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Schalldruck und wirkungsgrad

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Autor
Beitrag
Hinzi
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 30. Apr 2004, 06:40
Hi, wollte mal fragen wo der Unterschied zwischen schalldruck und wirkungsgrad liegt??? oder is das das selbe?
bin noch n neuling in der sache...
Danke
hgisbit
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 30. Apr 2004, 07:27
Schalldruck ist der Schallpegel, den ein Lautsprecher in den Hörraum "bläst". Also prinzipiell die Lautstärke.
Wirkungsgrad ist der Schalldruck, also die Lautstärke, die ein Lautsprecher mit 1 Watt Ansteuerung auf 1 Meter Entfernung gemessen erreicht.
Also wie gut er Input in Output verwandelt.
Oliver67
Inventar
#3 erstellt: 30. Apr 2004, 08:03
Das heißt Du kannst aus Belastbarkeit der Box und dem Wirkungsgrad den höchstmöglichen Schalldruck ausrechnen.

Praktisch: eine Box mit zb. 200 Watt Belastbarkeit und niedrigem Wirkungsgrad kann auch nicht lauter als eine Box mit 50 Watt Belastbarkeit und hohem Wirkungsgrad.

Boxe mit extrem hohen Wirkungsgrad sind oft nicht die besten vom Klang, das muß aber nicht sein (Klipschhorn z.B.)

Näheres im HiFi-Wissen!

Oliver
allgemeinheit
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 30. Apr 2004, 08:09

Belastbarkeit der Box und dem Wirkungsgrad den höchstmöglichen Schalldruck ausrechnen

Eben nicht. Es gibt auch mechanische Grenzen (gerade im Tiefbass).
richi44
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 30. Apr 2004, 08:25


Belastbarkeit der Box und dem Wirkungsgrad den höchstmöglichen Schalldruck ausrechnen

Eben nicht. Es gibt auch mechanische Grenzen (gerade im Tiefbass).

Aber das reduziert die Belastbarkeit (anständige Boxenbauer berücksichtigen das). Die Belastbarkeitsgrenze ist erreicht (oder überschritten), wenn der Lautsprecher elektrischen oder mechanischen Schaden nimmt.
Also kann der maximale Schalldruck halt doch aus Wirkungsgrad und maximal zugeführter Leistung errechnet werden.
bukowsky
Inventar
#6 erstellt: 30. Apr 2004, 08:49
soweit ich es verstanden habe, bezeichnet der Wirkungsgrad die Effizienz des Chassis in %. Wie viel Energie wird in Schall und wie viel in Wärme umgewandelt.

Der Kennschalldruck bezeichnet die Lautstärke in dB, die ein Chassis mit 1 Watt in 1 m Entfernung bringt.

Hängt also zusammen, ist aber nicht identisch, oder?
Oliver67
Inventar
#7 erstellt: 30. Apr 2004, 08:55
Also gut, dann noch mal genauer:

Maximaler Schalldruck: wie laut kann die Box, wenn man soviel Watt reinsteckt, wie möglich ist, ohne die Box zu beschädigen (also normalerweise so viel wie der Hersteller als Belastbarkeit angibt)

Kennschalldruck: wie laut ist die Box wenn man 2,83 V (bzw. früher 1 Watt) anlegt.

Beides gemessen in 1 m Abstand

Wirkungsgrad: siehe bukowsky. Wobei bei Boxen Wirkungsgrad oft als Synonym für Kennschalldruck verwendet wird.

Aber unter HiFi-Wissen ist das viel ausführlicher erklärt.

Oliver
hgisbit
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 30. Apr 2004, 10:08
Der Wirkungsgrad (wie er beinahe überall angegeben wird!! Die technische Definition für Generatoren, Motoren etc. is natürlich genau so wie Bukowsky sagt) hat aber nichts mit Prozent zu tun... er soll lediglich darüber informieren wieviel Schalldruck ich mit einem Watt aus den Boxen rausbekomme und wird ja auch in dB angegeben.

Wollt ich nur noch ergänzen, nicht dass jemand meint 102dB Wirkungsgrad wäre mehr Output als Input.


[Beitrag von hgisbit am 30. Apr 2004, 10:10 bearbeitet]
Jan86
Stammgast
#9 erstellt: 30. Apr 2004, 12:44
Also eigentlich ist die elektrische belastbarkeit angegeben,bei der im tiefbass das chassis aber sehr wohl schaden nehmen kann.Bei Hochtöner steht ja z.B. auch manchmal 100Watt belastbarkeit bei 2000HZ trennung mit 12dB. Normalerweise verträgt ein hochtöner ja nur ein paar watt.So müsste das dann bei den TT und MT auch geregelt sein.Natürlich kann die mechanische belastbarkeit auch höher als die Elektronische sein!
Bin mir nicht ganz sicher ob das ganze jetzt wirklich so stimmt,aber ich glaube es schon.
Jan


[Beitrag von Jan86 am 30. Apr 2004, 12:45 bearbeitet]
richi44
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 30. Apr 2004, 14:33
Um das mit der Belastbarkeit nochmals aufzuzeigen:
Bei einem einzelnen Lautsprecher müsste eigentlich die maximale Belastbarkeit angegeben sein. Nehmen wir an, wir haben einen Tieftöner mit 50 Watt Nennbelastbarkeit, einen Mitteltöner mit 30 Watt Nennbelastbnarkeit und einen Hochtöner mit 20 Watt Nennbelastbarkeit. Weiter nehmen wir an, alle hätten den gleichen Wirkungsgrad (in Prozent oder als Schalldruch bei 1W 1m). Und drittens legen wir die Trennfrequenzen des Filters mit einer Flankensteilheit von mindestens 12 dB/Oktafe auf folgende Frequenzen fest: 640 Hz und 5 kHz.
Das nutzbare Spektrum (20 Hz bis 20'000 Hz) umfasst rund 10 Oktaven. Bei rosa Rauschen ist der Leistungsanteil pro Oktave konstant. 20 Hz bis 640 Hz (tieftöner) sind 5 Oktaven, also 5 Leistungseinheiten. Und weil der Tieftöner 50 Watt verträgt, ist bei ihm eine Leistungseinheit (oder die Leistung innerhalb einer Oktave) 10 Watt. Der Mitteltöner macht etwa 3 Oktaven und verträgt (sinnigerweise) 30 Watt. Und schliesslich der Hochtöner bringt es mit 2 Oktaven auf 20 Watt.
T und M und H zusammen, also die ganze Box, verträgt 100 Watt. Aber nur rosa Rauschen, ohne Klangregler und ähnliches. Sobald nämlich Bässe oder Höhen angehoben werden, verschiebt sich der Leistungsanteil in diesem Gefüge und plötzlich muss der Hochtöner mehr als die möglichen 20 Watt übernehmen. Und wenn man den Bass aufdreht, ist mehr Tiefbass mit entsprechender Auslenkung vorhanden, sodass der Tieftöner mechanisch beschädigt wird.
Dass meine Rechnung nicht ganz stimmt, weiss ich, weil in der Musik weniger Tiefbass und weniger Höhen vorhanden sind, als im rosa Rauschen. Aber der Unterschied ist nicht gravierend und spielt zur Erklärung keine Rolle.
Wenn also ein Herstelelr angibt, sein Hochtöner vertrage 100 Watt Dauerleistung bei 2kHz Trennung (das wären 3 /2 Oktaven, sprich effektive 35 Watt), so lügt er, weil ein normaler Hochtöner das nie schafft. Spricht er von Musik- oder gar Impulsleistung, so fragt sich, was bei ihm Musik (Dauerleistung ist ja eh mit rosa Rauschen, also Musikersatz, gemessen) ist und wie kurz die Impulse sein können.
Die dümmste Angabe ist Sinusleistung. Das würde bedeuten, dass beispielsweise 28,3V (bei 8 Ohm entspricht das 100 Watt) BELIEBIGER FREQUENZ auf die Box gegeben werden kann. 100 Watt 20 Hz zerstört den Tieftöner thermisch (er verträgt 50 Watt) wie mechanisch. 1kHz 100W auf dem Mitteltöner oder 100W 10 kHz auf dem Hochtöner... da braucht es gar keine weiteren Worte.
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