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Knistern in einem Kanal immer stärker

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Autor
Beitrag
Silvan5000
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 10. Aug 2009, 14:54
Hallo zusammen

Gewisse Platten knistern ja nun mal - die einen mehr, die anderen weniger. Wollte euch fragen, ob es normal ist, dass das Knistern in meinem linken Kanal jeweils stärker ist als im rechten. Kann auch sein, dass ich mir das nur einbilde, habe aber schon den Eindruck. Woran kann das liegen? Nadel, Einstellungen/Justage? Platte? Verstärker? Wie schaffe ich mögliche Abhilfe?

Danke für eure Ratschläge


[Beitrag von Silvan5000 am 10. Aug 2009, 14:54 bearbeitet]
Bepone
Inventar
#2 erstellt: 10. Aug 2009, 15:17
Hallo,

das Knistern kann von beschädigten Platten, verschlissener Nadel oder schlecht eingestelltem System kommen. Abgesehen von Knistergeräuschen durch Schmutz.


Knistert es auf einem Kanal lauter, sind entweder die Platten vorgeschädigt (durch schlecht eingestelltes oder verschlissenes System abgenudelt), oder die Systemjustage stimmt nicht.
Eventuell ist auch das Tonarmlager schuld.

Überprüfen solltest du zunächst Auflagekraft und Antiskating - Einstellung sowie die Ausrichtung deines Systems nach Schablone.
Kann über den Zustand der Nadel was gesagt werden? Möglicherweise ist die einseitig abgeschliffen (langes Spielen mit falscher Antiskatingeinstellung).



Gruß
Benjamin
Silvan5000
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 10. Aug 2009, 15:42
Hi

Danke für die prompte Antwort.
Ich habe irgendwie das Gefühl, dass es an der Nadel liegt. Sie scheint mir zum Teil etwas "schief" aufzuliegen. Wie prüfe ich, ob meine Nadel in Ordnung ist?

Justage sollte eigentlich stimmen, hab's mit der Schablone nachgeprüft. Auflagekraft/Anti-Skating habe ich nach Herstellerangaben eingestellt, sollte also auch i. O. sein. Tonarmhöhe lässt sich leider bei dem Spieler nicht verstellen.

Ist nur mein Ersatz-Plattenspieler, da bei meinem TD 320 der Tonarm futsch ist.
Bepone
Inventar
#4 erstellt: 10. Aug 2009, 16:08
Hallo,

eine Schiefstellung der Nadel von vorne gesehen (Azimuth) sollte keinesfalls toleriert werden und kann auch für dein Problem verantwortlich sein.
Abhilfe: Viele Headshells lassen sich nach Lockern einer oder mehrerer Schrauben verdrehen. Vorher schauen, ob das gesamte System mit Headshell schief steht oder nur der Diamant (verdrehter Nadelträger).

Von der Seite gesehen ist eine Neigung des Diamanten gegen die Laufrichtung (SRA) nicht allzu kritisch, deshalb ist das mit dem nicht in der Höhe verstellbaren Tonarm nicht sehr schlimm.


Hm, für eine Überprüfung der Nadel braucht es ein Auflichtmikroskop mit hoher Tiefenschärfe und ein geschultes Auge für die Stellen am Diamanten, auf die es ankommt. Selbst wirst du das nicht hinbekommen wenn du keine entsprechenden Geräte hast.
Es soll noch Hifi-Händler geben, die die erforderliche Ausrüstung haben, ich kenne aber keinen.

Hast du dein System gebraucht erworben oder weißt du, wieviel Spielstunden es auf dem Buckel hat?



Hast du schon einmal das Tonarmlager überprüft? Hier im Beitrag Nr. 4 habe ich beschrieben, wie man das macht. Zusätzlich sollte noch das Lager auf zuviel Spiel überprüft werden.



Gruß
Benjamin
Wuhduh
Inventar
#5 erstellt: 10. Aug 2009, 19:14
Links-rechts am Phonoeingang tauschen !

Links-rechts am Tonkopf Kabel tauschen:
Weiß = links plus
blau = links minus
rot = rechts plus
grün = rechts minus

Verstärker tauschen !

Diverse Schallplatten mit unterschiedlichem Material und Pegeln ausprobieren !

Testschallplatte organisieren !

Viel Glück,
Erik
Silvan5000
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 11. Aug 2009, 08:50
Guten Morgen und vielen Dank für eure schnellen und hilfreichen Antworten.

Habe mal beim Phonoeingang links-rechts getauscht. Das Knistern war dann einfach rechts und nicht mehr links. Selbiges passiert, wenn ich die vier Kabel am Tonabnehmer austausche. Diese Fehlerquelle wäre also schon mal auszuschliessen.

Weiter habe ich mir meinen Tonabnehmer noch mal genauer angeschaut und glaube schon, dass die Nadel ziemlich schief steht (nur die Nadel, das System als solches sollte gerade montiert sein).

Hab mal ein Bild gemacht, vielleicht könnt ihr's ja erkennen: http://s8.directupload.net/file/d/1883/zew6tlmp_jpg.htm
Ferndiagnose?

System ist übrigens ein Shure V15III. Wird schon einige Jahre auf dem Buckel haben, hatte es mitsamt Spieler von einem Bekannten erhalten. Als ich noch blutiger Anfänger war, rutschte mir die Nadel ehrlich gesagt auch 2-3 Mal über den Teller.

Abhilfe also (?):
- Notfalls das ganze System "schief" montieren
- Neue Nadel
- Den Tonarm meines TD 320 reparieren/ersetzen und diesen wieder aktivieren
- Am Thorens ist ein Ortofon MC-1 drauf. Habe aber keine Ahnung, ob sich das mit dem Plattenspieler, an dem das Shure dran ist. Es ist ein Spieler der Marke Funai, Direct Drive aus Japan, wohl aus den 80er-Jahren. Einfach ausprobieren?
Bepone
Inventar
#7 erstellt: 11. Aug 2009, 09:49
Hallo,

der Nadelträger scheint seitlich schief zu stehen, das kann aber vom Blickwinkel kommen.
Um das richtig zu sehen, muss man genau an einer Kante entlang übers System peilen.

Wenn die Nadel schief steht, ist das natürlich nicht mehr ideal zum Abspielen.


Was ich ursprünglich meinte, war, dass du mal den Azimut kontrollieren solltest. Mach' das mal noch, oft geht eine Schiefstellung des Nadelträgers auch mit einer Verdrehung desselben einher.
Hier das meine ich.


Steht die Nadel schräg durch einen verbogenen Nadelträger, ist alle Ausrichterei am System Pfusch. Man kann sich nie sicher sein, die korrekte Geometrie eingestellt zu haben.
Einen fehlerhaften Azimut kann man in Grenzen durch Verdrehung der Headshell korrigieren.

Einen leicht zur Seite gebogenen Nadelträger kann man versuchen, mit einer Pinzette zu richten. Aber schnell ist der Nadelträger eingedellt und vollends versaut, wenn man da keine Erfahrung hat. Leider sieht man auch nicht die Achse des Diamanten, weiß also nie, ob er nach der Aktion tatsächlich korrekt in der Plattenrille steht.

Meine Empfehlung, kaufe dir für dein gutes Shure eine Jico SAS.
Selbstverständlich kannst du auch einfach mal deine anderen Systeme am Dual ausprobieren.

Den Thorens kannst du dir noch zusätzlich anrichten.



Gruß
Benjamin
Albus
Inventar
#8 erstellt: 11. Aug 2009, 11:01
Tag,

Annäherung ans Knistern - handelt es sich um Knistern hinter dem klar gebildeten Ton (Hintergrund zum Vordergrund) oder um ein Knistern im Ton, somit bei resultierender undeutlicher Tonhöhe (beeinträchtigte Deutlichkeit der Klanggestalt)? Einerlei, ob Tiefen, Mitten oder Höhen? Wenn im Ton knisternd, dann ist vermutlich das Nadelgummi hin oder die Abtastspitze, auch beides. Insbesondere, wenn dazu über die gesamte Abspielkurve verteilt, also außen, mittig, innen. Der Federeffekt ist noch anschaulich in Ordnung (Pinselprobe: mit Haarpinsel seitlich anstoßen).

Unterschied links gegen rechts (links betrifft die innere Flanke der Rille) - es könnte an einer recht falsch eingestellten Antiskating-Kraft liegen, und zwar deutlich zu hoch.

Die Schiefstellung des Nadelträgers sieht mir nach einer häufiger vorkommenden Abweichung vom Ideal aus, dabei ist der Diamant typisch auf Korrektur in Richtung eingesetzt.

Sorgfältig gereinigt ist die Nadelspitze? - Die Abweichung aus der Ideallinie könnte man bei der Einrichtung in die Geometrie berücksichtigen, es führt zu einer nur geringfügigen Schiefstellung des Tonabnehmers.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 11. Aug 2009, 11:02 bearbeitet]
Santana*
Neuling
#9 erstellt: 11. Aug 2009, 15:49
hi leutz,

folgendes ist geschehen...

das im mutsubishi carisma enthalten standartradio wollte ich gegen ein besseres wechseln.
das alte ausgebaut, das neue rein...nichts!!
ich dachte es läge am radio, also das alte zum probieren wieder rein...nichts!!
sicherungen überprüft, sind alles funtionstüchtig.
also, woran könnte dieses miese problem liegen?

ist schlichter abfuck ohne musik auto zu fahren

danke für jeden rat!!

tschausn
Bepone
Inventar
#10 erstellt: 11. Aug 2009, 17:00
Hallo Santana,

bitte mache für ein Problem einen eigenen Thread auf, hier geht es um was ganz anderes.

Außerdem bist du hier in der Analogecke, mit Autoradiofragen bist du woanders im Forum besser bedient.

Danke.



Gruß
Benjamin
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