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Wie kann mann alte Boxen reparieren?

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DeVito
Neuling
#1 erstellt: 02. Sep 2004, 10:06
Hallo Leute!

Ich habe vor kurzem von meinem Vater ältere Lautsprecher geschenkt bekommen. Riesen schwere Dinger, die er damals selbst gebaut hat. Ich kann mich aus meiner Kindheit erinnern daß die immer super gekungen haben. Aber: Der Rand der Lautsprecher (wie einer Art Schaugummi) ist porös geworden und zerfällt. Damit meine ich dieses fexibele Material das den Trichter des Lautsprechers mit dem Metallrahmen verbindet. Was ist das für ein MAterial, wo bekomme ich das und wie kann ich das reparieren?

Danke für eure Antworten im Voraus!

DeVito
Epsilon
Inventar
#2 erstellt: 02. Sep 2004, 11:38
Hi,
das ist die Sicke aus Schaumstoff, die sich in Wohlgefallen aufgelöst hat. Ich habe schon gehört, dass Leute diese selbst erneuert haben, bin aber nicht Fachmann genug, um zu sagen ob sich das empfiehlt. Da du Ersatzsicken ja ohnehin irgendwoher beziehen müsstest, kannst du auch gleich die Suche hier im Forum benutzen und nach "Sicken" oder "Sickenreparatur" suchen...

MfG Karsten


P.S.: Um welche Lautsprecher handelt es sich denn? Vielleicht kann man beim Hersteller Ersatzchassis oder -sicken kriegen.


EDIT: Guckst du hier:
http://www.hifi-foru...30&thread=3946&z=1#1


[Beitrag von Epsilon am 02. Sep 2004, 11:42 bearbeitet]
markusred
Inventar
#3 erstellt: 02. Sep 2004, 11:55
Hallo DeVito,

Selbermachen erfordert ein wenig Geschick. Ersatzsicken für einfache Chassis (am besten aus Gummi, da löst sich nix mehr auf) habe ich über ibai für etwa 10,- bezogen. Die Frage nach dem richtigen Klebstoff ist nicht leicht.

Meine Fostex-Bässe FW-180N habe ich jedoch bei X-MAX Lautsprechertechnik (Internet: www.speakerboerse.de ) auswechseln lassen, die sich hierauf spezialisiert haben. War bislang die günstigste Firma. Das Ergebnis ist top und schnell gehts dazu!

Meine 18er Fostexe haben je Stück 45,- Reparatur gekostet. Der Firmenchef räumte aber ein, dass diese Fostexe wegen des Aufwands (schmale Sicken) etwas teurer waren als normal.

Falls Du ein Bild der reparierten Sicken sehen möchtest, bitte nochmal posten.
dos_corazones
Stammgast
#4 erstellt: 02. Sep 2004, 20:14
Hi,

ich rate von einem Austausch der Sicke gegen eine aus Gummi ab. Nicht nur dass sich dadurch der Klang der Chassis, die ja auf die Schaumstoffsicke abgestimmt wurden, komplett verändert, die Gummisicke ist vielleicht auch nicht in der Lage die Membran so exakt zu führen, wie die Schaumstoffsicke das getan hat.
Selbstreparatur halte ich für zu kompliziert. Du musst unter anderem auf die exakte Ausrichtung der Membran achten, sonst kann sich eventuell später die Schwingspule verkanten, oder sie kratzt am Polkern.
Ich verweise ebenfalls nochmal auf die altbewährte Suchfunktion für die Sickenreparatur.

MfG

Daniel
markusred
Inventar
#5 erstellt: 02. Sep 2004, 20:55
Hallo Daniel,

Deinem Beitrag entnehme ich Unwissenheit/Vorurteile bzw. ein Missverständnis. Ist nicht bös gemeint. Es kommt wohl auch darauf an, welche Chassis 'refoamt' werden sollen.

Zunächst ist zu bedenken, dass auch Schaumstoffsicken im Laufe der Jahre ihre Struktur verändern. Sie werden meist weicher und porös und verlieren ihre ursprünglichen Dämpfungs- und Zentrierungseigenschaften. Es gibt aber eventuell auch Sicken, die verhärten (meist die frontseitig beschichteten). Also hat eine Jahre alte Sicke sowieso nicht mehr die Eigenschaften einer neuen.

Bei kleinen Breitbändern oder Mitteltönern mit Schaumstoffsicke wird es sehr wohl wichtig sein, eine neue Sicke zu nehmen, die möglichst exakt der alten entpricht. Am besten dann auch den gleichen Schaumstoff. Diese Chassis haben teilweise bewegte Massen unter 10 Gramm und die Eigenschaften der Sicke sind zudem eventuell zur Bedämpfung der Resonanzen der Membran ausgesucht.

Bei Chassis für reine Basswiedergabe oder etwa bei meinen Fostexen, die in einer 4-Wege ACR RP400 einen Übertragungsbereich von 150 - 800 Hz bestreichen, sieht das anders aus. Erst einmal gibt es grundsätzlich bei den TSP der Chassis selbst ab Werk Toleranzen von 10% und mehr. Ferner steht bei den letztgenannten Chassis nicht eine Bedämpfung von hochliegenden Membranresos durch die Sicke im Vordergrund sondern eine möglichst originale Zentrierung mit dem richtigen Steifigkeitsgrad der Sicke, damit in deren nutzbaren Übertragungsbereich nicht beeinträchtigt wird. Dazu wird auch nicht einfach irgendein nächstbester Gummischlauch genommen. Ein seriöser Fachbetrieb hat nicht nur unterschiedliche Durchmesser von Sicken im Programm sondern auch solche unterschiedlicher Festigkeit und Dämpfung - wobei es dann egal ist, ob die Eigenschaften von einer Gummi- oder Schaumstoffsicke stammen. Gummi ist eben nur robuster und langlebiger. Die Fertigkeit des Reparierenden liegt also auch in der richtigen Auswahl der Sicke.

Das von Dir genannte Kratzen oder Verkanten von Membranen oder Schwingspulen gilt für grobe handwerkliche Fehler bei der Reparatur. Solche "fachmännischen" Reparaturen habe ich nicht gemeint.

Mit Sorgfalt und Geduld kann man selbst ein wenig reparieren, wobei ich persönlich eine Selbstreparatur nur bei solchen Chassis mache, wo ich zur Not einen Misserfolg verschmerzen könnte. Ich behaupte nicht, ein Könner zu sein, aber selbst meine erste Reparatur eines 12cm Coral Breitbänders ist nicht in die Hose gegangen. Allein für die Suche nach den richtigen Klebern vergingen allerdings etliche Tage.

Aber man kann sich ruhig selbst daran wagen. Ich nehme auch an, dass es sich bei DeVitos alten Chassis nicht gerade um die Mitteltöner einer Quadral Titan o.ä. handelt und die Sache deshalb nicht so penibelst angegangen werden muss.
dos_corazones
Stammgast
#6 erstellt: 02. Sep 2004, 21:12
Im großen und ganzen hast du mich doch hier mit deiner Antwort bestätigt.


...eine möglichst originale Zentrierung mit dem richtigen Steifigkeitsgrad der Sicke, damit in deren nutzbaren Übertragungsbereich nicht beeinträchtigt wird...


Allerdings kannte ich vor deiner Erläuterung nicht die Vielfalt eines Spezialisten, was die Gummisicken angeht. Damit war für mich die Suche nach einer entsprechenden Gummisicke fast unmöglich Danke für die Aufklärung!


...Schaumstoffsicken im Laufe der Jahre ihre Struktur verändern. Sie werden meist weicher und porös und verlieren ihre ursprünglichen Dämpfungs- und Zentrierungseigenschaften...


Genau darum sollte man sie spätestens im letzten Stadium (dem allmählichen Zerfall) unbedingt auswechseln lassen! Meiner Information zufolge beginnen, die gravierenden Veränderungen der Sickeneigenschaften, wenn diese schon klebrig werden und den "Fingernageltest" nicht bestehen.


Das von Dir genannte Kratzen oder Verkanten von Membranen oder Schwingspulen gilt für grobe handwerkliche Fehler bei der Reparatur. Solche "fachmännischen" Reparaturen habe ich nicht gemeint.


Da ich selbst über meine handwerklichen Fähigkeiten bescheid weiß, sehe ich sowas als sehr gefährliches Terrain Dieses Risiko würde ich z.B. bei meinen Kappas nie eingehen, da Ersatz wohl sehr schwer zu finden wäre. Wie auch du nur einen Fachmann an deine liebsten Stücke ließest. Zumindestens das Kratzen ist aus meiner Sicht schnell da, wenn man sich damit nicht auskennt. Das Verkanten wäre wohl im Gau der Fall

Vielleicht haben wir uns auch einfach nur gegenseitig nicht ganz richtig verstanden. Mein Posting war auch keinesfalls ein Angriff, eben nur meine Herangehensweise an eine Selbstreparatur. Und über die Sicken hast du mich ja nun aufgeklärt

Trotzdem lasse ich an meine Kappas nichts als reinen Schaumstoff

MfG

Daniel
markusred
Inventar
#7 erstellt: 02. Sep 2004, 21:45
Hallo Daniel,

alles nur ein Erfahrungs- oder Meinungsaustausch. Schaumstoff für die Speaker und Bölkstoff für uns .

Übel nehmen tue ich nichts, aldeeh. Abbee isch hap deine nummr un kommsu mirr noch eima dazwischen, schickich fuffzich mann zu dich un deine kappas dann is vollrikoning fällig
dos_corazones
Stammgast
#8 erstellt: 02. Sep 2004, 21:55
Schick mir lieber 50 Mann, die meine handwerklichen Fähigkeiten etwas aufmöbeln

MfG

Daniel
ntfs
Stammgast
#9 erstellt: 02. Sep 2004, 21:57
Moin Moin,
ganz einfach:
www.klangmeister.de
Der Laden gehört Fricke, das
ist u.a. der Entwickler der Equton
(LQL 200, 100 etc.) Boxen.
Der hat mir 2 der porös gewordenen
Mitteltöner meiner BM14 wieder
repariert (alte Schaumstoffsicken
gegen neue Gummisicken) und die
Lautsprecher abgestimmt.
Kostenpunkt waren ca. 150,- Teuros...

Mit freundlichen Grüßen
Mohrle9999
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 03. Sep 2004, 06:29
hallo,

ich habe noch einige ess amt Tieftöner, die ich wegen defekter Sicken reparieren möchte. Ein anderes Paar habe ich in einem Fachbetrieb reparieren lassen. Die Schaumsicken wurden gegen relativ steife Gummisicken ausgetauscht. Ob sich dies auf den Klang ausgewirkt hat, kann ich nicht beurteilen, weil ich die Boxen defekt gekauft habe. Ich meine, wenn ich andere Boxen zum Vergleich höre, daß etwas die Mitten etwas fehlen. Möglicherweise übertönt diese auch der air motion transformer mit seinen unglaublich klaren und dominanten Höhen.
Ich möchte dennoch eine Selbstreparatur probieren und mir in den USA von simplyspeaker.com neue Schaumstoffsicken besorgen. Die bieten im Internet Reparatursätze für alle möglichen Lautsprecher an.

Aber welchen Kleber nimmt man jetzt, um die Sicken einzukleben oder auch nachzukleben, wenn sich die Sicke teilweise wieder löst?
Ich habe das Gefühl, daß da keiner etwas dazu sagen will, oder ist das ein gut gehütetes Geheimnis unter Insidern, das keiner preisgeben will?
gerüstprinz
Stammgast
#11 erstellt: 03. Sep 2004, 10:54
Habe mal jemanden gekannt, der hat an Stelle von neuen Sicken, mit Silikon gearbeitet....
Moduliert hat er schön, aber der Klang war

Merke, Silikon gehört ins Badezimmer oder in die Brust, aber nie auf einen Lautsprecher...

Grüße

Jürgen
wolfi
Inventar
#12 erstellt: 03. Sep 2004, 11:03
Hallo,
bei einem Selbstbaulautsprecher erscheint es sinnvoll, zunächst das Chassis auszubauen und den Hersteller zu ermitteln. Vielleicht findet sich dann ein preiwerter Austauschlautsprecher bei einem der großen Hersteller bzw. Vertriebe.
LittelDevil
Stammgast
#13 erstellt: 03. Sep 2004, 11:32
Hallo De Vito,

ich habe vor einer Woche meine Basse von der Lautsprechermanufaktur repparieren lassen. Ursprünglich waren Schaumstoffsicken drin und diese wurden durch Gummisicken getauscht, kann aber keinen großen Unterschied erkennen.
Von Selbstrepparatur mit Silikon kann ich nur abraten ist Schrott.

Gruß Alex
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