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gebrauchte Komponenten kaufen?

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McKay
Neuling
#1 erstellt: 19. Jul 2004, 16:51
bisher hab ich immer nur Neuware gekauft, nun steht der Kauf einer neuen Anlage an, aufgrund von Geldmangel überlege ich nun gebrauchte Geräte zu kaufen, z.B. bei Ebay

Ich brauche einen Verstärker, CD Player und Boxen, das wars.
Welche ehemals teuren Spitzen Geräte kann man bedenkenlos kaufen? Für alles zusammen kann ich maximal 600-650 Euro ausgeben. Taugen z.B. 10 Jahre alte Geräte überhaupt noch was oder sind die nachher zu Reparaturanfällig?


[Beitrag von McKay am 19. Jul 2004, 16:51 bearbeitet]
janberlin
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 19. Jul 2004, 19:53
gute frage, würde mich auch interessieren. suche gerade einen vollverstärker und kann nicht mehr als 200-250€ ausgeben. da stellt sich die frage, neu oder gebraucht?

wobei ich bei den alten geräten nicht das problem der fehleranfälligkeit sehe, sondern eher das problem, dass sie einfach nicht mehr auf dem neuesten stand sind.

meine anlage habe ich übrigens seit 1989 und die funktioniert immer noch tadellos,
sakly
Inventar
#3 erstellt: 20. Jul 2004, 07:41
Die letzten vier Amps, die ich bei ebay gekauft habe, sind alle in Ordnung und wesentlich leistungsfähiger als die Neuzeitgeräte, stehen denen also in nichts nach (in Stereo! in Surround sieht das natürlich anders aus).
Mit 35 bis 62Euro auch definitiv nicht zu teuer (Pioneer A-77X 62Euro, Akai AM52 38Euro, sind beides Schiffe, Kenwood KA 4020 35Euro, Sansui RZ1500 40Euro, schon wieder verkauft).
Manchmal hat man natürlich mit Potis oder Druckschaltern zu kämpfen, da diese unter Umständen länger nicht bewegt wurden und verstaubt sind. Reinigung und dann geht's wieder.
janberlin
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 20. Jul 2004, 09:22
wie erkennt man bei den alten geräten eigentlich, ob sie gut sind? ich meine, probehören im laden geht ja nicht, und so alte testberichte gibt es ja meistens auch nicht...
sakly
Inventar
#5 erstellt: 20. Jul 2004, 09:32
Was heißt "ob sie gut sind"?
Ein Verstärker verstärkt. Die klanglichen Feinheiten zwischen den unterschiedlichen Verstärkern kannst du meist eh nur mit sehr hochwertigen Lautsprechern hören (wenn denn überhaupt). Dafür bekommst du aber (bei älteren Geräten) meiner Meinung nach sehr hochwertige Bausteine zu günstigen Preisen, da alle Leute nur noch Surround und Plastik (weil billiger) wollen. Der Pio und der Akai haben Vollmetallfronten und der Pio sogar aus Alu gefräste Drehknopfe und Schalter. Versuche das mal für 62Euro im Laden zu kriegen.
Wenn dan ein Gerät doch nicht deiner Vorstellung entsprich, kannst du es ohne weiterres wieder verkaufen, das Restrisiko bleibt immer bestehen. Es kommt stark auf deine Bedürfnisse an, die erfüllt werden sollen. Soll es High-End werden, dann sind natürlich die gebrauchten Geräte auch teurer und das Risiko steigt mit dem Preis.
gierdena
Stammgast
#6 erstellt: 20. Jul 2004, 09:49
Also zum einen kann ich als Verstärker folgenden Tipp geben:
Yamaha AX890 / AX930 / AX1050 / AX 1070
das sind grundsolide Leistungsboliden mit sehr guten Klangeigenschaften. Ebenfalls zu empfehlen sind die älteren Onkyo Boliden aus der Integra Serie.

Ich selbst habe Anfang diesen Jahres meinen AX 930 über ebay verkauft, das Gerät hatte auch 2 Mängel. Ich habe den potentielen Käufern zum einen einen Hör- als auch einen Besichtigungstermin angeboten. Genau das kann ich auch nur raten!!

Ein guter Hifi-Kollege hat sich einen älteren Onkyo Boliden aus der Integra Serie bei ebay geschossen und hat das Gerät mit einem satten Gehäuseschaden bekommen. Nun streitet er seit langem, wer den Schaden übernimmt, der Verkäufer will es nicht übernehmen.

Wenn sich ein Verkäufer dagegen streubt, dass man sich das Gerät vor Ort anhört oder anschaut, Finger weg. Je nach Gerät und Preis würde ich auch eine längere Anfahrt in Kauf nehmen.
Matze29
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 20. Jul 2004, 10:49
Hallo,

gebrauchte Geräte sind günstiger! Aber Geräte altern auch! Kondensatoren verlieren ihre Kapazität, besonders Potentiometer aus den 80igern kratzen gerne.
Und bei e-bay kannst du auch ne menge Zeit vertrödeln...

@sakly: Auch ein Verstärker kann an Klang verlieren - meiner tuts . Grund werde ich noch herausfinden.

Probehören ist also immer gut.
Bei sehr alten Geräten weiß man nie, wie lange sie noch spielen. Ein Jahrzehnt oder ein Monat.

Gruß
Matze29
gierdena
Stammgast
#8 erstellt: 20. Jul 2004, 11:25
@Matze29:
die Antwort hat jetzt keinen Anspruch auf 100% Richtigkeit, aber aus früheren Artikeln weiss ich wohl, dass die Bauteile (Transistoren etc) der Verstärker im unteren und mittleren Preissegment über die Jahre ihre optimalen Arbeitskennlinien verlieren bzw. diese durch die Alterung schlechter werden. Daher verbauen die High-End Schmieden wie Burmester auch vorgealterte Bauelemente.

Diesen Effekt konnte ich bei meinem AX 930 nach 11 Jahren auch nachvollziehen, wobei der Klang immer noch gut war.
sakly
Inventar
#9 erstellt: 20. Jul 2004, 14:05
Klar werden die Amps auch schlechter durch Austrocknung und dergleichen. Bei den meisten Geräten ist der Effekt aber verschwindend gering. Wenn deine Anforderungen nach einem sehr guten Gerät verlangen, dann musst du eben tief in die Tasche fliegen und ein neues kaufen oder komplett restaurieren. Für die meisten Awendungsfälle (kein High-Ender, der die Kabel sprechen hört) reicht so ein gebrauchtes Gerät schon aus, denke ich.
Grzmblfxx
Stammgast
#10 erstellt: 20. Jul 2004, 14:25
Hallo,
ich habe noch einen Naim Nait1, der ist jetzt sicher 20 jahre alt, hält aber vom Klang her noch locker mit aktuellen Japan Verstärkern mit, ich habe keine Verschlechterung gemerkt (ist, da schleichend, auch kaum möglich... ) aber gegen etliche Neugeräte hält er sich wacker.

Also ein 20 Jahre altes HighEnd Gerät ist imho gleichzusetzten mit einem aktuellen Mittlklasse/Oberklasse Amp.

Vorausgesetzt, er wurde "gut" behandelt. Auf jeden Fall würde ich aber so ein Gerät in der Werkstatt durchchecken lassen.

Ich habe das mit meinem Accuphase C222 gemacht, und bild mir ein, er geht ein wenig besser als vorher; 110eur sind auch nicht die Welt...

Andreas
Grzmblfxx
Stammgast
#11 erstellt: 20. Jul 2004, 14:28
@sakly


der die Kabel sprechen hört


Supergut, danke!!!


Wäre auch ein prima Nick-Name! Schade, da war ich wohl nicht erfinderisch genug....


Grüße Andreas
ThirdEye
Stammgast
#12 erstellt: 20. Jul 2004, 14:31
Ich konnte meinen Verstärker bei eBay sehr günstig erstehen (50% des Straßenpreises), weil er relativ neu und unbekannt war. 6 Monate alt und wirklich wie aus der Verpackung genommen. Gepflegte Geräte erkennt man daran, dass eine womöglich eigenhändige umfangreiche Beschreibung dabeisteht und die Fotos von allen Seiten das Gerät zeigen. Verstaubte Geräte lassen auf nachlässigen Umgang schließen.


[Beitrag von ThirdEye am 20. Jul 2004, 14:31 bearbeitet]
SleepyJoe
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 20. Jul 2004, 14:34
Generell ist der Gerätekauf (ob neu oder gebraucht) ohne Ansehen / Probehören ein gewisses Risiko. Und das Risiko eines Mangels/Defekts ist bei gebrauchten Geräten bestimmt höher. Bei dem Budget von ~ 600 Euro würde ich trotzdem zu Neuware tendieren.

Da ich nicht weiß, ob es reiner Stereo oder auch Heimkino sein soll, hier mein Vorschlag:

Generell, unabhängig ob reiner Stereo oder Heinkino würde ich als CD/DVD-Player so einen 50,-- bis 80,-- Euro-Player z.B. von Medion nehmen. Nutze mal hier die Suchfunktion, hier gibt’s etliche Beiträge zu diesen Low-Budget-Geräten, welche was taugen und welche nicht. So schlecht sind die nicht für das Geld in ihrer Klasse; wenn Du mal wieder etwas Geld in der Kasse hast, kannst Du Dir ja später ein höherwertiges Gerät anschaffen.

Stereobetrieb: 2 * NuBox 360 / 380 (bei nubert.de) für rund 300,-- / 360,-- das Paar erhältlich. Oder die Wahrfedale Pacific EVO 10 UVP ca. 420,00 Euro; aber locker irgendwo auf 350,00 Euro das Paar herunter zu handeln. Die Canton-Fans hier im Forum haben sicher in der Preisklasse auch einen Tipp für Dich. Von Magnat oder auch Elta, Eltax und sonstige NoNames würde ich die Finger lassen. LS immer anhören! Sie müssen Deinen Ohren gefallen.

Stereo-Receiver: Einen Denon bspw. aus der DRA 2er / 4er Serie für rund 200 Euro; erhältlich bspw. bei Onlineversendern wie Hirsch & Ille in LU. Restpostenecken bei Brüllmärkten oder Händlern bieten manchmal auch gute Auslaufmodelle zum Top-Preis. Dann noch ein paar Euro für die Kabel: LS-Kabel 2,5mm² aus dem Baumarkt (gedrillt aus feinen einzelnen Adern) für max. 2 Euro den lfd. Meter plus Cinch; z.B. Clicktronic für ca. 10 Euro den Meter.

Heimkino: Hier wird’s kniffelig; ich setze da mal Minimum 1.000 Euro für eine annehmbare Lösung an. Kaufe um Gottes willen nicht so eine Satelliten/Sub-Kombi für 200,00 bis 400,00 Euro. Eventuell (wenn überwiegend Heimkino geschaut wird) das kleinste Teufel-Set. Ansonsten würde ich erst einmal ein Paar Stereo-LS nehmen, für die es auch weitere LS zum Ausbau eines HK-Systems gibt und diese später hinzukaufen. Einen passablen Surroundreceiver –auch Auslaufmodelle- bekommst Du im Angebot schon ab ca. 250,00 Euro.

Was auch manchmal interessant ist: Gehe mal ins Fachgeschäft und frage, was Du für Dein Budget bekommen würdest. Du wirst staunen, denn die Summe der Verkaufspreise (=Etiketten auf den Geräten) liegt oft deutlich über Deinem eigentlichen Budget. Besser (=frecher) noch ist es, einfach Deine Wunschkandidaten für 800 - 900 Euro zusammenstellen und fragen, ob Du diese für Dein Budget bekommst.

Und bei allem Feilschen: Nicht durch Supi-Rabatte blenden lassen und eines nicht vergessen: Alles mal zusammen anhören – am besten Zuhause.
finalvinyl
Hat sich gelöscht
#14 erstellt: 20. Jul 2004, 15:42
Hallo,

jetzt muß ich auch mal meinen Senf dazu geben.
Bei einem Budget um 600 Euro würde ich eher zum Kauf gebrauchter Geräte tendieren. Für eine solche Summe läßt sich schon eine RICHTIG feine Kette zusammenstellen.

Allerdings gehört da viel Geduld, Glück und leider auch ein wenig Erfahrung dazu.
Erstens: Ebay nur, wenn das Gerät in der Nähe steht und zu besichtigen ist (wurde schon erwähnt). Leider ist Ebay in den letzten 1 bis 2 Jahren viel zu teuer geworden.

Zweitens: Kleinanzeigen durchforsten!!! Hier gibt es ab und an richtige Schnäppchen. Ob in der Tageszeitung oder speziellen Kleinanzeigenblättern oder auch quoka.de bleibt jedem selbst überlassen.

und Drittens: Überprüfung des Gerätes vor Ort. Ist leider unverzichtbar. Wenn man sich nicht selbst auskennt auf jeden Fall jemanden mitnehmen der das tut!!! Die Punkte worauf es ankommt werden in aller Regelmäßigkeit von den großen Hifi Fachzeitschriften wiederholt. Hol dir eine alte Ausgabe, zB. Stereoplay 9/94 ist da sehr brauchbar.

Wenn du das berücksichtigst, wirst du an eine sehr schöne Kette kommen für wenig Geld.

Grüße von der Lahn, finalvinyl

PS: Auch die Kenntnis, oder eben die Möglichkeit alte Testspiegel durchzuforsten, kann nicht schaden
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