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Verstärkerwechsel: Ratschlag gesucht!

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yessaia
Neuling
#1 erstellt: 13. Aug 2016, 16:15
Hallo Leute! Ich bitte um Tipps/Ratschläge...
Und zwar habe ich derzeit Folgendes zu Hause stehen:
Sony TA-F 535R Amplifier mit 2 Stk Magnat Zero 4 Lautsprechern
Und daran einen Plattenspieler, Tuner, CD und AUX angehängt...

Ich bin mit dem Setup grundsätzlich zufrieden, nur leider kratzt ein Kanal schon so (wurde bereits gereinigt, kratzt aber schon wieder),
dass ich schon eine Weile über einen Verstärkerwechsel nachdenke.
Leider bin ich völlig planlos, was ich mir da besorgen soll...
- Neu oder gebraucht?
- Welche Hersteller sind generell zu empfehlen?
- kann ich die Boxen an "jeden" Verstärker anhängen oder muss ich da aufpassen?
- welches Budget sollte ich einplanen? (Hab das aktuelle Setup ohne Plattenspieler um ca. 150€ gebraucht bekommen, der Verstärker hat aber gleich mal zu kratzen begonnen)

Vielleicht habt ihr ja ein paar hilfreiche Ideen für mich, wäre super!

Lg Yessaia
Tywin
Inventar
#2 erstellt: 13. Aug 2016, 17:01
Hallo Yessaia,

zumeist ergibt sich nach der Nennung eines Budgets in Euro von fast allein was für Geräte infrage kommen. Aus meiner Sicht sind - je nach Ausstattung und Leistungsfähigkeit - auch Verstärker für vierstellige Preise nicht unbedingt Blödsinn auch wenn günstigere Geräte für viele Zwecke genügen.

Weiterhin wäre es hinsichtlich des Phonoeingangs wichtig, dass Du uns das verwendete Tonabnehmersystem nennst, wenn Du auf einen Phonoeingang am neuen Verstärker angewiesen bist, da der Phono-Pre hinsichtlich seiner elektrischen Parameter zum verwendeten Tonabnehmer passen muss.

Bei gebrauchten älteren Geräten muss Du immer mit Wehwehchen und Problemen rechnen. Entweder lässt Du Dich darauf ein oder nicht.

Wenn ich heute einen Stereoverstärker mit irgend einem Phonoeingang neu/günstig kaufen müsste, würde ich z.B. zum Yamaha A-S 501greifen ....

VG Tywin


[Beitrag von Tywin am 13. Aug 2016, 17:16 bearbeitet]
yessaia
Neuling
#3 erstellt: 13. Aug 2016, 18:04
Hey Tyvin,
danke für die Antwort...
Also bzgl. Phonoeingang siehts so aus, dass ich einen eher günstigen Plattenspieler dranhängen hab (Dual DTJ 301) mit Magnet-Tonabnehmer.
Ich kann außerdem beim Plattenspieler zwischen Phono und Line switchen, d.h. eigentlich wäre es möglich, einen Verstärker ohne Phono-Eingang zu benutzen, oder? (ratsam?/egal?/nicht gut?)
Hab mir den Yamaha A-S 501 mal angesehen, der wäre auf jeden Fall an der oberen Preis-Grenze...

lg yessaia
Tywin
Inventar
#4 erstellt: 13. Aug 2016, 18:32
Hallo,


Also bzgl. Phonoeingang siehts so aus, dass ich einen eher günstigen Plattenspieler dranhängen hab (Dual DTJ 301) mit Magnet-Tonabnehmer.


falls Du Dich tatsächlich irgendwann näher mit der Schallplattenwiedergabe/Phonotechnik befassen willst, da gibt es einiges zu beachten. Aber hinsichtlich des DTJ 301 mit dem umgelabelten AT91 als Tonabnehmersystem will ich das nicht weiter thematisieren, das verwirrt dann womöglich nur und führt zu nichts.

Wenn es neu und günstiger sein soll, dann schau Dir mal die günstigsten Modelle von Denon und Marantz an. So lange Du nicht sehr laut hören willst, sollten die genügen.

VG Tywin
yessaia
Neuling
#5 erstellt: 13. Aug 2016, 19:25
OK, danke für die Geduld mit mir Banausen!
Ich hab mich mit der Materie einfach nie wirklich beschäftigt, drum muss ich jetzt oft blöde Fragen stellen...

Also wichtig ist, dass der Phono-Eingang MM ist oder?

Ich hab mir jetzt auf deinen Rat hin folgende Verstärker angesehen:

Denon PMA 720 AE
Marantz PM5005
Yamaha A-S501

die sollten alle drei mit meinem Plattenspieler und mit den Magnat Zero 4 kompatibel sein, oder?
Welcher wäre die erste Wahl von euch/dir? (Fokus Klangqualität, Langlebigkeit)

LG Yessaia
tinnitusede
Inventar
#6 erstellt: 13. Aug 2016, 19:57
Marantz und Yamaha,

den Yamaha vielleicht doch gebraucht kaufen, das Modell ist ja aktuell,
dass sollte sicherlich keine Probleme geben.

Wie viel möchtest Du denn konkret ausgeben?

Hans


[Beitrag von tinnitusede am 13. Aug 2016, 19:58 bearbeitet]
Tywin
Inventar
#7 erstellt: 13. Aug 2016, 20:03
Hallo,

da Marantz ein Label von Denon ist und schon vorher kooperiert wurde .... mit beiden Labeln bekommt man funktionierende Verstärker.


die sollten alle drei mit meinem Plattenspieler


Der Plattenspieler selbst spielt keine Rolle hinsichtlich des Phono-Pre. Nur das Tonabnehmersystem, ggf. Ground/Erde/Masse und ein ggf. im Plattenspieler verbauter Phono-Pre wird mit dem Verstärker verbunden.


und mit den Magnat Zero 4 kompatibel sein, oder?


Nahezu jeder Verstärker kann nahezu jeden Lautsprecher antreiben.


Welcher wäre die erste Wahl von euch/dir? (Fokus Klangqualität, Langlebigkeit)


Zur Langlebigkeit wirst Du keine belastbaren Informationen finden. Zum Einen sind die Produkzyklen oft recht kurz, zum Anderen ist der mögliche Beurteilungszeitraum oft viel zu kurz, des Weiteren fehlen Informationen zu verkauften Stückzahlen und aufgetretenen Mängeln.

Hinsichtlich "Klang" willst Du Dich vielleicht mit den folgenden Basics befassen?

http://www.hifiaktiv.at.xserv08.internex.at/?page_id=66
http://www.hifiaktiv.at.xserv08.internex.at/?page_id=173
http://www.hifiaktiv.at.xserv08.internex.at/?page_id=83
http://www.audiophysic.de/aufstellung/regeln.html

Ein Verstärker der den Klang beeinflusst ist hinsichtlich der Leistungsfähigkeit unterdimensioniert, defekt, eine Fehlkonstruktion oder gesoundet. Ein Verstärker hat die Aufgabe ein eingehendes Signal möglichst unverändert zu verstärken. Fast alle Transistorverstärker schaffen das und alles andere ist peinlich, reputationsschädlich und ein Mangel - somit ein Grund zur Reklamation.

VG Tywin


[Beitrag von Tywin am 14. Aug 2016, 06:41 bearbeitet]
ATC
Inventar
#8 erstellt: 13. Aug 2016, 20:46

yessaia (Beitrag #5) schrieb:

Welcher wäre die erste Wahl von euch/dir? (Fokus Klangqualität, Langlebigkeit)


Marantz 6005 ,
vllt schaust und fasst die Verstärker mal im Vergleich an,
Fanta4ever
Inventar
#9 erstellt: 13. Aug 2016, 21:12
Hallo,

der Yamaha A-S501 ist mit einem 510W Netzteil und 12,000 uF Blockkondensatoren schon ein anderes Kaliber als das was hier sonst noch genannt wurde.

Nur zur Info

LG
ATC
Inventar
#10 erstellt: 13. Aug 2016, 21:24
Und wenn du ihn außen anfasst wackelt er zusammen.....
yessaia
Neuling
#11 erstellt: 13. Aug 2016, 21:29
Heyhey!

erstmal Danke für den Lesestoff, ich hab jetzt nur mal nen Teil gelesen und hab glaub ich schon einiges dazugelernt!
Was ich bis jetzt so rausgefunden habe ist, dass ich aufgrund meiner Gegebenheiten (Wohnung mit direkten Nachbarn, meist Musikgenuss auf "normaler" Lautstärke, also eher gemäßigt) über die diskutablen Verstärker sowieso genug Leistung rausgbekomme und ich mit einem Verstärker um 200-300€ für meine Bedürfnisse ganz gut aufgestellt bin...
Klangqualität (v.a. bzgl. Vinyl) werd ich eher durch Tonabnehmersystem verändern können, das dann mit dem Verstärker kompatibel ist ...
Wobei ich mit der Qualität eh ganz zufrieden bin, das Poti-Kratzen geht halt gar nicht!
Werd mal schaun was von den Verstärkern in den Läden in der Nähe herumsteht und mir mal ein "offline"-Bild machen und vergleichen...

LG, Yessaia
Cantöner16
Stammgast
#12 erstellt: 13. Aug 2016, 21:30
wow des tages bei ebay..noch ein paar stunden, hab ihn auch gerade bestellt
yessaia
Neuling
#13 erstellt: 13. Aug 2016, 21:31
@ATC:
den Yamaha meinst du? Instabiler Verbau?
ingo74
Inventar
#14 erstellt: 13. Aug 2016, 21:33
Qualitativ tun die sich alle nicht viel in dieser Preisklasse. Für den Yamaha sprechen übrigens noch die regelbare Loudness (leise mal hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Gehörrichtige_Lautstärke ) und die bessere Ausstattung (wenn man sie braucht).
Cantöner16
Stammgast
#15 erstellt: 13. Aug 2016, 21:40
marantz sr 5010
ATC
Inventar
#16 erstellt: 13. Aug 2016, 21:44

yessaia (Beitrag #13) schrieb:
@ATC:
den Yamaha meinst du? Instabiler Verbau?


Schau sie dir live an, und benutze ruhig auch die Regler.

Bestenfalls kannst du auch die Loudnessfunktionen der Geräte testen, falls für dich relevant,
wie eben diese auf dein Gehör wirken wenn du diese benutzt, und dabei auch ruhig mit der Lautstärke spielen.
Diese funktionieren nämlich unterschiedlich, mit der des Yamaha kommen nicht alle zurecht, vllt auch wenige....aber theoretisch natürlich ein Vorteil.

(Deshalb immer selbst testen )
tinnitusede
Inventar
#17 erstellt: 13. Aug 2016, 21:48
er muss ja nicht der 501 sein, der 500 ist eigentlich identisch und preiswerter,

http://www.ebay.de/i...2:g:dwIAAOSwZ8ZXA42Q

die B-Ware gibt´s noch deutlich preiswerter und mit Poti-Kratzen musst Du erst in 20 Jahren rechnen, es sei denn, Du rauchst Rothändle,

Hans
ingo74
Inventar
#18 erstellt: 13. Aug 2016, 21:49
Der Vorteil ist einer Loudnessfunktion ist "praktisch", nicht "theoretisch" und irgendwelche "Gehörprobleme" oder ein "nicht-zurechtkommen-mit-der-Loudnessfunktion" finden sich hier im Forum und googleweit nicht, somit wohl eher eine irreale subtile Behauptung, weil dir persönlich der Yamaha nicht gefällt.

Dennoch hat ATC recht - einfach live ausprobieren, ob er haptisch und optisch passt


[Beitrag von ingo74 am 13. Aug 2016, 21:50 bearbeitet]
ATC
Inventar
#19 erstellt: 13. Aug 2016, 21:56
Das mit der Yammi Loudnessfunktion findet man schon hier im Forum wenn man will,
hast du denn diese in deinen Anlagen schon mal dauerhaft genutzt?

Andere Verstärker haben ja auch Loudnessfunktionen, einfach mal ausprobieren....
tinnitusede
Inventar
#20 erstellt: 13. Aug 2016, 22:00
zumindest haptisch wäre der Onkyo eine Alternative.

http://www.ebay.de/i...e:g:YlEAAOSw4s9XlMNb

Hans
dialektik
Inventar
#21 erstellt: 13. Aug 2016, 22:42

ingo74 (Beitrag #18) schrieb:
Der Vorteil ist einer Loudnessfunktion ist "praktisch", nicht "theoretisch" und irgendwelche "Gehörprobleme" oder ein "nicht-zurechtkommen-mit-der-Loudnessfunktion"

Und wenn man es dennoch gar nicht braucht
Ich habe bei Geräten mit Loudness und Klangreglern, diese seit den frühen 80ern nie benutzt und seit rd 20 .... Jahren nutze ich einen Amp, der so was gar nicht hat
ingo74
Inventar
#22 erstellt: 13. Aug 2016, 22:44
Es ist ein Vorteil, dass man die Wahl hat.
Mickey_Mouse
Inventar
#23 erstellt: 13. Aug 2016, 22:53
wenn man halt in den letzten >30 Jahren niemals leiser als Referenz-Pegel (also für den die Scheibe abgemischt wurde und was i.d.R. wesentlich lauter ist als Zimmerlautstärke) gehört hat, dann braucht(e) man auch keine Loudness.
Wirklich realistisch ist das nicht, eigentlich braucht jeder eine einstellbare oder besser adaptive Loudness und wenn er laut genug hört, dann ist sie halt aus (manuell/automatisch).
dialektik
Inventar
#24 erstellt: 13. Aug 2016, 23:01
Nur wenn man bisher Klangregler und/oder Loudness benutzt hat....
Und meine Erfahrung sagt: brauch ich nicht: deshalb sind sonstige Features wahlentscheidend:
Anzahl Eingänge - Phono ja? MM/MC Qualität - Optik/Haptik
Bezogen auf den TE - der Sony hatte keine Loudness- er sucht, weil ein Kanal des Amps wohl defekt ist und Phono ist kein Thema, weil ein China-Dreher mit Dual-Label am Line funktioniert
dialektik
Inventar
#25 erstellt: 13. Aug 2016, 23:02

Mickey_Mouse (Beitrag #23) schrieb:
wenn man halt in den letzten >30 Jahren niemals leiser als Referenz-Pegel (also für den die Scheibe abgemischt wurde und was i.d.R. wesentlich lauter ist als Zimmerlautstärke) g).

Absoluter Blödsinn

Alle die, Direct-Schaltung oder Verstärker ohne Klangbeeinflussung nutzen, hören nicht richtig oder nur, wenn die Nachbarn trommeln

Aber ich habe mir hier ja schon mal anhören müssen, dass meine REVOX, Yamaha und Canton Boxen wohl nicht so linear seien - was aber tatsächlich nur für die Yamaha in Verbindung mit der Piano tatsächlich stimmt...


[Beitrag von dialektik am 13. Aug 2016, 23:14 bearbeitet]
ingo74
Inventar
#26 erstellt: 13. Aug 2016, 23:12
lesen und VERSTEHEN:
https://de.wikipedia.org/wiki/Gehörrichtige_Lautstärke
Wenn es einem nicht gefällt, ok, aber man sollte schon wissen, worüber geschrieben/diskutiert wird
dialektik
Inventar
#27 erstellt: 13. Aug 2016, 23:22
Hier geht es um Praxis....
Weder hat der TE Loudness vermisst, weil es der Sony nicht hatte - er will Ersatz, weil dieser Defekt ist.

Und die Theorie kenne ich auch und dennoch: Ich brauche weder Klangregler noch Loudness auch bei Zimmerlautstärke
Mickey_Mouse
Inventar
#28 erstellt: 13. Aug 2016, 23:33

dialektik (Beitrag #27) schrieb:
Und die Theorie kenne ich auch und dennoch: Ich brauche weder Klangregler noch Loudness auch bei Zimmerlautstärke :X

dann hast du offensichtlich noch niemals "richtig" Musik gehört, zumindest nicht bei Zimmerlautstärke und nicht wesentlich lauter!

da fragt man sich natürlich: warum fällt einem der Unterschied nicht auf?!?
es muss dir doch komisch vorkommen, dass es sich bei Referenz-Pegel anders anhört als bei Zimmerlautstärke, oder merkst du selbst das nicht?
ATC
Inventar
#29 erstellt: 14. Aug 2016, 06:33
Hört sich bei mir deutlich leiser an....


Mickey_Mouse (Beitrag #28) schrieb:

da fragt man sich natürlich: warum fällt einem der Unterschied nicht auf?!?


Mögliche Ursache, ich geh da mal von meinem mit Hifi wenig bedarften Bekanntenkreis aus,
ist, das wenn sie leise hören, sie im Vergleich zum laut hören im Verhältnis weniger Bass und Höhen "hören" wollen , sich dadurch gestört fühlen bzw. sich mehr auf die Stimme konzentrieren bzw. wahrnehmen wollen. (Zwei davon haben übrigens Yamaha RX 797).

Vllt lohnt es sich ja diesbezüglich mal hier einen Thread zu starten,
aber wahrscheinlich trauen sich die Meisten eh nicht zu sagen das sie "nicht richtig Musik hören" ...
Moonlightshadow
Inventar
#30 erstellt: 14. Aug 2016, 07:13
hmmm....ich höre leise den gleichen Bass wie wenn ich laut höre. Die Klangqualität ist die gleiche. Wenn ich aufdrehe wirds eben nur lauter.
Mickey_Mouse
Inventar
#31 erstellt: 14. Aug 2016, 12:03

Moonlightshadow (Beitrag #30) schrieb:
hmmm....ich höre leise den gleichen Bass wie wenn ich laut höre. Die Klangqualität ist die gleiche. Wenn ich aufdrehe wirds eben nur lauter.

da fallen mir folgende Möglichkeiten ein:
a) du bildest dir das ein
b) du bist ein biologisches Wunder (früher hätte man dich vielleicht im Zirkus ausgestellt )
c) du drehst an den Reglern nach wenn du die Lautstärke veränderst
d) du hast eine gut funktionierende adaptive Loudness, die sich selbstständig an die geänderte Lautstärke Einstellung anpasst (z.B. Dynamic-EQ, YPAO-Volume)

hier sind die "genormten" Kurven gleicher Lautstärke Empfindung.
Viele Leute interpretieren das falsch. Jede dieser Kurven sagt welche Lautstärke bei welcher Frequenz benötigt wird, damit es sich für den normalen Menschen gleich laut anhört.
Nehmen wir die pinkfarbene 60Phon bei 1kHz Kurve. Damit sich das bei 20Hz genauso laut anhört wie bei 1kHz muss es 110Phon oder relativ zum 1kHz Wert +50dB lauter sein.
dann gucken wir wie es bei der hellblauen 80Phon/1kHz Kurve aussieht. Da werden bei 20Hz "nur" 120Phon oder relativ zum 1kHz Wert +40dB lauter.

D.h. wenn du statt mit 60dB mittlerem Pegel (das ist schon gehobene Zimmerlautstärke) mit 80dB hörst ohne etwas anderes zu ändern, dann sind 20Hz um +10dB laut. Oder anders herum: wenn der Tontechniker das Stück für 80dB abgemischt hat, dann ist es bei 60dB bei 20Hz um -10dB zu leise.

Egal wie man es dreht oder wendet: man kann die Musik nur "richtig" hören, wenn man sie mit genau der Lautstärke abhört für die sie "gemacht" (inkl. Nachbearbeitung im Studio) wurde, oder man nimmt als Hilfsmittel eine Loudness.
Wer behauptet, dass er ohne diese Hilfsmittel bei verschiedenen Lautstärken immer gleich hört, der sollte mal zum Arzt gehen, die Abweichung von der Norm ist dann schon sehr extrem.
ATC
Inventar
#32 erstellt: 14. Aug 2016, 16:22

Mickey_Mouse (Beitrag #31) schrieb:

D.h. wenn du statt mit 60dB mittlerem Pegel (das ist schon gehobene Zimmerlautstärke) mit 80dB hörst ohne etwas anderes zu ändern, dann sind 20Hz um +10dB laut. Oder anders herum: wenn der Tontechniker das Stück für 80dB abgemischt hat, dann ist es bei 60dB bei 20Hz um -10dB zu leise.


Wobei die Meisten wohl im Bassbereich oft sowieso größeren Schwankungen unterlegen sind zwecks Raumakustik,
sind die 10db bei 20Hz (hat man bei Musik sehr,sehr selten) doch gar nicht riesig, das verkleinert sich ja immer nach oben hin...

und wie gesagt, meine Vermutung, wenn man leise hören möchte, dann möchte man vllt auch weniger Bassanteil hören zwecks Stimmungs(ver)änderung.

Was sagt dazu eigentlich die KH Fraktion?
Mickey_Mouse
Inventar
#33 erstellt: 14. Aug 2016, 17:28
bei 30Hz ist der "Abstand" zwischen den Kurven nach bloßem Auge noch identisch, bei 40Hz sind es mit etwas gutem Willen auch noch 10dB Abstand obwohl die "Grundlautstärke" 20dB Abstand hat, erst bei 50Hz wird es dann sichtbar mehr als 10dB, vielleicht 12 oder 13dB.
Bei 200Hz ist der Abstand 20dB, darunter wird es eben kontinuierlich "enger" und dementsprechend muss man bei 200Hz anfangen anzuheben.

Ich erkläre mir das "komische" Empfinden einiger Leute so:
viele Leute haben LS ala Canton und B&W, die im Pseudo Bass Bereich von 100Hz einen heftigen Buckel haben und damit einiges kompensieren. Im Bass schaffen die dann gar nichts mehr und daher fehlt es den Besitzern beim leise hören auch an nichts.

ich habe mir mal den Spass gegönnt in Audacity geladen. Wenn ich da eine Frequenzanalyse über Adeles "I Miss You" (FLAC mit Daphile von "25" gerippt) laufen lasse, dann sieht das so aus:
Frequenzanalyse Adel- I Miss You
da ist also bei 35Hz mit -19dB Aussteuerung nochmal ein kräftiger Peak drin.

Wenn man jetzt einen etwas schwächlichen LS wie z.B. die Spendor A6R hat, deren Frequenzgang bei knappen 60Hz steil abfällt, dann bekommt man natürlich von den Spitzen bei 45Hz und besonders 35Hz nicht mehr viel mit. Speziell wenn man halt partout auf Stereo Verstärker aus ist und die Bass Unterstützung von einem Subwoofer kategorisch ablehnt.

Zum Thema KH:
da kann ich auch wieder nur für mich sprechen und ein Hauptgrund überhaupt mit KH zu hören ist für mich, dass ich da eben in etwa den Referenz-Pegel hören kann ohne jemanden zu stören. Natürlich klingt ein KH auch "flach" wenn man nur sehr leise hört.
Moonlightshadow
Inventar
#34 erstellt: 14. Aug 2016, 19:34

Mickey_Mouse (Beitrag #31) schrieb:

Wer behauptet, dass er ohne diese Hilfsmittel bei verschiedenen Lautstärken immer gleich hört, der sollte mal zum Arzt gehen, die Abweichung von der Norm ist dann schon sehr extrem.


Ich führe die sehr gute Durchhörbarkeit bei geringer Lautstärke ehr auf die Qualität meine Lautsprecher (seit Jahren nur Monitore) zurück. Von nem guten Monitor ist nämlich zu erwarten, dass das Material samt seiner Stärken und Schwächen auch bei geringer Lautstärke perfekt durchhörbar wiedergegeben wird. Nichts anderes wollte ich sagen. In den Studios, Rundfunkanstalten und Ü-Wagen wird bei einem acht Stundentag nämlich auch nicht unbedingt auf Referenzpegel gehört. Hör Dir mal nen wirklich guten Monitor, Neumann, PMC, oder ATC bei unterschiedlichen Lautstärken an. Die sind im Rahmen ihrer physikalischen Eigenschaften immer sehr gut durchhörbar übers gesamte Frequenzband. Wenn diese bei geringer Lautstärke flach klingen würden, dann wären sie für o.g. professionellen Bereiche wohl kaum zu gebrauchen. Vielleicht fehlt es Dir aber hier einfach nur an Hörerfahrung.


[Beitrag von Moonlightshadow am 14. Aug 2016, 19:37 bearbeitet]
Mickey_Mouse
Inventar
#35 erstellt: 14. Aug 2016, 19:46
das ist völliger Blödsinn und zeugt nur davon, dass du das Problem noch nicht verstanden hast!
gucke dir das Diagramm an und frage nach wenn du etwas nicht verstehst.
ingo74
Inventar
#36 erstellt: 14. Aug 2016, 20:00
Äpfel und Birnen - das menschliche Hörvermögen hat nichts mit der Qualität von Lautsprechern zu tun, du hast nicht verstanden, was die gehörrichtige Lautstärke ist Moonlightshadow.
Moonlightshadow
Inventar
#37 erstellt: 14. Aug 2016, 20:04
Mag sein, das solls von mir dazu auch gewesen sein.


[Beitrag von Moonlightshadow am 14. Aug 2016, 20:21 bearbeitet]
kallix
Stammgast
#38 erstellt: 14. Aug 2016, 20:10
Hallo,,,,,
günstig und sehr gut Yamaha R-S 700 - ist baugleich mit dem A-S 700 nur mit Radioteil. Dazu auftrennbar - mehr geht für ca. 430€ nicht ( Hifi Fabrik) - hat große Leistungsreserven - tolles Gerät.

Kalli
ATC
Inventar
#39 erstellt: 14. Aug 2016, 20:18

Mickey_Mouse (Beitrag #33) schrieb:

Ich erkläre mir das "komische" Empfinden einiger Leute so:


Nun,
eine Erklärung kann man sich natürlich in vielen Richtungen bauen,
aber was letztlich schlüssig dahintersteckt wurde wohl noch nirgends abgehandelt? Wäre halt interessant es schlüssig zu wissen.


Mickey_Mouse (Beitrag #33) schrieb:
Zum Thema KH:
da kann ich auch wieder nur für mich sprechen und ein Hauptgrund überhaupt mit KH zu hören ist für mich, dass ich da eben in etwa den Referenz-Pegel hören kann ohne jemanden zu stören. Natürlich klingt ein KH auch "flach" wenn man nur sehr leise hört.


Wenn ich hier für mich spreche,
wenn ich KH höre, auch sehr leise, habe ich absolut nicht das Bedürfniss Loudness zu benutzen.

Eventuell sind wir das Hören einfach so gewohnt , da wir täglich ohne Loudness im Alltag "hören"!?

Bei meiner Musik Hauptanlage nutze ich kein Loudness, allerdings höre ich hier eigentlich immer gleich laut, der LS Regler ist arbeitslos.
Im Heimkino allerdings doch.....bei Film..bei Musik wiederum (zumeist) nicht....als ich XT 32 nutzte bei Film 10db, bei Musik aus, ausser bei sehr,sehr flachen Aufnahmen.
yessaia
Neuling
#40 erstellt: 26. Aug 2016, 18:42
Grüßeuch!

Soo, das hat ja jetzt gedauert, heute hab ich mir den Marantz PM6005 bestellt, also das Budget doch ein wenig nach oben geschraubt...
Und da ergibt sich jetzt die nächste Frage:
Der PM6005 hat ja die digitalen Eingänge (opt./koax.)... Ich hatte meinen Computer bisher immer am AUX hängen, hätte aber über die digitalen Anschlüsse ja eine grundsätzlich bessere Qualität soweit ich das verstanden habe...
Da ich am Computer nur einen HDMI- und einen Klinkenausgang habe, war meine Überlegung, ob ich via HDMI raus und über opt. oder koax. reinfahren könnte...
Ich hab jetzt noch gar nicht recherchiert, sondnern mir nur die Frage gestellt und mir gedacht, vielleicht könnt ihr die ja kurz und unkompliziert beantworten!

lg, Yessaia
ATC
Inventar
#41 erstellt: 26. Aug 2016, 19:21
Manche PCs haben an ihrem Klinkenausgang einen digitalen Ausgang integriert....vllt du ja auch
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