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SL 1210 Nadel-Justage

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maische2
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 05. Feb 2009, 12:32
Moin!

Also wie gehe ich da am besten vor? Da liegt ja diese Lehre bei. Wenn ich die Nadel danach justiere, bekomme ich einen wahnsinns Überhang auf den Dreher!
Wenn ich nach Schönschablone justiere, sitzt die Nadel ganz woanders im Headshell.

Wonach sollte ich gehen? Nach Technics-Schablone, oder nach der Schönschablone?!?

Wie ist das mit dem Überhang? Ist der von Gerät zu Gerät verschieden einzustellen? Hab da mal was gelesen, das der Beim Technics wirklich 15mm betragen soll. Aber es ist doch logisch, das Kröpfung und Überhang im Idealfall bei 0 liegen sollen, richtig?

korrigiert mich da mal! Wie gehe ich da am besten vor?

Montiert ist ein Ortofon OM30 bzw. Nightclub MKII.

Bin irgentwie nicht zufrieden mit dem Sound! Mit der Phonostufe habe ich schon rumgefummelt. Kein Erfolg!

In den Höhen zischelt es ein wenig, und an manchem Plattenende verzerrt es. Auf beiden Kanälen.

Jetzt bleibt nur noch die Nadelstellung offen.

Danke und Gruss

Basti
piccohunter
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 05. Feb 2009, 12:50

maische2 schrieb:

Wonach sollte ich gehen? Nach Technics-Schablone, oder nach der Schönschablone?!?


ICH würde im Zweifelsfall nach der Methode gehen, die den besten Klang bietet. Anfangen würde ich nach Anleitung des Plattenspieler-herstellers, denn der sollte sein Gerät besser kennen als eine mehr oder weniger allgemeine Schablone.


Montiert ist ein Ortofon OM30 bzw. Nightclub MKII.

In den Höhen zischelt es ein wenig, und an manchem Plattenende verzerrt es. Auf beiden Kanälen.


Das klingt - zumindest beim Nightclub- vollkommen typisch. Das habe ich auch festgestellt, auch mit einem Ortofon Broadcast E (alle in der Concorde-Variante, also direkte SME-Befestigung, da gibt es nix zu justieren). Bis kurz vor Ende klingen die Dinger toll, aber dann, bei manchen relativ weit nach innen geschnittenen Platten verzerrt es teilweise mächtig. In meinen Ohren ein typisches Problem der elyptischen Ortofon-Nadeln. Mit den Rundnadeln (z.B. Pro-S) verzerrt da nix. Und ich kann nicht behaupten, das eine Pro-S-Nadel für mich wirklich schlechter klingt.

Das für mich beste System, das man unter einem Technics der SL 1xxx - Reihe hängen kann, ist das Shure M44-7.

Ach ja, ich bin KEIN DJ, ich benutze meine Dreher nur zum Musik hören.

Ich kann nur immer wieder das Shure M44-7 wärmstens empfehlen... klingt extrem verzerrungsarm (auch und gerade zum Ende der Platte), dynamisch und frisch, solider Bassbereich, ist vielleicht nicht der Auflösungskönig, aber es macht einfach in meinen Ohren phantastisch MUSIK, und darum geht es ja nunmal... und ist dabei extrem robust, hat die beste Rillenlage, die ich kenne (man muss die Rille schon zubetonieren, um es aus der Ruhe zu bringen), ist sehr justage-genügsam, hat einen brauchbaren Ausgangspegel... alles in allem meist meine erste Wahl. Dagegen hat z.B. ein Shure M97xE (das ich ebenfalls besitze) meiner Meinung nach in keiner Hinsicht eine Chance. Es mag etwas besser auflösen, bringt aber dadurch auch mehr Störgeräusche aus den Rillen und ist (zumindest für mich) viel zu leise. Natürlich ist das nicht klangentscheidend, aber sehr unpraktisch. 12-Uhr-Stellung für eine Lautstärke, die ich z.B. bei CD (oder beim M44-7) bei 8-9 Uhr habe, brauche ich nicht wirklich.

...und wer jetzt sagt: "das ist doch so ein verdammtes DJ-Ding", dem sei gesagt: das M44-7 mag mittlerweile DAS DJ-System schlechthin sein, ist aber nicht dafür entwickelt worden. Das Ding stammt schon aus den 60igern... und wurde Jahrzehnte später von Shure erst als DJ-System (technisch unverändert!) vermarktet, als die merkten, das die DJ´s haufenweise alte M44-7 aufkauften.
Vielleicht hilft auch ein Vergleich meiner im Einsatz befindlichen Systeme, den ich vor ein paar Wochen mal gemacht habe (alle Tests auf einem Technics SL 1700 MKII):

Ortofon Concorde Broadcast E (elliptisch, Auflagekraft 3 g): klingt sehr gut, verzerrt zur Plattenmitte allerdings, kaum sprunganfällig (Club-/Studiosystem)

Ortofon Concorde Pro S (sphärisch, Auflagekraft 3 g): klingt gut, verzerrt zur Plattenmitte so gut wie gar nicht, kaum sprunganfällig (DJ-System)

Ortofon Concorde Gold (elliptisch, Auflagekraft 3 g): klingt sehr gut, mittlere Verzerrungen zur Plattenmitte, insgesamt keine für mich relevanten, hörbaren Unterschiede zum Broadcast E (Club-/Studiosystem)

Shure M44-7 (sphärisch, Auflagekraft 2,5 g): klingt gut bis sehr gut, verzerrt zur Plattenmitte so gut wie gar nicht, fast nicht aus der Ruhe zu bringen, "klebt in der Rille" (beste Rillenlage, springt so gut wie gar nicht) (DJ-System) (Mein Favorit und am häufigsten benutzt!)

Shure M97xE (elliptisch, Auflagekraft 1,25 g): sehr guter Klang, kaum Verzerrungen zur Plattenmitte, aber sehr leicht "aus der Ruhe zu bringen" (sehr hohe Sprunganfälligkeit) (Hifi-System)

Audio Technica 3600L (sphärisch, Auflagekraft 2 g): guter Klang, kaum Verzerrungen zur Plattenmitte, mittlere Sprunganfälligkeit (DJ-System)

Ich weiß, den Vergleich habe ich schon das ein oder andere Mal gepostet, aber wenn er zum Thema passt und helfen könnte, kram ich ihn halt hervor.)


[Beitrag von piccohunter am 05. Feb 2009, 12:53 bearbeitet]
Albus
Inventar
#3 erstellt: 05. Feb 2009, 12:59
Tag,

voraus: Alles gemäß BDA, d.h. Kröpfung ist 22 °, einzuhalten wie durch die S-Form des Armes und die Headshell vorgegeben; der Überhang von 15 mm wird mittels beiliegender Überhanglehre (weißes Kunststoffteil) möglichst genau eingerichtet (beispielsweise +0,5/-0,0 mm).

Ersatzweise: Abstand Nadelspitze bis Headshell-Gummi (SME-Bajonett) gilt mit 52 mm für Überhang von 15 mm. Hilfsweise: Der 52 mm-Nadelpunkt entspricht direkt der Position unterhalb der untersten Buchstabenlinie des Wortes 'Technics' (das Wort auf der Oberseite der Headshell).

Die Schönschablone legte ich zunächst beiseite. Tonarmhöhe aber auch passend einstellen.

Nachsatz: Und, ich schätze das M44G für Rock/Pop-Musik hoch ein.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 05. Feb 2009, 13:04 bearbeitet]
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