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Sicke reparieren oder neuer Lautsprecher?

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DavyJonez
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 24. Mrz 2009, 20:45
Moin moin...

Habe ein Paar ältere Lautsprecher von Philips von mir Zuhause in meine Schrauberhalle verfrachtet. Klangmäßig sind die Dinger garnicht schlecht, für mein Ohr jedenfalls ausreichend und für ne Werkstatt vermutlich schon fast zu gut
Nun standen die beiden ne Weile ungenutzt rum, was sich leider darin äusserte, dass sich die Sicken der Tieftöner nach der ersten Stunde halber Lautstärke aufgelöst haben.

Klingt scheisse und macht ne Menge Wind wenn man davor steht, also muss da was passieren. Aber was lohnt sich eher? Die Sicke reparieren? Oder zwei neue Tieftöner kaufen? Da wird man sicher nicht irgendwas nehmen können und erwarten, dass es zur Box passt und klingt oder? Und wenn ich neu kaufe, würde ich mich da natürlich gern verbessern. Was muss man dann evtl. ändern? Da die Gehäuse geschlossen sind - würde sich ein Umbau auf Bassreflex in dem Zuge lohnen? Und was davon kann ich als geschickter Laie überhaupt selbst machen? Mir ist das Kosten- / Nutzen-Verhältnis wichtiger als die reine Summe am Ende, wenn ich also ne gute Ecke Klang rausholen kann, geb ich lieber ein paar Euro mehr aus, als sie nur zu reparieren und dabei ein paar Euro zu sparen.

Bin für jeden Rat dankbar
audiophilanthrop
Inventar
#2 erstellt: 24. Mrz 2009, 21:13

DavyJonez schrieb:
Da wird man sicher nicht irgendwas nehmen können und erwarten, dass es zur Box passt und klingt oder?

So isses. Also: Sicken tauschen, und die Boxen bis dahin nicht betreiben, sonst scheuert sich die Schwingspule durch.

Und wenn ich neu kaufe, würde ich mich da natürlich gern verbessern. Was muss man dann evtl. ändern?

Je nach Alter wäre es sinnvoll, die Weichen nach Elkos abzusuchen und diese zu erneuern. Entsprechende bipolare Elkos gibt es im Lautsprecher-Baubedarf, bei Kapazitäten im einstelligen µF-Bereich ist evtl. auch Ersatz durch Folien-Cs möglich.

Da die Gehäuse geschlossen sind - würde sich ein Umbau auf Bassreflex in dem Zuge lohnen?

Dir ist aber schon klar, daß du dann die Box im Prinzip neu konstruieren müßtest? Das laß mal besser bleiben...

Um was für ein Modell handelt es sich überhaupt?
DavyJonez
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 24. Mrz 2009, 21:27
Gibt es denn eine Möglichkeit, passende Lautsprecher zu finden oder wonach sollte man da gehen? Denn wenn ich nicht zufällig den billigsten Ramsch gesehen habe, scheint mir ein Neukauf etwas günstiger zu werden, als eine Reparatur.
Oder lässt sich das auch selbst bewerkstelligen?

Ist bei der Revison der Weichen denn eine spürbare Besserung zu erwarten? Die Bauteile werden, nehme ich an, nicht teuer sein und auch der Aufwand hält sich vermutlich in Grenzen, aber wenn es für ein Durchschnittsohr keine Besserung gibt, lohnt sich das wohl kaum für mich.

Die Box neu konstruieren wollte ich nicht, danke
Wenn das nicht "so einfach" geht, brauche ich darüber natürlich nicht nachdenken. Kenne mich da eben auch nicht so aus, dachte nur, da es in diesem Fall eh die Tieftöner betrifft, könnte man im Falle eines Neukaufs salopp gesagt mal eben ein Loch bohren und das passende Rohr einsetzen. Wenn das Ganze aber doch in ewige Berechnungsarien ausartet, ist es für meine Zwecke natürlich Blödsinn.

Das Modell kann ich die leider im Moment nicht sagen, da ich erst morgen wieder dort bin. Sie sind aber etwa 70cm hoch, den Tieftöner schätze ich auf 10" (bin aber kein guter Schätzer), darüber sitzen ganz normal der Mittel- und wiederum darüber der Hochtöner. Die Teile sind dem Gewicht nach aus recht handfestem Holz gemacht und in dunkler Holzoptik. Modell schaue ich aber morgen nochmal nach, so eine Beschreibung trifft wohl auf 50% der älteren Lautsprecher zu.
DavyJonez
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 30. Mrz 2009, 02:35
So, jetzt hab ich es endlich geschafft nachzusehen. Es handelt sich um zwei Philips FB 815.
Datenblatt

Sicken dazu hab ich auch schon gefunden, sollen 7,- das Stück kosten + Kleber und was man so braucht.
Anbieter

Wenn ein Schaumstoffring verbaut ist, muss auch wieder einer rein, richtig? Habe mal irgendwo gelesen, dass die aus Gummi besser halten, was bei den chemischen Dämpfen in der Werkstatt wohl nicht verkehrt wäre. Aber ich vermute mal, das würde die Eigenschaften der Lautsprecher zu sehr verändern?

Wie sieht's denn nun aus mit der Reparatur? Machbar? Was gilt's zu beachten, wo kann man Fehler machen?


/edit: wie ich nun weiß, handelt es sich bei den Tieftönern um AD 80629/W8DC. Das Problem, was alle haben: nicht mehr zu bekommen. Es bleibt also keine Alternative zur Reparatur.
Da diese Teile wie schon gesagt nur bei mir in der Werkstatt stehen, möchte ich keine 100,- oder mehr für's reparieren-lassen ausgeben. Ich wäre euch also sehr dankbar, wenn ihr mir Tipps zum Selbstmachen geben könntet. Einzige Sorge bereitet mir das oft genannte Zentrieren. Verschieben sich die Membranen wirklich so schnell? Die Sicken sind noch fast komplett vorhanden, sie lösen sich nur eben langsam auf.
Wäre es denn mit einem Sinussignal machbar, das lässt sich ja eigentlich mit jedem billigen Wave-Editor erzeugen.


[Beitrag von DavyJonez am 30. Mrz 2009, 10:56 bearbeitet]
DavyJonez
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 01. Apr 2009, 16:24
Durch einen witzigen Zufall sind es inzwischen 2 Paare geworden, was mir sehr gelegen kommt, da ich die FB815 zusammen mit einem paar Pilot-Lautsprecher angeschlossen habe, die klanglich leider garnicht zusammenpassen.

Umso wichtiger ist jetzt das Thema mit der Reparatur. Ich hab sicher keine 300,- über um mal eben 4 Lautsprecher machen zu lassen. Zum wegschmeissen sind sie aber viel zu gut.

Falls also doch noch irgendwer Tipps, Ratschläge, Infomaterial hat, wär' ich dafür sehr dankbar. Wie gesagt, das einzige was mir etwas wirklich größere Sorgen bereitet, ist das Zentrieren.
Radiologe
Inventar
#6 erstellt: 01. Apr 2009, 17:10
Hallo,

klar,das Zentrieren ist das A und O daran.Wenn du das nicht hinbekommst oder Angst hast was flasch zu manchen können wir dir aber auch nicht helfen.
Es ist noch keiner vom Himmel gefallen der auf anhieb alles konnte,also kann man nicht ausschließen das zumindest der erste Versuch nicht wirklich glücklich verläuft.

Ebenso wichtig ist es die alten Sicken samt Kleberresten möglicht sorgfältig zu entfernen.

Die Kleber zum reparieren binden nicht so schnell ab,sodass korrekturen der Sicke eine gewisse Zeit möglich sind.
Erst wird die Sicke an der Membran verklebt und wenn diese verbindung fest ist wird die Sicke am Rand mit dem Lautsprecherkorb verklebt.

Anleitungen zum vorgehen gibt es dazu auch im Netz(auch in deinem genannten Link sogar mit Video).
Wenn man die lesen kann und nicht über 2 linke Hände und chronische Nervosität verfügt klappt das eigentlich ganz gut.

Gruß Markus
DavyJonez
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 01. Apr 2009, 18:18
Es ist also tatsächlich nicht viel mehr als das was im Video zu sehen ist? Hatte gerade beim Kleber etwas Sorge, dass er recht schnell abbinden würde und Korrekturen kaum möglich wären.

Vorgehen also so:

- die alten Sicken vollständig entfernen
- Klebestellen reinigen (Nitro? Silikonentferner?)
- neue Sicken (in meinem Fall glaube ich rückseitig der Membran) ankleben und abbinden lassen
- Sicke am Korb ankleben

Das wäre wohl die Stelle, an der das Zentrieren kommt. Ich würde jetzt (bitte nicht schlagen) ein langsames Sinussignal auf die Lautsprecher geben und die Membran so verschieben, bis kein Kratzen mehr auftritt.

Ist das soweit richtig und reicht das Vorgehen zum Zentrieren? Wie sollte die Frequenz des Signals aussehen? Könnte mir vorstellen ein zu langsames Signal könnte die Wicklungen zerstören? Kenne das so zumindest von Elektromotoren.

Danke schonmal für die Hilfe, glaube langsam das ganze lässt sich mit etwas Gedult doch ganz gut bewerkstelligen.
Radiologe
Inventar
#8 erstellt: 01. Apr 2009, 18:59
Ein Sinussignal braucht man nicht anzulegen.Persönlich halte ich die Methode,die Membran erst mittig zu drücken und dann an verschiedenen Punkten aussermittig mit dem Finger auf ordentliche Zentierung zu prüfen für besser und genauer.
In dem Video wird das zum schluss auch so gezeigt.

Wenn man also aussermittig die Membran drückt,sollte auch nichts kratzen oder schleifen.Jedenfalls sollten,wenn es aussermittig schleift,rundherum gleichmäßig zu schleifgeräuschen kommen.Dann ist die Spule korrekt zentriert.

Mit welchen Mitteln zu reinigen ist,hängt von der Membran und dem Kleber ab.
I.d.R reicht es auch,wie im Video dargestellt,den Kleber einfach von der Membran ab zu ziehen.
Jedenfalls wäre ich bei der Membran vorsichtig mit agressiven Mittelchen,vor allem wenn sie aus einem Kunststoff sind.
Unter Umständen kann man alte Kleberreste auch vorsichtig mit einer Rasierklinge abschaben.

Gruß Markus
DavyJonez
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 01. Apr 2009, 19:17
Die Zentrierung mit dem Sinussignal wäre also eher zu ungenau, da es auch bei geringstem Abstand zur Spule in dem Fall nicht kratzen würde? Mir war dieses drücken etwas suspekt, aber wenn ich so drüber nachdenke, ist es klar.

Ich werde mich da demnächst einfach mal ranmachen, wenn es dann irgendwo hakt, meld ich mich wieder
Am Ende ist wahrscheinlich eh alles halb so wild. Werde dann mal berichten, um anderen Ersttätern entweder abzuraten oder Mut zu machen.

Danke nochmal für die Hilfe
affenzahn
Stammgast
#10 erstellt: 02. Apr 2009, 11:19
hallo bastler,
ich klink mich hier auch mal mit einer frage ein.

ist es möglich einen 10"-12" lautsprecher mit pappsicke
einen 5mm langen riss in der sicke zu kleben?
vieleicht mit einem zellulose kleber?

ich habe die lautsprecher noch nicht gekauft.
wenn es geht werde ich sie kaufen.
DavyJonez
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 10. Jul 2009, 00:17
Meinereiner nochmal...
Ich habe nun endlich mal angefangen, wenigstens mal einen Lautsprecher zu zerlegen, um mir das Ganze mal anzusehen.
Leider musste ich dabei feststellen, dass die Sicken wie ich bereits vermutet hatte, rückseitig an der Membran verklebt sind. Das führt schon zum ersten großen Problem: Ich kann die Reste der alten Sicke nicht vollständig entfernen, da der Korb im Weg ist. Vom Reinigen mal ganz zu schweigen.

Ist es machbar, die Membran herauszunehmen? Ich habe erstmal alles stehen und liegen gelassen. Wollte nicht auf blauen Dunst die Dustcaps abnehmen oder sonstige Versuche starten.
Audiofriends
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 11. Jul 2009, 09:13

DavyJonez schrieb:
Meinereiner nochmal...
Ich habe nun endlich mal angefangen, wenigstens mal einen Lautsprecher zu zerlegen, um mir das Ganze mal anzusehen.
Leider musste ich dabei feststellen, dass die Sicken wie ich bereits vermutet hatte, rückseitig an der Membran verklebt sind. Das führt schon zum ersten großen Problem: Ich kann die Reste der alten Sicke nicht vollständig entfernen, da der Korb im Weg ist. Vom Reinigen mal ganz zu schweigen.

Ist es machbar, die Membran herauszunehmen? Ich habe erstmal alles stehen und liegen gelassen. Wollte nicht auf blauen Dunst die Dustcaps abnehmen oder sonstige Versuche starten.


Guten Tag,

Wann Sie die Korb mit Vorseite auf die Ecke von ein Tisch liege, können Sie dar bei, mir Messer und Pinsel.

Frgr. Fred
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