Wie stellt man am Besten die Lautstärke an Studiomonitoren ein?

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Micha1962
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 26. Jun 2011, 16:02
Hallo,

klingt vielleicht ein bisschen blöd die Frage.

Bei den Neumann KH120 habe ich die Möglichkeit, den Eingangspegel (-15 - 0 dB) und den Ausgangspegel (94 - 114 db SPL in 1m für 0 dBu) einzustellen. Ausserdem hat ja noch mein Vorverstärker einen Lautstärkeregler. Somit lässt sich die gleiche Lautstärke (Zimmerlautstärke) auf verschiedene Art erzeugen. Ich frage mich nun, da ich von der Technik nichts verstehe, wie ich diese Regelungsmöglichkeiten so einsetze, dass es für "Klang" und die beteiligten Gerätschaften am Besten ist?

Gruss
Michael
ton-feile
Inventar
#2 erstellt: 26. Jun 2011, 17:28
Hallo Michael,

An den Ausgängen des Mischpultes wird Rosa Rauschen ausgegeben und dann der Schalldruckpegel eingestellt.
Im Profibereich entsprechen "0dB DIN" +6dBu.
Wenn man sich auf den "Digitalpegel" bezieht, werden die +6dBu meist bei -9dBfs erreicht.
Um eine gewisse Übersteuerungsreserve zu behalten misst man aber nicht bei "0dB" ein, sondern lässt 9dB Headroom.
Das wären dann -18dBfs, oder -3dBu.

Dann wird mit Hilfe eines Schallpegelmessers der gewünschte Pegel eingestellt. Also zB den "Output-Level" Schalter auf 94dB und dann mit dem Input-Pegelpoti 85dB einstellen.
Die Monis wären dann bei "0dB DIN" 94dB(C) laut.

Es gibt vorgegebene Abhörpegel. Für Radio und Fernsehen sind das z.B.79dB(C). Bei Spielfilmmischungen sollte mit 85dB(C) abgehört werden.

Für Dich ist das aber vermutlich nicht praktikabel, deshalb würde ich mal folgendes probieren.
Den Eingangspegelregler an den Monis auf -15dB stellen und den Ausgangspegelschalter auf 94dB.
Das hat vor Allem den Vorteil, dass dann beide Monis gleich laut sein werden, weil Du ja mit dem Input-Poti auf "Anschlag" stehst.

Außerdem wird Dein Vorverstärker so gut ausgesteuert.
Wenn Du den Volume-Regler weiter aufdrehen musst, um laut zu hören, ist das kein Problem.
Es ist im Gegenteil gar nicht so gut, immer nur die ersten paar Grad zu nutzen, weil Stereopotis in diesem Regelbereich oft große Toleranzen zwischen den Kanälen haben.

Normalerweise sollte der Preamp kein Problem damit haben, genug Pegel für die Hummeln (sorry Neumänner ) zu liefern.

Gruß
Rainer

Edit: Sorry, 95 statt 94 geschrieben.


[Beitrag von ton-feile am 26. Jun 2011, 18:22 bearbeitet]
Micha1962
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 26. Jun 2011, 20:56
Hallo Rainer,

vielen Dank für deine Erläuterungen.
Ich werde dann mal in der Richtung probieren. Es ist also nicht schädlich für meinen Vollverstärker (mit Preout), wenn ich den Lautstärkepoti bis über die Mittelstellung aufziehe?
Leider ist es so, dass die 4 Quellen, die ich an meinen Verstärker angeschlossen habe, sich stark in ihrem Ausgangspegel unterscheiden. Für Zimmerlautstärke, bei den Monitoreinstellungen -15dB und 94dB, liegt die Einstellung des Lautstärkereglers deshalb zwischen Mitten- und 3/4-Stellung. Kann schon mal laut werden, wenn man nicht dran denkt ;-) . Versteh ich eigentlich auch nicht, da dieser Effekt beim Betrieb von Passivlautsprechern nicht so auftritt. Dabei wird der Leistungsverstärkerteil meines Verstärkers doch eigentlich genauso über den Preout angeschlossen, wie die Aktivboxen.

Gruss
Michael
ton-feile
Inventar
#4 erstellt: 26. Jun 2011, 22:09
Hallo Michael,


Micha1962 schrieb:
Es ist also nicht schädlich für meinen Vollverstärker (mit Preout), wenn ich den Lautstärkepoti bis über die Mittelstellung aufziehe?

Nein, ist es nicht.
Nach Deiner Beschreibung bist du leicht jenseits von HighNoon (12 Uhr).
Das ist völlig i.O.
Um 15 Uhr würde ich die Grenze ansetzen, aber auch nur wegen des Headrooms.

Die Endstufen des Vollverstärkers werden ja nicht durch Lautsprecher belastet.
Oft sind Brücken zwischen Vor- und Endstufe gesteckt. Dann bekommen die Endstufen nicht einmal etwas von den Aktivitäten der Vorstufe mit (wenn sie gezogen sind).

Gruß
Rainer


[Beitrag von ton-feile am 26. Jun 2011, 22:10 bearbeitet]
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