Brauchbares Low Budget Einsteigergerät - TechniSat TECHNIPLAYER LP 200 / Dual DT 400

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Yamahonkyo
Inventar
#1 erstellt: 15. Apr 2020, 18:12
Hallo Gemeinde des Wahnsinns,
hallo liebe Suchenden,

mich hat die ewige Frage nach einem brauchbaren Einsteigergerät für den schmalen Geldbeutel dazu gebracht, mir einmal ein solches zu bestellen, um zu schauen, "Was taugt sowas eigentlich?"

Wichtig ist für mich, wie für viele Neulinge, dass der Plattenspieler möglichst preiswert, dennoch klanglich ok, gut bedienbar und ggf. aufrüstbar sein soll. Und er darf natürlich nicht schon beim ersten Anfassen auseinander fallen.

Deshalb habe ich mich auch nicht für das billigste Gerät entschieden, sondern für den

TechniPlayer LP 200 - 01

Dieser ist baugleich mit dem Dual DT 400 und wird von Hanpin gefertigt.

Es handelt sich um einen Riemen-getriebenen Vollautomaten mit internem PhonoPre und USB-Anschluss.
Er besitzt einen geraden Arm mit einer abgewinkelten SME Headshell. Vormontiert ist ein AT 3600 L (AT 91 mit ATN 3600 L Nadel) Tonabnehmer.

Stand heute kostet das Gerät neu etwa 155 €. Ich habe ein Vorführgerät (B-Ware) für 130 € erstanden.

Los geht's!

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Unboxing
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Was befindet sich im Karton?
TechniPlayer LP 200 - 02

Eine Tüte mit Bedienungsanleitung und Software CD liegt obenauf:

TechniPlayer LP 200 - 03

Gleich darunter der Teller:

TechniPlayer LP 200 - 04 TechniPlayer LP 200 - 05
Der Riemen liegt schon im Teller und hat ein Stoffband, um ihn über den Pulley zu legen. Das Band wird dann entnommen.

"Accessoires" Aufkleber mit roten Pfeilen verweisen auf die in der Styropor-Vepackung mit blauen Klebebändern fixierten Kleinteile:
Gewicht, Headshell mit vormontiertem AT 3600 L Tonabnehmer (AT 91 mit ATN 3600 L Nadel) und ein Single Puk:

TechniPlayer LP 200 - 09 TechniPlayer LP 200 - 10 TechniPlayer LP 200 - 11

Deckel und Scharniere:

TechniPlayer LP 200 - 06 TechniPlayer LP 200 - 07 TechniPlayer LP 200 - 08

Außerdem gibt es noch ein USB-Kabel um den Plattenspieler mit einem Computer zu verbinden.

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Aufbau
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Gewicht und Headshell sind schnell montiert:

TechniPlayer LP 200 - 14
TechniPlayer LP 200 - 15

Natürlich gibt es auch eine Matte. Diese ist aus Filz. Es gibt noch Beschreibungen des Plattenspielers, wo eine Gummimatte genannt wird, aber man will ja nicht unken.

TechniPlayer LP 200 - 16

Es gibt keine durch die Matte verursachte statische Aufladung.

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Verarbeitung
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Der Plattenspieler ist ein Leichtgewicht und wiegt gerade einmal 3,9 kg. Dies ist aber auch mittlerweile bei teureren Geräten der Fall.

Das Kunststoffgehäuse sieht gar nicht einmal so schlecht aus und fühlt sich recht stabil an. Alle Knöpfe und Hebel sitzen fest.

Die Füße sind zweiteilig. Außen aus festem Kunststoff in Chrome Optik, innen Gummifüße, die den Trittschall dämpfen und Erschütterungen abfangen:

TechniPlayer LP 200 - 12 TechniPlayer LP 200 - 13

Der Tonarm ist verdammt leicht und es fordert ein wenig Geduld ihn korrekt in Schwebe zu bekommen, um anschließend das Auflagegewicht einzustellen. Die Skala ist fast genau, ein leichte Abweichung von 0,05 g ist zu verschmerzen.
Die Tonarmaufhängung, eine sehr einfache Achse, hat leichtes Spiel, der Azimut bleibt im Betrieb dennoch gerade.
Der Tonarm senkt sich nur komplett ab, wenn das Gerät Strom hat. Dies fiel mir auf, als ich meine Tonarmwaage benutzen wollte und die Nadel garnicht so weit runter kam. Also Strom ein, Nadel neben dem Teller absenken, Strom aus und dann wiegen.
OK, scheint eine Art Schutzmechanismus zu sein, denn es gibt keine Tonarmbefestigung an der Tonarmstütze.

Das Rädchen für das Antiskating ist leichtgängig und funktioniert, wie es soll.

Theoretisch könnte es, wenn alles laut Bedienungsanleitung eingestellt wurde, sofort mit dem Plattenhören losgehen, aber:

Mir ist direkt aufgefallen, dass sich die Schrauben in den Schlitzen der Headshell nicht auf gleicher Höhe befinden.
Und siehe da! Der Tonabnehmer ist nicht korrekt vormontiert und sitzt leicht schräg nach innen:

TechniPlayer LP 200 - 17

Die ATN 3600 L Nadel ist in Ordnung:

TechniPlayer LP 200 - 18 / ATN3600L

Diese benötigt laut Bedienungsanleitung 3,0 - 3,5g Auflage- und Antiskating-Gewicht.
3,0 g sind völlig ausreichend:

TechniPlayer LP 200 - 19

Da ich meine Platten liebe, spiele ich diese kurz an, um zu hören, wie es klingt
und tausche die ATN 3600 L Nadel gegen eine EPO E Nadel aus, um mit 1,5 g Auflagegewicht und 1,2 g Antiskating dem Genuss zu fröhnen:

AT 91 mit EPO E

Übrigens:
Es wird immer gesagt, dass die ATN 3600 L schlechter klinge als eine ATN 91 / DUAL DN 251 S, oder eine elliptische ATN 3652 E / DUAL DN 251 E.
Das stimmt nicht. Klanglich ist der Unterschied so marginal, dass man eigentlich keinen hört.
Klar ist aber, dass man sich und seinen Schallplatten dauerhaft keinen Gefallen tut, die ATN 3600 L mit dem hohen Auflage- und Antiskating-Gewicht von 3,0 g zu verwenden.
Deshalb rate ich immer eine elliptische Nadel zu nehmen, weil diese mit einem relativ geringen Gewicht auskommt.

Deckel offen:

TechniPlayer LP 200 - 21

Deckel geschlossen:

TechniPlayer LP 200 - 20

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Betrieb
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Man kann sich theoretisch entscheiden, ob man den Plattenspieler mit dem eingeschalteten Vorverstärker (Voreinstellung, Schalter an der Rückseite steht auf "Line"), oder an einem Phono-Anschluss (Schalterstellung "Phono") betreiben möchte.
Den Anschluss der Kabel erkläre ich hier nicht explizit.

Die Anschlusskabel sind fest verbaut. Das Stromkabel ist 120 cm, das Cinch Kabel 80 cm lang. Die Erdung erfolgt über das Cinch Kabel.

Da es sich um einen vollautomatischen Plattenspieler handelt, verwende ich ihn entsprechend.

Tonarm auf die Stütze, eine LP aufgelegt, Geschwindigkeit auf 33, Plattengröße auf 30 (für Singles Geschwindigkeit auf 45, Plattengröße auf 17, für Maxi-Singles Geschwindigkeit auf 45, Plattengröße auf 30) und "Start" gedrückt,

Die Automatik knarzt und knackt und befördert zügig den Tonarm zum Platten-Anfang. Der Tonarm senkt sich sanft ab, es wird leise und es geht los.
Vom Plattenspieler selbst ist während des Abspielers nichts zu hören.
Am Ende der Platte wird der Tonarm wieder zur Ablage zurückgeführt und abgelegt. Ebenso, wenn man mitten im Betrieb die Stop-Taste betätigt.
Alles funktioniert hervorragend und genau, wie es sein soll.

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Klang
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Ich habe beschlossen, zunächst den Plattenspieler ohne den internen Phono Vorverstärker zu betreiben, wie ich es gewohnt bin.
Alles klar! Es ist ein typisches Hanpin Gerät, bei dem sich der eingebaute Vorverstärker nicht sauber abschalten lässt.
Schon in der Einlaufrille der Schallplatte rumpelt und brummt es dermaßen, dass dies selbst bei sehr geringer Lautstärke noch die Musik übertönt.

Also stelle ich den Schalter auf Line, sodass der interne Vorverstärker läuft, schließe den Plattenspieler an einem Hochpegeleingang (Tape 2) an und erwarte nicht allzu viel. Ich bereite mich schon darauf vor, das Gerät missmutig einzupacken und hier eine schlechte Rezension zu schreiben.

Aber, was ist das? Wow. Es herrscht Ruhe in der Einlaufrille, Musik ertönt, wie sie es soll und genau so, wie es der Tonabnehmer hergibt.
Der Audio Technica Tonabnehmer spielt, obwohl er nicht unbedingt für seine Bässe, dafür aber für oftmals zischelnde Höhen bekannt ist, am TechniPlayer verdammt gut auf. Von klaren Höhen, über gute Mitten, bis zu kräftigen Bässen ist alles vorhanden. Besser ginge es zwar noch mit anderen wertigeren Tonabnehmern, aber zum "normalen" Hören reicht er völlig aus.
Die Lautstärke ist fast so hoch wie von CD.

Die Geschwindigkeiten laufen im technisch vorgegeben Rahmen. Es gibt keine hörbaren Gleichlaufschwankungen.

Wenn man während des Abspielens mit dem Finger von oben auf das Gehäuse tippt, wird dies auf den Tonarm und Tonabnehmer übertragen. Aber, warum sollte man das auch tun, außer für diesen Test?
Die Trittschall- und Stoßdämpfung der Füße funktionieren tadellos.

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Mein Fazit
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Aufgrund des nicht komplett abschaltbaren Vorverstärkers ist der Plattenspieler nur für MM Tonabnehmer geeignet.

Die Digitalisierungsfunktion per Anschluss an einen Computer über USB teste ich jetzt nicht. Da dazu der Vorverstärker eingeschaltet sein muss, gehe ich aber davon aus, dass auch hier keine Tonalen Störungen zu erwarten sind.

Wenn man den Plattenspieler nicht unbedingt an einem Phono Eingang betreiben möchte, bekommt man dennoch ein gutes Einstiegsgerät für unter 200 Euro. Am TechniPlayer klingt der Audio Technica Tonabnehmer richtig gut. Durch den Austausch der Nadel eignet es sich gut dazu, Schallplatten zu hören. Zudem lassen sich auch hochwertigere Tonabnehmer montieren, wenn man dies möchte.

Was die Haltbarkeit betrifft, kann ich nicht viel sagen, aber, wenn man "normal" damit umgeht, denke ich, wird er schon einige Zeit seinen Dienst verrichten.

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Ich hoffe, der Test hat euch gefallen und konnte einige Vorurteile gegenüber den Billigheimern beseitigen.

Gruß Roland


[Beitrag von Yamahonkyo am 16. Apr 2020, 12:27 bearbeitet]
WBC
Inventar
#2 erstellt: 15. Apr 2020, 22:05
Danke Dir dafür - ich finde Deine Idee klasse...


[Beitrag von WBC am 15. Apr 2020, 22:12 bearbeitet]
highfreek
Inventar
#3 erstellt: 16. Apr 2020, 07:39
Danke für den Test. Interessant !

Nur zu den TA´s : ich hab zwei AT 91 hier und ICH finde die auch furchtbar, die alte grüne Hölle (NOS japan) und das ganz neue AT 95 spielen bei mir viiieeeellll besser. Sind die REGA Carbon und ähnliche derivate vom AT 91 eigentlich mit Elipse ?


[Beitrag von highfreek am 16. Apr 2020, 14:10 bearbeitet]
Yamahonkyo
Inventar
#4 erstellt: 16. Apr 2020, 11:30
Hallo Dieter,

nein, in der Regel sind außer beim alten AT90 und Dual, alle weiteren AT 91 Tonabnehmer, auch das Rega Carbon mit sphärischen Nadeln ausgestattet.

Von den technischen Werten her, gibt es zwischen dem Rega Carbon und einem echten AT91 Derivat im Grunde einen gravierenden Unterschied:

Ausgangsspannung:
Rega Carbon: 2,5 V
AT91 und Derivate: 3,5 V

Den Rest machen die Nadeln.

Auflagegewicht der häufigsten Nadeln:
Nadeln sphärisch:
Rega Carbon: 2,0 - 3,0 g
ATN 91 / Dual DN 251 S / Thakker EPO S: 1,5 - 2,5 g (2,0 g empfohlen)
ATN 3600 L: Angaben diverser Plattenspieler-Hersteller könne bis 4,5 g gehen, sind aber nie unter 3,0 g, während Audio Technica selbst 2,5 - 3,5 g nennt.

Nadeln elliptisch:
ATN 3652 E / Dual DN 251 E / (Thakker EPO E - nicht mehr verfügbar): 1,25 - 2,0 g (1,5 g empfohlen)

Ich habe hier im Forum ein verlinktes Video in englischer Sprache entdeckt, in dem jemand das Rega Carbon mit einem AT 3600 L ausführlich vergleicht.
Video von VWestlife

Und das mit dem AT 91 und dem AT 95 E ist so eine Sache. Generell ist das AT 91 mit der Standard-Nadel noch weniger Bass-stark als das AT 95 E und neigt zum Zischeln in den Höhen. Mit einer ebenfalls elliptischen Nadel gleicht sich dies in etwa an. Daher verwende ich seit Jahren keine sphärischen mehr.

Meiner Erfahrung nach können dennoch, je nach Plattenspieler, beide Tonabnehmer gut oder schlecht klingen.

- An meinem Onkyo Plattenspieler klingt das AT 91 super, das AT 95 E schwächelt dort komplett in den Höhen.
- An dem hier getesteten TechniPlayer klingt das AT 91 ebenfalls richtig gut, egal ob mit der ATN 3600 L Nadel, oder einer guten Ellipse.
- Am Yamaha Plattenspieler meiner Schwiegereltern hingegen klingt das AT 95 E hervorragend, aber das AT 91, richtig schlecht im unteren Bereich.
- Mein ISP Plattenspieler wiederum frisst beide Tonabnehmer gleich gut!


Da sag mal einer es gäbe keinen Plattenspieler-Klang (Verdammt, das ist mein eigener Spruch! )

Gruß Roland


[Beitrag von Yamahonkyo am 16. Apr 2020, 12:22 bearbeitet]
highfreek
Inventar
#5 erstellt: 16. Apr 2020, 14:23
Hallo Roland,

Ja, mit dem Playerklang ist so ne Sache, ich meine auch , das z.B. mein 1219 irgendwie "zackiger" mit mehr drive Spielt, wie mein Marantz TT 15. Dann läuft hier noch der Thorens TD 150/170-2 und der Telefunken S-500 und der Hitachi HT660.
ABER die Unterschiede würde ich nicht als so groß beziffern. Der TA macht immer noch den aller größten Unterschied, so 80-85 Prozent aus. Und dann kommt auch noch der Pre dazu, zw TA und Pre muss es auch stimmen..…...
Ich denke der Antrieb, das Gewicht und die Matte machen nur einen kleinen Anteil aus.

Bei mir klingt s am Angenehmsten für mich :

Thorens TD 170-2 mit Ortofon/Dual M20 an der Quad 33 Pre
Der Hitachi läuft mit dem Shure V15 am Mc Intosh
Der Marantz am PM 17 mit dem AT OC-9
Und der Telefunken läuft mit dem Grado Prestige auch am Marantz PM 17

passt so sortiert gut, anders sortiert wirds nix
Nunja32
Stammgast
#6 erstellt: 21. Apr 2020, 21:39
Ich habe hier auch noch ein AT91 mit einer Shibata-Nadel rumliegen. Das war/ist keinesfalls schlecht und auch wieder ne klare Aufwertung gegenüber der elliptischen Version. Muss ich, glaube ich, auch mal wieder montieren :).
Vogone
Inventar
#7 erstellt: 21. Apr 2020, 22:06
Toller Test!

Kann man mal machen, wenn man viel Zeit hat.

Trotzdem würde ich mir so ein Teil maximal in die Garage stellen, als Nebenbeidudler.
Wobei ich dann auch besser ein Eduscho-Radio mit BT nehmen kann.

Kein Hersteller bekommt es hin, für bis 1000€ einen schönen Vollautomaten zu bauen.
(Vinyl ist eben eine Nische)
Nunja32
Stammgast
#8 erstellt: 21. Apr 2020, 23:22

Vogone (Beitrag #7) schrieb:
Kein Hersteller bekommt es hin, für bis 1000€ einen schönen Vollautomaten zu bauen.
(Vinyl ist eben eine Nische)


"Schön" ist ja sowieso wieder Auslegungssache ;). Aber solange die Automaten einigermaßen ordentlich drehen - und das scheint hier, wie bei anderen Hanpins auch, der Fall zu sein -, würde ich immer noch behaupten, dass viele der Enthusiasten hier im Forum bei Rips nicht erkennen würden, ob der "bessere" (man nehme zum Beispiel einen Vollautomaten über 1000 € und statte ihn mit dem gleichen System aus) oder "schlechtere" (also Hanpin) Dreher die Platte abgespielt hat.
PietS
Stammgast
#9 erstellt: 01. Jun 2020, 07:27
Hallo Roland,

Dein Bericht zum TechniSat Plattenspieler ist interessant, dennoch würde ich für EUR130 resp. 155 lieber ein Gebrauchtgerät von Denon, Dual, Grundig, Saba oder Technics nehmen.

Freundliche Grüße
Piet
oremilac
Stammgast
#10 erstellt: 01. Jun 2020, 09:23
Moin!

Danke für den ausführlichen Test. Ich finde es gut gerade solche Einsteigerdreher
sich mal anzusehen. Die teuren Boliden werden ja immer bis zum Abwinken durch
alle "Fachpublikationen" und Phonoforen geschleift, aber da wo es für die Menschen mit
kleinen Geldbeutel Interessant ist wird selten hingeguckt.
Zwei Dinge sind mir besonders aufgefallen:
a) der "Billigdreher" kann durchaus Überzeugen,
und b) warum schafft Hanpin das, was andere selbst bei 1000+€ Brettern, nicht auf
die Kette kriegen, eine funktionierende Automatik. Eine TA Rückführung wäre ja
schon schön.
Also, die ganze Mär von, das ist technisch zu aufwendig, oder die Ingenieure von
Heute fehlt das Wissen, oder eine Automatik ist zu Teuer, wird durch dieses
"Highendgerät" wiederlegt.

Gruß
Thomas
wern0r
Stammgast
#11 erstellt: 01. Jun 2020, 10:00

PietS (Beitrag #9) schrieb:
...dennoch würde ich für EUR130 resp. 155 lieber ein Gebrauchtgerät von Denon, Dual, Grundig, Saba oder Technics nehmen.


Das ist ja der allgemeine Grundtenor hier im Forum. Es gibt aber auch Menschen, die keine ausgeprägte "Bastelbegabung" haben. Und an einem 30+ Jahre alte kann ja nun wirklich mal etwas kaputt gehen. Wenn jemand selbst nicht in der Lage ist, einfache Arbeiten wie den Tausch eines Kondensators vorzunehmen, dem kann ich besten Gewissens kein altes Gebrauchtgerät empfehlen. Obwohl dessen technische Überlegenheit unbestritten ist! Beim Dual/TechniSat ist natürlich die Frage, wie sieht es nach Gewährleistungsablauf aus? Keine Ahnung, ob es bereits Langzeiterfahrungen mit dem Gerät gibt.

Es bleibt ein Teufelskreis: Bei geringem Budgeteinsatz muss man wohl einen Tod sterben.
8bitRisc
Inventar
#12 erstellt: 01. Jun 2020, 11:20

oremilac (Beitrag #10) schrieb:
.... warum schafft Hanpin das, was andere selbst bei 1000+€ Brettern, nicht auf die Kette kriegen, eine funktionierende Automatik. Eine TA Rückführung wäre ja schon schön.
Also, die ganze Mär von, das ist technisch zu aufwendig, oder die Ingenieure von Heute fehlt das Wissen, oder eine Automatik ist zu Teuer, wird durch dieses "Highendgerät" wiederlegt...


Ich denke es ist bei Hanpin so, daß noch alte Werkzeuge, Formen und Produktionsanlagen für das Fertigen einer Halb- oder Vollautomatik vorhanden sind. Genauso ist es bei Fehrenbacher-Dual wo alle Vollautomaten nach wie vor auf der in den 80er Jahren entwickelten Vollautomatik basieren. Auch dort werden die entsprechenden Produktions- und Fertigungsanlagen noch auch aus der früheren Zeit bestehen.

Andere Hersteller wie z.B. Rega, Linn, Project haben ja noch nie Vollautomaten produziert. Und bei Thorens fällt mir auch kein Modell mit Vollautomatik aus alter Zeit ein.

Bei typischen Japanern wie z.B. Technics oder andere sind die Fertigungsanlagen für Vollautomaten wahrscheinlich in die Schrottpresse gewandert oder wurden verkauft.

Der hier vorgestellte Vollautomat wird wahrscheinlich auch noch unter anderen Markennamen verkauft (Denon DP-300F ??). Wahrscheinlich sind die weltweit abgesetzten Stückzahlen gar nicht mal so schlecht so daß sich das auch bei einem Verkaufspreis von <200€ rechnet.

Das Preis-/Leistungsverhältnis ist auf jeden Fall unschlagbar; ganz im Gegensatz zu vielen anderen Playern. Selbst ein Einsteiger-Rega kostet mind. das Doppelte und hat dann keinerlei Komfort.


[Beitrag von 8bitRisc am 01. Jun 2020, 11:25 bearbeitet]
BigBlue007
Inventar
#13 erstellt: 20. Aug 2020, 17:42
Ich hänge mich mal hier dran, weil ich mir - nicht zuletzt wegen Rolands Bericht - so ein Teil geholt habe. Ich hab aus Gründen, deren detaillierte Beschreibung hier wahrscheinlich den Rahmen sprengen würde, nach mehreren Jahrzehnten meine Plattenleidenschaft neu entdeckt, wollte aber erstmal klein anfangen, und da hörte sich dieses Teil einigermaßen vernünftig an...

Mein Problem ist Folgendes: Gleich bei der 2. Platte, die ich damit hörte, hatte ich den Eindruck, dass das Teil unrund läuft, sprich, die Wiedergabe leiert oder jault oder wie immer man es nennen mag. "Leider" habe ich ein absolutes Gehör, d.h. ich erkenne ein c, wenn ich ein c höre, und ich höre, wenn das c leiert.. Nicht, dass mir das bisher im Leben schon mal irgendwas gebracht hätte. Bis jetzt halt..

Habe den Riemen und die Rolle mit Isopropanol gereinigt - brachte nix. Dann eine Stroboskopscheibe geordert (sollte man ja eh im Haus haben ) und damit getestet. Ergebnis: Das Teil dreht sich geringfügig zu schnell, sprich, die Balken auf der Scheibe bewegen sich gaaanz langsam vorwärts. Aber soweit ich das beurteilen kann, eigentlich absolut gleichmäßig.

Ich würde nun in einem ersten Schritt erstmal versuchen wollen, die Geschwindigkeit möglichst exakt einzustellen. Das Teil hat unten zwei Löcher, die sogar offiziell mit 33 und 45 beschriftet sind, allerdings werden sie im Handbuch nicht dokumentiert. Drinnen befinden sich auf den ersten Blick die erwarteten Potentiometer - leider aber nur auf den ersten Blick. Denn da, wo eigentlich ein Schlitz oder Kreuzschlitz sein sollte, ist - nix. Man sieht, dass es Potentiometer sind, aber statt der Einstellschraube ist da einfach nur ein schwarzer Punkt. Fast so, als wäre der eigentliche Schlitz abgedeckt oder so. Wollte ja jetzt auch nicht groß drin herumfummeln.

Falls hier jemand (z.B. Du, Roland ) das Teil hat - könnte derjenige welche bei sich mal nachschauen, wie das da aussieht?

---

Edit - Nachtrag: Hat sich wahrsch. schon wieder erledigt. Nachdem heute bzw. inzw. gestern mein AT-VM95E geliefert wurde, den zu verbauen ich eh vorhatte, habe ich diesen drangeflanscht, und seit dem leiert nix mehr. Möglicherweise hatte meiner dasselbe Problem mit dem ab Werk nicht exakt ausgerichteten Standard-TA wie Rolands. Andererseits hätte ich jetzt nicht unbedingt erwartet, dass sich ein unpräzise verbauter TA durch Leiern manifestiert. Aber egal - jedenfalls leiert's nicht mehr.


[Beitrag von BigBlue007 am 21. Aug 2020, 01:33 bearbeitet]
st@rl@ncer
Neuling
#14 erstellt: 26. Aug 2020, 15:06
Es würde mich interessieren, wie du die Tonqualität des Gerätes beurteilst. Ist es für dich in Ordnung?
Ich bin auf der Suche nach einem Plattenspieler, um gelegentlich mal eine alte Platte zu hören, ohne dass ich jedesmal denke: hätte ich nur ein teureres Gerät gekauft...
Ich vermute, dein Gehör ist anspruchsvoller als meines, daher sollte es auch für mich passen, wenn du es dir ohne Schmerzen anhören kannst ;-)
.JC.
Inventar
#15 erstellt: 26. Aug 2020, 16:48
Hi,


st@rl@ncer (Beitrag #14) schrieb:
Es würde mich interessieren, wie du die Tonqualität des Gerätes beurteilst.


ganz einfach, er hat mehrere Dreher und legt dieselbe LP auf verschiedenen Drehern auf
und vergleicht.
Yamahonkyo
Inventar
#16 erstellt: 28. Aug 2020, 13:09

st@rl@ncer (Beitrag #14) schrieb:
Es würde mich interessieren, wie du die Tonqualität des Gerätes beurteilst. Ist es für dich in Ordnung?
Ich bin auf der Suche nach einem Plattenspieler, um gelegentlich mal eine alte Platte zu hören, ohne dass ich jedesmal denke: hätte ich nur ein teureres Gerät gekauft...
Ich vermute, dein Gehör ist anspruchsvoller als meines, daher sollte es auch für mich passen, wenn du es dir ohne Schmerzen anhören kannst ;-)

Die Tonqualität ist entsprechend dem Tonabnehmer. Das AT91 ist ein gutes Einsteigersystem, dass ich selbst immer noch gerne höre.
Ich empfehle auf jeden Fall die Nadel gegen mindestens eine ATN91, oder die klanglich noch bessere BLACK DIAMOND zu tauschen.

Gruß Roland


[Beitrag von Yamahonkyo am 28. Aug 2020, 13:15 bearbeitet]
st@rl@ncer
Neuling
#17 erstellt: 30. Aug 2020, 15:47
Hallo Roland,

vielen Dank für die Informationen!

Ich denke, dann werde ich hier zuschlagen und mir dieses Gerät samt einer zusätzlichen Nadel kaufen.
Hatte auch über ein gebrauchtes Gerät nachgedacht. Aber für mich als Neuling/Einsteiger ist es irgendwie einfacher mit einem Neugerät und Garantie.

Viele Grüße,
Alex
BigBlue007
Inventar
#18 erstellt: 31. Aug 2020, 11:21

st@rl@ncer (Beitrag #14) schrieb:
Es würde mich interessieren, wie du die Tonqualität des Gerätes beurteilst. Ist es für dich in Ordnung?

Ganz ehrlich? Da bin ich komplett der Falsche für. Ich maße mir nicht an, mit meinem Setup (Yamaha RX-A780 AVR, Jamo S807 LS-Set) qualitative Unterschiede zwischen verschiedenen Plattenspielern zu hören. Mal ganz abgesehen davon, dass das mein erster Plattenspieler nach 30 Jahren ist - und damals hatten wir bzw. meine Mutter auch nur genau einen - einen RFT Belcanto 3010... Ich kenne also bis dato in Summe genau zwei Plattenspieler.

Ich bin auf der Suche nach einem Plattenspieler, um gelegentlich mal eine alte Platte zu hören, ohne dass ich jedesmal denke: hätte ich nur ein teureres Gerät gekauft...

Mir gings primär darum, dass ich kein manuelles Modell wollte, und bei Vollautomaten ist das aktuelle Marktangebot ja dann doch einigermaßen überschaubar. Und ich wollte für den Anfang halt erstmal keine Unsummen ausgeben.

Dass viele Hersteller heute so tun, als gehöre eine manuelle Bedienung zum puristischen Gesamtkonzept des Vinyl-Hörens dazu, ist in meinen Augen an Lächerlichkeit kaum zu überbieten. In der Hochphase des Mediums Schallplatte hätte man Herstellern so einen Müll um die Ohren gehauen. Selbst in der DDR hatten wir damals kurz vor dem Ende einen Tangentialplattenspieler, der technisch m.W. ganz hervorragend war. Wenn ich nicht Angst vor einem Schrott-Fehlkauf bzw. Versandproblemen gehabt hätte, hätte ich mir eigentlich am liebsten so ein Teil via ebay Kleinanzeigen geholt... Vielleicht mache ich das irgendwann ja aber mal noch.

Ich vermute, dein Gehör ist anspruchsvoller als meines, daher sollte es auch für mich passen, wenn du es dir ohne Schmerzen anhören kannst ;-)

Wie gesagt - so anspruchsvoll bin ich mit Sicherheit nicht. Ich genieße in erster Linie das ganze Drumherum, also die Scheiben an sich, im hiesigen Plattenladen das Archiv durchstöbern. Und vor allem - man hört anders. Bei CDs und erst recht Streaming ist man permanent am Skippen, wenn man was nicht so gut findet. Da nehme ich mich selbst gar nicht aus. Eine Platte hört man einfach bewusster und vor allem komplett von vorne bis hinten. Das KÖNNTE man natürlich auch mit einer CD oder Spotify - aber da macht man's halt nicht...


.JC. (Beitrag #15) schrieb:

st@rl@ncer (Beitrag #14) schrieb:
Es würde mich interessieren, wie du die Tonqualität des Gerätes beurteilst.


ganz einfach, er hat mehrere Dreher und legt dieselbe LP auf verschiedenen Drehern auf
und vergleicht.



[Beitrag von BigBlue007 am 31. Aug 2020, 11:24 bearbeitet]
st@rl@ncer
Neuling
#19 erstellt: 22. Sep 2020, 22:31
Danke für deine ausführliche Antwort!
Habe mir das Teil nun soeben auch bestellt. Es wird meinen Anforderungen höchstwahrscheinlich genügen. Gegebenenfalls bestelle ich mir noch die in diesem Thread empfohlene Nadel nach.
Ich freue mich schon darauf, die alten Scheiben mal wieder aufzulegen.
Rabanatz
Schaut ab und zu mal vorbei
#20 erstellt: 25. Jul 2021, 13:58
Ich würde den auch gerne Kaufen, Meine frage ist. Da ich Neuling bin in Sowas. Nutze eigentlich hauptsächlich Alexa Studio um Musik zu hören. Kann ich den Plattenspieler daran anschließen? Was für Kabel brauche ich Extra dafür? Das Studio besitzt Aux und Optischen input

Möchte ungern noch viel dazu kaufen und dann merken das es doch nix ist für mich. Und so viel Geld hab ich auch nicht liegen

Danke euch


[Beitrag von Rabanatz am 25. Jul 2021, 14:01 bearbeitet]
ZincRider
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 25. Jul 2021, 14:31

Yamahonkyo (Beitrag #1) schrieb:

Mir ist direkt aufgefallen, dass sich die Schrauben in den Schlitzen der Headshell nicht auf gleicher Höhe befinden.
Und siehe da! Der Tonabnehmer ist nicht korrekt vormontiert und sitzt leicht schräg nach innen:

TechniPlayer LP 200 - 17



Oder er ist einfach nicht nach Baerwald ausgerichtet.
So wie es auf dem Foto aussieht, ist das zu wenig Überhang für Baerwald. Stevenson/IEC könnte passen.
Yamahonkyo
Inventar
#22 erstellt: 25. Jul 2021, 16:05

Rabanatz (Beitrag #20) schrieb:
Ich würde den auch gerne Kaufen, Meine frage ist. Da ich Neuling bin in Sowas. Nutze eigentlich hauptsächlich Alexa Studio um Musik zu hören. Kann ich den Plattenspieler daran anschließen? Was für Kabel brauche ich Extra dafür? Das Studio besitzt Aux und Optischen input

Möchte ungern noch viel dazu kaufen und dann merken das es doch nix ist für mich. Und so viel Geld hab ich auch nicht liegen

Danke euch

Mit einem Cinch auf Klinke Adapter kannst du den Plattenspieler am Aux Eingang anschließen.

Gruß Roland
Rabanatz
Schaut ab und zu mal vorbei
#23 erstellt: 25. Jul 2021, 17:01
Danke hab mal alles gekauft.
Rabanatz
Schaut ab und zu mal vorbei
#24 erstellt: 27. Jul 2021, 15:01
Hi,


Hab nun alles bekommen und klappt auch Wunderbar, außer das er zwischendurch Knistern. Ich weiß, dass es wohl so ist ab und zu, finde das aber ab und an bisschen viel Worauf stelle ich am besten die Auflagekraft und Anti-Skating?


Sonst ein schönes Teil. Leider bisschen viel Plastik dran.
Jazzy
Inventar
#25 erstellt: 27. Jul 2021, 20:17
Lies den ersten Beitrag.
kopffuss
Inventar
#26 erstellt: 28. Jul 2021, 09:23

Rabanatz (Beitrag #24) schrieb:
Hi,
Hab nun alles bekommen und klappt auch Wunderbar, außer das er zwischendurch Knistern. Ich weiß, dass es wohl so ist ab und zu, finde das aber ab und an bisschen viel Worauf stelle ich am besten die Auflagekraft und Anti-Skating?
Sonst ein schönes Teil. Leider bisschen viel Plastik dran.


Bei dem Preis ist ,Plastik da sicher angebracht. In Alu Metall gibt es erst ab Höherpreisige Player.

Zum Knistern auf Platte ,entweder Platten waschen oder gute Bürste als Staubfänger benutzen.
Dann Knisterts net so wild.

Cris
Yamahonkyo
Inventar
#27 erstellt: 28. Jul 2021, 10:40
Da schließe ich mich an.


Rabanatz (Beitrag #24) schrieb:
Worauf stelle ich am besten die Auflagekraft und Anti-Skating?

Stell die mal auf 2,5g/2,5. Das sollte für die ATN3600L Nadel reichen, aber nicht niedriger.
Das geht nur mit einer anderen Nadel.
Wie es eingestellt wird steht im Handbuch.

Gute Nadeln sind z.B. diese DN251E von Cleorec (elliptisch gebondet) und die Thakker 3651E Nudeline (elliptisch nackt). Damit kann man auf 1,5g Auflage und 1,2 Antiskating runter gehen und der Klang wird besser.

Gruß Roland


[Beitrag von Yamahonkyo am 28. Jul 2021, 11:03 bearbeitet]
Rabanatz
Schaut ab und zu mal vorbei
#28 erstellt: 28. Jul 2021, 13:31
Danke


Schadet das eigentlich der Automatik, wenn ich dem Selbst auf die Platte lege zum Starten bzw. zum Beenden?


Und welches Zubehör muss sollte man haben? Bürste ist klar, sonst noch was? Sorry aber wie gesagt hab keinerlei Ahnung davon. Bin eigentlich noch fast zu Jung für so was
Holger
Inventar
#29 erstellt: 28. Jul 2021, 13:58

Rabanatz (Beitrag #28) schrieb:

Schadet das eigentlich der Automatik, wenn ich dem Selbst auf die Platte lege zum Starten bzw. zum Beenden?


Nachdem manuelle Bedienung sogar in der Anleitung (Seite 16) als Spielart vermerkt ist, sollte da kein Schaden entstehen.

Eine Nadelreinigungsbürste oder ein Gel-Pad zur Säuberung der Abtastnadel kann nicht schaden (z. B. Ortofon Stylus Bürste Carbon oder Dynavox NRG30, beides z. B. bei Amazon für 'nen Zehner zu haben).
Rabanatz
Schaut ab und zu mal vorbei
#30 erstellt: 28. Jul 2021, 14:18
Danke.


So eine Schallplattenwaschmaschine sinnvoll oder eher übertrieben?
.JC.
Inventar
#31 erstellt: 28. Jul 2021, 14:22
Gib mal: cheap thrill (Holger´s Methode) oder cheap drill (meine abgewandelte M.) in die Suche ein.
kopffuss
Inventar
#32 erstellt: 28. Jul 2021, 15:50

Rabanatz (Beitrag #30) schrieb:
Danke.


So eine Schallplattenwaschmaschine sinnvoll oder eher übertrieben?


Eher übertrieben für den Anfang

Die Methode cheap thrill (Holger´s Methode) ist preiswerter und funktioniert richtig gut.

Cris
Holger
Inventar
#33 erstellt: 28. Jul 2021, 16:11
… wobei sich der Technisat allerdings nicht als Wasch-Plattform eignet, weil er einen Riemenantrieb hat.
Rabanatz
Schaut ab und zu mal vorbei
#34 erstellt: 29. Jul 2021, 14:13
Danke.


Ist das eigentlich Schlimm das man den Plattenspieler hört wenn die Boxen lautlos sind? ganz leichtes geräusch nimmt man wahr am Plattenspieler.
8erberg
Inventar
#35 erstellt: 29. Jul 2021, 15:13
Hallo,

einfach ist natürlich eine Knosti, wobei man die Reinigungsflüssigkeit selber mixen kann (3/4 dest. Wasser 1/4 Isopropanol 99 %, dazu 2-3 Tropfen Spüli).

Peter
kopffuss
Inventar
#36 erstellt: 30. Jul 2021, 09:40

Rabanatz (Beitrag #34) schrieb:
Danke.

Ist das eigentlich Schlimm das man den Plattenspieler hört wenn die Boxen lautlos sind? ganz leichtes geräusch nimmt man wahr am Plattenspieler.


Rauschen oder Brummen?

Cris
Tattermine
Stammgast
#37 erstellt: 30. Jul 2021, 10:45
Sollte damit der Abspielvorgang gemeint sein (also dass man die Musik ganz leise direkt von der Platte hört): nein, das ist nicht schlimm, sondern völlig normal.
8erberg
Inventar
#38 erstellt: 30. Jul 2021, 14:31
Hallo,

ist halt mechanische Abtastung...

Peter
Rabanatz
Schaut ab und zu mal vorbei
#39 erstellt: 30. Jul 2021, 16:00
Gut zu Wissen.


Sorry wenn ich hier so viel Frage


Eine Frage noch, egal wie gut ich die Platten sauber mache. Bei jeder Platte hab ich ein Knistern drin. Mal viel mal weniger, aber dauerhaft. Woran kann das liegen? Gerade gemerkt. Auch irgendwie ist das Knistern im Takt.


[Beitrag von Rabanatz am 30. Jul 2021, 16:03 bearbeitet]
8erberg
Inventar
#40 erstellt: 30. Jul 2021, 16:10
Hallo,

hast Du trockene Zimmerluft? Sind die Platten statisch aufgeladen?

Knosti hilft auch dabei.

Weiterhin nehm Plattenhüllen mit antistatischer Innenhülle.

Peter
Rabanatz
Schaut ab und zu mal vorbei
#41 erstellt: 30. Jul 2021, 16:20
44 % Feuchtigkeit.

Glaube nicht das Sie aufgeladen sind. Komisch


Was ich auch Seltsam finde, man soll den Arm ja so einstellen mit dem Gewicht das er Freischwebt. Mach ich das aber, dann setzt der Arm nicht auf, sondern fährt zurück. Gebe ich so viel das der Arm vorne runterkippt klappt das.


[Beitrag von Rabanatz am 30. Jul 2021, 16:33 bearbeitet]
8erberg
Inventar
#42 erstellt: 30. Jul 2021, 16:37
Hallo,

hättest Du den Tonarm richtig ausgependelt bei Lift unten und Auflagekraft und Antiskating 0?
Dann wird die Auflagekraft erst eingestellt.

Nadel sauber oder trägt einen Flusenbart?

Peter


[Beitrag von 8erberg am 30. Jul 2021, 16:39 bearbeitet]
Rabanatz
Schaut ab und zu mal vorbei
#43 erstellt: 30. Jul 2021, 17:02
Ja ist sauber. Ich muss mehr geben, Wie gesagt wenn Sie schwebt dann legt der Arm sich erst gar nicht auf die Platte.. Ganz schöne Fummelarbeit.
8erberg
Inventar
#44 erstellt: 30. Jul 2021, 18:24
Hallo,

normal, Schweben bedeutet Auflagekraft 0. Oft genug zieht Antiskating dann mit minimaler Kraft doch noch nach aussen, macht nix.

Danach dann auf 2,5 - 3 Pond (Anfangs besser 3 Pond) Auflagekraft und AS nach Anleitung stellen.

Beim nächsten Plattenspieler gehts besser, beim zehnten ist einen das in Fleisch & Blut übergegangen...

Peter
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