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Laufzeitkorrektur durch Kabellänge ?

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Klangfreak
Inventar
#1 erstellt: 27. Apr 2014, 00:46
Hallo,

um bei einem Mehrwege-Lautsprecher die einzelnen Chassis in der Laufzeit anzugleichen, gibts es ja die zwei üblichen Methoden;
* Entweder werden die Magnete/Spulen der einzelnen Chassi´s bereits im Gehäuse alle auf einer vertikalen Ebene eingebaut,
* Oder man korrigiert die Laufzeit nachträglich durch einen DSP....

Vielleicht ist es eine total blöde Idee, aber könnte man die Lautzeit nicht auch durch unterschiedlich lange Kabel korrigieren ?
Also das Chassi, welches am weitesten vorne sitzt, bekommt dann z.B. ein 3meter längeres Kabel (welches man natürlich nicht zu einer Spule aufwickelt ), um das Signal minimal zu verzögern.

Prinzipiell müsste das ja funktionieren, aber die Frage ist wieviel länger das Kabel sein müsste
Vielleicht wären es ja auch 30meter....!?


Wer kennt sich da aus und kann eine physikalisch plausible Antwort liefern?

Schöne Grüße & Besten Dank,
Olaf
HiFi_Addicted
Inventar
#2 erstellt: 27. Apr 2014, 01:06
Da brauchst du aber sehr lange Kabel im Bereich von mehreren tausend Kilometern. Also doch eher DSP oder mechanische Anpassung.

Wenn du einen Spule baust war es das mit dem Hochton.

Für eine Sekunde Verzögerung brauchst du ungefähr 150.000 Kilometer Kabel

Der strom ist halt mit beinahe Lichtgeschwindigkeit unterwegs.

Also am besten die Idee gleich wieder vergessen.
Apalone
Inventar
#3 erstellt: 27. Apr 2014, 03:17

Klangfreak (Beitrag #1) schrieb:
....Wer kennt sich da aus und kann eine physikalisch plausible Antwort liefern?......


wobei das ja einfacher Dreisatz ist...

wie lange benötigt ein Signal, das ca. 1.079.251.400 km/h schnell ist, für 10 Meter und wie lange für 100 Meter?

Und jetzt bewerte, ob das was ausmacht...
Crazy-Horse
Inventar
#4 erstellt: 27. Apr 2014, 07:37
Der Strom (Elektronenbewegung) ist sogar verdammt langsam, da so ein Elektron immer nur von einem Atom zum nächsten hüpft.

Das dauert also schon einige Stunden, bis das Elektron von der Endstufe im Lautsprecher angekommen ist und dann muss es den ganzen Weg auch wieder zurück.

Wenn du so etwas also versuchst, dann melde dich zuvor, wir kaufen dann Kupfer Aktien, die werden dann gleich mal ein paar % im Wert steigen, bei den Mengen die du dann ankaufen musst.
Flugangst
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 27. Apr 2014, 08:10
Hallo

Es geht zwar um Laufzeiten zwischen HT,MT und TT,aber troztdem:


War es Blödsinn meine langen Kabel für die Rear LS beide gleich lang (12m) zu machen, obwohl es bei einem Kanal locker mit 7m gereicht hätte

Das Anraten, dass die Cinch- und LS-Kabel für L/R gleich lang sein sollen.....ist also auch Blödsinn

Peter (der Idiot)
Crazy-Horse
Inventar
#6 erstellt: 27. Apr 2014, 08:43
Das hat dann andere Gründe.

So stellt man sicher, das Dämpfungsfaktor, Induktivität und Kapazität identisch sind.

Erst in der Hochfrequenztechnik, z.b. bei einer CPU die den RAM anspricht, kommt es auf diese Laufzeitunterschiede an, daher sind hier alle Leitungen gleich lang.

Mit unterschiedlichen Laufzeiten hat das nicht zu tun.

Rechne doch aus, einfacher 3 Satz:

200.000km/s

Für 1ms Unterschied sind das mal eben 200km Kabel die du benötigst, oder 200m Kabel für 1micro Sekunde.
Klangfreak
Inventar
#7 erstellt: 27. Apr 2014, 11:56
Es wäre ja auch zu schön gewesen
BillyIdol
Stammgast
#8 erstellt: 27. Apr 2014, 14:04
Es gibt Lautsprecher da wird dieser Effekt durch die Anordnung der Chassis minimiert..

Besagte Chassis sind dann hintereinander..

Tannoy macht das u.a. so..

https://www.google.d...1525&bih=714&dpr=0.9
hifrido
Stammgast
#9 erstellt: 29. Apr 2014, 18:21
Auch in der weiche, also elektronisch, ist dies erreichbar.
Wenn du ein zweiwegler hast (mit hochtoener oben), kannst du die auch 5 bis 10 grad nach hinten neigen, bis du die beste raumlichkeit empfindest.
Klangfreak
Inventar
#10 erstellt: 29. Apr 2014, 19:06

hifrido (Beitrag #9) schrieb:
Auch in der weiche, also elektronisch, ist dies erreichbar.



Wie genau ?
Mickey_Mouse
Inventar
#11 erstellt: 29. Apr 2014, 19:09

Flugangst (Beitrag #5) schrieb:
War es Blödsinn meine langen Kabel für die Rear LS beide gleich lang (12m) zu machen, obwohl es bei einem Kanal locker mit 7m gereicht hätte


ja, das war/ist Blödsinn!!!
Selbst WENN der Widerstand des Kabels (Kapazität und Induktivität nehme ich mal explizit aus, wenn wir damit anfangen, dann sollte das ins Voodoo Forum verschoben werden ) einen negativen Einfluss hätte, dann ist es doch blödsinnig, den zweiten Lautsprecher schlechter zu machen als nötig!
Dann hätte man beide Kabel so kurz wie möglich machen sollen und zur Not das doppelt so lange mit doppelten Querschnitt wählen sollen. Wobei ich das auch nur als "gewollt und nicht gekonnt" ansehen würde, weil man sollte die Kabel eben so dich wählen, dass es KEINEN Einfluss auf den Klang hat (und das hat es i.d.R. spätestens bei 1,5qmm nicht mehr ).

Nochmal zum Ur-Thema:
die Sache ist doch ganz einfach...
Lichtgeschwindigkeit: 300.000.000 m/s
Schallgeschwindigkeit: 340 m/s

merkst'e selber, ne? Da fehlen 6 (sechs!) Nullen! Also um "Schall" auszugleichen bräuchte man ca. das 1.000.000 fache an Leitungslänge. Oder in konkreten Zahlen: 1cm Differenz zwischen den LS = 10km Kabel

Abgesehen davon dreht jeder Teil in der Weiche auch die Phase. Das eigentliche Kunststück bei passiven LS ist es daher, diese so zu konstruieren, dass das "alles zusammen passt"! Das versetzen der Chassis oder Neigen der Schallwand ist da nur ein kleiner Teil davon.
hifrido
Stammgast
#12 erstellt: 29. Apr 2014, 19:27

Klangfreak (Beitrag #10) schrieb:

hifrido (Beitrag #9) schrieb:
Auch in der weiche, also elektronisch, ist dies erreichbar.



Wie genau ?



Dass weiss ich nicht. Ich weiss nur dass es geht, aber dabei handelt es sich denn um eine komplette neuentwicklung der weiche. Mal eben ein paar teilen dazu ist nicht drin also.
Mickey_Mouse
Inventar
#13 erstellt: 29. Apr 2014, 19:38
jeder Kondensator und jede Spule verschieben die Phase von Strom zu Spannung um 90° (nur in umgekehrter Richtung)!
Und jedes Filter (daraus sind ja die Weichen "zusammen gesetzt") verdreht gerade im Übergang vom Durchlass in den Sperrbereich die Phase (abhängig von der Steilheit, also wie "scharf" es trennt).

Also wenn man es mal ganz einfach sieht:
nehmen wir einen TMT der bis 3kHz spielen soll und von da ab soll ein HT übernehmen.
Erstmal gibt es da kein schwarz/weiß, also bei 2999Hz 100% beim TMT und bei 3001Hz 100% beim HT, sondern mehr oder weniger sanfte Übergänge. Und innerhalb dieser Übergänge passiert fürchterliches
Apalone
Inventar
#14 erstellt: 30. Apr 2014, 07:04

Klangfreak (Beitrag #10) schrieb:

hifrido (Beitrag #9) schrieb:
Auch in der weiche, also elektronisch, ist dies erreichbar.



Wie genau ?


Phasenschiebernetzwerke!

Das gehört zum Thema konkrete Weichenabstimmung und hat im hier diskutierten Kontext keinerlei Belang.

Phasenschiebernetzwerke können den mechanischen Versatz von LS auch kaum ausgleichen. Da geht es eher um Signalverzögerungen, die zB durch die konkrete Filtertopologie verursacht werden.
hifrido
Stammgast
#15 erstellt: 05. Mai 2014, 21:05
Wenn man aber dass signal zum tmt verzogert kann mann doch die zeitdifferenz die durch die geometrische lage und phaseverschiebung entsteht ausgleichen, oder?

Dann passt es doch auch zum thema
Mickey_Mouse
Inventar
#16 erstellt: 05. Mai 2014, 21:22
naja, irgendwie schon und auch wieder nicht...

Du kannst mit passiven Elementen nicht wirklich eine über alle Frequenzen wirksame Verzögerung konstruieren. Damit kannst du nur eine innerhalb eines Frequenzbereichs wirksame Phasendrehung/Verschiebung erreichen.
hifrido
Stammgast
#17 erstellt: 06. Mai 2014, 09:44
Aha, aber wenn dieses bereich nur dass bereich ist wofuer das ohr am empfindlichsten ist?
Nur eine frage!
Naja, jetzt wirds offtopic
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