Plattenspieler, System, Tonabnehmer, Nadel

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sammlergerrit
Stammgast
#1 erstellt: 16. Dez 2008, 21:12
Hallo,

Ich wollte gerne wissen, was genau ein System, Tonabnhemer, Nadel und Tonarm ist.
Ihr könnt mir hoffentlich helfen.

MFG

sammlergerrit
germi1982
Moderator
#2 erstellt: 16. Dez 2008, 21:52
Guckst du hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Tonarm

Tonabnehmer und System bezeichnen das gleiche, man sagt auch oft Tonabnehmersystem:

http://de.wikipedia.org/wiki/Tonabnehmer

Die Nadel ist ein entweder elliptisch oder sphärisch geschliffener Diamant der an dem sog. Nadelträger befestigt ist. Dieser hängt dann am Tonabnehmersystem. Die Nadel folgt der Rille in der die Toninformationen "gespeichert" sind. Die Auslenkung der Nadel bewirkt, dass der Nadelträger sich bewegt. An dem Nadelträger ist entweder:

A: ein kleiner Magnet befestigt und in der Gehäuse des Tonabnehmers eine große statische Spule. Nennt sich dann Moving Magnet

B: eine kleine Spule befestigt und in dem Gehäuse des Tonabnehmers ein großer statischer Magnet. Nennt sich Moving Coil (Coil ist englisch für Spule).

Durch die Bewegung des Magneten in der Spule, oder bei Moving Coil der Spule innerhalb des Magnetfeldes, entsteht eine Induktionsspannung. Diese ist sehr gering, bei Moving Magnet sind das zwischen 2 und 8 mV je nach System. Bei Moving Coil ist es noch weniger, da sind es teilweise nur 0,2 mV, deswegen ist hier auch ein spezieller Vorverstärker erforderlich oder halt ein schaltbarer Phono-Eingang. Bei Moving Magnet reicht der normale Phono-Eingang am Verstärker. Der Vorverstärker entzerrt auch gleich den Klang, denn die Musik ist verzerrt auf der Platte aufgezeichnet, und zwar nach der RIAA-Kurve:

http://de.wikipedia.org/wiki/RIAA

Deswegen und halt wegen der geringen Ausgangsleistung der Magnetsysteme ist ein Vorverstärker/Entzerrer nötig. Oder halt ein Phono-Eingang, da ist dann dieser Vorverstärker schon in der Anlage eingebaut.

Bei Kristall- (Piezo) oder Keramiksystemen ist die Vorverstärkung nicht nötig aufgrund der physikalischen Funktionsweise. Allerdings haben die Systeme den Nachteil der hohen Auflagekraft die einen höheren Verschleiß der Platten zu Folge haben und zudem ist der Klang auch nicht ganz so gut wie bei den Magnetsystemen.

Für alte Schellackplatten benötigt es eine Nadel mit Saphir statt dem Diamant. Ein System für die sog. Mikrorille würde auf einer Schellackplatte kaputt gehen, denn es würde unten auf dem Rillenboden aufsetzen. Es gibt allerdings Systeme die eine zweite Nadel dabei haben, extra für Schellack.

Die Nadeln sind bei Moving Magnet eigentlich immer austauschbar, da wird einfach der entsprechende Einschub entnommen. Bei Moving Coil muss in der Regel das System eingeschickt werden zum Hersteller.


[Beitrag von germi1982 am 16. Dez 2008, 21:58 bearbeitet]
sammlergerrit
Stammgast
#3 erstellt: 18. Dez 2008, 19:42
alles klar, vielen dank für die info
vincent1958
Stammgast
#4 erstellt: 31. Mai 2009, 09:33
Hallo

Es gab doch früher mal preiswerte MC Übertrager für den Fall das man an einem alten Receiver nur MM Eingang hat.
Inzwischen sehe ich zum Beispiel bei Ebay nur Kistchen mit 3 bis 4stelligen Preisen

Gesetzt den Fall ihr habt einen hochwertigen Plattenspieler und einen hochwertigen Receiver oder Amp aus den 70ern.

Würdet ihr dem MM System oder einem MC System den Vorzug geben?
Klar kommt es auf die Qualität der jeweiligen Systeme und überhaupt der ganzen Gerätekette an,aber was wäre sinnvoller:Ein hochwertiges MM System oder der Umstand mit dem zusätzlichen Übertrager?


Noch etwas:
An den alten Geräten gab es ja noch keinen CD Eingang(logisch weil gabs ja erst ab 82 meine ich)

Nun las ich mitunter das manche ihre Receiver Eingänge auf CD umrüsten lassen???
Ist denn AUX und CD nicht beides Hochpegeleingang und somit das Gleiche oder gab es da Unterschiede in den Jahren???
Also ich persönlich höre CD an AUX und meine das es völlig in Ordnung ist und kann auch keine spürbaren Unterschiede in der Lautstärke im Vergleich zu Tuner feststellen.
Oder bin ich da völlig auf dem technischen Holzweg?
Bepone
Inventar
#5 erstellt: 31. Mai 2009, 10:19
Hallo,

CD und AUX - Eingang ist das gleiche


Gruß
Benjamin
vincent1958
Stammgast
#6 erstellt: 31. Mai 2009, 12:35
Mein ich doch auch.Las gestern was wo einer meinte das wäre es nicht.
germi1982
Moderator
#7 erstellt: 31. Mai 2009, 13:18
Das ist Schmarren, ich habe den CD-Player am Tape-Anschluss laufen...die Eingänge, egal ob jetzt Tape, Aux oder CD haben die gleichen Werte von der Eingangsempfindlichkeit und der Impedanz.

Und es gibt auch noch die Möglichkeit eines aktiven Übertragers, kann man auch selber bauen. Genau wie den normalen passiven Übertrager.
wp48
Stammgast
#8 erstellt: 31. Mai 2009, 17:53
Hallo germi,


germi1982 schrieb:

Und es gibt auch noch die Möglichkeit eines aktiven Übertragers, kann man auch selber bauen. Genau wie den normalen passiven Übertrager.


Das würde mich interessieren. Gibt es dazu einen oder mehrere Threads? Falls du mir mit entsprechenden Links weiterhelfen könntest, hätte ich die Suche erspart.

Mit Dank vorab und
Gruß

Wolfgang
germi1982
Moderator
#9 erstellt: 31. Mai 2009, 19:39
Nö, gibts wohl nicht. Ich habe einen Bauplan dazu, aber ich werde den Teufel tun und den hier einstellen....

Ach, ich habe ja sowieso schon wieder zuviel darüber geschrieben....nicht das wieder der User mit dem Dual-Logo als Avatar kommt und mit mir schimpft...
Hörbert
Moderator
#10 erstellt: 01. Jun 2009, 07:32
Hallo!

@germi1982

Was meinst du mit einem aktiven Übertrager?

Mir sind Prepre´s bekannt, -die sind selbstverständlich aktiv-. Ansonsten eben Übertrager, das sind eben Transformatoren die in relevanten Frequenzbereich mehr oder weniger linear sind. Eine aktive Schaltung die einen Übertrager zusätzlich nutzt kenne ich gar nicht. Aber die würde mich schon mal interessieren, -obwohl ich eigentlich keinen Sinn in einer solchen Verquickung der beiden Pinzipien sehr wäre ich doch einmal an einem Schalktbeispiel interessiert-, man kann schließlich immer etwas dazulernen und eventuell gibt es einen Vorteil der mir nur nicht einfällt.

MFG Günther
germi1982
Moderator
#11 erstellt: 01. Jun 2009, 17:11
Das meine ich damit auch, einen MC-Vorverstärker. Darunter können sich aber viele Leute nicht wirklich was vorstellen, deswegen schrieb ich aktive Variante des Übertragers, denn da wissen manche schon eher was damit anzufangen. Viele denken dann an komplette Vorverstärker/Entzerrer, aber der PrePre macht ja nix anderes als ein Übertrager. Aber halt aktiv mit Transistoren.
Hörbert
Moderator
#12 erstellt: 02. Jun 2009, 07:47
Hallo!

Schade, eine solche Zwitterschaltung ist mir nämlich noch nicht untergekommen. Da mir kein Vorteil den eine solche Schaltung bieten könte einfällt hätte ich mir gerne mal ein Schaltbild angesehen. Es wäre immerhin möglich das es einen Vorteil gibt der mir nicht in den Sinn kommt. Die Vorteile eines anpassbaren Pre-Pre liegen nätürlich klar auf der Hand.

MFG Günther
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