Brauchbares Low Budget Einsteigergerät - TechniSat TECHNIPLAYER LP 200 / Dual DT 400

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Yamahonkyo
Inventar
#1 erstellt: 15. Apr 2020, 18:12
Hallo Gemeinde des Wahnsinns,
hallo liebe Suchenden,

mich hat die ewige Frage nach einem brauchbaren Einsteigergerät für den schmalen Geldbeutel dazu gebracht, mir einmal ein solches zu bestellen, um zu schauen, "Was taugt sowas eigentlich?"

Wichtig ist für mich, wie für viele Neulinge, dass der Plattenspieler möglichst preiswert, dennoch klanglich ok, gut bedienbar und ggf. aufrüstbar sein soll. Und er darf natürlich nicht schon beim ersten Anfassen auseinander fallen.

Deshalb habe ich mich auch nicht für das billigste Gerät entschieden, sondern für den

TechniPlayer LP 200 - 01

Dieser ist baugleich mit dem Dual DT 400 und wird von Hanpin gefertigt.

Es handelt sich um einen Riemen-getriebenen Vollautomaten mit internem PhonoPre und USB-Anschluss.
Er besitzt einen geraden Arm mit einer abgewinkelten SME Headshell. Vormontiert ist ein AT 3600 L (AT 91 mit ATN 3600 L Nadel) Tonabnehmer.

Stand heute kostet das Gerät neu etwa 155 €. Ich habe ein Vorführgerät (B-Ware) für 130 € erstanden.

Los geht's!

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Unboxing
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Was befindet sich im Karton?
TechniPlayer LP 200 - 02

Eine Tüte mit Bedienungsanleitung und Software CD liegt obenauf:

TechniPlayer LP 200 - 03

Gleich darunter der Teller:

TechniPlayer LP 200 - 04 TechniPlayer LP 200 - 05
Der Riemen liegt schon im Teller und hat ein Stoffband, um ihn über den Pulley zu legen. Das Band wird dann entnommen.

"Accessoires" Aufkleber mit roten Pfeilen verweisen auf die in der Styropor-Vepackung mit blauen Klebebändern fixierten Kleinteile:
Gewicht, Headshell mit vormontiertem AT 3600 L Tonabnehmer (AT 91 mit ATN 3600 L Nadel) und ein Single Puk:

TechniPlayer LP 200 - 09 TechniPlayer LP 200 - 10 TechniPlayer LP 200 - 11

Deckel und Scharniere:

TechniPlayer LP 200 - 06 TechniPlayer LP 200 - 07 TechniPlayer LP 200 - 08

Außerdem gibt es noch ein USB-Kabel um den Plattenspieler mit einem Computer zu verbinden.

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Aufbau
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Gewicht und Headshell sind schnell montiert:

TechniPlayer LP 200 - 14
TechniPlayer LP 200 - 15

Natürlich gibt es auch eine Matte. Diese ist aus Filz. Es gibt noch Beschreibungen des Plattenspielers, wo eine Gummimatte genannt wird, aber man will ja nicht unken.

TechniPlayer LP 200 - 16

Es gibt keine durch die Matte verursachte statische Aufladung.

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Verarbeitung
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Der Plattenspieler ist ein Leichtgewicht und wiegt gerade einmal 3,9 kg. Dies ist aber auch mittlerweile bei teureren Geräten der Fall.

Das Kunststoffgehäuse sieht gar nicht einmal so schlecht aus und fühlt sich recht stabil an. Alle Knöpfe und Hebel sitzen fest.

Die Füße sind zweiteilig. Außen aus festem Kunststoff in Chrome Optik, innen Gummifüße, die den Trittschall dämpfen und Erschütterungen abfangen:

TechniPlayer LP 200 - 12 TechniPlayer LP 200 - 13

Der Tonarm ist verdammt leicht und es fordert ein wenig Geduld ihn korrekt in Schwebe zu bekommen, um anschließend das Auflagegewicht einzustellen. Die Skala ist fast genau, ein leichte Abweichung von 0,05 g ist zu verschmerzen.
Die Tonarmaufhängung, eine sehr einfache Achse, hat leichtes Spiel, der Azimut bleibt im Betrieb dennoch gerade.
Der Tonarm senkt sich nur komplett ab, wenn das Gerät Strom hat. Dies fiel mir auf, als ich meine Tonarmwaage benutzen wollte und die Nadel garnicht so weit runter kam. Also Strom ein, Nadel neben dem Teller absenken, Strom aus und dann wiegen.
OK, scheint eine Art Schutzmechanismus zu sein, denn es gibt keine Tonarmbefestigung an der Tonarmstütze.

Das Rädchen für das Antiskating ist leichtgängig und funktioniert, wie es soll.

Theoretisch könnte es, wenn alles laut Bedienungsanleitung eingestellt wurde, sofort mit dem Plattenhören losgehen, aber:

Mir ist direkt aufgefallen, dass sich die Schrauben in den Schlitzen der Headshell nicht auf gleicher Höhe befinden.
Und siehe da! Der Tonabnehmer ist nicht korrekt vormontiert und sitzt leicht schräg nach innen:

TechniPlayer LP 200 - 17

Die ATN 3600 L Nadel ist in Ordnung:

TechniPlayer LP 200 - 18 / ATN3600L

Diese benötigt laut Bedienungsanleitung 3,0 - 3,5g Auflage- und Antiskating-Gewicht.
3,0 g sind völlig ausreichend:

TechniPlayer LP 200 - 19

Da ich meine Platten liebe, spiele ich diese kurz an, um zu hören, wie es klingt
und tausche die ATN 3600 L Nadel gegen eine EPO E Nadel aus, um mit 1,5 g Auflagegewicht und 1,2 g Antiskating dem Genuss zu fröhnen:

AT 91 mit EPO E

Übrigens:
Es wird immer gesagt, dass die ATN 3600 L schlechter klinge als eine ATN 91 / DUAL DN 251 S, oder eine elliptische ATN 3652 E / DUAL DN 251 E.
Das stimmt nicht. Klanglich ist der Unterschied so marginal, dass man eigentlich keinen hört.
Klar ist aber, dass man sich und seinen Schallplatten dauerhaft keinen Gefallen tut, die ATN 3600 L mit dem hohen Auflage- und Antiskating-Gewicht von 3,0 g zu verwenden.
Deshalb rate ich immer eine elliptische Nadel zu nehmen, weil diese mit einem relativ geringen Gewicht auskommt.

Deckel offen:

TechniPlayer LP 200 - 21

Deckel geschlossen:

TechniPlayer LP 200 - 20

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Betrieb
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Man kann sich theoretisch entscheiden, ob man den Plattenspieler mit dem eingeschalteten Vorverstärker (Voreinstellung, Schalter an der Rückseite steht auf "Line"), oder an einem Phono-Anschluss (Schalterstellung "Phono") betreiben möchte.
Den Anschluss der Kabel erkläre ich hier nicht explizit.

Die Anschlusskabel sind fest verbaut. Das Stromkabel ist 120 cm, das Cinch Kabel 80 cm lang. Die Erdung erfolgt über das Cinch Kabel.

Da es sich um einen vollautomatischen Plattenspieler handelt, verwende ich ihn entsprechend.

Tonarm auf die Stütze, eine LP aufgelegt, Geschwindigkeit auf 33, Plattengröße auf 30 (für Singles Geschwindigkeit auf 45, Plattengröße auf 17, für Maxi-Singles Geschwindigkeit auf 45, Plattengröße auf 30) und "Start" gedrückt,

Die Automatik knarzt und knackt und befördert zügig den Tonarm zum Platten-Anfang. Der Tonarm senkt sich sanft ab, es wird leise und es geht los.
Vom Plattenspieler selbst ist während des Abspielers nichts zu hören.
Am Ende der Platte wird der Tonarm wieder zur Ablage zurückgeführt und abgelegt. Ebenso, wenn man mitten im Betrieb die Stop-Taste betätigt.
Alles funktioniert hervorragend und genau, wie es sein soll.

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Klang
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Ich habe beschlossen, zunächst den Plattenspieler ohne den internen Phono Vorverstärker zu betreiben, wie ich es gewohnt bin.
Alles klar! Es ist ein typisches Hanpin Gerät, bei dem sich der eingebaute Vorverstärker nicht sauber abschalten lässt.
Schon in der Einlaufrille der Schallplatte rumpelt und brummt es dermaßen, dass dies selbst bei sehr geringer Lautstärke noch die Musik übertönt.

Also stelle ich den Schalter auf Line, sodass der interne Vorverstärker läuft, schließe den Plattenspieler an einem Hochpegeleingang (Tape 2) an und erwarte nicht allzu viel. Ich bereite mich schon darauf vor, das Gerät missmutig einzupacken und hier eine schlechte Rezension zu schreiben.

Aber, was ist das? Wow. Es herrscht Ruhe in der Einlaufrille, Musik ertönt, wie sie es soll und genau so, wie es der Tonabnehmer hergibt.
Der Audio Technica Tonabnehmer spielt, obwohl er nicht unbedingt für seine Bässe, dafür aber für oftmals zischelnde Höhen bekannt ist, am TechniPlayer verdammt gut auf. Von klaren Höhen, über gute Mitten, bis zu kräftigen Bässen ist alles vorhanden. Besser ginge es zwar noch mit anderen wertigeren Tonabnehmern, aber zum "normalen" Hören reicht er völlig aus.
Die Lautstärke ist fast so hoch wie von CD.

Die Geschwindigkeiten laufen im technisch vorgegeben Rahmen. Es gibt keine hörbaren Gleichlaufschwankungen.

Wenn man während des Abspielens mit dem Finger von oben auf das Gehäuse tippt, wird dies auf den Tonarm und Tonabnehmer übertragen. Aber, warum sollte man das auch tun, außer für diesen Test?
Die Trittschall- und Stoßdämpfung der Füße funktionieren tadellos.

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Mein Fazit
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Aufgrund des nicht komplett abschaltbaren Vorverstärkers ist der Plattenspieler nur für MM Tonabnehmer geeignet.

Die Digitalisierungsfunktion per Anschluss an einen Computer über USB teste ich jetzt nicht. Da dazu der Vorverstärker eingeschaltet sein muss, gehe ich aber davon aus, dass auch hier keine Tonalen Störungen zu erwarten sind.

Wenn man den Plattenspieler nicht unbedingt an einem Phono Eingang betreiben möchte, bekommt man dennoch ein gutes Einstiegsgerät für unter 200 Euro. Am TechniPlayer klingt der Audio Technica Tonabnehmer richtig gut. Durch den Austausch der Nadel eignet es sich gut dazu, Schallplatten zu hören. Zudem lassen sich auch hochwertigere Tonabnehmer montieren, wenn man dies möchte.

Was die Haltbarkeit betrifft, kann ich nicht viel sagen, aber, wenn man "normal" damit umgeht, denke ich, wird er schon einige Zeit seinen Dienst verrichten.

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Ich hoffe, der Test hat euch gefallen und konnte einige Vorurteile gegenüber den Billigheimern beseitigen.

Gruß Roland


[Beitrag von Yamahonkyo am 16. Apr 2020, 12:27 bearbeitet]
WBC
Inventar
#2 erstellt: 15. Apr 2020, 22:05
Danke Dir dafür - ich finde Deine Idee klasse...


[Beitrag von WBC am 15. Apr 2020, 22:12 bearbeitet]
highfreek
Inventar
#3 erstellt: 16. Apr 2020, 07:39
Danke für den Test. Interessant !

Nur zu den TA´s : ich hab zwei AT 91 hier und ICH finde die auch furchtbar, die alte grüne Hölle (NOS japan) und das ganz neue AT 95 spielen bei mir viiieeeellll besser. Sind die REGA Carbon und ähnliche derivate vom AT 91 eigentlich mit Elipse ?


[Beitrag von highfreek am 16. Apr 2020, 14:10 bearbeitet]
Yamahonkyo
Inventar
#4 erstellt: 16. Apr 2020, 11:30
Hallo Dieter,

nein, in der Regel sind außer beim alten AT90 und Dual, alle weiteren AT 91 Tonabnehmer, auch das Rega Carbon mit sphärischen Nadeln ausgestattet.

Von den technischen Werten her, gibt es zwischen dem Rega Carbon und einem echten AT91 Derivat im Grunde einen gravierenden Unterschied:

Ausgangsspannung:
Rega Carbon: 2,5 V
AT91 und Derivate: 3,5 V

Den Rest machen die Nadeln.

Auflagegewicht der häufigsten Nadeln:
Nadeln sphärisch:
Rega Carbon: 2,0 - 3,0 g
ATN 91 / Dual DN 251 S / Thakker EPO S: 1,5 - 2,5 g (2,0 g empfohlen)
ATN 3600 L: Angaben diverser Plattenspieler-Hersteller könne bis 4,5 g gehen, sind aber nie unter 3,0 g, während Audio Technica selbst 2,5 - 3,5 g nennt.

Nadeln elliptisch:
ATN 3652 E / Dual DN 251 E / (Thakker EPO E - nicht mehr verfügbar): 1,25 - 2,0 g (1,5 g empfohlen)

Ich habe hier im Forum ein verlinktes Video in englischer Sprache entdeckt, in dem jemand das Rega Carbon mit einem AT 3600 L ausführlich vergleicht.
Video von VWestlife

Und das mit dem AT 91 und dem AT 95 E ist so eine Sache. Generell ist das AT 91 mit der Standard-Nadel noch weniger Bass-stark als das AT 95 E und neigt zum Zischeln in den Höhen. Mit einer ebenfalls elliptischen Nadel gleicht sich dies in etwa an. Daher verwende ich seit Jahren keine sphärischen mehr.

Meiner Erfahrung nach können dennoch, je nach Plattenspieler, beide Tonabnehmer gut oder schlecht klingen.

- An meinem Onkyo Plattenspieler klingt das AT 91 super, das AT 95 E schwächelt dort komplett in den Höhen.
- An dem hier getesteten TechniPlayer klingt das AT 91 ebenfalls richtig gut, egal ob mit der ATN 3600 L Nadel, oder einer guten Ellipse.
- Am Yamaha Plattenspieler meiner Schwiegereltern hingegen klingt das AT 95 E hervorragend, aber das AT 91, richtig schlecht im unteren Bereich.
- Mein ISP Plattenspieler wiederum frisst beide Tonabnehmer gleich gut!


Da sag mal einer es gäbe keinen Plattenspieler-Klang (Verdammt, das ist mein eigener Spruch! )

Gruß Roland


[Beitrag von Yamahonkyo am 16. Apr 2020, 12:22 bearbeitet]
highfreek
Inventar
#5 erstellt: 16. Apr 2020, 14:23
Hallo Roland,

Ja, mit dem Playerklang ist so ne Sache, ich meine auch , das z.B. mein 1219 irgendwie "zackiger" mit mehr drive Spielt, wie mein Marantz TT 15. Dann läuft hier noch der Thorens TD 150/170-2 und der Telefunken S-500 und der Hitachi HT660.
ABER die Unterschiede würde ich nicht als so groß beziffern. Der TA macht immer noch den aller größten Unterschied, so 80-85 Prozent aus. Und dann kommt auch noch der Pre dazu, zw TA und Pre muss es auch stimmen..…...
Ich denke der Antrieb, das Gewicht und die Matte machen nur einen kleinen Anteil aus.

Bei mir klingt s am Angenehmsten für mich :

Thorens TD 170-2 mit Ortofon/Dual M20 an der Quad 33 Pre
Der Hitachi läuft mit dem Shure V15 am Mc Intosh
Der Marantz am PM 17 mit dem AT OC-9
Und der Telefunken läuft mit dem Grado Prestige auch am Marantz PM 17

passt so sortiert gut, anders sortiert wirds nix
Nunja32
Stammgast
#6 erstellt: 21. Apr 2020, 21:39
Ich habe hier auch noch ein AT91 mit einer Shibata-Nadel rumliegen. Das war/ist keinesfalls schlecht und auch wieder ne klare Aufwertung gegenüber der elliptischen Version. Muss ich, glaube ich, auch mal wieder montieren :).
Vogone
Inventar
#7 erstellt: 21. Apr 2020, 22:06
Toller Test!

Kann man mal machen, wenn man viel Zeit hat.

Trotzdem würde ich mir so ein Teil maximal in die Garage stellen, als Nebenbeidudler.
Wobei ich dann auch besser ein Eduscho-Radio mit BT nehmen kann.

Kein Hersteller bekommt es hin, für bis 1000€ einen schönen Vollautomaten zu bauen.
(Vinyl ist eben eine Nische)
Nunja32
Stammgast
#8 erstellt: 21. Apr 2020, 23:22

Vogone (Beitrag #7) schrieb:
Kein Hersteller bekommt es hin, für bis 1000€ einen schönen Vollautomaten zu bauen.
(Vinyl ist eben eine Nische)


"Schön" ist ja sowieso wieder Auslegungssache ;). Aber solange die Automaten einigermaßen ordentlich drehen - und das scheint hier, wie bei anderen Hanpins auch, der Fall zu sein -, würde ich immer noch behaupten, dass viele der Enthusiasten hier im Forum bei Rips nicht erkennen würden, ob der "bessere" (man nehme zum Beispiel einen Vollautomaten über 1000 € und statte ihn mit dem gleichen System aus) oder "schlechtere" (also Hanpin) Dreher die Platte abgespielt hat.
PietS
Stammgast
#9 erstellt: 01. Jun 2020, 07:27
Hallo Roland,

Dein Bericht zum TechniSat Plattenspieler ist interessant, dennoch würde ich für EUR130 resp. 155 lieber ein Gebrauchtgerät von Denon, Dual, Grundig, Saba oder Technics nehmen.

Freundliche Grüße
Piet
oremilac
Stammgast
#10 erstellt: 01. Jun 2020, 09:23
Moin!

Danke für den ausführlichen Test. Ich finde es gut gerade solche Einsteigerdreher
sich mal anzusehen. Die teuren Boliden werden ja immer bis zum Abwinken durch
alle "Fachpublikationen" und Phonoforen geschleift, aber da wo es für die Menschen mit
kleinen Geldbeutel Interessant ist wird selten hingeguckt.
Zwei Dinge sind mir besonders aufgefallen:
a) der "Billigdreher" kann durchaus Überzeugen,
und b) warum schafft Hanpin das, was andere selbst bei 1000+€ Brettern, nicht auf
die Kette kriegen, eine funktionierende Automatik. Eine TA Rückführung wäre ja
schon schön.
Also, die ganze Mär von, das ist technisch zu aufwendig, oder die Ingenieure von
Heute fehlt das Wissen, oder eine Automatik ist zu Teuer, wird durch dieses
"Highendgerät" wiederlegt.

Gruß
Thomas
wern0r
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 01. Jun 2020, 10:00

PietS (Beitrag #9) schrieb:
...dennoch würde ich für EUR130 resp. 155 lieber ein Gebrauchtgerät von Denon, Dual, Grundig, Saba oder Technics nehmen.


Das ist ja der allgemeine Grundtenor hier im Forum. Es gibt aber auch Menschen, die keine ausgeprägte "Bastelbegabung" haben. Und an einem 30+ Jahre alte kann ja nun wirklich mal etwas kaputt gehen. Wenn jemand selbst nicht in der Lage ist, einfache Arbeiten wie den Tausch eines Kondensators vorzunehmen, dem kann ich besten Gewissens kein altes Gebrauchtgerät empfehlen. Obwohl dessen technische Überlegenheit unbestritten ist! Beim Dual/TechniSat ist natürlich die Frage, wie sieht es nach Gewährleistungsablauf aus? Keine Ahnung, ob es bereits Langzeiterfahrungen mit dem Gerät gibt.

Es bleibt ein Teufelskreis: Bei geringem Budgeteinsatz muss man wohl einen Tod sterben.
8bitRisc
Inventar
#12 erstellt: 01. Jun 2020, 11:20

oremilac (Beitrag #10) schrieb:
.... warum schafft Hanpin das, was andere selbst bei 1000+€ Brettern, nicht auf die Kette kriegen, eine funktionierende Automatik. Eine TA Rückführung wäre ja schon schön.
Also, die ganze Mär von, das ist technisch zu aufwendig, oder die Ingenieure von Heute fehlt das Wissen, oder eine Automatik ist zu Teuer, wird durch dieses "Highendgerät" wiederlegt...


Ich denke es ist bei Hanpin so, daß noch alte Werkzeuge, Formen und Produktionsanlagen für das Fertigen einer Halb- oder Vollautomatik vorhanden sind. Genauso ist es bei Fehrenbacher-Dual wo alle Vollautomaten nach wie vor auf der in den 80er Jahren entwickelten Vollautomatik basieren. Auch dort werden die entsprechenden Produktions- und Fertigungsanlagen noch auch aus der früheren Zeit bestehen.

Andere Hersteller wie z.B. Rega, Linn, Project haben ja noch nie Vollautomaten produziert. Und bei Thorens fällt mir auch kein Modell mit Vollautomatik aus alter Zeit ein.

Bei typischen Japanern wie z.B. Technics oder andere sind die Fertigungsanlagen für Vollautomaten wahrscheinlich in die Schrottpresse gewandert oder wurden verkauft.

Der hier vorgestellte Vollautomat wird wahrscheinlich auch noch unter anderen Markennamen verkauft (Denon DP-300F ??). Wahrscheinlich sind die weltweit abgesetzten Stückzahlen gar nicht mal so schlecht so daß sich das auch bei einem Verkaufspreis von <200€ rechnet.

Das Preis-/Leistungsverhältnis ist auf jeden Fall unschlagbar; ganz im Gegensatz zu vielen anderen Playern. Selbst ein Einsteiger-Rega kostet mind. das Doppelte und hat dann keinerlei Komfort.


[Beitrag von 8bitRisc am 01. Jun 2020, 11:25 bearbeitet]
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