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Klassische Boxenbaukunst vs. moderne Hightech-Boxen
1. Klassische Boxenbaukunst (21.4 %, 6 Stimmen)
2. Moderne Hightech-Boxen (17.9 %, 5 Stimmen)
3. Keine Frage des Alters, jeder muss "seine" LS finden (60.7 %, 17 Stimmen)
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Klassische Boxenbaukunst vs. moderne Hightech-Boxen

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Beitrag
Ritschie_BT
Stammgast
#1 erstellt: 01. Mrz 2005, 15:54
Nachdem ich erst kürzlich über 400,- € in die Reparatur meiner ca. 20 Jahre alten Vulkane investiert habe, würde mich interessieren, was eurer Meinung nach besser klingt, alte klassische LS oder nach modernster Technik gefertigte LS?

In nem anderen Thread wurde das Thema schon angerissen. Deshalb hier das Zitat meines Postings:

"Ich halte neue LS nicht zwangsläufig für besser. Eher bin ich der Meinung, dass alte LS mindestens gleichwertig, wenn nicht sogar besser sind, als neue. Früher wurde gehört, was gut klingt und die Erfahrung jahrelangen LS-Baus floss mit ein. Heut wird viel zu viel gemessen und theorethisch betrachtet.
Nein, ich bin der Meinung, dass die technischen Neuerungen nur dazu dienen, LS bei annähernd gleichbleibender Tonwiedergabequalität kostengünstiger zu produzieren. Das Ende der Fahnenstange (was die Wiedergabequalität betrifft) ist meines Erachtens schon lange erreicht. Das ist wie beim Waschpulver. Jedes Jahr kommt eins auf den Markt, das noch weiser wäscht! Weiser als Weis? Wie kann ein LS besser als naturgetreu klingen? Noch naturgetreuer? Alles Marketing!"

Wie seht ihr das? Ich bin auf eure Meinungen gespannt.

Gruß,
Ritschie
Stere0
Inventar
#2 erstellt: 01. Mrz 2005, 16:37
hallo,

stimmt - es gibt gute alte lautsprecher.
nur heute können deutlich kleinere standboxen ein ähnliches klangbild erzeugen. die technik hat in meinen augen den fortschritt gemacht, das ein lautsprecher nicht mehr so gross wie eine alte titan sein muss, um vernünftig zu klingen und in diesem punkt steht es 1:0 für die modernen ls.
ob die aktuellen modelle besser klingen, ist nach wie vor geschmackssache. ich bin der meinung "ja". wer öfters mal in verschieden preislagen probehört weiss, wie unterschiedlich die lautsprecher untereinander klingen.
mir liegt viel daran, das ich eine grosse auswahl habe, um noch mein eigenen geschmack zu finden.
zur zeit kommt die sonus faber cremona dem am nächsten - sie kostet auch dementsprechend.
einen lautsprecher, der mir 100%ig gefällt, ist mir noch nicht unter die ohren gekommen.

greez
stere0
AH.
Inventar
#3 erstellt: 01. Mrz 2005, 17:37
Hallo,

den weiter unten zitierten Zeilen ist eigentlich wenig hinzuzufügen.


(...) daß rein meßtechnisch optimierte LS sich auf dem HiFi-Sektor nicht mehr sonderlich gut verkaufen.

Es muß getrickst werden, um den gewünschten individuellen/gefragten Klang
mit noch einigermaßen vertretbaren Messungen zu realisieren .

Die Entwicklung zur Mode-Branche hat sich in den vergangenen 10/20 Jahren noch verschärft,
nicht zuletzt wg. allg. Knowhow- und Meßtechnik-Zuwachs.

Die Konstruktion eines irgendwie linearen LS ist nicht mehr allzu schwierig.
Ausschließliches Streben nach guter Meßtechnik begünstigt eine Tendenz zum Einheits-Sound, der
zuwenig Kaufanreiz bietet.
Optik, "Hightech"-Features und "Klang" sind gefragt.
Nur "linear" kann fast jeder...

Es gilt der Spruch -- wie in anderen Konsumbranchen auch -- "Wasser predigen, aber Wein trinken" .

Ge-/verkauft wird eher ein guter Wein, spritziger Sekt...,
während der Profi sich eigentlich eher ein Quellwasser wünscht
und auch die Werbung mit dem Wasser leichter klar kommt.

Es geht ums Auslösen von positiven Emotionen, nicht ums Anbieten von amtlichem
Standardsound/-look.


Das schreibt ein technisch überaus kompetenter Entwickler eines namhaften deutschen hifi-Herstellers.

Neben kompetent gesoundeten Massenprodukten gibt es natürlich einige teure high-end-Fehlkonstruktionen, wo der Hersteller aus mangelnder Kenntnis schlechte Produkte anbietet, die durchaus am Markt erfolgreich sein können - denn jeder Sound findet seine Liebhaber......

Bei hochwertigen Regielautsprechern sind die Änderungen über die Zeit in den elektroakustischen Eigenschaften und im Klangcharakter deutlich schwächer ausgeprägt, man erkennt dies bereits an der im Grundsatz ähnlich gebliebenen Bauart. Lassen wir dazu jemanden aus dem deutschen Vertrieb eines rennomierten Finnischen Produzenten von Regielautsprechern sprechen:


Die Verbesserung von Lautsprechern erfolgt nur noch in sehr kleinen
Schritten. Obwohl Lautsprecher das "schwächste Glied in der
Übertragungskette" sind, wurde bei den führenden Studio-Monitoren doch ein
recht hoher Stand erreicht - angesichts der komplexen Wechselwirkungen
zwischen Elektronik, Mechanik und Akustik.
Das sind meine Gedanken zum Stand der Lautsprecherentwicklung:

Die Möglichkeiten dynamischer Schallwandler (Chassis) sind weitgehend ausgereizt.

Die aktive (bisher analoge) Filterung hat sich durchgesetzt wegen der
einfachen Möglichkeit, Toleranzen der Chassis zu kompensieren und die
Klangeigenschaften weitgehend lautstärkeunabhängig zu machen, weil die
Temperatur/Impedanz- Veränderung der Schwingspulen nicht mehr über die sich
ändernde Lastimpedanz auf die Filtereigenschaften zurückwirkt.

Schallführungen sind keine Modeerscheinung (wie man vermuten könnte).
Vielmehr sind sorgfältig abgestimmte Schallführungen im Mittel- und
Hochtonbereich eine wirkungsvolle Möglichkeit, die Beugung an den
Gehäusekanten zu verringern und das Bündelungsmaß über die Frequenz zu
verstetigen.

Das "Phasenverhalten" sorgfältig ausgelegter analog gefilterter
Mehrwege-Systeme lässt sich theoretisch nur durch digitale
Filterung/Kompensation weiter verbessern. Enorm wächst hier aber das Risiko,
sich mit Verbesserungen in einem Parameter gleichzeitig nicht akzeptable
klangliche "Nebenwirkungen" und vor allem Latenz einzuhandeln.

Lautsprecherentwicklung bleibt die Kunst des ausgewogenen Kompromisses in
allen wichtigen Eigenschaften. Daraus ergibt sich bei guten Studiomonitoren
eine ausgewogene Gesamtabstimmung, die bei Hi-Fi-Systemen seltener zu finden
ist.
Die Ankündigung von dramatischen Verbesserungen im Lautsprecherbau sollte
auch Misstrauen auslösen, weil der Verdacht naheliegt, dass die Entwickler
ihre Aufmerksamkeit auf eine einzelne Eigenschaft fokussiert haben.


[Beitrag von AH. am 01. Mrz 2005, 17:45 bearbeitet]
Franzii
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 01. Mrz 2005, 18:33
@ AH
Es ist genau so wie du es sagst!, aber kapiert habe ich das erst, nachdem ich deinen Beitrag zu Klangfarben vor 2 Jahren gelassen hatte.
Ich besitze ein großes Sammelsorium von Lautsprechern ( kam einiges zusammen in den letzten 25 Jahren ), darunter Sony SS G 3 1977, Electro - Voice SENTRY 3 1977 ,Fisher p 700 Monitor 1979, Apogee Slant 6 1992, Apogee Stage 1990, Technics SB 300 M 1996 und einige andere Kompakt - Speaker. Zum befeuern der Speaker besitze ich etliche Liebhaberstücke wie SANSUI 9090DB , Mitsubishi, Fisher, Technics und andere.Das ist ein guter Querschnitt der letzten 25 Jahre.
Da ich auch ein begeisterter Lautsprecher - Selbstbauer bin , kann ich meine aktuell gefertigten Speaker mit meinen alten vergleichen ! Ergebniss ,wenn ich ehrlich sein soll, kaum der Rede wert ( ist natürlich vom Pegel abhänig ).
Wenn ich mir so die Daten mit den einzelnen Diagrammen in den diversen Lautsprecher - Selbstbau Magazinen ansehe,so unterscheiden sich diese untereinander ( ein gewisses Mass der Güte vorausgesetzt ) kaum. Machnmal frage ich mich, warum das Billig -Chassis nicht teuer ist wie das Edel - Chassis. Ist klar es gibt keine Edel - Chassis, das ist nur Hokus Pokus.
Das wesentliche ist wie ein Lautsprecher abstrahlt !Einige Mode - Erscheinungen sind längst Vergangenheit , und da waren auch systembedingte Nieten bei ,ich will Niemanden zu nahe treten und erwähne die Konstruktionen nicht !
Nur eines ist auch klar, 100 dB können nur wenige Hifi - Lautsprecher verzerrungsfrei wiedergeben, deshalb werden auch keine Diagramme veröffentlich , wie man das vom Selbstbau her gewohnt ist ! Franzii
HinzKunz
Inventar
#5 erstellt: 01. Mrz 2005, 19:07
Hallo,

ich schließe mich meinen Vorrednern an.
Es gibt sehr gute Neue, aber auch sehr gute alte Lautsprecher.
Genauso verhällt es sich natürlich auch mit "schlechten" Ls.
Das alles ist eine Frage des persönlichen Geschmaks.
Wie groß die (evtl. vorhandenen) Unterschiede sind, kann ich nicht beurteilen, da ich keinen neuen Lautsprecher besitze.
Ich kann nur sagen, dass ich mit meinen Ls sehr zufrieden bin und die auch noch einige Zeit weiter benutzen werde.

mfg
Martin


[Beitrag von HinzKunz am 01. Mrz 2005, 19:07 bearbeitet]
Herbert
Inventar
#6 erstellt: 01. Mrz 2005, 20:30
Da hat es schon einmal einen ähnlichen Thread gegeben: "Weiterentwicklung der Lautsprechertechnik in den letzten Jahrzehnten" oder ähnlich.

Persönlich sehe ich eher Degenerationserscheinungen.

Gruss
Herbert
Esche
Inventar
#7 erstellt: 01. Mrz 2005, 20:46
abend

ich gehe sogar so weit, dass moderne ls durch ihren design zwang oft konstruktive nachteile (schmale schallwand und seitliche bässe)eingehen müssen.
auch kommen die guten alten großen tt-chassis außer mode, einen 12 zöller findet man kaum noch.

grüße
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