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Gefunden bei PhonoPhono

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torbi
Inventar
#1 erstellt: 14. Nov 2007, 15:49
Liebe Gemeinde,

auf der Website von PhonoPhono ( http://www.phonophono.de/YUpgrades_for_all4.php3?Kennung= ) habe ich folgenden Passus entdeckt:

" (Daumenregel 3: kaufen Sie sich kein Gebrauchtgerät, es sei denn von einem guten Freund. Sie sparen nichts! Neugeräte sind mittlerweile derart gut und preiswert, dass ältere Modelle nicht mehr mithalten können. Beispiel: ein Thorens TD320 kostet heute gebraucht 200 bis 300 Euro. Sie müssen weitere 150 bis 200 Euro investieren, damit das Gerät auf den aktuellen technischen Stand gebracht wird. Der so getunte Thorens klingt deutlich (!) schlechter als ein aktueller ProJect Xpression (um eines von vielen Beispielen zu nennen, Neupreis um die 400 Euro). Hätten Sie das Gebrauchtgerät ebenfalls kaufen müssen, hätten Sie genau soviel bezahlt wie für den neuen ProJect Xpression, aber das schlechtere Ergebnis gehabt! Anders ausgedrückt: die hier vorgestellten Empfehlungen richten sich eher an jene, die bereits ein Gerät besitzen und so vielleicht um eine Neuanschaffung herumkommen.

Die Idee dahinter: irgendwann lohnt es sich nicht mehr, ein altes Gerät zu verbessern, weil Sie für die Investition des Upgrade-Teile einen besseren neuen Plattenspieler erwerben können. Und der klingt dann gleich noch viel besser! Täuschen Sie sich nicht: die technische Weiterentwicklung hat vor Plattenspielern nicht Halt gemacht. Moderne Geräte bieten erheblich mehr Leistung zu einem erstaunlich günstigen Preis. "

Der Vergleich des Thorens mit einem aktuellen Project aus deren Sicht ist ja äusserst interessant. Kann das jemand von Euch bestätigen? Oder rasten die Kollegen einfach aus, weil sich alle mit Gewalt auf "Altgeräte" stürzen?

Liebe verwunderte Grüsse,
Torben
fmx
Stammgast
#2 erstellt: 14. Nov 2007, 16:08
Natürlich wollen die nur Neugeräte verkaufen, die müssen ja auch von irgendwas leben.

mfg fmx
HiFi_Addicted
Inventar
#3 erstellt: 14. Nov 2007, 16:09
Mich haut der TD160 MK nix mit Rega RB250 Arm der bei mir herumsteht nicht unbedingt vom Hocker.

Gegen den Project Studie kommt er bei weiten nicht an. Untenrum fehlt ihm einfach der Druck.

Der Plattenspieler macht mich einfach nur vervös.

MfG Christoph
Holger
Inventar
#4 erstellt: 14. Nov 2007, 16:14
Sorry, aber das hat nun mit der eingangs gestellten Frage nun wirklich nichts zu tun.
Holger
Inventar
#5 erstellt: 14. Nov 2007, 16:19

torbi schrieb:
"Sie müssen weitere 150 bis 200 Euro investieren, damit das Gerät auf den aktuellen technischen Stand gebracht wird."


Sorry, aber das ist Blödsinn. Meistens genügt ein neuer Riemen und ein Ölwechsel, das kostet etwa 30 Euro zusammen.

Dann bin ich bei 230 Euro und damit noch 198 Euro unter dem billigsten Project Expression, der zudem nur mit einem AT95 daherkommt.
Wenn man das Geld jetzt in ein System investiert, ist man mit Sicherheit ERHEBLICH besser dran als mit dem Project.
Platten-Spieler
Stammgast
#6 erstellt: 14. Nov 2007, 18:27
...alles nur Behauptungen - aber der Branche geht es schlecht.

Ich bin aber auch kein großer Thorens-Fan - trotzdem würde ich diese ehrwürdigen Geräte nicht schlechtreden.

- Ausserdem muß der Project dann immer noch an unserem Referenzgerät vorbei...

Gruß,
Andreas


[Beitrag von Platten-Spieler am 14. Nov 2007, 18:36 bearbeitet]
Hüb'
Inventar
#7 erstellt: 14. Nov 2007, 18:29
Hi!

Meine Meinung: das ist grotesker Unsinn von Menschen, die ihren Lebensunterhalt - scheinbar mehr schlecht als recht - mit dem Verkauf von Neugeräten verdienen (müssen) .

Ähnlicher Schwachfug ist dort in deren Blog übrigens über die Qualität und das Potential der Technics 12xx-Modelle zu lesen.

Grüße

Frank
pet2
Inventar
#8 erstellt: 14. Nov 2007, 19:11
Hallo,

der Dual-Blog ist auch recht niedlich zu lesen ;).
Meine Empfehlung an phonophono:
Beschäftigen sie sich doch einfach mal etwas mit dem Thema Dual Plattenspieler.
Vielleicht findet sich dann ja wenigstens eine halbwegs brauchbare Empfehlung in diesem Verkaufsgeschwafel.
Und nein!
Die "NF Strippen" sind bei einem Dual Plattenspieler nicht einfach unten am Tonarm angelötet .

Gruß

pet
lini
Inventar
#9 erstellt: 14. Nov 2007, 21:02
Nach PhonoPhono-Logik müssten ein aktueller 505-4er Dual oder 240er Thorens (alias Dual CS455-1M = CS455-1 mit aufgewerteter Zarge) einen ollen 320er Thorens dann ja schon geradezu an die Wand batzeln - denn die kosten ja schon knapp 500 Euro (inkl. OMB-10). Und umso mehr ein TD295IV für knapp 600 Euro (inkl. AT-95E). Na, klaaar - das glaub ich doch sofort... *kringel, ablach, wieher*

Aber mal im Ernst: Geht's denen mittlerweile so schlecht, dass sie's nötig haben, Unsinn zu verbreiten? Klar, dass ein höchst lebendiger Gebrauchtmarkt und eine ungünstige Entwicklung bei den Preisen bzw. beim Preis-Leistungsverhältnis ordentlich aufs Geschäft mit Neugeräten drücken können, kann man sich leicht vorstellen. Aber, mei - dann muss man das Geschäftsmodell halt entsprechend anpassen. Schließlich braucht oder will auch der Gebraucht-Spieler-Käufer nicht selten mal ein neues Tonabnehmersystem, neue Ersatzteile oder neues Zubehör. Und für ordentlich wiederaufpolierte oder gar getunte Gebrauchte mit Händler-Garantie gäb's sicher auch einen Markt...

Grüße aus München!

Manfred / lini
pet2
Inventar
#10 erstellt: 14. Nov 2007, 21:37
Hallo,

so sehe ich das auch.
Wenn phonophono schon einen extra Dual Blog ins Netz stellt.
Warum nutzen sie das dann nicht, um brauchbare spezielle Produkte zu bewerben.
Ich würde es zb. begrüssen wenn man sich dort mal die Mühe machen würde, an ihre ach so highendigen Phonokabel 2,8 mm Flachstecker anzulöten, eine einfache Litze in gleicher Länge ebenfalls mit einer solchen Flachsteckhülse versehen und die Dual Din/Cinch Umbauanleitung dazulegen würden.
Für ein solches Produkt könnte man doch problemlos 50 € verlangen.

Oder wäre das jetzt irgendwie zu seriös .

gruß

pet
Andreas_K.
Inventar
#11 erstellt: 14. Nov 2007, 22:18
ehe ich 400 bis 500 Euro für einen neuen Dreher ausgebe, kaufe ich mir lieber einen alten Japaner für 200 Euro, ein System für 100 bis 150 Euro und vom rest neue Platten...
Das PhonoPhono nur neuer verkaufen will, kann ich mir gut vorstellen... aber man redet nicht schlecht über den Mitbewerber (in diesem Fall über Gebrauchte) das mach man nicht!
Rillenohr
Inventar
#12 erstellt: 15. Nov 2007, 00:18
Das ist Marketinggefasel hoch zwei für Leute, die nicht wissen, was sie kaufen sollen.
In Bezug auf die erfahrenere Vinyl-Gemeinde, ein durchaus ernst zu nehmender potentieller Kundenkreis, geht der Schuss wohl eher nach hinten los. So gewinnt man allenfalls den ein oder anderen Neueinsteiger-Kunden.

Was soll sich denn an einem so einfachen technischen Gerät wie einem Plattenspieler im Laufe der Zeit noch (hörbar!) verbessern lassen, dass man unbedingt einen neuen kaufen muss? Sind die Teller oder Lager heute runder als vor 30 Jahren? Hat man bei neuen Tonarmen inzwischen sämtliche Abtastfehler korrigieren können? PhonoPhono hofft wohl Leute zu erreichen, die das glauben.
HiFi_Addicted
Inventar
#13 erstellt: 15. Nov 2007, 02:18
Richtige Innovationen we Plattenspieler mit Laserabtastung kann Phonophono nicht bieten. Mit neuen Masselaufwerken und Brettspielern kann ich zumindest mehr anfangen als mit dem alten Schwabbel Thorens Spielern die zu schaukeln anfangen wenn man sie nur mal so schief anschaut.

MfG Christoph
wastelqastel
Inventar
#14 erstellt: 15. Nov 2007, 06:37
Hi

dem alten Schwabbel Thorens Spielern die zu schaukeln anfangen wenn man sie nur mal so schief anschaut.

DA soltest du mal dein SUbchassis NEU justiren bei meinen ist das Nicht der Fall
Grüsse Peter
Vielleicht klappt es dann auch mit dem Sound und ein Rega 250er Arm ist ja jetzt auch nucht besser wie TP16
Grüsse Peter
Rillenohr
Inventar
#15 erstellt: 15. Nov 2007, 09:29

HiFi_Addicted schrieb:
...als mit dem alten Schwabbel Thorens Spielern die zu schaukeln anfangen wenn man sie nur mal so schief anschaut.


Das könnte ja der Sinn der Sache sein, "anschauen" natürlich nicht wörtlich gemeint. Nur weil einem so ein Wacklding nicht gefällt, hat man ja noch kein Argument.

Und, klar, richtige Justage ist wichtig.
torbi
Inventar
#16 erstellt: 15. Nov 2007, 09:34
Guten Morgen zusammen,

also, anch Eurer Meinung ist an den Thesen von PhonoPhono nichts dran? Hab ich mir auch schon gedacht . Mich wunderte nur, WIE offensiv solche Behauptungen in die Welt gesetzt werden. Finde ich auch kontraproduktiv, denn immerhin haben die ein Riesenlager von Ersatznadeln für Systeme, die nun mal auf alten Geräten montiert sind. Ts.

Lg,
Torben


PS: Immerhin, eins muss ich sagen. Für meinen Dual 701 haben sie mir tatsächlich empfohlen: "Machen Sie da ein sehr hochwertiges System drauf, der kann was" und wollten mir keinen Project stattdessen andrehen (hatte mal leicht scheinheilig angefragt). Vielleicht haben sie nur was gegen Thorens?
Druide16
Inventar
#17 erstellt: 15. Nov 2007, 21:41

Beispiel: ein Thorens TD320 kostet heute gebraucht 200 bis 300 Euro. Sie müssen weitere 150 bis 200 Euro investieren, damit das Gerät auf den aktuellen technischen Stand gebracht wird. Der so getunte Thorens klingt deutlich (!) schlechter als ein aktueller ProJect Xpression


Diese beiden Geräte habe ich auch. Der Pro-Ject ist allerdings der 1Xpression und nicht das aktuelle Modell, welches sich aber nur minimal von meinem unterscheidet.
Der Pro-Ject sieht gegen den Thorens, in den ich nicht 150 Euro nachträglich stecken mußte, kein Land. Dem Pro-Ject fehlt es im Vergleich einfach an Substanz, und ich habe genügend mit dem Gerät rumprobiert.

Gruß,
V.
Passat
Moderator
#18 erstellt: 15. Nov 2007, 23:04
Zu dem Vergleich TD 320 zu Xpression mal die Klangpunkte aus der Stereoplay:

TD 320 = 37-39 Punkte, Xpression = 36 Punkte.

So viel zur Aussage

[quote] Der so getunte Thorens klingt deutlich (!) schlechter als ein aktueller ProJect Xpression (um eines von vielen Beispielen zu nennen, Neupreis um die 400 Euro). [/quote]

Nimmt man die Ergebnisse der Stereoplay, dann klingt der Thorens besser als der aktuelle Xpression.

Grüsse
Roman


[Beitrag von Passat am 15. Nov 2007, 23:05 bearbeitet]
Rillenohr
Inventar
#19 erstellt: 15. Nov 2007, 23:22
Glaubst du etwa an die Objektivität und Unabhängigkeit der Urteile in Fachzeitschriften?

Diese Blätter haben heutzutage ganz schön zu kratzen, da kann sich keines leisten, gegen die Anzeigenkunden zu argumentieren. So sieht das leider aus.
Objektive Urteile findest du eher in einem Forum.

Zufälligerweise decken sich die meisten Urteile hier mit dem von dir zitierten. Aber die meisten sehen den Thorens sicher noch weiter vorn.
Passat
Moderator
#20 erstellt: 15. Nov 2007, 23:48

Rillenohr schrieb:
Glaubst du etwa an die Objektivität und Unabhängigkeit der Urteile in Fachzeitschriften?


Jein, man muß gut zwischen den Zeilen lesen können, um den wahren Inhalt der Testberichte zu erkennen.

Sie widersprechen sich auch oftmals selbst, was man schön sehen kann, wenn mal Geräte mehrmals getestet werden und dann unterschiedliche Ergebnisse dabei heraus kommen.

So z.B. bei der Stereoplay im Falle des Dual CS 505-4.
Der wurde einmal im Heft 12/06 getestet und vorher schon einmal im Heft 09/90.

Im 1990er Test hatte er die deutlich besseren Meßwerte als im 2006er Test, erreichte damals aber mit dem gleichen Tonabnehmer wie 2006 nur 29-31 Klangpunkte, im 2006er Test aber 33 Klangpunkte.

Weshalb er trotz schlechterer Meßwerte plötzlich 2-4 Klangpunkte besser klingen soll, werden wohl nur die Tester wissen.

Übrigens: Die schlechteren Meßwerte haben mich nicht gewundert. Seit 1990 hat die Verarbeitungsqualität deutlich nachgelassen, was seinen Niederschlag in den schlechteren Meßwerten gefunden hat.

Grüsse
Roman
jotpewe
Stammgast
#21 erstellt: 16. Nov 2007, 09:54

Rillenohr schrieb:
Glaubst du etwa an die Objektivität und Unabhängigkeit der Urteile in Fachzeitschriften?...


Da fällt mei ein 'Regal'-Boxentest einer bekannten Zeitschrift mit A ein, der mich gerade interessierte, um mir mal vorab ein Bild von einer mir bis dato unbekannten Marke zu machen.

Diese Zeitschrift lädt auch immer eine Handvoll Hörer ein, die ebenfalls die Geräte mittesten und bewerten und dann ihr persönliches Statemant dazu abgeben.

Ergebnis: gewonnen hat fast außer Konkurrenz die Box [5], deren Hersteller eine Ganzseitenanzeige im gleichen Heft für seine Box geschaltet hatte (und weitere Hefte danach natürlich auch).

Im Gesamtergebnis erzielte diese Siegerbox [5] im Bereich Detailtreue 70 Punkte (die mich interessierende [4] 75), im Bereich Ortbarkeit 75 ('meine' 80), Bassqualität 55 ('meine' 60), im Bereich Verarbeitung gut ('meine' überragend). Besser war sie im Bereich Neutralität, und Basstiefe. Im Gesamtergebnis erhielt sie 70 Punkte, 'meine' 68.

Die vier 'Laien'-Tester urteilten wie folgt:

1) ...Unterm Strich fand ich die stimmige [4] am besten, obwohl die [5] einfach präziser ist.

2) ...Die [1] bringt sehr viele Details, bei der [4] löst sich das Klangbild am besten.

3) Die gefällige [4] gefiel mir mit ihrer stimmigen Bühne am besten, dicht gefolgt von der immer präzisen [5],
die aber bei Stimmen etwas bedeckt klingt...

4) ...Die [4] spielt am stimmigsten, auch wenn
sie zum Beispiel Klaviere nicht so präzise bringt.

Hier also mal ein fast einstimmiges Ergebnis für die nicht werbende Box [4], die nur den dritten Platz belegt hat, gewonnen hat aber die ganzseitig werbende Box [5].

FAZIT: Wenn man zwischen den Zeilen lesen kann, taugt ein Test ggf etwas, ansonsten hilft er nur den Anzeigenkunden...
dertelekomiker
Inventar
#22 erstellt: 16. Nov 2007, 10:24
Man sollte bei den Texten von phonophono aber auch darauf achten, an wen sie sich offensichtlich wenden...

Zitat Dual-Blog:

"...oder einen neuen Tonabnehmer, wenn vorne am Tonarm zwei Schrauben zu sehen sind..."

Wer nach so einem Satz aufgeregt zu seinem Plattenspieler läuft um nachzuschauen, was gemeint ist und sich dann evt. auch noch freut, ausgerechnet einen der Dual-PS sein Eigen zu nennen, der über ein festes 1/2"-Headshell verfügt, ist mit einem neuen PS wahrscheinlich wirklich besser bedient...

Obwohl - Antiskating mit Faden und Gewicht - das wird dann auch lustig...



@jotpewe

Schön geschrieben. Ist mir auch schon aufgefallen, dass man durch genaues Lesen die wahren Testsieger identifizieren kann. Absicht? Vielleicht ein verdeckter Service für aufmerksame Leser?
Rillenohr
Inventar
#23 erstellt: 16. Nov 2007, 12:56
Die Zeilen wörtlich lesen, ist schon ein Akt der Interpretation, wie der Sprachwissenschaftler weiß, zwischen den Zeilen noch viel mehr. Ein Fachbericht, dessen wahren Gehalt ich auf diese Weise entschlüsseln muss, ist das Geld nicht wert.
Mein persönliches Fazit ist daher: Gib die Euros lieber für Tonträger aus als für diese PR-Blätter. Technische Infos gibt es im Internetzeitalter ohnehin überall kostenlos. Das gilt für sämtliche Fachgebiete, ob Hifi, Foto, Auto oder sonst was.
TomSawyer
Stammgast
#24 erstellt: 17. Nov 2007, 00:07
Hi

ich hätte keine Scheu (war jetzt nicht als Schleichwerbung gedacht ), meinen Thorens TD 320 Mk nix neben einem ProJect Expression laufen zu lassen...

Wer sagt mir, wo ich vorher eine Anzeige schalten sollte?

LG

Babak
forest-mike
Stammgast
#25 erstellt: 17. Nov 2007, 10:54
Ich denke die PhonoPhono Leute wollen den Besitzer eines
alten Thorens davor warnen Unmengen Euronen in ein Upgrade zu investieren. Weil die Klangsteigerung nicht im Verhältnis zum Geldeinsatz steht. Der kleine Service: Riemen, Öl, evtl. neuer TA reicht meist aus.
Besitze selbst 2 Oldies:
Thorens 146 mit SME 3009/II, Ortofon Nr.2
klingt immer noch sehr gut
Telefunken S 600 Hifi (Ortofon AS 212)geht sehr
gut mit Shure M 97 xE, kann aber auch höherwertige
TAs gut führen (z.B. AT 150 MLX, DV 20 xH und sogar Music Maker III).

Die subjektive Beratung bei Phonophono ist mir
lieber, als die Äußerung "alles ist gut"
Daß die neuen Geräte besser seien als die aus den 80er und 90er Jahren glaube ich auch nicht - siehe nur den den Test in Audio 11/07 über den neuen superteuren Thorens TD 550. Der hat einen Gleichlauf, den man auch schon 1980 haben konnte!
lini
Inventar
#26 erstellt: 17. Nov 2007, 13:05

forest-mike schrieb:
Ich denke die PhonoPhono Leute wollen den Besitzer eines alten Thorens davor warnen Unmengen Euronen in ein Upgrade zu investieren. (...)


Das ist aber schon eine sehr großzügige, höchst wohlwollende Auslegung von "Kaufen Sie sich kein Gebrauchtgerät (...)"...


forest-mike schrieb:
(...) Daß die neuen Geräte besser seien als die aus den 80er und 90er Jahren glaube ich auch nicht - siehe nur den den Test in Audio 11/07 über den neuen superteuren Thorens TD 550. Der hat einen Gleichlauf, den man auch schon 1980 haben konnte!


Für +/- 0,135 % hätte man einen Spieler in der Preisklasse damals schlicht in der Luft zerrissen. Interessant auch, dass erst das Labor diesen Wert aufdecken musste, weil er für den Redakteur "nicht direkt hörbar" war. Irgendwie schon komisch, dass Leute, die sonst allerhand Nuancen heraushören zu können scheinen, dann so etwas relativ Handfestes nicht bemerken wollen...

Witzig auch, dass mit Ausnahme des Dual CS415-2, Thorens TD-170 und Vinyl2000 HC16 jeder der sieben übrigen Einsteiger-Plattenspieler aus dem Test in Audio 4/07 einen besseren Gleichlauf als +/- 0,135 % liefert. Die zwei besten Modelle (Denon DP-300F und Technics SL-BD20) schaffen jeweils knapp +/- 0,07 %.

Grüße aus München!

Manfred / lini
pha
Stammgast
#27 erstellt: 17. Nov 2007, 14:53
Moin!


Daß die neuen Geräte besser seien als die aus den 80er und 90er Jahren glaube ich auch nicht - siehe nur den Test in Audio 11/07 über den neuen superteuren Thorens TD 550. Der hat einen Gleichlauf, den man auch schon 1980 haben konnte!


Das Gegenteil ist der Fall:

So schlechte Gleichlaufwerte hat man 1980 bei keinem ernst zu nehmenden Plattenspieler bekommen. Unter 0,1% war Standard, unabhängig vom Antrieb.
Selbst mein Dual 1219 Reibradler hat 0,06%. (Dabei gehe ich davon aus, dass die Messmethoden vergleichbar sind. Audio macht keine Aussage darüber.) Dass der Thorens zu diesem Preis mit diesem Gleichlaufwert als "überragend" bewertet wird, finde ich erstaunlich!
Ein Gerät, dass schon bei einfachsten Elementaranforderungen schludert, was mag das noch für Überraschungen bereithalten?

Wundert man sich bei solchen Bewertungen in der sogenannten Fachpresse noch über den Beitrag bei Phonophono?
Grüße,

Peter


[Beitrag von pha am 17. Nov 2007, 14:54 bearbeitet]
audiophilanthrop
Inventar
#28 erstellt: 17. Nov 2007, 17:43

lini schrieb:

Witzig auch, dass mit Ausnahme des Dual CS415-2, Thorens TD-170 und Vinyl2000 HC16 jeder der sieben übrigen Einsteiger-Plattenspieler aus dem Test in Audio 4/07 einen besseren Gleichlauf als +/- 0,135 % liefert. Die zwei besten Modelle (Denon DP-300F und Technics SL-BD20) schaffen jeweils knapp +/- 0,07 %.

Das muß man sich mal vorstellen - den Technics gibt es obendrein schon seit über 20 Jahren. Am Ende zählen dann wohl doch solide Ingenieurskunst und saubere Verarbeitung. Das haben augenscheinlich die Japaner besser drauf.

Verwunderlich ist das ganze indes nicht - rutscht eine Gerätegattung aus dem Mainstream, wird es tendenziell immer schwieriger, gute Geräte zu attraktiven Preisen zu produzieren. Da gibt es irgendwann hochwertige Spezialteile nicht mehr (bei UKW-Tunern etwa gute Frontends oder ZF-Filter mit geringen Laufzeitverzerrungen), die kleineren Produktionsmengen tun ein übriges. Bei Dual/Thorens scheint mir allerdings was mit der Fertigungsqualität im argen zu liegen.
forest-mike
Stammgast
#29 erstellt: 18. Nov 2007, 08:12
Das ist leider die Kehrseite des High-End Kults.
Man setzt nur noch aufs Hören. Gute Ingenieursarbeit
und gute Ausführung im Detail kommen hinter Hochglanzfassaden
nicht mehr zum Vorschein. Die Basis für Hifi DIN 45 500, die
früher sehr technisch betrachtet wurde gerät aus dem
Zentrum des Interesses.
Wenn man es Hifi / High-End-historisch betrachtet kann man den Wechsel von der rein technischen Besprechung bis in die späten 80er Jahre auf die alleinige Klangbetrachtung mit Aufkommen von Hifi exklusiv (Stereo-Tochter. Autoren u.a. J. Egger, U. Michalik, Th. Zimmermann et.al.)beobachten. Schrulligen englischen Produkten wurde trotz lauten Einschaltknacksern die Absolution erteilt...
Das Pendel ist somit von einem Extrem ins andere ausgeschlagen.
Somit kann die Äußerung, daß Einsteiger Plattenspieler heute besser seien als vor 20 Jahren auch nicht ernst genommen werden.
wastelqastel
Inventar
#30 erstellt: 18. Nov 2007, 08:42

Für +/- 0,135 % hätte man einen Spieler in der Preisklasse damals schlicht in der Luft zerrissen

Genau
Und heute werden sie dir eine Speedbox verkaufen und dann ist alles gut
Grüsse Peter
TomSawyer
Stammgast
#31 erstellt: 18. Nov 2007, 11:08
Hallo

also kommt doch, Leute.

Neuer ist immer besser.

Wir müssen doch am Wirtschaftsaufschwung mitarbeiten und brave Konsumenten sein!


LG

Babak
Mimi001
Hat sich gelöscht
#32 erstellt: 19. Nov 2007, 13:38
Stimme Babak zu !

Aber im Ernst: Ich verstehe nicht das Ihr euch wundert, denn mit diesem Geblubbere kriegt man die Leute dazu , sich teure Bohrtürme ins Zimmer zu stellen !
Und gleich noch das passende Netzteil extra !

Das mit dem Netzteil ist in etwa so, als wenn ich mir einen neuen Benz kaufe, und der Verkäufer dann sagt, dass der adäquate Motor nachträglich für mehr Geld eingebaut werden kann, ha ha ha !!!!
Ich frage mich nur, warum noch niemand auf die Idee kam, neue PS mit dem Spruch " aus der Weltraumforschung " zu bewerben, denn, täuscht euch nicht, auch hier macht der Fortschritt keinen Halt ! Und am Ende singen wir alle: " Über den Wolken, muss die Blödheit wohl grenzenlos sein ..."

Bei phonophono gibt es auch lustiges zum Thema Kabelklang zu lesen, wenn ich mich recht erinnere !!!

So, genug gekotzt sagt
Shuan
forest-mike
Stammgast
#33 erstellt: 19. Nov 2007, 19:07

Mimi001 schrieb:
Stimme Babak zu !
Ich frage mich nur, warum noch niemand auf die Idee kam, neue PS mit dem Spruch " aus der Weltraumforschung " zu bewerben, denn, täuscht euch nicht, auch hier macht der Fortschritt keinen Halt ! Und am Ende singen wir alle: " Über den Wolken, muss die Blödheit wohl grenzenlos sein ..."


klasse Idee!
Weltraum und Analog
passsen aber nicht ganz zusammen
- von wegen Schwerkraft.
Soweit ich weiß waren auf den ersten Apollo-Missionen
keine Duals mit an Bord (im Gegensatz zu Omega-Uhren).
Somit werden vermutlich den Analog-Fan des Jahres 2007
die Abfallprodukte aus der Weltraumforschung
nicht hinterm Ofen vorlocken...
Mimi001
Hat sich gelöscht
#34 erstellt: 19. Nov 2007, 20:25
Schwerkraft hin oder her, was der Kabelfraktion gut ist , kann dem Analogen doch nur billig sein und wir sch...... auf die Physik !
im Übrigen muss der PS ja nicht in den Weltraum sondern dass Material von dort auf die Erde und an den Dreher, oder so !

1001 Gruss Shuan
Passat
Moderator
#35 erstellt: 19. Nov 2007, 21:02
Wäre das nicht ein guter Werbespruch, das ein Dual auch im Weltall bei Schwerelosigkeit einwandfrei spielt?

Grüsse
Roman
TomSawyer
Stammgast
#36 erstellt: 20. Nov 2007, 00:46
Hallo

Passat schrieb:
Wäre das nicht ein guter Werbespruch, das ein Dual auch im Weltall bei Schwerelosigkeit einwandfrei spielt?

Grüsse
Roman


Mein Thorens mit TP 16 Mk III schon, da er ja die Auflagekraft per Feder einstellt.
Da oben erübrigen sich so Themen wie ins-Wasser-Stellen oder Tritschall

LG

Babak
jotpewe
Stammgast
#37 erstellt: 20. Nov 2007, 11:18
Die mit Federkraft eingestellten DUALs haben da oben auch null Probleme... Waren also 1979 schon weltraumtauglich...
pet2
Inventar
#38 erstellt: 20. Nov 2007, 15:51
Wieso 1979 .
Der 1019 mit Auflagekrafteinstellung + Antiskatingeinstellung per Federkraft kam bereits 1966 auf den Markt .

Gruß

pet
TomSawyer
Stammgast
#39 erstellt: 20. Nov 2007, 16:11
Na dann ab zur ISS
forest-mike
Stammgast
#40 erstellt: 20. Nov 2007, 17:51
Lt. DLF Forschung und Wissenschaft soll die Raumsonde Huygens
zwei goldene Platten mit Geräuschen von der Erde und Musik (Roll over Beethoven, Kleine Nachtmusik...)an Bord haben. Was für Platten das sind wurde leider nicht verraten.
Gibts Plattenspieler auf Titan?
HiFi_Addicted
Inventar
#41 erstellt: 20. Nov 2007, 17:59
Die Goldenen Platten sind an Bord der Voyager I und Voyager II Anscheinened gabs die auch in normalem Vinyl zu kaufen.

MfG Christoph
TomSawyer
Stammgast
#42 erstellt: 20. Nov 2007, 19:42
Hallo

Huygens hat andere Musik mit.

Es sind 4 Popsongs von den Musikern Julien Civange und Louis Haéri (extra für die ESA komponiert)

Anzuhören auf http://www.music2titan.com/ nd im iTunes Store zu erwerben

Die Platten der beiden Voyagern heisst "Sounds of Earth".
Details siehe hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Sounds_of_Earth

LG

Babak
Rillenohr
Inventar
#43 erstellt: 20. Nov 2007, 20:04
Schön, schön, aber mit was hören nun die Außerirdischen die Platten? Fliegt in den Sonden ein alter Dual mit, umgebaut auf Handantrieb?
TomSawyer
Stammgast
#44 erstellt: 20. Nov 2007, 20:58
Hallo,

ja, Voyager hat ein Abspielgerät mit.
Ob Masse oder Subchassis, weiss ich nicht

Huygens hat eine CD-Rom, auf der noch andere Dinge drauf sind.
Ich denke, da wird eine Taste zum einschalten dran sein.
Ich hoffe, die Außerirdischen kennen das Konzept "Taste".

Und hoffentlich ist das kein Windows-PC, sonst machen die Außerirdischen vielleicht Bekanntschaft mit einer fragwürdigen Errungenschaft der Menschheit, dem Blue Screen

LG

Babak


[Beitrag von TomSawyer am 20. Nov 2007, 20:59 bearbeitet]
forest-mike
Stammgast
#45 erstellt: 25. Nov 2007, 21:36
Die Ausgangsgeschichte findet ihre Fortsetzung:
in einem Vergleichstest TD 160 neu, Nottingham
Spacedeck, Funk Firm und Xerxes 20 wird als Seitenhieb
ein alter TD 160 mit SME 3009 als in heutigen Ohren untauglicher Spieler bezeichnet, der sogar Urache gewesen sein
soll auf CD umzusteigen...
pha
Stammgast
#46 erstellt: 26. Nov 2007, 08:27
Moin!

Hier werden Äpfel (MMs für 350 EUR) mit Birnen (MCs für 2000 EUR, der Übertrager ist einzurechnen) verglichen, und das sicher nicht einmal blind. Dieser "Vergleichstest" ist wertlos. Ein Vergleich mit gleichen Tonabnehmern hätte ein anderes Bild ergeben.

Den alten TD160 kenne ich nicht, nach meiner Erfahrung mit Plattenspielern aus den 70ern und 80ern halte ich es aber für ausgeschlossen,dass er so schlecht wie beschrieben ist. Anderenfalls hätte er sich nicht am Markt der besseren Geräte behaupten können.

Meiner Meinung nach ist das ein reiner Werbetext, mit genau zwei Aussagen: 1. je teurer desto besser, 2. kauft keine Gebrauchtgeräte, daran verdienen wir nichts.



Grüße
Peter
Mimi001
Hat sich gelöscht
#47 erstellt: 26. Nov 2007, 08:33
Mit anderen Worten;
BEI PHONOPHONO nichts Neues !

Hat jemand ne Ahnung ob schon mal Blindtests mit Laufwerken gemacht wurden, bei identischem Ta und Arm ?!

Gruss Shuan
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Triodensound am 17.06.2007  –  Letzte Antwort am 17.01.2010  –  152 Beiträge
Phono Preamp bis 200 Euro
eppic am 14.04.2013  –  Letzte Antwort am 22.04.2013  –  52 Beiträge
150-200 Euro Kaufberatung
Raliwutsch am 19.11.2015  –  Letzte Antwort am 28.11.2015  –  40 Beiträge
PhonoPhono - Golden Note Phono-Vorverstärker brauchbar?
Argon50 am 06.07.2007  –  Letzte Antwort am 07.07.2007  –  4 Beiträge
Suche Plattenspieler bis 200?
Pommes89 am 19.08.2010  –  Letzte Antwort am 20.08.2010  –  7 Beiträge
Kaufberatung: Neuer TA in der Liga 200 - 300 Euro gesucht
Max_von_der_Lippe am 05.04.2015  –  Letzte Antwort am 09.04.2015  –  32 Beiträge
Plattenspieler bis 150 Euro
Murray am 05.03.2005  –  Letzte Antwort am 03.09.2011  –  11 Beiträge
Kaufberatung: Plattenspieler bis 200,- [2013]
#Marco# am 27.03.2013  –  Letzte Antwort am 11.04.2013  –  10 Beiträge
Neues System bis ca. 150 Euro - welches ??
Ralph735 am 08.08.2005  –  Letzte Antwort am 10.08.2005  –  3 Beiträge
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