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[Anfänger] Einschätzung zu Plattenspieler

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Silvan5000
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 25. Nov 2008, 21:06
Hallo zusammen!

Aufgrund meines einigermassen jungen Alters habe ich die Musikwelt bisher fast nur in Form von MP3 (eventuell noch CD) kennengelernt. Irgendwann wurde mir das Ganze aber doch etwas zu trostlos. Da kam es mir gerade recht, dass jemand in der Verwandschaft einen seiner Plattenspieler loswerden wollte. Mittlerweile habe ich auf dem Dachboden verschiedene Platten entdeckt, auch einige ältere und neuere Platten gekauft und höre regelmässig Vinyl. Ich würde sogar sagen, dass ich schon zu einem richtigen Fan mutiert bin.

Soweit eine kurze Vorstellung meinerseits zum Anlass dieses ersten Posts. Nun möchte ich gerne wissen, mit was für einem Gerät ich mich da Tag für Tag auseinandersetze. Ich verstehe, wie gesagt eher wenig von der Materie und bin um die Meinung von euch Experten dankbar, da ich auch über Google nicht allzu viel Schlaues gefunden habe.

Es ist ein Gerät der Marke Funai mit der Modellnummer P7300. Daneben steht "Stereo HiFi Record Player", obendran "FG Servo Motor Direct Drive System". Knöpfe gibt's für "Speed Select" (45/33), "Speed Adj.". Dazu kommt ein Display (50Hz/60Hz, 33/45). Am Tonarm kann man auch noch ein paar Dinge mittels Regler "Anti-Shake" einstellen. Soviel zum Gerät.

Zum Tonabnehmer kann ich auch wieder nur sagen, was da so draufsteht: Auf der Abdeckung ist der Vermerk "Super Track Plus", unmittelbar darunter die Bezeichnung für die Marke "Shure" zu finden.

Den Verstärker und die Boxen habe ich auf dem Dachboden hervorgekramt. Beides ist von der Marke Sony. Der Verstärker trägt die Bezeichnung MHC-2000 (Mini HiFi Component System), die Boxen heissen APM-2000 und gehören wohl zum Verstärker dazu. Den Bass habe ich leider nicht mehr. Der Verstärker besitzt jedoch einen DBFB-Button, mit dem sich eine Art künstlicher Bass erzeugen lässt.

Meine Frage ist nun, ob jemand von euch das Equipment oder zumindest Teile davon kennt und wo ihr es ungefähr einordnen würdet (nicht unbedingt preislich, sondern auch qualitativ). Bin bisher mit der Tonqualität alles in allem sehr zufrieden. Diesbezüglich kommt von mir noch die Frage, was die wichtigste Voraussetzung für eine gute Soundqualität ist. Ich nehme an, dass dies beim Plattenspieler selbst bzw. dessen Laufwerk anfängt. Liege ich damit richtig?

Desweiteren möchte fragen, was es mit diesen MFSL-/ UHQR-Platten auf sich hat, da es einige meiner Lieblingsalben in dieser Form gibt. Braucht es dazu eine 10'000-Euro-Ausrüstung, dass man einen grösseren klanglichen Unterschied feststellen kann, oder kann sich die Anschaffung einer solchen Platte auch für den "Standard-Hörer" lohnen?

Für eure Antworten auf eine oder mehrere meiner Fragen bedanke ich mich im Voraus.

Beste Grüsse aus der Schweiz

Silvan
applewoi
Stammgast
#2 erstellt: 25. Nov 2008, 21:25
Hallo Silvan,

das wichtigste ist doch, dass Du mit der Wiedergabe zufrieden bist.
Funai war meines Wissens ein Billigableger von Pioneer in den 80ern. Diese jap. Direct Drives waren ja damals auch gross in Mode, leider sieht es um die Reperaturmöglichkeiten solchen Geräts heutztage nicht allzu rosig aus, also freu dich daran, dass er noch einwandfrei läuft.

MFSL Platten lohnen sich imho nur für Hardcore Sammler. Es gibt, wie immer, auch hier Licht und Schatten und die guten Pressungen sind heutzutage fast unbezahlbar. Versuche für deine Lielingsplatten die jeweilige Erstausgabe im Erscheinungsland zu bekommen, damit dürfte man in der Regel nicht so viel schlechter liegen als MFSL.

Momentan gibt es eine regelrechte Reissue Welle, da den Überblick über die Qualität zu behalten ist echt schwierig,
Fachblätter wie "LP" lesen und in Foren schmökern hilft, um up to date zu bleiben.


frnk
Bepone
Inventar
#3 erstellt: 25. Nov 2008, 21:50
Hallo Silvan,

herzlich willkommen im Forum!

Ich freue mich für dich, dass du von der MP3 etwas abgekommen bist und die Schallplatte entdeckt hast.
Ein faszinierendes Medium, wie ich meine.


Ich kann dir nicht alle deiner Fragen beantworten, aber soviel:


Ein "Direct Drive" - Plattenspieler besitzt einen Direktantrieb.
Das ist meiner Meinung die eleganteste Antriebsmethode, denn es sind keinerlei Verschleißteile im Antrieb (kein Riemen, kein Reibrad).
Außerdem ist das meiner Erfahrung nach die leiseste Antriebsvariante, da keine schnell laufenden Teile den Plattenspieler zum Schwingen/Vibrieren anregen können.


Der "Anti-Shake" - Regler heist eigentlich "Anti-Skating". Damit wird die Zugkraft annähernd kompensiert, die den Tonarm bzw. die Nadel durch die Reibung beim Abspielen ins Zentrum der Platte zieht.
Es ist eine einstellbare Federkraft, die den Tonarm nach außen zieht und somit der Skatingkraft entgegenwirkt.
Der eingestellte Wert des Antiskating-Reglers soll dem Wert der eingestellten Auflagekraft entsprechen. Also wenn du 10mN (entspricht 1 Gramm) Auflagekraft eigestellt hast, muss der Antiskatingregler auf 1 stehen.
Das ist aber nur eine Grobeinstellung und lässt sich mit einer Testplatte optimieren (oder einer Opernplatte z.B.).


Der Tonabnehmer ist höchstwahrscheinlich ein Shure V15 Type III (Gewissheit würde ein Bild bringen). Die Aufschrift "Super Track Plus" auf dem Nadelschutz ist ein Indiz dafür.
Das Shure ist ein sehr gutes System, das sowohl hervorragende Klangeigenschaften hat sowie zu einer sehr sauberen Abtastung fähig ist, eine ordentliche Nadel vorausgesetzt.
Mit "ordentlicher" Nadel meine ich eine originale elliptische (höchstwahrscheinlich die, die du dran hast), die noch nicht zu stark verschlissen ist. Oder aber die Jico SAS - Nadel.

Die Auflagekraft sollte beim Shure bei 12,5mN (1,25g) liegen.


Wenn du noch mehr Infos brauchst, wie Einstellen der Auflagekraft, korrektes Ablesen des Stroboskops (Speed Display) oder was die Speed-Einsteller bedeuten, frag einfach nochmal hier nach (kenne ja deinen Wissensstand nicht) oder versuche es auch mal mit der Suchfunktion.


Gruß
Benjamin
Silvan5000
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 26. Nov 2008, 10:00
Vielen Dank euch beiden für die schnellen und ausführlichen Antworten!

@applewoi: Klar ist es wichtig, dass ich zufrieden bin mit der Wiedergabe. Ich habe halt keinen Vergleich zu anderen Systemen und wollte deshalb nur mal sichergehen, dass meine Geräte einigermassen etwas taugen.

Du sagst, ich solle jeweils versuchen, die Erstausgabe des Erscheinungslandes zu bekommen. Heisst das dann, dass diese Ausgaben generell eine bessere Qualität haben, als solche, die im Nachhinein produziert wurden?

@Bepone: Sieht tatsächlich so aus, als besässe ich eine solche Originalnadel. Werde bei Gelegenheit mal ein Foto posten und auf jeden Fall sorgfältig mit dem Ding umgehen.

Bezüglich Auflagekraft und Anti-Skating: Ich habe nun etwas gegoogelt und allerhand Werte gefunden, die einem empfohlen werden. Du empfiehlst einen Wert von 1,25g bzw. 12,5mN. Im Moment steht bei meinem System beides auf ca. 2,1 bzw. 21. Ist das für dich völlig unnachvollziehbar oder siehst du da einen gewissen Spielraum? Bisher läuft das System ganz flott und die Person, die diese Einstellungen vorgenommen hat, sollte sich eigentlich schon einigermassen auskennen. Was sind denn die Folgen bei zu schwach/stark eingestellten Werten? Nadel bzw. Platte futsch?

Dazu würde ich noch gerne Wissen: Haben diese Einstellungen auch etwas mit dem Gewicht der jeweiligen Platte zu tun? Habe gemerkt, dass meine Platten unterschiedlich schwer und dick sind. Braucht es da jeweils Anpassungen am System?

Das Stroboskop kann anscheinend beim Einstellen der Geschwindigkeit helfen. Bisher habe ich das immer manuell bzw. nach Gehör gemacht. Werde mich aber diesbezüglich hier im Forum mittels Suchfunktion noch etwas schlauer machen.
Bepone
Inventar
#5 erstellt: 26. Nov 2008, 10:13
Hallo Silvan,

21mN sind für das Shure viel zu hoch, falls es eine Originalnadel hat.
Die empfohlene Auflagekraft vom Hersteller liegt bei 10mN(!) bis maximal 12mN. Die von mir genannten 12,5mN gelten für die Jico SAS und sind für die Originalnadel auch noch in Ordnung (habe meine so betrieben).

Da du schon den doppelten Wert der empfohlenen Auflagekraft hast, wirst du einen höheren Verschleiß an Nadel und Schallplatten haben. Außerdem sollte es schon zu Klangeinbußen kommen.

Eine viel zu niedrige Auflagekraft kann Schallplatte und Nadel schnell zerstören! Eine zu hohe führt wahrscheinlich zu erhöhtem Verschleiß.


Ich empfehle dir, gehe mit der Auflagekraft zunächst auf 12mN herunter und höre, ob du Verzerrungen hast. Wenn nicht, lasse es auf 12 oder probiere auch mal nur 10mN.
Wie du den Tonarm ausbalancierst und auf die neue Auflagekraft einstellst, findest du mit der Suchfunktion heraus; falls nicht helfe ich dir hier natürlich auch gerne.
Auf keinen Fall einfach das Gegengewicht auf 1 drehen! Balanciere bitte deinen Arm vorher gut aus.

Es empfielt sich außerdem dringend, die eingestellte Auflagekraft wenigstens 1x mit einer Tonarmwaage nachzuprüfen. So hat man Gewissheit, dass die Skala am Tonarm-Gegengewicht hinhaut.
Du kannst natürlich erstmal ohne diese Prüfung Platten hören, solltest dir aber früher oder später eine solche Tonarmwaage zulegen.


Gruß
Benjamin
kölsche_jung
Inventar
#6 erstellt: 26. Nov 2008, 10:22
hallo ...

shure gab für das V15III 0,75 - 1,5 gr an...klick mich!
ist auch gleich ne abbildung mit drauf


zuviel auflagegewicht schadet den platten


früher (70er 80er) wurden Platten sorgfältiger gepresst, es herrschte ein vernünftiger Umgang mit Trennmittel und die Presszeiten bei der Herstellung waren länger,
und man weiß nie, welche quelle bei einer re-issue genutzt wird, manchmal klingt es fast wie CompactCassette .....


nein, die gewichtseinstellung hat nichts mit dem plattengewicht zu tun. man könnte einzig die Tonarmhöhe verändern, denn: je schwerer eine platte, desto dicker wird sie sein, ist aber wohl zuviel arbeit (und ohnehin nicht bei jedem arm einstellbar)


ja, das stroboskop dient zur justierung der geschwindigkeit.
du musst auf den streifen für die geschwindigkeit und die Hz-Zahl schauen ... bei LP also 33U/min 50 Hz (Stromfrequenz) ... der streifen sollte "stehen", dann ist die Geschwindigkeit richtig.

klaus
Silvan5000
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 26. Nov 2008, 10:25
Na, das war wieder mal eine flotte Antwort. Danke.

Meine Nadel ist tatsächlich eine Shure V15 Type III. Habe jetzt hinter der einen Schraube einen Schriftzug erkennen können, der dies bestätigt. Werde das mit dem Ausbalancieren heute Abend einmal probieren. Sollte mir die Suchfunktion nicht mehr weiterhelfen, werde ich mich hier erneut melden.
Bepone
Inventar
#8 erstellt: 26. Nov 2008, 21:48
Hallo,


kölsche_jung schrieb:

shure gab für das V15III 0,75 - 1,5 gr an...klick mich!
ist auch gleich ne abbildung mit drauf :D

Ich sehe im Datenblatt tatsächlich eine Spanne von 0,75 - 1,25 Gramm...
Kleinigkeiten...



nein, die gewichtseinstellung hat nichts mit dem plattengewicht zu tun. man könnte einzig die Tonarmhöhe verändern, denn: je schwerer eine platte, desto dicker wird sie sein, ist aber wohl zuviel arbeit (und ohnehin nicht bei jedem arm einstellbar)

Das stimmt allerdings. Wobei eine so geringe Höhendifferenz auf die Armlänge gesehen fast vernachlässigbar ist in der Änderung des VTA.
Da braucht man sich - meiner Meinung nach - nicht drum zu kümmern.


Gruß
Benjamin
applewoi
Stammgast
#9 erstellt: 28. Nov 2008, 19:48

kölsche_jung schrieb:


zuviel auflagegewicht schadet den platten

klaus



Das stimmt so nicht ganz. Die Dosis macht das Gift.

Wenn ein System wie das Shure ausserhalb seiner Spezifikation betrieben wird(+1g) leidet eventuell auf Dauer die Armatur(Nadelträger und Dämpfer).
Den Platten macht das in der Regel nix aus, die gehen kaputt wenn man mit zuwenig AK oder abgenutzten Nadeln drauf rumhobelt.

@silvan: Ja in der Regel sind die Erstausgaben der Platten mit die besten Pressungen. Abgesehen von hochwertigen Reissues, aber wie gesagt, gibt es auch bei den Neuaflagen durchaus weniger gelungene. Die Sorgfalt bei Mastering und im Presswerk ist kriegsentscheidend.


frnk


[Beitrag von applewoi am 28. Nov 2008, 19:51 bearbeitet]
Silvan5000
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 15. Dez 2008, 18:05
Hallo nochmals. Das mit dem Auflagegewicht einstellen scheint geklappt zu haben. Erlaube mir für eine weitere Frage, wieder denselben Thread zu benutzen.

Die Frage lautet: Ist es normal, dass mein Plattenteller ein wenig "eiert" bzw. sich der Tonarm leicht auf- und abwärts bewegt? Bei älteren Platten ist es noch ein wenig stärker als bei neueren. Aber auch wenn man den Teller ohne Platte dreht, ist von der Seite her ein "Wellen" zu erkennen.

Und wenn das eurer Meinung nach nicht gerade ideal ist, was kann man dagegen machen?

Mein Plattenspieler ist ein Funai P7300 (Direktantrieb), Tonabnehmer Shure III.


[Beitrag von Silvan5000 am 15. Dez 2008, 18:06 bearbeitet]
Bepone
Inventar
#11 erstellt: 15. Dez 2008, 19:07
Hallo Silvan,

du wirst kaum eine Platte finden, die 100% eben ist. Fast alle haben einen Höhenschlag - der Tonarm bewegt sich auf und ab.

Solange noch sauber abgetastet wird und der Klang nicht leidet (leiern), ist das okay.


Auch kann ein Plattenteller an sich einen Höhenschlag haben.
Ich hatte noch keinen Plattenspieler, wo das nicht so gewesen wäre, mich ärgert das immer ein wenig.
Bei solchen Präzisionsinstrumenten sollte man meinen, dass das besser hinzubekommen ist...

Aber ich denke, einen leichten Höhenschlag kannst du auch hier tolerieren.
Wenn sich der Plattenteller nicht um mehr als 1mm hebt und senkt, sollte auch das in Ordnung sein.

Machen kannst du dagegen leider gar nichts.
Du kannst höchstens mal schauen, ob das Plattentellerlager merklich Spiel hat, der Teller also kippelt.
In dem Fall würde ich das Teil aussortieren.


Gruß
Benjamin
Soulific
Stammgast
#12 erstellt: 15. Dez 2008, 20:03

Bepone schrieb:

Auch kann ein Plattenteller an sich einen Höhenschlag haben.
Ich hatte noch keinen Plattenspieler, wo das nicht so gewesen wäre, mich ärgert das immer ein wenig.
Bei solchen Präzisionsinstrumenten sollte man meinen, dass das besser hinzubekommen ist...

Aber ich denke, einen leichten Höhenschlag kannst du auch hier tolerieren.
Wenn sich der Plattenteller nicht um mehr als 1mm hebt und senkt, sollte auch das in Ordnung sein.

Machen kannst du dagegen leider gar nichts.
Du kannst höchstens mal schauen, ob das Plattentellerlager merklich Spiel hat, der Teller also kippelt.
In dem Fall würde ich das Teil aussortieren.


Gruß
Benjamin


Ähh, keiner meiner Plattenspieler, die ich besitze oder besessen habe hatte einen Höhenschlag. Das ist meines erachtens auch nicht tolerabel. Es reicht ja, dass die ein oder andere Platte nicht ganz plan ist. Bei Plattenteller hat absolut eben zu sein. Genau, wie Lager (egal ob von Teller oder Tonarm) kein Spiel aufzuweisen haben. So ein Funai Plattenspieler ist anscheinend alles andere als ein Präzisionsinstrument.
Mein Rat lautet wegwerfen und was gescheites kaufen. Alternativ kann man natürlich auch das analoge Hobby an den Nagel hängen.

Gruß,
Sebastian
Bepone
Inventar
#13 erstellt: 15. Dez 2008, 21:36
Hey Sebastian,

warum gleich so grob?


Bei mir ist es eben so, dass ich einen Höhenschlag immer beobachten kann.
Beim Kenwood KD-3100 genauso wie beim Dual 1246.

Beides sind wohl unbestritten keine schlechten Geräte.
Aber auch diese Plattenspieler haben bzw. hatten eine Toleranz in der Fertigung.
Ich rede bei meinen Geräten übrigens von Höhenschlägen von wenigen zehntel Millimetern.
Sichtbar ist das Trotzdem, wenn man den Rand des drehenden Plattentellers genau beobachtet.
Schau auch mal bei deinen PS hin, wenn du dort keine Bewegung siehst hast du wirklich top Teile.

Dazu muss ja nichtmal der Plattenteller uneben sein.
Eine minimale Neigung der Achse im Teller führt doch genau zu diesem Effekt.
Stell das erstmal auf zehntel Millimeter preiswert her.


Wer wird deswegen gleich das analoge Hobby an den Nagel hängen wollen, geschweige denn den Plattenspieler als Wegwerf-Objekt zu deklarieren


Gruß
Benjamin
killnoizer
Inventar
#14 erstellt: 16. Dez 2008, 07:07

Bepone schrieb:
Hey Sebastian,

warum gleich so grob?


Bei mir ist es eben so, dass ich einen Höhenschlag immer beobachten kann.
Beim Kenwood KD-3100 genauso wie beim Dual 1246.

Beides sind wohl unbestritten keine schlechten Geräte.


Dazu muss ja nichtmal der Plattenteller uneben sein.
Eine minimale Neigung der Achse im Teller führt doch genau zu diesem Effekt.
Stell das erstmal auf zehntel Millimeter preiswert her.


Wer wird deswegen gleich das analoge Hobby an den Nagel hängen wollen, geschweige denn den Plattenspieler als Wegwerf-Objekt zu deklarieren

Gruß
Benjamin


Ich würd mal sagen das bei deutlichem Höhenschlag das Gerät seine Aufgabe nicht erfüllt . Unter einem mm würde ich auch noch tolerieren, das macht ein normaler Tonabnehmer sicher mit .
meine 30 - 35 Jahre alten Oberklasse Japaner haben jedenfalls keinen sichtbaren Höhenschlag .

Bei Dual ist deswegen ja extra für diese Unwucht ein Subchassis eingebaut .


[Beitrag von killnoizer am 16. Dez 2008, 07:13 bearbeitet]
Soulific
Stammgast
#15 erstellt: 16. Dez 2008, 08:58
Hallo,

ich sehe das wie killnoizer (wie heisst du eigentlich richtig?). Ein minimaler Höhenschlag wäre tolerabel. Wir sprechen dann aber von einem gerade so wahrnehmbaren im Bereich von ein paar zehntel mm. Allerdings hat nicht mal der alte ProJect der bei meinen Eltern steht einen Höhenschlag. Es liegt eine Glasauflage auf dem Gussteller und die liegt gleichmäßig auf. Ich hatte im Lauf der Jahre viele Plattenspieler vom Lenco L75 über Thorens TD-320 MkII bis Technics SP-10 keiner davon hatte derartige Probleme. Auch die zahlreichen günstigen Geräte, die ich für Freunde und Bekannte Gewartet und Instandgesetzt habe hatten diesbezüglich keine Mängel. Das waren zum Teil einfachste Geräte vom Schlage Pioneer PL-10 und einige wertige Dual Oldies (1219/704/721). Sogenannte einsteiger und mittelklasse Geräte aus den späten siebzigern und den achziger Jahren in fadenscheinigen Kunststoffgehäusen mit ihren billig zusammengeschusterten Armen, die in meinen Augen fast nichts von heutigen Billigbuden unterscheidet ausser das Alter, fasse ich nicht mehr an. Was ihr damit immer wieder wollt verstehe ich nicht es gibt doch genug hochwertige Geräte, sowohl 2nd Hand als auch neu. Für jeden Geldbeutel ist da was dabei. Wozu Zeit und Geld in einen Funai Dreher stecken. Beides kann man sinnvoller anlegen.

Lieben Gruß,
Sebastian
Bepone
Inventar
#16 erstellt: 16. Dez 2008, 11:58
Hallo Sebastian und killnoizer,

möchte mich zu der Thematik "Höhenschlag" noch einmal äußern.

Wenn ihr wirklich absolut keine Auf- und Abbewegung eures Plattentellers wahrnehmen könnt, wenn sich dieser dreht, dann sind die beiden Plattenspieler, die ich besitze, wohl mit ihrem leichten Höhenschlage eher die Ausnahme denn die Regel.
Da sind aber keine verzogenen Plattenteller dabei, die sind schon absolut plan. Es ist nur die Mittelachse anscheinend ganz leicht schief gestellt.

Ob das nun von Anfang an so war oder vielleicht durch den Transport kommt, weiß ich nicht.

Ihr sagt aber auch, wenige zehntel Millimeter würdet ihr tolerieren. So sehe ich das auch. Das ist ja der Bereich, den ich beobachte.


Noch etwas, Sebastian, kennst du denn den Fuani Plattenspieler, den Silvan besitzt?
Du redest den hier immerzu ganz schön schlecht.
Hast du generell etwas gegen Japaner mit Direktantrieb oder wie kommt deine Funai - Abneigung zustande? Ich frage nur aus Neugierde, kenne die Firma Funai nicht.

Es sieht aber doch so aus, als hätte Silvan den geschenkt bekommen ("ein Bekannter wollte ihn loswerden"). Was spricht denn dagegen, den erstmal auszuprobieren?

Meines Erachtens kann man doch auch mit einem etwas billigeren Gerät anfangen; mein erster PS war ein Grundig PS 2500.
Das war ein Plastikbomber mit Riementrieb, aber er war trotzdem recht gut zu gebrauchen.
Auf alle Fälle um Klassen besser als dieser neuartige Plastikmüll, den man heutzutage für unter 100 Euro bekommt.

Übrigens war das der Plattenspieler mit dem geringsten Plattenteller - Höhenschlag


Gruß
Benjamin
killnoizer
Inventar
#17 erstellt: 16. Dez 2008, 15:11
Ich heisse übrigens Gerrit ,



Bepone :

wenn die Achse nur schiefstehen würde wäre auch der Teller nur schief , aber ohne Höhenschlag !

Wenn du wirklich diese Unrundheit hast würde ich vielleicht auf Transportschaden tippen ? Dann wäre die Achse nicht schief , aber krumm = verbogen .

Stellst du das bei aufgelegter Platte oder ohne Tonträger fest ?

Aussagekräftig wäre ja nur die Messung OHNE Schallplatte , sonst ist es mit Sicherheit sowieso der krumme Tonträger .

Gute Fahrt weiterhin !

Gerrit
Bepone
Inventar
#18 erstellt: 16. Dez 2008, 19:03
Hallo Gerrit,

Du hast recht, sofern es sich um eine Achse im Plattenspieler handelt.

Mit schiefstehender Achse meine ich, dass die Achse am Plattenteller nicht exakt senkrecht zur Ebene des Plattentellers steht (Dual 1246).
Oder aber wenn der Plattenteller nur eine Bohrung hat und die Achse im Plattenspieler ist, wie beim Kenwood KD-3100, ist eben die Bohrung im Teller leicht schief (das kann dann aber kein Transportschaden sein).

Dadurch hängt der Plattenteller quasi an einer Stelle durch und ist an der gegenüberliegenden Seite erhaben.

Beobachten kann ich das, wenn sich der Plattenteller dreht und ich über die Ober- oder Unterkante visiere. Diese hebt und senkt sich dann während einer Umdrehung.

Am Kenwood übrigens noch viel weniger als beim Dual, fast gar nicht sichtbar.


Verstehst du, wie ich es meine?


Gruß
Benjamin
timmaeh
Stammgast
#19 erstellt: 16. Dez 2008, 21:18
Auch hier nochmal aus einem anderen Thread.

Habe gerade mal bei meinem C555 nachgeschaut selbstverständlich ohne LP. Auch hier kann man einen leichten Höhenschlag sehen, scheint aber wohl marginal zu sein.

Es kann ja an so ziemlich allem liegen, am Teller selbst, an der Achse etc pp.

Also mich störts nicht, alle LPs hören sich wunderbar an.



Gruß
Tim
Silvan5000
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 16. Dez 2008, 21:37
Hallo miteinander

Erst mal vielen Dank für eure Beiträge. Schon interessant, wie man selbst mit "Anfänger-Fragen" solch angeregte Diskussionen auslösen kann.

Grundsätzliches vorneweg: Bepone sieht das schon richtig. Habe das Gerät von einem Verwandten geschenkt bekommen, der noch 2-3 andere Plattenspieler hat, die wohl etwas mehr taugen (Technics etc.). Mir ist schon bewusst, dass ich nicht gerade ein Gerät der Extraklasse vor mir habe. Jedoch geht es mir auch mehr ums Ausprobieren der Analogtechnik. Sollte es dann einst darüber hinaus gehen, kann ich mir dann immer noch ein besseres Gerät zulegen.

Ein minimer Höhenschlag scheint also bei einigen von euch "normal" zu sein. Bei mir ist er ebenfalls minimim, weshalb ich das Thema vorerst mal abhaken möchte.

Mittlerweile hat sich aber eine neue Frage aufgedrängt: Man liest vielerorts, der Tonarm müsse parallel zum Plattenteller sein. Gilt das für alle Systeme? Und misst man das bei laufender Platte mit abgesenkter Nadel? Bei meinem Plattenspieler ist das irgendwie nicht so der Fall. Der Tonarm steht nicht ganz waagrecht. Handlungsbedarf?

Anbei habe ich noch 2-3 Photos von meinem Plattenspieler, damit ihr - so hoffe ich - sehen könnt, wie das mit dem Tonarm steht und ein allgemeines Bild von meinem Spieler bekommt.

http://img386.imageshack.us/my.php?image=img0395km1.jpg
http://img247.imageshack.us/my.php?image=img0397os5.jpg
http://img247.imageshack.us/my.php?image=img0398kq4.jpg

Für eure Rückmeldungen bedanke ich mich im Voraus.

Aus der Schweiz grüsst

Silvan
Soulific
Stammgast
#21 erstellt: 17. Dez 2008, 08:58
Hallo Silvan,

das hast du richtig verstanden. Der Tonarm sollte abgesenkt mit aufliegender Nadel parallel zur Schallplatte stehen. Bei dir tut er das überhaupt nicht. Versuch mal etwas (leichtes) zwischen Tonabnehmer und Headshell zu basteln, ein kleines Stück Kunststoff z.B. Ausserdem kannst du ohne weiteres eine dickere Matte auf den Teller legen, das beruhigt den Teller auch zusätzlich.

Lieben Gruß,
Sebastian
CyberSeb
Inventar
#22 erstellt: 17. Dez 2008, 09:59
Moin zusammen,

Leute, streitet doch nicht.

@Silvan: Viel sieht man von dem Plattenspieler SO nicht ...

Was den Höhenschlag angeht muss ich sagen, dass ich bei ALLE meinen Geräten (das dürften ca. 15 sein) einen leichten Höhenschlag erkennen kann. Das reicht von "praktisch nicht erkennbar" bis "deutlich eiernd". Die Regel liegt irgendwo dazwischen. Tatsächlich ist es aber wirklich so, dass ausgesprochen genau hinschauen muss, um es zu erkennen.

Gruß, Seb
Silvan5000
Ist häufiger hier
#23 erstellt: 17. Dez 2008, 10:54
Werde das mit dem Kunststoffstück zwischen Headshell und Tonabnehmer bei Gelegenheit mal probieren. Bestünde auch die Möglichkeit, den Tonarm durch Lockern/Anziehen der Schrauben zu heben bzw. zu senken? Und kann evtl. der "schräge" Tonarm Grund dafür sein, dass die Auflagekraft ursprünglich so hoch eingestellt war, oder hat das damit gar nichts zu tun?

Hier noch 2 weitere Fotos:
http://img114.imageshack.us/my.php?image=img0399tv8.jpg
http://img114.imageshack.us/my.php?image=img0401xf7.jpg


[Beitrag von Silvan5000 am 17. Dez 2008, 10:57 bearbeitet]
Soulific
Stammgast
#24 erstellt: 18. Dez 2008, 12:16
Hallo,

meine Vermutung wäre, dass mal eine dickere Matte auf dem Teller lag und das ursprüngliche Tonabnehmersystem höher war. Das Shure war jedenfalls nicht immer da dran.

Lieben Gruß,
Sebastian
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