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Vienna Acoustics Haydn Grand

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mono-affe
Stammgast
#1 erstellt: 30. Okt 2007, 09:56
Ich habe vor Kurzem die Haydn Grand erworben, allerdings noch nicht ganz eingespielt.
Ich betreibe sie an Arcam Elektronik A85 und CD72. Sie stehen auf Dynaudio Stands1.
Als NF-Kabel das wohl eher unbekannte, aber geniale Funk BS-2 und demnächst das LS-Kabel HMS Al Cinema (soll sehr feinzeichnend und neutral klingen, also sehr durchlässig, was im Übrigen auch für das Funk-Kabel gilt) und schließlich eine komplette Phonosophie Stromzufuhr (Silberkabel, Dose und Leiste - leider überteuert, aber in Sachen Feinzeichnung zu empfehlen, vielleicht ein wenig zu dick auftragend)

Zu meinem Hörgeschmack:
Seitdem ich die Sehring Lautsprecher S700 SE gehört habe, bin ich Fan des neutralen Musikgenusses (habe mir sie nur deshalb nicht gekauft, weil mich ein Preis jenseits der 2.000 EUR-Grenze in Konflikt mit meiner Bank bringt). Wie sie klingen und warum sie Hi-Fi neu definieren und das auch noch zu einem vergleichsweise erschwinglichen Preis, das kann man hier am offenen Sehring-Stammtisch erfahren.

Nun aber wieder zurück zu meinen Haydn Grand, die ich direkt mit den Acoustic Energy AE300 vergleichen konnte.
Mein erster Höreindruck:
Sie klingen wesentlich neutraler, konturierter, breiter und tiefer; kurzum besser. Je länger ich sie einspiele, umso mehr beweisen sie ihre Qualitäten. Was sie vor allem auszeichnet im Vergleich zu den AE300 ist, dass sie verzerrungsfreier operieren: Zischlaute klingen weniger aggressiv, die einzelnen Instrumente und Stimmen sind ortbarer, weniger dick.

Wie in einigen Testberichten zu lesen war, haben die Ingenieure ein wenig getrickst: um 1 Khz wurde etwas hinzugegeben, um die Stimmenwiedergabe hervorzuheben, bei 4 Khz gibt es eine leichte Senke, um die Räumlichkeit zu steigern und ab 8 Khz eine generelle leichte Anhebung, um die Feinzeichnung zu erhöhen.

Trotzdem: Diese Lautsprecher liefern ein überzeugendes Klangbild, klingen vielleicht ein wenig hart - aber das dürfte sich laut Herstellerbeschreibung nach einer Einspielzeit von ca. 100 Stunden gegeben haben.

Und nun das Übliche:
Ich höre Sachen, die ich zuvor nicht gehört habe, so spezielle Soundeffekte auf der Morcheeba Charango, erlebe echtes Live-Feeling auf der neuen Scheibe von Maceo Parker "Roots & Grooves" (Funk mit Esprit und einer beeindruckenden Performance) und bei Klassik erscheinen diese LS alles andere als klein.

Andere Hörberichte interessieren mich natürlich, Vergleiche zu anderen LS dieser Preisklasse.
armindercherusker
Inventar
#2 erstellt: 30. Okt 2007, 13:13
Schön zu lesen Dein Bericht.

Leider habe ich noch nie eine VA gehört - muß ich unbedingt mal tun

Ähnliche Erlerbnisse hatte ich mit meiner Dynaudio Focus 140 und dann mit der ( älteren, aber noch besseren ) Dynaudio Crafft.

Nicht nur, daß die menschlichen Stimmen wesentlich unverzerrter klingen und die Klavierläufe besser differenziert sind.

Bei Live-Aufnahmen hörte ich plötzlich nicht nur, daß das Publikum im Takt mitklatscht - ich registriere nun sogar,
daß einige nicht ganz im Takt dabei liegen bzw. es einen Taktversatz zwischen rechtem und linkem Publikum gibt ....

Sind immer wieder schöne Hörerfahrungen.

Gruß
mono-affe
Stammgast
#3 erstellt: 30. Okt 2007, 20:54
hallo cherusker,
deshalb lieben wir diese Erfahrungen so sehr. Mich interessiert aber noch, da du schriebst, dass Du die Fokus 140 hast, wie sehr sich der Klang im Laufe der Zeit verändert. Ich habe von den Audience 122 gehört und es auch selbst erlebt, wie sich der Bassbereich im Laufe der Zeit immer weiter, na sagen wir mal, ausgedehnt hat, waberig wurde, so, als ob die Membranen eine Halbwertzeit von einem halben Jahr hätten. Das Klangbild fing an, aufzuweichen.
Ich hoffe, dass mir so etwas mit meinen Haydn Grand nicht passiert.
Hast Du da ähnliche Erfahrungen gemacht?

In Sachen Klassik kann ich Dir die Aufnahme der Vier Jahreszeiten von Janine Jansen empfehlen. Eine Einspielung von gerade einmal acht Musikern, die es fertig bringen, uns Vivaldi in einer noch nie dagewesenen Intimität darzubieten, was nun durch die Haydn Grand noch ein wenig ergreifender rüberkommt als zuvor mit den AE300.
armindercherusker
Inventar
#4 erstellt: 30. Okt 2007, 21:04
Hallo mono-Affe !

Nunja - ich habe in den ersten 5 - 10 Stunden schon eine Veränderung mit den 140ern durchgemacht.
( sie selbst und ich auch )
Aber ich kann nicht sagen, daß sie später "immer waberiger" wurden.

Die 122er hat in der Tat keine hohe Impulstreue im Baßchassis

( da ist meine Audience 9 von 1998 schon klarer ... )


Ich denke nicht, daß Du mit den VA so etwas feststellst.
Kannst ja später mal berichten.

Gruß, Viel Spaß noch ... und Danke für den Tip der 4JZ - ich schaue mich mal um
mono-affe
Stammgast
#5 erstellt: 01. Nov 2007, 20:00
Hallo Arminius,
ich hoffe, dass Du nicht mehr im Teutoburger Wald auf der Suche nach den Römern bist.
Ich war heute bei meinem Dealer und habe mir, wie angekündigt, meine LS-Kabel HMS Al Cinema gekauft und sie nun endlich anschließen können. Das, was man mir über sie erzählte, scheint zu stimmen. Sie klingen etwas offener, damit räumlicher und ein wenig dezenter im Bass, dafür konturierter, was im Allgemeinen dafür sorgt, dass nun alles frischer und knackiger kwirkt, wobei ich mir wünschen würde, dass die Höhen nicht ganz so präsent wären. Aber wie man mir mitteilte, müssen sich diese Kabel noch einspielen und sollen danach weniger hart klingen.
In einer Woche werde ich mehr wissen.

Dennoch lässt sich eine positive Grundtendenz feststellen. Es gibt einige Passagen auf der CD von Paco de Lucia "Castro Marin", auf der, obwohl eine ältere Aufnahme, die Gitarre sehr dynamisch und hölzern rüberkommt.
Eine Dynamiksteigerung ließ sich auch auf der Holly Cole "Romantically helpless" feststellen: Beim ersten Lied springt einem die Banjoartige Gitarre auf der linken Seite förmlich ins Gesicht, ohne dabei kratzig zu wirken. Die Platte, vielleicht ein wenig zu hell, erstrahlt in neuem Licht,

Mal schauen, ob aus diesem Thema doch noch was wird. Bisher hält sich die Beteiligung ja in Grenzen.
Ich schreibe deshalb so ausführlich über die Vienna Acoustucs Haydn Grand, weil ich mich auch immer über Beiträge zu Produkten gefreut habe, die ich mir eventuell anschaffen wollte.
armindercherusker
Inventar
#6 erstellt: 01. Nov 2007, 21:20
Sorry - beim Thema LS-Kabel und Einspielen derselben klinke ich mich lieber aus.

Außer bei absichtlich negativ präparierten Leitungen höre ich keinerlei Unterschiede.

Gruß
mono-affe
Stammgast
#7 erstellt: 04. Nov 2007, 09:28
@ arminius,
es ist erstaunlich, dass Du bei Kabeln keinen Unterschied hörst. Ich habe mal einige Blindtests mit einem Freund gemacht und habe da immer einen Unterschied gehört; manchmal, wohl wahr, nicht sonderlich groß, aber er war da. Wie auch immer. So ist es für dich günstiger, wenn man sich die Preise so einiger Kabelhersteller anschaut, obwohl es natürlich auch dort seriöse Anbieter gibt. So der Anbieter "Funk Studiotechnik" aus Berlin, bei dem ich für 73 EUR ein echtes High-End-NF-Kabel erworben habe. Ein Kabel, das meiner Meinung nach deutlich besser spielt als die Konkurrenz von Fadel Art, Black & White und Kimber.

Nun aber zurück zu meinen Lautsprechern. Beim Einspielen derselben gehst Du, so glaube ich, noch mit.
Es wird immer besser. Weniger Verzerrung, mehr Räumlichkeit und eine erstaunliche Detailtreue, man könnte auch sagen, dass man eine Menge musikalischer Information erhält.
Der einzige Kritikpunkt, den ich habe, ist, dass mir die Vienna Acoustics Haydn Grand ein wenig zu hell klingen, dafür aber sehr sauber. Der Hersteller, wie oben berichtet, hat dies extra so eingerichtet, damit sie offener klingen.
Mal schauen, was die nächsten Tage, bzw, Wochen bringen. Laut Bedienungsanleitung können die LS, und, nun ja, auch die Kabel AL Cinema, sich in den ersten hundert Stunden noch verändern.
armindercherusker
Inventar
#8 erstellt: 04. Nov 2007, 18:33
Moin auch ! ( bin Norddeutscher und mag Dich nicht mit Deinem Synonym ansprechen )

Ja - ich habe bei meinen Focus 140 auch die kpl. Einspielzeit bewußt miterlebt und Veränderungen festgestellt.

Allerdings weiß ich auch, daß ein gewisser ( recht großer ) Teil an der Gewöhnung meiner Ohren an den Klang lag.

Zum Kabelklang hier ein aktueller Beitrag / Erlebnis von mir ( ca. in der Mitte des Textes ) :

http://www.hifi-foru...760&postID=2513#2513

Ich werde mir demnächst ggf. mal OCOS-Leitungen holen und dann per "Kabelumschalter" den direkten Vergleich machen.

Denn alle anderen Testanordnungen halte ich für fragwürdig.

Zum LS-Klang an sich :

Die Dynaudio´s werden oft als Dünnaudio betitelt - muß ich wohl nicht näher erläutern.

Aber für mich klingen sie optimal, da sie die notwendige Reinheit und Klarheit etc. pp usw. rüberbringen.

Da verzichte ich gerne auf einen ( zu mächtigen ) Baß. ( wobei mir die Focus 140 schon zu viel davon hat )

Gruß
mono-affe
Stammgast
#9 erstellt: 05. Nov 2007, 19:03
Hallo Norddeutscher,
ich hab schon öfters gelesen, dass die OCOS-Kabel in Verbindung mit Dynaudio-LS gebracht werden. Vielleicht eine vom Hersteller bevorzugte Kombination, wenn nicht sogar ein Anbieter aus der Dynaudio-Holding, falls es diese überhaupt gibt. Ich bin nicht Kenner der betriebswirtschaftlichen Verhältnisse dieses Herstellers.

Ich finde es aber merkwürdig, dass Dynaudio-LS als dünn bezeichnet werden. Ich habe neben den Audience 122 auch die 52 SE gehört und fand eher, dass diese beiden LS zu dick auftragen, und das nicht nur im Bass. Ich habe auch schon gelesen, dass man es den Focus 140 zum Vorwurf macht, dass sie eher zu dick klingen. Ich weiß ja nicht, von wem solche Kritik kommt. Ich kann sie nicht nachvollziehen.

Ich habe bisher leider nicht die Vienna Acoustics mit den Dynaudio Focus 140 direkt vergleichen können, habe nur einmal in einem Vienna-Thread gelesen, dass es einen Hörer gab, der die Haydn Grand als neutraler und etwas räumlicher wahrgenommen hatte.

Ich bin ein Berliner und meine Wahrnehmungsfähigkeit geht über die Grenzen der Monophonie hinaus.
armindercherusker
Inventar
#10 erstellt: 05. Nov 2007, 19:49
Stimmt - die Focus 140 "trägt etwas dick auf". Besonders im sog. Kickbass.

Zum OCOS : stammt meines Wissens irgendwie aus der Schweiz
Wird aber in Zusammenarbeit mit oder durch Dynaudio für den LS-Markt vertrieben.

Zu den Vienna-Acoustics - Lautsprechern :
Vielleicht höre ich mir welche in KW 47 an ...

Gruß
Argon50
Inventar
#11 erstellt: 05. Nov 2007, 19:55
Hallo!

mono-affe schrieb:
Ich habe mal einige Blindtests mit einem Freund gemacht und habe da immer einen Unterschied gehört; manchmal, wohl wahr, nicht sonderlich groß, aber er war da.

Dann könnte das hier etwas für dich sein: http://www.hifi-foru...=1152&postID=333#333
Drücke dir die Daumen.

Edit: Ups, beinahe vergessen: Viel Spaß mit den Viennas!


Grüße,
Argon



[Beitrag von Argon50 am 05. Nov 2007, 20:06 bearbeitet]
d-fens
Inventar
#12 erstellt: 05. Nov 2007, 22:27
Dynaudio ist alles andere als Dünnaudio.
Vielmehr klingen fast alle Dynaudios schön voll und voluminös, mal abgesehen von LS wie der Audience 42 oder 122, imo.
Dazu kommt bei den meisten Modelle noch eine famose Auflösung.Das ganze dann noch ohne zu nerven!

Gruss
mono-affe
Stammgast
#13 erstellt: 06. Nov 2007, 22:40
@ Argon,
ich habe mir nicht die Zeit genommen, den ganzen von Dir verlinkten Thread durchzulesen, aber einiges an Informationen fand ich interessant, vor allem die Anmerkungen des Tonmeisters, der mit seiner akribischen Versuchsanordnung wohl schon richtig lag. Jedoch, und da wird es sicherlich schwierig, ist der Mensch alles andere als ein zu Objektivität fähiges Wesen, das, und dies wohl der entscheidende Punkt, nicht immer gleich gut hört oder wahrnimmt. Das heißt, dass ich, nachdem ich das gleiche Lied, drei, oder mehrmals gehört habe, mir nicht mehr sicher sein kann, ob sich etwas verändert hat, oder es sich nur noch in meiner Wahrnehmung verändert oder es an dem gerade ausgetuaschten Kabel liegt.

Hinzu kommt, dass man zuhause nicht über die technischen Möglichkeiten eines Tonstudios mit Pegelabgleich verfügt. Sicherlich hat das Thema Kabel auch etwas mit dem Thema Glauben zu tun, aber wahrscheinlich gilt das für jeden Vergleich jedweder Komponente. Die gleichen Argumente kann ich für oder gegen einen Unterschied zwischen Verstärkern, LS etc. anführen: wer, wenn ich dreimal zwischen den Haydn Grand und den Focus 140 hin- und hergeschaltet habe, garantiert mir dann, ob meine Ohren noch immer so treffsicher in ihrer Analyse sind wie beim ersten hin- und herschalten.

Es geht auch immer darum, dass der Mensch geneigt ist, nach Bestätigung seiner bereits zuvor abgefassten Thesen zu suchen, also eher verifizieren, als falzifizieren zzu wollen, es sei denn, man hasst Ingo Hansen und weiß schon davor, dass sein Stromkabel genauso klingt wie das Netzkabel meines PCs. Nur schade, wenn der Schelm, die Hülle seiner Kabel vertauscht hätte und uns alle damit in die Irre führen würde, wo wir uns doch so gerne in die Irre führen lassen.

Wie dem auch sei; nachdem sich meine Kabel immer besser einspielen - au weia - entfalten die Viennas einen zunehmend analogeren Klang. Ich habe vorhin das Streichquartett 95 und 59 von beethoven gehört in der Einspielung des Berliner Artemisquartett: Holz klingt nach Holz und die Jesus Christus Kirche lässt mich mit meinen Haydn Grand tief in den Raum blicken.

Gibt es denn hier niemanden im Forum, der die Dinger schonmal gehört hat.


[Beitrag von mono-affe am 06. Nov 2007, 22:43 bearbeitet]
focal_93
Inventar
#14 erstellt: 06. Nov 2007, 23:25

mono-affe schrieb:
....analogeren Klang...


Gibt es auch andere Klänge?

Grüsse

Uwe

PS: Solange Lautsprecher, Ohren, Gehirne analog arbeiten, wahrscheinlich nicht!

Grüsse

Uwe
koala3009
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 07. Nov 2007, 10:57
Hi Mono-Affe

Also hiermit melde ich mich als Va Besitzer. Ich habe seit ca. 8 Jahren die Haydn limited Edition (damals gabs glaube ich die Garnd Serie noch nicht). Vor 6 Monaten habe ich mir die Mozart Grand zugelegt samt neuen (gebrauchten) Geräten und habe auch einiges an Kabel gehört, allerdings nie im Blindtest. Ich war eigentlich mit den Haydn schon immer sehr zufrieden, die Mozarts sind aber deutlich "erwachsener", wie man so schön sagt. DAs konnte ich vielfach durch einfaches Kabelumstecken zwischen den LS verifizieren. Ich bin aber gerade dabei, mich für die Zukunft nach anderen Lautsprechern umzusehen und umzuhören. Habe die Amphion Prio (gleiches Preissegment) zuhause gehabt, klingen anders aber nicht besser. Als absolutes Maß der Dinge habe ich die Verity Audio Rienzi gründlich getestet, aber preislich ist man da halt woanders unterwegs. Alles in allem kommen die Mozart in vielen Musikrichtungen sehr schön mit Gänsehauteffekt rüber, manches kann sie vielleicht nicht so gut.
Zum EInspieleffekt: Die Mozarts haben so richtig lange gebraucht und sind nach ca. 20 Stunden sogar schlechter geworden. Da wollte ich sie zurückgeben. Das hat sich aber bald wieder gelegt, so nach 40, 50 Stunden ist keine hörbare Veränderung mehr feststellbar.

Außerdem sind sie sehr aufstellungskritisch. Daß konnte ich durch Frequenzgangmessungen mit einem geeigneten Gerät sogar nachmessen. damit hat sich der Hörplatz, der sich für mich subjektiv als der geeignetste erwiesen hat auch als der mit dem "glattesten" Frequenzgang erwiesen (na ja, spielereien).

Alles in allem bin ich sehr zufireden mit der Musikalität der VA's, habe aber immer ein offenes Ohr in einem ählichen preissegment was musikalischeres oder schöner klingendes für die Zukunft zu finden. (Tips!!!)

Grüße
focal_93
Inventar
#16 erstellt: 07. Nov 2007, 15:07

koala3009 schrieb:

Daß konnte ich durch Frequenzgangmessungen mit einem geeigneten Gerät sogar nachmessen. damit hat sich der Hörplatz, der sich für mich subjektiv als der geeignetste erwiesen hat auch als der mit dem "glattesten" Frequenzgang erwiesen (na ja, spielereien).


Hi, von wegen Spielerei

So man kann, ist die Einmessung eines Lautsprechers auf den Hörplatz ein enorm wichtiges Instrument.

Viel wirkungsvoller als auf die angeblichen Kabelklangveränderungen zu vertrauen.

Du hast sicherlich bemerkt, dass bereits einige Zentimeter Box verschieben, Frequenzgangunterschiede von 5..10dB bewirken!

Kabelklänge sind ja noch nicht mal messbar

Grüsse

Uwe
canphon
Hat sich gelöscht
#17 erstellt: 07. Nov 2007, 15:40

Wie dem auch sei; nachdem sich meine Kabel immer besser einspielen...


Das is'n Witz, oder?

Grüße canphon.
mono-affe
Stammgast
#18 erstellt: 08. Nov 2007, 17:53
@ focal_93,
wenn ich von analogem Klang spreche, meine ich den möglichst unverfälschten, nicht von digitalen Kratzen, leicht kalten und dadurch verzerrten Klang.
Anderseits meine ich damit auch nicht, den "typischen" analogen Klang, wie ihn viele Röhren produzieren, d. h. mit zu viel K2- und harmonischen Verzerrungen wie ich ihn aus meinem Mindprint Mikrofonvorverstärker kenne, bei dem ich mit einem Kompressor stufenlos die Röhre einschleifen kann. Dann passiert meist Folgendes: die Stimme wird zwar "wärmer", die S- und Zischlaute aber auch unterträglicher.

@ koala3009,
so weit ich weiß, waren die Haydn Grand vor acht Jahren noch anders konzipert. Die neuen Modelle haben, was ich anfänglich erst merkwürdig fand, das Bassrefelxrohr direkt hinter dem Hochtöner und teilen sich dann zu jeweis zwei gleichen Teilen nach links und rechts auf, um neben dem Hochtöner den Schall entweichen zu lassen. Der Hochtöner ist aus einer Seidengewebekalotte und der Tief-Mittelöner aus durchsichtigem Polypropylen (extrem steif und gleichzeitig sehr leicht), was dazu führt, dass der Bass sehr schnell ist und wenig nachschwingt.
So viel zum Werbelatein von Vienna Acoustics. In Sachen "aufstellungskritisch" finde ich sie nicht weniger problematisch als die Acoustic Energy. Natürlich gibt es Unterschiede, je nachdem, wie ich sie aufstelle, ich denke aber, dass es nicht so viele LS gibt, die diese Phasenlinearität in diesem Preissegment besitzen (Sie kosten ja "nur" um die 1.000 EUR). Die von mir oben beschrieben Sehring sind natürlich weniger aufstellungskritisch.

Es lohnt sich aber, sich ein wenig mit der Aufstellung zu beschäftigen. Auf der Audio-Physic-Site gibt es eine gute Anleitung, wie man das bestmögliche aus seinen LS herausholt. Ich habe sie in einem Abstand von zwei Metern (Hochtöner-Hochtöner) zueinander, einem Meter von der Rückwand entfernt und 1,80m zu meinem Hörplatz aufgstellt. So hat man ein gutes Verhältnis zueinander. Sie klingen dann sehr offen, konturiert und weisen eine gute Ortbarkeit der Instrumente aus. Das mit dem gleichschenkligen Dreieck ist wohl eher ein Mythos in Sachen Aufstellung. Wenn man auf eine breite Bühne steht, sollte man es eher so wie oben beschrieben machen.

Dass sich die Vienna Acoustics nach wie vor in ihrem Klang verändern, kann ich bestätigen. Ich denke mal, dass ich in einer Woche mehr weiß.

Die beiden von Dir oben beschrieben LS kenne ich leider (ich habe mir sie im Netz angeschaut - optisch machen sie auf jeden Fall etwas her) nicht. Es gibt einfach zu viele Anbieter auf dem Markt. Ich weiß auch nicht, wie die alle überleben können.



@ canphon,
Du bist in der privilegierten Position, keinen Unterschied zwischen Kablen zu hören: einfach die Klingelstrippe aus der Wand ziehen und die teuren HMS-Kabel über ebay versteigern.
Argon50
Inventar
#19 erstellt: 08. Nov 2007, 18:02

mono-affe schrieb:

wenn ich von analogem Klang spreche, meine ich den möglichst unverfälschten, nicht von digitalen Kratzen, leicht kalten und dadurch verzerrten Klang.


Womit hast du vor deinen Viennas gehört?
Über 20€ PC-Brüllwürfel?


Grüße,
Argon

mono-affe
Stammgast
#20 erstellt: 08. Nov 2007, 20:08
@ Argon,
davor hatte ich die Acoustic Energy AE300, Lautsprecher, die alles andere als schlecht klingen. Wenn ich von kratzig spreche, überzeichne ich meinen Eindruck. Ich habe bei einem Freund einfach schon öfters das Vergnügen gehabt, die Sehring 700 SE zu hören. Diese LS haben für mich Unverfälschtheit und Verzerrungsarmut neu definiert.
Sicherlich schmeckt ein Bordeaux d'Appellation d'Origine Contrôlée sehr gut, aber ein Chateau Pomerol ist dann doch noch etwas anderes und man kann sich an den Bordeaux d'Appellation d'Origine Contrôlée nur noch schwer gewöhnen.
Trinkt man danach vielleicht mal wieder einen Tafelwein, kann es durchaus vorkommen, dass man auch wieder die Vorzüge eines Bordeaux d'Appellation d'Origine Contrôlée genießen kann.
Argon50
Inventar
#21 erstellt: 08. Nov 2007, 20:48
Und was hat jetzt "Kratzen" oder auch nur "Verfälschen" bzw. "Unverfälscht" für einen Bezug zu Analog bzw. Digital?


Grüße,
Argon

koala3009
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 09. Nov 2007, 11:49
AN Mono-Affe

Hatte gestern die Ehre, meine Mozarts von einem Musikliebhaber und aktivem Klavierspieler bewerten zu lassen. Er hat in den letzten Tagen LS von B&W (diverse Modelle), Ayon (diverse Modelle), Verity Audio Rienzi und Amphion Prio in der Preisklasse von 1500 bis 16000Euro probegehört.

Sein EIndruck hat sich mit meinem ziemlich gedeckt. Lokalisierung der Instrumente und Loslösung von der Box gut , ebenso gute die Detailtreue, Stimmen kommen sehr gut, Bassverhalten höchstens befriedigend (Nachschwingen bei gwissen Frequenzen). Leichte Verbesserung hinsichtlich Genauigkeit der Bässe mit Basspropfen im Reflexrohr feststellbar, allerdings weniger tief. Resumee: In dieser Preisklasse ein guter Lautsprecher der schon in der Lage ist, wirkliche Freude am Musikhören zu vermitteln (kommt natürlich auch auf die Musik bzw. den jeweiligen Geschmack an).
Die Amphion Prio (gleicher Preis) ist vergleichbar mit der Mozart (vom Spaßfaktor), spielt aber im Bassbereich von Haus aus sauberer.
Wirklich von einem anderen Stern ist für ihn die Rienzi von Verity Audio (bei weitem nicht die teuerste Box, die er gehört hat).

Es folgt noch ein Probehören von ihm mit Bewertung an meiner alten Haydn, die mir aber auch Spaß am Musikhören macht. Ich kann allerdings Musik nicht so analysieren wie er.

Grüße
mono-affe
Stammgast
#23 erstellt: 09. Nov 2007, 17:42
@ Argon50,
vielleicht ist es missverständlich, wenn ich in den Kategorien "digital" oder "analog" versuche, den Klang zu beschreiben. Wenn ich von Kratzen rede und dabei digital meine, dann schweben mir gedanklich immer günstige CD-Spieler vor, die man so aus dem Media-Markt kennt mit unzureichenden D/A-Wandlern, schlechtem Netzteil, was dann oft dazu führt, dass sie sehr spitz und unangenehm und wie ich dann meine "digital" klingen, wohingegen ein CD-Spieler der etwas gehobeneren Preisklasse, meinetwegen auch schon ein kleiner NAD-Spieler wesentlich ruhiger, weniger spitz und einfach schöner, also "analoger" klingen. Vielleicht nicht die geschickteste Formulierung, ich hoffe aber, mich verständlich ausgedrückt zu haben.

@ koala3009,
sehr interesssant Dein Hörbericht. Mich würde interessieren, ob Du auch von den Haydn Grand den Eindruck hast, dass sie im Bassbereich nachschwingen und ob Du - wahrscheinlich - das ältere Modell hast ohne die Bassrefelxöffnung seitlich der Hochtöner?

Grüße aus Berlin
mono-affe
Stammgast
#24 erstellt: 11. Nov 2007, 11:57
@ koala3009,
ich habe noch einmal genauer auf das von Dir beschriebene Nachschwingen im Bassbereich geachtet, konnte aber nichts feststellen. Das Einzige, was mir dazu einfällt, ist, dass im Bassbereich leicht höhere Werte in der K2-Verzerrung festgestellt wurden, was vielleicht zu einem derartigen Effekt führen könnte.
Dass die Mozart Grand im Mitten- und Hochtonbereich fast identisch klingen, liegt vielleicht daran, dass sie die identischen Treiber (Polypropylen) verwenden, nur, so weit ich weiß, hat die Mozart Grand noch einen zusätzlichen, weiter unten angeordneten Treiber, der wahrscheinlich eine größere Schwingspule haben wird, damit der Bass deutlicher zur Geltung kommt. Das ist dann wohl auch der Unterschied zwischen Kompakt- und Standboxen: Der Bass wird bei Standboxen fast körperlich erfahrbar, wohingegen die Kompakten den Bass zwar reproduzieren, sicherlich auch in einem angemessenen Frequenzgang, jedoch nicht mit dieser Intensität.

Hat jemand Erfahrung mit dem Betrieb von Subwoofern im Stereobetrieb. Es gibt da beispielsweise einen Rel Quake, einen Zwerg, der erstaunliche Ergebnisse liefern soll. Ist es möglich, dass Kompakte dann genauso "erwachsen" klingen wie Stand-LS, hat das dann überhaupt noch etwas mit High Fidelity zu tun, wenn wir als Grundlage dieses Begriffes die neutrale Klangwiedergabe nehmen.


[Beitrag von mono-affe am 11. Nov 2007, 17:22 bearbeitet]
Argon50
Inventar
#25 erstellt: 11. Nov 2007, 15:35
Hallo mono-affe!

Ich glaube dein letzter Beitrag sollte nicht an mich sondern an koala3009 gerichtet sein.


Grüße,
Argon

mono-affe
Stammgast
#26 erstellt: 11. Nov 2007, 17:24
Hallo Argon50,
vielen Dank für den Hinweis. Ich habe es schon korrigiert,
Grüße, mono-affe
koala3009
Ist häufiger hier
#27 erstellt: 12. Nov 2007, 07:45
An Mono Affe

Ich habe noch die alte Haydn. Sie schwingt nicht nach, allerdings naturbedingt geht sie auch gar nicht ganz so tief runter (Ähnlich Mozart mit Bassreflexpropfen). Auffallend war das Nachschwingen des Basses ohne Propfen (der dann die nächste Töne etwas "verschmiert") bei Mercedes Sosa "Misa Criolla", z.B.: Lied Nr. 2). Da sind riesige Trommeln im Spiel, dort fällt es störend auf. Auch bei jazzigen Sachen mit ganz tiefen Basspassagen auffällig. Im Vergleich Mozart zu Haydn: die große schafft es etwas besser, die Lokalisierbarkeit der Lautsprecher aufzuheben, von der technischen Ton-Wiedergabe sind sie ident (wie du ja schon geschrieben hast).

Ich glaube, du kannst mit der Haydn sehr zufrieden sein. Ich werde trotzdem in den nächsten Tagen mal die Beethoven Grand anhören, mal sehen, was die besser kann??
Grüße aus Graz
mono-affe
Stammgast
#28 erstellt: 13. Nov 2007, 21:47
Hallo koala3009,
du scheinst es ja wissen zu wollen in Sachen Lautsprecher. So weit ich weiß sind die Beethoven recht groß und wahrscheinlich auch nicht ganz günstig. Ich bin aber schon einmal gespannt auf Deinen Hörbericht, empfehle bei den presien aber, wie bereits oben beschrieben, die Sehring LS.
Zum Nachschwingen im Bassbereich fällt mir ein, dass es sich vielleicht um diese ominösen Raummoden handeln könnte, also stehende Wellen oder Resonanzen, die durch die schlechte Raumakustik ausgelöst werden.

Wenn ich hier etwas durcheinander werfe, dann tut es mir leid, aber ich bin auf dem Gebiet kein Fachmann, weiß aber, dass man durch raumakustische Maßnahmen genau solche Effekte wie das Nachschwingen deutlich reduzieren kann. Vielleicht gibt es ja hier einen Experten, der da weiterhelfen kann. Am besten, man stellt die LS nicht so wandnah auf, stellt irgendwie die Ecken zu und sorgt dafür, dass man sich beim Hören möglichst in der Raummitte aufhält. Ich hatte früher bei mir das Problem, dass es im Bass wummerte als ich noch fast an der Wand beim Musikhören gesessen habe.
koala3009
Ist häufiger hier
#29 erstellt: 14. Nov 2007, 13:15
Hi Mono-Affe

Das mit den Raummoden ist schon richtig. Allerdings, wie du weißt, ist es im Wohnzimmer nicht so trivial, Dämmmaßnahmen zu treffen, da die besseren Hälften hier oft kein Verständnis dafür haben. Unser Wohnzimmer ist eigentlich zu hallig, vor allem bei tiefen Frequenzen. Dazu habe ich mich erkundigt, es gibt spezielle microperforierte Folien, mit denen man auch ganz gut den Raum gestalten kann (mit Licht von hinten und verschiedenen Aufdrucken und so). Allerdings steht der Preis da in gar keinem vernünftigem Verhältnis.

Zum Probehören der LS: Ich bin eigentlich sehr zufrieden mit dem Istzustand. Mich interessiert allerdings, wie sich der Klang mit zunehmendem Preis verbessert (bzw. verändert). Kaufabsichten habe ich keine, das muß der Verkäufer ja nicht wissen. Aber je mehr LS (bzw. Ketten) man hört, desto eher weiß man, wo man selber so steht, und nicht zuletzt ist man dann auch vielleicht zufriedener und kann sich aufs wesentliche, nämlich Musikhören, konzentrieren. Die ganzen Testberichte sind ja überhaupt nicht aussagekräftig.

Übrigens, danke für den Hinweis auf die Sehring.

Grüße
koala3009
Ist häufiger hier
#30 erstellt: 16. Nov 2007, 09:21
Guten Morgen, Mono-Affe

Gesten durfte ich LS von 4000 bis 16000 Euro probehören (mein Auto ist nicht einmal annähernd so viel wert). Mit dabei war die VA Beethoven, Ayon Seagull und Ayon Heron, B&W 803 und die B&W Signature Diamond.

Sehr beeindruckend, aber in dieser Klasse kommt es nur mehr auf persönlichen Geschmack an. Nur die Beethhoven war rein technisch die "schwächste" in diesem Ensemble hinsichtlich Auflösung und Details. Gegenüber der Mozart ist sie im Baß deutlich markanter und auch genauer, und sie füllte einen etwas größeren Raum mit klang.

Bei den anderen konnte ich keinen technischen unterschied mehr hören, die Töne kammen bei allen perfekt daher, und bei größter Dynamik war das Klangbild immer wunderbar "aufgeräumt".

Mir persönlich hat die "zweitbilligste" Ayon Heron von Anfang an am meisten angesprochen. Die hat es geschafft, bei mir den Gänsehauteffekt zu erzielen, warum, kann ich nicht analysieren. Die B&W sind mir im Baß ein bißchen zu übertrieben (vielleicht kann man das schwammig und etwas unexakt nennen, mir persönlich gefällt das nicht so).

Konklusio für mich: in dem Preissegment kommt es nur!!! mehr auf rein subjektives Empfinden an, besser oder schlechter gibts nicht mehr.

Das heißt für mich jetzt, Schwamm drüber und Lotto spielen. Und bis dahin mit dem zufrieden sein, was man hat.
mono-affe
Stammgast
#31 erstellt: 17. Nov 2007, 11:18
Hallo koala3009,
ich denke, dass man in der Klasse zwischen 2.000 bis 4.000 EUR dicht am Ideal ist und, wie immer, es auch auf den persönlichen Geschmack ankommt.
Ich hatte mal das Vergnügen die Sehring 700SE zu hören, kann mich noch an die Burmester B 50 und an die großen Dynaudios Confidence C4 erinnern. Ich glaube aber, dass Vergleiche, zwischen denen ein zeitlicher Abstand besteht, nicht wirklich aussagekräftig sind. Allerdings kann ich mich noch gut an meinen ersten Eindruck erinnern, der da war: die Dynaudios klangen sehr groß (aus heutiger Sicht wahrscheinlich zu dick auftragend) und die Burmester sehr fein und unglaublich konturiert. Allerdings beides Modelle, die deutlich mehr als 5.000 EUR kosten und für mich unerschwinglich sind.
Dann hatte ich das Vergnügen, die Sehring 700SE (wohlgemerkt: es handelt sich um Kompaktlautsprecher) bei einem Freund zu hören und war überrascht, wie neutral und verzerrungsfrei diese LS aufspielen und das zu einem sagenhaften Preis von knapp über 2.000 EUR. Ich war auch mal beim Ingenieur in der Werkstatt: ein Hinterhofbetrieb in Berlin Kreuzberg mit 70er-Jahreflair und einem äußerst sympathischen Stefan Sehring, der viel Hi-Fi für wenig Geld produziert. Alles handselektiert und durchgemessen bis der Arzt kommt, dazu gibt es noch einen Kaffee und man sitzt auf klapprigen Stühlen. Das Einzige, was dort highendig ist, sind seine Lautsprecher. Eine wohltuende Erfahrung im Vergleich zu vielen "High-End-Händlern", bei denen vor allem der Armani-Anzug und die Ledersessel highendig sind und, weil diese auch bezahlt werden müssen, man dann für deren LS wesentlich mehr Geld ausgeben muss.

Aber dies ist hier ein Vienna Acoustics Thread und nun deshalb wieder zurück zu den Haydn Grand, die für einen Preis von um die 1.000 EUR eine echte Sensation sind. Wenn man sich die Verarbeitung anschaut und nicht zuletzt den Klang, dann kommen die schon dich an mein Ideal heran, das da heißt: verzerrungsfreier und neutraler Musikgenuss und die tolle Optik; ein echter Hingucker sind diese durchsichtigen Polypropylenmenbranen des Tief-Mitteltöners.

Ich denke, dass die LS sowie die neuen Kabel (bitte nicht wieder mit Lehm schmeißen) nach ca. 3 Wochen recht gut eingespielt sind und man nun ein gutes Urteil fällen kann.
Sie machen sehr viel Spaß: die Stimmenwiedergabe ist sehr präsent, Violinen klingen hölzern, Contrabässe schön harzig, eine tolle Feinzeichnung und - auch wenn geschummelt wurde (siehe oben) - eine sehr breite und tiefe Bühne. Sie können sowohl Klassik als auch Jazz und Pop. Ausführliche Hörberichte folgen noch.

Nochmal zu den raumakustischem Maßnahmen. Ich habe mir digitale Kunstdrucke auf Keilrahmen gekauft, die nicht nur gut aussehen, sondern auch gute Dämpfungseigenschaften besitzen, da sie aus Stoff sind, diese in der Mitte hinter den LS aufgestellt und siehe da: alles wird körperhafter, besser ortbar und griffiger. So etwas Ähnliches werde ich mir auch für hinter dem Sofa besorgen und bei längeren Hörsitzungen nehme ich auch mal dichter vor den LS Platz, um so noch bessere Ergebnisse zu erzielen.

Hat hier jemand Erfahrungen mit einem Subwoofer (Rel oder MJ Acoustics) in Verbindung mit den Haydn Grand gesammelt. Auch wenn ich mittleweile Fan der Kleinen geworden bin. Etwas mehr unten herum dürfte es schon noch sein.

Grüße nach Graz

P.S.: ich vermute, dass VA bei Euch wesentlich bekannter ist als hier in Berlin, wo doch Graz nur einen Katzensprung von Wien enfernt ist.
DocSny
Stammgast
#32 erstellt: 17. Nov 2007, 11:45
servus,
ich habe das alles mit interesse gelessen da ich mich für va mozart interressiere und natürlich auch die haydn als kompakt alternative... - die von dir beschriebenen raumakustischen masnahmen schreien doch gerade zu: zeigs den anderen! vielleicht stellst du ein paar bilder rein...?
beste grüße
jörg
p.s. weis jemand wo man va in stuttgart hören kann?
armindercherusker
Inventar
#33 erstellt: 17. Nov 2007, 11:51
Frag´ doch mal bei Audio-Reference an.

http://www.audio-reference.de/content/audioreference/team.html

Die haben mir auch einen Händler in HH genannt, welcher die von mir "gewünschten" Modelle hat.

Werde wohl übernächste Woche mal ProbeHören.

Gruß
mono-affe
Stammgast
#34 erstellt: 17. Nov 2007, 13:49
@ DocSny,
Du machst sicherlich nichts falsch, wenn Du Dir die VAs zulegst. Ob es nun die großen Mozart oder die kleinen Haydn Grand sind hängt auch von Deiner Raumgröße und Deinem persönlichen Geschmack ab.
Ich glaube, je größer die LS werden, umso aufstellungskritischer sind sie, da sie ein größeres Bassfundament besitzen. Ich könnte mir vorstellen - das aber nur eine Vermutung - es bei schlechter Raumakustik dazu führen kann, dass man oben beschriebenes Nachschwingen erlebt.

@ koala3009,
mit welcher Elektronik versorgst du die Mozart?
koala3009
Ist häufiger hier
#35 erstellt: 19. Nov 2007, 07:59
Guten Morgen

Betreffend Elektronik habe ich lange getüftelt und verschiedenes gehört. Verstärker ist ein gebrauchter Audio Aero BJ 2005 (Vortsufe Röhre, Endstufe Transsistor), ein ca. 8 alter Arcam Alpha 7SE Player, und der absolute Bringer, nachdem ich mit dem Player nicht mehr zufrieden war, ein XIndac DAC5 China DA Wandler (sehr, sehr empfehlenswert, nachdem ich einige auch sehr teure cd player zuhause zum probehören hatte).

Seit Freitag Nachmittag muß ich mich allerdings neu motivieren bzw. neu orientieren (Meine Referenz hat sich ziehmlich verschoben). Ich hatte die Möglichkeit, von Verity Audio die Sarastro an Nagra Elektronik ausgiebig zu hören. Die LS allein kosten ca. 40.000 Euro!!!!! Ich kann nur sagen, es wäre besser gewesen, sie nicht zu hören (im wahrsten Sinne des Wortes: Si tacuisses (-->Sarastro) philosophus mansisses (-->Mozart)).

Viele Grüße aus Graz
mono-affe
Stammgast
#36 erstellt: 19. Nov 2007, 17:40
Hallo Koala koala3009,
Dein Zitat nenne ich Zufall, denn ich habe am Wochenende die Zauberflöte von Mozart gehört, und zwar in der neuen Einspielung mit Claudio Abbado und einer bezaubernden Königin der Nacht namens Erika Miklósa und erfreute mich an meinem bescheidenem Glück, die kleinsten, aber dennoch sehr feinen Haydn Grand zu haben, denn das, was sich dort abgespielt hat, bzw., was sie zu bieten hatten, war großes Kino. Durch die sehr feine Aufnahme und aufgrund der Tatsache, dass es sich bei der Zauberflöte um ein Singspiel handelt, befand ich mich mitten im Konzertsaal - absolute Auflösung der LS. Ich hörte Sarastro und Co über die Bühne von links nach rechts laufen, des Kapellmeisters Dirigentenstab bis hin zum leichten, aber hörbaren Räuspern eines Zuschauers, wobei nicht klar war, ob in der ersten oder zweiten Reihe. Nein, Scherz beiseite, es war ein tolles Erlebnis. Ich finde sogar, dass die VA ihre Stärken im Bereich Klassik formidabel ausspielen, wo doch oft gesagt wird, dass Kompakte am großen Orchester scheitern. Ich fand, dass es m.E. ein großes Konzerthaus war, in das man eintachen konnte.

In Sachen Elektronik habe ich mal gegoogelt und habe Deinen Verstärker Audio Aero BJ 2005 angeschaut, gehört habe ich ihn noch nicht.
In Sachen CD-Spieler, bzw. DA-Wandler bin ich auch schon einmal auf den XIndak gestoßen, der für wenig Geld viel verspricht. DA-Wandler sind sowieso eine preisgünstige Alternative zu den oft völlig überteuerten CD-Spielern, es sei denn, man erwirbt ein Schnäppchen über ebay.

Ich hatte mal das Vergnügen, den Wandler Aqvox MK II für um die 1.000 EUR zu hören und war völlig begeistert: ein Quantensprung zu einem kleinen myryad oder arcam.
Ich werde mal schauen, ob ich in der nächsten zeit mal einen benchmark dac antesten kann, auch so um die 1.000 EUR. Der soll noch etwas neutraler klingen. Ich werde dann berichten.

Zu der von Dir gehörten Anlage (Verity Audio Sarastro an Nagra Elektronik) kann ich nicht viel sagen, da ich nichts davon auch nur annähernd kenne außer dem, was man sich als Bild im Internet anschauen kann (Pyramide? und LS in der Größe einer Waschmaschine?).
Ich bin aber mittlerweile ein wenig skeptisch geworden, was die ganz teuren Geräte anbelangt, denn ich denke, dass da ne Menge am Geldhahn gedreht wird gemäß dem Motto, nur was teuer ist, kann auch gut klingen, oder von der Kundenseite aus betrachtet: "mein Haus, mein Auto, mein Pferd...

Ich denke, es gibt preisgünstigere Alternativen, die vielleicht nicht so toll aussehen, aus highfidelischer Sicht aber ein echtes Wunder darstellen wie die Funk-Tonstudio-Vorstufe von Herrn Funk aus Berlin: eine ähnliche wie bereits weiter oben beschriebene Berliner Hinterhoffirma für Studiotechnik: sieht alles ganz scheußlich aus, klingt aber phänomenal und zu einem Preis (ca.800 EUR), der die Konkurrenz von Mark Levinson, Bryston usw. erblassen lässt. Die Vorstufe heißt LAP-2, zu sehen unter http://www.funk-tonstudiotechnik.de/ABHOERSYSTEME.htm.

Schau da mal rein. Schönheit ist etwas anderes. Aber der Klang - ich habe sie schon gehört - unglaublich.

Wo hast Du eigentlich den Chinesischen Wandler her? Ich habe mal nachgeschaut und nur so eine ominöse Seite gefunden ohne Impressum, bei der ich den Eindruck hatte, dass mein Geld direkt auf das Privatkonto vom General Gaddafi geht.


[Beitrag von mono-affe am 19. Nov 2007, 19:44 bearbeitet]
koala3009
Ist häufiger hier
#37 erstellt: 20. Nov 2007, 08:00
Guten Morgen Mono-Affe

Hier in Graz gibt es einen HiFi Laden (Cinema&Music), der Xindac führt. Er bestellt die Teile über einen Zwischenhändler direkt in China (Lieferzeit ca.3 Wochen). Ich habe mich im Vorfeld ein bißchen über die Zufriedenheit von Xindac Kunden informiert. Es gab durchwegs positives Feedback, was die Lieferung und die Zahlungsabwicklung betraf, sowie die Verarbeitungsqualität. Ich glaube, da kann man auch als privater halbwegs sicher bestellen. Zum DAC 5, der hätte 750 gekostet, habe ihn um 650 bekommen und ist wirklich ein sehr deutliches upgrade meiner bestehenden kette gewesen (so deutlich, daß keine Blindtests notwendig waren). Frauenstimmen in Arien (Netrebko, Leontyne Price..) sind von schrill und kaum anhörbar zu schön mit Gänsehauteffekt mutiert, also unbedingt mal testen.

Liebe Grüße
mono-affe
Stammgast
#38 erstellt: 25. Nov 2007, 10:37
Hallo koala3009,
ich habe gestern den DA-Wandler aqvox an meiner Kette probiert und war erstaunt, dass es keine allzu großen Unterschiede zu meinem CD72T von Arcam gab. Das hat mich gewundert, da Du, so glaube ich, das Vorgängermodel betreibst und von enormen Unterschieden berichtet hast, dass Stimmen klarer klingen, die gesamte Performance überzeugender ist.
Ich will nicht sagen, dass ich keinen Unterschied gehört habe, es waren genau die von Dir beschriebenen Effekte hörbar, jedoch nicht so stark, als dass ich bereit wäre, 1.000 EUR oder gebraucht um die 700 EUR auszugeben. Ich denke mal, dass der Xindak (ein wenig günstiger), der aqvox oder der benchmark in einer Liga spielen werden.
Da ich den aqvox schon einmal an einer anderen Kombination gehört habe, nämlich an den Sehring 700SE Lautsprechern und einer Funk-Sehring Vor-Endstufen-Kombi und als Laufwerk einen kleineren Myryad CD-Spieler, stellt sich nun die Frage, ob man solche großen Unterschiede erst feststellt, wenn die Güte der Anlage steigt.
Ohne Deinen Verstärker wirklich zu kennen, vermute ich mal, dass er qualitativ ähnlich gut/schlecht ist wie mein Arcam A85 (baugleich mit dem A90 bis auf den etwas kleineren Ringkerntrafo).
Vielleicht ist aber ein guter DA-Wandler auch ein Gerät, wie es ja so oft der Fall ist, dessen Qualitäten man erst nach längeren Hörsitzungen schätzen lernen kann.
koala3009
Ist häufiger hier
#39 erstellt: 28. Nov 2007, 16:09
Hi Mono-Affe

Die Unterschiede waren am markantesten bei Opernarien. Probier mal Leontyne Price oder die Netrebko.

Grüße
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