Mehr LS = besserer klang?

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Sausack
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 23. Sep 2003, 16:57
Also ich wollte wissen ob eine höhere anzahl an Lautsprechern (2-3 PAAR) auch eine erhöhte qualität bringt!
ich meine damit vor allem die räumlichkeit und den frequenzgang!
klingt evtl. etwas unsinnig die frage, aber ich rede nicht von surround sondern stereobetrieb (also mehrere LS mit dem gleichen signal angesteuert)
oder könnte es zu negativen aspekten kommen? (inteferenzen, auslöschungen.......etc.)
habe einen ca 30 qm grossen raum und (zurzeit noch) 2 paar standboxen!
ich danke wie immer für spekulationen und fachliche spekulationen!
drbobo
Inventar
#2 erstellt: 23. Sep 2003, 17:18
Die Vermutung mit den Störungen und Interferenzen ist meines Wissens nach richtig.
Ausnahme sind entsprechend grosse Räume, die mit zwei LS nicht gut beschallt werden können oder Raumteiler, die viel Schall schlucken.
Im günstigsten Fall ändert sich nicht, und das für viel Geld, was man besser anlegen könnte.
EWU
Inventar
#3 erstellt: 23. Sep 2003, 17:26
"Die Vermutung mit den Störungen und Interferenzen ist meines Wissens nach richtig"
Ist richtig.
Außerdem geht der Stereo Effekt verloren.Lieber das geld in 2 Standlautsprecher investieren.das bringt viel mehr.
Tantris
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 23. Sep 2003, 17:32
Hallo,

die Sache ist ganz einfach zu erklären: Solange die Aufnahmen in Stereo gemacht wurden und für Stereo-Lautsprecherwiedergabe optimiert wurden, macht es keinerlei Sinn, diese mit einer anderen Konfiguration als einem Stereopaar wiederzugeben.

negative Auswirkungen bei der Verwendung mehrerer Lautsprecher gibt es dabei einige, der wichtigste Aspekt dürfte sein, daß das normalerweise zwischen den Stereo-LS abgebildete Stereobild nicht mehr ortungsscharf wiedergegeben werden kann, sondern sich i.A. ein diffuser "Rundum-Klangeindruck" einstellt ähnlich z.B. der Beschallung einer Kneipe.

Gruß, T.
zucker
Moderator
#5 erstellt: 23. Sep 2003, 17:39
eine anmerkung:

wenn du das Ls paar um einzelne chassis erweiterst, so das daraus 4 oder 5 wege boxen entstehen, erhälst du einen besseren klang, weil dan die auflösung höher ist (einzelne instrumente sind besser warnehmbar), außerdem werden die einzelnen Ls mit weniger freq. belegt und das danken sie in saubererer wiedergabe. allerdings geht das nicht über den "grünen klee", da muß ein bischen gerechnet und erprobt werden (weichen, chassis usw.)

henry
cr
Moderator
#6 erstellt: 23. Sep 2003, 18:23
2 x Stereo war mal eine Thema bei den Quadroanlagen zum Abspielen von Stereo-Platten (konnte man sogar am Verstärker so wählen). Bringt aber wirklich nichts, keine Räumlichkeit (dazu braucht am wohldosierten Hall von hinten).
Ist eher nachteilig.
Zweck0r
Moderator
#7 erstellt: 23. Sep 2003, 18:53
Hi,

@zucker:

ohne Messequipment und Ahnung von der Sache kann man einigermaßen brauchbar abgestimmte Boxen mit zusätzlichen Chassis nur schlechter machen. Außerdem: je weniger Chassis, desto weniger problematische Übernahmebereiche mit Phasen-/Pegelsprüngen und Interferenzen. Es hat schon seinen Grund, dass alle guten und billigen Boxen Zweiwegeriche sind.

@cr:

diese Pseudo-Quadro-Schaltungen in 70er-Anlagen geben meist die Differenz der Stereokanäle wieder. Dadurch fehlt der Mono-Anteil und von hinten kommt - je nach Aufnahme - hauptsächlich Hall. Bei Popmusik mit viel Hallanteil kann das ganz originell klingen, Tantris würde aber wohl fluchtartig den Raum verlassen

Grüße,

Zweck
Möllie
Stammgast
#8 erstellt: 23. Sep 2003, 19:01
Hi,
ich hab mich mit Mehrkanaltechnik noch nicht befasst. Was passiert eigentlich wenn ich z.B. auf einer 5.1 Anlage eine reine Stereoaufnahme abspiele?? Theoretisch müssten dann der Center- und die Rearspeaker stumm sein oder?
Möllie
zucker
Moderator
#9 erstellt: 23. Sep 2003, 19:05
@ zweckür,

vollkommen richtig
deshalb schrieb ich ja "nicht über den grünen klee".
dennoch, 5 wege klingen schon toll

henry
!ceBear
Stammgast
#10 erstellt: 23. Sep 2003, 19:22
Stell dir mal vor du gehst in ein Restaurant und bestellst dir ein Steak.
Wenn es schei*** schmeckt, dann schmeckt es schei***.
Selbst wenn du dir noch 2 Stück hinterherbestellst ändert sich der Geschmak nicht.
zucker
Moderator
#11 erstellt: 23. Sep 2003, 19:26
@ ice bär

dann sollte man wohl die quelle wechseln - hier ging es ja aber um die essenausgabe. oder lieg ich da falsch

gruß henry
Joe_Brösel
Hat sich gelöscht
#12 erstellt: 23. Sep 2003, 20:01
Hi möllie,

ch hab mich mit Mehrkanaltechnik noch nicht befasst. Was passiert eigentlich wenn ich z.B. auf einer 5.1 Anlage eine reine Stereoaufnahme abspiele?? Theoretisch müssten dann der Center- und die Rearspeaker stumm sein oder?


Das ist korrekt.
Vielen Leuten ist das dann zuwenig. Deshalb gibt es sogenannte "Decoder", die versuchen, aus dem Stereo-Signal die zusätzlichen Kanäle "zu erfinden", damit man einen Raumklang hat. Diese Decoder haben Namen wie Pro Logic, Pro Logic 2, dts NEO.
Zweck0r
Moderator
#13 erstellt: 24. Sep 2003, 13:58
Hi,

@zucker:

Ich glaube gerne, dass 5 Wege überragend klingen, wenn da Könner wie B&M am Werk waren. Aber so etwas hat auch seinen Preis, die kleinste B&M damals (BM3) hatte auch "nur" 2 1/2 Wege. Wenn ich ohne Erfahrung eine einigermaßen brauchbare Hifi-Box bauen sollte, würde ich aber tunlichst die Finger von einer Übernahmefrequenz im klangentscheidenden Grundton- und Formantbereich lassen. Ich würde einen gut klingenden 10 cm Breitbänder kaufen und mit Subbass (200 Hz Übernahmefrequenz) und Superhochtöner (5-7 kHz Übernahmefrequenz) ergänzen. Eine so hohe Hochtönerankopplung bringt zwar Interferenzprobleme, das ist aber weniger schlimm als ein durch falsche Weichenanpassung verfärbter Mittenbereich.

@Joe:

Für reine Stereoquellen haben die AV-Verstärker Hallprogramme. Pro Logic ist für speziell aufgenommenes Material gedacht, der Rear-Kanal wird dabei in beide Kanäle phasengedreht eingemischt, also z.B. in den linken Frontkanal Rear und in den rechten Kanal gleichzeitig minus Rear. Der Decoder gibt über beide Rear-Boxen (L-R) wieder, das bei der Aufnahme phasengedreht zugemischte Signal hat dann die höchste Lautstärke. Zusätzlich hat ein Pro-Logic-Decoder noch Regelschaltungen, die je nach Signalzusammensetzung entweder Front- oder Rear-Speaker lauter drehen und damit die Kanaltrennung künstlich erhöhen.

Grüße,

Zweck
DrNice
Inventar
#14 erstellt: 24. Sep 2003, 16:53
Das Prinzip ist gar nicht mal so jung: mein alter Grundig V8400 hat einen zusätzlichen kleinen Verstärker mit 2x35 Watt für die hinteren beiden Lautsprecher. Mit 2 Reglern lässt sich die Lautstärke und die Intensität des Halls einstellen. habs zwar noch nich ausgetestet, aber der Halleffekt auf den Hauptlautsprechern klingt besonders beim Schlagzeug schrecklich!
zucker
Moderator
#15 erstellt: 24. Sep 2003, 17:13
@ zweckür

es sollte damit nur zum ausdruck gebracht werden, daß es nix bringt mehr boxen als 2 bei stereo aufzustellen, sondern vielmehr die wege aufzutrennen. wer sich damit befasst, wird sehr schnell merken, daß das "heiß" ist.

zu den rear`s - ich kenn das als pseudoquatrophonie - aus rechts und links wird eine differenz gebildet und verstärkt, das klingt nicht mal schlecht. von hall dabei hab ich aber noch nichts gehört.

henry
nathan_west
Gesperrt
#16 erstellt: 24. Sep 2003, 17:29
Also ich habe bei uns beim Bund in einem Raum (Veranstaltungsraum im Uffzheim) einen Aufbau gesehen:

Pro Stereokanal zwei Lautsprecher, alles gleiche LS.
Relativ hochwertige Visaton LS (3 Wege, Stand.)
Die klangen schöner wenn alle 4 gleichzeitig liefen, besonders wenns lauter zur Sache ging.

Die vergrösserte Membranfläche kann halt hohe Leistungen viel sauberer Umsetzen. Die LS standen jeweils direkt parallel nebeneinander, mit ner handbreit dazwischen Platz.
Aber auch bei leiserer Musik war es irgendwie besser.
Mir fehlt der Wortschatz auf dem Hifisektor, bzw. ich will da nix falsches sagen, es klang halt sauberer.

Wer´s einfach/billig testen kann - solls machen.
Stefan
Gesperrt
#17 erstellt: 24. Sep 2003, 22:20
Wie vermeidet man eigentlich bei 5.1 oder 10.2, dass die LS miteinander interferieren?

MfG Stefan
Sausack
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 24. Sep 2003, 22:44
nun, schon mal vielen dank für die rege diskussion!
wie ich nun rausgehört habe, ist es an sich erstmal keine verbesserung, aber wie sieht es aus, wenn ich mich nun für 2paar entscheiden würde, die einen in einem gleichseitigem dreieck zur hörposition aufstellen würde und das andere paar in gleicher höhe zur sitzpoition aufstellen täte.
wär dass ne alternative, denn wenn ich schon schöne stand-ls hab, würd ich die schon gerne nutzen!
hab mal ne billige zeichnung erstellt, um dass zu verdeutlichen!
eine alternative?



um missverständnissen vorzubeugen, das erste paar zeigt natürlich zu mir, war aber zu faul nochmal neue rechtecke zu zeihnen und bei bitmap isses nich möglich um 45° zu drehen!


[Beitrag von Sausack am 24. Sep 2003, 22:50 bearbeitet]
drbobo
Inventar
#19 erstellt: 29. Sep 2003, 09:54
Musst du im zweifellsfall ausprobieren, problematisch wird es dann, sobald es Laufzeitunterschiede gibt (unterschiedliche Entfernungen zum jeweiligen Ohr). Möglich ist die Kombination sicherlich, ob sie viel bringt , muss man ausprobieren.
Sausack
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 01. Okt 2003, 15:46
also ist es anszustreben, die entfernung zwischen den einzelnen lautsprechern (in bezug auf die hörposition) gleichzuhalten, richtig?
oder wäre auch die aufstellungsposition von nathan_west eher zu bevorzugen, weil unproblematischer?
drbobo
Inventar
#21 erstellt: 02. Okt 2003, 11:49
Welche Lösung besser ist, hängt letztlich von der Raumakustik ab.
Ob der (kosten)Aufwand lohnt, ist eine andere Frage.
Auch der Verstärker muss entsprechend ausgelegt sein, um die zusätzliche Belastung auch zu verkraften.
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