Lautsprechermembranen "eindrücken"

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BWoll
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 27. Aug 2012, 13:43
Ich war letztens in einem HIFI-Geschäft.
Dort wurde mir empfohlen, bei nagelneuen Lautsprechern die Membranen ein wenig einzudrücken um die Membranaufhängungen geschmeidiger zu machen! Also ich meine nicht, da Dellen reinzubekommen sondern nur durch LEICHTEN! Druck die Membran vor und zurück zu bewegen..

Können davon die Boxen kaputt gehen bzw. eine Klangverschlechterung auftreten?
Bei alten Boxen habe ich das probiert. Irgendwann stößt man auf so einen harten Gegenstand in der Box...


[Beitrag von BWoll am 27. Aug 2012, 13:44 bearbeitet]
dharkkum
Inventar
#2 erstellt: 27. Aug 2012, 13:51
Das ist meiner Meinung nach völliger Kappes.

Von einmal reindrücken wird da nichts geschmeidiger und man geht da noch Gefahr was mechanisch kaputt zu machen wenn man die Membran nicht ganz gerade reindrückt.
Hüb'
Inventar
#3 erstellt: 27. Aug 2012, 13:51
Blödsinn. Lass das bitte.
Und wechsle vor allem den Händler.
BWoll
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 27. Aug 2012, 13:57
Ganz leicht hab ich es mal den Hecos versucht! Also wirklich nur ganz sachte..
Da ist doch jetzt noch nichts kaputt oder? Ich bin auf etwas hartes gestoßen, mehr aber auch nicht. Und die Membran hat keine Delle...
kempi
Inventar
#5 erstellt: 27. Aug 2012, 14:36

BWoll schrieb:
Ganz leicht hab ich es mal den Hecos versucht! Also wirklich nur ganz sachte..
Da ist doch jetzt noch nichts kaputt oder? Ich bin auf etwas hartes gestoßen, mehr aber auch nicht. Und die Membran hat keine Delle...


Wenn Du keine komischen Geräusch hörst, besonders ein Kratzen, dann hast nochmal Glück gehabt. Wenn Du ein Kratzen hörst, dann Rede mal mit dem Ratgeber über die Reparatur.
Manche Hersteller empfehlen, dass man Lautsprecher einspielen soll. Abgesehen davon, dass man über den Unsinn streiten kann :angel, wird meistens empfohlen, mehrere Stunden das Rauschen eines Tuners zwischen zwei Sendern abzuspielen.
bacherle
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 27. Aug 2012, 14:50
Also das Einspielen von neuen LS sollte nicht mit den Einfahren von Autos verwechselt werden. Einen Motor kann ich durchaus Schrotten wenn ich ihn anfangs zu hart ran nehme. Auch beim LS sind hier mechanische Vorgänge vorhanden. Aber Zerstören werde ich die bei Sachgemäßer Behandlung auch während des einspielens nicht. Es kann sein, das sich der Klang nach einer gewissen Zeit leicht zum besseren verändert, da alles dann wirklich etwas geschmeidiger wird.
Die Nummer mit der rumdrückerei an den Membranen würde ich auch unterlassen.
Bestenfalls bei alten LS kann man mit viel Gefühl und Erfahrung so die mechanischen Eigenschaften der Bauteile prüfen.
dharkkum
Inventar
#7 erstellt: 27. Aug 2012, 14:57

bacherle schrieb:

Einen Motor kann ich durchaus Schrotten wenn ich ihn anfangs zu hart ran nehme. Auch beim LS sind hier mechanische Vorgänge vorhanden.


Das war früher mal, als sich die metallischen Zylinderlaufbahnen noch einlaufen mussten.

Seit es da keramische Beschichtungen gibt ist das auch nicht mehr nötig.
mrueidelstedt
Stammgast
#8 erstellt: 27. Aug 2012, 14:59

Hüb' schrieb:
Blödsinn. Lass das bitte.
Und wechsle vor allem den Händler.
:prost


Hallo,
mehr ist nicht hinzuzufügen!

Gruss mrueidelstedt
BWoll
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 27. Aug 2012, 18:45
Wie muss sich dieses Kratzen anhören??
Habe ja nur gaaanz sachte gegen diesen Wiederstand gedrückt...
weimaraner
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 27. Aug 2012, 19:04
Hallo,

zwei Fragen,

wer ist der Händler?
hast du das auch bei den Hochtönern probiert???

Gruss
BWoll
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 27. Aug 2012, 19:04
Nein, nicht bei den hochtönern!
Das ist ein örtliches Geschäft hier!
mehr möchte ich dazu fairerweise nicht sagen...
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Box zerstört ist?
Was kann beim Eindrücken kaputt gehen??


[Beitrag von BWoll am 27. Aug 2012, 19:05 bearbeitet]
bacherle
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 27. Aug 2012, 19:18
Erst malmtet da nix kaputt. Nur wenn man die Membrane zu heftig und zu oft mit Kratzen eindrückt, also schräg, schleift man quasiv den isolierlack von der Spule und das Ding ist dann hin.
BWoll
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 27. Aug 2012, 19:21
ANGENOMMEN: Ich hätte das Ding einmal heftig und schräg (weiß nichr was ihr darunter definiert) reingedrückt, müsste die Box doch noch VÖLLIG in Ordnung sein oder?
kempi
Inventar
#14 erstellt: 27. Aug 2012, 19:30
Jetzt mal keine Panik!
Hört sich etwas anders an als voher?
Nein? Dann ist ja alles gut!
Aber nich wider tun!
BWoll
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 27. Aug 2012, 19:31
Problem ist, ich hab die Boxen weder vor dem Drücken und nach dem Drücken angehört! Die sind noch verpackt, da der Verstärker noch nicht da is....
kempi
Inventar
#16 erstellt: 27. Aug 2012, 19:32

bacherle schrieb:
"... Es kann sein, das sich der Klang nach einer gewissen Zeit leicht zum besseren verändert.......

es kann aber auch sein, dass sich dervKlang verschlechtert, oder?
Atze1801
Inventar
#17 erstellt: 27. Aug 2012, 19:36
Mach dir doch erstmal keine Gedanken über "ungelegte Eier"
Wenn der Receiver kommt .... einfach die LS anstöpseln und locker laufen lassen. Wenn irgendwas ist kannste die LS immernoch umtauschen .....
cwurst
Inventar
#18 erstellt: 27. Aug 2012, 19:51

BWoll schrieb:
Das ist ein örtliches Geschäft hier!
mehr möchte ich dazu fairerweise nicht sagen...

Sollte man aber eigentlich publik machen, damit nicht noch jemand auf diesen Bullshit hört.
Darf ja wohl echt nicht wahr sein.
bacherle
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 27. Aug 2012, 19:53
Schlechter klingen werden die bestimmt nicht. Zumindest wenn es ordentliche LS sind.
Friedolin_Fuchs
Stammgast
#20 erstellt: 27. Aug 2012, 20:02
Keine Angst,
Tieftöner/Mitteltöner sind gegen mechanische Belastungen relativ robust.
Die Überleben es im Allgemeinen auch, wenn sie "anschlagen", weil sie durch zu hohe Lautstärke zu weit ausgelenkt wurden. Und da wirken ganz andere Kräfte, als durch ein vorsichtiges Schieben.
Das Abschleifen des Isolierlacks von der Schwingspule bei schiefem Drücken passiert auch nicht von selber, da müsstest Du schon ziemlich stark schmirgeln

Wenn Du etwas kaputt gemacht hast, dann hättest Du es vermutlich auch gehört und gespürt.

Drück aber bitte nicht auf die Hochtonkalotte, da sieht es mit den nötigen Kräften schon ganz anders aus.
BWoll
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 27. Aug 2012, 20:13
Neija, die Boxen waren noch nicht angeschlossen, von daher kann ich ja nichts gehört haben!
Friedolin_Fuchs
Stammgast
#22 erstellt: 27. Aug 2012, 20:37
Doch., ein Knacken, Ratschen oder Ploppen
BWoll
Ist häufiger hier
#23 erstellt: 28. Aug 2012, 03:40
Neija, als ich auf dieses harte Ding hinter der Membran "gestoßen" bin, hat man schon so "Kratziges" gehört.
Rahel
Inventar
#24 erstellt: 28. Aug 2012, 04:37
Ausprobieren, wenn der Amp da ist und gut ist das.

Ich verstehe jedoch nicht, warum Du uns fragst und dennoch rumdrückst.

Nachdem es eine Unmenge Boxen gibt mit einer nicht abnehmbaren LS-Verkleidung, dürfte
es auch Deinem "Spezialisten" nicht entgangen sein, dass er Müll erzählt.
P.W.K._Fan
Hat sich gelöscht
#25 erstellt: 28. Aug 2012, 07:07
Durch das zentrische drücken der Membrane macht man nichts kaputt. Den Widerstand den du gespürt hast, deutet lediglich darauf hin das du das Chassis bis auf das mechanische Maximum ausgelenkt hast. Wenn du nach diesem Punkt nicht wie ein irrer weiter drückst, passiert nichts
Mwf
Inventar
#26 erstellt: 28. Aug 2012, 22:06
Btw,

was der hier bisher nur verlachte Verkäufer da erzählt hat, ist für ungeduldige LS-Profis der schnelle Weg, zu reproduzierbaren, einigermaßen betriebs-nahen TSPs zu kommen.

Es dauert nur wenige Sekunden und erfordert kein spezielles Testsignal,
um v.a. bei Tieftönern die Compliance von Sicken und Zentrierungen aus einem untypischen Ruhe-Zustand zu erwecken...

Damit will ich nicht sagen, soetwas sei fürs Musikhören relevant, im Gegenteil ,
für reproduzierbare Messungen aber schon.

Da hat der Verkäufer wohl einem Insider zugehört...

Gruss,
Michael
weimaraner
Hat sich gelöscht
#27 erstellt: 29. Aug 2012, 15:46

Mwf schrieb:
Da hat der Verkäufer wohl einem Insider zugehört...


Ob man das allerdings einem Laien mit auf den Weg geben sollte????
WAmpere
Stammgast
#28 erstellt: 29. Aug 2012, 18:30

Rahel schrieb:

Ich verstehe jedoch nicht, warum Du uns fragst und dennoch rumdrückst.



Das Geräusch, welches beim Drücken entstand, wird ihm Angst gemacht haben.
weimaraner
Hat sich gelöscht
#29 erstellt: 29. Aug 2012, 18:56
2pac1975
Ist häufiger hier
#30 erstellt: 29. Aug 2012, 19:07
.. ach ... mit ein wenig Klebeband geht der doch noch ...

Rahel
Inventar
#31 erstellt: 30. Aug 2012, 04:27
@weimaraner

Dein Link war Spitze! Hatte gleich heute Morgen was zu lachen
und die Antwort von @2pac1975 passt prima dazu.


[Beitrag von Rahel am 30. Aug 2012, 04:28 bearbeitet]
Gedackt8
Neuling
#32 erstellt: 16. Dez 2016, 18:38
Hallo,

es tut mir Leid, dass ich diesen alten Thread wieder auskrame, aber meine "Problem" passt denke ich sehr gut hier hin. Ich hatte die Membran eines Tiefmitteltöners ebenfalls einmal exakt mittig mit der Hand ausgelenkt, weil ich überprüfen wollte, ob irgendetwas kratzt oder schabt (dem war nicht so, alles in Ordnung ). Allerdings war der Hub hierbei ziemlich groß und ich hatte danach Bedenken, dass ich evtl. die Zentrierspinne beschädigt haben könnte. Ich dachte immer, die maximale Auslenkung eines Lautsprechers wäre beim Auftreffen auf der Polplatte erreicht, sodass die Zentrierung eigentlich gar nicht weiter "überdehnt" werden kann.
Da es aber ganz am Ende so ein leises Geräusch (Schwer zu beschreiben, eine Art Knistern) gab, was aber auch durchaus von der Dustcape (die ist ziemlich schmal und Spitz) kommen konnte, wo ich die Membran berührt habe, habe ich nun doch einige Bedenken, dass es sich hierbei um irgendeine Klebestelle der Zentrierspinne gahandelt haben könnte... Klingen tut alles (noch) so, wie vorher.

Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar.

Viele Grüße und schöne Feiertage
Wastler
Ist häufiger hier
#33 erstellt: 18. Dez 2016, 15:25
Ist schon abenteuerlich, was Leute so alles verantstalten um ein Chassis zu ruinieren.

1. Die Membran kann man mit blosen Händen nicht exakt mittig auslenken, dank neuer, harter Materialien wird sie nicht so schnell deformiert, so wie es früher bei Papierträgern der Fall war.

2. Warum diesen extremen Hub? Eine auggeschlagene, deformierte oder aufgeqoullene Schwingspule hört man bereits bei sehr geringem Hub. Zudem kann man solche Schäden bei sehr leiser Musik durchhören.

3. Du hast doch hoffentlich nicht auf die Staubschutzkalotte gedrückt?

Zur Beruhigung: die Zentrierspinne hält den Maximalhub der Membran problemlos aus. Solltest du diesen überschritten haben - herzlichen Glückwunsch - du hast das Chassis vermutlich erfolgreich zerstört.

Gruß, Wastler
Anro1
Inventar
#34 erstellt: 18. Dez 2016, 16:25

Klingen tut alles (noch) so, wie vorher.


Dann lass es doch alles wie es ist.
Wenn Du was an der Zentrierspinne beschädigt haben solltest
(unwahrscheinlich) dann wird sich das schon auf längere Sicht bemerkbar machen.
In dem Falle kannst Du ja immer noch aktiv werden, Chassis ausbauen und reparieren lassen.

Oder schließe einfach ein Sinusgenerator->Verstärker und lass das Chassis mal mit
ordentlichem Hub bei 20-30Hz wabbeln, da merkt man dann schnell ob die Schwingspule
irgendwo im Luftspalt kratzt.

Grüsse
Gedackt8
Neuling
#35 erstellt: 18. Dez 2016, 17:39
Vielen Dank für Eure Antworten
Ich bin mir selbst im Klaren, dass meine Aktion nicht gerade eine Glanzleistung getreu dem Motto "Gucken, Denken, Handeln", sondern eher eine Kurzschlussreaktion ohne notwendiges Nachdenken gewesen ist.
Ich bin trotzdem froh, dass sich Leute die Zeit nehmen, dennoch zu Antworten.

@Wastler: ich habe nicht auf die Kalotte gedrückt, sondern genau dort, wo diese mit der Membran verbunden ist, um so mittig wie möglich drücken zu können.

Ich werde so etwas natürlich nicht noch einmal wiederholen. Sofern ich wirklich etwas beschädigt haben sollte, werde ich´s ja früher oder später merken und es reparieren lassen.

Schönen Sonntag Abend euch allen
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