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Pro-Ject Phono Box Unterschiede.

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Andreas_W
Neuling
#1 erstellt: 30. Okt 2007, 08:01
Hallo,

habe ausgiebig hier gesucht aber zu folgender Frage keine Antwort gefundern.
Ich dachte immer, dass Pro-ject mit der Phono Box 1 ein Pre-amp fuer MM gebaut hat. Jetzt finde ich auch eine Pro-ject Phono Box, die neben MM auch fuer MC tauglich ist.

Was unterscheidet beide Varianten qualitativ?

Gibt es große klangliche Unterschiede verglichen mit den anderen Versionen SE, MK2 SE etc.?

Interessant waere fuer mich ggf. ausschließlich MM, da ich ein "high"-output System (DL-160) verwende.

MfG
Andreas
jopetz
Inventar
#2 erstellt: 30. Okt 2007, 12:24
Hallo,

von den PhonoBoxen halte ich persönlich nicht sonderlich viel, ich denke, dein DL-160 hat was besseres verdient.

Meine Empfehlung wäre ein Hormann SUPA 2.0 -- sollte als Auslaufmodell (es gibt inzwischen den 3.0) recht günstig zu haben sein und klingt m.E. besser als die PhonoBox mk2 (die wiederum, so liest man, schon ein stück besser ist als die ur-PhonoBox).

Der Gran Amp 1 "The Bridge" von GSP audio soll auch ziemlich gut sein, den habe ich aber noch nicht gehört.

Gruß,
Jochen
vampirhamster
Inventar
#3 erstellt: 30. Okt 2007, 14:27

jopetz schrieb:
Hallo,

von den PhonoBoxen halte ich persönlich nicht sonderlich viel, ich denke, dein DL-160 hat was besseres verdient.



Nicht sonderlich viel ist übertrieben, sie sind ihr Geld nicht wert
Ich hab mal eine aufgeschraubt, da bekommt man schon das Gruseln bei den verbauten Elementen. Gran Amp ist sehr gut.
Andreas_W
Neuling
#4 erstellt: 30. Okt 2007, 23:05
Vielen Dank für die Tipps. Ich hätte vllt. noch erwähnen sollen, dass ich die Phono Box 1 (MM/MC Ausführung) inzw. besitze.
Daher war die Frage eher so gemeint, wie diese Version im Vergleich zu den anderen "Phono Boxen" abschneidet.

Gruß
Andreas
Wu
Inventar
#5 erstellt: 31. Okt 2007, 17:04
Hast Du schon mal probiert, Dein DL160 im MC-Modus zu fahren? Irgendwo habe ich mal gelesen, dass es klangliche Vorteile bringt, sofern der PreAmp nicht übersteuert. An meiner Phonobox MK2 funktioniert es mit dem DL160 problemos und bringt zumindest ein mehr Pegel...

Ich finde die Phonobox MK2 klanglich ok. Zumindest im Vergleich mit einem NAD PP2 konnte ich keine Nachteile erlauschen. Allerdings benutze ich mittlerweile wieder den PreAmp in meinem Denon 3806 - der klingt auch brauchbar, vermutlich bin ich zu anspruchslos....


[Beitrag von Wu am 31. Okt 2007, 17:08 bearbeitet]
Andreas_W
Neuling
#6 erstellt: 31. Okt 2007, 17:38
Ich habe vor einen Teil meiner Platten zu digitalisieren.
Nun, die Phono Box ist jetzt auf dem Weg. Zwecks Digitalisierung meiner Platten habe ich bisher den Phono Eingang meines Vollverstaerkers (Denon PMA-860) genutzt, und dachte es gibt da eine bessere (auch kostenguenstige) Alternative, da mich der Klang nicht sonderlich zufriedengestellt hat.
Beim Denon war es so, dass das MC-Signal schon bereits verzerrt meine Soundkarte (Delta Audiophile) erreicht hat.
Wu
Inventar
#7 erstellt: 31. Okt 2007, 17:58
Aber warum sollte der Phono-Pre im Verstärker das Signal verzerren? Bei Phono ja eher ungehwöhnlich, wenn man nicht gerade ein echtes MM-System üder den MC-Eingang fährt... Verzerrt vielleicht schon der Abtaster?

Edit: Ich hatte Deinen Beitrag nicht richtig gelesen, sorry. Das Stichwort war ja "Verzerrung über MC".


[Beitrag von Wu am 31. Okt 2007, 23:50 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#8 erstellt: 31. Okt 2007, 23:26
Hallo!

Das DL-160 ist ein High-Output MC mit ca der halben Ausgangsspannung eines MMs. Ein MC-Entzerrer ist auf ca. 1/20stel bis 1/10tel dieser Ausgangsspannung (eines durchschnittlichen MMs) getrimmt. Das es da zu Verzerrungen kommen kann ist normal. Die Pro-Ject Phonobox dürfte kaum eine ernstzunehmende Verbesserung gegenüber deinem im Denon verbauten Entzerrer darstellen. Die Vorstellung daß ein externer Entzerrer automatisch besser sei als ein integrierter Entzerrer ist m.E. etwas Blauäugig.

MFG Günther
Wu
Inventar
#9 erstellt: 31. Okt 2007, 23:55
Die Project-Phonobox ist in der MK2-Version aber tatsächlich sehr übersteuerungsfest. Ich habe genau die Kombination DL160 und Phonbox im MC-Modus längere Zeit gefahren, ohne dass Verzerrungen auftraten (auch unter'm Kopfhörer nicht).

Bezüglich der Frage interner oder externe Phono-PreAmp gehen meine Erfahrungen auch in die Richtung, dass der Unterschied zumindest der günstigen externen zu den brauchbaren internen nicht groß bzw. nicht vorhanden ist. Der PreAmp im meinem 3806 klingt für mich gut und er hat auch messtechnisch in Tests gut abgeschnitten. Daher spare ich mir die externe Box bzw. nutze sie gelegentlich, um einen 2. Plattenspieler anzuschließen.
Andreas_W
Neuling
#10 erstellt: 01. Nov 2007, 07:55
Sorry, ich meinte "verzerrt" im Sinne von "uebersteuert", also eine zu große Verstarrkung des Signals, dass in die Soundkarte geht.

Leider gibt es da beim Denon keine Anpassungsmoeglichkeit. Den zusaetzlichen Weg ueber Line-in/-out Cassettendeck moechte ich eher vermeiden. Aber das ist ein anderes Thema...

Wegen klanglicher Verbesserung gegenueber dem Denon PMA-860:

Ich werde mal die Phono-Box testen und gebe gerne Feedback.

Vielen Dank fuer die Ratschlaege.

Gruß
Andreas
Hörbert
Moderator
#11 erstellt: 01. Nov 2007, 09:31
Hallo!

@Andreas_W

Normalerweise erfolgt die Lautstärkeanpassung über den Eingangsregler der Soundkarte, was hindert dich daran diesen Weg zu beschreiten? Verzerrungen u.ä. sind bei einem Plattenspieler normalerweise nicht das Produkt des Phono-Entzerrers sondern eher einer schlechten Justage, einer falschen Tonarm/Tonabnehmerkompination oder dem Abtastsystem selbst zuzuschreibewn. Da ich das Denon DL-160 recht genau kenne kann ich zumindestens bezüglich des Abtastsystems sagen daß die Verzerrungen kaum von dem Denon herrühren, (es sei denn die Abtastnadel wäre beschädigt) m.E. ist das Denon in seiner Preisklasse eher für seine Verzerrungsarmut bekannt. Nicht umsonst wird es (unter anderen von mir) als güstiges System zum Kassikhören empfohlen. Leider weiß ich nicht in welchem Tonarm duz das System betreibst, sollte er allerdings zu leicht für die niedrige Nadelnachgiebigkeit des DL-160 (Compliance=10) sein kann es durchaus sein daß das System unwirsch reagiert und diesen Umstand mit Verzerrungen quittiert. Über deine Justage kann ich natürlich vollends keine Aussage treffen, das weißt du wohl selbst am besten wie es damit steht. Fehler die ein Entzerrer liefern kann liegen eigentlich auf einer ertwas anderen Ebene, zum Beispiel kann ein mäßig guter Entzerrer deutliches Filterklingeln produzieren, (zumal wenn er übersteuert wird) oder aber er kann für überzogene Bässe und/oder Höhen verantwortlich sein wenn die RIAA-Kurve nicht eingehalten wird. Auch Starkes Rauschen oder leises Brummen im Hintergrund können von einem schlechten Entzerrer herrühren. Schließlich kann ein Entzerrer in Einzelfällen auch dafür verantwortlich sein daß die ganze Geschichte Matt und Lustlos klingt. Nicht umsonst waren Entzerrer früher quasi die Visitenkarte der HiFi-Hersteller. hier läßt sich Klanglich bei einem Verstärker am meisten "Drehen" und Sounden.

MFG Günther
Andreas_W
Neuling
#12 erstellt: 01. Nov 2007, 18:57
Hallo Hörbert,

es war zwar meine erste Justage, aber ich denke das Ergebnis ist ganz gut geworden. Der DL-160 haengt am TP-28 meines Thorens TD-280 und ich denke schon, dass der als mittelschwerer Tonarm fuer das System geeignet ist.

Wie in meinem Posting zuvor beschrieben, ist das Signal ab Plattendreher OK, nur ueber MC Verstärkung uebersteuert. Da kann man bei meiner Soundkarte auch nichts mehr dran "schrauben".

Aber es stimmt, dass ein ueber meinem Denon ein leichtes Hintergrundbrummen feststellbar ist, daher mein Versuch mit einem Phonopre...

Gruss
Andreas
Wu
Inventar
#13 erstellt: 01. Nov 2007, 19:55
Das Brummen ist fast immer ein Problem, sobald ein PC im Spiel bzw. an der Anlage ist. Machmal helfen externe Soundkarten, sonst Trennübertrager in der Cinch-Verbindung. Die kappen zwar die Bässen etwas, ist aber für LP m.E. kein Drama.
Jazzy
Inventar
#14 erstellt: 01. Nov 2007, 20:20
@Andreas: du musst den Denon auf MM umstellen! Ein HO-MC übersteuert den MC-Eingang.
Wu
Inventar
#15 erstellt: 02. Nov 2007, 00:45
Ich glaube, das weiß er. Er hatte nur probiert, was in der anderen Einstellung passiert. Danach hatte ich ihn gefragt, weil es mit manchen Phono-Pres und HO-MCs verzerrungsfrei geht und das dann dem Pegel zuträglich ist, aber bei ihm hat es halt übersteuert....


[Beitrag von Wu am 02. Nov 2007, 18:39 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#16 erstellt: 02. Nov 2007, 18:07
Hallo!

Dein DL-160 hat in dem TP 21 mit 12,5 Gramm eff. Masse eine Resonanzfrequenz von ziemlich genau 12 Hz. Das gilt im allgemeinen zwar noch als ausreichend aber für meinen Geschmack als etwas gewöhnungsbedürftig. Eventuell hast du etwas zu straffe Bässe b.z.w. einen etwas harten Klang in den Höhen. Das ist aber in diesem Fall nicht dem Entzerrer anzulasten sondern auf diese Kombination im Grenzbereich zurückzuführen. Je nach Musikgeschmack, Hörgewohnheit und Lautsprecher dürfte das eventuell gar nicht ins Gewicht fallen.

MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 02. Nov 2007, 18:09 bearbeitet]
Andreas_W
Neuling
#17 erstellt: 06. Nov 2007, 23:29
Habe nicht groß gefackelt und mir jetzt nen "Trigon Vanguard 1" an Land gezogen. Hat genug Einstellungsmöglichkeiten und hilft mir hoffentlich weiter.

Gruß
Andreas
Wu
Inventar
#18 erstellt: 06. Nov 2007, 23:34
Na, dann bin ich ja gespannt auf Deinen Bericht, wie groß der Unterschied zur Phonobox ist...
Soulific
Stammgast
#19 erstellt: 07. Nov 2007, 10:24
Sehr gut! Dir ist schon klar, dass du jetzt den Schritt ins den Teil des Vinyllandes unternommen hast aus dem nur wenige zurückkehrten? Viel Spass mit dem Gerät.

Lieben Gruß,
Sebastian
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