Verbesserung der Stereoqualitäten in suboptimalem Raum

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rollomat
Stammgast
#1 erstellt: 26. Mai 2013, 17:12
Hi Leute,

da ich mit den derzeitigen Stereo-Qualitäten meines Setups nicht 100%ig zufrieden bin, möchte ich diese in naher Zukunft mit Eurer Beratungshilfe verbessern.
Derzeit betreibe ich die Elipson Planet L Kompaktlautsprecher sowie den zugehörigen Subwoofer an einem Pioneer VSX-921 AV-Receiver. Als Rear-Lautsprecher verwende ich die Elipson Planet M und der Center stammt von ASW.
Nachdem ich mit der App-Steuerung meines AVRs nicht zufrieden war, testete ich den Yamaha RX-V673 und den Marantz SR6007 und war, obwohl mein Augenmark ja auf der Bedienung und nicht auf dem Klang lag, von den klanglichen Unterschieden überrascht. So hatte bspw. der Yamaha einen präziseren Bass und eine breitere Bühne, enttäuschte mich aber leider im Heimkino-Betrieb. Da Verstärker ja angeblich nicht groß klingen und mir hier im Forum zu meinem Erschrecken mitgeteilt wurde, dass mein Hörraum meilenweit von einem guten Hörraum entfernt ist (siehe Foto), nehme ich an, dass die Unterschiede daher kommen, dass die AVRs und ihre Messsysteme unterschiedlich mit den suboptimalen Gegebenheiten umgingen.
Da ich jetzt aber - nachdem ich den Yamaha hier hatte - weiss, was auch mit meinen Lautsprechern möglich ist, will ich mehr ;-)
Die Frage ist, wie schaffe ich das bei meinen Gegebenheiten bestmöglich?

Option 1: Ein neuer Mittelklasse-Receiver (mein VSX-921 hat keine Preouts) + ein hochwertiger Stereo-Receiver.

Vorteil: 1. Bei der Technik der Vollverstärker tut sich nicht so viel wie bei AVRs (z.B. neue Formate), sodass man dann immer günstige AVRs kaufen und den Vollverstärker lange behalten kann.

Nachteil: 1. Kein Einmesssystem, dass die Gegebenheiten ausgleichen kann. 2. Sollte es Verstärkerklang geben, habe ich die Befürchtung, dass die Fronts, die ja dann am Stereo-Verstärker hängen, anders klingen als der Rest, der am AVR hängt.

Option 2: Ein neuer AV-Receiver mit verbessertem Einmesssystem, z.B. Audyssey MultEQ XT32.

Vorteil: 1. Besseres Messsystem biegt den Raum besser hin. 2. Das ausgegebene Geld wirkt sich nicht nur für die Verbesserung der Stereo-Qualitäten aus, sondern im Heimkinobetrieb profitiert man auch von mehr Power etc.

Nachteil: 1. Hohe Kosten bei jeder Neuanschaffung eines AVRs.

Option 3: Pioneer VSX-921 behalten (Power reicht für Lautsprecher und wenn es keinen Verstärkerklang gibt, muss er nicht weg) + AntiMode 2.0 für die Planet L und den "kleinen" AntiMode für den Sub.

Vorteil: 1. Annahme, dass ein Gerät, dass extra für die Verbesserung der Raumakustik gedacht ist, besser/genauer funktioniert als das integrierte Einmesssystems eines AVRs, der ja noch viel mehr Aufgaben erledigen muss. 2. Auch bei anstehendem Gerätewechsel kann das Gerät weiter genutzt werden, sodass das investierte Geld weiter gut angelegt ist.

Nachteil: 1. Rears- und Center profitieren nicht, wie etwa bei einem neuen AVR mit besserer Einmessung. 2. Eventuell komplizierte Bedienung, da ich kein Experte bin.

Über Eure Meinungen, weitere Optionen, an die ich noch nicht gedacht habe oder das Aufdecken von Fehlern in meinen Gedankengängen würde ich mich sehr freuen.

Vielen Dank im Voraus!

Bis denne,

Chris
Hörraum
Mickey_Mouse
Inventar
#2 erstellt: 26. Mai 2013, 18:32
ah, ich erinnere mich wieder, due hattest doch schonmal nach einem Center gesucht?!?

Wirklich guter Stereo-Klang wird bei der Aufstellung kaum möglich sein. Ich bezweifle extrem, dass sich der Aufwand eines Stereo-Amps (da stellt sich ja auch noch die Frage nach dem adäquaten analogen Zuspielers!) im Vergleich zu einem ordentlichen AVR lohnt!

Auf der anderen Seite brauchst du dir über die Klangunterschiede der Endstufen garantiert keine Gedanken machen, die sind (wenn vorhanden) absolut vernachlässigbar gegenüber den Klangunterschieden, die auf den unterschiedlichen Aufstellungen der LS beruhen.

Ich wollte mir schon lange mal ein Antimode 2.0 bei meinem Händler ausleihen. Das letzte mal als ich da war, hatte er aber keins "frei". Da kann ich (noch) nicht sagen wie gut sich das schlägt.

Also alles zusammen denke ich schon, dass du mit einem AVR besser beraten bist. Was spricht denn jetzt gegen den Yamaha oder Marantz, wenn dir die gut gefallen haben?
weimaraner
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 26. Mai 2013, 19:01
Hallo,

für mich ganz klar die Option 2 in diesem Setup,

und das von mir, jemandem der ein Antimode 2.0 hier stehen hat

Das Antimode 2.0 macht ja automatisch "nur" bis 500Hz Korrektur,
darüber kann man zwar selbst Hand anlegen, ist aber auch immer recht heikel, sonst würde das ja auch automatisch funktionieren...

Allein das 2.0 kostet soviel wie ein AVR mit XT 32, dann noch ein AM für den Sub....würd ICH jetzt nicht angehen.

VG
mathematiker
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 26. Mai 2013, 19:04
Tja, die günstigste Aufrüst-Aktion wäre sicherlich die Umgestaltung des Hör-Raums. Der arme Lautsprecher rechts ...dem sollte man echt dankbar sein, dass er nicht aufgrund widriger Umstände schon lange den Geist aufgegeben hat ...

Aber im Ernst:

Du wirst hier vermutlich sehr viele, durchaus konträre Meinungen hören
(meine kurz und knapp: Option 1 bevorzuge ich persönlich ... auch wenn ich wieder virtuelle Haue bekommen werde. Und warum sollte ein Einmess-System bei Option 1 nicht funktionieren? Ein Nachteil hat Option 1 natürlich: Ein Gerät mehr, das man unterbringen muss.).

Könntest Du Dir nicht einmal von einem guten Bekannten einen einigermaßen soliden Stereo-Verstärker ausleihen und erstmal schauen, ob der Stereo-Klang dadurch besser wird? Falls ja, könnte Option 1 tatsächlich auch für Dich eine Lösung sein, falls nein, hättest Du ja nix verloren außer ein wenig Zeit.
rollomat
Stammgast
#5 erstellt: 26. Mai 2013, 19:27
He Leute,

heißen Dank für die fixen Antworten. Konträre Meinungen?! Kein Problem. Vielleicht schaffe ich es ja, das für mich wichtige rauszupicken ;-)

@ Mickey Mouse

Ja, genau. Den habe ich nach langer Suche auch gefunden. Ich war zwar kurz davor aufzugeben, aber es hat am Ende doch geklappt.

Der Yamaha gefiel mit im Stereo-Modus gut, im Heimkino allerdings schlechter als der Pioneer, sodass ich unter den Voraussetzungen kein Geld ausgeben wollte. Zudem gefallen mir die vielen DSPs nicht so gut, weil ich stets das Gefühl hatte, dass da rumgepfuscht wird.
Der Merans war im Heimkino top, klang mir im Stereo-Modus an meinen Lautsprechern aber etwas "kühl".

Du votierst also für einen neuen AVR?

@ Weimaraner

Das zweite Votum für einen neuen AVR :-)

Echt? Ich dachte da Anti-Mode zwei auch für Vollbereichslautsprecher geeignet sein soll, dass es auch den gesamten Frequenzband hinbiegt?!
Sollte dem nicht so sein, ist das für einen Laien wie mich wohl doch eher nichts :-/

@ Mathematiker

Die naheliegenste Lösung - Veränderung des Hörraums - fällt leider raus ;-)

Einen Stereo-Receiver könnte ich schon noch unterbringen. Nur bräuchte ich auch einen neuen AVR mit Pre-Outs. Wie soll denn das mit der Einmessung funktionieren? Da steh' ich gerade auf dem Schlauch..

@ All

Ist bzw. gilt Audyssey XT32 unbestritten als das beste Einmesssystem? Oder ist das wieder eine reine Geschmacksache? Oder für welches System sollte ich mich bei meinen Voraussetzungen entscheiden?

1000 Dank.
weimaraner
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 26. Mai 2013, 19:33
ja, es ist für den gesamten Frequenzbereich,
aber eben nur begrenzt automatisch sonst manuell ....

Versuch doch mal noch den Onkyo TX 818 aus, vllt passt ja da Beides....

VG
Amperlite
Inventar
#7 erstellt: 27. Mai 2013, 12:06

Die naheliegenste Lösung - Veränderung des Hörraums - fällt leider raus ;-)

Ich sehe da einen Raumteiler und eine Säule. Wenn man anstatt der Bastmatte auf kompletter Säulenbreite einen großen Absorber baut, könnte das schon einiges an Verbesserung bringen.
rollomat
Stammgast
#8 erstellt: 27. Mai 2013, 13:22
@ Weimaraner

Ok, danke..Dann hat sich die Option aufgrund mangelnden Fachwissens erledigt. Im Moment tendiere ich auch zum Onkyo TX-NR818. Allerdings habe ich über deren Hitzeentwicklung nichts Gutes gehört und da der AVR auch im Rack untergebracht werden müsste, frage ich mich, ob die 13 cm Platz nach oben ausreichen würden?! Was meinst Du? Hinten müsste ich die Rückwand aufgrund der Tiefe des Gerätes ohnehin rausnehmen, da könnte er also genug atmen ;-)

@ Amperlite

Ah, gute Idee. Das muss ich mir mal durch den Kopf gehen lassen und mich ein bisschen einlesen. Hört sich zumindest nach der realistischsten und u.U. optisch ansprechendsten Lösung an. Danke!
jd17
Inventar
#9 erstellt: 27. Mai 2013, 14:37

rollomat (Beitrag #8) schrieb:
Im Moment tendiere ich auch zum Onkyo TX-NR818. Allerdings habe ich über deren Hitzeentwicklung nichts Gutes gehört

du hast vielleicht von hoher hitzeentwicklung bei älteren Onkyo gelesen, aber kaum beim 818.


und da der AVR auch im Rack untergebracht werden müsste, frage ich mich, ob die 13 cm Platz nach oben ausreichen würden?!

13cm nach oben sind mehr als der großteil der nutzen bieten können. ich sehe da keine probleme.

betreibe das gerät selber mit 5 oder 6cm luft nach oben.
rollomat
Stammgast
#10 erstellt: 27. Mai 2013, 14:58
Na das höre ich doch äußerst gerne :-)

Dann heißt es jetzt nur noch: Kohlen zusammenkratzen :-)
rollomat
Stammgast
#11 erstellt: 28. Mai 2013, 12:45
Schade, nachdem ich ein Schnäppchen bei eBay Kleinanzeigen nicht ergattern konnte würde es wohl doch teurer werden. Ist davon auszugehen, dass der Onkyo die Stereoqualitäten relativ sicher verbessert? Oder kann ich da Glück und Pech haben? Oder sollte ich lieber die zwei, drei Jahre auf nen neuen Raum warten? ;-)
Amperlite
Inventar
#12 erstellt: 28. Mai 2013, 14:13

rollomat (Beitrag #11) schrieb:
Ist davon auszugehen, dass der Onkyo die Stereoqualitäten relativ sicher verbessert? Oder kann ich da Glück und Pech haben?)

Ein Einmess-System ist kein Allheilmittel.
Je schlechter die Raumakustik im Originalzustand ist, desto problematischer. Einige Ursachen für schlechten Klang können allenfalls gemindert werden - wegzaubern kann man sie nicht.
rollomat
Stammgast
#13 erstellt: 28. Mai 2013, 14:21
Hey,

danke für die Antwort. Interessanterweise kann man deinen Beitrag in zweierlei Weise auslegen; Heißt das a) je schlechter die Raumakustik, desto wichtiger das Einmesssystem --> Onkyo 818 kaufen oder b) dein Raum ist so verhunzt, da kann auch Audyssey XT32 nichts machen --> bleib bei deinem Pioneer?
jd17
Inventar
#14 erstellt: 28. Mai 2013, 14:23
ganz ehrlich - beim momentanen preis des 818 kann man es doch probieren.
wenn er dir wirklich nichts bringt, schickst du ihn zurück.

allerdings hattest du doch schon einen Marantz mit MultEQ XT, und du verwendest auch einen subwoofer.
wie waren denn damit die ergebnisse?
bei subwoofer-setups, wo alle lautsprecher relativ hoch getrennt werden, ist XT32 zwar auch im vorteil ggü. XT - aber die unterschiede sind bei richtiger anwendung oft nicht weltbewegend.

erzähl doch mal von deinen eindrücken zur XT-korrektur... wie hast du gemessen? wie wurden die trennfrequenzen festgelegt?
hast du dich an die anleitung aus dem forum gehalten?
subwoofer-lautstärke nach der anleitung korrigiert... usw...?
rollomat
Stammgast
#15 erstellt: 28. Mai 2013, 14:31
Oh, jetzt wird's leider peinlich, denn nach der Anleitung im Forum habe ich vermutlich nichts gemacht :-/
Ich habe den Marantz SR6007 bekommen, das Messmikro an der Hörposition aufgestellt, den Sub nach Vorgaben des OSD eingestellt und nach der Einmessung geschaut, ob die Frontlautsprecher als Small eingestellt sind, da diese vom Sub unterstützt werden sollen.
Im Heimkino-Betrieb überzeugte mich der Marantz total, sehr brilliant. Im Stereobetrieb klang er mir etwas hell/kühl und der Bass schien nicht so präzise zu spielen wie beim Yamaha RX-V673.
Die Trennfrequenzen der Fronts habe ich vermutlich mit 80 oder 100Hz eingestellt, so wie beim jetzigen Pioneer auch.

Waren Katastrophenfehler dabei? Lohnt sich - vor dem Hintergrund dieser Schilderungen - der Umstieg auf XT32?
jd17
Inventar
#16 erstellt: 28. Mai 2013, 14:33
hast du nur auf einer position gemessen, nicht 8?


[Beitrag von jd17 am 28. Mai 2013, 14:33 bearbeitet]
rollomat
Stammgast
#17 erstellt: 28. Mai 2013, 14:41
Ich habe das Mikro immer so um 10 - 20 cm verschoben und insgesamt vier Messungen gemacht. Wollte nicht mehr Messungen an anderen Punkten machen, weil ich ja am Hörplatz gute Ergebnisse haben möchte und ich befürchtete, dass je mehr Messungen ich an anderer Stelle mache, das eigentliche Ergebnis verfälsche sodass ich vier Messungen im Umkreis von 30 cm um den Hörplatz gemacht habe. Oder hätte ich 8 Messungen ausschließlich am Hörplatz vernehmen müssen?! Da die Testtöne ja immer gleich sind, nahm ich an, dass das unnötig sei?!
jd17
Inventar
#18 erstellt: 28. Mai 2013, 14:49
es gibt bei Audyssey viel zu beachten, z.b. sollen immer alle messpunkte benutzt werden.
hier mal ein schema, wie man die positionen wählt.

es geht bei den vielen positionen darum, möglichst viele informationen über den raum zu erhalten.
der abstand von der hauptposition kann ca. ziwschen 30cm und 60cm betragen. wichtig ist auch, position 7 und 8 hinter dem hörplatz zu nutzen.

wichtig ist außerdem, die subwooferlautstärke korrekt einzustellen.
bei den meisten XT-geräten muss man hierzu einen kleinen trick anweden, z.b. aus der anleitung des AVSForum:


G.Calibrate the subwoofer volume

1.Some products equipped with Audyssey MultEQ XT32 have automated the subwoofer volume calibration process, making steps 2 – 8 below unnecessary. If you own one of these models, proceed to section III.

2.Set the volume control on the subwoofer at the middle (i.e. 12 o’clock) of the adjustment range allowed.
a.Please note this “starting point” may not work with all subwoofers.

3.Place the microphone at the first measurement position (see guidance in section V.) and proceed with the calibration process for the first measurement—until all speakers have been measured once.

4.After the first measurement process is complete, select "Calculate", then go to "Check Parameters".
a.Audyssey will calculate the speaker distances and trim level settings from this first measurement.
b.Each manufacturer has a slightly different interface, so the terminology may not exactly match.

5.Check the subwoofer trim level setting in the receiver / processor menu.
a.If the subwoofers’ trim level is at the maximum limit of the cut (-) or boost (+) adjustment range allowed, you need to adjust the volume control on the subwoofer and repeat step #2. Specific instructions will follow.
b.Trim adjustments are a tool used to achieve the goal of producing the same Sound Pressure Level (SPL) from each speaker / subwoofer in the system.
c.For example, Denon receivers have a trim adjustment range from -12dB to +12dB.

6.If the subwoofer trim level is at the maximum boost (e.g. +12db), turn up the volume control on the subwoofer slightly and repeat step #2.

7.If the subwoofer trim level is at the maximum cut (e.g. -12db), turn down the volume control on the subwoofer slightly and repeat step #2.

8.A suggestion for tweakers is to adjust the sub volume such that the resulting subwoofer trim is in the range of ±3 dB.
a.This is only a suggestion for the tweaker who likes to play around.
b.Audyssey’s position is to perform steps 4 to 6 above.

•Note: This process is for checking the subwoofer trim levels only. After you have completed the subwoofer setup, be sure to start the measurement process over, following the guidance in section V to use the maximum number of microphone measurement positions available.



das ist aber nur ein teil der anleitung, für bestmögliche resultate sollte man ALLES beachten.


vielleicht bestellst du dir testhalber einfach mal einen kleinen, günstigen AVR-1713 und machst bei der messung alles richtig.

Im Stereobetrieb klang er mir etwas hell/kühl und der Bass schien nicht so präzise zu spielen wie beim Yamaha RX-V673.

unpräziser bass passt eigentlich garnicht zu Audyssey, hell/kühl allerdings schon, wenn die falsche (je nach raum/musikmaterial/geschmack) kurve gewählt wurde (Audyssey flat).


[Beitrag von jd17 am 28. Mai 2013, 14:51 bearbeitet]
rollomat
Stammgast
#19 erstellt: 28. Mai 2013, 15:02
Vielen dank für die vielen Infos.

Das ist sehr interessant, speziall, was Du zum helleren/kühleren Klang sagtest. Das war nämlich das, was mich am Marantz im Stereo-Betrieb störte, nur weiß ich natürlich nicht, welche Kurve ich eingestellt hatte

Gut, die Einmessung kann dann nicht perfekt gewesen sein Deswegen meintest Du, ich solle mir mal einen kleineren holen, diesen perfekt einmessen und schauen, ob ich damit zufrieden bin, bevor ich mehr Geld für den Onkyo raushaue, oder wie war das gemeint?

Edit: Ich weiß nicht, ob ich die Anleitung zur Subwoofer-Einpegelung gerafft habe. Vor der 1. Messung Subwoofer-Lautstärke auf 12 Uhr/Mitte stellen. Erste Einmessung machen, Ergebnisse überprüfen und wenn der Wert zwischen + oder - 3 db liegt, dann ist alles ok und es kann mit den weiteren Messungen losgehen. Andernfalls Subwoofer am Gerät regulieren, nochmals die erste Messung durchführen, bis man im Bereich von + oder -3 dB liegt. Korrekt?


[Beitrag von rollomat am 28. Mai 2013, 15:05 bearbeitet]
jd17
Inventar
#20 erstellt: 28. Mai 2013, 15:20

rollomat (Beitrag #19) schrieb:
Ich weiß nicht, ob ich die Anleitung zur Subwoofer-Einpegelung gerafft habe. Vor der 1. Messung Subwoofer-Lautstärke auf 12 Uhr/Mitte stellen. Erste Einmessung machen, Ergebnisse überprüfen und wenn der Wert zwischen + oder - 3 db liegt, dann ist alles ok und es kann mit den weiteren Messungen losgehen. Andernfalls Subwoofer am Gerät regulieren, nochmals die erste Messung durchführen, bis man im Bereich von + oder -3 dB liegt. Korrekt?

am subwoofer, genau. die AVRs können ja nur innerhalb dieser +/-12dB regeln und das geht schonmal ordentlich in die hose. dann arbeitet Audyssey außerhalb des regelbereichs und es klingt bescheiden.

in den meisten anleitungen ist dieser vorgang erklärt, aber man weiß ja dass die niemand liest.


Deswegen meintest Du, ich solle mir mal einen kleineren holen, diesen perfekt einmessen und schauen, ob ich damit zufrieden bin, bevor ich mehr Geld für den Onkyo raushaue, oder wie war das gemeint?

naja wenn du bei dem super preis des 818 schon knausrig warst und nicht wirklich kaufen möchtest - nimm halt einen kleinen 1713 für 300€. da kann doch scheinbar auch alles was du brauchst.

da du scheinbar keine optimale aufstellung realisieren kannst/möchtest, würde ich persönlich auch nicht so viel geld für die letzten feinheiten ausgeben.
richtig angewendet und mit kompletter 80Hz-trennung aller lautsprecher arbeitet XT schon sehr gut und sollte zumindest aus dem sub das beste rausholen, was die position eben zulässt.
wenn die lautsprecher mehr arbeit übernehmen würde ich dagegen grundsätzlich zu XT32 raten.

aber es scheint ja auch eher design im vordergrund stehen, sonst würde man kaum diese kugel-lautsprecher kaufen.
...aber ist ja auch OK - jeder hat andere prioritäten!

ich stelle einfach nur in frage, ob für dich ein 818 nötig wäre.
natürlich kann man argumentieren, dass das leistungsstärkere XT32 bei schlechten positionen noch mehr rausholen kann - aber es geht bei Audyssey hauptsächlich um bassoptimierung. und das macht XT mit einem sub schon ganz ordentlich.
rollomat
Stammgast
#21 erstellt: 28. Mai 2013, 15:31
Haha, stimmt. Design spielt keine unwichtige Rolle, aber so schlecht klingen die Kugeln nicht.

Naja, knausrig bin ich bei sowas - zumindest wenn man meine Freundin fragt - nicht. Die Frage war nur, ob sich der mögliche Aufwand - hin und herschicken, Harmony umprogrammieren etc. lohnt, oder ob bei meinem Raum ohnehin nicht mehr geht. Und bei einem eBay Kleinanzeigen-Angebot von 450 € mit Rechnung und Restgarantie MUSS man zuschlagen, glaube ich. Bei 800€ muss man dann vielleicht nicht ganz so wuschig werden ;-)

Aber, wenn schon, denn schon. Wenn dann ordere ich den Onkyo 818 und wenn ich zufrieden bin, bleibt der. Die Zufriedenheit ist es mir dann auch wert, vielleicht 200€ zu viel bezahlt zu haben, weil XT das gleiche Ergebnis erzielt hätte.
jd17
Inventar
#22 erstellt: 28. Mai 2013, 15:36

rollomat (Beitrag #21) schrieb:
aber so schlecht klingen die Kugeln nicht.

das wollte ich damit auch nicht sagen! das konzept in sich ist ja auch stimmig. geschlossenes gehäuse, coax-treiber... man kann lautsprecher definitiv schlechter konstruieren!

trotzdem muss man erstmal auf dieses modell kommen.


Aber, wenn schon, denn schon. Wenn dann ordere ich den Onkyo 818 und wenn ich zufrieden bin, bleibt der. Die Zufriedenheit ist es mir dann auch wert, vielleicht 200€ zu viel bezahlt zu haben, weil XT das gleiche Ergebnis erzielt hätte.

du bist völlig frei in deiner entscheidung.

aber 200€?
300€-Denon vs. 700€-Onkyo sind für mich mehr als 200€ differenz.
rollomat
Stammgast
#23 erstellt: 28. Mai 2013, 15:41
Ja, bei der Rechnung liegst Du richtig. Ich hatte mit nem Marantz SR6007 gerechnet, den man ja schon für 555€ bekommt. Aber in Anbetracht der Tatsache, dass ich viel mit AirPlay arbeite, macht es vielleicht doch mehr Sinn, einen günstigeren Denon zu testen, da ich mir dann zusätzlich noch die Kosten für AppleTV sparen könnte, da der Onkyo ja kein Airplay integriert hat.
rollomat
Stammgast
#24 erstellt: 28. Mai 2013, 16:42
Vielleicht sollte ich mich als erstes mal intensiver mit dem MCACC auseinander setzen, denn die Messung habe ich ähnlich gewissenhaft durchgeführt :-D
Aber ich glaube bei MCACC gibt's nur einen Messpubkt und nicht so viele Optionen, oder?!
Sollte das zu nix führen: Denon AVR-1713, danach Onkyo TX-NR818.

Hat irgendjemand Tips für ne gute MCACC-Einmessung?
rollomat
Stammgast
#25 erstellt: 28. Mai 2013, 20:59
Hi Leute,

zunächst die erfreuliche Nachricht: Ich könnte die Stereo-Qualitäten für 0€ drastisch verbessern. Und nun zur schlechten Nachricht: Sorry, dass ich Eure Zeit verschwendet habe.

Aber der Reihe nach: Als erstes: Heißen Dank an alle, die sich an der Diskussion beteiligt haben und an jd17, der mich mit seinen Anmerkungen zum Einmessverfahren von Audyssey überrascht und dazu gebracht hat, mich nochmal intensiver mit dem MCACC zu beschäftigen.
Und nun zu dem Punkt, an dem ihr mich wahrscheinlich gerne schlachten möchtet. Bevor ich auf die 8 Messpunkte von Audyssey aufmerksam gemacht wurde, war ich sicher, ich hätte bei mir alles richtig eingemessen. Nachdem sich heute herausgestellt, dass die AVRs zwar fast alles übernehmen, es aber dennoch nicht soo einfach ist, habe ich mir mal eine entsprechen Foren-Anleitung für's MCACC besorgt.
Während ich bis dato das MCACC habe laufen lassen und im Anschluss kurz die Lautsprecher-Größen und die Trennfrequenz geändert habe, ist mir heute bei Betrachtung der Anleitung erst bewusst geworden, dass man das MCACC im Anschluss mit den geänderten Lautsprechergrößen noch einmal durchführen lassen kann. Nach der erneuten Durchführung von MCACC mit den richtigen Parametern ist - auch wenn ein Vergleich nach drei Wochen schwer ist - die Bühne so groß wie beim Yamaha oder zumindest deutlich größer. Auch der Bass spielt präziser. Aus der Erinnerung heraus nicht so gut, wie der Yamaha, aber nah' dran. Damit kann ich leben...Vorerst ;-) Mal sehen, vllt. wird's irgendwann ja doch noch der Onkyo ;-)

Sorry nochmal und einen schönen Abend noch!
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