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Neue Plattenspieler - Probleme

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Kontrapunkt2006
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 28. Jan 2008, 23:09
Hallo!

Ich habe mir nach langer Abstinenz mal wieder einen Plattenspieler zugelegt. Sollte nur der gelegentlichen Nutzung dienen, ich habe keine große Plattensammlung und möchte mir eine solche auch nicht anlegen. Der Project Debut III schien mir daher eine vernünftige Lösung. Nach dem Anschluß kam aber die große Enttäuschung:

Ein Klang mit verwaschenen Höhen und praktisch ohne Bass.

Ich habe zwar ein paar Ideen, woran es theoretisch liegen könnte, weiß aber nicht, wo ich am besten ansetzen soll. Vielleicht könnt Ihr mir helfen?

- Falscher Aufbau: Habe mich im Prinzip bemüht, alles richtig zu machen (streng nach Anleitung, der Spieler steht auch gerade, Vibrationen sind da, aber nicht extrem).
- Recht langes Verbindungskabel (5m). Mir ist klar, daß das nicht gut ist, aber daß es sich so extrem auswirken sollte, würde mich dann doch wundern.
- Schlechter Tonabnehmer. Auch hier habe ich manches negative über den Pro-Ject eingebauten Ortofon gehört. Aber ein halbwegs passables Ergebnis hätte ich schon erwartet ...
- Hama-Vorverstärker. Auch von diesem hätte ich keine Wunder erwartet, aber auch nicht ein so blasses Ergebnis.

Grundsätzlich: Ich bin aus Kostengründen kein Hifi-Enthusiast, freue mich aber an guten Klang. So kann ich mit der Yamaha Pianocraft, an der der Plattenspieler betrieben wird, durchaus leben. Mit dem, was aus dem Plattenspieler kommt, bin ich jedoch extrem unzufrieden.

Wäre für Ratschläge sehr dankbar!!

Grüße von
Eike
pet2
Inventar
#2 erstellt: 28. Jan 2008, 23:27
Hallo,

es wird tasächlich an dem 5 Meter langen Anschlußkabel liegen.
Die Ortofon OM Systeme sind da sogar noch kritischer als andere.
Da Du offenbar einen separaten Phonovorverstärker benutzt, schließe doch einfach den Plattenspieler mit einem etwa 1 Meter langen Anschlußkabel an den Phonovorverstärker an.
Vom Phonovorverstärker zum Verstärker kannst du dann ruhig die 5 meter nehmen .

Gruß

pet
Kontrapunkt2006
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 28. Jan 2008, 23:43
Danke - aber genau so ist ja der Aufbau ... das Kabel, welches am Plattenspieler angebaut ist, führt zum Vorverstärker, das 5m lange Kabel führt vom Vorverstärker zur Anlage. Wie gesagt, mir ist schon klar, daß das nicht so gut ist, aber daß es sich so extrem auswirkt
pet2
Inventar
#4 erstellt: 28. Jan 2008, 23:51
Hallo,

nach dem Vorverstärker wirken sich die 5 Meter nicht mehr großartig aus.
Ich habe das teilweise auch so gelöst.
Ich könnte mir noch vorstellen, daß die Auflagekraft zu niedrig eingestellt ist.
Das würde ich nochmal überprüfen.
Eine andere Sache:
Wie ist denn die Lautstärke im vergleich zu anderen Quellen wie zb. CD?
Nur etwas leiser oder sehr deutlich leiser?

Gruß

pet
Kontrapunkt2006
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 29. Jan 2008, 00:15
Ich glaube nicht, daß es an der Auflagekraft liegt. Die habe ich beim ausprobieren mal etwas leicht eingestellt (weiß nicht, warum ich's nur so probiert habe), das hatte aber praktisch keine Auswirkung. Morgen versuch ich's nochmal mit MEHR Gewicht.

Die Lautstärke gegenüber der CD ist nicht wesentlich leiser - allerdings wirkt der Klang weit weniger präsent, hat keinen Körper. Das Problem tritt übrigens nicht nur bei einer Schallplatte auf, sondern bei allen, die ich probiert habe.
pet2
Inventar
#6 erstellt: 29. Jan 2008, 00:28
Hallo,

überprüf dann auch mal, ob die Kabel auch an die richtigen Anschlußpins des Systems gesteckt sind.
Heute muß man selbst bei Neugeräten mit allem rechnen.
Vielleicht ist ja auch der Nadelträger nicht richtig in den Systemkörper gesteckt.
Das OMB 5E kenne ich jetzt nicht, aber mein OMB 10 und OMB 20 produzieren eigentlich einen recht guten Bass.

Gruß

pet
doppelkopf0_1
Stammgast
#7 erstellt: 29. Jan 2008, 08:38
Moin.


- Hama-Vorverstärker.



OMB 5E



5m lange Kabel


Und dann noch irgendeine Auflagekraft , VTA verstellt ?

Da wundert sich ehrlich noch jemand ?
piccohunter
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 29. Jan 2008, 15:24
Zumindest der Hama-Vorverstärker ist besser als sein Ruf... ich hatte ihn auch mal, klingt recht ansprechend. Für die paar Euro macht man damit für den Anfang oder als Gelegenheits-Vinyl-Hörer nichts falsch. Schlechter als die Phonostufen in den meisten Mainstream-Amps ist er garantiert nicht.
Capitol
Stammgast
#9 erstellt: 29. Jan 2008, 15:30
Hallo! Der Hama sollte ausgewechselt werden. So ein Teil bringt nichts. Der Nad oder Projekt ist zu empfehlen. Wenn das 5 Meter lange Kabel eine billige Beipackstrippe ist sollte das auch gegen ein besseres ausgetauscht werden. Gruss Uwe
jottklas
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 29. Jan 2008, 16:08

Capitol schrieb:

Der Hama sollte ausgewechselt werden. So ein Teil bringt nichts. Der Nad oder Projekt ist zu empfehlen. Wenn das 5 Meter lange Kabel eine billige Beipackstrippe ist sollte das auch gegen ein besseres ausgetauscht werden.


Na endlich werden wieder die üblichen Klischees bedient (was preiswert ist, taugt nichts...)

Jürgen
piccohunter
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 29. Jan 2008, 16:12
Meine Meinung zum Hama PreAmp steht schon weiter oben: Günstig und gut. FÜr den Standardbetrieb sehr gut geeignet.
realsyntech
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 29. Jan 2008, 16:18
Ich habe meinen Project (siehe Sig) direkt am Receiver angeschlossen (also alles andere als ein perfekter Phonoverstaerker) aber ueber fehlenden Bass oder zuwenig Lautstaerke kann ich nicht klagen.

Gehe mit den Originalkabel in den Denon, Massekabel ist auch angeschlossen (habs nie ohne probiert, keine Ahnung ob das was ausmacht) und fertig.

Eventuell koennts auch noch an den Platten liegen, wenn alles andere ausscheidet? Nicht alles auf Vinyl ist auch eine klangliche Offenbarung, wage ich jetzt mal zu behaupten.
Kontrapunkt2006
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 30. Jan 2008, 19:08
Liebe Leute,

erstmal: herzlichen Dank für die vielen Antworten. Inzwischen, nach einem zweiten Probehören, scheint es mir fast, als wäre vieleicht doch alles halbwegs in Ordnung, außer daß meine Erwartungen vielleicht ien bißchen hoch waren ...

Der Grund für den Plattenspielerkauf war eigentlich ein durchhören verschiedener Platten bei einem Bekannten und danach die Überzeugung, daß solch ein Tonträger im Prinzip mindestens so viel kann wie eine CD.

Was mir aber nicht klar war, ist, daß man offensichtlich sehr viel mehr investieren muß, um aus einer Platte einen ähnlich vernünftigen Klang wie aus einem einfachen CD-Player herauszuholen...

Zumindest habe ich eine meiner Testschallplatten (realsyntech: ich glaube nicht, daß es an den Platten lag - die hatten alle die gleichen Probleme) mal an unserer "Dienstanlage" ausprobiert: vernünftiger Thorens mit anständigem Verstärker mit Phonoeingang. Was soll ich sagen, die Unterschiede waren hörbar, aber doch nicht extrem.

Weiß nicht, ob meine Diagnose jetzt richtig ist. Vielleicht sollte ich nach und nach mal in ein besseres Tonabnehmersystem und einen guten Verstärker investieren.

Nochmal Danke und Grüße,
Eike
dieterh
Stammgast
#14 erstellt: 31. Jan 2008, 09:59
Moin,

Du solltest erstmal klären, ob es an dem langen Kabel liegt. Je nach internem Aufbau des Vorverstärkers und Daten des Kabels kann auch das Kabel am Ausgang einen Einfluß haben. Dazu einfach mal zum Testen mit einem kurzen Kabel anschließen, wenn es dann besser klingt wieder melden, dann bekommst Du hier mit Sicherheit reichlich Empfehlungen für bessere Kabel (Preisspanne ca. 0,50€ bis 15000€ per Meter ).

Grüße,
dieter
audiophilanthrop
Inventar
#15 erstellt: 31. Jan 2008, 12:51

Kontrapunkt2006 schrieb:
Was mir aber nicht klar war, ist, daß man offensichtlich sehr viel mehr investieren muß, um aus einer Platte einen ähnlich vernünftigen Klang wie aus einem einfachen CD-Player herauszuholen...

Das ist recht typisch für analoge Tonaufzeichnungsverfahren - irgendwann steigt der zu treibende Aufwand exponentiell mit der erzielten Qualität.

Allerdings ist das OMB5E nun wahrlich kein Highend-System, ein 10er oder 20er wäre keineswegs verkehrt. Das ist m.E. hier der größten Flaschenhals.

Der PA-506 sollte baugleich zum Dynavox TC-750 sein, und der hat eine Nenn-Ausgangsimpedanz von 1 kOhm - ein mittlerer Wert. Mit einer Gesamtkapazität von 1 nF am Ausgang ergibt sich eine 3-dB-Grenzfrequenz von 159,2 kHz, da hat man also an sich viel Luft. Auf 5 m Länge sollte es trotzdem schon anständiges Koax sein, RG-59 oder besser RG-6.

Empfindlicher in Sachen Kabelkapazität ist die Strecke Dreher - Phonopre. Der Dynavox hat nominal 220 pF Eingangskapazität, dazu kommt die Kabelkapazität auf der gesamten Länge vom Tonabnehmer zum Phonopre-Eingang (100 pF für die Tonarmverkabelung sind wohl nicht ungewöhnlich, ein typisches Kabel mit RG-59 zu 1 m hätte etwa nochmal soviel).


[Beitrag von audiophilanthrop am 31. Jan 2008, 12:55 bearbeitet]
Kontrapunkt2006
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 31. Jan 2008, 17:27
Danke für die Tips! Leider weiß ich nicht, was für eine Art Kabel ich gekauft habe - es hat zumindest Goldstecker. Für 12,99 dürfte es aber wohl nicht so der Hammer sein ...

Aber ich verstehe schon - sollte wohl irgendwann in einen besseren Tonabnehmer investieren. Auch wenn er nochmal die Hälfte des ganzen Plattenspielers kostet.

Die Verbindung Plattenspieler/Vorverstärker ist übrigens sehr kurz gehalten, noch nicht mal ein Meter, würde ich schätzen. Das dürfte also ganz okay sein.

Grüße,
Eike
pet2
Inventar
#17 erstellt: 31. Jan 2008, 17:41
Hallo,

ein Kabel für 12,99 € ist völlig in Ordnung.
Darüber beginnt dann langsam der heute übliche Highendbeschiss.
Wenn Du ganz sicher sein willst, daß es nicht am Kabel liegt, dann teste doch einfach mal irgendein kürzeres Kabel.
Den Plattenspieler mußt Du dann halt mal übergangsweise näher an den Verstärker stellen.
Ich benutze als 5 Meter Kabel übrigends Cinchkabel aus dem Car-HiFi Bereich.
Da kann ich mir sicher sein, daß sie vernünftig abgeschirmt sind .
Ansonsten kannst Du in dem OMB 5E auch Nadeleinschübe aller anderen OM/OMB/OM Super etc. verwenden.
Das fängt bei Dir sinnvollerweise mit der Nadel 20 an und geht bis zur Nadel 40.
Bei Deinem Plattenspieler würde ich es aber eher bei der Nadel 20 bewenden lassen .

Gruß

pet
Kontrapunkt2006
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 31. Jan 2008, 18:17
Danke für den Hinweis!

Ich werd's schon allein aus Kostengründen bei der 20er Nadel bewenden lassen ... wie gesagt, es sollte ein eher einfacher Plattenspieler für gelegentliches Hören sein, da mag ich nicht zu viel Geld ausgeben. Wußte halt nicht, daß man bei einem Plattenspieler viel höher ansetzen muß. (Ich meine, für eine Yamaha Pianocraft zahlt man 300 EUR und bekommt dafür was recht anständiges. Ich nahm an, das sei bei Plattenspielern ähnlich).
pet2
Inventar
#19 erstellt: 31. Jan 2008, 19:14
Hallo,

das war früher mal auch bei Plattenspielern so.
Deswegen käme ich nie auf den Gedanken einen neuen Plattenspieler zu kaufen.
Mal ein Beispiel:
Als der Dual 505-1 auf den Markt kam, war er der billigste Dual im Program und kostete etwa 250 DM.
Heute ist der weitgehend baugleiche Nachfolger 505-4 das Spitzenmodell von Dual.
Die UVP beträgt jetzt aber 550 €.

Das sagt doch alles!

Gruß

pet
sigma6
Inventar
#20 erstellt: 31. Jan 2008, 19:57
Hi pet,

na ja, so baugleich sind die beiden nun auch wieder nicht
Alleine die Schrottzarge des -1 war damals eine Frechheit.

Der 505-4 ist ein prima Dreher der mit einer besseren Nadel jedes andere neu angebotene Produkt mit dem Namen "Plattenspieler" in dieser Preisklasse locker in die Tasche steckt



MfG, Ronny
pet2
Inventar
#21 erstellt: 31. Jan 2008, 20:04
Hallo Ronny,

ein Dual 505-4 steckt gerantiert keinen Technics SL-1200/1210 MKII in die Tasche .

Gruß

pet
sigma6
Inventar
#22 erstellt: 31. Jan 2008, 21:01
OK, sagen wir ebenbürtig, wobei der Techniks ohne TA zum gleichen Preis daher kommt.
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