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Klangattribute von LS als Kaufempfehlung ?

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Musikpur
Hat sich gelöscht
#1 erstellt: 13. Apr 2009, 14:51
Liebes HiFi Forum,

das ist mein erster Beitrag - lese aber schon seit geraumer Zeit Eure Diskussionen.

Meine Frage an Euch, da ich dabei bin mir eine neue Musikanlage zu kaufen (max. 3500 €) ob Ihr in der Lage seit, den Klang der unterschiedlichen LS objektiv zu beschreiben ?

Mir ist z.B. aufgefallen, dass B&W 683 LS häufig als brillant, luftig und weich beschrieben werden, Dynaudio wurde von meinem Händler als "analytisch" (und ich glaube das war kein Kompliment) beschrieben.

Angehört habe ich mir die B&W 683 und KEF iQ9 (bzw iQ90) bei zwei verschiedenen Händlern und war von den B&W vor allem im unteren Mitten- und Bassbereich etwas enttäuscht (kann das an der Aufstellung gelegen haben, oder waren die LS nicht eingespielt ?). Im Vergleich zu der KEF hatte ich das Gefühl weiter entfernt vom Geschehen zu sein, Streicher in einer Klassikaufnahmen (Anton Bruckner, Sinf Nr. 9 live mit dem NDR Rundfunksinfonieorchester und Günther Wand am Pult) waren nicht differenziert und insgesamt erschien mir eine meiner Libelingscd (GRP Big Band live: "Sing, sing, sing") als überraschend "langweilig" (zumindest im Vergleich zu dem was ich gewohnt bin).

Ich würde Eure Ratschläge (Pobe hören, Probe hören und nochmal Probe hören) gerne befolgen, würde aber gerne Empfehlungen befolgen, um den Aufwand zu reduzieren. Um Empfehlungen aber zu verstehen, müssten Klangerlebnisse objektiver sein.

Meine aktuelle Stereoanlage ist ein Denon PMA 920, Denon DCD 1400 sowie Scriptum 2 LS. Das war damals (1989) eine schöne Kombination, mit guter räumlicher Darstellung und angenehmen natürlichen Klang. Etwas ähnliches hätte ich heute gerne wieder, aber natürlich weniger Schwächen (die Dynamik ist mir zu schwach, Bässe dröhnen manchmal, Volumen fehlt bei grossen Orchestern, Differenzierung z.B. bei Big Bands nicht genügend).

Wir hören viel Jazz (Big Band, Klavier, Bläser) aber auch Funk, Rock und Klassik von Bach bis Stravinsky in unserem ca. 30qm Wohnzimmer).

Also nochmal zur Frage: Könnt Ihr Attribute wie "analytisch","luftig", "voluminös" etc. mal versuchen objektiv zu bewerten / beschreiben und (ich weiss es erscheint unmöglich) diese vielleicht sogar LS-Herstellern zuordnen ?

Theoretisch scheinen mir B&W LS (in den Beschreibungen) ideal, die KEF iQ9 hörte sich aber besser an, war aber irgendwie unausgewogen aber man war näher an den Interpreten. Trotzdem war ich nicht zufrieden und empfand den Klang nicht natürlich und ausgewogen sondern auf Tiefbass, Mitten und hohe Höhen betont. Dazwischen hatte ich das Gefühl entstand ein Loch. Wie steht es mit Quadral, Canton und anderen ? Gibt es etwas zwischen der KEF und der B&W ? Wie komme ich weiter ?

Verzeiht bitte meine vielleicht etwas konfuse Anfrage, aber LS aussuchen beschäftigt mich jetzt schon länger und ich komme nicht weiter.

Danke

Ralph
MusikGurke
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 13. Apr 2009, 20:17
Hi

möglicherweise hilft dir der Link in meiner Signatur weiter. Worthülsen wie "analytisch" helfen keinem weiter.
Musikpur
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 13. Apr 2009, 20:37
Wow, bin beeindruckt und lese mich durch... .

Danke

Ralph
Musikpur
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 13. Apr 2009, 21:13
Hallo Musikgurke,

habe jetzt den Lautsprecherteil gelesen und wahrscheinlich ca. 50% verstanden. Wenn ich Dich jetzt auf meine ursprüngliche Frage festnageln dürfte, könnte ich mir einige Zeit in den HiFi Geschäften Südbadens sparen.

Ich probiers 'mal selbst für das 1000-2000€ Segment:

Quadral und Canton basteln an den technischen Parametern herum, damit Musik "besser klingt" als sie ist (mehr Bass und mehr Höhen), B&W 683 klingt im ersten Anlauf langweiliger aber gibt den Inhalt der CD, in starker Abhängigkeit vom Raum, richtiger wider ? Der Unterschied zur KEF iQ9 lag ebenfalls daran, dass die Höhen und Bässe angehoben wurden und zusätzlich noch mittels Diffusschall Räumlichkeit erzeugt wurde ?

Was sind denn LS ohne verkaufsfördende Tricks, die mir "technisch sauber" Musik darbieten können ?

Ralph
MusikGurke
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 13. Apr 2009, 22:37
Ich persönlich würde mir in dem Preissegment besonders die C88 und C55 von KSdigital anschauen. Vom Preis/Leistungsverhältniss dürfte das mit das beste auf dem Markt sein (Vollaktiv, 3Wege, Koaxchassis, optisch akzeptabel, Verarbeitung brauchbar...).

Die neue 600erter Serie von B&W ist nicht so ganz mein Fall, KEF ist mir da schon etwas sympatischer. Ein Blick auf die Homepage von Nubert dürfte ebenfalls nicht schaden. Canton und Quadral sind recht seriöse Mainstreamhersteller mit recht guten aber nicht überragenden (dafür bezahlbaren) Produkten.

Genelec oder Music Electronic Geithain sind von der Technik auch nicht zu verachten, ob sie optisch akzteptabel sind solltest du selber entscheiden.

Ob du jetzt mit "richtigen" -sprich neutralen- Lautsprechern warm wirst, musst du selber entscheiden. Ich persönlich finde die Resultate mit solchen Lautsprechern ziemlich beeindruckend. Sowas solltest du vor dem Kauf aber mal probehören, zumindest bei einem Händer mit problemlosen Rückgaberecht bestellen.

Wenn du in der Preisklasse das Non-Plus-Ultra haben willst, sollte mittellangfristig auch die Frage nach der Akustik gestellt werden dürfen. Ein oder zwei Hundert Euro für Absorber an der richtigen Stelle können Wunder wirken. Hier stellt sich dann aber natürlich wieder die Frage nach der Optik.


[Beitrag von MusikGurke am 13. Apr 2009, 22:40 bearbeitet]
Musikpur
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 09. Mai 2009, 16:30
Liebe HiFi Gemeinde,

ich sitze jetzt in meinem Sesseln und lausche meiner neuen HiFi-Anlage. Diese besteht aus Creek Evo 2 CD Spieler und Creek Evo 1 Verstärker sowie den B&W 703.

Ich bin völlig begeistert und habe, um mich zu entscheiden die B&W 683 gegen die KEF iQ 9 und danrstärker/CD Spielerach die iQ90 gegen die B&W 703 gehört.

Die B&W habe ich im Internet als Austellungsstücke für 1800 € gefunden (zum Glück bei einem Händler in der Nähe), so dass mein Budget nicht (allzusehr) überzogen wurde.

Die klanglichen Vorteile der 703 gegenüber der iQ90 sind schon nach wenigen Takten Musik zu hören. Höhen sind differenzierter und klingen weniger nervig spitz sondern schön sanft aber überhaupt nicht dumpf. In den Mitten kann man alle Instrumente voneinander unterscheiden und Stimmen klingen als stünde der Sänger/die Sängering direkt vor einem. Da habe ich dann sofort zugeschlagen und die 703 ohne Komponenten bei mir im Wohnzimmer gehabt (eine traurige Zeit).

Letztes Wochenende habe ich dann die Rotel 1060/1073 Kombi (Verstärker/CD-Spieler) gegen die Creek KOmponenten an Kimber LT9 (Lautsprecher) und Goldkabel Referenz 100 Cinch sowie Goldkabel Mehrfachstecker gegengehört. Dabei haben sich die beiden HiFi Händler in Freiburg sensationell kundenfreundlich verhalten und mir alles einfach so (gegen eine kleine Kaution) mitgegeben.

Zu Hause angekommen ging es ans Probe hören. Kurz, die Creek Kombi war sofort überlegen - Rotel klang gequetschter, dumpfer und nicht so hell und klar wie die Creek (Ihr seht ich gebrauche die Attribute, die ich voher noch nicht so richtig einsortieren konnte jetzt selbst... :-))

Was mich dann auch interesiert hat ist, warum Menschen viel Geld für Kabel ausgeben und habe meine alten (Standard) Cinch Kabel sowie meine alten Lautsprecherkabel (vieladrige Kupferkabel mit ganz schön breitem Querschnitt (damals teuer aber Meterware) angeschlossen - einen enormen Unterschied habe ich bei den LS Kabeln gehört - wow das lohnt sich. Bei den Cinch Kabeln ist der Unterschied vorhanden, tritt aber nicht sofort und als Gesamthörerlebnis auf. Bei bestimmten Stellen an den von mir als ReferenzCDs genutzten Msusikstücken war aber die Überlegenheit der Goldkabel zu hören. Wer also sagt, dass Kabel am Klang nichts verändern, hat entweder noch nie den Vergleich gehört oder hat keine sensiblen Lauscher am Kopf - was ja dann auch nicht schlimm ist - zumindest Geld kann man dann sparen :-).

Wir (meine bessere Hälfte und ich) sind auf jeden Fall völlig begeistert. Ein Tip noch - es scheint nicht die schlechteste Zeit HiFi Geräte zu kaufen zu sein: die Rabatte auf alles (Lautsprecher s.o.) aber auch Creek und Kabel waren sehr gut.

Ich verabschiede mich von Euch und möchte vor allem HiFi Gurke für seine Erklärungen von HiFi und HiPo auf seiner homepage sowie bob2 und scully für Ihre Hilfe danken.

Ciao und viel Spass mit Euren HiFi Anlagen.

Ralph
_axel_
Inventar
#7 erstellt: 09. Mai 2009, 19:59

MusikGurke schrieb:
Ich persönlich würde mir in dem Preissegment besonders die C88 und C55 von KSdigital anschauen.

Hast Du sie schon mal gehört? Habe Beschreibungen gelesen, die sie als etwas "hell" (bzw. schlank) abgestimmt werten.


@Musikpur:
Warum löschst Du Dich sofort nachdem Deine Frage beantwortet/erledigt ist?
Wer sind bob2 und scully? Welche geheimnisvollen Tipps, die sie sich nicht trauten hier öffentlich zu geben, hast Du von ihnen erhalten?
Macht schon einen etwas seltsamen Eindruck ...
MusikGurke
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 09. Mai 2009, 21:04


Hast Du sie schon mal gehört? Habe Beschreibungen gelesen, die sie als etwas "hell" (bzw. schlank) abgestimmt werten.


Je nach Aufstellung auch dumpf, mulmig, basslastig.

Und?
_axel_
Inventar
#9 erstellt: 10. Mai 2009, 06:56

MusikGurke schrieb:
Je nach Aufstellung auch dumpf, mulmig, basslastig.

Echt? Wenn man sie zur Wand hin aufstellt?
Hast Du sie schon mal gehört?
MusikGurke
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 10. Mai 2009, 08:29
Ja, bei entsprechender Aufstellung kann man was draus machen.

Bei Höreindrücken auf Messen, bei Händlern, etc. bin ich etwas vorsichtiger geworden. Das die Lautsprecher bei bescheidener Aufstellung entsprechend klingen ist mir klar.
_axel_
Inventar
#11 erstellt: 10. Mai 2009, 09:22

MusikGurke schrieb:
Ja, bei entsprechender Aufstellung kann man was draus machen.

Bei Höreindrücken auf Messen, bei Händlern, etc. bin ich etwas vorsichtiger geworden. Das die Lautsprecher bei bescheidener Aufstellung entsprechend klingen ist mir klar.

Ich interpretiere mal: Mit anderen Worten, Du hast sie selbst noch nicht oder nicht unter zweifelsfreien Bedingungen gehört, 'verwertbare' Hörberichte anderer kennst Du nicht.
Nun, immerhin listest Du bei Deiner "beste auf dem Markt"-Empfehlung Deine Kriterien auf ... und Klang ist nicht dabei.

Dass man einen LS durch falsche Aufstellung alleine zu dumpf klingen lassen kann, kann ich mir bereits schwer vorstellen. Wie könnte man einen LS zu hell klingen lassen?
(Gemeint ist natürlich: ohne dass der zumindest nicht komplett ahnungslose Probehörer den Braten riecht.)

Hinweis: Auch ich finde die KSdigital konzeptionell sehr interessant und möchte sie keineswegs schlecht machen. Es geht mir allein um die Klarstellung Deiner Empfehlungskriterien.


[Beitrag von _axel_ am 10. Mai 2009, 09:25 bearbeitet]
MusikGurke
Hat sich gelöscht
#12 erstellt: 10. Mai 2009, 09:35
Unter den gehörten Bedingungen waren die Lautsprecher akzeptabel ("normale" Akustik). Bei entsprechender Aufstellung und ein paar Absorbern an der richtigen Stelle könnten sie besser werden.

Da ich in der Preisregion keinen anderen aktiven 3-Weger kenne halte ich den Lautsprecher weiterhin für einen best-buy. Zumal auch die Optik wohnzimmertauglich ist.


und Klang ist nicht dabei.


Der Klang ist das Produkt aus Lautsprechertechnik und Akustik.

Unter dem richtigen Bedingungen würde sogar eine Magnat Motion super klingen. Würde es auf der Basis irgendjemanden helfen, wenn ich mit Worthülsen wie "schnell" oder "luftig" um mich werfe? Was helfen dir meine subjektiven Klangbeschreibungen? Da schaue ich mir lieber den Aufbau der Lautsprecher an.


[Beitrag von MusikGurke am 10. Mai 2009, 09:36 bearbeitet]
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