Datasat RS20i Besitzer Thread

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mabuse04
Stammgast
#51 erstellt: 16. Okt 2016, 11:06
Hallo Filou6901,

danke für deine Antwort. Genau so ergeht es mir momentan auch. Tatsächlich ist der Laptop schon etwas älter aber ich habe das auch auf einem Desktop getestet, der absolut aktuell ist und da passiert genau das gleiche.
Ich habe das auch auf 'nackten' Installationen getestet, da waren dann nur die Win-Updates drauf und sonst keine Software.
Die Datasat-Version scheint auch etwas anders zu sein, als die normale Dirac Version. Auf jeden Fall findet der den RS20i nicht beim Starten der Software.
Ja und Windows 7 bekomme ich irgendwie auch nicht mehr zum Laufen.
Danke und ich probiere mal weiter und habe Datasat auch schon Bescheid gesagt.

Da fällt mir gerade ein, dass ich die Asio Treiber noch nicht installiert habe. Das muss ich nochmal probieren, vielleicht braucht Dirac die.

Viele Grüße

Markus
fuger
Stammgast
#52 erstellt: 16. Okt 2016, 12:49
Installiere dir auf dem PC eine VM mit Win7 - Oracle VirtualBox oder ähnliches...
mabuse04
Stammgast
#53 erstellt: 16. Okt 2016, 17:22
Danke fuger, das ist auch eine gute Idee. Ansonsten bin ich nicht viel weiter gekommen. Habe nochmals alles im RS20i und am Laptop überprüft unter Windows 10 erkennt Dirac den RS20i nicht. Ich warte jetzt was da von Datasat zurückkommt und dann sehen wir weiter.

Viele Grüße

Markus
Filou6901
Inventar
#54 erstellt: 17. Okt 2016, 07:19
Hallo Markus !
Mir fällt gerade ein, im Arcam&Dirac Thread hatten wir mal einen so ähnlichen Fall , keine Verbindung zur Dirac Software !
Hier war McAffee schuld , der User hat dieses Programm entfernt und Avira aufgespielt, danach hat alles funktioniert , wäre ev. noch ein Versuch wert !
mabuse04
Stammgast
#55 erstellt: 17. Okt 2016, 08:49
Danke Filou6901,

ich verwende Dirac momentan auf OS-Only Systemen. Da ist nichts anderes am Laufen als Windows. Ich habe es aber auch nochmal an einem anderen Rechner getestet und auch da ist es das Gleiche.
Andererseits kann ich den Laptop vom RS20i 'pingen' und umgekehrt. Also, da scheint es ein Problem mit Dirac zu geben und die schreiben auf ihrer Web-Seite, dass sie eben nur bis Windows 8 unterstützen. Was immer so eine Sache ist aber die von Datasat angepasste Version, die nach dem RS20i am Anfang sucht, funktioniert halt nicht.
Und ehrlich, bei dem Geld, was das alles kostet, da kann Datasat auch was machen, meiner Ansicht nach.

Auch muss ich sagen, dass ich ja vor kurzem, das Update für den RS20i runter geladen habe, aber Infos, was das genau macht, bekommt man nur auf Nachfrage. Also, ich habe meinen persönlichen Ansprechpartner bei Datasat aber das alle Dateien auf deren Web-Seite 0 Byte groß sind oder Testdokumente, das finde ich nicht so toll. Aber auf Nachfrage habe ich dann sofort die Dokumentation für das Update bekommen. Ich meine das ist wiederum positiv aber ich muss halt erst mal nachfragen.
Ich nehme aber an, das liegt daran, dass die Geräte eigentlich nur über die Installer laufen und nicht über die Endkunden. Die Endkunden haben wahrscheinlich so viel Kohle, dass die sich einfach nicht dafür interessieren. Da kommt halt der Installer für pro Besuch 2500 € oder auch mal kostenfrei vorbei und macht das dann. Ist halt eine andere Welt und so jemand wie ich, der das alles selber macht, sehr wahrscheinlich eher die Ausnahme.
Da zählt für mich auch das Win10 Problem mit dazu. Ein Installer verwendet eher einen Mac, da dies viel mehr Prestige vor dem Kunden bringt und überhaupt - ihr wisst, was ich meine... Der Herr Mette hatte in seinem Video auch einen Mac - nur so nebenbei.
Dann ist es auch interessant, dass auf der Dirac Web-Seite die MacOS Versionen neuere sind, als in der BDL, die mir für Dirac 2 vorliegt aber eben Windows immer noch nur bis Version 8.
Aber, ich habe ja meine Einmessung gemacht und habe da keinen Zeitdruck. Nur diese Hochtonabsenkung, das würde ich natürlich gerne herausfinden, woran das liegt.

Viele Grüße

Markus
fuger
Stammgast
#56 erstellt: 17. Okt 2016, 10:01
Du sprichst alle Dinge an, die mich über kurz oder lang zur Trinnov treiben. Abgesehen von den technischen Unterschieden ist es gerade auch der After Sales Support der zählt und da ist Trinnov spitze.

Mir persönlich wäre es ob der Kosten zuviel Stress, wenn man immer hinten nach laufen müsste. Und die Ersteinmessung/Setup lasse ich von Profis machen, Rumspielen kann man sich dann später auch und hat immer die gespeicherten Dateien zur Sicherheit.
mabuse04
Stammgast
#57 erstellt: 19. Okt 2016, 16:56
Hallo fuger,

ja, das ist sicherlich so. Datasat ist da ein wenig, sagen wir mal, 'spröde' und vielleicht auch etwas nachlässig, was Dokumentation und Transparenz zum Kunden angeht. Ich kenne die Trinnov Geräte nur von außen und kann mich daher nicht dazu äußern.
Bei Datasat wird all das von den Installern aufgefangen. So war auf meinem Datasat eine Software drauf für die 3D Sounds von einer Zeit, wo es diese Version noch gar nicht gab. Ich hatte nach Updates gecheckt und meine Version auf dem RS20i war auch zwei Monate später nicht auf dem Server verfügbar. Also, musste wohl ein Installer die schon vorher bekommen und installiert haben - so zumindest meine Annahme.

Nach den Bildern die ich von der Einmessung vom Trinnov gesehen habe, traue ich mir das nicht zu. Da gehst du sicherlich den richtigen Weg und lässt das zuerst von einem Profi einmessen, der sich mit Trinnov auskennt.
Außerdem verkaufen alle, die viele Lautsprecher haben wollen, den Datasat und kaufen sich einen Altitude 32. Für mich kein Thema, mehr als Auro 13.3 werde ich bestimmt nicht machen und dafür reicht der RS20i.
Aber, ich denke mal, was Lars Mette in seinem Videovergleich, zwischen Altitude 32 und RS20i sagt: Viel nehmen die sich nicht - kann schon stimmen aber beurteilen kann ich dies natürlich nicht.
Außerdem ist der Altitude 32 etwas günstiger als der RS20i.

Viele Grüße

Markus
Wolf352
Stammgast
#58 erstellt: 21. Okt 2016, 07:48
Ich möchte euch dieses Video empfehlen, ganz frisch live gegangen 1 Stunde "Digging' on DataSat" mit Scott Wilkinson Editor AVS Forum.

Bei Minute 29 sieht man auch hier den Abfall ab 10khZ.

Diggin into DataSat


[Beitrag von Wolf352 am 21. Okt 2016, 07:49 bearbeitet]
Vartan
Ist häufiger hier
#59 erstellt: 06. Nov 2016, 16:15
Hallo an Alle,

ihr habt da ja den soweit ich weiß die einzigen deutschsprachige Diskussion zum Thema Datasat laufen.
Gibt es für den R20 eigentlich schon das DTSX update oder arbeiten die da noch dran?

LG

Michael
mabuse04
Stammgast
#60 erstellt: 06. Nov 2016, 18:26
Hallo Michael,

die arbeiten noch daran. Die aktuelle Sofwareversion ist die 1.04.1 und ist vom 30.09.2016. Es soll wohl im Herbst kommen, also jetzt irgendwann. Habe heute auch gerade nochmal die Download-Server gecheckt aber da war nichts neues.

Ich habe zwar auch schon einige DTS:X Scheiben aber ich höre immer mit Auro 3D und ich vermisse eigentlich nichts. Auf meinen Höhenkanälen ist mit Auro 3D mehr los als bei Atmos, was man auf dem Kanal-Display auf dem RS20i sehr schön sehen kann.

Viele Grüße

Markus

PS: Ich konnte nach mehreren Tagen jetzt das Windows 10 und Dirac Problem lösen. Ich hatte zwei Software-Versionen und nur die ältere installiert die Unterstützung für den RS20i für Dirac, die neuere nicht. Konnte also nicht funktionieren, hat mich aber Tage gekostet.Von Win 7, 8.1 bis 10 und wieder andersrum...


[Beitrag von mabuse04 am 06. Nov 2016, 20:18 bearbeitet]
mabuse04
Stammgast
#61 erstellt: 06. Nov 2016, 22:24
Vielleicht gleich nochmal in diesem Zusammenhang ein paar Infos, was ich so noch inzwischen herausgefunden habe:

Die Hochtonabsenkung rührt nach Datasat eventuell von der Mikrofonkalibrierung. Das ist deren Erfahrung nach wohl die häufigste Ursache. Dann habe ich das mal mit der Beispieldatei von Dirac, die auf die Platte kopiert wird verglichen und ja, mein Earthworks ECF File war doch etwas anders, besonders die Form ist anders. Mein ECF enthält Werte, die mit Kommas getrennt sind also CSV, während die Beispieldatei nur Blanks enthält und keine Kommas.
Ich habe das jetzt geändert. Mal sehen, ob das eine Veränderung bringt.
Messen kann ich jedoch erst wieder ab Freitag, muss ich jetzt auch, weil meine Leinwand - elektrische Rolloleinwand mit Maskierung von Alphaluxx - jetzt wieder zurück ist. War zur Reparatur und Tausch auf das neueste Tuch da. Hat sich übrigens sehr gelohnt. Das Bild ist viel besser als mit dem alten Tuch, wirklich sichtbar besser und die Maskierung wurde auch getauscht. Das aber nur nebenbei.

Ich habe mir aber auch nochmal intensiver die Dirax Messpositionen angesehen und werde diesmal anders messen: Die Hintere Reihe höher und die vordere tiefer, wobei der MLP in Ohrhöhe ist und sozusagen, zwischen den anderen Positionen liegt. Ob das jetzt einen großen Unterschied machen wird, ich werde es hören, kann ich ja direkt zwischen den Messungen umschalten und der RS20i kann ja mehr als 20, wenn ich mich nicht irre.

Den USBPre 2 hatte ich auch schon mit REW durchgemessen und aber leider den Graph irgendwo verlegt. Muss ich nach den vielen Neuinstallationen sowieso nochmal neu machen. Aber der ist sehr, sehr linear bis über 50 kHz.

Viele Grüße

Markus
Vartan
Ist häufiger hier
#62 erstellt: 07. Nov 2016, 07:32
Guten Morgen Markus,

danke für die Info. Ist dein installiertes Lautsprecher Layout Atoms oder Auro?
Ich denk grad drüber nach wie gut Euro Ummix auf einer Amos Anordnung funktionieren würde.

Grüße

Michael
mabuse04
Stammgast
#63 erstellt: 07. Nov 2016, 13:42
Hallo Michael,

mein LS-Setup ist weder noch Es ist ein 7.1 mit Heights, also um es exakt zu sagen 9.2. Daraus kann man ohne weiteres ein 7.2.2 oder ein 5.2.4 Atmos System konfigurieren oder eben auch ein Auro System, wobei ich dann nur die Heights über den LCR laufen lasse. Alle weiteren Auro LS lasse ich weg.
Für Atmos sind meine Rear-Surrounds an der Decke befestigt und Direktstrahler.
Ja, ist mir klar, dass das nicht die reine Lehre ist aber nachdem ich gesehen hatte, dass ein von Dolby abgenommenes Atmos Studio, für die Höhenlautsprecher auch ganz normale Lautsprecher in der Decke verwendet hat - ein Hamburger Tonstudio, wo sie den Blues Brothers Film mit Atmos neu abgemischt haben - mache ich mir da keine Sorgen. Für mich funktioniert das sehr gut und man muss nur das Output Preset im RS20i ändern. So fahre ich aber meistens ein Auro 11.2 Setup mit allen Tracks. Hier das für Auro 11.2, weil nur ab da Heights dabei sind, nur benannt 9.2:

Datasat RS20i Output Preset Auro 9.2

Man muss da natürlich 'Mut zur Lücke' haben und sich etwas von der reinen Lehre lösen. Mir ist selber klar, dass das nicht dem korrekten Aufbau entspricht aber es geht. Ist ja nur für mich zuhause.
Im Endeffekt ist das ein Setup für DTS:NeoX oder Audyssey DSX oder Dolby IIz, nur das es viel besser klingt. Ich habe auch schon einige Atmos Tracks gehört und war davon ziemlich enttäuscht, weil eben die Höhenkanäle nur bei Effekten aktiv werden. Selbst der native Auro Track bei Pixels ist genau so. Wenn eine Action Szene kommt - die Schlacht mit den Pixels - erweitert sich plötzlich der Hörraum nach oben. Das klingt zwar gut, ist mir persönlich aber zu wenig. Anstatt den ganzen Film über objektbasiert zu arbeiten wird das nur in den Effektszenen gemacht - Auro ist natürlich kanalbasiert, kommt aber aufs Gleiche raus, zumindest bei mir als Zuhörer.
Nur, wie immer meine ganz persönliche Meinung dazu und mein persönlicher Höreindruck.

Viele Grüße

Markus

PS: HLs und HRs existieren bei mir nicht. Alle anderen schon.


[Beitrag von mabuse04 am 07. Nov 2016, 13:50 bearbeitet]
mabuse04
Stammgast
#64 erstellt: 07. Nov 2016, 18:19
Um das Thema Atmos und Auro 3D nochmals besser zu verdeutlichen, für Euch noch ein paar Bilder. Erstmal das Mapping der Kanäle auf die LS.

Datasat RS20i Bass Management configuration

Dann nochmals die Bass management configuration für das Atmos 'Bed' also 5.1 oder 7.1

Datasat RS20i Bass Management Atmos

Dann nochmal die Atmos LS Konfiguration.

Datasat RS20i Bass Management Atmos LS setup

Da ist der RS20i -wie ich finde - sehr, sehr flexibel. Klar, wenn man die reine Auro 3D Lehre verwendet, dann hat man definitiv LS die nicht in einem Atmos Setup verwendet werden können aber man kann die Rear und Front Heights in einem Auro Setup z.B. als Atmos Höhenlautsprecher verwenden. Klar, der Winkel wird nicht 100% stimmen aber man wird zumindest einen Eindruck bekommen. Ein Auro 13.1 Setup sieht so aus:

Auro 3D 13.1 Setup

Bei DTS:X soll ja jede beliebige Kombination an Lautsprechern verwendet werden können. Ich bin schon mal sehr gespannt.

Viele Grüße

Markus
mabuse04
Stammgast
#65 erstellt: 14. Nov 2016, 19:05
So, jetzt hatte ich Zeit und habe eingemessen und bin sehr zufrieden. Da ich aber aus dem eigentlichen Datasat Thread keinen Dirac 2 Thread machen möchte, möchte ich Euch nicht mit vielen Kurven langweilen. Vielen Dank nochmals an Alpenpoint und dem Hinweis auf die Höhenabsenkung, ich habe die Lautsprechergitter bei allen LS abgenommen und das hat schon einiges gebracht.
Ich kann nur sagen, dass ich jetzt noch zufriedener bin. Habe jetzt zwei Einmessungen gemacht, eine mit Rolloleinwand und eine ohne. Letztere zum Musikhören. Anscheinend ist ein LS Teufel System V beschädigt, da der bei den Frequenz-Sweeps immer eine sehr starke Resonanz hat. Das ist nur bei einer bestimmten Frequenz und bei Rosa Rauschen nicht zu hören, auch nicht beim normalen Betrieb. Ja, da muss ich mal die Rechnung raus suchen und zu Teufel zur Reparatur schicken. Die sind da eigentlich sehr kulant.
Ohne die LS-Gitter war der Sound für mich erst mal etwas gewöhnungsbedürftig, das ganze hat sich aber nach kurzer Zeit gegeben. Anfangs ist mir die Dirac-Software auch ein paar mal abgestürzt. Dann habe ich immer nach jeder Messung gesichert und statt gleich eine neue Messung zu starten, gewartet, bis alle Berechnungen durch waren - Response und mixed phase filters - und erst dann eine neue Messung gestartet. Dann war alles gut.

Ich habe auch gelernt, dass die Pegel am Anfang sehr wichtig sind. Man sollte da genau arbeiten und das so machen, wie das vorgeschlagen wird: Erst einpegeln und dann Dirac starten. Habe ich dann endgültig nicht gemacht, da die Pegel sehr ähnlich sind aber dafür dann ein paar Clippings bekommen. Während der Messung den Pegel zu verändern, wenn durch eine andere Mikrofonposition, plötzlich ein LS clippt, ist denke ich keine gute Idee. Daher bin ich dann in den unteren grünen Bereich gegangen und hatte damit genügend Headroom.
Dazu habe ich mir auch nochmal die Auto-Target Kurven angesehen und dabei auch festgestellt, dass Dirac diese, je nach LS, individuell anpasst. Jede Zielkurve ist anders, je nach den Kapazitäten des jeweiligen LS.
Das Ergebnis kann sich wirklich hören lassen obwohl ich das auch nochmal ohne Korrekturdatei für das M23 versuchen will. War ja - nach Datasat - der häufigste Grund, warum die Messung nicht so, wie erwartet funktioniert.
Das Format hatte ich ja der Beispieldatei, die mit Dirac mitinstalliert wird angeglichen. Auf jeden Fall klingt es jetzt grandios, was ich auch gerade noch mit MI Rogue Nation getestet habe. Die Ausschnitte aus Turandot sind wirklich der Hammer und beim Flugzeugstart des A400M am Anfang, wackelt das Sofa und das Propellergeräusch drückt einen ins Sofa. Das ist ja ein Atmos Track aber nach kurzem Reinhören, habe ich auf Auro 3D umgeschaltet. Das klingt für mich einfach am Besten.
Also, für mich alles bestens. Wenn ich Zeit und Lust habe, dann mache ich auch nochmal eine REW-Messung aber für mich klingt das schon so gut, dass ich da wirklich keinen Grund habe nachzumessen.

Vielen Dank nochmals an alle für die sehr netten und konstruktiven Beiträge und Eure Hilfe!
Sollten keine Kommentare oder Fragen sein, dann melde ich mich wieder, wenn die DTS:X Software draußen ist, was ja nun bald der Fall sein sollte.

Viele Grüße

Markus
Filou6901
Inventar
#66 erstellt: 14. Nov 2016, 19:23
Wieder einmal Danke für deinen netten,ausführlichen Bericht, finde ich immer sehr interessant !
Ebenfalls wäre ich etwas neugierig auf deine neuesten REW Messung !
mabuse04
Stammgast
#67 erstellt: 14. Nov 2016, 23:06
Ich danke dir auch, für deine netten Worte und es freut mich, dass ich für die Leute hier, die sehr viel Erfahrung haben, etwas interessantes schreiben kann.

Das mit den REW-Messungen mache ich gerne nochmal, es wird aber etwas dauern.

Ich möchte hier auch nochmals klarstellen, dass die Probleme mit der Dirac Software nichts mit Datasat zu tun hatten! Ich hatte nur einfach die neueste Softwareversion installiert und die installierte aber keine RS20i Unterstützung mit. Das war nur in der älteren Softwareversion enthalten. OK, ich konnte das nicht von außen sehen und mein Kontakt bei Datasat hatte da eben auch keine Ahnung. Den Support für diese Version hat Dirac auch abgelehnt, weil die eben von Datasat ist aber wie genau da die Verhältnisse sind, kann ich auch nicht sagen.

Über den RS20i kann ich nur sagen, er schafft es immer wieder, mich zu überraschen, klanglich meine ich. Er läuft außerdem sehr stabil, bis auf kleineren Schluckauf aber insgesamt wirklich gut. Man sollte ihn nur immer an seinem Hauptschalter, an der Rückseite sauber ausschalten und nicht so vom Strom trennen. Das ist mir ein paarmal passiert und dann hatten sich die Output Presets verstellt. Mit der neuen Softwareversion, scheint das aber Geschichte zu sein.
Ich habe noch nie einen flexibleren und besser klingenden Surround-Prozessor zuhause im Rack stehen gehabt. Dirac v2 finde ich unglaublich gut, Audyssey ist wirklich kein Vergleich dagegen - K. Barnes (AVS-Forum) hatte recht (!).
Wer also einen RS20i für unter 50% des Neupreises bekommen kann, meistens in englischsprachigen Foren wie AV-Forum, dem kann ich nur wärmstens empfehlen zuzuschlagen. Es geht auch ohne Installer-Support.
Man muss sich mit dem Gerät auseinandersetzen und das geht - soweit ich weiß - nur auf Englisch. Aber man wird mit einer Flexibibltät und Funktionsvielfalt belohnt, an die kein Consumer-Gerät herankommt. Das meine ich hinsichtlich der Kernfunktionen eines Surround-Prozessors aber nicht hinsichtlich der heute üblichen - Entschuldigung aber ich nenne es mal - Spielereien wie ApplePlay etc. oder eingebautes WLAN oder Videobearbeitung und Streaming. Wer das braucht, der sollte sich besser ein Consumer-Gerät zulegen oder andere Zuspieler haben, die das erledigen können. Andere Bedürfnisse, andere Zielgruppe. Aber ich habe auch eine Shield und einen Oppo BD-103 und erschlage damit alles, was ich so benötige - Streaming vom Server/NAS, spielen wenn ich will, YouTube und alles andere.

Man sollte nur nie vergessen, dass der RS20i ein professioneller Surround-Prozessor ist, dessen Herkunft das Kino ist - Datasat AP20. So denke ich auch jetzt über den Einsatz von Crestron, Control 4 oder anderen nach um das gesamte System in Zukunft zu steuern. Aktuell bin ich von meiner Harmony zu den Einzelfernbedienungen zurückgekehrt, was nicht so toll ist. Also es ist mitnichten alles 'Seamless' also ohne Probleme aber der Klang des RS20i entschädigt mich vollkommen dafür.

Wer sich dafür entscheiden sollte, der sollte auf zwei Dinge achten: Dirac sollte dabei sein - Version egal, denn v1 kann man kostenlos upgraden - und das Auro 3D / Atmos Board H693, dass das ältere H555 Board ersetzt und auch DTS:X kann. Da ist auf der Rückseite auch das DD-Logo drauf und darunter der Dolby ATMOS Schriftzug, vier 12V Trigger-Anschlüsse und ein USB-Audio Port. Das H693 Board kostet Liste mit Auro 3D, Atmos und DTS:X 5300 €. Das Dirac Kit mit Earthworks M23 und Sound Devices USBPre2 um die 4000 €, wenn man es bekommt. Wahrscheinlich direkt von Datasat in England.
Der RS20i kostet komplett 27800 € in D, 16 Kanäle, ohne Dirac Kit. Einmessung ist dann aber meistens kostenlos im Preis mit drin plus Einrichtung.

Der LS10 kostet 11.750 € oder 14.500 € mit Auro/Atmos/DTS:X

Alle Preisangaben sind nur Richtwerte und müssen beim Distributor (Hollywoodzuhause) selbst erfragt werden!

Also, wenn man den RS20i unter 50% gebraucht bekommen kann, mehr brauche ich nicht zu sagen, oder?

Ja, ich weiß, für das Geld kann man andere Dinge kaufen und nicht unbedingt einen Surround-Prozessor. Ist mir schon klar. Aber das ist dann sehr wahrscheinlich der letzte Surround-Prozessor in seinem Leben, den man sich kauft.

Viele Grüße

Markus


[Beitrag von mabuse04 am 14. Nov 2016, 23:23 bearbeitet]
Vartan
Ist häufiger hier
#68 erstellt: 15. Nov 2016, 09:20
Servus,

sehr ausführlich Deine Eindrücke. Ich frag mich immer woher ihr die Zeit nemt so ausführlich zu schreiben (positiv gemeint) aber das ist ja gut für uns Leser. Ich schwanke zwischen der RS20 und der ‎Altitude 16. und bin da noch zu keinem Ergebnis gekommen. Du schreibt in Deinem Bericht vom Clipping beim einmessen. Worauf ist das zurück zu führen? vl. Pegelabgleich der Ein.- und Ausgänge der Soundkarte? Hast Du überall unterschiedliche Lautsprecher verbaut oder ist dein Raum so besonders das die LS so unterschiedliche cutoffs haben?

Ich hab grad meinen Raum mit Diffusoren im hinteren Bereich gepimpt. Ergebniss: Das Raumvolumen (subjektiv) ist größer geworden und die Ortbarkeit hat deutlich zugelegt. Mit der Audyssey Pro musste ich deutlich weniger eingreifen. Mit Dirac würde sich das sicher noch weiter verbessern.

Meine Zurückhaltung bei den High End Vorstufen hat mit Erfahrung zu tun. Vor 1 1/2Jahren hatten die ein Vertriebs - Chaos. Alter Vertrieb ist ausgelaufen, neuer Vertrieb nicht vorhanden. Dann gibts einen neuen Vertrieb und der will mit den bereits im Markt befindlichen alten Geräten nichts zu tun haben. Für das Produkt nicht gut und bei dem Preis Wahnsinn. Aber das sind halt die US Jungs, die haben von Vertreib ein anderes Verständnis. Im übrigen, das Meßkit kriegst Du nicht bei Datasat. Konzernpolitik - Kein Verkauf an Endkunden.

Die RS20 ist ein tolles Gerät, würde mir schon gut rein passen. Ich schau mal wie die Sache weiter geht. Auf jeden Fall danke fürs ausführliche Tippen.

Grüße

Michael
mabuse04
Stammgast
#69 erstellt: 15. Nov 2016, 11:43
Hallo Michael,

vielen Dank für deine Ergänzungen. Da war einiges dabei, was ich bisher nicht wusste. Aber der Reihe nach...

Das Clipping beim Einmessen kam davon, dass ich den Pegel an den oberen Bereich gesetzt hatte, den Dirac zum Einmessen vorsieht. Das ist im wesentlichen die Lautstärke am RS20i und die Empfindlichkeit für das Mikrofon am Pre2. Da Dirac kein Clipping mag, da erscheint dann eine rote Linie im Messdiagram, habe ich dann in den unteren Bereich, den Dirac vorschlägt, eingepegelt und alles ging.
Ich weiß nicht, ob Dirac eine Änderung der Eingangsempfindlichkeit, während einer Messung, verarbeiten kann. Da ich die Empfindlichkeit am Pre2 verändert hatte, bekommt Dirac das auch nicht mit. Man kann das ja auch in Dirac verstellen.
Von daher habe ich die Messung nochmal, dann mit dem richtigen Pegel gestartet. Ich habe überall die gleichen Lautsprecher von Teufel. LCR sind absolut gleich aber messtechnisch trotzdem etwas unterschiedlich. Für die Surrounds habe ich die Dipole aus dem Theater 10 und die Rear-Surrounds sind die gleichen wie LCR. Die Heights sind Teufel System 5, mit den Flachmembranen, wobei da einer wohl eine Macke hat, was auch den roten Strich im Dirac nach sich zog.

Das mit den Gebrauchtgeräten ist nach Aussage von Datasat UK, weil die ihre Händler schützen wollen. Aber bei dem Preis wird das Gerät sich nicht wirklich verbreiten. Aber vielleicht ist das auch nicht gewollt?

Der Vorbesitzer von meinem RS20i konnte aber anscheinend in den USA Dirac kaufen. Ich habe seine Rechnung bzw. seinen Lieferschein. Wie das aber letztendlich gelaufen ist, weiß ich nicht. Vielleicht über seinen Installer? Keine Ahnung.
Man bekommt ja auch Support aber eben nicht vom lokalen Distributor sondern ich bekomme den aus den USA von einem Installer oder eben von Datasat UK direkt. Man läuft halt mal gegen eine Wand, was den Support angeht aber am Ende gibt es dann doch einen Weg.

Viele Grüße

Markus
fuger
Stammgast
#70 erstellt: 15. Nov 2016, 13:27
Hallo,

für mich ist der Support einer der größten Kritikpunkte bei Datasat. Die Geräte sind einfach nicht für Endkunden DIY konzipiert. Man ist dem Wohlwollen zu sehr ausgeliefert


Selbst bei Half Price ist das schwer zu schlucken. Was für mich noch für Trinnov spricht ist die echte 3d Einmessung, das bietet sonst kein Hersteller und das softwarebasierte Konzept.

Die macht die RS20i per se nicht schlecht, aber bei dem vielen Geld gibt's für mich nur eine Option.

Gruss


[Beitrag von fuger am 15. Nov 2016, 13:29 bearbeitet]
mabuse04
Stammgast
#71 erstellt: 15. Nov 2016, 13:51
Hallo fuger,

ja, dem ist sicher nichts hinzuzufügen. Das kann ich - natürlich nur von der Datasat-Seite her - bestätigen. Das mit dem Software-basiertem Konzept sagt sogar Datasat selber. Der Grund warum DTS:X so lange dauert ist die Programmierung des DSPs. Da kann man nämlich nichts vorher ausprobieren sondern es gibt nur programmieren, auf die DSPs laden und dann sehen ob es geht. Wenn nicht, dann wieder von vorne.
Das ist ein Riesenvorteil, wenn man das rein in Software machen kann und hätte ich selber vor der Wahl gestanden, diese Summe auszugeben, dann hätte ich auch nachgedacht. Da ich aber nicht vor dieser Wahl stand, war die Entscheidung für mich klar, mit allen Konsequenzen, die ich vorher auch nicht alle absehen konnte.
Aber ich habe ja alles was ich brauche und benötige keinen Installer-Support.

Aber, ich pflichte dir da vollkommen bei.

Viele Grüße

Markus
fuger
Stammgast
#72 erstellt: 19. Nov 2016, 12:05
Willst deinen RS20i mit einer RA7300 komplettieren?

http://www.avsforum....-2.html#post48255577

6 Monate alt zum halben Preis
mabuse04
Stammgast
#73 erstellt: 19. Nov 2016, 15:12
Danke für den Tipp fuger, aber da kommt nicht unerheblich Zoll drauf und ich weiß zwar jetzt nicht, was die wiegen, aber da dürften auch nicht unerhebliche Frachtkosten dazu kommen. Dazu müsste ich noch die passenden Kabel kaufen, wobei die RA7300 ja auch XLR Eingänge haben.
Nix für mich, denn ich bin mit meinen Audionet Endstufen, AMP VII und AMP V sehr zufrieden.
Außerdem haben die RA7300 auch dauernd laufende Lüfter - sofern ich mich nicht irre - und sind daher eher was für einen Equipment-Raum und nicht so sehr was fürs Wohnzimmer.
Der RS20i hat auch einen permanent laufenden Lüfter, der ist aber so leise, dass der nicht stört.

Nochmals danke aber ich bleibe bei meinen Audionets.

Wenn wir schon beim Heimkino-Virus sind, dann sehe ich bei mir eher Bedarf an neuen Lautsprechern, zumindest mittelfristig. Das ist bei mir aber schwierig, weil die schon an die Wand zu montieren sein sollten und nicht zu groß sein dürfen. Ich habe mein Auge momentan in Richtung Neumann Monitore geworfen oder aber Meyer Sound 'Aimee'. Da muss ich aber wegen Aktivlautsprechern und Stromanschlüssen darüber nachdenken, wie ich das bei mir realisieren kann. Oder doch Standlautsprecher, die bei mir wegen der Subwoofer und der Elektronik aber nicht so passen.
Also, es ist kompliziert ...

Viele Grüße

Markus


[Beitrag von mabuse04 am 19. Nov 2016, 15:15 bearbeitet]
fuger
Stammgast
#74 erstellt: 19. Nov 2016, 18:02
Verstehe

Habe auch sehr lange gesucht und bin schlußendlich bei Alcons Audio CMRSCompact gelandet. Teuer, aber extrem gut.
mabuse04
Stammgast
#75 erstellt: 19. Nov 2016, 18:18
Habe ich mir gerade mal angesehen. Sehr interessant und erinnert mich etwas an die alten Altec-Lansing Kinolautsprecher. Stellen andere aber auch so her, mit dem Bass und Mittel-/Hochtonteil getrennt. Sieht aber sehr professionell aus. Werde ich mir mal merken und kannte ich noch gar nicht.

Verwendest du auch die passenden Controller/Verstärker mit denen?

Viele Grüße

Markus
fuger
Stammgast
#76 erstellt: 20. Nov 2016, 12:09
Ja. Man bekommt die Lautsprecher nicht ohne Sentinel. Es wird immer ein System geliefert. Die DSP Endstufen sind das wirklich teure an diesem System.

Was Alcons so besonders macht ist deren pro-Ribbon HT. Das ist so bei keinem anderen Hersteller zu finden.


[Beitrag von fuger am 20. Nov 2016, 12:12 bearbeitet]
mabuse04
Stammgast
#77 erstellt: 20. Nov 2016, 14:24
OK, danke, ich verstehe. Also du hast mich ganz schön neugierig gemacht. Ich würde mir die gerne mal anhören denn wenn man im Internet sucht, dann finden sich da z.B. Vergleiche von den Top-Firmen im PA-Business - u. a. Meyer Sound - mit den Alcons und die schneiden sehr gut ab.
Wow, ich bin beeindruckt und dir herzlichen Glückwunsch. Du bist bestimmt sehr zufrieden mit deiner Wahl.

Danke für den Hinweis und viele Grüße

Markus
fuger
Stammgast
#78 erstellt: 20. Nov 2016, 19:50
Anhören wäre kein Problem, allerdings bin ich im Süden Österreichs zu hause.

mabuse04
Stammgast
#79 erstellt: 21. Nov 2016, 02:19
Das ist natürlich ein wenig weit weg von Köln, wo ich in der Nähe wohne. Da ist Alcons selbst in der Nähe von Amsterdam schon näher.
Vielen Dank aber für das Angebot!

Viele Grüße

Markus
mabuse04
Stammgast
#80 erstellt: 24. Nov 2016, 14:48
Hallo zusammen,

nur mal so als Hinweis, ich habe gerade auf ebay eine Datasat LS10 gesehen, die dort gebraucht für einen Festpreis von 12.990 € verkauft werden soll und einen - ich sage mal angeblichen - Neupreis von 16.990 € haben soll. Wen das interessieren sollte, den möchte ich darauf hinweisen, dass da einige Ungereimtheiten in der Anzeige - zumindest meiner Meinung nach - drin stehen.
Erstmal der Umfang: LS10, angeblich ein Jahr alt, Dirac und Auro 3D 'optional'.

Meine persönliche Einschätzung: Die LS10 gibt es erst seit April/Mai 2016. Das Gerät kann eigentlich nur knapp 6 Monate alt sein und nicht ein Jahr.
Es handelt sich nach der Beschreibung um eine LS10 mit Atmos/DTS:X Decoder, die laut der mir vorliegenden Brutto-VK-Preisliste des deutschen Vertriebs vom 15.03.2016 14.500 € kostet. Auch wenn man da die zusätzlichen Versandkosten von 500 € mit dazu rechnet, kommt man auf 15.000 € und nicht auf den angegebenen Neupreis.
Außerdem sind Dirac (1700 €) und Auro 3D (3200 €) optional bei diesem Angebot, also nicht enthalten. Es kann natürlich sein, dass der Händler die HDMI 2.0 - HDCP 2.2 Erweiterung für die LS10 von 1730 € mit eingerechnet hat. Die oben genannten Listenpreise für eine LS 10 sind allerdings explizit mit HDMI 2.0.

Des Weiteren wird im Text der Anzeige erwähnt, dass die Profi-Konfiguration auch vom Datasat Händler - wer immer das ist - vorgenommen werden kann. Dazu brauche ich, denke ich, nichts zu schreiben, denn Support für Gebrauchtgeräte von Datasat durch die jeweiligen Händler hatten wir ja schon weiter oben diskutiert.

Ich schreibe dies nur, um eventuelle, potenzielle Käufer darauf hinzuweisen, dass für mich persönlich nach dem Lesen der Anzeige doch einige Fragen offen bleiben. Abgesehen davon, dass der aufgerufene Gebrauchtpreis nur unwesentlich unter dem Neupreis liegt und man eben - meines Wissens nach - für ein Gebrauchtgerät beim deutschen Distributor keinen Support bekommt.

Dies nur als Hinweis.

Viele Grüße

Markus


[Beitrag von mabuse04 am 24. Nov 2016, 14:49 bearbeitet]
mabuse04
Stammgast
#81 erstellt: 18. Dez 2016, 01:28
Hallo zusammen,

mal wieder eine vorweihnachtliche Nachricht von mir. Nun habe ich einige Zeit über meine ollen Teufel Theater 8 und mein Setup nachgedacht und auch inzwischen die Frontabdeckungen von allen LS abgenommen, wegen der Höhenproblematik. Das muss ich Dirac echt lassen, es greift sehr sanft in den Frequenzgang ein, wobei ich immer noch bei der Standardkurve bin, also den Höhenbereich nicht korrigiert habe. Der ist zwar immer noch nicht wirklich linear bis 20 kHz aber nach dem die Abdeckungen ab sind, schon mal besser.
Ich zeige Euch auch noch die Kurven, aber ich bitte noch etwas um Geduld, denn inzwischen bin ich - nachdem ich über aktive LS nachgedacht hatte wie Adam, Neumann und Genelec - nun, nach dem Anhören des Atmos-Tracks von Star-Trek Beyond darauf gekommen, dass ich unbedingt Atmos in einer 7.2.4 Konfiguration haben möchte und nicht nur in 5.2.4. Das heißt ich brauche zwei LS mehr an der Decke.
Zur Erklärung, ich habe einige Atmos und auch den einen Auro-Track, den es gibt - Pixels - getestet und dabei am RS20i sehr schön sehen können, wie und wann die - ich nenne sie jetzt mal Höhenkanäle - eben die Effektkanäle verwendet werden. Ich habe mir auch Star Wars VII und Deadpool in einem Atmos Kino angesehen und angehört - Cinedom Kino 4, Köln. Das war nicht wirklich überzeugend und wurde durch die VU-Anzeige am RS20i bei diversen Atmos Tracks auch bestätigt. Da passiert schlicht und ergreifend nur bei Actionszenen was auf den Kanälen und sonst ist Ruhe.
Das ist - glücklicherweise - bei Star Trek Beyond ganz anders und ich spreche hier von der Blu-Ray aber leider nur der Original-Tonspur auf Englisch. Die Atmos Kanäle sind relativ hoch ausgesteuert, nach meinen bisherigen Erfahrungen und laufen quasi permanent mit, was zu sehr schönen z.B. diagonalen Soundeffekten führt, wenn ein größerer Satellit im Bildfeld der vorbeifliegenden Enterprise von rechts-unten nach links-oben wandert und auch noch vor der Leinwand liegt. Das war bei 7.2.2 so aber bei 5.2.4 - wobei ich ja meine an der Decke hängenden Rear-Surrounds als Atmos-LS missbrauche - war das nochmal eine ganze Dimension besser. Die Sounds flogen einfach nur so um meinen Kopf, das ich schon innerlich am Jubeln war - Wow, so sollte das schon sein. Ich dachte mir: Jetzt kommen wir mal zu dem Punkt, wo ein Atmos Setup wirklich Sinn macht. Da 5.2.4 so viel besser klingt wie 7.2.2 habe ich also beschlossen, mein Setup mit noch zwei zusätzlichen LS, hinter dem Sofa aufzurüsten. Da ich ca. 5 m hinter dem Sofa Luft habe, bis zur nächsten Wand und die Rear-Surrounds ca. 2,5 m hinter dem Sofa hängen, dachte ich mir, da ist genügend Platz um noch zwei Deckenlautsprecher unterzubringen. Da ich außerdem die 16 Kanäle der RS20i nicht ausgereizt habe, warum also nicht einfach machen?
Ich habe mir dazu noch zwei Teufel System 5 (S 500 FCR) gekauft und versuche mal eine Crown XLI800 als Endstufe, was vielleicht nicht so eine gute Idee ist, sich aber zeigen wird. Ich meine, es handelt sich nur um zusätzliche Atmos Kanäle und keine Frequenzanteile unter 80 Hz.
Aber, ich werde sehen, Stichwort Lüfter, Verzerrungen etc.

Ich denke mal mittelfristig werde ich meinen AMP VII auf 7 Kanäle aufrüsten müssen oder eben auf aktive Studiomonitore umsteigen müssen. Das würde aber eine Menge Stromanschlüsse auch gerade an der Decke bedeuten und XLR-Kabel und, und, und. Das war mir einfach jetzt zu aufwendig und mir reicht schon die Zusatzverkabelung für die Lautsprecher, wobei sich das in Grenzen hält. Ich mache so was ja selber. Was ich unbedingt will, ist Soundtracks wie den Dolby TrueHD 7.1 Atmos Track so hören, wie er im Original gedacht war. Auch, wenn ich bisher nur einen einzigen Track kenne, für den es das Wert ist. Ich hoffe aber schon sehr, das auf zukünftigen Disks dies von den Sound-Designern und den Toningenieuren anders gehandhabt wird und das volle Potential von den Höhenkanälen ausgeschöpft wird und Atmos nicht nur im Sinne, oh, da ist eine Effektszene, dann verwenden wir mal Atmos, ansonsten machen wir 'Business as usual' - Center und ein wenig LR, genutzt wird.
Das hat natürlich nichts mit dem RS20i zu tun, für den es aber immer noch kein DTS:X gibt. Wird langsam etwas knapp für dieses Jahr Datasat...

Viele Grüße

Markus


[Beitrag von mabuse04 am 18. Dez 2016, 01:34 bearbeitet]
mabuse04
Stammgast
#82 erstellt: 29. Dez 2016, 23:35
So jetzt nähert sich meine Lautsprechererweiterung langsam dem Ende und morgen werde ich neu einmessen. Sind ja jetzt zwei Teufel S500 FCR, die vor den Rear-Surrounds und hinter der MLP (Sofa) jetzt das Soundfeld erweitern und das in mir bisher vollkommen unbekannter Weise.

Ich hätte dazu auch gerne Eure Meinung gehört, wie Eure Erfahrungen denn so sind. Schon mal Danke, dafür.

Ich habe jetzt ein komplettes 7.1.4 System und Atmos verhält sich so etwas von anders, das ich schlichtweg erschlagen bin und jetzt den Wunsch anderer nach noch mehr Lautsprechern auch wirklich nachvollziehen kann.

Ich habe immer ziemlich über die Atmos Tracks gemeckert: Ballerei geht los, Atmos Höhenlautsprecher gehen an, Ballerei zu Ende, Atmos wieder aus. Bahh , langweilig.
Stimmt aber gar nicht und ich durfte mich jetzt eines Besseren belehren lassen. Ich habe dafür keine Referenz und kenne auch keine aber es scheint so, dass Atmos mehr Audioobjekte in Echtzeit generiert, je mehr Lautsprecher da sind. Da scheint aber eine gewisse Grundgröße dafür notwendig zu sein, damit Atmos das Minimum und damit auch wirklich alle Audioobjekte soweit generiert. Bei 5.1.4 oder 7.1.2 ist das, wie ich das eingangs beschrieben hatte, Action = Atmos ein, Action Ende = Atmos aus.
Mit 7.1.4 erwachen aber plötzlich alle Kanäle in fast allen Szenen zum Leben, auch ohne Action. Das bedeutet für mich, dass sehr viel mehr Metadaten in den Tracks verborgen sind und diese aber nicht in Echtzeit gerendert werden, wenn nicht die Grundausstattung 7.1.4 da ist.
Das finde ich schon bemerkenswert, weil ich so eine Aussage in dieser Form nicht kenne - du musst MINDESTENS 7.1.4 haben um die meisten Audioobjekte hören zu können.
Ich hätte das ja wenigstens bei 5.1.4 erwartet aber auch da ist es nicht der Fall, obwohl schon besser als bei 7.1.2.
Klar, macht das auch irgendwie Sinn, das Atmos eine Mindestanzahl an LS im Raum benötigt um seine Klangobjekte korrekt platzieren zu können aber das der Unterschied so groß sein würde, so hatte ich das zumindest bisher, nicht verstanden. Obwohl, da bin ich vielleicht noch zu sehr in der kanalbasierten Welt verwurzelt und fange gerade erst an, objektbasiert zu verstehen. Dolby sagt ja auch immer für Atmos, je mehr Lautsprecher, desto besser.
Für mich eine Riesenerkenntnis und habe ich wirklich noch etwas gelernt. Aufgrund dieser Erfahrung, nehme ich meine Kritik an Atmos komplett zurück. In 7.1.4 hat der Soundtrack eine Räumlichkeit, das ist umwerfend. So habe ich auch 5.1. Tracks in Dolby Surround (Upmixer neu) noch nicht gehört.

Oh man, jetzt kann ich mir alle meine Atmos Scheiben nochmal anhören....

Falls jemand die Stelle kennt, wo das bei Dolby dokumentiert ist, sollte es das überhaupt sein, dann lasst es mich bitte wissen. Ich suche selber auch danach.

Viele Grüße

Markus
mabuse04
Stammgast
#83 erstellt: 10. Feb 2017, 23:57
Hallo zusammen,

jetzt ist ja einige Zeit vergangen und es hat sich inzwischen einiges ergeben, von dem ich Euch hier berichten möchte.

Erstmal habe ich das Software-Problem gelöst aber eher zufällig. Der Grund war, dass ich zwei Progammversionen von Dirac habe, eine alte und eine neue. Da ich davon ausgegangen war, das beide vollständig sind, habe ich nur die neuere installiert. Das hat sich am Ende aber als Fehler herausgestellt, da die alte einen zusätzlichen, Datasat spezifischen, Progammteil installiert, der erst die Verbindung zwischen Dirac und Datasat installiert.

OK, hat lange gedauert das Feature zu finden aber ist mir schließlich gelungen und damit lief es dann auch unter Windows 10, die Version ist, nur so nebenbei, auch für den Mac geeignet. So, also habe ich das wieder zum Laufen bekommen und konnte wieder einmessen.

Das habe ich auch getan und werde Euch gleich noch die Messungen mit und ohne nicht-akustische Rollo-Leinwand zeigen. Aber erst mal bin ich durch die 'Erkenntnisfindung' von Atmos gegangen und habe ein paar schreckliche Dinge über den RS20i gelernt, die ich vielleicht ahnte, die mir aber nicht bewusst waren. Ich habe immer nicht gewusst, wann ich dieses Emoticon einsetzen sollte, jetzt weiß ich es:



Das war, als ich erfahren habe, dass der RS20i 'nur' 11 Kanäle kann

Das war der Klopper. Das AVSforum hat da sehr geholfen, denn der RS20i basiert auf DSPs und diese sind nicht in der Lage, mehr als 11 Kanäle zu dekodieren. Der Grund liegt wohl an Shared Memory, auf das Atmos und auch DTS:X zugreifen müssen um ihre Sound-Objekte berechnen zu können. Bei DSPs geht das wohl nicht, da diese keine Multi-Purpose Prozessoren sind, wie ein Intel i7 bei Trinnov, der natürlich über massig Shared-Memory verfügen kann, wie jeder PC - ich bin im Nebenberuf Diplom-Informatiker, nur zur Erklärung.
Also, man fragt sich danach: Ist die Plattform tot bei bis zu 128 Objektorientierten Kanälen von Dolby Atmos???

Fakt ist aktuell, dass bei 7.x.4 Atmos beim RS20i Schluss ist!!! Das Cola-Glas ist ausgetrunken. Ich habe diese Frage auch Datasat in UK gestellt und keine Antwort bekommen, bis heute. DTS:X ist auch noch nicht verfügbar aber das wird schon noch kommen.

Kommen wir also zu Atmos, meiner anfänglichen Enttäuschung und meiner aktuellen - absolut überzeugten - Begeisterung.
WARUM???

Atmos und besonders DSU ist absolut DER Wahnsinn mit dem RS20i. ABER nur mit 7.x.4 bei mir 7.2.4. Das habe ich auch erst lernen müssen. Ich habe einen eher unkonventionellen Aufbau gewählt und das sind vier Teufel System 5 Lautsprecher und eine Crown XLi 800 Endstufe. Wobei die Teufel System 5 Lautsprecher als Heights, nach dem alten DSX oder Dolby Pro Logic IIz Schema ca. 45° über den LR LS angebracht sind, die hinteren System 5 sind direkt an die Decke geschraubt - M6 Mutter am Boden und Metallwinkel an der Decke - und ca. 1,5 m von den Rear Surrounds entfernt.
Interferenzen, Interferenzen... aber 135° hinter der MLP.

Ja, mag man glauben, funktioniert aber sehr gut. Es ist mir absolut klar, dass das Ganze nicht perfekt ist aber es funktioniert trotzdem. Heute habe ich einen Soundtrack mit DTS HD-MA 6.1 mit DSU (Dolby-Surround Upmixer) gehört und das Ganze war wunderbar immersiv. Der Sound vom RS20i ist wirklich einfach überwältigend. Ich möchte darin baden aber der RS20i macht das schon. Das Teil ist wirklich DAS BESTE, was ich jemals gehört habe, wie schon geschrieben mit Audionet AMP VII und AMP V und jetzt auch mit einer Crown Xli 800 wobei ich davon abraten möchte, diese als LCR Endstufe zu verwenden. Sie ist OK aber nicht High-End.

So dann kommen wir zu den Messungen und ich bin momentan mit dem Sound, trotz Teufel Theater 8 und den System 5 Lautsprechern mehr als zufrieden. Dirac does it marvels. Das ist mehr als überzeugend.
7.x.2. ist nett aber mehr Lautsprecher machen bei objektorientierten Soundformaten erst den Unterschied, weshalb mehr Lautsprecher wirklich Sinn machen. Das ist eine neue Erkenntnis für mich macht aber bei objektbasierten Soundformaten Sinn. Auro 3D ist übrigens nicht objektbasiert sondern kanalbasiert.

Viele Grüße

Markus

Der Center ohne Rollo-Leinwand

Dirac Messungen mit Datasat RS20i

Der Center mit Rollo-Leinwand

Dirac Messungen mit Datasat RS20i

Beide VOR Dirac.

PS: Entweder bin ich schon altersmäßig jenseits, dass ich den Unterschied höre aber ich höre keinen Unterschied nach der Dirac Einmessung mit meinen Denon AH-D5000 Kopfhörer, mit dem ich immer den Sound im Heimkino vergleiche. Ich bin - Stand heute - von meinen Teufels, dem RS20i und meinem Oppo 103 absolut begeistert.


[Beitrag von mabuse04 am 11. Feb 2017, 00:16 bearbeitet]
fuger
Stammgast
#84 erstellt: 11. Feb 2017, 10:52

mabuse04 (Beitrag #82) schrieb:
Ich habe dafür keine Referenz und kenne auch keine aber es scheint so, dass Atmos mehr Audioobjekte in Echtzeit generiert, je mehr Lautsprecher da sind. Da scheint aber eine gewisse Grundgröße dafür notwendig zu sein, damit Atmos das Minimum und damit auch wirklich alle Audioobjekte soweit generiert. Bei 5.1.4 oder 7.1.2 ist das, wie ich das eingangs beschrieben hatte, Action = Atmos ein, Action Ende = Atmos aus.
Mit 7.1.4 erwachen aber plötzlich alle Kanäle in fast allen Szenen zum Leben, auch ohne Action. Das bedeutet für mich, dass sehr viel mehr Metadaten in den Tracks verborgen sind und diese aber nicht in Echtzeit gerendert werden, wenn nicht die Grundausstattung 7.1.4 da ist.
Das finde ich schon bemerkenswert, weil ich so eine Aussage in dieser Form nicht kenne - du musst MINDESTENS 7.1.4 haben um die meisten Audioobjekte hören zu können.


Hallo Markus,

Atmos generiert nicht mehr Objekte, nur weil mehr Lautsprecher im Raum sind. Es hat dann einfach mehr Lautsprecher zur Verfügung, um die Objekte physikalisch abzubilden, sprich wiederzugeben. Wenn du jetzt ein 5.1.2 System installiert hast, dann wird das Objekt, das sich leicht vor bzw hinter dem MLP befindet, von Front/Top/Back Anteilen gemischt. Umso wichtiger ist es dann auch, dass die Lautsprecher nicht zu sehr bündeln, denn dann geht dir das Imaging/Phantom flöten.

Das Mindestsetup ist nach wie vor 5.1.2 (4.1.2) - je mehr Lautsprecher, desto besser, bis eben 24.1.10 (sofern für den Raum sinnvoll). Deswegen habe ich als Ziel 9.1.6 für meinen zukünftigen Raum.
fuger
Stammgast
#85 erstellt: 11. Feb 2017, 11:07

mabuse04 (Beitrag #83) schrieb:

Also, man fragt sich danach: Ist die Plattform tot bei bis zu 128 Objektorientierten Kanälen von Dolby Atmos???


Ich fürchte ja. Die Rs20i (obwohl er 6 Stück DSP an Board, hat glaube ich) ist in diesem Preissegment tot. Es kommen zu viele neue Produkte auf den Markt, die dasselbe können werden zu einem deutlich günstigeren Preis. Trinnov kommt 2017 auch noch mit der Altitude 16 auf den Markt.

128 objektorientierte Kanäle gibts nicht. Atmos@Kino hat max 128 Objekte bei 64 Kanälen.

Atmos@home hat deutlich weniger Kanäle und Objekte. Zum einen aus dem Grund, dass die Abmischung bei zu vielen Objekten schwierig zu sein scheint in Bezug auf Hörbarkeit etc und zum anderen dass Dolby nicht mehr zuläßt.

Aber mach dich nicht unglücklich, wenn du maximal 7.1.4 daheim fährst, dass reicht die Rs20i und macht ihren Job ausgezeichnet. Es ist halt so, dass das Gerät seiner Zeit voraus war. Ich weiß ja nicht, was du dafür bezahlt hast, jedenfalls ist sie ihren jetzigen UVP nicht mehr wert.

Und verzeih mir, wenn ich das so sage, aber eine Rs20i ist wie Perlen vor die Säue bei Teufel Lautsprecher.
mabuse04
Stammgast
#86 erstellt: 11. Feb 2017, 15:00
Hallo Fuger,

erst mal danke für deine Korrekturen. Bei den Teufel muss ich dich aber korrigieren. Klar wären Quested oder Alcons besser aber ich habe den Sound mit einer zusätzlichen Person mit den mittleren Neumann Studiomonitoren den KH 310 verglichen und ich kenne auch die KH 420 und der Unterschied ist nicht wirklich groß. Ich konnte das selbst nicht glauben und von außen betrachtet ist das sicher richtig was du schreibst. Was da aber Dirac daraus macht, ist einfach unglaublich. Ich habe meine Teufels auch danach nicht wieder erkannt.
Also, ich kann deine Aussage diesbezüglich vollkommen nachvollziehen aber dem ist nicht so, was sehr, sehr überraschend ist. Man muss das wahrscheinlich selber gehört haben um dies glauben zu können.

Und klar, die Theater 8 LS sind höchstens mittelmäßig.

Klar habe ich auch selber intensiv über einen Austausch nachgedacht aber nach all dem Nachdenken, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass der Austausch von insgesamt 13 Lautsprechern einfach zu viel Aufwand mit einem ungewissen Ergebnis bedeutet. Vom monetären Aufwand mal ganz abgesehen und dazu kommen noch die räumlichen Gegebenheiten. Die LCR müssen an die Wand oder es passen keine Subwoofer mehr. Klar, kann man alles lösen aber trotzdem mit einem ungewissen Ergebnis. Aber das ist ja sowieso meine Sache.

Bei Atmos gehe ich von der VU-Anzeige am RS20i aus und die ist bei vier Lautsprechern sehr viel lebendiger als bei Zweien. Dann kann ich nur sagen, dass auch der Ton sehr viel anders ist - z.B. bei Pan - wenn man vier Lautsprecher einsetzt. Ob das mehr oder weniger Objekte sind, kann ich nicht sagen. Ich kann nur sagen, wenn man nur zwei vorne hat, kann ein Effekt - Schiff in Pan fliegt von links hinten nach vorne - nur mit zwei Lautsprechern vorne wenig Sinn machen. Insofern zweifle ich die Aussage an, dass auch mit zwei LS alle Objekte gerendert werden. Aber ich habe da weder den Beweis dafür noch dagegen. Ich weiß aber, es klingt definitiv anders.

Für den RS20i habe ich weniger als 50% des Neupreises bezahlt also bin ich nicht traurig.

Ich kann allerdings die Politik bei Datasat, angesichts der Konkurrenz von Trinnov nicht verstehen, derart die Preise zu erhöhen. Ich habe eine Preisliste vom März 2016 und habe im Januar 2017 den Preis für eine 8-Kanal Erweiterungskarte angefragt. Die ist ja nur gut, wenn man aktive Frequenzweichen einsetzen möchte und da nannte man mir einen Preis von 4500 €. Letztes Jahr sollte die Karte laut Preisliste noch 2675 € kosten. Also, das ist schon ein starkes Stück, wie ich finde und in Anbetracht des Neupreises für einen Altitude 32 wenig nachvollziehbar.

Lange Rede kurzer Sinn: Für mich ist der RS20i der am besten klingende Surround-Prozessor, den ich kenne. Dirac hat mit dem RS20i an meinen Teufel Theater 8 Wunder vollbracht, die ich so nie erwartet hätte.
Nur, ich könnte aktuell niemanden empfehlen einen zu kaufen, weil für den Neupreis überteuert und technologisch eine Sackgasse. Ich glaube auch nicht, dass das Versprechen zu halten ist, den RS20i immer auf dem neuesten Stand zu halten. Leider einer der Hauptgründe, warum ich den überhaupt gekauft habe. Das ist schon eine Enttäuschung. Na ja, aber für die nächsten Jahre werde ich mich an der Kiste soweit vom Klang her erfreuen, weil das bleibt ihm wirklich unbenommen: Jede Disk ist eine Neuentdeckung und die meisten sind so gut, da kommt selbst ein Atmos Kino hier in der Nähe nicht mit.

Danke für Eure Kommentare und viele Grüße

Markus


[Beitrag von mabuse04 am 11. Feb 2017, 15:08 bearbeitet]
mabuse04
Stammgast
#87 erstellt: 16. Jul 2017, 20:33
Hi Leute,

mal nach einiger Zeit ein Update. Es geht um DTS:X, auf das viele Leute, die einen LS10 oder einen RS20i besitzen lange gewartet haben. Seit Mitte Juni ist das Update nun verfügbar und ja, wie immer bei Datasat, es ist schwer beeindruckend.

Ich hatte schon vorher, nach meinen Tests auf 7.2.4 aufgerüstet. Diesmal nicht mit einer Audionet Endstufe sondern mit einer Crown 800 XLI. Meine persönliche Meinung zu 7.x.2 nach vielen Hörtests ist, es lohnt sich nicht. Ich war von 7.x.2 eher enttäuscht und erst 7.x.4 bringt genau das, was ich begeisternd an 3D Sound finde.

Inzwischen habe ich auch viele Atmos, DTS:X und Auro (davon gibt es nicht viele) Scheiben getestet und meiner Ansicht nach hängt es immer vom Mix ab, ob das gut klingt oder nicht. Z.B. finde ich persönlich Phantastische Tierwesen, einen sehr guten Atmos Track. Da zucke ich zusammen, wenn ein Tierwesen, am Anfang einen Riss, in einem zerstörten Haus verursacht und der bei mir über die Decke geht, in einer Dynamik, wo ich glaube, das würde auch gerade in meiner eigenen Decke passieren.

Für DTS:X habe ich bisher noch keine Killer-Disk gehört. Huntsmen and Ice Queen ist ganz gut aber hat nicht den Über-Effekt Mix, den Tierwesen schon teilweise hat. Aber der Upmixer von DTS:X ist in der Datasat Implementierung - wie ich finde - besser als die DSU von Dolby. Aus den USA habe ich gehört, dass Furious 8 eine Killer Disk für DTS:X sein soll. Ich bin schon gespannt.

Mir geht es auch so, dass ich oft nur eine Disk testen will und mir dann den ganzen Film ansehe, weil das so unglaublich gut klingt und das mit meinem Theater 8 und System 5 Heights.

Das ist wirklich unglaublich und wen der Heimkinovirus echt gepackt hat und das nötige Geld hat, dem lege ich wärmstens ans Herz mal einen Datasat zur Probe zu hören. Man bekommt übrigens auch durchaus ein sehr gutes Angebot für einen LS10. Nur so als Hinweis und jemand der diesen Thread gelesen hat, ist inzwischen glücklicher Besitzer eben eines solchen und hat seinem Arcam freundlich Bye, Bye gesagt.

Ich bin rundum zufrieden mit meinem RS20i und kann nur empfehlen: Probehören!

Pflegt Euren Heimkinovirus, denn er macht Spaß, mir zumindest.

Viele Grüße an alle

Markus


[Beitrag von mabuse04 am 16. Jul 2017, 20:34 bearbeitet]
mabuse04
Stammgast
#88 erstellt: 31. Aug 2017, 16:10
Nur zur Info:

Datasat ist von ATI gekauft worden aber es soll zur CEDIA in San Diego ab dem 05.09. Neuigkeiten für alle Datasat Besitzer geben. Im AVSForum wurde von sehr guten Neuigkeiten gesprochen aber man weiß noch nichts genaues. Es war wohl für den RS20i was in der Planung, ob das nun aber so umgesetzt wird oder was ganz anderes, ist offen.
Ich höre mir jetzt mal Fast & Furious 8 an, der soll einen super DTS:X Track haben. Bin schon sehr gespannt.

Ach und noch was Neues: Cinemike bietet ein Tuning für den RS20i an, für schlappe 8000 €. Damit wird der RS20i dann besser als ein Cinemike Marantz 7702 aber nicht so gut wie ein Cinemike 8802A. OK, ich kommentiere das jetzt nicht.

Viele Grüße

Markus
Vartan
Ist häufiger hier
#89 erstellt: 10. Sep 2017, 10:10
Gerade beim stöbern gesehen:

Datasat Info
mabuse04
Stammgast
#90 erstellt: 10. Sep 2017, 13:36
Super, vielen Dank!
mabuse04
Stammgast
#91 erstellt: 13. Sep 2017, 16:01
Es scheint wohl so zu sein, dass Datasat eine neue Erweiterungskarte für die RS20i rausbringt, die dann wohl bis zu sechs - aktuell gehen vier - Atmos Kanäle erlaubt. Dies ist wohl aufgrund von Neuentwicklungen im Rahmen der SHARC DSPs von Analog-Devices zu sehen.
Da die 'Mainstream' Hersteller wie Denon, Marantz, Onkyo etc. wohl sagen, dass bei denen bei maximal 7.x.4 Schluss sein soll, könnte sich Datasat und Co. damit wieder vom Mainstream absetzen allerdings um welchen Preis ist noch völlig unklar.
Und ich meine, wer bezahlt schon so viel Geld für zwei Kanäle mehr und dann auch noch Atmos-Kanäle

Es wird aber auch gehofft, gemunkelt, dass man wohl auch dann 9.x.6 machen können soll/kann. Aber auch das ist unklar. Die Datasat Web-Seite ist leider eine Sammlung von 'Spinnenweben' mit den 'letzen Neuigkeiten' vom 9. September 2014, der Einführung von Dolby Atmos.
DTS:X haben sie irgendwie vergessen und über die Erweiterung, steht da natürlich auch nichts.

Ich bin mal gespannt, was da noch alles auch im Zusammenhang mit Theta kommen wird, denn Theta gehört auch zu ATI.

Viele Grüße

Markus


[Beitrag von mabuse04 am 13. Sep 2017, 16:02 bearbeitet]
Vartan
Ist häufiger hier
#92 erstellt: 14. Sep 2017, 07:29
Ich hoffe für die ganzen RS20 User das hier die Upgrades weiter gehen. Wenn ich mir die Geschwindigkeit von Theta Updates ansehen hab ich wenig Hoffnung. Die Theta Vorstufe ist grad selbst ne große Software Baustelle.....Ich denke vor 2018 wird da keiner was sagen können wie und ob es weiter geht. Der Mangel an Infos beschleunigt den Gebrauchtmarkt an Datasat Vorstufen. Schade, mal wieder eine Marke die an die Wand gefahren wird.
mabuse04
Stammgast
#93 erstellt: 14. Sep 2017, 09:59
Na ja, bei all den Baustellen und Problemen, die sicherlich alle existieren und richtig sind, darf man eines nicht vergessen: Die RS20i und auch die LS10, wie ich aus sicherer Quelle weiß, von jemand der sehr viel Erfahrung und ein gutes Gehör hat, klingen besser als jede andere Vorstufe z.B. Arcam AV860.

Den Klang, möchte man nicht mehr missen, wenn man so eine Kiste mal gehört hat. Selbst mit meinem akustisch nicht behandelten Raum und den mittelmäßigen Lautsprechern, obwohl ich die gar nicht so mittelmäßig empfinde, gebe ich das Teil nicht mehr her.

Wenn ich mir den Bericht über die Alcons Demo auf der Cedia mit einer Trinnov Altitude 32 so durchlese (AVSFroum), dann frage ich mich, ob ich noch eine Trinnov möchte. Die hatte massive HDMI und andere Probleme, so dass die Alcons Demo am ersten Tag der Messe wohl ziemlich danebengegangen ist und da waren Profis dran.

Dazu kann ich nur sagen, dass meine RS20i da absolut ohne Probleme läuft und mit nichts 'rumzickt'. Mag sein, dass Theta da eine Baustelle ist, Datasat ist es nicht. Dolby Atmos, DTS:X und Auro funktionieren hervorragend, ohne irgendwelche Probleme und für Datasat war es nicht notwendig, seit dem DTS:X Update (Mai 2017) auch nur ein weiteres Update herauszubringen.
Klar, der Zahn der Zeit, Hardware - in diesem Fall vernünftige HDMI 2.0 chips oder DSPs - die zur Einführung nicht verfügbar waren. Die Welt dreht sich weiter und nichts veraltet schneller als AV-Hardware - so kommt es mir zumindest vor. Atmos hat ja nun eine Welle losgetreten - zumindest bei bestimmten Leuten - die immer mehr Lautsprecher wollen.
Das hat sich ja nun grundlegend gewandelt. Waren viele erst sehr skeptisch gegenüber der Masse der Lautsprecher, so hat sich das heute gedreht, nachdem man die Auswirkungen hören konnte. So ging es mir ja auch, wenn ich auch den Aufwand nach wie vor recht hoch finde. Aber so ein Ausnahme-Soundtrack wie z.B. Fast & Furious 8 entschädigen mich dann schon dafür. Aber davon gibt es aktuell auch nur sehr, sehr wenige.
Von daher sind mehr 3D-Sound Kanäle immer gut aber der Aufwand ist auch hoch, da ja die Kanäle im SSP (Surround-Sound-Processor) oder AVR berechnet werden müssen, die Boxen irgendwie an die Decke müssen oder man sich Atmos-Module auf die bestehenden Boxen setzen muss und man natürlich auch die Verstärkung braucht, ob nun aktiv oder passiv mit den dazugehörigen Kabeln.

Mein persönliches Fazit dazu: Ja, Datasat musste das tun um nicht als extrem teurer Mainstream AVR dazustehen, der nicht viel mehr kann - äußerlich betrachtet - als Marantz oder Yamaha, die aber sehr viel mehr Features haben. Trinnov hat als einiziger Hersteller auf die PC Plattform gesetzt und ist ohne DSPs sehr viel flexibler. Mit der Trinnov Altitude 16 hat Trinnov ein Produkt, wie die LS10. Nicht ausbaufähig von den Kanälen her und mit fast den gleichen Features wie die Altitude 32, was auch entsprechend bei Datasat und der LS10 gilt.
Die RS20i ist halt schon älter und hat ein paar Einschränkungen, klingt aber hervorragend und es wird anscheinend auch Updates geben, wobei ich mir schwer überlegen werde, ob ich das überhaupt mache und ob ich mehr als vier Deckenkanäle brauche.

Viele Grüße

Markus

PS: Übrigens gibt es aktuell eine LS10 im Audiomarkt für einen sehr guten Preis zu kaufen, aus Dänemark. Einfach Datasat in das Feld Filter Bezeichnung eingeben. Vorher aber fragen, was da alles an Bord ist, da steht nichts dabei.
mabuse04
Stammgast
#94 erstellt: 14. Sep 2017, 16:15
Da ich heute in Schreiblaune bin und ich denke, dass ich den Punkt 'Klang' bei Datasat nicht ausreichend erklärt habe.
Ich hatte letztens Kontakt mit einem Datasat/Trinnov Interessenten aus dem Forum und der hat es sehr schön in Worte gefasst, was ich immer als 'modelliert den Klang in den Raum und macht ihn fast greifbar' beschrieben hatte.

Was macht den besonderen Klang bei Datsat denn nun aus?

1. Verzerrungsfreiheit. Jeder Ton wird exakt reproduziert und verzerrungsfrei wiedergegeben.
2. Komplette Loslösung von den Lautsprechern. Der Klang kommt nicht von den Lautsprechern, sondern steht im Raum (Ja, auch mit meinen ollen 'Teufeln')
3. Dynamik. Von 0 auf 100 in Nanosekunden. Sound fängt nicht an, nein er passiert einfach aus dem Nichts und ich zucke dann schon öfter mal zusammen.

Das zeigt mir auch, das Lautsprecher selbst überbewertet sind. Es kommt, nach meinen Erfahrungen, sehr viel mehr auf die Ankopplung der Lautsprecher an den Raum an. Hat man so ein geniales Teil wie Dirac 2 und hat man dies vollständig digital, in 32 bit in sein System integriert sind damit Dinge, also Raumanpassungen möglich, die man so, von einem Einmesssystem im Traum nicht erwarten kann. Ich fand Audyssey 32 mit Denon früher schon sehr gut, obwohl die Anpassungen sich schon hörbar negativ bemerkbar machten. Dies ist zumindest mit Dirac und wohl auch Trinnov, nicht mehr der Fall und, ich kann nur über Dirac in der Datasat Implementierung sprechen, leistet da fast schon unglaubliches.
Alles andere ist einfach bei Datasat, sehr viel Erfahrung aus dem Kinobereich und dem Coding und Decoding Bereich, was ich aber nur raten kann, womit Datasat aber durchaus Reklame macht und wohl auch daher kommt.
Das mit der Verzerrungsfreiheit, ist mir das erste Mal beim Umstieg von Marantz- auf Audionet-Endstufen (Amp V) aufgefallen. Das kann man aber nur in einem A/B Vergleich feststellen, man kann das auch verzögert machen, wenn man ein gutes Klanggedächtnis hat.

So, ich hoffe, ich konnte das mit dem Klangunterschied noch etwas besser beschreiben und damit transparenter machen.
Das gilt so in der Kombination Datasat RS20i, mit Dirac 2 eingemessen und Audionet Endstufen - Amp V und Amp VII.

Viele Grüße

Markus
alpenpoint
Inventar
#95 erstellt: 14. Sep 2017, 16:34

mabuse04 (Beitrag #94) schrieb:

Das zeigt mir auch, das Lautsprecher selbst überbewertet sind.



So gut die Datasat RS20i auch sein mag wie soll sie aus mittelmäßigen LS sehr gute machen??
Es ist eigentlich sehr klar, das wichtigste ist der Raum dann die LS und danach die Elektronik!

lg, Alpi
mabuse04
Stammgast
#96 erstellt: 14. Sep 2017, 17:14
Nun ja, was sind denn genau 'sehr gute Lautsprecher'?
Dirac macht das durch eine exzellente Ankopplung der Lautsprecher an den Raum. Nach den Algorithmen darfst du mich bitte nicht fragen, denn das ist ja immer Geschäftsgeheimnis. Aber auch das Angleichen der Impulsantworten, bewirkt einiges.
Ich weiß nicht, ob du Dirac 2 jemals selbst erfahren oder gehört hast, ich denke, dass muss man selber schon mal gehört haben und das auch nicht mit einer zusätzlichen AD/DA Wandlung wie beim miniDSP oder in den Emotiva Geräten eingebaut.
Ich meine der miniDSP wird ja von vielen hoch gelobt, obwohl da noch einmal zusätzlich AD/DA gewandelt wird, was dem Ton - nach allgemeiner Meinung - nicht zuträglich ist. In der Datasat halt voll digital und das mit 32 bit und wohl auch mindestens 96 kHz.
Das Ergebnis ist wirklich erstaunlich und ich sage nur, stelle ein paar sehr gute Lautsprecher in einen schlechten Raum und du wirst das mehr an Geld, was diese meistens kosten, auch nicht hören. Meine persönliche Meinung dazu ist, es kommt entscheidend an die Ankopplung an den Raum, also die Anpassung an. Dann kommen wir natürlich auch wieder dazu, dass alle gleich klingen - aber was ist schlimm daran?
Ich behaupte natürlich nicht, dass physikalische Gesetze von Dirac außer Kraft gesetzt werden. Eine Partialschwingung einer Membran bleibt eine und wird von Dirac auch nicht geändert aber Raummoden (Überhöhungen), die wiederum rückkoppelnde Effekte auf die Lautsprecher haben, Täler im Frequenzgang, scheint Dirac effektiv hinzubekommen. Und, das kann man hören, ohne negative Einflüsse.
Physikalisch bleibt der Lautsprecher aber gleich, nur die negativen Raumeffekte, die zu noch mehr Verschlechterungen bei nicht so tollen Lautsprechern führen, die werden zumindest minimiert.
Mein persönlicher Vergleich waren dazu die Neumann KH310, ohne Dirac und meine Teufels mit Dirac - fast gleich (gleiche Stereo-Musik, Michael Jackson, ca. 45 Minuten Delay, zwei Testhörer). Bei den KH420, die ich auch kenne, hat sich natürlich ein Unterscheid eingestellt, diese spielen 'straffer' und präsziser und hören sich insgesamt ausgewogener an, wo die Teufels dann schon etwas angestrengt klingen und auch die letzte Präzision vermissen lassen (Zwei Testhörer, Guardians of the Galaxy Endszenen und Tron: Legacy die Szene in der großen Arena). Aber, der Gewinn durch Dirac ist schon gewaltig.
Also nein, da sind wir uns, denke ich absolut einig, Dirac kann keine Lautsprecher verändern und ein akustisch optimierter Raum mit guten Lautsprechern (jetzt verwende ich das mal auch) ist immer vorzuziehen.
Ich finde es aber nur erstaunlich, zu was Dirac halt auch mit nicht optimalen Verhältnissen fähig ist und das ist verdammt beeindruckend.

Viele Grüße

Markus


[Beitrag von mabuse04 am 14. Sep 2017, 22:52 bearbeitet]
Vartan
Ist häufiger hier
#97 erstellt: 15. Sep 2017, 08:59
Soweit kann ich Euch Beiden zustimmen. Nur sind die Entscheidungen oft vielschichtiger meine persönliche Erfahrung ist folgende Gewichtung.

1. Stelle: Raum (akustische Optimierung passiv)
2. Stelle: Lautsprecher (passend für Anforderung! wird oft zu wenig beachtet)
3. Stelle: Elektronik

In der Praxis ist es oft so, das der Raum nicht verändert werden kann, die LS auch vom Design (WAF) passen müssen und genau da kommen Dirac usw ins Spiel. Die Verbesserung kann sehr groß sein. Je optimaler 1. und 2. sind desto weniger fällt das ins Gewicht. Dirac macht einen super Jop, Datasat hat eine tolle Vorstufe. Wer eine hat und nicht mehr Kanäle braucht soll sich zurück lehnen und genießen. Neukauf einer RS20.... würde ich mir aufgrund der Situation keine.
techno1998
Hat sich gelöscht
#98 erstellt: 15. Sep 2017, 09:12
Hallo habe mir vor 4 Wochen den Arcam AVR 390 mit Dirac gegönnt verwende den Arcam als Vorstufe und was Dirac in meinem Wohnzimmerkino anrichtet ist der hellste Wahnsinn hatte zuvor eine Vorstufe Lexicon MC 12 B HDEQ bei mir zuhause und die war schon extrem gut aber der kleine Arcam ist klanglich noch besser wie die Lexicon .. Kurzes Fazit ohne Dirac möchte ich nicht mehr sein ein tolles Klangerlebnis sowas habe ich in einer solchen Dimension noch nie gehört ...
mabuse04
Stammgast
#99 erstellt: 15. Sep 2017, 12:26

Vartan (Beitrag #97) schrieb:
Soweit kann ich Euch Beiden zustimmen. Nur sind die Entscheidungen oft vielschichtiger meine persönliche Erfahrung ist folgende Gewichtung.

1. Stelle: Raum (akustische Optimierung passiv)
2. Stelle: Lautsprecher (passend für Anforderung! wird oft zu wenig beachtet)
3. Stelle: Elektronik

In der Praxis ist es oft so, das der Raum nicht verändert werden kann, die LS auch vom Design (WAF) passen müssen und genau da kommen Dirac usw ins Spiel. Die Verbesserung kann sehr groß sein. Je optimaler 1. und 2. sind desto weniger fällt das ins Gewicht.


Erst mal freue ich mich, dass Euch das auch so geht und besonders die Erfahrungen von techno1998 meinen eigenen sehr ähnlich sind.

Ich finde es auch sehr, sehr richtig, dass man die Lautsprecher 'passend für die Anforderungen' auswählen sollte und dies tatsächlich viel zu selten beachtet wird. Aus meiner persönlichen Erfahrung mit 5 bis 6 unterschiedlichen AVR und SSP Kombinationen zweifle ich aber die Stellung der Elektronik auf Platz drei durchaus an. Ich habe von reinen AVRs über AVRs mit Endstufen über reine SSPs mit unterschiedlichen Endstufen, da meine Erfahrungen gemacht und es gibt erhebliche Unterschiede. Dies übrigens immer mit den gleichen Lautsprechern, die mich in diesem Zusammenhang immer wieder überrascht haben, wobei ich immer dachte, ja, das sollte es dann doch gewesen sein, mit den Lautsprechern, Ende der Fahnenstange, war es aber nie.
Das hat mich am meisten überrascht und ich konnte sogar den Unterschied zwischen einem Proceed Amp 5 und einem Audionet Amp V hören.

Aus meiner persönlichen Erfahrung heraus würde ich daher die Elektronik eher etwas unterhalb der Lautsprecher einordnen, wenn nicht gar auf der gleichen Stufe, wobei man, meiner Meinung nach, viele Faktoren berücksichtigen muss. Das wäre erstens die Art der Lautsprecher und wie diese mit dem Raum harmonieren. Ich meine nicht ohne Grund, gibt es tausende Hersteller von Lautsprechern und ebensoviele Konzepte und alle Leben irgendwie davon und finden ihre Kunden.
Zweitens sollte man darauf achten, wie die Elektronik mit den Lautsprechern zusammenarbeitet. Das wären dann im Zusammenspiel schon so viele Variablen, dass man sich damit schon einige Zeit beschäftigen und so ein Forum füllen kann.

Aber im Prinzip stimme ich der Reihenfolge schon zu, nur sollte man meiner Meinung nach die Elektronik nicht zu sehr untergewichten. Da gibt es schon große Klangunterschiede, was man manchmal nicht glauben möchte.
Ich höre dann aber hier auf mit der Diskussion über dieses Thema, da dies eher eine allgemeine Diskussion ist.

Für mich bleibt festzuhalten:
Dirac kann keine Wunder vollbringen aber es kann dennoch selbst aus 'mittelmäßigen Komponenten' noch einiges rausholen, was man so nicht gedacht hätte. Ich würde aber bei 'mittelmäßig' schon einen gwissen, gehobenen Standard voraussetzen, was die Komponenten angeht und einen 'normalen' und keinen 'schwierigen' Raum.

Viele Grüße

Markus
der_kottan
Inventar
#100 erstellt: 16. Sep 2017, 05:46
Ersetze AV Receiver/Vorstufen durch "Einmesssysteme/Korrekturprogramme/DSP/EQ usw.", dann passt das eher.
Und nichtsdestotrotz gibt es gewaltige Steigerungen zu den Teufel Theater 8
(Und Ja, ich hatte damals selbst ein paar Jährchen das Theater
techno1998
Hat sich gelöscht
#101 erstellt: 16. Sep 2017, 10:35

der_kottan (Beitrag #100) schrieb:
Ersetze AV Receiver/Vorstufen durch "Einmesssysteme/Korrekturprogramme/DSP/EQ usw.", dann passt das eher.
Und nichtsdestotrotz gibt es gewaltige Steigerungen zu den Teufel Theater 8
(Und Ja, ich hatte damals selbst ein paar Jährchen das Theater 8)


besser geht immer aber irgendwelchen übertrumpfen finde ich total daneben .
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