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Volldigitale Aktivlautsprecher

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Autor
Beitrag
Rodolfo3
Neuling
#1 erstellt: 17. Apr 2006, 15:38
Hallo,

ich möchte meine alten Billigboxen, die noch aus meiner Studentenzeit mit knappem Geld stammen, durch ein hochwertiges Produkt mit dem neuesten Stand der Technik ersetzen.
Unter Berücksichtigung der Option, Musik aus digitalen Quellen (z.B. Computer), abspielen zu können, bin ich auf volldigitale Aktivlausprecher gestoßen und unter Berücksichtigung einer Preisobergrenze von ca. 8'000 Euro bei der Revox Scala 3.6 gelandet. Vergleichbares habe ich bisher nicht gefunden.

Es wäre toll, wenn sich hier jemand fände, der damit Erfahrung hat und einen guten Rat geben kann, ob es
a) sinnvoll ist in diese Technologie zu gehen und
b) ob es eventuell bessere Produkte als die Revox gibt.

Danke!

Grüsse
Rodolfo
A-Abraxas
Inventar
#2 erstellt: 17. Apr 2006, 15:50
Hallo,
in der Preisklasse gibt es viele gute Möglichkeiten .

Wie bist Du auf die Revox LS gekommen ?
Gibt es unumstößliche Gründe für digital-aktive Lautsprecher ?

Sonst würde ich vorschlagen, einen separaten D/A-Wandler zu nehmen (z.B. Benchmark DAC1 oder Aqvox USB2DA) und diesen mit Aktivlautsprechern zu kombinieren.
Z.B. hier gibt es ein gutes Angebot und entsprechende Fachberatung : www.hoerzone.de oder
http://www.clausbuec...m_frontpage&Itemid=1

Viele Grüße
Rodolfo3
Neuling
#3 erstellt: 17. Apr 2006, 16:16
Warum volldigitale Aktivlautsprecher?

Ich gehe davon aus, dass nur bei Aktivlautsprechern die optimale Abstimmung zwischen Verstärker und Lautsprecher sichergestellt ist (da beide vom selben Hersteller sind und so auch entsprechend optimal abgestimmt werden können)und dass durch die digitale Signalübertragung und Verarbeitung jegliche Verfälschungen durch äußere Störungen (Kabel, Leitungsverluste,...) ausgeschlossen werden.
ZOOOM
Stammgast
#4 erstellt: 17. Apr 2006, 17:34
Hi!

Also außer Revox gibt es noch Gebrauchte Digitalboxen von T+A.

A2D, A3D, A4D ...

desweiteren noch etliches altes und neues von Meridian.
Ich würde mal bei Meridian schauen...die haben da weiter gemacht, wo T+A aufgehört hat und sich auch auf neue Formate und Multichannel eingestellt.

Ich persönlich würde aber normale Aktivboxen vorziehen, wenn ich soviel Geld investieren würde. Sie sind Formatunabhängig und klingen stellenweise vorzüglich.
T+A TCI 2 A oder TCI 1 A.

Gruß

Volker
Silvan_Borer
Neuling
#5 erstellt: 17. Apr 2006, 18:46
Hallo zusammen

Ich habe kürzlich die Aktivlautsprecher TCI 1A von T + A gehört. Muss sagen, dass diese Konstruktion sehr beeindruckt hat.
Würde aber die TCI 2A empfehlen, da ich von den Röhrenendstufen nicht so überzeugt bin!
Die Messung vom Impuls hatte ein ideales Aussehen des Impulsdiagramms. Dadurch konnten auch bei Musikpassagen mit dem ganzen Hörspektrum, als ganze Einheit, sehr überzeugen. Auch der Bassimpuls lies keine Wünsche offen.

Viele Grüsse Silvan
Rodolfo3
Neuling
#6 erstellt: 21. Apr 2006, 20:44
Hallo,

vielen Dank für Eure Beiträge. Ich habe noch einmal etwas studiert:

T+A: die Boxen scheinen wirklich sehr gut zu sein, aber der Preis! Die TCI1A kosten 20'000 Euro, die TCI2A 15'000 Euro! Das ist dann doch eine andere Preisklasse. Und gebraucht? Da habe ich Hemmungen. Man weiß ja nie, was der Vorbesitzer damit gemacht hat.

Meridian: Da gibt's die DSP5200 and DSP5200C. Die scheinen in einer ähnlichen Preislage wie die Revox zu liegen. Aber in welchen Eigenschaften sind die besser als die Revox?

Grüsse
superfranz
Gesperrt
#8 erstellt: 21. Apr 2006, 20:56
Ohweia , da hab ich dir reingeschreiben ! Kommt nicht wieder vor , Ehrenwort , peinlich .
Karem
Stammgast
#9 erstellt: 22. Apr 2006, 01:30
also bei dem budget würde ich die gängigen hifiläden in deiner umgebung abklappern und mich gut informieren. da gibt es auch sehr gute systeme mit passiven boxen (ich denke an meine traumboxen von totem acoustic kombiniert mit zb naim) oder dann einmal bei den überaus kontrovers diskutieren clockworkern vorbeischauen und sich durch aktives höhren eine fundierte meinung bilden (nein, ich habe das noch nicht gemacht).

mfg
AndreasMuc
Stammgast
#10 erstellt: 23. Apr 2006, 12:05
Hallo Rodolfo,

Deine Überlegungen sind nachvollziehbar und richtig, ein digital-aktives System ist technisch gesehen in der Tat eine sinnvolle Konzeption.

Vor ca. einem Jahr habe auch ich Lautsprecher gesucht, anfangs war meine Preisklasse dabei allerdings so ca. 3000 Euro. Mittlerweile bin ich bei einer Lösung gelandet, die ungefähr das dreifache kostet: Aktive Lautsprecher von Musikelektronik Geithain (RL922k).

Um es vorneweg zu nehmen: In Deiner Preisklasse wirst Du kein digital-aktives System finden, das wirklich hohe Wiedergabebedingungen bietet. Eine Möglichkeit, die allerdings mehr als doppelt so teuer ist, wäre z.B. die O500C von Klein und Hummel. Gute Digitalelektronik, FIR-Filter, etc. sind nach wie vor teuer, ein aktiver 3-Wege Lautsprecher enthält auch noch 3 Endstufen etc... So rechtfertigt sich auch der hohe Preis von knapp 20 000 Euro für ein professionelle Lösung wie die O500C.

Die Konzepte von Revox etc. bieten sicher ein hohes Maß an Bedienkomfort und sind vieleicht auch von der elektronischen/digitalen Seite her ganz gut durchdacht -- leider hapert es bei der Endstrecke, beim Schallwandler: Hier weisen die Konzepte von Revox, Meridian und T&A einfach zu viele Schwächen auf. Leider gibt es meines Wissens im Hifi-Segment derzeit kein einziges sinnvoll kontruiertes, digital-aktives System -- es lohnt sich daher der Blick auf professionelle Technik aus dem Studio-Bereich.

Nach langem Ringen und vielen vielen Überlegungen habe ich mich schließlich für analoge Aktivlautsprecher in Verbidung mit einem vernünftigen DA-Wandler entschieden. Meines Erachtens eine Lösung die in der Preisklasse unter 10000 Euro nicht zu übertreffen ist.

Andreas

P.S.: Hier noch einige interessante Links und Lesetipps, die es Dir ermöglichen sollten, eine informiertere Kaufentscheidung zu treffen. Nimm Dir Zeit!

http://www.stageaid.de/stageaid/stages3.html

http://www.hifi-foru...um_id=30&thread=9104
(Viel zu lesen, beschränke Dich bei Zeitknappheit auf die Beiträge von US und AH, es werden u.a. auch die Schwächen des digital-aktiven Konzeptes von Meridian diskutiert)

http://www.hifi-foru...um_id=30&thread=6535

http://www.hifi-foru...um_id=30&thread=9156
(Schönes Beispiel für Hai-Enten Ver**sche)

http://www.hifi-foru...um_id=33&thread=4587
(Auch hier sind vor allem die Beiträge von US, AH und Tantris lesenswert und informativ)
hgisbit
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 23. Apr 2006, 18:24
Hallo Rodolfo,

ich würde an Deiner Stelle erstmal probehören und Abklären ob Du die Unterschiede der einzelnen Systeme überhaupt wahrnimmst.
Ich denke der klangliche Unterschied zwischen einem digitalen Aktivkonzept und einem analogen dürfte bei gleichem sonstigen Boxenaufbau minimal bis unhörbar sein.

Auch klingt Deine Aussage ein wenig nach "Ich möchte einfach jetz etwas mehr Geld ausgeben und dafür was Gescheites!"
Ob das im Hinblick auf Preis/Leistung Sinn macht, sei mal dahingestellt. Jedoch würde ich wirklich erstmal eingehend vergleichen bevor ich mich von Aussagen wie ".. gibt es derzeit kein vernünftiges digital-aktives Konzept auf dem Hifi-Markt..." verunsichern lasse.

Das ist zu sehr schwarz/weiß Malerei in meinen Augen.

Man bekommt ja das Gefühl als würden alle Lautsprecher klingen wie in einen Eimer rein.....
AndreasMuc
Stammgast
#12 erstellt: 24. Apr 2006, 05:53
Hallo hgisbit,

ich schrieb:


AndreasMuc schrieb:

Leider gibt es meines Wissens im Hifi-Segment derzeit kein einziges sinnvoll kontruiertes, digital-aktives System -- es lohnt sich daher der Blick auf professionelle Technik aus dem Studio-Bereich.


Du antwortetest:


hgisbit schrieb:

(...) bevor ich mich von Aussagen wie ".. gibt es derzeit kein vernünftiges digital-aktives Konzept auf dem Hifi-Markt..." verunsichern lasse.

Das ist zu sehr schwarz/weiß Malerei in meinen Augen.


Ich habe lediglich gesagt, dass ich (trotz intensiver, monatelanger Suche!) kein einziges durchdachtes und sinnvoll konstruiertes digital-aktives Konzept auf dem Hifi-Markt kenne. Du etwa? Für die genannten Systeme von Meridian, Revox, T&A etc. wäre ich jedenfalls nicht bereit, so viel Geld hinzulegen.

Ist ja auch kein Wunder: In einem Markt der dominiert wird von Voodoo und jahrzehntealter Technik (passive Lautsprecher, Röhren, Silberkabel, etc...) ist die Innovationsbereitschaft naturgemäß gering. Aus Sicht der Anbieter völlig verständlich: Die Gewinnspanne ist sicherlich größer, wenn man Technik von vorgestern und sinnlose Voodoo-Artikel verkauft, als wenn man mit erheblichem Entwicklungsaufwand Systeme bauen würde, die wirklich das technisch Machbare repräsentieren. Dass es anders geht, beweist z.B. Klein&Hummel, deshalb habe ich oben die O500C als Beispiel für ein m.E. sinnvolles digital-aktives Konzept genannt. So lange derartige Technik nicht im "Consumer"-Bereich angeboten wird, bleibt sie allerdings für Otto-Normalhörer unerschwinglich. Das finde ich schade und ist zum Nachteil des Kunden. Deshalb tut Aufklärung Not.

Andreas
Haltepunkt
Inventar
#13 erstellt: 24. Apr 2006, 07:17
Interessant ist, dass Hersteller wie T&A mit den Vorzügen der Aktiv-Technik werben, letztendlich aber doch nicht diese Vorzüge im Hinblick auf den Markt umsetzen und im Endeffekt eine gesoundete Aktiv-Kiste herstellen, die man nahezu genauso passiv realisieren könnte. Von der verbesserten Basswiedergabe abgesehen.

Dem zeitgenössischem Konsumenten ist nicht zu trauen, der seinen Sinn gegen Sinnlichkeit eingetauscht hat.

[Gerüchtemode /on]ich habe gehört, dass Nubert seinen Plan des konsequent auf Neutralität getrimmten Aktiv-Digital-LS aufgegeben habe, weil es 'nicht geklungen' hätte.
Weiß da jemand etwas konkretes drüber?
Zweck0r
Moderator
#14 erstellt: 24. Apr 2006, 07:40
Moin,

nach dem, was ich so gehört bzw. gelesen habe, wartet Nubert noch auf günstigere Preise für die DSP-Elektronik, um die Box von Anfang an zu einem vernünftigen Preis anbieten zu können.

Grüße,

Zweck
Klaus-R.
Inventar
#15 erstellt: 24. Apr 2006, 10:23
@Rodolfo3,

schau mal bei Dynaudio rein, da gibt's die AIR-Serie mit digitalen Anschlüssen und Schnittstelle zum PC:

http://www.dynaudioacoustics.com/Default.asp?Id=319


Klaus
hgisbit
Hat sich gelöscht
#16 erstellt: 24. Apr 2006, 17:54
@AndreasMuc:

ich gebe Dir völlig Recht. Ich wollte nur vermeiden, dass hier horrende Summen ausgegeben werden ohne dass dies überhaupt gewünscht ist.

Zu klären ist meiner Ansicht nach ob Rodolfo die Technik wirklich braucht, weil er ein Mitglied der Audiophilen Elite ist und jedes Mißkonstrukt sofort heraushört, oder ob hier einfach immens viel Geld investiert wird nur um die neueste Technik und das gute Image zu haben.

Gruß

Edit: mich würde mal interessieren WAS denn in euren Augen so schlecht konstruiert ist an den Geräten. Evtl. PM.


[Beitrag von hgisbit am 24. Apr 2006, 17:57 bearbeitet]
Ueli
Inventar
#17 erstellt: 24. Apr 2006, 19:16
@ Rodolfo

Warum eine "volldigitale" Aktivbox?

Solange die CD mehr oder weniger der einzige digital Tonträger war, mochten solche Konstruktionen vielleicht sinnvoll erscheinen. Leider sind sie sehr schnell veraltet. Über eine T&A A2D z.B. ist zum Beispiel nichts zu machen mit SACD, DVD-A oder DTS. Und was genau die Zukunft an digitalen Audio-Tonträgern bringt (BluRay), läßt sich kaum abschätzen.

Deshalb würde ich eine Aktivbox, die eine analoge Signalzuführung erlaubt, derzeit für zukunftssicherer halten.

Ueli
AndreasMuc
Stammgast
#18 erstellt: 24. Apr 2006, 20:31

hgisbit schrieb:
@AndreasMuc:

ich gebe Dir völlig Recht. Ich wollte nur vermeiden, dass hier horrende Summen ausgegeben werden ohne dass dies überhaupt gewünscht ist.

Zu klären ist meiner Ansicht nach ob Rodolfo die Technik wirklich braucht, weil er ein Mitglied der Audiophilen Elite ist und jedes Mißkonstrukt sofort heraushört, oder ob hier einfach immens viel Geld investiert wird nur um die neueste Technik und das gute Image zu haben.


Das ist ein guter Punkt. Dazu drei Dinge:

Erstens muss man m.E. kein Mitglied einer "audiophilen Elite" sein, um den Unterschied zwischen durchschnittlichen und guten Wiedergabedingungen zu hören. Ich spreche da nicht über die vermeintlichen Unterschiede zwischen Kabel A und Kabel B, die manche audiophilen Goldohren zu hören glauben, sondern über tatsächlich hörbare Optimierung der Wiedergabequalität, wobei die Interaktion zwischen Lautsprecher und Raum die größte Rolle spielt. Wer sich mit den Grundlagen hierzu beschäftigen will, dem sei erneut der Artikel von Andreas Haeger empfohlen.

Zweitens bin auch ich der Meinung, dass man die Kosten-/Nutzen-Relation im Auge behalten sollte. Eine Investition in der genannten Höhe (8000 Euro) macht sicher keinen Sinn, wenn man mit dieser Anlage dann unter schlechten raumakustischen Bedingungen, nebenbei und im Diffusschallfeld hört. Selbst wenn die Rahmenbedingungen besser sind als gerade beschrieben, werden sicher viele auch mit einer wesentlich günstigeren Anlage glücklich. Ich gehe aber davon aus, dass jemand, der sich eine 8000-Euro-Anlage kauft, sich vorher informiert und kritisch prüft, ob das angestrebte Ziel nicht auch günstiger zu erreichen ist.

Drittens gebe ich Dir Recht, dass bestimmte theoretische Vorteile in der Praxis nicht unbedingt hörbar sein müssen. Bei Vergleichen zwischen der digital-aktiven O500C und dem analog-aktiven MEG RL 901k bevorzugen durchaus nicht alle Hörer die erstere. Richtig interessant wäre der Vergleich natürlich erst, wenn der selbe Lautsprecher einmal digital- und einmal analog-aktiv betrieben wird. Eine Einschätzung von fachkundiger Seite (Jochen Kiesler, MEG) lautet jedoch, dass die Unterschiede zu klein sind um den Aufwand zu rechtfertigen. Ich selbst kann das mangels eigener Erfahrung mit digital-aktiven Systemen nicht bestätigen, finde die Idee aus theoretischen Überlegungen aber nach wie vor überzeugend -- wenn Geld keine Rolle spielt.


hgisbit schrieb:

Edit: mich würde mal interessieren WAS denn in euren Augen so schlecht konstruiert ist an den Geräten. Evtl. PM.


Die Qualität der digitalen und analogen Elektronik kann ich nicht einschätzen. Allen drei Konzepten sind jedoch offensichtliche Schwächen beim eigentlichen Schallwandler zu eigen. Anordnung, Größe und Trennfequenzen (soweit bekannt) der Treiber lassen erkennen, dass diese Lautsprecher kein ausreichend hohes und vor allem stetiges Bündelungsmaß realisieren können. Das führt zu Verfärbungen, die prinzipiell vermeidbar gewesen wären -- nur hätte das wohl den Verzicht auf Hifi-typisches Sounding bedeutet. Mein Wissen ist zu begrenzt um eine exakte theoretische Analyse der Schwächen der genannten Systeme zu liefern, dass aber ein 15cm- oder 16,5cm-"Mittel"-töner, der bei 3kHz gegen eine Hochtonkalotte (ohne Schallführung) getrennt wird, einen gewaltigen Sprung im Bündelungsmaß verursachen muss (-->"Präsenzsenke" im Diffusschallfeld), ist nach kurzer Beschäftigung mit physikalischen Grundlagen auch für mich offensichtlich. Das Durchlesen der Beiträge von AH, US und Tantris in den bereits oben verlinkten Threads kann ich nur erneut empfehlen, um kompetentere und weiterführende Erklärungen zu erhalten.

Gruß, Andreas


[Beitrag von AndreasMuc am 24. Apr 2006, 20:36 bearbeitet]
Klaus-R.
Inventar
#19 erstellt: 25. Apr 2006, 08:09
@AndreasMuc


Drittens gebe ich Dir Recht, dass bestimmte theoretische Vorteile in der Praxis nicht unbedingt hörbar sein müssen. Bei Vergleichen zwischen der digital-aktiven O500C und dem analog-aktiven MEG RL 901k bevorzugen durchaus nicht alle Hörer die erstere. Richtig interessant wäre der Vergleich natürlich erst, wenn der selbe Lautsprecher einmal digital- und einmal analog-aktiv betrieben wird.



Den von Dir angesprochenen Vergleich habe ich mal gemacht, d.h. CD-Player via SP/DIF bzw. via RCA an die O500C angeschlossen. Benutzt habe ich verschiedene Stücke von der EBU SQAM CD.

Klanglich ist mir kein Unterschied aufgefallen, bei ein oder zwei Stücken (Ausschnitte aus klassischen Werken) geringe Unterschiede in der räumlichen Darstellung.

Klaus
Haltepunkt
Inventar
#20 erstellt: 25. Apr 2006, 08:41
@Rodolfo3

Zur digitalen Zuspielung, explizit nicht digitale Filterung gemeint: Ich kann AndreasMuc nur zustimmen. Ein LS definiert sich über seinen primären Zweck, also den elektroakustischen Eigenschaften. Erst wenn diese den eigenen Ansprüchen genügen, ist es sinnvoll sich über Ausstattungsmerkmale zu unterhalten. Eine voll digitale Signalübertragung hat natürlich hinsichtlich Verkabelung und Einmesskomfort ihren Charme. Klanglich sehe ich es aber als unerheblich an, ob in der Box oder 5m davor D/A gewandelt wird.

In der MEG 901k gibt es beispielsweise einen optionalen Einschub für einen D/A Wandler. Ob der nun genutzt wird oder nicht, interessiert für die Übertragungseigenschaften nicht. Möglicherweise wird diese Option noch bei kleineren Modellen angeboten, falls die Option überhaupt noch aktuell sein sollte.

Weitere LS, die mir gerade einfallen und digitale Zuspielung akzeptieren: K+H O300D

oder diese JBL
http://www.audio-pro.de/live/jbl_33217_DEU_AP.html
_gonzo
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 25. Apr 2006, 14:05

Haltepunkt schrieb:
[Gerüchtemode /on]ich habe gehört, dass Nubert seinen Plan des konsequent auf Neutralität getrimmten Aktiv-Digital-LS aufgegeben habe, weil es 'nicht geklungen' hätte.
Weiß da jemand etwas konkretes drüber?

[Gerüchtemode /on]
ich habe die informationen, die dazu zu finden waren, etwas anders gelesen. nämlich, dass man bei nubert der meinung ist, dass der fortschritt (oder das, was der "allerweltskunde" als fortschritt empfindet) gegenüber der passiven variante zu gering ist, als dass die meisten kunden bereit wären, den (nicht geringen) aufpreis zu zahlen. und in anbetracht der situation, unter der die meisten lautsprecher in den eigenen vier wänden berieben werden, lägen diese kunden mit der einschätzung sicherlich nicht einmal falsch.

im profi-bereich sieht das möglicherweise anders aus. aber das ist eben nicht die vorrangige zielgruppe von nubert.

weitere gründe sind sicherlich auch bedienbarkeit, problem der einbindung in mehrweg und av-systeme (--> filterdurchlaufzeiten), preisstabilität (--> fallende preise für digitaltechnik).


Den von Dir angesprochenen Vergleich habe ich mal gemacht, d.h. CD-Player via SP/DIF bzw. via RCA an die O500C angeschlossen. Benutzt habe ich verschiedene Stücke von der EBU SQAM CD.

man sollte vielleicht ein wenig aufpassen, die konventionelle digitale signalübertragung und -verarbeitung nicht mit der fir-dsp-filtertechnik durcheinander zu bringen.
Klaus-R.
Inventar
#22 erstellt: 25. Apr 2006, 14:35
@gonzo


man sollte vielleicht ein wenig aufpassen, die konventionelle digitale signalübertragung und -verarbeitung nicht mit der fir-dsp-filtertechnik durcheinander zu bringen



vor dem Digitalkontroller sitzt ein ganz stinknormaler A/D-Wandler, bzw. nicht, je nachdem, bei welchem Eingang ich anklopfe. Was mir der Vergleich gezeigt hat ist, daß sich die 2 zusätzlichen Wandlerstufen (D/A im CD-player, A/D in der O500C) fast gar nicht bemerkbar machen. Spricht doch deutlich für die Qualität der Wandler.


Klaus
AndreasMuc
Stammgast
#23 erstellt: 25. Apr 2006, 18:46
Hallo Klaus, Hallo Martin,


Klaus-R. schrieb:

Den von Dir angesprochenen Vergleich habe ich mal gemacht, d.h. CD-Player via SP/DIF bzw. via RCA an die O500C angeschlossen. Benutzt habe ich verschiedene Stücke von der EBU SQAM CD.

Klanglich ist mir kein Unterschied aufgefallen, bei ein oder zwei Stücken (Ausschnitte aus klassischen Werken) geringe Unterschiede in der räumlichen Darstellung.



Haltepunkt schrieb:

Zur digitalen Zuspielung, explizit nicht digitale Filterung gemeint: Ich kann AndreasMuc nur zustimmen. Ein LS definiert sich über seinen primären Zweck, also den elektroakustischen Eigenschaften. Erst wenn diese den eigenen Ansprüchen genügen, ist es sinnvoll sich über Ausstattungsmerkmale zu unterhalten. Eine voll digitale Signalübertragung hat natürlich hinsichtlich Verkabelung und Einmesskomfort ihren Charme. Klanglich sehe ich es aber als unerheblich an, ob in der Box oder 5m davor D/A gewandelt wird.


Die Punkte Verkabelung und Einmesskomfort sind sicher auch relevant. Um es für den Threadersteller und Mitleser, die sich vielleicht nicht ausgiebig mit der Materie beschäftigt haben, nochmal zu verdeutlichen:

Der theoretisch-technische Vorteil für die Wiedergabequalität liegt ja vor allem in der digitalen Filterung, mit D/A-Wandlung hinter der Frequenzweiche, was besonders steilflankige digitale Filter (bei der O500C 48dB/8ve) und anschließende digitale Gruppenlaufzeitentzerrung ermöglicht. Der Vorteil des linearen Phasenfrequenzganges (keine Laufzeitdifferenzen bei unterschiedlichen Frequenzen) bleibt meines Wissens ja sogar bei analoger Ansteuerung der O500C erhalten, weil dann eben erst A/D und dann wieder D/A gewandelt wird.

Dass man diese zusätzliche zweimalige Signalwandlung nicht oder kaum hört, beweist eigentlich nur die Güte der verbauten Wandler und zeigt nicht, dass die digitale Filterung nicht doch hörbare Vorteile bieten könnte... Soweit ich weiß, sind nach gängiger psychoakustischer Lehrmeinung allerdings auch die Gruppenlaufzeitdifferenzen, die bei analoger Filterung zwangsläufig entstehen, kein im Vordergrund stehendes Problem für die subjektive Wiedergabequalität. Soll heißen: Die Kosten sind hoch, der Gewinn an Wiedergabequalität aber klein. Im Sinne einer Optimierung des Kosten-/Nutzenverhältnisses sollte an anderer Stelle investiert werden, wenn unabhängig vom Preis das "technisch Machbare" gesucht wird ist das Ganze interessant...


Haltepunkt schrieb:

In der MEG 901k gibt es beispielsweise einen optionalen Einschub für einen D/A Wandler. Ob der nun genutzt wird oder nicht, interessiert für die Übertragungseigenschaften nicht. Möglicherweise wird diese Option noch bei kleineren Modellen angeboten, falls die Option überhaupt noch aktuell sein sollte.


Weißt Du, ob dieser Einschub den RL901k dann tatsächlich auf das technische Niveau der O500C hebt? D.h. FIR-Filter, digitale Gruppenlaufzeitentzerrung etc.? Oder handelt es sich einfach um einen D/A-Wandler, der eben in der Box sitzt aber die analoge Frequenzweiche nicht umgeht?

Viele Grüße, Andtreas


[Beitrag von AndreasMuc am 25. Apr 2006, 18:56 bearbeitet]
ukw
Inventar
#24 erstellt: 25. Apr 2006, 18:55
Heute im Behringer Newsletter:

http://www.behringer.com/MS40/index.cfm?lang=ger

http://www.behringer.com/MS20/index.cfm?lang=ger

für 129,- Liste ein vernünftiger PC Lautsprecher?

Ich habe ein paar Sätze für unsere Gäste WC's bestellt.
Zuspielung über Insta BUS, Wahl 4 verschiedener Musik-Genres möglich.
Haltepunkt
Inventar
#25 erstellt: 26. Apr 2006, 05:58
@AndreasMuc


Weißt Du, ob dieser Einschub den RL901k dann tatsächlich auf das technische Niveau der O500C hebt? D.h. FIR-Filter, digitale Gruppenlaufzeitentzerrung etc.? Oder handelt es sich einfach um einen D/A-Wandler, der eben in der Box sitzt aber die analoge Frequenzweiche nicht umgeht?


M.W. handelt es sich lediglich um einen D/A Wandler für digitale Zuspielung - ohne Gewähr


@ukw

Ein Paar MS 20 habe ich schon letztes Jahr bestellt. Die sollten letzter Aussage von Reinhard nach im Laufe des April lieferbar sein...

Grüße
Martin
ukw
Inventar
#26 erstellt: 26. Apr 2006, 07:08

Ein Paar MS 20 habe ich schon letztes Jahr bestellt. Die sollten letzter Aussage von Reinhard nach im Laufe des April lieferbar sein...


seit gestern offiziell lieferbar...
Da scheint ein Container aus China angekommen zu sein. DCX ist auch wieder lieferar.
AndreasMuc
Stammgast
#27 erstellt: 26. Apr 2006, 12:10

Haltepunkt schrieb:
@AndreasMuc


Weißt Du, ob dieser Einschub den RL901k dann tatsächlich auf das technische Niveau der O500C hebt? D.h. FIR-Filter, digitale Gruppenlaufzeitentzerrung etc.? Oder handelt es sich einfach um einen D/A-Wandler, der eben in der Box sitzt aber die analoge Frequenzweiche nicht umgeht?


M.W. handelt es sich lediglich um einen D/A Wandler für digitale Zuspielung - ohne Gewähr


Was das Ganze ja relativ uninteressant machen würde... Man würde dann die Nachteile einer digitalen Lautstärkeregelung mit den Nachteilen der analogen Filter verbinden... Wenn schon digital-aktiv, dann sollte man auch alle Vorteile nutzen.

Gruß, Andreas
_axel_
Inventar
#28 erstellt: 26. Apr 2006, 19:41

Ueli schrieb:
Leider sind sie sehr schnell veraltet. Über eine T&A A2D z.B. ist zum Beispiel nichts zu machen mit SACD, DVD-A oder DTS. Und was genau die Zukunft an digitalen Audio-Tonträgern bringt (BluRay), läßt sich kaum abschätzen.

Genau hier sehe ich das Hauptargument GEGEN digiale Aktivlinge. Unter Berücksichtigung der zu erwartenden (wenn überhaupt: geringen) Klangunterschiede.
Der (Mehr)Preis, je nach Geldbeutel, kommt natürlich dazu.

So eine Investition soll ja i.d.R. mind. ein bis zwei Jahrzehnte halten.

Gruß
ukw
Inventar
#29 erstellt: 26. Apr 2006, 20:55

_axel_ schrieb:

Ueli schrieb:
Leider sind sie sehr schnell veraltet. Über eine T&A A2D z.B. ist zum Beispiel nichts zu machen mit SACD, DVD-A oder DTS. Und was genau die Zukunft an digitalen Audio-Tonträgern bringt (BluRay), läßt sich kaum abschätzen.

Genau hier sehe ich das Hauptargument GEGEN digiale Aktivlinge. Unter Berücksichtigung der zu erwartenden (wenn überhaupt: geringen) Klangunterschiede.
Der (Mehr)Preis, je nach Geldbeutel, kommt natürlich dazu.

So eine Investition soll ja i.d.R. mind. ein bis zwei Jahrzehnte halten.

Gruß


Nimm doch das Beste aus beiden Lagern.
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