Umkreis.

Sollte da jetzt nix mehr kommen, werde ich mir entweder einen bei Jo holen (hatte mit ihm schon Kontakt) oder mich doch für einen neuen/gebrauchten Rega Planar 3 entscheiden.

Ich danke auf jeden Fall schon mal allen, die mir hier den Input gegeben haben. Ich hab schon Mal einiges gelernt in den letzten Tagen :-)

Liebe Grüße,
Christopher
straylight23
Stammgast
#42 erstellt: 18. Apr 2020, 00:30
Ein etwas obskurer Vorschlag: Gucke Dir mal diese Anzeige an:
https://www.ebay-kle.../1337924102-172-5235
Der darin enthaltene PSP 350 ist ein echt guter Plattenspieler, der es wert ist überholt zu werden. Den Rest kannst Du ja einzeln wieder loswerden. Ich tippe, Du bekommst alles zusammen für 200 EUR. Mit etwas Glück hast Du den Dreher für Umme und somit noch reichlich Budget für eine Revision und einen guten Tonabnehmer.


[Beitrag von straylight23 am 18. Apr 2020, 00:32 bearbeitet]
Chr1stopher
Ist häufiger hier
#43 erstellt: 18. Apr 2020, 00:55

straylight23 (Beitrag #42) schrieb:
Ein etwas obskurer Vorschlag: Gucke Dir mal diese Anzeige an:
https://www.ebay-kle.../1337924102-172-5235
Der darin enthaltene PSP 350 ist ein echt guter Plattenspieler, der es wert ist überholt zu werden. Den Rest kannst Du ja einzeln wieder loswerden. Ich tippe, Du bekommst alles zusammen für 200 EUR. Mit etwas Glück hast Du den Dreher für Umme und somit noch reichlich Budget für eine Revision und einen guten Tonabnehmer.


Das ist mal ne Idee! :-D Ich werde mal anfragen, danke! :-)
Chr1stopher
Ist häufiger hier
#44 erstellt: 18. Apr 2020, 01:15
So. Da ich nun schon seit einiger Zeit im Ganzen und seit ein paar Tagen auch hier schon reichlich recherchieren konnte, steht mein Entschluss nun fest (irgendwann muss ja auch mal was entschieden werden hier ).

Ich werde zum "Reinschnuppern" ins Hobby, erst mal den bequemen Weg gehen und mir ein Neugerät zulegen. Sollte ich dann Blut geleckt haben und muss mich später technisch verbessern, ist das nun eben so. Das ist für mich gerade das kleinere Übel, als durch vielleicht anfallende Reparaturen oder dem fehlenden Know-How schnell die Lust an den "guten Alten Spielern" und schlussendlich aufs Ganze Thema Vinyl zu verlieren.

Ich habe nun meine Preisspanne (etwas) erweitert und bin auch gewillt bis zu 500€ auszugeben, wenn dann ein (in dem Segment) brauchbares Gerät + spielbarer AT rausspringt.

Wichtig (wenn möglich) nach all dem Einlesen in die Thematik ist für mich nun Folgendes:

- Zukunftsicheres Gerät, d.h. z.B. gute Aufrüstbarkeit des TAs, keine fest verbauten Phone-kabel, idealerweise externes Netzteil, etc. ...
- Brauchbares Antiskating-System im Hinblick auf TA-Wechsel (beim Planar 1+2 ist das ja zwecks dieser "automatischen" Antiskatinggeschichte z.B. etwas kniffelig)
- Brauchbarer Tonarm

Unwichtig für mich ist:

- Antriebsart
- jede Art von Automatik (auch wenn ne Endabschaltung knorke wäre :-D )
- sonstige Zusatzeinstellmöglichkeiten

Hier mal die Auswahl auf die ich mich nun etwas eingeschossen habe und die in der Zusamenstellung ins Budget passen (darf gerne ergänzt und kommentiert werden):

- Rega Planar 1 (inkl. Rega Carbon) +Ortofon 2M red
- Rega Planar 2 (inkl. Rega Carbon)
- Teac TN-4D (inkl. Sumiko Oyster)
- Pro-Ject Debut Carbon Esprit ( Ortofon 2M red)
-Audio-Technica AT-LP120X (Ortofon 2M blue o.Ä.)
- Rega RP3 (inkl. Bias) allerdings gebraucht (gibt mir morgen Bescheid ob noch verfügbar)

Nochmal zur Erinnerung. Gespielt wird durch einen Yamaha RX A780 und zwei Nubert NuBox 683.

...und nun saß ich schon wieder den ganzen Tag an der Geschichte.... Kopf=


[Beitrag von Chr1stopher am 18. Apr 2020, 02:29 bearbeitet]
Yamahonkyo
Inventar
#45 erstellt: 18. Apr 2020, 02:37
Hallo Chr1stopher,

von den von dir vorgeschlagenen Geräten tendiere ich persönlich zum Audio-Technica AT-LP120X.
Dieser ist in der dritten Generation der AT-LP120 Plattenspieler technisch ausgereift.
Zudem ist bereits ein AT-VM95E vormontiert, das etwa auf dem Niveau eines 2M Red spielt und mit einer AT-VMN95ML Nadel in einer noch höheren Liga, etwa eines Ortofon 2M Bronze, nur zu einem noch geringeren Preis, als für ein 2M Blue..

Was die anderen Tonabnehmer betrifft:
Wenn man ein Regal Carbon mit einer ATN 3652 E, oder einer Dual DN 251 E Nadel ausstattet, klingt es nicht schlechter als ein Ortofon 2M Red und man spart viel Geld.
Auch das Sumiko Oyster liegt damit etwa gleich auf.

Gruß Roland


[Beitrag von Yamahonkyo am 18. Apr 2020, 03:22 bearbeitet]
akem
Inventar
#46 erstellt: 18. Apr 2020, 09:37
Sehe ich ähnlich. Es kann natürlich bei allen Neugeräten passieren, daß man (ggf. sogar mehrfach) umtauschen muß, bis man ein mängelfreies Exemplar bekommt.
Der Audio Technika ist auf jeden Fall deutlich unkomplizierter und unkapriziöser als ein Rega. Die Haube bleibt von alleine oben, die Stellfläche ist egal, es wird kein Brummen vom Motor in den Tonabnehmer induziert, der Antiskatingregler hat eine vernünftige Skala und das Gegengewicht auch. Auch von der allgemeinen Wertigkeits-Anmutung ist der AT eine andere Klasse als die anderen genannten Kandidaten.

Wenn da nicht das Risiko der Hanpin-"üblichen" Verarbeitungsmängel wären sowie die fehlenden Automatikfunktionen, wäre der AT durchaus auf ainem Niveau, mit dem sie sich auch in der goldenen Ära der Plattenspieler nicht blamiert hätten.

Gruß
Andreas
net-explorer
Inventar
#47 erstellt: 18. Apr 2020, 10:16

Marsilio (Beitrag #20) schrieb:
... Micro Seiki DD-24 ... Das Tonabnehmersystem AT33EaV ist ok.
...
LG
Manuel


Ich würde mich für dieses Gerät entscheiden.

Meines Kenntnisstands nach ist das System ein audio technica AT13EaV.

Ich habe das bereits jahrzehntelang auf einem ITT Hifi 8015, und ca. 20 Jahre auf meinem Thorens TD 280.
Das ist ein sehr gutes universelles System, mit dem man nicht nur anfangen, sondern auch auf Dauer glücklich sein kann.
Auf dem Thorens habe ich es vor ca. 10 Jahren durch ein AT440MLa ersetzt, das ebenfalls sehr empfehlenswert ist.

Ich denke auch, dass die Neugeräte weniger gut für den Anfangsspaß taugen, als ein guter Oldtimer.
Zudem kalkulierst Du damit gleich mit einem weiteren Kauf später. Das Geld dafür wäre mir zu schade.
Dann gleich vernünftig...

Es gibt ja den Spruch "alte Liebe rostet nicht", und er ist statistisch auch längst widerlegt. Aber im Falle meiner Dreher gilt er nach wie vor!
Marsilio
Inventar
#48 erstellt: 18. Apr 2020, 10:44
Stimmt natürlich; ich habe mich vertippt, ich meinte AT13EaV. Für dieses System ist übrigens die Back Diamond-Nadel angekündigt - ein ganzer nackter Diamant für rund 40.-. Ich habe den Vorgänger AT13 noch mit der scharfen nackigen Ellipse. Damit kann man wirklich gut Musik hören; die Bühnenabbbildung ist wunderbar breit und die sonst den AT's gerne nachgesagte Höhenüberbetonung gibt's hier nicht.

LG
Manuel
Vogone
Inventar
#49 erstellt: 18. Apr 2020, 11:17
AT13 mit guter Nadel ist gut und ich würde einen Vintage-Dreher empfehlen.
(neue hatte ich auch zwischen druch)
Chr1stopher
Ist häufiger hier
#50 erstellt: 18. Apr 2020, 12:32
Ihr macht mich echt schwach...

Jetzt hätte ich mich doch erst Mal für die oben genannten Geräte o.ä. entschieden und das ganze hält zwei Postings lang und es geht wieder um die Oldtimer 😁 Das Schlimmste daran ist ja, dass das alles auch legitim ist und mich jedes Mal wieder ins Wanken bringt.

Also nochmal zu dem Audio Technica. Ich denke vom Preis und meinem Vorhaben her, wäre der wie ihr auch gesagt habt sicher die logische Variante. Allerdings habe ich mich jetzt ne Zeit mit den Teilen befasst und Infos gesammelt und würde bei der Verarbeitungsqualität dem Rega und sogar dem Pro-ject sowie TEAC mehr zutrauen als dem Audio Technica.

Eben gefunden. Soll ich das für den Preis auch gleich mitnehmen?

https://www.ebay-kle..._content=app_android


Liebe Grüße,
Christopher
Vogone
Inventar
#51 erstellt: 18. Apr 2020, 12:52
In der Tat recht günstig. Im Grunde spricht nichts dagegen. Nadel wäre DN-145E (ULM1).
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