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Suche "audiophilen" Stereo-Lautsprecher auch für "schwieriges" Klangmaterial

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Modulok_
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 05. Feb 2013, 16:57
Liebe Hifi-Kollegen,

ist mein erster Post hier, ich bitte deshalb jetzt bereits um Verständnis falls ich die ein oder andere Foren-Regel wider besseren Wissens verletze:).

Meine Anlage aktuell:
Lautsprecher: Canton Karat 709 DC
Verstärker: Denon PMA 1500 AE
CD/SACD-Player: Denon DCD 1500 AE
Streaming: LINN Majik DS (Zugriff auf ReadyNAS Ultra 2 mit ausschl. FLAC-Dateien in CD-Auflösung und höher)
Plattenspieler: Pro-Ject Xperience Superpack Acryl
Relativ ordentliches Zubehör wie HMS Energia Netzleiste, Finite Elemente Rack in kleiner Ausführung, keine Standard-NF-/LS-Kabel usw.

Meine "Kette" ist denke ich ein guter Start aber natürlich noch deutlich ausbaufähig, prinzipiell lauten meine "2013-Projekte" neue Lautsprecher, gerne aktiv plus neuen Vorverstärker mit einem Circa-Budget von 7.500 EUR wobei 5.000 EUR für den LS investiert werden sollen.

Jetzt die besondere Herausforderung vor der ich mich sehe:
- ich weiß tolle Aufnahmen aus den Hifi-Typischen Genres Klassik, Jazz, Singer/Songwriter usw. sehr wohl zu schätzen, habe hier auch einige Lieblinge und kann mich sehr an dem Klang erfreuen - auch meine schlanke Ausstattung lässt gute Aufnahmen brillieren im Vergleich zu schlechteren Aufnahmen.
- meine Lieblingsmusik /-bands kommen allerdings vielfach aus Rock, Metal, Hiphop, Pop, Reggae, Elektronisches mit dementsprechend schlechteren Aufnahmen.

Dass ein neuer "Traum-Lautsprecher" insbes. die audiophilen Aufnahmen toll zeichnet und schlechtere Aufnahmen auch schlechter darstellt ist nachvollziehbar und in gewissem Maße auch OK.

Ich glaube jedoch, dass es
1) manche sehr gute Lautsprecher gibt auf denen schlechte Aufnahmen unhörbar werden und
2) andere sehr gute auf denen die schlechten Aufnahmen nicht ganz so dramatisch schlecht wegkommen. Einen der letzteren suche ich.

Ein Freund von mir hat teilaktive Manger-Lautsprecher an einem Accuphase-Set, diese gehören in jedem Fall zu Kategorie 1), auch mittelmäßige Aufnahmen klingen hier schrecklich.

Meine Fragen:
1)Kann ich mit einem vollaktiven Lautsprecher (z.B. Backes & Müller Prime 8 oder BM2s) per Regelung schlechtere Aufnahmen eher in den Griff bekommen als mit einer passiven Lösung? In den 90er Jahren gab es ja nach div. Foreneinträgen Verstärker mit Loudness-Funktion die hier einen guten Job gemacht haben sollen und wenn ich dann am Aktiv-LS schlicht Höhen und Tiefen anhebe kann ich dann einen ähnlichen Effekt haben? Die Prime 8 könnte man mit etwas Glück gebraucht für 5.000 EUR bekommen, dies würde passen für mich. Oder ist hier eher eine Passive Lösung geeignet da diese weniger dem „Studio-Monitor-Ansatz“ gleichkommt?
2)Was wären Lautsprecher-Modelle oder Hersteller auf die die Kriterien zutreffen? Also toll bei toller Aufnahme aber nicht dramatisch und unhörbar schlecht bei schlechteren Aufnahmen?
3)Oder worauf könnte ich hier speziell achten, dass mir ein solcher Lautsprecher auffällt?
4)Oder muss ich schlicht akzeptieren, dass wenn ich in Klangwelten wie der B&M Prime 8 vorstoßen möchte ich pauschal eine Zweitanlage für die „poppigeren Aufnahmen“ brauche?

Durch das Lesen versch. Foren-Beiträge weiß ich, dass es viele Menschen geben mag die sich durch diese Fragen provoziert fühlen, ich möchte auch keine Grundsatz-Diskussion anstoßen zu „was schlecht aufgenommen ist ist auch schlecht“, sondern lediglich Tipps bekommen wie ich einen solchen LS finden kann.

Auch ich möchte weiterhin die Musik die ich die letzten 20 Jahre geil fand weiterhin gerne und erträglich hören können und einfach den Zusatzgewinn Richtung der tollen Aufnahmen verbuchen können. Dies wird natürlich (!) ein Kompromiss sein, da ich nicht gleichzeitig in beide Richtung werde rennen können, aber diesen Kompromiss möchte ich eben bestmöglich besetzen.

Freue mich enorm, wenn jemand u.U. vor ähnlichen Herausforderungen stand und wie er / sie dies gemeistert hat. Vielfachstes Studieren von den klassischen Hifi-Magazinen hat hier nicht geholfen, ich habe Foren-Beiträge zu dem Thema gefunden aber hier drifteten die Gespräche doch recht schnell ab. Wie meiner Meinung nach viel zu häufig in Foren:-).

Tausend Dank und bis bald!
Markus_Pajonk
Gesperrt
#2 erstellt: 05. Feb 2013, 18:34
Hallo,
da es als "Projekt" angelegt ist kann ich dir nur raten: Viel probe hören. Viel durch Läden tingeln. Du wirst von jedem seine höchst-subjektive Klangbeschreibung bekommen. Die ist aber stets durch eigene Hörerfahrung, eigene Raumakustik, eigene Komponenten, Vorurteile!, usw. zustande gekommen.

Ich würde z.B. nie sagen das Audiophile Lautsprecher schlechte Aufnahmen auch als diese "darstellen". Ich würde das z.B. genau umgekehrt sehen. Sie machen diese noch erträglich. Wohingegen die "Abhöre" dieses auch so entlarven könnte.

Markus
bapp
Inventar
#3 erstellt: 05. Feb 2013, 19:07
Nachdem du keine Vorgaben hinsichtlich Design und Größe/Power gemacht hast, kann man dir vielleicht als LS die MEG RL 940 oder die K+H O410, und als VV den audiolab 8200 dq empfehlen.

Ich glaube jedoch, dass es
1) manche sehr gute Lautsprecher gibt auf denen schlechte Aufnahmen unhörbar werden und
2) andere sehr gute auf denen die schlechten Aufnahmen nicht ganz so dramatisch schlecht wegkommen. Einen der letzteren suche ich

Dieses kann ich - obwohl schon oft gehört/gelesen - nicht nachvollziehen.
Sicher hören sich schlechte Aufnahmen auf einem guten Monitor auch weniger gut an, aber garantiert nicht unerträglich. Einen LS, der mit seiner eigenen Fehlerhaftigkeit sämtliche Schwächen einer minderwertigen Aufnahme kompensieren könne, gibt es nicht. Auch lassen sich diese nicht wegregeln. Von einer Regelung halte ich sowieso eher wenig, da deren Vorteil m.A.n. bestenfalls ein Theoretischer ist, und sich nicht in hörbarer Performance, aber sehr wohl im Preis niederschlägt.
weimaraner
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 05. Feb 2013, 19:19
Hallo,

ich denke du bist mit deinen Überlegungen auf gar keinem so schlechten Weg.

Die Prime 8 für 5000€, hab ich allerdings noch nicht gesehen,
die BM 2s liegt ja nur knapp darunter im Gebrauchtmarkt (nein, meine bleiben!)

ja,ich hab die BM 2s,
in Verbindung mit einem Antimode Dual Core als Vorverstärker + DSP,
kann ich dir nur ans Herz legen.

Die Prime 8 mit dem Antimode, liegt doch vllt in deinen finanziellen Möglichkeiten.

Grundsätzlich geht die BM 2s noch etwas sanfter im Hochton zu Werke,wie z.B. ne Prime 14,
das ist bei zischenden Tönen grundsätzlich schon einmal angenehmer.

Mit dem Antimode sind bei mir Stimmen viel angenehmer geworden,
da hat mein Raum ein Problem speziell mit Frauenstimmen (muss ja bei dir nicht sein),
da hat das Antimode sehr geholfen, nur als Bsp..

Desweiteren könntest du Klangprofile speichern für "schlechte" Aufnahmen und mit einem Knopfdruck die Sache eventuell erträglicher gestalten, wenn nötig.

Als ich früher auf Hörtour bei Händlern war,
hab ich mit Absicht nicht nur gute Aufnahmen mitgenommen,
um eben auch im Vergleich hören zu können was der Lautsprecher mit schlechteren Aufnahmen anstellt.

Wenn du passiv bleiben möchtest,warum auch immer,
dann ist die Gamut Phi 7 ein Tip von mir,
das war auch mein Favorit aus der Passivecke bis 5k€.

WEnn du nochmal was wesentlich günstigeres hören möchtest,
so wäre die Gato Audio PM 6 mit seiner Wärme und den zurückhaltenden Höhen auch bei vielen schlechten Aufnahmen gnädig,

Gruss
Hosky
Inventar
#5 erstellt: 05. Feb 2013, 19:23
Hallo Modulok,

die zweitwichtigste Komponente nach den LS hast Du leider nicht aufgeführt - den Raum. Wie gross ist er denn, kannst Du die LS gut positionieren und wie stark ist er bedämpft?

Zum Thema schlechte Aufnahmen stimme ich mit bapp überein. Ich hatte beispielsweise eine "schönfärberische" B&W 803 und habe diese durch eine "analytische" BM Prime 14 ersetzt. Ein paar wenige schlechte Aufnahmen empfinde ich jetzt als noch schlechter als vorher, die allermeisten schlechten Aufnahmen klingen aber besser als vorher. Das Problem (?) ist, dass der Abstand zu den richtig guten Aufnahmen wächst.

Zum Thema Regelung - hier sollte man schon definieren, ob man die Ortsfilter oder die Membranregelung meint.

Von einer Regelung halte ich sowieso eher wenig, da deren Vorteil m.A.n. bestenfalls ein Theoretischer ist, und sich nicht in hörbarer Performance, aber sehr wohl im Preis niederschlägt.

Kann ich nicht nachvollziehen, die Regelung schlägt sich mMn in einer deutlich gesteigerten Basspräzision nieder.

Wenn ich Modulok aber richtig verstehe, geht es ihm eher um die Ortsfilter. Die kann man zwar zum oben angedeuteten Zweck verwenden, aber das ist doch sehr umständlich.

Letztlich bleibt Dir nur hören, hören hören - in Deinem Fall eben auch mal mit etwas schlechterem Quellmaterial.


4)Oder muss ich schlicht akzeptieren, dass wenn ich in Klangwelten wie der B&M Prime 8 vorstoßen möchte ich pauschal eine Zweitanlage für die „poppigeren Aufnahmen“ brauche?

Definitiv nicht



OT:
(nein, meine bleiben!)
Wie - jetzt also doch?! Woher der Sinneswandel?


[Beitrag von Hosky am 05. Feb 2013, 19:36 bearbeitet]
Modulok_
Schaut ab und zu mal vorbei
#6 erstellt: 05. Feb 2013, 20:47
Hello again,

zunächst vielen Dank für Eure ersten Einschätzungen zu dem Thema!!

Den Raum habe ich in der Tat unterschlagen: aktuell 17qm (3,25 x 5,25, LS stehen an der langen Seite in der Mitte, leicht eingewinkelt auf den Hörplatz), durch Teppich, einige Regale und insbes. einen Kleiderschrank der ggü. der Cantons steht und Vorhänge als "Türen" hat recht bedämpft würde ich meinen. Ein LS der einen großen Hörabstand verlangt wäre somit falsch für mich, auch wenn ich in den nächsten Jahren etwas mit mehr Platz suchen werde. Auch hier, so glaube ich, sind Aktiv-LS weniger aufstellungskritisch als konventionelle LS.

Ich war vergangene Woche bei einem B&M-Workshop in Wesseling beim Vertrieb Sprint Service wo die B&M Prime 6, 8 und Line 14, 15 und 30 gespielt wurden, dies natürlich nur mit ausgesucht spektakulären Aufnahmen, eigene Musik mitbringen war hier nicht möglich. 15 und 30 fallen €€€-bedingt raus, die 14 wurde als Klassik-LS beschrieben, diese war aber auch äußerst luftig und hat auch wohl Chassis-bedingt "untenrum" nicht groß Spektakel verursacht. Die 6er fand ich auch gut, da aber preislich die 8er nicht fern und schlicht 3cm per Chassis-Durchmesser hat erschien mir diese recht passend.

Die Dame die neben Herrn Gülker die 8er präsentierte sagte sie habe diese selber und hätte sich notgedrungen entschlossen irgendeinen Bluetooth-Lautsprecher für rockige Sachen an zu schaffen, da die Prime 8 hierfür einfach zu anspruchsvoll sei hinsichtlich des Klangmaterials.

Was ich definitiv aus eigener Erfahrung sagen kann ist, dass eine mittelmäßige / schlechte Aufnahme auf meinem Setup deutlich voller und (wie ich finde) besser klingen als mit den Manger-LS an Accuphase-Zuspielern. Auch der Inhaber dieses 20k EUR Sets sieht dies genauso, der hatte meine Anlage nämlich vorher.

Den Anti-Mode 2.0 Dual Core finde ich ganz interessant, müsste mich hier aber noch mehr hinsichtlich der Korrektur-Tools einlesen, die sämtliche Aktiv-Welt ist noch recht neu für mich. Was aber fehlen würde wäre ein Phono-Pre für meinen Pro-Ject, aber den könnte man ja separat noch davorschalten, oder?

Geithain habe ich eh auf dem Schirm, hatte aber noch keine Mglk. die anzuhören.

Ich wohne in Köln und "mal eben" durch einige Hifi-Läden tingeln und diverse LS probehören ist nicht. MSP Hifi setzt zu 100% auf Passiv-LS, der Laden in der Südstadt (komme grad nicht auf den Namen) hat auch nur äußerst wenig Aktiv-LS. Ich suche nochmal etwas weiter weg oder werde bei Hrn. Gülker mal nach einer Individual-Session fragen.

Was die Prime 8 Richtung Anpassung nur mitbringt ist ein einfaches Bass-, Hochton-Finetuning (schätze das meint schlicht Pegel) plus variable untere Grenzfrequenz. Klingt nicht spektakulär, muss aber wohl deutlich effizienter sein als dies bei einer Passiv-Kette am Vollverstärker zu tun. DSP-Lösungen gibt es zumindest bei B&M erst ab 21k EUR, sprich Line 15.

Meine naive Denke / Hoffnung lautet so: per etwas mehr unten und oben die mangelnde Fülle durch die dürftigere Aufnahme "auffüllen". Dass ich dann holographisch die Band im Zimmer habe erwartet ja keiner.

DANKE weiterhin und einen schönen Abend!

EDIT: um nochmal einige andere Aktiv-LS-Hersteller ins Rennen zu bringen, hat jemand Erfahrung mit
- Newtronics oder
- KSD (anscheinend B&M-Mutter oder -Tochter)
- Silbersand?


[Beitrag von Modulok_ am 05. Feb 2013, 20:56 bearbeitet]
weimaraner
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 05. Feb 2013, 21:08
Hallo,

nat. kann dem Antimode auch ein Phono Pre vorgeschaltet werden.
Das Antimode ist ja ein DSP....also brauchst du keine Line 15.....

Für deine Raumgrösse...nimm die 6er...die 8er oder die BM 2s sind in dem kleinen Raum sooo mächtig im Bassbereich unterwegs ob das Antimode das alles einfangen kann....

Die Schalter auf der Rückseite,
ja,bei flachen Aufnahmen hab ich da auch mal dran gedreht...aber wer will bei jeder neuen CD oder Platte oder Lied hinter BEIDE Lautsprecher und dann dort drehen?
Und später wieder zurück?

Seit dem Antimode steht bei mir alles auf neutral...wenn es was zu regeln gibt dann per FB des Antimode.

Genug der Lobhudelei...zaubern kann ein Antimode aber auch nicht....Aufstellung der LS und Nachhallzeiten,Flatterechos,Reflektionen,....sind Auftrag für dich.

Aktivlautsprecher.....Johannes Krings in Bonn

Gruss
bapp
Inventar
#8 erstellt: 05. Feb 2013, 22:23

Zum Thema Regelung - hier sollte man schon definieren, ob man die Ortsfilter oder die Membranregelung meint.

Nachdem vom TE die Regelung in Zusammenhang mit BM erwähnt wurde, nehme ich an, dass es ihm um deren Membranregelung ging, zumal es sich bei Antimode und dergleichen sowieso um keine Regelung handelt.
Deren gravierenden Nachteil, dass man damit nur noch an einer Position im Raum echten Musikgenuss hat, sollte übrigens auch keinesfalls unerwähnt bleiben.

Aktivlautsprecher.....Johannes Krings in Bonn

..ist nur eine von sehr vielen Adressen, und was das P/L-Verhältnis der Produktpalette betrifft, sicher nicht die Allererste.
weimaraner
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 05. Feb 2013, 22:35

bapp schrieb:


Aktivlautsprecher.....Johannes Krings in Bonn

..ist nur eine von sehr vielen Adressen, und was das P/L-Verhältnis der Produktpalette betrifft, sicher nicht die Allererste.



Hallo,
du darfst natürlich auch helfen und weitere bessere Adressen nennen.


bapp schrieb:
Deren gravierenden Nachteil, dass man damit nur noch an einer Position im Raum echten Musikgenuss hat, sollte übrigens auch keinesfalls unerwähnt bleiben.


Auf welche Erfahrungen greifst du denn diesbezüglich zurück?

Bei MIR ist es im gesamten Raum mit dem Antimode angenehmer geworden obwohl ich bis jetzt noch nicht einmal die Möglichkeit der Mehrfachmessungen ausgeführt habe.

Bei einem Lyngdorf DPA 1 in einem anderen Raum von mir war das Klangbild in grossem Maße homogener geworden,
der Lyngdorf macht grundsätzlich mehrere Messungen in einem Raum um zur "Raumkenntnis" zu gelangen,
auf einen bestimmten,einzelnen Punkt bezogen funzt das gar nicht.

Deshalb kann ich deinen "gravierenden Nachteil" in keinster Weise nachvollziehen.

Gruss
Hosky
Inventar
#10 erstellt: 06. Feb 2013, 00:16
Nach den Äußerungen von Modulok geht es ihm wohl doch weniger um Membranregelung als um Bass- und Höhenregler. Ja, da kann man in gewissen Grenzen durchaus nachhelfen, aber es ist einfach umständlich.

Bzgl Raumkorrektur - mein Lyngdorf macht durch die Korrektur am Hörplatz einiges besser, aussenrum nichts schlechter. Kann ich also auch nicht nachvollziehen.

Wusste gar nicht, dass ich einen Klassik-Lautsprecher habe Nee, nach meinen Vergleichen hätte ich eher die BM 15 als Klassiklautsprecher bezeichnet. Die 14er hat untenrum trotz ihrer schmächtig erscheinenden 17er mächtig Power. Hier in meinem Hörraum lag sie auch in der vermeintlichen Domäne der 8er, dem Bassbereich, in Sachen Präzision deutlich vorn und beim Punch nicht dahinter. Die 8er hatte mich damals beim Workshop sehr begeistert und lag nach meinem Empfinden ganz nahe an der 14er, in meinen 4 Wänden fiel sie dann gegen die 14 überdeutlich ab.

17 qm sind aber schon etwas klein für solch ausgewachsene LS - auch für die 8er. Da wäre die Prime 6 oder die Prime 3 (technisch baugleich: KS Digital ADM 30) eher angemessen. Oder eben was von KSD - das ist die Home Serie von KS Digital, welche Chefentwickler Johannes Siegler schon geleitet hat, bevor er B&M übernahm. Die haben auch DSP, sind aber Bassreflex und ungeregelt.

Silbersand dürfte preislich wohl rausfallen. Ansonsten gibt die Adam Column MK 3 aktiv in meinen Ohren noch eine sehr gute Figur ab und wäre in 17 qm auch gerade noch zu stellen. Für 17 qm würde ich aber auch die KH Neumann O 310 mal anhören, auch die Abacus APC 24-23 könnte in 17 qm sehr schön aufspielen und dürfte Rockigem gegenüber auch bei mittelmäßigen Aufnahmen aufgeschlossen sein. Ach, es gibt so viele gute LS... Du hast die Qual der Wahl - Hör Dir die engsten Kandidaten aber unbedingt in Deinem Raum an, der teuerste und beste LS bringt nichts, wenn er nicht zum Raum passt...
bapp
Inventar
#11 erstellt: 07. Feb 2013, 12:58

Auf welche Erfahrungen greifst du denn diesbezüglich zurück?

Es liegt halt an der Natur der Sache, dass Phasenkorrekturmaßnahmen nur am Einmessort ihre wahre Wirkung entfalten können. Wenn zusätzlich noch durch schmalbandige Pegelabsenkung unangenehme raummodenbedingte Resonanzen bedämpft werden, wird sich das möglicherweise natürlich nicht nur punktuell angenehm auswirken.

PS: Ich vergaß, zu erwähnen, dass den TE diese Abschweifungen wahrscheinlich gar nicht interessieren. Ich wollte ihm nur mitgeteilt haben, dass es außer BM und Silbersand auch noch andere, technisch teilweise durchaus veritablere Aktiv-LS gibt.
Wer Lifestyle-Produkte sucht, ist bei Krings aber natürlich bestens aufgehoben.


[Beitrag von bapp am 07. Feb 2013, 13:10 bearbeitet]
baerchen.aus.hl
Inventar
#12 erstellt: 07. Feb 2013, 13:42
Hallo,

Nun, bei bis 5000 für LS die auch bei nicht so gute Aufnahmen aus den genannte Genres gut rüber kommen, fallen mir bei Passivlautsprechern z.B ELAC oder Klipsch ein.

Bei den aktiven auf 17 qm kann ich mich der Empfehlung Klein und Hummel/Neumann anschließen. Die hatte gerade das Vergnügen den Prototyp der im April erscheinenden Neuman KH310 zu hören. Das war ganz großes Kino. Mit Audiolab 8200 CDQ als Quelle sicher etwas ganz feines

Gruß
Bärchen
bapp
Inventar
#13 erstellt: 07. Feb 2013, 16:03
Wohl wahr, die von mir empfohlenen O410 sind für 17m² natürlich zu viel. Man sollte aber - immer vorausgesetzt dass man auch mit dem optischen Design klarkommt - unbedingt zumindest auch bei Geithains vorbeigeschaut haben. Bei dieser Raumgröße kämen auch noch deren MO-2 in Betracht, die mir in ähnlicher Behausung jahrelang große Freude bereiteten.


[Beitrag von bapp am 07. Feb 2013, 16:06 bearbeitet]
Modulok_
Schaut ab und zu mal vorbei
#14 erstellt: 07. Feb 2013, 18:12
Weiterhin Tausend Dank für Eure Rückmeldungen und insbes. konkreten Empfehlungen, genau dies hatte ich mir erhofft!!

Nach dem "jecken Wochenende" in Kölle werde ich mal Aktiv-LS-Händler in der Region recherchieren und versuchen sukzessive einige Hörtermine zu vereinbaren. Die Geithains werde ich nicht aus dem Auge verlieren, hier erscheinen mir pauschal alle Meinungen eindeutig wenn auch das Design etwas gewöhnungsbedürftig ist.

Eine Frage noch:

Bei "größeren" / teureren Passiv-LS wird meist eine Raumempfehlung von 22-25qm und größer ausgesprochen, wahrscheinlich einhergehend mit einem dementsprechenden Hörabstand.

Zumindest bei den B&M-LS steht (fast) bei jedem, dass diese für kleine Hörabstände (=~ kleiner Raum?) wie auch größere Hörabstände (=~ großer Raum?) geeignet sind, sodass ich hier dachte deutlich flexibler zu sein hinsichtlich der reinen Raumgröße - bin ich auf dem Holzweg?

Dass selbstredend tiefste Klangsignale sich in kleinen Räumen wie meinem nicht voll entfalten können bzw. die Klangwellen nicht die Strecke haben die sie benötigen ist (sogar) mir hingegen klar:).

Danke und "Kölle Alaaf" :-)
weimaraner
Hat sich gelöscht
#15 erstellt: 07. Feb 2013, 18:27
Hallo,

wenn du einen Hörabstand von unter 2,5m realisieren willst oder musst würde ich von Backes Standlautsprechern abrücken,
vermutlich die K+H oder Geithains sowie auch kompakte Adam Audio´s vorziehen.

Gruss
Modulok_
Schaut ab und zu mal vorbei
#16 erstellt: 21. Feb 2013, 21:41
Hallo zusammen,
Zunächst an die die mir eine pn gesendet haben: habe ich eben erst gesehen, danke, komme ich später drauf zurück. War die tage in hamburg bei hifi pur im hinterhof und habe mir dort einige stand-ls angehört, waren allerdings primär passiv. Hatte als altiv-ls nur genelec da, auch nicht die grössere ausführung sondern die kleinen nahfeldmonitore mit sub support, ich kann mich aber so oder so mit dem design nicht anfreunden.

Ich hatte primär mein "schwieriges" klangmaterial dabei, die ersten waren die arcona 80, nee, zu wenig grundton und dort auch zu traege. Danach eine isophon mit bandpass technik, die gefielen mir gut, dann aber kam zumindest für mich eine positive überraschung mit den martin logan ethos, die mit aktivem sub und dsp-pre zur entzerrung an mcintosh elektronik. Die kamen wahrlich mit jedweder musik gut klar, toll wie akkurat grade auch stimmen in den raum gestellt wurden (und wie gesagt, ich spreche hier von durchschnittsaufnahmen), sehr schnell und präzise, fand die toll! Von referenz cds ganz zu schweigen.

Muss jetzt nur irgendwie schauen ob das sinn macht mit meinem doch recht kleinen raum. Der wird nicht ewig klein bleiben, früher oder später wird umgezogen in nächsten 1-2 jahren, aber soweit isses eben noch nicht.

Ein grösserer raum wäre natürlich besser, ich habe ggfs die mglk statt die la an die lange seite zu stellen wo ich dann nur auf einen hörabstand von 2,2m komme die an die kurz seite zu stellen, dann sollten 3m oder auch 3,40 drin sein. Alles bei wandabstand von 70cm der ls.

Werde sonst noch zu hifi atelier, der hat einige geithains, mal schauen. Trotzdem fand ich die teilaktive lösung sehr überzeugend. Und dass u.u. Die akteure recht dicht vor einem aufgebaut werden finde ich eher positiv.

Danke weiterhin für euren input, vg und schön abend.
Ps: der aktuelle denon hat dann natürlich auch keine lange zeit mehr bei mir:)


[Beitrag von Modulok_ am 21. Feb 2013, 21:45 bearbeitet]
turnbeutelwerfer
Inventar
#17 erstellt: 09. Dez 2015, 16:27
Hallo, wo sind den die Leute jetzt so gelandet was die aktiv LS betrifft und mit welchen Erfahrungen,, ich trauere ein wenig meiner B&M 2s hinterher..
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