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8Ohm
Neuling
#1 erstellt: 23. Okt 2003, 13:57
also ich brauch ein paar tips und ein wenig grundwissen....von euch :))

ich habe mir boxen selbst zusammengebaut...Hersteller is egal bestehend aus:

2x Mitteltonhorn
2x Hochtonhorn
2x 46cm Bass
4 ohm

eigentlich sollte man daraus nur eine box bauen so stand es in der anleitung hab aber zwei draus gemacht jedenfalls stand da 1200 watt 400 watt sinus frequenzweiche wird nicht benötigt!!!!!!
wie ist das jetz mit der sinusleistung hat jetzt jede box 600 watt 200 watt sinus oder 1200 watt 400 watt sinus eigentlich dürfte sich doch die leistung nicht halbieren oder??

angenommen eine box hat jetz doch 200 watt sinus wäre es dann schlimm wenn ich die box mit 300 watt sinus ansteuere?

wo liegt eigentlich der unterschied zwischen 4 und 8 ohm mal abgesehen vom wiederstand??

sollte ich eine frequenzweiche einbauen wenn ja welche wo krieg ich sowas her? Ist es egal welche frequenzweiche? wenn nein worauf muss ich beim kauf achten --siehe Daten--

welche dimensionen würdet ihr für eine Box empfehlen...welchen Boxenkabel querschnitt?

und zum schluss noch welche endstufe??

*verbeug*
THX für alle antworten
Mad_Dog
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 23. Okt 2003, 15:46
Hallo!

Also: Da eine Frequenzweiche nicht benötigt wird, handelt es sich bei den Mittel- und Hochtönern aller Wahrscheinlichkeit um Piezos (Kristall, sehr laut, einen Kommentar zum Klang verkneife ich mir lieber... ;-) ). Du brauchst also auch bei Aufteilung des Bausatzes auf zwei Lautsprecher keine Weichen.
Im vom Hersteller angegebenen Betrieb (2 Bässe in einer Box) sind diese höchstwahrscheinlich parallel zu schalten. Da die Herstellerangabe von 4 Ohm sich auf die fertige Box bezieht, hat jeder der Bässe dann 8 Ohm. Da die Piezos eine rein kapazitive Last darstellen, sind sie für den Widerstand unerheblich, jede Deiner "Teilboxen" hat also 8 Ohm und (natürlich!) die halbe Belastbarkeit, also 600 Watt Spitzen- und 200 Watt Sinusbelastbarkeit. An Kabel würde ich 2x2,5mm² bis 2x6mm² empfehlen, mehr wäre wirklich übertrieben. Das Volumen ist ohne Thiele-Small-Parameter für den Baß etwas schwer zu bestimmen, aber da ich schätze, daß es sich um einen hart eingespannten 18-Zöller handelt, würde ich pro Box ein Volumen von etwa 130 bis 180 Liter (geschlossen) empfehlen.
Die Sache mit den Impedanzen (4 Ohm / 8 Ohm) verhält sich folgendermaßen:
Die Leistung, die ein Lautsprecher aufnimmt, berechnet sich aus Strom mal Spannung. Da ein Verstärker aber eine Spannungsquelle darstellt, ist die Leistung am Lautsprecher als Spannung zum Quadrat mal Widerstand (also Impedanz) zu errechnen. Ein 4 Ohm-Lautsprecher erhält bei gleichem Vertärkereingangssignal und derselben Lautstärkeregler-Stellung doppelt so viel Leistung wie ein 8-Ohm-Lautsprecher (bei Vernachlässigung der Dämpfungswiderstände im Verstärker).
Nun könnte man auf die Idee kommen, viele Lautsprecher parallel zu schalten, um dem Verstärker möglichst viel "Dampf" zu entlocken. Geht aber leider nicht, da die Verlustleistung im Verstärker aufgrund des höheren Laststromes steigt (Wärme!), vor allem aber sind die Transistoren und das Netzteil nur bis zu einem bestimmten Strom belastbar. Üblicherweise sind Verstärker bis 4 Ohm stabil, das bedeutet, daß man entweder ein Paar 4-Ohm-Lautsprecher oder 2 Paar 8-Ohm-Lautsprecher anschließen kann, damit man eine Gesammtimpedanz von 4 Ohm nicht unterschreitet. Also dürfen keine zwei 4-Ohm-Paare angeschlossen werden, ein einziges 8-Ohm-Paar ist dagegen unkritisch, der Verstärker muß weniger Strom als bei einem 4-Ohm-Paar liefern.
Zu Deiner Frage mit den 300 Watt sinus: Entweder kaufst Du einen Verstärker, der echte 2x300 Watt sinus leistet (der wäre dann allein wegen des entsprechenden Trafos mindestens 15 kg schwer und etwa 700,- bis 1000,- Euro teuer), dann verstehe ich allerdings nicht, warum Du Dir so ein paar (sorry!) billige Party-Lautsprecher dazugekauft hast. Oder Du holst Dir einen im normalen Preisbereich für 200,- bis 400,- Euro, die haben dann üblicherweise um die 2x70 bis 2x130 Watt Sinusleistung.
Kleiner Tip noch: Es wird sehr, sehr viel Mist in Bezug auf Leistungen geschrieben, gerade in Angeboten und Kaufhäusern werden oft Sinus-, Musik-, Spitzenleistung und (noch viel schlimmer!) PMPO-Angaben durcheinandergeworfen, um die Kunden zu überzeugen. PMPO-Angaben (absolute Musik-Impuls-Spitzenleistung, üblich bei Computerlautsprechern, Aldi, Plus, etc.) kann man getrost durch zehn bis fünfzehn (!) teilen, dann hat man in etwa die echte Sinusleistung.
Merk Dir: Es kann logischerweise nie mehr Leistung hinten herauskommen, als vorne (am Netzstecker) an Versorgung reingeht. Schau mal auf der Rückseite eines Verstärkers nach, was das Ding an maximaler Leistungsaufnahme hat, teile das durch 1,5 (Verlustleistung im Gerät) und dann nochmal durch 2, dann hast Du in etwa die Sinusleistung pro Kanal an 8 Ohm (plus/minus 20 Prozent).

Ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig helfen.
Gruß
Mad Dog
HifiPhlipper
Stammgast
#3 erstellt: 23. Okt 2003, 16:45
Jeder elektrodynamische Wandler benötigt auch eine Frequenzweiche. Bei Breitbändern ist diese quai bauartbedingt integriert. Bei allen anderen Modellen MUSS elektrisch nachgeholfen werden (das gilt auch und gerade für Piezo-Hochtöner).
Mad_Dog
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 23. Okt 2003, 19:04
Hallo, nochmal!
Das kann ich leider so nicht stehen lassen.
Prinzipiell hat HifiPhlipper recht, daß Mittel- und Hochtöner eine Frequenzweiche (Mitteltöner einen Bandpaß, Hochtöner einen Hochpaß) benötigen, da sie ansonsten abgesehen von schlechten Frequenzgängen außerhalb ihres Nennübertragungsbereichs einfach durch den hohen Baßanteil in normaler Musik überlastet sind (Nominalbelastbarkeiten von Hochtönern bewegen sich typischerweise zwischen 3 und 15 Watt). Aufgrund ihrer kapazitiven Charakteristik haben aber Piezomittel- bzw. -hochtöner eine eigene Hochpaßcharakteristik und können deshalb parallel und ohne zusätzliche Weiche angeschlossen werden (siehe in Katalogen oder z.B. bei www.Visaton.de).
8Ohm
Neuling
#5 erstellt: 24. Okt 2003, 07:50
danke mad dog

ich glaube aber das es dem Tieftöner nicht gut tut wenn er mit die komplette palette frequenzen abbekommt daher würde ich mir doch eine weiche holen.

OK verstanden....die lautsprecher haben ganz sicher 8ohm...bist du dir sicher ....der bass hat 200 watt sinus ich hab schon ne endstufe die 200 watt sinus an 4 ohm leistet lege öfter auf privatpartys auf und die dinger auch wenn se billig waren haben mich noch nie im stich gelassen .... aber die endstufe leistet an 4ohm 200 watt sinus nicht an 8ohm, da sind es nur 150watt die boxen müssen 4ohm haben weil meine 8ohm speaker leiser sind als die 18" 4ohm ich glaube ich sollte mir neue midden und höhen zu legen was ist zu beachten beim kauf + frequenzweiche....der klang sollte auf jeden fall besser werden besonderen wert lege ich dabei auf die midden....ich habe nur kabel mit mm²1,5 das würde bedeuten das der verlust im kabel so um 8 bis 10% beträgt...sollte ich die boxen mit diesen schaumstoffmatten auslegen.... wird sich der sound mit dem kauf neuer höhen und midden aufwerten

ich wollte einfach nur möglichst dicken trockenen bass bei möglichst hoher laustärke eben das was alle wollen für wenig geld um ein einfaches saufgelage in eine kleine open air party zu verwandeln
Mad_Dog
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 24. Okt 2003, 17:03
Hallo, 8Ohm!

Tja, wenn ich das richtig verstehe, dann suchst Du also die vielgenannte eierlegende Wollmilchsau für wenig Geld.
Erst einmal zu Deiner Frage (war doch 'ne Frage, oder?) bezüglich 4-Ohm- / 8-Ohm-Baß: Ein Baß mit 4 Ohm ist einem baugleichen 8-Ohm-Baß nicht unbedingt vorzuziehen. Im Normalfall haben beide (wenn sie denn bis auf die Schwingspule wirklich baugleich sind) den gleichen Wirkungsgrad, das heißt, daß Du nur den Unterschied zwischen 150W und 200W sinus hörst, aber da das Ohr eine logarithmische Charakteristik hat (doppelte Leistung = 3 Dezibel mehr), bedeutet das einen kaum hörbaren Unterschied (etwa 1 dB) im Endschalldruck. Dafür hast Du aber bei einem 8-Ohm-System die Möglichkeit, ein zweites 8-Ohm-Paar zusätzlich anzuschließen (siehe oben). Wenn die 8-Ohm-Bässe also deutlich leiser klingen, als die 4-Öhmer, dann haben sie einen deutlich geringeren Wirkungsgrad.
Was Deine Idee mit der Weiche für den Baß angeht, hast Du natürlich Recht: Wenn er den vollen Frequenzbereich abbekommt, klingt der ziemlich daneben, die meißten großen Bässe haben im Mitteltonbereich einen sehr hohen Schalldruck und einen extrem inhomogenen Frequenzgang. Mein Tip zur Abtrennung: für einen 18-Zöller maximal 500Hz Grenzfrequenz, eher niedriger. Daraus ergibt sich dann allerdings das Problem, daß das ganze bei einem ausgewogenen Frequenzgang eigentlich schon ein 4-Wege-System sein müßte. Aber es soll ja erschwinglich bleiben.
Als "Mitteltöner" würde ich versuchen, einen 8-Zoll(20cm)-Breitbänder mit zum Baß passenden Wirkungsgrad in einem eigenen geschlossenen Gehäuse (5 bis 10 Liter) einzusetzen und bis etwa 3 oder 3,5kHz zu betreiben, hängt dann davon ab, wie belastbar der Hochtöner ab welcher Frequenz ist. Eine bessere Alternative für hohe Lautstärken wäre ein kräftiges Hornsystem, aber: Es soll ja erschwinglich bleiben.
Nun noch den Hochtöner: Billigste Alternative wäre eine Gruppenschaltung aus vier günstigen 8-Ohm-Konus-Hochtönern (je zwei in Reihe, dann parallel, dann sind's wieder 8 Ohm). Durch die Gruppenschaltung erreichst Du einen höheren Wirkungsgrad als für einen einzelnen Hochtöner (plus 6 dB, ist auch nötig, ich schätze, daß Dein 18-Zöller so um die 96 bis 98 dB/Watt*m hat, ein normaler Konushochtöner hat nur so um die 90), außerdem hast Du dann auch eine einigermaßen hohe Belastbarkeit. Optimal wäre natürlich in Hinsicht auf die Partys ein Hochtonhorn oder Ringradiator mit ordentlich Leistung und Wirkungsgrad, es gibt da so ganz tolle Systeme von E-Voice oder anderen PA-Herstellern, aber: Es soll ja erschw....
Bei weiteren Fragen: Ich schau die Tage wieder rein.
Schönes Wochenende!
Gruß
Mad Dog
Mad_Dog
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 25. Okt 2003, 09:10
Hallo, nochmal!

Mir ist da noch was aufgefallen: Du schreibst, daß "es dem Tieftöner nicht gut tut wenn er die komplette palette frequenzen abbekommt" . Das ist so nicht ganz richtig. Im Prinzip ist der Tieftöner in einer Mehrweg-Kombination das einzige Chassis, bei dem die volle Frequenzpalette ungefährlich ist. Man trennt ihn nur deshalb ab, weil er im Mitteltonbereich meist einen sehr ungleichmäßigen Frequenzgang aufweist, also in diesem Bereich schlecht klingt und außerdem wegen seiner Konusform ein stark gerichtetes und gebündeltes Abstrahlverhalten hat. Außerdem überträgt er dann auch dieselben Frequenzen wie der Mitteltöner, dabei kann es zu Auslöschungen oder Verstärkungen (abhängig vom Abstand und der Frequenz) kommen, der Frequenzgang sieht dann meist aus wie die Alpen.
Es gibt genormte Leistungsschriebe, nach denen der hörbare Frequenzbereich in Leistungsanteile aufgeteilt wird (eine der Sachen die in 2 Semestern Elektroakustik-Vorlesung bei Prof. Dr. Sennheiser erklärt wurden ). Danach bekommt der Baßlautsprecher ohnehin auch mit Weiche zwischen 70 und 85 Prozent der Gesammtleistung ab. Kritisch in Bezug auf die Überlastung sind Mittel- und Hochtöner, da diese aufgrund ihrer wesentlich kleineren Schwingspulen eben nur deutlich kleinere Nominalbelastbarkeiten haben, denn das größte Teil der elektrischen Energie wird im Lautsprecher nicht in Bewegung sondern in Wärme umgesetzt. Hoch- und Mitteltöner müssen also wirklich durch eine Frequenzweiche vor tiefen Frequenzen "geschützt" werden, damit sie eben nur den kleinen Leistungsanteil im oberen Frequenzbereich abbekommen, für den sie gebaut sind. Die in Deinem Bausatz beiliegenden Piezolautsprecher haben (wie schon oben beschrieben) durch ihr völlig anderes Wirkugsprinzip (kurz: Wechselwirkung zwischen Gitterverspannung im Kristall und außen angelegter oder abgreifbarer Spannung) ohnehin eine kapazitive, also Hochpaßcharakteristik.
Gruß
Mad Dog
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