Erfahrungsbericht Umstieg Magnat Monitor 880 auf Canton Ergo SC-L

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ian_tank
Neuling
#1 erstellt: 03. Okt 2015, 11:20
Inzwischen laufen die Boxen (Canton Ergo SC-L) bei mir, zunächst an meinem bisherigen Low Price Sony Verstärker.

Was soll ich sagen: Ich hatte KEINE Vorstellung WIE beschissen die Magnat Monitor 880 geklungen haben, ich war an sich immer halbwegs zufrieden mit denen. Ich hab dann mal die Canton an B angeschlossen an denselben Verstärker und mir verschiedene Sachen im Wechsel zwischen den Boxen angehört. Ein Unterschied wie Tag und Nacht. Die Magnat klingen im Vergleich etwa so, als würde ich die Canton laufen lassen, mich dann aber einen Raum weiter begeben, die Tür mit 3 Wolldecken abhängen und schließen.

Unglaublich, was einem schlechte Boxen vorenthalten. Wummerige, schwammige Bässe, kaum Mitten, schlappe, flache, undifferenzierte Höhen.

Und dann die Canton SC-L.

Ein staubtrockener, punktpräziser Bass. Ausgewogene Mitten und total klare, allerdings manchmal ein wenig spitze Höhen, was wohl den Alu-Mangan-Kalotten geschuldet ist.

Als Verstärker habe ich mich einen gebrauchten Onkyo A-7090 (Spitzenmodell von 1979, Bechreibung) entschieden. 2x 210 W Sinus an 4 Ohm, duale Mono-Blöcke, 18 kg.

Onkyo A-7090
http://www.hifi-wiki.de/images/d/dd/ONKYO_A-7090.jpg

Was soll ich sagen? Den Sony-Verstärker konnte ich bis 12 Uhr aufdrehen, dann fing das Klangbild allerdings an unschön zu werden. Die Präzision bei den Bässen ließ nach, die Mitten traten etwas in den Hintergrund und die Höhen musste man gar etwas rausdrehen, da sie zu spitz wurden. So ist das also, wenn ein Verstärker leistungsmäßig die angeschlossenen Boxen nicht adäquat bedienen kann.

Dann der Wechsel auf den Onkyo A-7090. Jetzt fliegt mir mein Wohnzimmer bereits bei 8:45 Uhr um die Ohren, dabei bleibt der Sound über alle Frequenzbereiche harmonisch und präzise, wie man es sich wünscht.

Gestern Abend habe ich dann die zu den Boxen gehörige Control Unit and EPS IN/OUT angeschlossen am Onkyo. Zuerst mal eine Warnung: Der Anschluss funktioniert, aber wenn ihr Euch Eure Boxen nicht zerschießen wollt, unbedingt immer erst den Verstärker ausschalten, bevor ihr die Control Unit an oder aus schaltet!. Ansonsten gibt es ein sehr lautes Knacken, welches die Bassmembrane extrem knallen lässt.

Mit der Control Unit klingt der Sound nun wesentlich voller (so als wäre permanent Loudness an), aber mein Eindruck ist, dass die Präzision der klanglichen Darstellung darunter leidet. Ich werde am Montag bei Canton noch mal telefonisch nachfragen und deren Meinung einholen.

Ich bin daher noch unsicher, ob ich die Control Unit dran lasse oder die Bass- und Höhenregelung nicht doch wieder am Onkyo vornehme.

Ich berichte weiter!


[Beitrag von ian_tank am 03. Okt 2015, 12:02 bearbeitet]
bassboss77
Stammgast
#2 erstellt: 03. Okt 2015, 19:52
Wenn ein Knallen beim einschalten der Control Unit Auftritt, so ist da etwas defekt.... Hatte die selbst jahrelang in Betrieb.

Du musst die Regler auch nicht aufdrehen an der Unit. Die Entzerrung und Erweiterung des bassbereichs geschieht auch ohne zusätzliches aufdrehen des Bass und Höhenreglers.

Viel Spaß mit den Teilen:-)
Snp_x
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 03. Okt 2015, 20:18
Die aktive Entzerrung ist eher eine Krücke. Ein- und Ausschwingverhalten mit der Unit ist im Bassbereich eher mäßig.

Allerdings sind die SC-L ein recht ordentliches Ausgangsmaterial für den Umbau auf Aktivbetrieb. Wenn man dann noch die zum Klirren neigende Kalotte durch was vernünftiges ersetzt, hat man sehr ordentliche Lautsprecher
elwu
Stammgast
#4 erstellt: 05. Okt 2015, 07:20
Hallo,

wie sehen denn die Räumlichkeiten bei dir aus? Meine SC-L laufen im neuen Raum mit seinen 23m² nicht sehr gut im Stereobetrieb. Ohne Audyssey völlig indiskutabel - dünn schlaff, hohl. Mit Audyssey: erheblich besser. Aber nicht wirklich gut. Die Control-Unit kann ich nicht einschleifen, ist übrigens noch die ohne irgendwelche Einstellmöglichkeiten. Ich seh schon, ich werd' die SC-L verkaufen und auf kleinere Fronts umsteigen müssen, wenn ich mit Raumakustikmaßnahmen und Einmessung nicht zum Zziel komme...

/elwu,

im vorherigen Raum mit 36m² war der Stereo-Klang weitaus besser - aber der war auch deutlich besser bedämpft.


[Beitrag von elwu am 05. Okt 2015, 07:21 bearbeitet]
MasterKenobi
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 07. Okt 2015, 15:47
Man kauft sich ja auch erst gar keine Magnat Monitor, sondern kauft sich gute und anständige Magnat. Die haben so viele Serien, in jeder Preis Lage, bleibt dennoch alles bezahlbar. Da braucht man nicht ausgerechnet bei der Auswahl sich für die nicht mal Einsteiger Serie Monitor entscheiden.

Ist somit auch ein unfairer Vergleich.
kurtimwald
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 07. Okt 2015, 19:53
Du bist auf die Canton gegangen, und hast deine "Alten" danach geschasst.

So wird es dir gehen, wenn du mal auf die nächste Stufe kommst: hier ein Bericht von jemandem. der von Canton aufgestiegen ist.
Nicht ärgern, nur wissen was es noch so gibt:


Hörerlebnis bzw. NV14 vs. Canton Ergo SC-L

Hallo
Ich habe jetzt ca. eine Woche die NV 14, und konnte Erkältungsbedingt noch nicht richtig testen da ich nicht richtig hören konnte.
Aber vielleicht noch ein kleines Vorwort, wie ich zur NV14 gekommen bin. Ich habe mir vor einigen Jahren das Gehör des rechten Ohres "versaut", wodurch auch immer, ich habe keine Ahnung.Die hohen Töne sind rechts nicht mehr zu hören, und habe mich daran gewöhnt.(zwangsläufig ).
Ich hatte mit der NV14 schon vor einigen Jahren geliebäugelt, bin aber davon ausgegangen das die Canton Ergo SC-L reichen.Warum soll man viel Geld ausgeben, wenn man eh nichts hört ?! Deswegen hatte sich das Thema "neue Lautsprecher" für mich erledigt.
Doch vor ca. 4 Wochen habe ich neue Hoffnungen geweckt. Ich war in Hamburg auf der Messe "Hifitage". Dort habe ich dann die B&W 800 Diamant mit Classee Endstufen gehört, und ich war verzaubert. Ich klebte förmlich vor den Lautsprechern, und konnte es nicht fassen. Da habe ich bemerkt, das nicht nur meine Ohren nicht in Ordnung sind.
Daraufhin habe ich dann ja durch eine Anfrage hier die NV14 bei NagSreen Probehören dürfen. Das Ergibnis des Hörtests waren (mener Meinung nach), die gleiche bzw. ähnliche klarheit der Mitten. Einfach klasse. Da gab es für mich kein halten mehr. Die NV14 sind hier, und ich wurde nicht entteuscht.

Ich kann die NV14 nur mit den Canton Ergo SC-L vergleichen, da ich noch nie einen anderen Nubert Lautsprecher gesehen bzw. gehört habe. Es gibt bestimmt noch andere Nubert Lautsprecher die besser klingen als die Canton Ergo SC-L, aber ich wollte keine Experimente mehr machen. Deshalb kamen nur die NV14 in Frage.
Ich habe auch, wie bestimmt einige hier gelesen haben, eine Rotel RB 1572 getestet, da ich der Meinung war das die RB1070 nicht reichen könnte.
Obwohl man mir bei Nubert, und auch einige hier gesagt hatten, das die RB 1070 locker recht, wollte ich nicht darauf hören. Naja die RB1572 war nicht die erste Wahl, deshalb blieb die RB1070.
Ich habe bemerkt, das die NV14 viel lockerer und tranzparenter spielt, und es ist mir aufgefallen, dass man im Stereo-Betrieb viel leiser hört als mit der Canton.
Bei der Canton musste man richtig "gas" geben, um Details zu erkennen. Im Vergleich zur NV14 waren die Details aber nicht da!
Auch aus diesem Grund sind extreme Verstärkerleistung nicht notwendig (Ja, ich alter Sack bin auch noch lernfähig :mrgreen: )
Was mir auch noch aufgefallen ist, dass einige "schlechte" Aufnahmen gnadenlos von der NV14 erkannt werden. Ich habe z.B. einige Aufnahmen von Police in SACD, oder einge Aufnahmen in DVD-Audio. Einige dieser angeblichen Top-Aufnahmen, die ich vorher gelegendlich hörte, klingen mit der NV14 fad und leblos.
Andere Aufnahmen, die ich kaum gehört habe sind jetzt transparent und detailreich. Wie z.B. Norah Jones "come away with me", die ich auf der NV14 nicht wiedererkannt habe. Man hört kleinste Dinge, die bei der canton nicht vorhanden war.
Die canton war bei jeder Musik irgendwie immer gleich, klingt hart mit hartem agressiveren Bass, keine Mitten (gefühlt) und einen recht harten hochton.
Alles natürlich im vergleich zur NV14.
Ich habe dann auch einge "alte" Scheiben aufgelegt, die, wie ich bemerkt habe teilweise besser klingen als CD´s von heute.
Z.b. Grace Jones "Island Live" von 1985 ! klingt auf der Nuvero frisch, impulsiv-einfach klasse. Oder Faithless "No Roots" einfach toll. Ich bin beim hören einige male zum Center gelaufen, da ich immer dachte, das er mitläuft. Was mir besonders positiv aufgefallen ist, ist die Stimmwiedergabe oder Saxofon. Ich war so begeistert, das es das ein oder andere mal feucht in den Augen wurde. :wink:
Ich habe auch einge male die Schalter verstellt, da bei eingnen CD´s die Höhen sehr scharf und schrill waren. Ich musste allerdings feststellen, das meine Raumakustik nicht optimal ist. Da ich noch am umbauen bin, ist das Wohnzimmer nicht richtig eingerichtet, Keine Bilder, kein Teppich nur Fliesen, und der Raum zu groß.
Als ich die NV14 bei Nagscreen gehört hatte, war diese voller im klang. Aber das bekomme ich nach dem Umbau des wohmzimmers noch hin.
Das einzige Problem, was ich nun mit der NV14 hatte, ist die tonale gleichmässigkeit zwischen den einzelnen Lautsprechern. Der Center (Jamo 200) passt nicht zu den NV 14. Meine (z.Z.) Lieblingsscheibe ist Percupine Tree "anesthetize" live BluRay. Bei vielen Liedern kommt die Stimme aus dem Center, und das passt nicht so richtig zu den Nuveros. Aber Abhilfe ist schon unterwegs. Habe die NV7 schon bestellt, müsste Dienstag da sein . :mrgreen:
Ich hoffe, ich habe meine Erlebnisse/empfindungen einigermaßen wiederbringen können.


[Beitrag von kurtimwald am 07. Okt 2015, 19:53 bearbeitet]
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