Sie sind bereits Community-Mitglied? Dann loggen Sie sich hier ein!

Auto-Login
Passwort vergessen?


Frequenzweiche 6db neuer Trend ?

+A -A
Autor
Beitrag
mainms
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 21. Apr 2013, 12:58
Hallo,

ich habe bemerkt, dass die Lautsprecherhersteller zur Zeit gerne 6 db also Frequenzweichen 1. Ordnung verbauen.
Dieses verwendet z. B. Dynaudio bei Zweiwegelautsprechern wie der DM 2/6, 2/7 oder Focus 110,140,160 oder B&W CM 1, CM 5 oder Dali Zensor 1.

Dient diese einfache Weiche der Bauteileinsparung oder soll der Wirkungsgrad durch weniger Bauteile nicht noch schwächer werden, damit auch Röhrenverstärker diese LS verwenden können ?


[Beitrag von mainms am 21. Apr 2013, 14:35 bearbeitet]
ton-feile
Inventar
#2 erstellt: 22. Apr 2013, 06:34
Hi,

In der Regel wird unter einer Weiche erster Ordnung eine asketische Beschaltung mit nur einem Kondensator für den Hochton- und einer Spule für den Tieftonzweig verstanden.

So realisiert ist das aber lediglich ein Marketinggag. Ein Kalottenhochtöner bringt schon einen mechanischen Filter zweiter Ordnung mit und mit dem Kondensator zusammen ergibt sich dann in Wirklichkeit (akustisch) ein Hochpass dritter Ordnung.

Akustische Filter erster Ordnung sind nicht nur schaltungstechnisch u.U. sehr aufwändig. Sie erfordern auch enorm breitbandige Treiber.

Gruß
Rainer
Mwf
Inventar
#3 erstellt: 22. Apr 2013, 22:52
Hi,
mainms (Beitrag #1) schrieb:
...Dient diese einfache Weiche der Bauteileinsparung oder soll der Wirkungsgrad durch weniger Bauteile nicht noch schwächer werden, damit auch Röhrenverstärker diese LS verwenden können ?


Weder, noch,
hochwertige Bauteile haben nur geringe, Kondensatoren praktisch keine Verluste.
Lautsprecherwirkungsgrad (spez. im Bass) und Baugröße hängen direkt zusammen.
Miniaturisierung ist die eigentliche Ursache für geringen Wirkungsgrad.

Wie schon erwähnt ist die elektrische Weiche nur ein Teil der gesamten Filtereigenschaften.

Flache Filter erhöhen die Anforderungen an die Treiber (Breitbandigkeit, Belastbarkeit),
gleichzeitig verändern sie durch die breite Überlappung die Abstrahleigenschaften der LS-Kombi in weiten Frequenzbereichen,
und dies nur selten zum Vorteil.
Trotzdem wird im Highend-Bereich wg. scheinbar überzeugenden Argumenten
...einfach, direkt = gut ...
immer wieder mal auf "6dB-Weichen" gesetzt.

Gruss,
Michael
DasOrti
Stammgast
#4 erstellt: 22. Apr 2013, 23:09
Für Röhrenverstärker ist oft eine Inpendanzlinearisierung notwendig, diese benötigt aber weitere Bauteile.
Hersteller benutzen diese Weichen gerne als Statement, also das ihre Chassis auch flach abgetrennt
sich keine Fehler erlauben.
Vertikal dagegen verschlechtert sich das Abstrahlverhalten im Sinne eines breiteren Einbruches
im Frequenzgang.

Aber mal so nebenbei, durch diesen breiteren Einbruch müssten doch die Boden und Deckenreflexionen
geringer werden um die TF rum.
D´Apollito für Arme ?
Man spart sich immerhin 1 Chassis und die 18dB/Okt Weiche.
Dafür wirkt die Auslöschung nicht so breitbandig.

Ich darf da garnicht so viel sagen....ich mit meinen B&W685 (TF 4kHz mit 6dB/Okt.)
ton-feile
Inventar
#5 erstellt: 23. Apr 2013, 08:10
Hi,

Es gäbe aber im Übernahmebereich nur bei den ersten paar Grad eine breitbandige Senke, die dann ganz schnell zum Kammfilter wird.

Deine B&W hat ganz sicher keine 6dB Weiche. Es zählt -wie schon geschrieben- was sich aus mechanischem und elektrischem Filter akustisch ergibt.

Gruß
Rainer


[Beitrag von ton-feile am 23. Apr 2013, 08:11 bearbeitet]
DasOrti
Stammgast
#6 erstellt: 23. Apr 2013, 09:28
Ich rede selbstverstädlich von der Elektrischen Weiche.
Ich kenne ja die Werte der Chassis nicht.
Hätte ich Messequip könnte man das ja mal Messen, Bi-Amping Anschlüsse sind ja dran.
puffreis
Stammgast
#7 erstellt: 23. Apr 2013, 21:23
Interferenzen, Intermodulationen, Klirr, schlechtes Abstrahlverhalten
Klingen für viele sogenannte erfahrenen High-Ender interessanter und räumlicher.
Falsche Erwartungshaltung.
Sonst gäbe es ja auch keine Röhrenverstärker mehr.

In der High-End-Welt regiert nun mal der Schwachsinn.
DasOrti
Stammgast
#8 erstellt: 23. Apr 2013, 21:36

Interferenzen, Intermodulationen, Klirr

Der eine Teil hängt wie schon geschrieben von der tatsächlichen
Akustischen Filterwirkung von Chassis+Weiche zusammen.
Und am TMT kann man zudem noch über die Schwingspule die Filterwirkung leicht verstärken.
Und der Klirr steigt doch wegen einer flachen Filterung nicht an.
Hochtöner muss man halt höher Trennen aber gute TMT kommen erst oberhalb von 5-7kHz in den
eher Kritischen Bereich was Klirr angeht.
Was das für das Abstrahlverhalten bedeutet ist klar negativ.
Suche:
Das könnte Dich auch interessieren:
Neuer Trend? dig. Filter in Aktiv-LS
martin am 16.03.2004  –  Letzte Antwort am 26.04.2004  –  53 Beiträge
ohm c2 : neuer tieftöner ?
Jussi69 am 08.04.2005  –  Letzte Antwort am 08.04.2005  –  2 Beiträge
Frequenzweiche.................................................................................
XCell am 09.04.2003  –  Letzte Antwort am 10.04.2003  –  9 Beiträge
Frequenzweiche?
c8289 am 06.06.2003  –  Letzte Antwort am 07.06.2003  –  6 Beiträge
Frequenzweiche???
Snake17 am 26.09.2003  –  Letzte Antwort am 04.10.2003  –  10 Beiträge
Frequenzweiche
max03 am 11.07.2004  –  Letzte Antwort am 13.07.2004  –  7 Beiträge
Frequenzweiche?
Stefan_ddorf am 01.09.2014  –  Letzte Antwort am 05.09.2014  –  4 Beiträge
I.Q Trend 3 - Aufstellungsprobleme
IQ-Fan am 05.10.2008  –  Letzte Antwort am 24.10.2008  –  5 Beiträge
Lautsprecher-Trend bis 2015?
papa5 am 15.12.2010  –  Letzte Antwort am 19.12.2010  –  6 Beiträge
defekter Hochton bei Raveland X-2008 , hilft neuer Kondensator+ Drosselspule ?
[_beelzebub_] am 18.04.2004  –  Letzte Antwort am 24.04.2004  –  7 Beiträge
Foren Archiv
2013

Anzeige

Aktuelle Aktion

Hersteller in diesem Thread Widget schließen

  • Dynaudio
  • Dali
  • Bowers&Wilkins

Forumsstatistik Widget schließen

  • Registrierte Mitglieder807.269 ( Heute: 123 )
  • Neuestes MitgliedRheingauner04
  • Gesamtzahl an Themen1.345.480
  • Gesamtzahl an Beiträgen17.666.274