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Rega P2 und Aura V40: Vorverstärker oder neues System?

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Heidepeter
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 18. Sep 2008, 14:56
Hallo liebe Forensiker,

bevor ich den Geldbeutel öffne, wollte ich Euch um Rat bitten in dieser Angelegenheit:

Meine Kette besteht aus NAD 533 (baugleich Rega P2) mit phonophono The Source - Verkabelung und Goldring Elektra an einem B&W Aura V40.

Nun kommt mir das Phono-Signal irgendwie "schlapp" vor; um Zimmerlautstärke zu erzielen, muss ich den Amp zur Hälfte aufdrehen; natürlich gehts auch noch lauter, aber dann klingt die ganze Sache deutlich angestrengt.

Jetzt überlege ich in mehrere Richtungen:

- einfach mal ein neues System (Ortofon 2M red?) und in kauf nehmen, dass der Verstärker ziemlich"aufgerissen" werden muss

- annehmen, dass das Phonoteil kaputt ist, und mit einem Vorverstärker arbeiten (mit welchem?)

- auf jeden Fall einen Vorverstärker zwischenhängen, um einen Qualitätsgewinn zu erzielen

Zusammengefasst: welche Maßnahme empfehlt Ihr mir, um meine Kette aufzumöbeln? Falls Ihr zu "Vorverstärker-Variante" ratet, würde ich mich auch über konkrete Gerätenennungen freuen, die mit dem Aura harmonieren würden...

...achja: der Resourcen-Rahmen liegt so bei rund 100E.

Vielen Dank fürs Zuhören bis hierher und im Voraus für Eure Mühe

aus der Heide grüßt
tom
Hörbert
Moderator
#2 erstellt: 18. Sep 2008, 16:12
Hallo!

Dein Elektra hat eine Ausgangsspanung von 5 Millivolt, ein 2M-red würde dir gerade mal ein halbes Millivolt mehr bringen. Wenn du schreibst daß die Musik bei mehr als halber Lautstärke angestrengt klingt würde ich eher mal davon ausgehen daß du ein ganz allgemeines Problem mit der Kombination Lautsprecher-Verstärker oder der Lautsprecheraufstellung hast. Eine zweitew Möglichkeit wäre, -vor allem wenn der Effekt verstärkt bei der Nutzung des Rega auftritt eine schlechte Aufstellung des Plattenspielers und Problemen mit Rückkopplern b.z.w. Trittschall o.Ä.

Dagegen hilft in der Regel kein neues System sondern nur das Übel bei der Wurzel zu packen. Entweder Lautsprecher-Verstärkerkombination von Grund auf neu überdenken. Oder aber Plattenspieler- b.z.w. Lautsprecher besser aufstellen.

MFG Günther
Heidepeter
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 18. Sep 2008, 16:41
hallo Günther,

vielen Dank für Deine schnelle Antwort; und vor allem für den neuen Ansatz; in die Richtung hatte ich überhaupt noch nicht gedacht...

Tatsächlich ist die Aufstellung des Spielers die denkbar schlechteste (ich trau's mich fast nicht zu sagen): im Holzregal (so, nu isses raus)

Nehmen wir mal an, dass ich aufgrund eines extrem niedrigen WAF-Faktors keinen anderen Aufstellort zur Verfügung hätte

wie könnte ich aus dem schlechten das beste rausholen?(Schieferplatte? Glasplatte? Spikes? "professionelle" Basis?)

Erneut vielen Dank für Eure Ideen

lg
tom
Hörbert
Moderator
#4 erstellt: 18. Sep 2008, 18:03
Hallo!

Das ist schwierig da einen guten Ratschlag zu geben, da ich weder die Örtlichkeit kenne noch die Möglichkeiten den Status Qo zu verändern.

Das Hauptproblen bei Rückkopplereffekten ist das sie durch hohe Frequenzen ausgelöst werden. Trittschall und ähnliche Effekte wiederum sehr tieffrequente Schwingungen darstellen.

Aufgrund deiner Beschreibung tippe ich in deinem Fall auf einen Rückkoppeleffekt. Das solltest du erstmal Testen. Das geht so, Schallplatte bei stehendem Plattenteller auflegen und den Tonarm nebst System ganz normal in die Rille senken. Vorher den Verstärker einschalten, auf Phono schalten und den Lautstärkeregeler gan leise stellen. Nun den Lautstärkeregeler ganz langsam und vorsichtig aufdrehen. Sobald es anfängt zu Pfeifen wieder etwas runterdrehen, das ist die La<utstärke die du ohne Koppelungseffekte bestenfalls einstellen kannst, je später das Pfeifen anfängt um so besser.

Verbesserungen kannst du z.B. dadurch erzielen daß du die Plattenspielerhaube schließt, falls sie aus einem sehr dünnen Material gefertigt ist (3 Millimeter Stärke wäre ein guter Wert für eine vernünftige Haube, 4 Millimeter ist ein idealer Wert.) solltest du dir allerdings eine Stabilere Haube mit den richtigen Abmessungen zulegen oder lieber darauf verzichten weil sie sonst relativ leicht mitschwingt und die Koppelungseffekte noch verstärken kann. Aber das ist eine Frage des Experimentes.

Eine weitere Möglichkeit ist ein Stellplatz im besagtem Regal möglichst tief zu wählen, (aber bitte nicht auf dem (Fuß)Boden, das klappt nur bei Betonboden und Masselaufwerken, der Rega ist aber alles andere als ein Masselaufwerk) und zusätzlich eine Platte aus schwerem, weichem aber Formstabilem Material unterzulegen, Mitteldichte Faserplatte hat sich da in einigen Fällen bewährt.

Als letztes -und sowas schlage ich eigentlich ungern vor da dieser Vorschlag zumeist weder praktikabel ist noch eine eigentliche Problemlösung darstellt sondern dazu dient den Schwierigkeiten einfach aus dem Weg zu gehen-, solltest du die Wahl des Plattenspielers überdenken und eventuell auf eine weniger Mikrophonieanfällige Konstruktion (z.B. Technics SL-1200 MKII) ausweichen.

So ich hoffe dam,it kommst du ein wenig weiter. Poste doch die Ergebnisse des Koppelungstestes hier dann können wir weitersehen.

MFG Günther
Heidepeter
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 19. Sep 2008, 06:18
Hallo Günther,
danke nochmal, dass Du soviel Deiner Zeit für mich opferst!

Also, ich habe den Koppelungstest durchgeführt, und, tja, ...eehhm... es hat überhaupt nicht gepfiffen! Ist das gut oder schlecht?

lg
tom
Albus
Inventar
#6 erstellt: 19. Sep 2008, 10:10
Tag,

Phono-typisch wäre Zimmerlautstärke bei der "Position des Volumestellers 9.00 Uhr" zu erwarten, Mittenstellung wäre sehr laut (>95 dB). Kurz: Hier scheint eine Verstärkungsstufe in der Größenordnung des Verstärkungsfaktors von 20 dB (10-fach) a) zu fehlen oder b) ausgefallen zu sein - was im Phono-Pfad liegen könnte; oder c) die Gesamtverstärkung des Aura ist unüblich niedrig. Daten findet man keine im Internet. Wenn aber die CD-Wiedergabe bei "9.00 Uhr" mit Zimmerlautstärke kommt, dann wäre die Verstärkung aus Hochpegeleingang mit Vor- und Endstufen-Verstärkung normal.

Als ein elementarer Phono-Vorverstärker käme der NAD PP2 in Frage, liegt bei <100 Euro (Liste 99.-).

Freundlich
Albus
Heidepeter
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 19. Sep 2008, 10:57
Hallo Albus,
auch Dir vielen Dank für Deine Mühe.

Es ist genau wie Du sagst: CD-Wiedergabe geht auf 9 Uhr mit Zimmerlautstärke. Bedeutet das also, dass irgendwas mit dem Phono-Teil nicht stimmt? Wenn ja, könnte ich das demnach mit einem Vorverstärker beheben?

Du hast ja schon den NAD erwähnt; ich möchte jetzt nicht eine weitere "Vorverstärker-Empfehlungsflut" lostreten; da wird man hier im Forum ja reichlich fündig...

Aufgrund von Verfügbarkeit und Preis habe ich eh schon den NAD, die ProJect-Phonobox1 (weil ich hundertprozentig sicher bin, kein MC-System benutzen zu wollen) und (aufgrund interessanter Hinweise im Forum) den DynavoxTC750 ins Auge gefasst; mag jemand hieraus noch eine Empfehlung für meine Kombination abgeben?

wiederum Dank und Gruß
tom
Albus
Inventar
#8 erstellt: 19. Sep 2008, 11:12
Tag erneut,
und Tag Tom,

ja, die Beobachtung bedeutet für mich, dass der Phono-Pfad des Aura nicht in Ordnung ist. - Ein separater Phono-Vorverstärker, angeschlossen an einen freien Hochpegeleingang (etwa Aux oder Tape oder Line), ist geeignet, Abhilfe zu schaffen.

NAD PP2 kommt mit Daten zur Empfindlichkeit 2,5 mV, Impdanz ist Eingangswiderstand 47 Kiloohm, Kapazität 200 pF (MM), die Verstärkung ist 80-fach (~38 dB) = alles tauglich.

Bei einem Phono-Vorverstärker wäre ich nicht zu sehr auf "das günstigste Angebot in der untersten Anspruchsklasse" bedacht. Derartiges hätte doch einen deutlichen Wagnischarakter (Toleranzen der Produktion, der Bauteile, der Umgebungs-Störfestigkeit und der internen Störfreiheit).

Freundlich
Albus
Hörbert
Moderator
#9 erstellt: 19. Sep 2008, 14:45
Hallo!

Wenn du keinerlei Rückkoppler hast ist das eigentlich sehr gut, allerdings bleibt die Kombination Verstärker-Lautsprecher noch als Quelle des Übels übrig.

Ergibt sich bei CD ein ähnlicher Effekt ab der halben Läutstärke? Wenn je solltest du eventuell mal die Lautsprecheraufstellung überdenken. Möglicherweise ist dein Verstärker ja auch leistungsmäßig gar nicht in der Lage deine Lautsprecher korrekt bei höheren Lautstärken anzusteuern,. Beziehungsweise die Lautsprecher haben einen recht niedrigen Wirkungsgrad oder sind selbst nicht Pegelfest.

Einen "Schnellschuß" mit einem neuen Phono-Entzerrer würde ich an deiner Stelle nicht tätigen. Es ist m.E.noch nicht klar wo es bei deiner Konfiguration eigentlich hakt. Bislang ist legendlich eine Schwachstelle in Erscheinung getreten aber noch ist gar nicht klar wo die eigentlich liegt.

MFG Günther
Heidepeter
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 19. Sep 2008, 19:35
Hallo Günther,

also es ist schon so, dass die CD-Wiedergabe einwandfrei läuft, auch bei höheren Lautstärken schön rund und dynamisch. Deswegen glaube ich doch eher, dass es am Phono-Zweig liegt; entweder schwach "ab Werk" oder irgendwie defekt (hab das Gerät aus der Bucht gefischt).

danke nochmal für deine Tipps und Ideen

lg
tom
Hörbert
Moderator
#11 erstellt: 20. Sep 2008, 09:55
Hallo!

Nun, dann solltest du mal deinen Plattenspieler an einen anderen Verstärker hängen und damit eine Aufnahme auf Festplatte machen. Desgleichen machst du mit dem selben Stück und deinem jetzigen Verstärker. Brenne beide auf CD und schalte dann bei hin und her. Offentsichtliche Schwächen der Phono-Sektion dürften sich dann sehr schnell zeigen. Vergiß aber bitte nich die beiden Stücke vor dem Brennen zu normalisieren.

Falls sich eklatante Schwächen im Phonoteil zeigen wäre eventuell der Erwerb eines kompletten neuen (gebrauchten) Verstärkers mit gutem Phonoteil ins Auge zu fassen. Der Preis dafür dürfte sich bei Ebay in einem ähnlichen Rahmen bewegen wie der eines neuwertigen Stand-Alone Phonoentzerrers der. -im Falle der Pro-Ject Phonobox oder des NAD-Gerätes-, bestenfalls eben Mittelklasse-Ergebnisse liefern dürfte.

Zudem köntest du dann deinen überflüssig gewordenen Aura wieder bei Ebay einstellen und so den Verlust minimieren.

MFG Günther
Heidepeter
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 20. Sep 2008, 10:19
Hallo Günther,
erneut danke für Deine Mühe.
Also mit CDs brennen und soweiter hab ich es nicht so; ich habe irgendwie auch schon innerlich mit dem Aura "abgeschlossen", obwohl ich das puristische Design einfach liebe (Du siehst ich bin einer von den "das-Auge-hört-mit"-Typen); und ich bin bereits am "rumsuchen" (bin auch schon in der Kaufberatungs-Sektion unterwegs).

...achja, ich glaube, ich bin auch so'n "bestenfalls-Mittelklasse"-Hörer, insofern passt's ganz gut...

Ich denke, damit ist dieser Thread fertig; nochmals viieelen Dank für Deine Mühe und vielleicht treffen wir uns ja mal in einem anderen Thread wieder

bis denne,
tom
Hörbert
Moderator
#13 erstellt: 20. Sep 2008, 22:47
Hallo!

Na dann viel Spaß noch bei der Verstärkersuche.

MFG Günther
Albus
Inventar
#14 erstellt: 22. Sep 2008, 06:39
Morgen,

der Aura VA40 war in einem Sammeltest der Stereoplay 11/1989 getestet worden. Dabei reagierten sowohl CD als auch MM ohne erwähnenswerte Auffälligkeiten. Eingangsempfindlichkeit Phono 3 mV (47 k, 120 pF). Wertung: Spitzenklasse II.

Freundlich
Albus
Ludger
Inventar
#15 erstellt: 22. Sep 2008, 13:19
Hallo Tom,
ich hatte den Aura V50 vor einigen Jahren zum Test zu Hause.
Aus meiner Erinnerung ein sehr guter Verstärker, er gefiel mir besser als ein Marantz PM 52 SE, den ich damit vergleichen konnte.
Leider lief der Vergleich nur mit CD, über den Phonoeingang kann ich daher nicht berichten.
In England wurde an den Aura V40 und V50 das Best-Buy-Prädikat vergeben, ich habe die Befürchtung, dass du aktuell eine Menge Geld ausgeben musst, um den V40 zu toppen (von der Optik mal ganz zu schweigen).
Gruß
Ludger
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