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Grado Prestige Silver an einem Pro-Ject Debut III

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fzeppelin
Stammgast
#1 erstellt: 27. Jan 2009, 17:26
Hallo Gemeinde!

Hat jemand schon Erfahrungen mit einem Grado Prestige Silver an einem Debut III. Bisher habe ich eigentlich immer nur Gutes über die Kombi Ortofon VM red und Debut III gehört. Über das Grado in Verbindung mit dem Drher findet man recht wenig, außer dass es funktioniert, das das PJ K6 baugleich mit dem Grado prestige Silver sei.

Ich habe die Möglichkeit günstig an ein gepflegtes System zu kommen, muss mich aber relatibv kurzfristig entscheiden.

Gruß

zeppi
Bärlina
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 27. Jan 2009, 17:58
Hatte mal das " GOLD " für eine Weile an versch. Tonarmen. Alles sehr plüschig und nicht empfehlenswert.

MfG,
Erik
fzeppelin
Stammgast
#3 erstellt: 27. Jan 2009, 18:04
Hallo Erik!

Danke für Deine Antwort.

Bei mir geht es ganz speziell um den Debut III mit dem Standart 8.6 Tonarm von Pro-Ject und dem Standart-Metall-Teller, wobei ein Update auf den Acrylteller angedacht ist.

Gruß

zeppi
Ludger
Inventar
#4 erstellt: 28. Jan 2009, 09:39
Hallo,
ich hatte das Silver und habe es auf mehreren Armen gehört.
Einen plüschigen Sound habe ich nicht feststellen können, für mich klingt es sehr natürlich mit einer leichten Zurückhaltung im oberen Präsenzbereich, die allerdings gerade bei Mittelklasse-Playern meist eher angenehm ist.

Der Kauf stellt kein großes Risiko dar, wenn es dir nicht gefällt, wirst du es sehr schnell wieder los, bei ebay werden dafür verhältnismäßig hohe Preise gezahlt, mehr als für ein Ortofon VM Red - was sicherlich auch einiges über die Qualitäten des Silver aussagt.
Gruß
Ludger
Hörbert
Moderator
#5 erstellt: 28. Jan 2009, 11:31
Hallo!

Von der Abtastqualität her gesehen schenken sich das VM-red und das Prestige-silver nicht allzuviel, Das Grado hat allerdings bei Verzerrungen in der Innenrille etwas bessere Werte anzubieten. (Exakte Justage beider Systeme vorrausgesetzt) Klanglich aber treffen hier zwei Welten aufeinander.

Das VM-red liefert ein -für seine Preisklasse-, Präzises unaufgeregtes etwas hochtonlastiges Klangbild mit schlankem Tieftonbereich und etwas zurückgenommenen oberen Mitten. Klassische Musik läßt sich zwar auch damit hören aber seine Domäne ist doch eher der Rock-/Pop-Sektor. Ein gutes System für sein Geld mit einer interessanten Aufrüstoption durch Nadeltausch.

Das Prestige-silver hat ein eher weiches Klangbild mit einer leichten Präsenssenke in den oberen Mitten und stellt vor allem Stimmen gut dar. Bei Rock/Pop härterer Gangart ist das System viel zu gutmütig abgestimmt, schneidende schroffe Passagen sind nicht so seine Passion. Das Grado klingt niemal aufdringlich oder gar nervend. Jazz und großorchestrale Klassik gehen mit dem System ebensogut wie Rock-/Pop der nicht allzuharten Gangart.

MFG Günther
fzeppelin
Stammgast
#6 erstellt: 28. Jan 2009, 15:09
Danke für die letzten beiden Antworten.

Da scheint für mich das Grado tatsächlich die bessere Wahl zu sein. Mein Musikstil geht eher in die Richtung ruhig und unplugged als Elektro und Computer.

Der Projekt spielt über eine Phonobox MK II an einem Cambridge Azur 340A, der dann per AudioQuest Typ 4 an eine Dayton-Needle, geht.

Scheint ja tatsächlich zu passen.
Hörbert
Moderator
#7 erstellt: 28. Jan 2009, 15:21
Hallo!

@fzeppelin

Bei eher ruhiger Musik die zudem noch auf akustischen Instrumenten gespielt wird -und bei der wohlmöglich noch einiges Gewicht auf eine gute Stimmendarbietung gelegt wird-, würde ich das Grado dem VM-red auf jeden Fall vorziehen. Es ist so ziemlich das einzige System in dieser Preisklasse mit dem ich mir zuweilen auch klassischen Sopran anhören kann ohne daß ich den Eindruck bekomme das die Sängerin einfach nur Kreischt. Das Grado klingt halt gerade in diesem Bereich besonders gut.

Ich habe jedenfalls den Erwerb des Grados bis heute nicht bereut, -sicher es gibt wesentlich bessere Systeme auf dem Markt-, aber die sind auch gleich wesentlich teuerer. Ich denke mal daß du mit dem Grado sehr zufrieden sein dürftest.

MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 28. Jan 2009, 15:22 bearbeitet]
Fhtagn!
Inventar
#8 erstellt: 28. Jan 2009, 18:37

Hörbert schrieb:
Hallo!

@fzeppelin

Es ist so ziemlich das einzige System in dieser Preisklasse mit dem ich mir zuweilen auch klassischen Sopran anhören kann ohne daß ich den Eindruck bekomme das die Sängerin einfach nur Kreischt. Das Grado klingt halt gerade in diesem Bereich besonders gut.


Jau, aber auch nur da.
Ich halte überhaupt nichts von Grados, mag sein dass unser Sopranliebhaber da sein Ding gefunden hat ( ), aber für mich kämen die Dinger schon wegen ihrer miesen Justierbarkeit nicht auf den Teller.
Klanglich eben nur was für Vokalklassik-Liebhaber ohne Geld .

Das VM Red ist sehr gut, aber der limitierende Faktor wird bei Dir weder ein Grado noch ein Ortofon sein, sondern dieses Presspan-Brett von Pro-Ject. Das ist nämlich der totale ... . Auf deutsch: Müll.


[Beitrag von Fhtagn! am 28. Jan 2009, 18:39 bearbeitet]
torbi
Inventar
#9 erstellt: 28. Jan 2009, 19:51
Naja, abgesehen davon, dass es kein Problem ist, "kein Geld" zu haben (oder es für Schallplattenwiedergabe nicht ausgeben zu wollen):

Am Ende macht ein klanglich passender Tonabnehmer auf einem zugegeben einfacheren Plattenspieler immer noch mehr Sinn als ein Billigsystem auf einem Top-Dreher. Meiner Meinung nach.

Aber auch ich würde mittelfristig auf ein besseres Gerät sparen, das Grado kann man dann immer noch da dranhängen.

Lg, Torbi
Fhtagn!
Inventar
#10 erstellt: 28. Jan 2009, 20:15

torbi schrieb:
Naja, abgesehen davon, dass es kein Problem ist, "kein Geld" zu haben (oder es für Schallplattenwiedergabe nicht ausgeben zu wollen):

Am Ende macht ein klanglich passender Tonabnehmer auf einem zugegeben einfacheren Plattenspieler immer noch mehr Sinn als ein Billigsystem auf einem Top-Dreher. Meiner Meinung nach.

Aber auch ich würde mittelfristig auf ein besseres Gerät sparen, das Grado kann man dann immer noch da dranhängen.

Lg, Torbi
Fhtagn!
Inventar
#11 erstellt: 28. Jan 2009, 20:20

torbi schrieb:
Naja, abgesehen davon, dass es kein Problem ist, "kein Geld" zu haben (oder es für Schallplattenwiedergabe nicht ausgeben zu wollen):

Lg, Torbi



Man braucht ja gar nicht viel Geld, um einen hervorragenden Dreher zu bekommen.

Die Dual 6xx Direkttriebler werden um die 50€ gehandelt.

Braun 450er gibts auch für das Geld.

Alles hervorragende Dreher, ich verstehe einfach nicht, warum so viele Leute ihr Geld für diesen (österreichisch-tschechischen) Müll ausgeben, der sieht ja nichtmal edel aus und ist technisch einfach nur Steinzeit.
Bärlina
Hat sich gelöscht
#12 erstellt: 28. Jan 2009, 20:26
@ Ludger:

Der Wiederverkaufswert eines Gegenstandes - z. B. Tonabnehmers - läßt keine Rückschlüsse auf dessen Qualität zu. Ansonsten wäre die Schnäppchenjagd total langweilig !

MfG,
Erik
torbi
Inventar
#13 erstellt: 28. Jan 2009, 22:00
Naja, ich würde auch zu einem schicken Dual raten. Kann mich mit den neuen Geräten ja auch nicht recht anfreunden, aber wenn er schon mal da ist, vielleicht sogar sauer erspart...?

Also, fzeppelin: Tu Dir zusammen mit dem Grado den Gefallen und hol dir einen guten Dreher, das muss nicht teuer sein

Lg, Torben
fzeppelin
Stammgast
#14 erstellt: 28. Jan 2009, 22:10
Hi!

Nu mal langsam! Erstens sind Geschmäcker verscheiden und zweitens war das Thema nicht "Ist der Pro-Ject Debut II gut?" oder "Wie ist die Qualität des 8.6 Tonarms?"!

Aber scheinbar laufen hier die Diskussionen immer in die Richtung, dass, ob nun gefragt oder nicht, dazu geraten wird, sich doch für 50 EUR ein Altteil aus der Bucht zu schiessen, weil, egal wie vermackt oder häßlich, die Qualität um längen besser sein soll, als die eine aktuellen Pro-Jects. Besonders interessant finde ich dann die Ersatzteildiskussionen oder die Bastelvorschläge, weil das Teil, was man gerade benötigt nicht mehr lieferbar ist. Ich warte auf den Thread "Wenn ich mal meine Ersatzteile alle habe und ein System gefunden habe, das auf meinen gebrauchten, für 50 EUR in der Bucht geschossenen DUAL/BRAUN past, dann klingt der aber sowas von genial." Verschwiegen wird dann: "Bis dahin kann ich mir meine Platten aber nur im Regal angucken!"

Ich habe 60 EUR für meinen 1,5 Jahre alten Debut III im Neuzustand bezahlt und er gefällt mir. Und ich konnte ihn mir in meiner Nähe ansehen und abholen. Kein Kratzer, keine Schramme - gepflegter Rentner-Dreher mit wenig Kilometer.

Jetzt hat ein Bekannter ein Grado aus seiner Anfangszeit über, dass, wie er sagt, weder zu seinem Transrotor gepasst hat, noch zu seinem neuen Dreher passen wird, der demnächst geliefert wird. Als Gegenleistung soll ich mir, so seine Aussage, was einfallen lassen. Geld will er dafür nicht.

Klar finde ich Rega, Linn, Thorens oder den ein oder anderen Dual schöner und er mag auch besser klingen, aber um seine alten Platten aus der Jugend zu hören und in das Thema "Back to Black" einzusteigen, finde ich den Pro-Ject recht anständig, vor allem für den von mir bezahlten Preis. Ich hab einfach keine Lust an einem Oltimer rumzuschrauben. Ich will Musik hören - ohne großen Aufwand.

Ausserdem wollte ich nur wissen, ob das Grado passen könnte.

Munter bleiben

zeppi
Fhtagn!
Inventar
#15 erstellt: 28. Jan 2009, 22:26
Zu dem Brett passt jeder Halbzöller. 60€ waren auch sicher ein fairer Preis dafür.

Punkt.

Denn voll ausloten wirst du mit der Kiste eh nichts können, also hol dir das System wenn es dir gefällt.

Zum Thema: Grado Prestige gefällt mit gar nicht, weil:
Klingt wie ein Camembert: Sieht lecker aus, kommt aber weich und schwammig im Geschmack. Muss man halt mögen, ich würde das für Leute empfehlen, die nur Vokaljazz und - Klasik hören.
Mir fehlt da einfach der "Punch".
Für lau würde ich es auf jeden Fall nehmen und antesten, vielleicht gefällt es dir ja gut.

Armtechnisch ist wie gesagt alles drin, denn auf der Möhre sollte es keine Compliance Probleme geben, zumindest nicht mit dem Grado.
Man möge mir meine Pro-Ject Aversion nachsehen.....

Gruß
Haakon
torbi
Inventar
#16 erstellt: 29. Jan 2009, 09:23
Hallo zeppi,

ich bleib locker, keine Panik Ich sag ja, wer einfach nur "mal" ne Scheibe auflegen will, für den reicht das Teil völlig.

Lg, Torbi
Hörbert
Moderator
#17 erstellt: 29. Jan 2009, 10:43
Hallo!

@fzeppelin

Wie du schon gepostet hast, Geschmäcker sind verschieden, höre dir das Grado einfach mal bei dir an und urteile dann selbst.

Es ist nur natürlich das weder die Grado-Systeme noch die Pro-Ject Plattenspieler jedermanns Sache sind. Persönliche Aversionen sind eine Sache, -technische Fakten eine andere-. Technisch gesehen spricht weder etwas gegen Pro-Ject Plattenspieler noch gegen Grado-Systeme, noch gegen eine Kombination von beiden.

Klar haben die Pro-Ject Debut III ihre Schwächen, so leiert der Riemen relativ schnell aus, es gibt ohne Speedbox keine vernünftige Umschaltmöglichkeit für die Geschwindigkeit, da ist umständliches Riemen-Umlegen per Hand angesagt. Klar ist der Tonarm eine einfache Konstruktion mit einfachen Lagern und primitivem Antiskating. Aber er erfüllt seine Aufgabe hinreichend gut.

Ganz sicher ist auch das Grado Prestige-silver kein perfektes System, das gibt es aber ohnehin nicht, weder für 150-, noch für 1500,- noch für meinentwegen 10.000,- Euro. Ich habe das -silver schon seit geraumer Zeit neben anderen wesentlich teueren (und natürlich auch billigeren- ) Systemen hier bei mir und weiß ziemlich gut was es leisten kann und was nicht. Es ist ganz sichjer kein System für Heavy Metal, für Punk oder ähnliche Musik härterer Gangart. Aber sehr wohl ein recht gutes System für Muzsik gemäßigter Gangart, selbst für Jazz und orchestrale Klassische Musik ist es recht brauchbar. Wenn man den Sound eines Grados oder auch eines Shure (ja, da bestehen durchaus gewisse Gemeinsamkeiten) nicht mag so ist das eine geschmackliche Aussage die man natürlich treffen kann.

Das berührt aber nicht die technische Tatsache daß das Grado für den Tonarm des Pro-Ject durchaus guit geeignet ist und auch nicht die technische Tatsache daß das Grado eine niedrige Verzerrunsrate, keinen deutlichen Höchtonanstieg und eine leichte Präsenzseke hat. Hingegen z.B. ein VM-red (da habe ich z.Z. das -silver, das -red ist mir zu Hochtonlastig, ebenfalls Geschmackssache) stärkere Verzerrungen, einen deutlicheren Hochtonanstieg und eine leichte Senke im unterem Mittenbereich hat.

MFG Günther
Ludger
Inventar
#18 erstellt: 29. Jan 2009, 12:05
Hallo,
ich kann nur das unterschreiben, was Hörbert/Günther gesagt hat.
Nimm das Grado, gib deinem Bekannten ein gute Flasche Whisky oder einen Restaurantgutschein und probier das Silver aus.
Und wenn es dann nicht gefällt - ich kaufe es dir gerne ab.
Gruß
Ludger
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