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Canton Ergo 609 - wo ist bloß der Tieftonbereich?

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Autor
Beitrag
HevDev
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 19. Nov 2009, 15:59
Hallo allerseits,

ich habe vor knapp 3 Wochen die Canton Ergo 609 erworben, ein 3-Wege-Standlautsprecher, der eigentlich mit solidem Verstärker ohne jegliche Mühen den Tieftonbereich wiedergeben sollte.

Zuerst habe ich die Cantons mit einem AV-R betrieben, dem Onkyo TX SR-875. Sicherlich darf man von einem Receiver bezüglich der Stereowiedergabe nicht viel erwarten, auch nicht unbedingt von so einem hochwertigen, aber zumindest schaffte er es selbst im Stereobetrieb, die Hoch- und Mitteltöne gut bis teilweise brillant aufzulösen und eine Bühne zu schaffen mit mittigem Sound. Was aber immer fehlte, das war der Tieftonbereich. Meine Metal- und Progrockscheiben klangen teilweise unerträglich stumpf, weil eben untenrum so ziemlich alles fehlte. Wo war der dröhende Bass bei Moonsorrow, Strapping Young Lad, Dream Theater etc, der zu dieser Musik gehört wie die Butter zum Brot? Er war einfach nicht da!

Ich bekam daraufhin den Ratschlag, es mal mit Harman/Kardon zu probieren, da die Receiver mit den Cantons besser harmonieren sollen. Eine Klangsteigerung insbesondere im Tieftonbereich sollte etwa mit einem minderwertigeren Harman AVR 445 auf jeden Fall drin sein, so die Meinung des fachkundigen Ratgebers.
Also bestellt, angeschlossen, kalibriert, und los gings! Was gleich auffiel: der Harman schafft es wirklich deutlich besser als der Onkyo, den Tieftöner anzusteuern, jetzt nahm ich erstmals aus diesen Boxen einen Bass wahr. Zwar noch immer nicht das, was diese Scheiben ursprünglich beabsichtigt hergeben, aber wenigstens war jetzt Bass da.
Dafür fehlte es jetzt an allen anderen Ecken und Kanten. Wäre ja auch zu schön gewesen um wahr zu sein, dass ein 500eur AVR einem 1500eur AVR in der Soundwiedergabe so überlegen sein soll. Zwar lieferte der Harman einigermaßen Bass, aber dafür war der ganze Mittel- und Hochtonbereich plötzlich wie in den Boxen eingeschlossen. Es baute sich überhaupt keine Bühne mehr auf, die Klänge lösten sich nicht mehr im Raum auf, keine Brillanz mehr, nichts, statt dessen die Streich- und Zupfinstrumente und Stimmen blechern. So machte die Stereowiedergabe leider noch viel weniger Spaß als schon mit dem Onkyo, der wenigstens den Mittel- und Hochtöner zu kitzeln wusste.

Also, ok, hilft alles nichts. Um jetzt wirklich die letzten Zweifel bezüglich der richtigen Verstärker für diese Boxen aus dem Weg zu räumen, wurde die Rotel RSP 1069 als Vorverstärker und die RMB 1075 als Endverstärker an den Boxen betrieben. Eine exzellente Highend-Verstärkerkombination, wobei gerade die Endstufe für rabenschwarze Bässe sorgt. So sind etwa im Zusammenspiel mit der Canton RC-L bebende Räume garantiert.
Eins war jetzt klar: wenn es diese Verstärker-Kombi nicht schaffte, die Membran für den Tiefton zum Schwingen zu bringen und ordentlichen Bass zu machen, dann sieht es wirklich schlecht für mich aus.
Und tatsächlich: zwar klangen die Hoch- und Mittenbereiche mit dieser Verstärkerkombination richtig klasse, die vielen Details wurden fein säuberlich und mit großer Brillanz herausgearbeitet und eine schöne Bühne geschaffen, aber der Tieftonbereich war wieder vollkommen verschwunden, wie schon beim Onkyo. Unfassbar! Diese Rotelverstärkerkombi, die bei meinem Kollegen an den RC-L betrieben seine auch bloß 21m² große Bude richtig zum Beben bringt, wenn ich dort meine Metalscheiben einlege, kitzelt aus meinen 609ern nicht mal ein Bässchen heraus, nicht mal ein Bässchen! Einfach unfassbar!

Woran kann es bloß liegen, dass diese 700eur Boxen nicht mal ein Grundfundament an Bass schaffen, was selbst billige 50eur-Boxen ohne Mühe packen? Am Verstärker kann es nicht mehr liegen! An der Raumakustik? Hebt mein Raum wirklich die Bässe gegenseitig auf?
Mein Hörraum ist 18m² groß, die Standlautsprecher stehen 2.5m voneinander entfernt und bilden zum Hörer ein Dreieck (Entfernung des Hörers zu den Boxen je 2.2m), so wie es sein soll. Bodenbelag ist Teppich, die Cantons stehen aber per Spikes auf Granitplatten. Das Dreieck ist luftig und mit nichts zugestopft. Und wenn es wirklcih am Raum liegen sollte, warum hat dann der Harman etwas Bass geliefert? Hätte es dann auch damit keinen Bass geben dürfen?

Ich bin jedenfalls völlig ratlos und möchte gerne wissen, ob hier andere User dasselbe Problem haben oder von diesem Problem schon gehört haben und Rat wissen?

Ich bin jetzt so weit, dass ich die Boxen wieder loswerden möchte, leider dann vermutlich mit einem Wertverlust bis zu 40%, was natürlich schon ein kleines Disaster ist. Aber was soll ich machen? Diese Boxen machen so einfach überhaupt keinen Spaß.


[Beitrag von HevDev am 19. Nov 2009, 16:03 bearbeitet]
jd17
Inventar
#2 erstellt: 19. Nov 2009, 17:02

HevDev schrieb:
Mein Hörraum ist 18m² groß, die Standlautsprecher stehen 2.5m voneinander entfernt und bilden zum Hörer ein Dreieck (Entfernung des Hörers zu den Boxen je 2.2m), so wie es sein soll. Bodenbelag ist Teppich, die Cantons stehen aber per Spikes auf Granitplatten. Das Dreieck ist luftig und mit nichts zugestopft. Und wenn es wirklcih am Raum liegen sollte, warum hat dann der Harman etwas Bass geliefert? Hätte es dann auch damit keinen Bass geben dürfen?

so wie es sein soll lassen wir mal außen vor, ein stumpfes stereodreick ist längst nicht immer von vorteil... aber wenn der klang zerrissen wäre, würdest du das ja hören.

ich glaube hier hilft viel herumreden nicht - scheinbar bist du einfach einen besseren bass gewöhnt, als ihn dir diese lautsprecher liefern können.
und die ergebnisse des harmen lassen nur vermuten, dass er im bass gehörig dick aufträgt. wenn weder der (keineswegs schlechte) onkyo 875, noch die rotelkombi bass aus den boxen kitzeln - dann ist da auch einfach nichts.

ich finde es zwar auch etwas verwunderlich, weil die ergo serie nicht grade bekannt für mängel im bass ist aber was solls... du hast ja alles mögliche versucht.

jetzt bliebe noch die frage - hast du die lautsprecher gebraucht gekauft? kann es sein, dass daran herumgepfuscht wurde? oder dass etwas defekt ist? wenn du schon von wertverlust sprichst, existiert ja scheinbar keine garantie oder rückgaberecht mehr?
HevDev
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 19. Nov 2009, 17:34
Nein, die Lautsprecher sind nagelneu und technisch sicherlich einwandfrei.

Es ist für mich nicht vorstellbar, dass diese Ergo so naturgemäß im Tieftonbereich klingen. Selbst die 603 bringen mehr im Tieftonbereich, und das sind Kompaktboxen.
Wenn das von Canton wirklich so beabsichtigt gewesen wäre und die Boxen wirklich so klingen, dann wären das die grottenschlechtesten von Canton verbauten Boxen, die es jemals gegeben hat.

Ich kann es mir einfach nicht vorstellen, aber ich bin auch mit meinem Latein völlig am Ende, woran es überhaupt liegen soll, dass der Tieftonbereich nicht stattfindet.
pocketcoffee2009
Stammgast
#4 erstellt: 19. Nov 2009, 19:29
das kann ich nur alles Bestätigen!!!

wir hatten die 609er zusammen ausführlich getestet und sowas ist mir noch nicht vorgekommen!

Es klingt, oder scheint so, dass die beiden Tieftöner überhaupt nicht aktiv wären!

ich habe zu Hause billig Lautsprecher von ELTAX,
( verzeihung wegen dem Ausdruck )

aber Standlautsprecher für 50 Euro bezeichne ich eben so, haben einen besseren Tiefton, als die Canton Ergo 609!

Ich hoffe, dass sich hier jemand meldet, der die gleichen Lautsprecher betreibt um ein paar Erfahrungswerte zu tauschen...

die Lautsprecher sind nagelneu, aber leider haben sie die gesetzl. Rückgabefrist um 3 Tage überschritten
jd17
Inventar
#5 erstellt: 19. Nov 2009, 20:26
na dann frage ich mich - habt ihr beide nicht vorher probegehört? bei internetbestellungen hat man 14 tage rückgaberecht per FAG...
pocketcoffee2009
Stammgast
#6 erstellt: 19. Nov 2009, 20:46
es kam leider unerwartet eine Geschäftsreise dazwischen... unglücklicher verlauf eben...
tobimanlein
Stammgast
#7 erstellt: 20. Nov 2009, 20:15

wir hatten die 609er zusammen ausführlich getestet und sowas ist mir noch nicht vorgekommen!

Es klingt, oder scheint so, dass die beiden Tieftöner überhaupt nicht aktiv wären!

Dann stimmt entweder etwas mit den Lautsprechern nicht oder sie waren falsch aufgestellt. Ich konnte zwar die Ergo 609 noch nicht hören, aber wenn ich mir die Messwerte in der Stereoplay anschaue, besitzt sie den für die Ergoserie typischen Frequenzgang mit einer Bassüberhöhung um 100Hz. Selbst besitze ich die Ergo RC-A, die zwar aufgrund des aktiven Basses nicht direkt vergleichbar ist, aber bis auf den stärker ausgeprägten Tiefgang einen ähnlichen Frequenzgang aufweist. Bassmangel sollte daher auch bei der 609 nicht auftreten.

Machen denn die Tieftöner bei bassintensiver Musik und gehobener Lautstärke einen deutlichen Hub. Wie ist der Bass direkt vor dem Tieftöner bzw. Bassreflexrohr?

MfG
Tobi
pocketcoffee2009
Stammgast
#8 erstellt: 20. Nov 2009, 21:51
es gibt sozusagen keinen Hub!

auch am Bassreflexrohr is kaum was wahrzunehmen... selbst bei hoher Lautstärke... die beiden Lautsprecher hören sich an wie 2 große Radiowecker!

die Bassmembranen vibriren zwar, aber von einem Hub ist keine Spur...
fd150
Stammgast
#9 erstellt: 21. Nov 2009, 09:56
Da ist was faul. Ich besitze seit 2001 die "kleinen" Ergo-Standboxen, damals gabs die 72 als Auslaufmodell günstig. Meine haben zur Wand ca 50 cm Abstand und seitlich auch Platz, großes vernünftig bedämpftes Zimmer komplett mit Teppichboden. Die Bässe sind absolut ok. Abgrundtiefe 20Hz-Orgien sind damit bauartbedingt natürlich nicht drin, aber ich kann nicht meckern. Die 609er müßten - hätte ich sie jetzt austauschweise im Zimmer - mindestens genausoviel bringen, wenn nicht etwas mehr aufgrund mehr Membranfläche.
sakly
Inventar
#10 erstellt: 21. Nov 2009, 13:04
Hi,

wenn ihr schreibt, dass die Bassmembranen sich nicht bewegen (außer ein bisschen zu vibrieren), dann ist das technisch was faul. Bei bassintensiven Stücken müssen die sich wenigstens 2-3mm bewegen, wenn ihr laut macht. Das spürt man deutlich als Schlag auf die Finger, wenn man die vor die Membran hält.
Ist da nix, dann ist entweder die Klemme im Bi-Wiring-Terminal nicht drin oder die Chassis sind nicht mit dem Terminal verbunden oder es liegt ein Defekt/Verkabelungsproblem an der Weiche vor.
Fall 1 könnt ihr prüfen. Fall 2 und 3 könntet ihr nur dann prüfen, wenn ihr den Lautsprecher öffnen dürftet. Das sollte mit dem Händler bzw. dem Canton-Service abgesprochen werden.

Gruß
jd17
Inventar
#11 erstellt: 21. Nov 2009, 13:13
canton service ist das richtige stichwort!

wenn von den beiden kandidaten falsches anschließen ausgeschlossen werden kann denke ich, es ist zeit für eine reklamation.

in diesem thread wird es jedenfalls nicht mehr zu neuen erkenntnissen kommen.
sakly
Inventar
#12 erstellt: 21. Nov 2009, 13:17
Ich würde mich als erstes an den Händler wenden, denn der muss das eigentlich erledigen.

Trotzem würde ich nochmal das Terminal überprüfen. Die Brücke muss drin sein, wenn kein Biwiring genutzt wird.
Damit kann man die Funktion des Bassbereichs aber auch einzeln testen. Nimmt man die Brücken raus und schließt die LS-Kabel unten an, dann kommt nur Bass.

Gruß
pocketcoffee2009
Stammgast
#13 erstellt: 21. Nov 2009, 15:55
ich danke euch vielmals,
für die vielen antworten und tipps!!!

mit bi-wiring betrieb liegst du komplett richtig...

werden auf jedenfall noch versuchen, nur den Tieftonbereich anzusteuern.

Die Lautsprecher gehen dann auf jedenfall wieder zurück! Falls was defekt sein sollte, werd eich unbedingt neue verlangen! ich denke, nach so kurzer zeit ist das bestimmt noch möglich!

Gruß,

Pocket
sakly
Inventar
#14 erstellt: 21. Nov 2009, 18:08
Hi,

wenn an den Lautsprechern etwas defekt ist, dann hast Du immer das Recht diese umzutauschen.

Gruß
HevDev
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 21. Nov 2009, 21:42
Hi Leute,

vielen Dank für eure Antworten.

Ich nutze die Lautsprecher im Bi-Wiring und habe die Klemmen dementsprechend entfernt. Das obere Anschlussbuchsenpaar ist ja für den Hoch- und Mitteltonbereich und das untere Anschlussbuchsenpaar für den Tieftonbereich.
Ich habe nun die Anschlusskabel aus dem oberen Anschlussbuchsenpaar entfernt und nur die für den Tieftonbereich drin gelassen, dann nen basslastiges Stück eingeworfen und mal die Membranen getastet mit dem Ergebnis, dass die Membran für den Mitteltonbereich vibriert hat und auch der Hochtöner im Betrieb war und die beiden Membranen für den Tieftonbereich komplett ausgeschaltet waren. Kann mir das jemand erklären, oder bin ich einfach zu dumm das zu verstehen? Ich bin davon ausgegangen, dass es sich genau anders herum verhalten würde.
sakly
Inventar
#16 erstellt: 22. Nov 2009, 11:56
Hi,

teste einmal das:

Du nimmst ein signalführendes Lautsprecherkabel vom Verstärker und steckst es einmal an die oberen Anschlussbuchsen und danach einmal an die unteren. Wie reagiert der Lautsprecher jeweils (also rechts und links testen)?

Gruß
kow123
Inventar
#17 erstellt: 22. Nov 2009, 15:32

HevDev schrieb:
...Ich nutze die Lautsprecher im Bi-Wiring und habe die Klemmen dementsprechend entfernt....


Meinst Du wirklich Bi-Wiring oder Bi-Amping

Mein Vorschlag: lass die Bi-Wiring Geschichte, bau die Kabelbrücke wie geliefert wieder ein und schließ die LS mal konventionell an und berichte

Und nur zur Sicherheit: phasenrichtig angeschlossen? Einfach mal einen LS umgekehrt anschließen.


[Beitrag von kow123 am 22. Nov 2009, 15:49 bearbeitet]
HevDev
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 22. Nov 2009, 18:42
@sakly und kow: ich habe nur ein BiWiring-Kabel (Oehlbach Bi Tech 4) und nutze es auch für BiWiring und nicht für Bi-Amping, also nur an einem Verstärker.
Also wie soll ich das jetzt mit diesem Kabel genau machen, sakly?
kow123
Inventar
#19 erstellt: 22. Nov 2009, 19:00
Mein Vorschlag: setz die Brücke wieder ein.

Dann nimmst Du vom Oehlbach jeweils nur die beiden dicken 4mm Kabel und stellst damit eine konventionelle Verbindung her.

Und dann probeweise mal bei einem LS plus/minus tauschen.
sakly
Inventar
#20 erstellt: 22. Nov 2009, 19:47

kow123 schrieb:
Dann nimmst Du vom Oehlbach jeweils nur die beiden dicken 4mm Kabel und stellst damit eine konventionelle Verbindung her.


Das schonmal auf jeden Fall.
Was ist denn überhaupt ein Bi-Wiring-Kabel? So ein Unsinn hab ich ja noch nie gehört...klar, dass sowas von Oehlbach kommt.

Ohne Klemmen kannst Du testen, ob beide Zweige im Lautsprecher korrekt funktionieren. Dazu muss aber sichergestellt sein, dass am Kabel Signal anliegt. Bei diesem seltsamen Begriff Bi-Wiring-Kabel wird mir schon Angst und Bange...
Deshalb nutzt Du für diesen Test bitte die Kabelenden, die vorher für die Musikwiedergabe im Mittel-Hochtonbereich verantwortlich waren, als es im MHT-Bereich funktioniert hat.

Im Zweifelsfall, wenn Du nicht weißt, was Du da machst, machst Du einfach die Brücke rein. Wenn kein Bass da ist, gibst Du dem Händler Bescheid, dass die Teile halt nicht laufen.
Ich weiß nicht, warum man Musik hören immer so kompliziert machen muss.

Gruß
HevDev
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 22. Nov 2009, 20:18
Ok,

ich habe die Lautsprecher jetzt mit konventioneller Verbindung in Betrieb gehabt wie von kow vorgeschlagen und die beiden dicken bronzenen Kabelstränge an + und an - des Lautsprechers angeschlossen, einmal korrekt + an + und - an - und einmal vertauscht. Glecih vorweg: es gab bei der Musikwiedergabe KEINE Unterschiede. Bei starker Lautstärke (für Mietswohnung nicht tolerierbar) habe ich ich beiden Tiefmembranen schon vibrieren gespürt. Also ich beschreibe es mal so: während ich bei der Membran für den Mitteltonbereich eine starke Vibration wahrnehme bei hohem Lautstärkepegel, fühle ich bei beiden Membranen für den Tieftonbereich schon ein leichtes Klopfen gegen den Finger bei basslastigem Stück. Aber vom Bass hören tue ich nix.


[Beitrag von HevDev am 22. Nov 2009, 20:19 bearbeitet]
HevDev
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 22. Nov 2009, 21:20

sakly schrieb:

kow123 schrieb:
Dann nimmst Du vom Oehlbach jeweils nur die beiden dicken 4mm Kabel und stellst damit eine konventionelle Verbindung her.


Das schonmal auf jeden Fall.
Was ist denn überhaupt ein Bi-Wiring-Kabel? So ein Unsinn hab ich ja noch nie gehört...klar, dass sowas von Oehlbach kommt.

Ohne Klemmen kannst Du testen, ob beide Zweige im Lautsprecher korrekt funktionieren. Dazu muss aber sichergestellt sein, dass am Kabel Signal anliegt. Bei diesem seltsamen Begriff Bi-Wiring-Kabel wird mir schon Angst und Bange...
Deshalb nutzt Du für diesen Test bitte die Kabelenden, die vorher für die Musikwiedergabe im Mittel-Hochtonbereich verantwortlich waren, als es im MHT-Bereich funktioniert hat.


Im Zweifelsfall, wenn Du nicht weißt, was Du da machst, machst Du einfach die Brücke rein. Wenn kein Bass da ist, gibst Du dem Händler Bescheid, dass die Teile halt nicht laufen.
Ich weiß nicht, warum man Musik hören immer so kompliziert machen muss.

Gruß



Das was du meinst habe ich schong gemacht. Also die Klemmen raus, damit ich Tief- und Mittel-/Hochtonbereich getrennt ansteuern kann.

Jetzt pass uff: ich habe die Kabelenden für den Tieftonbereich in den Tieftonbereich gesteckt und die silbernen Kabelenden für den Mittel-/Hochtonbereich aus dem Lautsprecher rausgenommen. D.h. jetzt dürften die Boxen doch keine Mittel- und Hochtöne mehr übertragen und nur noch die beiden Membranen des Tieftonbereiches aktiv sein, oder?

Jedenfalls war es genau anders herum: die beiden Membranen für den Tieftonbereich waren ausgeschaltet, aber die Membran für den Mitteltonbereich und der Hochtonbereich haben gespielt.

Ok, also habe ich mal den Spieß umgedreht und dieses Mal die bronzenen Kabelenden für den Tieftonbereich ausgesteckt und nur die silbernen Kabelenden für den Mittel-/Hochtonbereich im Lautsprecher eingesteckt. Und jetzt war die Membran für den Mitteltonbereich und der Hochtonbereich ausgeschaltet und der Sound (Gesang, Bass und alles) wurde allein über die beiden Membranen für den Tieftonbereich ausgegeben, aber total dumpf, als ob man sich ne 10m dicke Decke über den Kopf zieht und dadurch Musik hört, so klingt das (wie bei einer Compact Cassette, bei der das Band im Arsch ist).

Ist das jetzt der Defekt? Das muss es wohl sein!


Ich weiß nicht, warum man Musik hören immer so kompliziert machen muss.

Da gibts zwei Möglichkeiten: a) man möchte dem Kunden noch mehr Klang bieten oder b) ihm noch mehr Geld aus der Tasche ziehen.


[Beitrag von HevDev am 22. Nov 2009, 21:50 bearbeitet]
sakly
Inventar
#23 erstellt: 23. Nov 2009, 09:13

HevDev schrieb:
Ok, also habe ich mal den Spieß umgedreht und dieses Mal die bronzenen Kabelenden für den Tieftonbereich ausgesteckt und nur die silbernen Kabelenden für den Mittel-/Hochtonbereich im Lautsprecher eingesteckt. Und jetzt war die Membran für den Mitteltonbereich und der Hochtonbereich ausgeschaltet und der Sound (Gesang, Bass und alles) wurde allein über die beiden Membranen für den Tieftonbereich ausgegeben, aber total dumpf, als ob man sich ne 10m dicke Decke über den Kopf zieht und dadurch Musik hört, so klingt das (wie bei einer Compact Cassette, bei der das Band im Arsch ist).

Ist das jetzt der Defekt? Das muss es wohl sein!


Nein, das ist kein Defekt, das ist der Sinn der Weiche. Die Basschassis sollen ja nur den Bass wiedergeben, also klingen die natürlich dumpf. Aber wenn sie überhaupt irgendwie klingen, dann können sie ja schonmal nicht kaputt sein und müssen auch eine Verbindung am Terminal haben. Allerdings müssen die viel mehr Pegel machen, als das, was Du beschreibst. Wenn Du wohnraumunfreundliche Pegel fährst, müssen sich die Teile wenigstens 2-3mm bewegen und das merkt man deutlich an den Fingern. Da ist also was faul.
Kontaktiere den Händler, schildere ihm das und frage, was Du jetzt machen sollst.


HevDev schrieb:

Ich weiß nicht, warum man Musik hören immer so kompliziert machen muss.

Da gibts zwei Möglichkeiten: a) man möchte dem Kunden noch mehr Klang bieten oder b) ihm noch mehr Geld aus der Tasche ziehen. :P


Das ist definitv Auswahl B. Was soll so ein Bi-Wiring-Kabel denn am Klang ändern? Wenn Du die Klemmen reinmachst und ein Ende Deines Zauberkabels dranmachst, wirst Du keinen Unterschied hören, es sei denn Du glaubst dran. Der Glaube ist bei solchen Dingen immer extrem wichtig.

Gruß


[Beitrag von sakly am 23. Nov 2009, 09:17 bearbeitet]
HevDev
Ist häufiger hier
#24 erstellt: 23. Nov 2009, 12:52
Hi sakly,

ich habe jetzt noch einmal separat den Tieftonbereich angesteuert und voll aufgedreht. Normalerweise müsste bei einem solchen Lautstärkepegel die Bude beben, aber es ist gar nix im Zimmer, ich fühle mit den Füssen nur leicht den Boden vibrieren, sonst nix. Aber die Membranen bewegen sich schon so ca. 2mm.
Also vom optischen Eindruck scheinen sie funktionsfähig, vom akustischen wirken sie auf mich defekt.

Kannst du mir auch erklären, warum eigentlich die Membranen für den Tieftonbereich aktiv sind, wenn ich nur Kabel im Mittel-/Hochtonbereich angeschlossen habe? Ich dachte, dann wäre auch nur der Mittel-/Hochtonbereich aktiv und der Tieftonbereich ausgeschaltet, aber bei diesen Lautsprechern verhält es sich genau andersherum. Steckt man in den Mittel-/Hochtonbereich, sind die Tieftöner aktiv, steckt man in den Tieftonbereich, ist der MIttel-/Hochtonbereich aktiv. Deutet das auf einen Defekt hin?


[Beitrag von HevDev am 23. Nov 2009, 12:53 bearbeitet]
Passat
Moderator
#25 erstellt: 23. Nov 2009, 13:07
Da verstehst du etwas falsch.

Es wurde davon ausgegangen, das die oberen Anschlüsse für den Mittel-Hochtonbereich sind und die unteren für die Bässe.
Bei den 609 ist das aber genau umgekehrt, unten für Mittel-Hochton und oben für Baß.

Das ist im Prinzip aber völlig egal.

Da die 609 zwei Tieftöner pro Lautsprecher haben, könnte es tatsächlich sein, das die gegeneinander verpolt sind.
Dann kommt dann natürlich kein Baß heraus, da die beiden Tieftöner gegeneinander arbeiten.

Ich würde die Lautsprecher zurück zum Händler bringen, denn aus den 609 muß schon richtiger Baß herauskommen.
Die Membranen müssen sich nicht einmal sichtbar bewegen.

Wenn ich bei mir etwas erhöhte Zimmerlautstärke habe, dann sieht man die Bewegung der Membranen meines Canton-Subwoofers auch nicht, aber die Nachbarn machen schon Terror wegen der Bässe.

Wenn ich so weit aufdrehe, das man die Membranbewegung sieht, dann hüpfen bei mir die Gläser in der Vitrine.

Grüsse
Roman
HevDev
Ist häufiger hier
#26 erstellt: 23. Nov 2009, 13:28

Passat schrieb:
Da verstehst du etwas falsch.

Es wurde davon ausgegangen, das die oberen Anschlüsse für den Mittel-Hochtonbereich sind und die unteren für die Bässe.
Bei den 609 ist das aber genau umgekehrt, unten für Mittel-Hochton und oben für Baß.

Das ist im Prinzip aber völlig egal.

Da die 609 zwei Tieftöner pro Lautsprecher haben, könnte es tatsächlich sein, das die gegeneinander verpolt sind.
Dann kommt dann natürlich kein Baß heraus, da die beiden Tieftöner gegeneinander arbeiten.

Ich würde die Lautsprecher zurück zum Händler bringen, denn aus den 609 muß schon richtiger Baß herauskommen.
Die Membranen müssen sich nicht einmal sichtbar bewegen.

Wenn ich bei mir etwas erhöhte Zimmerlautstärke habe, dann sieht man die Bewegung der Membranen meines Canton-Subwoofers auch nicht, aber die Nachbarn machen schon Terror wegen der Bässe.

Wenn ich so weit aufdrehe, das man die Membranbewegung sieht, dann hüpfen bei mir die Gläser in der Vitrine.

Grüsse
Roman


Hallo passat,

danke für die Antwort.

Also in der Anleitung zu den Ergo 609 steht ausdrücklich, dass das obere Anschlussbuchsenpaar für den Mittel-/Hochtonbereich ist und das untere für den Tieftonbereich, aber wie ich jetzt im Praxistest festgestellt habe, ist es genau umgekehrt.

Wie du das mit dem Tieftonbereich schilderst, dass bei extremer Lautstärke die Gläser in der Vitrine wackeln, genau das hat mich ja so bei mir verwundert. Ich habe jetzt, wo ich den Tieftonbereich einzeln ansteuern kann, mal auf extremste Lautstärke gestellt, da wackelt normal die Bude bei der Lautstärke. Und die betriebene Box steht sogar ziemlich nah an einer Glasvitrine bei mir, da wackelt gar nix, aber die Membranen sind aktiv. Aber eigentlich müsste diee Bude da beben, und ich spüre nur den Boden vibrieren, und das kann ja nicht sein.

Ich habe jetzt nochmal bei Canton angerufen und dem Techniker dort alles geschildert. Der meinte halt, dass man nen Defekt eigentlich schon i.d.R ausschließen könne, da keine Boxen unkontrolliert aus dem Hause gingen (ja gut, was soll ein Cantonmitarbeiter auch anderes sagen :L).
Als ich ihm den Bassbereich am Telefon demonstriert habe, meinte er, er wolle jetzt keine Ferndiagnose machen und könne anhand des Sounds kein Urteil abgeben. Schlussendlich meinte er, dass es bei so einem Defekt wie bei einer Schwangerschaft sei: entweder die Frau ist schwanger oder eben nicht, und so sei es auch beim Tieftöner: entweder er ist defekt, dann geht er gar nicht, oder er funktioniert, dann sind die Membranen aktiv. Etwas dazwischen gibt es nicht, meinte er.
Er fragte mich noch, auf welchem Untergrund die Boxen aufgestellt seien, ich meinte, ich hab nen Teppichboden und die Boxen per Spikes auf Granitplatten stehen, was er eigentlich gut fand. Er meinte halt, dass der Bass sich ja noch im Raum aufheben könnte. Ne andere Erklärung hatte er dann auch nciht und meinte, ich solle halt mal in Frankfurt vorbeikommen und die Boxen dort testen lassen.

Ich selber wohne in Baden-Württemberg und habe die Boxen bei nem Händler aus Gelsenkirchen erworben. Muss das dann eh über den Händler abwickeln, wobei der sicher nicht die versandkosten übernehmen wird, wenn die Boxen am Ende gar keinen Defekt haben sollten. Darum gehts mir eigentlich auch die ganze Zeit. Aber wenn die Anschlussterminals für Hoch-/Mitteltonbereich und Tieftonbereich vertauscht sind, könnte das ja schon mal nen Garantiefall sein, um die Boxen einzuschicken.

Passat
Moderator
#27 erstellt: 23. Nov 2009, 14:07
Im Prinzip hat der Canton-Mitarbeiter Recht, das so etwas eigentlich nicht vorkommen kann, da das ja bei der Endkontrolle aufgefallen wäre.

Es könnte aber sein, das an den Lautsprechern schon einmal jemand herumgeschraubt hat und das wieder falsch zusammengelötet hat.
Ein Hinweis in die Richtung ist die falsche Belegung der Anschlüsse.

Grüsse
Roman
GlennFresh
Hat sich gelöscht
#28 erstellt: 23. Nov 2009, 14:15
Hi

Hast Du die Boxen gebraucht oder neu gekauft?

Also, wenn das Anschlussfeld vertauscht ist, sieht das wirklich nach einem unfachmännischen Eingriff aus.
Sollte das nicht der Fall sein und die Boxen haben das Canton Werk fehlerhaft verlassen, hatten die wohl vorher eine Party!

Saludos
Glenn
HevDev
Ist häufiger hier
#29 erstellt: 23. Nov 2009, 14:57

GlennFresh schrieb:
Hi

Hast Du die Boxen gebraucht oder neu gekauft?

Also, wenn das Anschlussfeld vertauscht ist, sieht das wirklich nach einem unfachmännischen Eingriff aus.
Sollte das nicht der Fall sein und die Boxen haben das Canton Werk fehlerhaft verlassen, hatten die wohl vorher eine Party!

Saludos
Glenn


Ich hab die Boxen neu gekauft bei www.media-ran.de. War auch kein Einzelangebot, sondern die haben immer noch genug auf Lager.

Kann mir nicht vorstellen, dass die aus Jux und DOllerei die Boxen aufschrauben und wild drauf loslöten, um sie dann defekt an den Mann zu bringen. Denke also, dass die dann so falsch aus dem Cantonwerk rausgegangen sind. Aber sagte der Cantonmitarbeiter mir nicht vorhin, dass in der Endkontrolle Mängel auffallen?


[Beitrag von HevDev am 23. Nov 2009, 14:59 bearbeitet]
GlennFresh
Hat sich gelöscht
#30 erstellt: 23. Nov 2009, 15:06

HevDev schrieb:

Aber sagte der Cantonmitarbeiter mir nicht vorhin, dass in der Endkontrolle Mängel auffallen?


Aber nicht nach einer durchzechten Nacht und viel...

Saludos Glenn
Passat
Moderator
#31 erstellt: 23. Nov 2009, 15:45
Waren die Lautsprecher denn Originalverpackt oder hatte der Karton irgendwelche Hinweise darauf, das er schon einmal geöffnet gewesen ist?

Grüsse
Roman
HevDev
Ist häufiger hier
#32 erstellt: 26. Nov 2009, 15:09

Passat schrieb:
Waren die Lautsprecher denn Originalverpackt oder hatte der Karton irgendwelche Hinweise darauf, das er schon einmal geöffnet gewesen ist?

Grüsse
Roman

Klar, war alles originalverpackt.


Ich habe jetzt den Händler verständigt und eine Abholung der Boxen vereinbart. Der Händler war erst mal sehr skeptisch nach meiner Fehlerbeschreibung, kam ständig ins Stottern, weil er offenbar etwas verwundert war, und fragte dauernd nur: "dieselben Fehler bei BEIDEN Boxen?" und "haben Sie schon mal bei Canton angerufen und mit denen darüber gesprochen?"

Ich habe ihm gesagt, dass die Terminals für den Mittel-/hochton- und Tieftonbereich vertauscht sind und das schon ein Garantiefall sei. Darüber, ob die Tieftöner jetzt in irgendeiner Weise defekt sind, sei ich mir zwar nicht sicher, aber das könne man bei der Gelegenheit ja dann gleich mituntersuchen. Das hat der HÄndler dann auch eingesehen.

Ich bin skeptisch, dass die Boxen so zurückkommen werden,d ass ich Bässe habe. Irgendwie glaube ich nciht so recht dran, aber ok, wenn die als fehlerfrei zurückkommen und ich immer noch keinen Tiefton habe, bleibt mir nur noch der Weg über Ebay.

Ich gebe euch dann auf jeden Bescheid, wenn sie zurück sind, ob das Problem jetzt behoben ist und ob tatsächlcih ein Defekt bei beiden Boxen im Tieftonbereich vorlag.

Vielen Dank nochmals für Eure Hilfe
Roger66
Stammgast
#33 erstellt: 26. Nov 2009, 15:54

HevDev schrieb:
... und ich spüre nur den Boden vibrieren, und das kann ja nicht sein.

Du spürst den Boden beben ? Der bebt normalerweise als Letztes, wenn Du nicht gerade in einem Altbau mit "Schwingboden" wohnst ...


Er meinte halt, dass der Bass sich ja noch im Raum aufheben könnte.


Dem würde ich mich anschließen. Bist Du mal durch den Raum gegangen, während bassbetonte Musik lief ? Normalerweise gibt es raumspezifisch immer Minima und Maxima. Überall kann der Bass nicht fehlen, wenn andererseits der Boden (!) schon mitschwingt ... Das ist schon rein physikalisch unmöglich.

Und hast Du am AVR mal jegliche Filterung / Einmessung etc. abgeschaltet ? Also auf Source Direct und STEREO geschaltet ?

Hast Du wie weiter oben empfohlen mal einen der LS verpolt angeschlossen ?


[Beitrag von Roger66 am 26. Nov 2009, 15:55 bearbeitet]
HevDev
Ist häufiger hier
#34 erstellt: 26. Nov 2009, 18:04

Roger66 schrieb:

HevDev schrieb:
... und ich spüre nur den Boden vibrieren, und das kann ja nicht sein.

Du spürst den Boden beben ? Der bebt normalerweise als Letztes, wenn Du nicht gerade in einem Altbau mit "Schwingboden" wohnst ...


Er meinte halt, dass der Bass sich ja noch im Raum aufheben könnte.


Dem würde ich mich anschließen. Bist Du mal durch den Raum gegangen, während bassbetonte Musik lief ? Normalerweise gibt es raumspezifisch immer Minima und Maxima. Überall kann der Bass nicht fehlen, wenn andererseits der Boden (!) schon mitschwingt ... Das ist schon rein physikalisch unmöglich.

Und hast Du am AVR mal jegliche Filterung / Einmessung etc. abgeschaltet ? Also auf Source Direct und STEREO geschaltet ?

Hast Du wie weiter oben empfohlen mal einen der LS verpolt angeschlossen ?


Also am AVR liegts schon mal gar nicht, weswegen ich mir dieses Prozedere ersparen kann. Habe in der Zwischenzeit ja noch Vor- und Endverstärker (Rotel RSP 1069 und Rotel RMB 1075) angeschlossen gehabt, die beide richtig dicke Bass liefern, und da hat sich am Klangbild im Tieftonbereich NIX, REIN GAR NIX verändert gegenüber dem AVR. Daran liegts also nicht.

Ich beschreibe dir mal, wie der Tieftonbereich klingt, und zwar bei sehr großem Lautstärkepegel, bei dem normalerweise nach ein paar Minuten die Polizei an der Wohnungstür klingelt. Da ich den Tieftonbereich dank BiWiring alleine ansteuern kann und somit Hoch- und Mitteltonbereich ausgeschaltet sind, ist es mir überhaupt möglich, so große Lautstärkepegel zu fahren, denn - und GENAU DAS ist ja das merkwürdige an der ganzen Sache - der Tieftonbereich ist so dumpf und leise, dass er nicht mal bei extremen Lautstärkepegeln vom Nachbar wohl wahrgenommen wird. Zwar spürt man den Boden, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass der Nachbar davon was mitbekommt (außer es geht halt alles durch den Boden durch), weil ich selber im Zimmer den Tieftonbereich ungefähr so wahrnehme (bei extremer Lautstärke wohlgemerkt), wie ich etwa den Mittel-und Hochtonbereich bei GEDIEGENER ZIMMERLAUTSTÄRKE wahrnehme.

Da ich grad nur eine Box betreibe und die andere ausgesteckt habe, bin ich mal wie von dir empfohlen um die Box rumgelaufen und habe geschaut, ob irgendwo der Bass mehr wahrgenommen wird. Ich glaube nicht wirklich. War auch mal aus dem Zimmer draußen und habe die Tür zugemacht und von anderen Räumen aus gehört, man nimmt das zwar wahr, aber bei dem Lautstärkepegel, den ich hier verwende, würden die RCL meines Kollgen beispielsweise die Bude zum Beben bringen.


Zum Schluss noch zu deiner Frage mit dem verpolten Anschließen. Du meinst, dass ich mal Plus an Minus anschließe? Ja, das habe ich auch schon gemacht, hat rein gar nix im Klang verändert, weder beim Mittel-/Hochtöner noch bei den beiden Tieftönern.



[Beitrag von HevDev am 26. Nov 2009, 18:24 bearbeitet]
Roger66
Stammgast
#35 erstellt: 26. Nov 2009, 20:00
Dann fällt mir auch nichts mehr ein. Die 609 haben bei mir solo schon ein deutlich hörbares Bassfundament. Leider habe ich mit Auslöschungen ausgerechnet am Hörplatz zu kämpfen, aber an anderen Stellen liefern sie ein gutes Fundament. Deshalb auch meine Frage.

Ich kann nur nicht verstehen, wie der Boden vibriert und kaum Bass zu hören sein soll. Dann können nur noch die einzelnen Bass-Chassis gegeneinander verpolt sein. Früher konnte man das ganz gut mit einer 9V Blockbatterie testen (nur am Bass, niemals an MT oder HT !). Da bewegte sich die Membran in die eine oder andere Richtung, je nach Polung. Durch Cantons DC-Technik wird Gleichspannung aber nicht mehr zu den Chassis durch gelassen, also wird das hier nicht gehen.
bouler1
Stammgast
#36 erstellt: 26. Nov 2009, 23:46
Erfreu dich an den Ergos 609,
tu ich auch!
Bis danne
stoneeh
Inventar
#37 erstellt: 27. Nov 2009, 00:47
is jetzt eh schon zu spät, und der händler wird das sicher richten oder das produkt austauschen, aaaber

hast schon mal am balance gedreht und dir jede box einzeln angehört? dann kannst mal zumindest verpolung ausschliessen, ausser natürlich intern zwischen den 2 chassis

ebenfalls auch mal andere position probiert, d.h. im raum herumgegangen und gelauscht?
wenn sich der bass in keinem teil des raums "versteckt" (ergo bündelt), dann is auch keiner da

dann als letztes würd ich sagen: bei neuen boxen kann mal definitiv ein einspielen erforderlich sein. mal einfach musik aufgedreht lassen für etliche stunden, das ein paar tage hindurch, und wenn sich dann kein unterschied zeigt dann liegts wohl definitiv an irgendwas technischen


grüsse
stoneeh
sakly
Inventar
#38 erstellt: 27. Nov 2009, 08:05
Hi,

also eure Tipps in Ehren, aber wen er schreibt, dass bei voll aufgedrehtem Verstärker kaum Bass da ist, dann ist da was faul. Einspielen wird höchstens Nuancen ändern, aber keinen Bass in der Lautsärke signitifkant ändern.
Zudem hat er ja schon geschrieben, dass er einen einzelnen Lautsprecher nur im Bass angesteuert hat und das nichts gebracht hat. Moden und Verpolung sind somit auch nicht das Thema.

Bin mal gespannt, in welchen Zustand die LS wiederkommen.
Zudem ist auch die fehlende Basswiedergabe ein Reklamationsgrund. Sollten die Austauschlautsprecher oder diese Reparierten den Fehler aufweisen, kannst Du die ohne Probleme ein weiteres Mal einsenden.
Beim dritten Mal hast Du Recht auf Wandlung, also volles Geld zurück.
ebay ist hier keine Option.

Gruß
Roger66
Stammgast
#39 erstellt: 27. Nov 2009, 09:40

sakly schrieb:
Hi,

also eure Tipps in Ehren, aber wen er schreibt, dass bei voll aufgedrehtem Verstärker kaum Bass da ist, dann ist da was faul. Einspielen wird höchstens Nuancen ändern, aber keinen Bass in der Lautsärke signitifkant ändern.
Zudem hat er ja schon geschrieben, dass er einen einzelnen Lautsprecher nur im Bass angesteuert hat und das nichts gebracht hat. Moden und Verpolung sind somit auch nicht das Thema.


Moin,

Dein Kommentar in Ehre, aber was ist mit Verpolung der beiden (!) Chassis untereinander ?
Und dass Raummoden ausgerechnet vor einem einzelnen Standlautsprecher Halt machen sollten, ist mir neu. Die Frage war also nicht unberechtigt.

Wenn ich mit etwas den Boden zum Beben bekomme, dann wird da auch ordentlich Energie umgesetzt. Mein Sub bekommt den Boden jedenfalls nicht zum Beben, bevor mir die Ohren abfallen. Das ist alles total supekt.

Jetzt muss man sich hier schon rechtfertigen, wenn man jemandem helfen will .
sakly
Inventar
#40 erstellt: 27. Nov 2009, 09:55
Hi Roger,

Verpolung der Chassis untereinander ist natürlich ne Option, aber das kann man nicht testen, ohne den LS auseinander zu nehmen.
Die Verpolung der Lautsprecher untereinander kann ausgeschlossen werden, weil er eben schon einen LS einzeln betrieben hat.
Ich denke auch, dass er keine Beben des Bodens meint, sondern eine Vibration. Dazu ist nicht so viel Energie notwendig, wie man denkt. Kommt sicher aber auch auf den Bodenbelag an. Das ist aber kein sichere Indiz dafür, wieviel oder ob genug Energie in den Raum abgegeben wird.
Raummoden kann man natürlich nicht kategorisch ausschließen, wenn ein einzeln betriebener Lautsprecher betrieben wird, das habe ich wohl zu pampig formuliert. Das bezog sich mehr darauf, dass er das abgetestet hatte, bot sich aber an, mit in den Satz zu packen, dass das hier auch nicht das Problem ist.
Mir ging es primär um die Einspielzeit und die Verpolungsfrage. Das sind hier sicher nicht die Probleme.
Verpolung der Chassis gegeneinander im gleichen Lautsprecher wäre noch eine Möglichkeit. Aber auch dann müssten beide Chassis enormen Hub machen, wenn er den Verstärker so weit aufgedreht hat, was augenscheinlich seiner Aussage nach nicht so ist.

Ich denke, dass sich das Problem nur weiter bewerten ließe, wenn man selbst mal hören und sehen könnte, was passiert.


Roger66 schrieb:
Jetzt muss man sich hier schon rechtfertigen, wenn man jemandem helfen will


Das Gefühl sollte sich durch mein Posting nicht bei Dir breit machen.
Es ging nicht um eine Rechtfertigung, sondern wie gesagt darum die genannten Fehlermöglichkeiten direkt wieder auszuschließen, weil schon einige gemachte Untersuchungen dagegen gesprochen haben.
Das war also gar nicht angreiferisch oder böswillig gemeint.

Gruß
Roger66
Stammgast
#41 erstellt: 27. Nov 2009, 10:34

sakly schrieb:
Hi Roger,

Verpolung der Chassis untereinander ist natürlich ne Option, aber das kann man nicht testen, ohne den LS auseinander zu nehmen.


Mit dem o.g. Batterie-Trick am Bass-Zweig könnte es gehen. Da wäre die Hubrichtung der Chassis klar erkennbar. Ich weiß aber nicht, in wie weit die DC-Filterung Cantons da rein spuckt.



Roger66 schrieb:
Jetzt muss man sich hier schon rechtfertigen, wenn man jemandem helfen will


Das Gefühl sollte sich durch mein Posting nicht bei Dir breit machen.
Es ging nicht um eine Rechtfertigung, sondern wie gesagt darum die genannten Fehlermöglichkeiten direkt wieder auszuschließen, weil schon einige gemachte Untersuchungen dagegen gesprochen haben.
Das war also gar nicht angreiferisch oder böswillig gemeint.

Gruß

Alles klar
sakly
Inventar
#42 erstellt: 27. Nov 2009, 10:56

Roger66 schrieb:

sakly schrieb:
Hi Roger,

Verpolung der Chassis untereinander ist natürlich ne Option, aber das kann man nicht testen, ohne den LS auseinander zu nehmen.


Mit dem o.g. Batterie-Trick am Bass-Zweig könnte es gehen. Da wäre die Hubrichtung der Chassis klar erkennbar. Ich weiß aber nicht, in wie weit die DC-Filterung Cantons da rein spuckt.


Richtig, das könnte man nochmal testen.
Die DC-Technik kenne ich schaltungstechnisch auch nicht. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass da große Vorkondensatoren eingesetzt werden...
Ein Batterietest wird es zeigen.

Gruß
UweM
Moderator
#43 erstellt: 27. Nov 2009, 11:21
Bei der DC-Technik liegen einige hundert µF in Serie zum Tieftöner.

An den Threadersteller: Wurden denn im gleichen Raum an gleicher Hörposition andere Lautsprecher ausprobiert und wenn ja, mit welchem Resultat?

Ich bin vor knapp zwei Jahren auch von einem 24qm- Raum in ein 17qm-Zimmer umgezogen und musste dort zu meiner Überraschung feststellen, dass die großen Standboxen nicht etwa zu viel sondern am zunächst vorgesehenen Hörplatz viel zu wenig Bass lieferten. Deutlich weniger als vorher im größeren Raum.

Eine brauchbare Aufstellung zu finden war sehr zeitaufwändig. Bei mir stehen die Lautsprecher jetzt über Eck wodurch der Hörplatz auch aus der Raummitte in Richtung Seitenwand rutschte. Die Bässe waren damit zurück aber die Raumabbildung hatte sich verschlechtert, was ich wiederum mit Absorbern in den Griff bekommen habe.

Nachzulesen HIER

Grüße,

Uwe
HevDev
Ist häufiger hier
#44 erstellt: 27. Nov 2009, 16:41

UweM schrieb:
Bei der DC-Technik liegen einige hundert µF in Serie zum Tieftöner.

An den Threadersteller: Wurden denn im gleichen Raum an gleicher Hörposition andere Lautsprecher ausprobiert und wenn ja, mit welchem Resultat?

Ich bin vor knapp zwei Jahren auch von einem 24qm- Raum in ein 17qm-Zimmer umgezogen und musste dort zu meiner Überraschung feststellen, dass die großen Standboxen nicht etwa zu viel sondern am zunächst vorgesehenen Hörplatz viel zu wenig Bass lieferten. Deutlich weniger als vorher im größeren Raum.

Eine brauchbare Aufstellung zu finden war sehr zeitaufwändig. Bei mir stehen die Lautsprecher jetzt über Eck wodurch der Hörplatz auch aus der Raummitte in Richtung Seitenwand rutschte. Die Bässe waren damit zurück aber die Raumabbildung hatte sich verschlechtert, was ich wiederum mit Absorbern in den Griff bekommen habe.

Nachzulesen HIER

Grüße,

Uwe


Hi Uwe

Ich habe deinen Thread durchgelesen und war überrascht darüber wie sich der Bass entgegen deiner Prognose im kleinen Raum total zum Negativen verändert und sich schon bei ein bisschen Raumverschiebe wieder stark verbessert
hat. Ich habe zwar aufgrund deiner Beschreibungen kein bildliches Vorstellungsvermögen von deinem Raum gewonnen, um mit meinem zu vergleichen, aber im Prinzip reichts ja schon zu wissen, wie sehr der Raum die Akustik beeinflussen kann.

Also habe ich jetzt noch einmal schnell die Boxen in meinem Raum staärker als zuvor schon umgestellt, bevor sie schließlich in den Karton wandern.. Ich hatte sie zuvor aufgrund der Stellung meiner Sitzmöbel der Breite des Raumes und nicht der Länge des Raumes nach aufgestellt und habe dieses Mal der Länge nach aufgestellt. Somit haben die Boxen jetzt mehr Tiefe in den Raum, was ihnen sicher entgegenkommt. OK, dann noch Eingemessen und losgehört, ob es Klangunterschiede gibt. Dazu an verschiedenen Positionen des Raumes gelaufen
Und jaaa, die gibt es schon. Faszinierend für mich ist erst einmal, dass der Bass am Wahrnehmbarsten gewesen ist, wenn ich mich ca. mit 1m Abstand von den Boxen auf den Boden gesetzt habe. Sobald ich aufgestanden bin, ist er schon wieder fast zur Hälfte verflogen.
Wenn ich auf dem Boden sitze und mir ein paar bassgewaltige Metalalben anhöre, merke ich auf jeden Fall, dass es nun endlich hörbarer ist, wenn auch keinesfalls der Tiefton mich jetzt überzeugt. Er wirkt immer noch zu schwach, die Alben geben schon mehr her, und im Vergleich zu den RC-L, die ich bei meinem Kollegen gehört habe, ist es dann schon wieder armselig, und ein SO großer Unterschied sollte zwischen RC-L und 609er bauartbedingt dann doch nicht liegen, oder irre ich mich? Hier wäre mir eine Info von Kennern wirklich wichtig, da ich die 609er noch nie unter guten Bedingungen gehört habe und nicht weiß, was sie im Tieftonbereich hergeben (ob sie vllt einfach nur schlecht bei der Basswiedergabe sind und daher die falschen Boxen für mich).

Jedenfalls, wenn es so ist, dass ich auf dem Boden sitzend am meisten Bass wahrnehme und beim Aufstehen deutlich Verlust wahrnehme, was sagt mir das dann über den Raum aus? Wie kann ich dem entgegenwirken?


sakly schrieb:
Hi,

also eure Tipps in Ehren, aber wen er schreibt, dass bei voll aufgedrehtem Verstärker kaum Bass da ist, dann ist da was faul. Einspielen wird höchstens Nuancen ändern, aber keinen Bass in der Lautsärke signitifkant ändern.
Zudem hat er ja schon geschrieben, dass er einen einzelnen Lautsprecher nur im Bass angesteuert hat und das nichts gebracht hat. Moden und Verpolung sind somit auch nicht das Thema.

Bin mal gespannt, in welchen Zustand die LS wiederkommen.
Zudem ist auch die fehlende Basswiedergabe ein Reklamationsgrund. Sollten die Austauschlautsprecher oder diese Reparierten den Fehler aufweisen, kannst Du die ohne Probleme ein weiteres Mal einsenden.
Beim dritten Mal hast Du Recht auf Wandlung, also volles Geld zurück.
ebay ist hier keine Option.

Gruß


Hi,

das klingt gut, werde es mal probieren, die 3mal einzuschicken und dann mein Geld zurückzuverlangen. Glaube aber nicht, dass ich ne Chance habe, wenn die als technisch einwandfrei zu mir zurückgeschickt werden und ich dann denen sage, dass ich aber keinen Bass habe. Dann sagen die einfach: "ja, Ihr Problem, müssen Sie selbst lösen, an uns liegt es jedenfalls nicht."


[Beitrag von HevDev am 27. Nov 2009, 16:53 bearbeitet]
Passat
Moderator
#45 erstellt: 27. Nov 2009, 16:54
Jeder Raum hat Raummoden, die von seinen Abmessungen abhängig sind.

Hier hast du eine Seite, die dir hervorragend zeigt, wo bei welcher Frequenz es Raummoden und Auslöschungen gibt:
http://www.hunecke.de/de/rechner/raumeigenmoden.html

Grüsse
Roman


[Beitrag von Passat am 27. Nov 2009, 16:54 bearbeitet]
UweM
Moderator
#46 erstellt: 27. Nov 2009, 19:38
Hallo,


HevDev schrieb:

Ich habe deinen Thread durchgelesen und war überrascht darüber wie sich der Bass entgegen deiner Prognose im kleinen Raum total zum Negativen verändert und sich schon bei ein bisschen Raumverschiebe wieder stark verbessert
hat. Ich habe zwar aufgrund deiner Beschreibungen kein bildliches Vorstellungsvermögen von deinem Raum gewonnen, um mit meinem zu vergleichen, aber im Prinzip reichts ja schon zu wissen, wie sehr der Raum die Akustik beeinflussen kann.



eine Raumskizze ist weiter unten auf der verlinkten Seite und am Ende des Threads habe ich Messungen veröffentlicht, die die Frequänzgänge nach Aufstellungsoptimierung, Einsatz von Absorbern und EQ zeigen. Vielleicht macht das Mut...

Noch was ist mir eingefallen: Woraus bestehen denn Decken und Wände? Ich hatte einmal die Anlage in einem Zimmer mit Dachschrägen stehen, die aus Rigips-Platten gemacht waren. Die wirken wie riesige Plattenabsorber. Bass gleich Null, noch weniger als Anfangs im jetzigen Hörraum, richtig übel.

Grüße,

Uwe
sakly
Inventar
#47 erstellt: 27. Nov 2009, 22:54
Hi,

Du schreibst was von Einmessen...lass das mal sein.
Betriebe die Lautsprecher einfach direkt am Verstärker ohne DSP-Zeug dazwischen. Das sind alles nur potentielle Fehlerquellen, die man sich einhandeln kann.
Zumindest bis Du herausgefunden hast, warum Du so schwachen Bass hast.

Wenn Du jetzt schreibst, dass Du Bass wahrnehmen kannst, ist es dann so, dass er lautstärketechnisch schon zur Musik passt oder er nur etwas besser ist als vorher?
Wie klingt der Bass im Verhältnis direkt vor dem Lautsprecher? Dort sollte er auf jeden Fall immer ähnlich laut wie die Musik sein, da dort der Einfluss von Raummoden noch nicht besteht. Ist das so?

Klingt für mich alles sehr komisch, vor allem, weil man solche Effekte nicht so genau beschreiben kann, wie es notwendig wäre.

Gruß

PS: nach dem zweiten Reparaturversuch kannst Du Wandlung verlangen.
OldMansChild
Stammgast
#48 erstellt: 29. Nov 2009, 14:26
Meiner Meinung nach muss man auch mal den Vergleich mit den RC-Ls vergessen. Das sind andere Räumlichkeiten und wer weiß wie das Aktiv Modul aufgedreht ist...
pocketcoffee2009
Stammgast
#49 erstellt: 29. Nov 2009, 15:44
das Aktivmodul kannste mal völlig ausser Acht lassen!

habe es getestet: auf Null-Stellung, + und -, max. in beide Richtungen... so viel Unterscheid macht das Modul nun auch nicht...

auch ohne Modul sind die Bässe brachial und bieten sehr viel druck...
sakly
Inventar
#50 erstellt: 02. Dez 2009, 05:57

pocketcoffee2009 schrieb:
so viel Unterscheid macht das Modul nun auch nicht...

auch ohne Modul sind die Bässe brachial und bieten sehr viel druck... :KR


Die Bässe ja, aber der Hochton leidet IMHO sehr viel stärker unter fehlendem Modul.

Gruß
HevDev
Ist häufiger hier
#51 erstellt: 04. Dez 2009, 14:46
Hi,

die Lautsprecher sind heute zurückgekommen.

Ich habe die Boxen damals ganz sorgfältig eingepackt und jeder Box den Garantieschein mit Spikes und allem drum und dran beigelegt. Beim Auspacken musste ich leider feststellen, dass Canton nun alles in eine Plastikfolie gepackt hat und auch die Anleitung + Garantieschein zu einer Box fehlen. Außerdem hat eine Box oben hinten jetzt eine ganz leichte Schramme. Die ist zwar wirklich klein und kaum störend, aber sie ist halt jetzt da. Vor meiner Einsendung hätte ich die Ware noch als optimal ohne jegliche Gebrauchsspuren verkaufen können, das geht nun leider nicht mehr. Und das zeigt mir, wie sorgsam Canton mit astreiner Ware in ihrer Reparaturwerkstatt umgeht.

Ok, ganz astrein war die Ware ja nicht, habe ich sie ja wegen verpolter Anschlüsse und fehlendem Tieftonbereich eingeschickt. Also auf der Kundendienstrechnung gleich mal nachgeschaut, was Canton jetzt eigentlich an den Boxen repariert hat.
Die Kundendienstrechnung schaut dann so aus:


Ok, dem entnehme ich, dass die Anschlüsse verpolt waren und das behoben wurde, mehr wohl nicht. Jedenfalls habe ich die Boxen gleich angeschlossen, konnte es ja kaum erwarten zu hören, ob jetzt alles gut ist. Viele Alben musste ich gar nicht hören, 2 meiner Townsend-Alben haben schon gereicht um gleich festzustellen: NEIN, es hat sich REIN GAR NIX verändert. Ich könnte mir jetzt irgendwelche Pillen reinhämmern, um mir Bass einzubilden, aber nüchtern ist alles so wie vorher auch.
Wer auch immer die Canton Ergo 609 zu Hause stehen hat, der möge doch mal bitte von Kate Ryan Ella Elle L'a spielen. Ab Sekunde 32 setzt dort ein ordentlicher Kickbass ein, der so stark ist, dass er dominierend in den Vordergrund rückt, aber ich höre davon nach wie vor NICHTS. Dass es ihn gibt, weiß ich von anderen Boxen, aber diese hier liefern gar nix.

Tja, das Leben ist traurig, aber was habe ich gelernt? Dass das Leben traurig ist, wusste ich schon vorher, dass guter Rat teuer ist, wusste ich auch. In diesem Fall war es dann ein teurer Spaß für mich, aber bei den nächsten Boxen weiß ich ja jetzt, dass man sie im eigenen Raum unbedingt probehören muss. Solche einfachen Binsenweisheiten scheinen manchmal vergessen zu werden. Ich finde mich jetzt mit diesem Griff ins Klo einfach ab, denn ich habe weiß Gott andere Sorgen, um mich auch noch mit solchem Käse andauernd auseinanderzusetzen.

Euch nochmals vielen Dank für eure Hilfe


[Beitrag von HevDev am 04. Dez 2009, 14:53 bearbeitet]
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