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Empfehlung Phono Vorverstärker für Pro-Ject Debüt III

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Autor
Beitrag
mx333
Stammgast
#1 erstellt: 03. Jul 2009, 17:11
Habe den Project Debüt III Plattenspieler gekauft
http://www.audiotra.de/index.php?idcat=92

und anschliessend den Phono Verstärker dazu:
http://www.audiotra.de/index.php?idcatside=138

passt das oder werde ich klangtechnisch von der Box limitiert?
Ist es sinnvoll einen anderen Phono Verstärerker zu kaufen? Was würdet ihr empfehlen?

P.S.: wo kann ich über MM/MC nachlesen (was das ist usw.)?
achim96
Inventar
#2 erstellt: 03. Jul 2009, 17:27
hallo mx333,

da haste den gaul von hinten aufgezäumt, hättest besser erst gefragt und dann gekauft.das ganze passt schon aber du hast dich selbst limitiert.den ersten klanglichen schritt nach vorn machst du wenn du das system wechselst, das ortofon ist brauchbar aber nicht gut.dein verbautes system ist ein mm = moving magnet. deine box kann nur diese systeme wiedergeben.
ein mc = moving coil system würde aber meiner meinung nach bei deinem dreher nicht wirklich sinn machen.
mx333
Stammgast
#3 erstellt: 03. Jul 2009, 18:20
ich habe eine High End Anlage (würde ich so zumindetst behaupten ;-) und dazu wollte ich einen schicken Plattenspieler. Viele Schalplatten werde ich nicht haben. Es ist einfach da, um Paar besonders schöne alte Platten ab und zu zu hören. Es ist eher ein Acessoire für mich. Aber der Klang sollte schon gut sein. Auch wenn ich wenig Platten haben werde..

Das rote minimalistische Design finde einfach gut. Für 150 € (ebay) für ein fast neues Gerät habe ich wohl nix falsch gemacht. Mehr als 230,- wollte ich nicht ausgeben, da ich die koplette Musik auf CDs/Computer in hervorragender Qualität habe. Ich wüsste keinen anderen, vegrleichbar schönen Plattenspieler für das Geld.

Nun habe 2 alternativen:

a) das komplette ding bei ebay verkaufen. aber was wäre die alternative für einen schicken Plattenspieler mit supersound bis 200 € (auch gebraucht)?

b) Das gekaufte klanglich zu optimieren und neues MM system kaufen? Welches denn? Ist der Phono verstärker eigentlich ok oder auch sehr mittelmäßig?


[Beitrag von mx333 am 03. Jul 2009, 20:02 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#4 erstellt: 05. Jul 2009, 12:32
Hallo!

@mx333

Da du nur ab und an überhaupt eine Schallplatte hörst und ohnehin nicht groß Geld in den Analogteil deiner Anlage investieren willst solltest du -zumindestens erstmal alles so lassen wie es jetzt ist.

Bei passendere Gelegenheit kannst du ja die Nadel des OM-5 E Systems gegen eine höherwertige austauschen, da mußt du nicht gleich das ganze System wechesln.

Eine passende NADEL-20 kostet dich ca. 100 Euro und bringt dich schon recht weit.

Das dein Pro-Ject und alle Geräte in einer ähnlichen Preisklasse, Abtastsysteme unterhalb von ca. 150-250 Euro und Entzerrer unterhalb einiger hundert Euro allesamt als Einsteiger-Klasse-Equipment gelten muß ich dir wohl nicht erst sagen. Bei einer ernsthaften Beschäftigung mit dem Thema "Analog" bist du recht schnell etliche hundert Euro los ohne dafür eine allzu hohe Qualität erwarten zu dürfen. Da du dich selbst eher als Gerlegenheitshörer siehst wäre es m.E. verfehlt wenn du jetzt noch mehr Geld in eine Sache steckst die dir im Endeffekt nix bringt ausser einem selten genutzten Staubfänger den du wahrscheinlich in einigen Jahren wieder aussortieren wirst.

MFG Günther
silberfux
Inventar
#5 erstellt: 05. Jul 2009, 20:29
hi, was die Beurteilung des Debut und anderer Dreher mit ähnlichem Neupreis angeht, stimme ich zu. Anderes gilt jedoch für die Einstufung von Abtastern und Entzerrern. Hier bekommt man oberhalb von ... vielleicht 80 € schon deutlich mehr als Einstiegsklasse. Wie Hörbi selber sagt, stellt z.B. ein OM 20 gegenüber einem OM 5 einen spürbaren Fortschritt dar. M.E. sollte man differenzierter vorgehen und die Einstiegsklasse von einer unteren Mittelklasse (oder wie man sie nennen möchte) abgrenzen. Alles Andere würde bedeuten, dass der analoge HiFi-Himmel erst bei für viele unerschwinglichen Preisen anfängt. Und das ist m.E. so absolut nicht der Fall. Man sollte also nicht von den Kosten her abschrecken, sonder eher ermutigen.

Gruß von Silberfux
mx333
Stammgast
#6 erstellt: 05. Jul 2009, 21:27

Hörbert schrieb:
Da du dich selbst eher als Gerlegenheitshörer siehst wäre es m.E. verfehlt wenn du jetzt noch mehr Geld in eine Sache steckst die dir im Endeffekt nix bringt ausser einem selten genutzten Staubfänger den du wahrscheinlich in einigen Jahren wieder aussortieren wirst.
MFG Günther


das sehe ich genauso. mein schwerpunk ist CD (kopiert lossless auf PC). Phone eher Zusatz.
germi1982
Moderator
#7 erstellt: 05. Jul 2009, 21:36
Sagen wir eher so, es ist eine brauchbare Einstiegsklasse.

Was darunter ist, da braucht man erst gar nicht drüber reden. Und gute Geräte müssen auch nicht teuer sein, es tut im Endeffekt ein gebrauchtes Laufwerk auch, wenn es qualitativ gewisse Mindestanforderungen erfüllt. In den letzten 30 Jahren gab es eigentlich keine Innovationen in diesem Bereich, daher kann man da auch getrost ein gut erhaltenes Laufwerk aus dieser Zeit nehmen. Und jetzt komm keiner mit Tangentialspielern, die gabs damals auch schon, konnte sich aber kaum einer leisten. Und die gibts heute auch nicht mehr...

Plattenspieler sind halt nur noch ein Nischenprodukt, deswegen bezahlt man dafür auch teilweise Mondpreise. Und weil es halt auch Exzentriker gibt die meinen die Platte wäre der Gipfel der akkustischen Wiedergabe, und das beste was es überhaupt gibt, und hätte keine Nachteile. Man bräuchte nur einen Plattenspieler für mindestens 5000€ und ein System für nochmal so viel...das sind in meinen Augen aber Traumtänzer. Eine Platte ist nicht perfekt, sie hat nur ihren Charme, und halt ihren eigenen Klang. Vor allem nimmt sie einem das nicht so übel wie eine CD wenn die Aufnahme total übersteuert ist, wie das bei manchen modernen Produktionen ja Mode ist! Schei? Loudness War...


Man braucht im Endeffekt ein ordentliches Laufwerk, das darf auch gebraucht sein. Der Tonabnehmer, der auch den Klang macht, ist dabei dann natürlich die wichtigste Komponente. Sollte zum Arm passen, sollte auch zum Musikstil passen und natürlich sollte es einem klanglich gefallen. Das kann man natürlich jederzeit ersetzen, das macht ja gerade den Reiz aus. Man kann kontinuierlich optimieren und basteln an der Geschichte. Oder man kann einfach die Platte laufen lassen und Musik hören, so wie ich...

Der Phonovorverstärker sollte auch eine gewisse Qualität haben, früher hat man noch ordentliche Phonostufen in die Verstärker und Receiver eingebaut. Wenn man einen entsprechenden Verstärker oder Receiver sein eigen nennt, dann braucht man auch keinen externen Phonovorverstärker. Diese sollen das nach einem international gültigen Standard verzerrte auf die Schallplatte gebrachte Audiosignal wieder entsprechend korrekt entzerren. Dazu gehört nicht viel, aber manche Hersteller, vor allem Billigheimer, halten die Spezifikationen bezüglich Kapazität oder Abschlusswiderstand des Anschlusses nicht ein. Dementsprechend klingen dann manche halt besch...eiden. Das gilt vor allem für Moving Magnet-Systeme, die sind sehr empfindlich was die Kapazität betrifft. Aus diesem Grund darf man auch kein x-beliebiges Anschlusskabel zwischen Plattenspieler und Phonovorverstärker nutzen!


Für einen Gelegenheitshörer ist so ein Plattenspieler wie der Pro-Ject vollkommen ok. Da brauchts nix weltbewegendes. Ich habe für mein Laufwerk auch nicht viel ausgegeben, 150€ gebraucht für einen Dual 701 Bj. 1975. War der erste Plattenspieler mit Direktantrieb von einem europäischen Hersteller. Ich wollte halt ein ordentliches Laufwerk mit ein bisschen Komfort, Endabschaltung sollte da schon mindestens drin sein. Ist dann halt ein Vollautomat geworden...

Und von Moving Coil würde ich beim normalen Pro-Ject abstand nehmen. Es sei denn man tauscht den Teller aus gegen den aus Acryl. Der normale ist nämlich aus Blech wenn ich das Recht in Erinnerung habe. Und das macht sich bei Moving Coil und den großen Magneten die da in den Systemen verbaut sind nicht gut.


[Beitrag von germi1982 am 05. Jul 2009, 21:44 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#8 erstellt: 05. Jul 2009, 21:48
Hallo!

@mx333

Also allenfalls noch die von mir genannte NADEL-20, ich denke mal daß dir -zumindestens vorerst- auch die verbaute NADEL-5 reichen wird.

Sollte dich wieder erwarten der "Analog-Rappel" dennoch packen ist immer noch Zeit genug dein Geld dafür auszugeben. Weder die Plattenspieler noch die Tonarme laufen schließlich weg.

MFG Günther
germi1982
Moderator
#9 erstellt: 05. Jul 2009, 21:51
Und selbst dann, es geht ja bis Nadel 40...da hat man noch viiieeel Platz bis dahin...
fzeppelin
Stammgast
#10 erstellt: 07. Jul 2009, 10:09
Hallo MX 333,

eigentlich ist schon das meiste gesagt.

Lass Dich nicht verrückt machen, Du hast Dir gute Standardware gekauft. Allerdings ist hier im Forum ProJect nicht unbedingt beliebt.

Der Preis war/ist O.K. Ich habe meinen Debut III auch gerade in der Preisregion wieder verkauft.


"Limitierend" sind bei Dir das System und die Phonobox. Für knapp 30 EUR mehr hättest Du die Phonobox II bekommen. Die hat nicht nur die Wahl zwischen MM und MC, sie klingt auch etwas knackiger.

Zum Tuning:

1. System:

Das höchste der Gefühle ist aus meiner Sicht ein Ortofon VM Red - bekommst Du für rund 99 EUR im Handel. Hier musst Du allerdings schrauben und das System einstellen.

Wenn es günstiger sein soll, kannst Du auch das VM White nehmen. Ist eine Nummer kleiner als das Red und liegt bei rd. 60 EUR. ProJect verbaut es als Alpha auf dem Debut III Esprit.

Mein Geheimtip ist das Ortofon F 15 E MK II. Gibt es bei einem großen Internatanbieter für rund 40 EUR und passt zum Debut III wirklich vorzüglich. Auch hier musst Du schrauben und einstellen. Vorteil des Systems, es ist ein Moving Iron, Du kannst es mit Deiner Phonobox betreiben, es ist aber nicht so kapazitätskritisch und kitzelt aus Deinem Pre noch etwas raus. Und es hat eine Ausgangsspannung von 5mV im Gegensatz zu den VMs, die lediglich 3 mV haben.

Du solltest dabei noch beachten, dass Dein Arm in der Serienaussattung maximal Systeme mit einem Gewicht von 5,5 gr. verträgt. Damit ist für Dich die Auswahl ziemlich eingeschränkt. Meiner Meinung nach machen nur diese drei System Sinn.

Alternativ tausche die Nadel, wie u.a. Hörbert Dir hier schon geraten hat. Kosten knapp 90 EUR. Arbeitsaufwand rd. 1 Minute. Auch hier gilt: Mehr als eine Nadel 30 macht keinen Sinn am Arm des Debut III, und selbst die halte ich schon für übertrieben, da der Body des OMB 5 E das System beschränkt. Du hast dann ein OMB 20/30 und das ist kein OM Super!

2. Plattenteller

Den Plattenteller des Debut III kannst Du sehr einfach gegen den Original ProJect Acrylteller tauschen. Der Wechsel kostet Dich rd. 70 EUR und bringt Dich klanglich nach vorne.

3. Kabel
Wenn Du löttechnisch begabt bist, kannst Du Dir ggf. ein besseres Chinchkabel anlöten.

Schau doch mal unter www.phonophono.de nach. Dort findest Du unterschiedliche, individuelle Ausbaustufen den Debut III.

4. Phono pre

Um hier was zu machen, müsstest Du schon knapp 200 EUR investieren. Wenn Du im Forum die Suche bemühst, wirst Du einige Threads finden, in denen das Thema heiss diskutiert wird.

Meine Emphelung, um Deinen Dreher mit möglichst wenig Aufwand nach vorne zu bringen wäre der Tausch des Plattentellers und das Upgrade auf die Nadel 20. Zusammen wäre das eine Investition von rd. 150 EUR. Vom Kabel würde ich die Finger lassen und vom Kauf eines neuen PhonoPre würde ich absehen.

Ich persönlich habe meinen Debut III aus emotionalen Gründen verkauft, nicht weil er, wie hier so oft postuliert, Schrott ist. Meine Frau hat sich in einen neuwertigen Dual 510er verguckt und wollte diesen unbedingt im Wohnzimmer haben. Ich habe dann auf dem Recyclinghof einen Dual 1249 gefunden, den ich gerade restauriere. Dabei ist er mir so sehr ans Herz gewachsen, dass ich ihn nicht mehr verkaufen möchte. Drei Plattenspieler brauche ich nicht, also kam der Debut III in gute Hände.

Wäre der 1249 nicht gekommen, hätte der Debut III neben den F15 E MK II noch einen Acrylteller bekommen und gut wäre es gewesen. Ich /mochtemag den Kleinen und er macht richtig Spass, sobald ein anderes System montiert ist.

Natürlich kannst Du versuchen, den Dreher wieder zu verkaufen und Dir was anderes zu organisieren. Nur was? Gute Duals / Thorens, an denen Du nicht schrauben musst sind rar und teuer. Ob sie Dir gefallen, musst Du wissen. Ich persönlich wäre nicht bereit, die Preise zu zahlen, die in der Bucht aufgerufen werden. Gleiches gilt für die Sansuies, Elacs, Brauns, Micros Sekis etc. Außerdem ist der Markt mittlerweile ziemlich überhitzt, was Dich aber nicht zu wundern braucht, da Plattenspieler zur Zeit wieder sehr hipp und stylisch sind. Ich glaube irgendwo gelesen zu haben, dass sie zur Zeit das meistverlangte Hifi-Gerät sind.

Und ganz ehrlich, die Welten, die angeblich zwischen einem ProJect Debut III und einem Dual liegen sollen, konnte ich bei einem direkten Vergleich (Debut III, 510er und 1249er)nicht hören.

Gruß

zeppi
germi1982
Moderator
#11 erstellt: 07. Jul 2009, 14:24
Diese Welten kann man nicht hören, aber man kann sie erfahren. Und zwar wenn man eine Platte hat die etwas verwellter ist. Davon habe ich leider eine, ich bin mir nicht sicher wie da ein statisch balancierter Arm mit der umgehen würde, aber auf dem Dual 701 merkt man davon nix. Und deine Duals haben ja auch die gute kardanische Lagerung mit dynamisch balanciertem Tonarm.

Und die F 15 sind wirklich nicht schlecht! Ich habe das F 15 0 Mk II an einem Dual 504.

Ist der 1249 komplett, also auch das Zubehör wie Wechselachse etc? Wenn ja -> Glückspilz...


[Beitrag von germi1982 am 07. Jul 2009, 14:27 bearbeitet]
achim96
Inventar
#12 erstellt: 07. Jul 2009, 15:04
veto!!!
habe leider einige platten, wo nur noch die cover brauchbar sind! nach einer gartenparty haben sich die scheiben so "verbogen" das sie unhörbar geworden sind (tonhöhnschwankungen)
vampirhamster
Inventar
#13 erstellt: 07. Jul 2009, 15:10

mx333 schrieb:


passt das oder werde ich klangtechnisch von der Box limitiert?
Ist es sinnvoll einen anderen Phono Verstärerker zu kaufen? Was würdet ihr empfehlen?


Hi,
leider schreibst Du nichts ueber Deinen Verstaerker, wenn er aelter ist duerfte er sicherlich einen Phono-Eingang besitzen.
Ein guter, aelterer aber auch neuer Vollverstaerker mit Phono -Ins kann es locker mit der ProjectBox mithalten (und sogar besser klingen).

Ich hab die Phono-Box meinem Haendler sprichwoertlich um die Ohren gehauen und umgetauscht. Das ist nur Geldmacherei, bei Conrad Electronic gab es eine baugleiche der Version Box mal fuer 17,99 €
germi1982
Moderator
#14 erstellt: 07. Jul 2009, 15:38
Wie schwer es doch manchen Herstellern fällt sich an einen internationalen Standard zu halten. Die kriegen es nicht mal gebacken eine korrekte Anschlussimpedanz oder -kapazität herzustellen....

Da braucht man sich nicht zu wundern wenns schei?e klingt...

Das haben andere Firmen vor 30 Jahren noch besser hinbekommen...sollte einem eigentlich zu denken geben das da die eingebauten Phonostufen besser waren als das was man heute so manchmal als extra Gerät zu kaufen bekommt.


[Beitrag von germi1982 am 07. Jul 2009, 15:40 bearbeitet]
achim96
Inventar
#15 erstellt: 07. Jul 2009, 15:46
wir esel kaufen doch!!!
germi1982
Moderator
#16 erstellt: 07. Jul 2009, 17:13
Ich nicht, ich habe meinen 30 Jahre alten Receiver mit zwei Moving Magnet-Phonoeingängen. Und für Moving Coil habe ich einen PrePre der einfach zwischen Plattenspieler und Moving Magnet-Phonoanschluss eingeschliffen wird und das niedrige MC-Signal auf MM-Niveau anhebt. Und das Teil ist ein Selbstbau...
mx333
Stammgast
#17 erstellt: 07. Jul 2009, 21:50
[quote="fzeppelin"]
Wäre der 1249 nicht gekommen, hätte der Debut III neben den F15 E MK II noch einen Acrylteller bekommen und gut wäre es gewesen. [/quote

danke für die vilen infos infos. ich kaufe einen plattenspieler auch eher aus emotionalen gründen. klanglich kriege ich alles was möglich ist aus meinen PC - audilabs vorverstärker+endstufe + swans lautsprecher. aber emotianal möchte ichnirgendwann einen alte platte auf einem flohmarkt für einen euro kaufen und sie auf den plattenspieler legen. so gesehen reciht mir die momentane qualität aus. zwei sachen verstehe ich jedoch nicht.

a. woraus ist der teller bei pro-ject und warum soll er schlecht sein?

b. ich weiss, dass pro-ject minimalistisch ist, und ich stehe drauf, nur ist da keine endabschaltung wenn die platte zu ende ist? der arm muss nicht zurückfahren, aber der PS schaltet sich ab, oder? das ist do absolutes minimum. kann doch nicht sein, dass die platte dann weiterläuft?
vampirhamster
Inventar
#18 erstellt: 07. Jul 2009, 21:54
[quote="mx333"][quote="fzeppelin"]


a. woraus ist der teller bei pro-ject und warum soll er schlecht sein?

b. ich weiss, dass pro-ject minimalistisch ist, ...[/quote]

Hi,
ich hab den Debut ja auch, hatte ich gar nicht geschrieben :-) ,

a) der Teller ist aus ZinkDruckguss und reicht voellig aus, eine Veredelung mit einem Glasteller bringt nur Deinem Haendler was.

b) er schaltet nicht ab, die Nadel laeuft in der Auslaufrille weiter und weiter und weiter.... seh ich aber nicht als Manko an !
mx333
Stammgast
#19 erstellt: 07. Jul 2009, 21:55

vampirhamster schrieb:

mx333 schrieb:


passt das oder werde ich klangtechnisch von der Box limitiert?
Ist es sinnvoll einen anderen Phono Verstärerker zu kaufen? Was würdet ihr empfehlen?


Hi,
leider schreibst Du nichts ueber Deinen Verstaerker, wenn er aelter ist duerfte er sicherlich einen Phono-Eingang besitzen.
Ein guter, aelterer aber auch neuer Vollverstaerker mit Phono -Ins kann es locker mit der ProjectBox mithalten (und sogar besser klingen


ich sage nichts, weil ich weiss, dass mein hersteller den eingang eingespart hat:

PC mit Cakewalk UA-1G DA Wandler + lossless (.WAV) musik
audiolab 8000Q Preamp
audiolab 8000P Stereo Endstufe
Swans M1 lautsprecher + Subwoofer XTZ 99W8.16

audiolab bietet eine Phono Endstufe, schweine teuer (600 €) ist und MM/MC kann.
fzeppelin
Stammgast
#20 erstellt: 08. Jul 2009, 13:10
Hi Folks!

@germi:
neeee, der 1249 hatte ne vermackte Zarge, ne gerissene Haube, die DIN-Buchse war abgeschnitten und durch billige Cinchstecker ersetzt worden (brrrrrrummmmmmmm ) Eine Wechslerachse war natürlich nicht dabei und das montierte bzw. geklickte Shure 95 GLM war auch fratze.

Ich habe die serienmäßig weisse Zarge abgeschliffen und weiss gelackt. Leider ist das nicht so toll geowrden, so dass ich da noch mal ran muss. Die verbastelte Serienstrippe habe ich durch ein Öehlbach-Kabel aus dem Car-Hifi-Bereich ersetzt. Vorsichtshalber den Automatikpimpel gewartet und fertig war der Zweitspieler.

Eine intakte Haube sollte die nächsten Tage kommen. Dann noch mal die Zarge nachbessern und fertig ist der Klassiker.

@vampirhamster
Einspruch, das sehe ich anders. Ich habe eine Uher UMA/UPA 1000 Vor/End-Kombi. Der Pre hat einen MC und einen MM Eingang, und nicht mal schlechte. Ich habe spasseshalber die Phonobox II an einen Hochpegel gestöpselt, um einen Direktvergleich zu haben. Mir gefiel der Klang mit Phonobox gerade im Bassbereich etwas besser, weil satter.

Den Vivanco von Conrad hatte ich vorher auch. Er spielt jetzt an einem günstigen Verstärker bei meinen Eltern und ist dort klar besser als die Serienmäßige Phonvorstufe des Amps. Allerdings auch klar schlechter als die Phonobox MK II.

MX333 hat allerdings die PhonBox I. Wie die sich schlägt weiss ich nicht. Wenn günstig, würde ich mir den Dynavox für kanpp 20 EUR besorgen.

Hinsichtlich des Plattentellers muss ich Dir auch widersprechen. Erstens ist der Teller NICHT aus Glas sondern aus Acryl und zweitens empfinde ich den Klang als klarer und direkter. Der andere Vorteil liegt darin, dass beim Acrylteller die Platte komplett aufliegt und nicht übersteht.

@alle: Hört auf zu jammern. In den 80ern waren Hifi-Verstärker und Plattenspieler noch ein Consumer-Gut und wurden in Masse produziert. Dann kam erst die CD und danach Dolby-Krach-Bumm-Peng. Wenn Ihr die Qualität und den Preis aus den 80er haben möchtet, dann solltet ihr Euch ca. 50.000 Gleichgesinnte suchen (das war ungefähr die Verkaufzahl der 300er Thorensserie) und/oder Euer Gehalt, die Lebenhaltungskosten, die Spritpreise u.ä. auf das gleiche Niveau der 80er runterschrauben. Ich würde heute auch gerne für weniger als 50 Cent tanken, allerdings würde mein Wagen dann auch irgendwas zwischen 15 und 20 Liter konsumieren.

Ich stimme Euch ja bei, dass die 80er und 90er Goldene Zeiten waren, schließlich bin ich ein Kind dieser Zeit, aber ob alles besser war, wage ich zu bezweifeln. Auch damals gab es schon ausgemachten Schrott zu horrenden Preisen.

Ich selbst finde ProJect wirklich gut und auf den deutschen Vertrieb in Mühlheim lasse ich nichts kommen. Die Jungs und Mädels sind wirklich sehr nett und hilfsbereit. Ich kenne eigentlich keinen Anbieter, der vom Einstiegsbereich bis in die Referentklasse ein derartiges Angebot bietet wie PJ - von Rega vielleicht einmal abgesehen, wobei ich das Design des P7 echt grenzwertig finde. Außerdem möchte nicht jeder ein Vintage-Teil oder einen DJ-Dreher bei sich im Wohnzimmer stehen haben. PJ bedient hier mit einer Mannigfaltigkeit an Farben und Formen eigentlich jeden Geschmack und genießt auch als Zulieferer einen formidabelen Ruf. Natürlich bieten Cleraudio oder Transrotor formidable Dreher an, aber versuch dort mal einen Plattenspieler für 219 EUR inkl. Mehrwertsteuer zu bekommen. Wenn der Vertriebler freundlich ist, bietet er Dir ein System an und entschuldigt sich dann, weil er Dich angeblich falsch verstanden hätte.

Im Stereo-Sparbuch steht ein Interessanter Vergleich zwischen einem aktuellen Thorens und einem 3001 aus den 80ern oder 90ern, in dem der alte Topdreher mächtig gegen den 500 EUR Dreher abloost. Die Preise, die für manche Vintagedrher verlangt und bezahlt werden, halte ich für genauso überzogen, wie z. B. 5000 oder 6000 EUR für einen Transrotor, einen Cleraudio, einen Linn oder wie sie nicht alle heissen. Alles über 1000 EUR für ein Gerät, egal ob Verstärker, CD-Spieler oder Plattenspieler, halte ich für Schwachsinn. Über Themen wie Kabel, Möbel und anderes Voodoo will ich gar nicht nachdenken.
germi1982
Moderator
#21 erstellt: 08. Jul 2009, 17:30

vampirhamster schrieb:
a) der Teller ist aus ZinkDruckguss und reicht voellig aus, eine Veredelung mit einem Glasteller bringt nur Deinem Haendler was.




Nö, ist Stahlblech 1,3kg...deswegen sollte man auf den Acrylteller wechseln wenn man ein MC-System betreiben will...

Ich merke das ja schon wenn ich ein MC-System montiere, der Schraubendreher wird immer vom System angezogen...

Das mit dem Wechselteller hat also nicht nur optische Gründe...


[Beitrag von germi1982 am 08. Jul 2009, 17:34 bearbeitet]
mx333
Stammgast
#22 erstellt: 12. Jul 2009, 08:10

germi1982 schrieb:

vampirhamster schrieb:
a) der Teller ist aus ZinkDruckguss und reicht voellig aus, eine Veredelung mit einem Glasteller bringt nur Deinem Haendler was.




Nö, ist Stahlblech 1,3kg...deswegen sollte man auf den Acrylteller wechseln wenn man ein MC-System betreiben will...

Ich merke das ja schon wenn ich ein MC-System montiere, der Schraubendreher wird immer vom System angezogen...

Das mit dem Wechselteller hat also nicht nur optische Gründe...


die box die iich erhalten habe, ist eine kombi pro-ject MC/MM. das gibt es aktuell bei pro-ject nicht. muss also älterer sein. ich könbnte mc systenm auch fahren. warum dann ein anderer teller?

übrigens gestern alles angeschlossen. habe eine ältere platte (Bill Evans "Moon Beans" abgespielt über CD und Plattenspieler Pro-Ject III debüt mit der ältren MM/MC Box und kein Unterschied war feststellbar. Vielleicht liegt es an der Platte, aber es war alles OK. Sowohl die Boxen (swans M1 + XTZ sub) asl auch Verstärker (audiolab 8000P/Q) sind absolute spitze, also der Plattenspieler ist wirklich klasse, wenn das auch bei neueren Platten so bleibt. Wenn man aber davon ausgeht, dass ich eher ältere Platten kaufen werde, ist alles wunderbar.
germi1982
Moderator
#23 erstellt: 12. Jul 2009, 12:47

mx333 schrieb:
...die box die iich erhalten habe, ist eine kombi pro-ject MC/MM. das gibt es aktuell bei pro-ject nicht. muss also älterer sein. ich könbnte mc systenm auch fahren. warum dann ein anderer teller?




Es geht darum, das wenn der Teller nicht antimagnetisch ist (kommt auf die Legierung an, aber normalerweise sind die Stahlblechteller die ich kenne magnetisch), der Tonabnehmer vom Teller angezogen wird und dadurch so essentielle Faktoren wie die Auflagekraft absolut nicht mehr stimmen. Im schlimmsten Fall wird der Nadelträger verbogen und du kannst das System in die Mülltonne werfen...

Bei Moving Magnet oder Moving Iron ist das egal, aber bei Moving Coil nicht!

Bei Moving Magnet hat man einen großen Spulenkörper der statisch ist und am Nadelträger hängt ein kleiner Magnet. Wenn der Magnet durch die Auslenkung der Rille sich in der Spule bewegt entsteht eine Induktionsspannung. Und die stellt dann das Signal da.

Bei Moving Coil funktioniert das auch so, aber der Unterschied ist, dass am Nadelträger eine kleine Spule befestigt ist und man einen großen statischen Magneten im System hat.

Und wie ich ja schon schrieb, der Magnet bei MC reicht damit der Schraubendreher ordentlich angezogen wird wenn man das System montiert. Und wenn man nicht aufpasst "klebt" der dann am System.


[Beitrag von germi1982 am 12. Jul 2009, 12:51 bearbeitet]
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