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Das Problem mit der Rationalität

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Autor
Beitrag
JanHH
Inventar
#1 erstellt: 22. Apr 2008, 21:16
Hallo,

kennt ihr das? Man sammelt über die Jahre einige Hifi-Geräte an, von denen man sich nicht trennen mag, findet ausserdem noch dieses und jenes Gerät faszinierend, kauft einiges dazu, sammelt und sammelt, und irgendwie stellt man dann fest, das das, was man da tut, doch sinnlos ist.. letzten Endes kann man nur ein Stück Musik zur Zeit hören, und dazu reicht eine gute Anlage aus. Viele Geräte bedeuten da keinen Fortschritt. Dazu kommt noch, dass trotz aller Faszination für einige Geräte, vor allem high-endige, oft ganz simple gute "normale" Geräftschaften im Gunde den Job genauso gut tun.

Ich habe mir beispielsweise für meine audiolabor stark-Monoblöcke eine Arcam Alpha 9-Vorstufe gekauft, klingt prima.. aber dann hab ich noch einen Sony TA-F 700 ES-Vollverstärker in einer Bierlaune für 199 EUR Sofortkauf bei 3-2-1 ersteigert, und erschreckenderweise klingt der im Grunde fast genau so gut wie die Arcam/audiolabor-Kombi. Rein rational betrachtet könnte ich letztere auch verkaufen, bringt bestimmt 900-1000 EUR, und Musik hören kann ich genauso gut auch mit dem Sony. Und letzten Endes macht das Ansammeln materieller Güter auch nicht glücklich. Im Gegenteil, ich empfinde es oft als befreiender, den Besitzstand etwas zu reduzieren.

Vorher hatte ich eine Wega Lab Zero-Vorstufe, die nun auch schon ein Jahr lang unbenutzt rumsteht.. mochte mich nicht von ihr trennen, dabei ist sie bloss eingestaubt. Ich hab sie dann doch bei ebay verkauft, hat immerhin EUR 600,- gebracht, und ich denke, eigentlich werd ich sie wohl doch nicht vermissen.. vieles redet man sich einfach nur ein. Ausserdem klingt sie im Vergleich mit modernen Geräten nicht besonders gut.

Dann hab ich noch eine Accuphase E-302, der schon schick ist.. aber den 305V finde ich ja auch klasse. Und die neueren 2er-Geräte (211 usw.) sind sicherlich auch gut. Ständig Impulse, irgendwas davon zu ersteigern, lange Watchlist bei ebay. Aber irgendwie verzettelt man sich nur, braucht nichts davon (sofern man einmal eine zufriedenstellende Anlage hat), und wirklich glücklich machts auch nicht. Aber das Thema so rein rational abzuhaken ist auch irgendwie doof. Ich komme da wohl nach meinem Vater, der schon eine enorme Menge von relativ guten Geräten gekauft hat, ausprobiert, und fast immer festgestellt hat, dass er sie im Grunde doch nicht braucht. Vielleicht einfach Beschäftigungstherapie?

Kennt sonst noch jemand sowas, und wie geht ihr damit um?

Gruß
Jan
DJ_Bummbumm
Inventar
#2 erstellt: 22. Apr 2008, 21:55
Konsum als Hobby ist zumindest demokratisch, weil es niemanden ausschließt, ausser den, der kein Geld hat, und selbst für den gibt es erstaunlich günstige Kleinkredite, wie man immer wieder hört und liest.

Alternative wäre selbst etwas machen (z.B. Kinder), aber wer kann das noch, heutzutage?

By the way habe ich noch ein nicht ganz neues Teac-Tapedeck zu veräußern, aus der legendären V5xxx-Serie, mit Dreikopf-Hinterbandkontrolle und - dank Frontplatte aus massivem Schwermetall - Qualitätsanmutung der Sonderklasse.
Bei Ebay würde man glatt sagen: Gehobenes High-End!
Wenn es nicht gefällt, kannst du es ja immer noch für ein Schweinegeld an einen reichen und bescheuerten Sammler weitervertickern.

Wie wär's?

BB
JanHH
Inventar
#3 erstellt: 22. Apr 2008, 22:00
Ne danke. Tapedecks faszinieren mich wirklich kein bisschen. Bin auch selber eher grad am VERkaufen.
DJ_Bummbumm
Inventar
#4 erstellt: 22. Apr 2008, 22:09
Vielleicht noch einmal überdenken.

Es haben sich schon manche in den Hintern gebissen, nachdem sie ihre Trichtergrammophone und Edison-Wachswalzen achtlos in die Altkleidersammlung gegeben haben.

Ein Tapedeck-Revival steht vor der Tür, und dann werden die auf der Sonnenseite wandeln und von der galoppierenden Preisentwicklung profitieren, die ihre alten Tapedecks bewahrt oder klugerweise neue alte Tapedecks von vertrauenswürdigen Fremden für kleines Geld erworben haben.

Nutzt die ideale Gelegenheit, Nostalgie und Geschäftssinn in einen Topf zu werfen, liebe Hifi-Freunde.

BB
manfalcon
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 22. Apr 2008, 22:38
Naja, so abwegig finde ich das gar nicht.
Vieleicht (ganz bestimmt ) gibt es noch etwas besseres,
etwas was einem einen Schritt weiter zu der endgültigen,
definitiven, oberfetten Anlage bringt.
Es gibt doch soviele Kombinationsmöglichkeiten.
Aber sammeln würde ich sie glaube ich nicht,
außer ein paar sehr sehr liebgewordenen und einmalig klingenden Einzelstücken,
die man gerne mal wieder anschaltet.
Ok, mir fehl allerdings auch ein wenig das Geld mir so viel auf Lager zu legen.
Lieber mal etwas verkaufen und etwas ganz Neues ausprobieren.

HiFi macht schon Spaß (wenn der Sch.... bloß nicht so teuer wäre)

Viel Spaß allen an der Musik!

Gruß Holger
Peppermint-PaTTy
Stammgast
#6 erstellt: 23. Apr 2008, 05:51
Hallo Jan,

das Problem kann ich nachvollziehen, wenn auch im abgeschwächten Maße.

Ich bin mit meiner Anlage eigentlich völlig zufrieden. Dennoch reizt es mich, vielleicht einmal einen anderen CD-Player zu kaufen, noch andere Verstärker zu hören.
Da ich diese Geräte gebraucht kaufe und ausprobiere, hält sich der finanzielle Verlust für diese Erfahrungen glücklicherweise noch in Grenzen.

Da ich mich weder von meinem Accuphase E-206, noch von einem alten Denon-CD-Player DCD-2560 trennen wollte, stehen diese Geräte jetzt im Arbeitszimmer und werden eigentlich überhaupt nicht gebraucht. Zudem mußten dazu natürlich noch ein paar kleine Lautsprecher gekauft werden, weil diese beiden Geräten ja sonst sinnlos sind…

Gelegentlich frage ich mich schon, ob diese Zweitanlage nicht verschwinden könnte. Vor allem weil ich eigentlich lieber freiere Räume ohne viel Krempel bevorzuge. Viele Bücher und CDs rauben schon genug Platz. Mal sehen…

Eine richtige Sammlung gestapelter, alter Geräte käme mir aber zum Glück nicht in den Sinn.

Viele Grüße
Peppermint-PaTTy
Mimi001
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 23. Apr 2008, 07:22
Nun Jan,
Du verstehst jetzt , was uns verschiedene weise Menschen, wie z. B. Jesus oder der Buddha, schon seit Jahrtausenden versuchen zu erklären:
Das Glück rein gar nichts mit materiellen Gütern zu tun hat .
Letzteres dem sogar abträglich ist !!
Nebenbei hast Du auch noch einige Lügen der HIFI-Industrie entlarvt, siehe Verstärkerklang.

Ich gratuliere zu dem Erkenntnisgewinn und hoffe das wir uns dann in einigen Jahren in einem Kloster treffen !!


Gruss Shuan
S.P.S.
Inventar
#8 erstellt: 23. Apr 2008, 07:36

JanHH schrieb:
...letzten Endes kann man nur ein Stück Musik zur Zeit hören...


Und genau da seh ich das Problem.

Warum nicht mehrere Anlagen haben, eine die hervorragend für Blues geeignet ist, eine für Klassik und dann noch eine für Rock und Techno.
Und selbst wenn sie im Moment nur unangeschlossen in der Ecke verstauben

Und stellt euch dann erstmal vor wenn die mit dem Clonen endlich soweit sind, dann könnte einer von uns gleichzeitig mit allen seinen Anlagen verschiedene Musik hören

Was ein Fest für die Sinne

Und ihr habt dann euren Kram verkauft.

Von Wegen Buddha und kein Glück in Gütern


Mimi001 schrieb:

Nebenbei hast Du auch noch einige Lügen der HIFI-Industrie entlarvt, siehe Verstärkerklang.


Er hat gesagt kaum einen Unterschied, nicht kein Unterschied.
Und die meisten Unterschiede höre ich nicht mal eben auf die
Schnelle, sondern schön entspannt auf der Couch und da purzeln dann die Erkenntnisse, das ist klarer, das klingt feiner, da ist mehr Kraft dahinter...



Ich für meinen Teil will Kinder haben und das was ich jetzt übrig habe wird dann halt irgendwann die Anlage vom Sohnemann.
Ich hab auch die erste Anlage von meinem Vater bekommen.

Der andere Teil für die Tochter und dann noch was fürs Schlafzimmer ...

Und mein Tapedeck bleibt einfach solange auf dem Dachboden.

Mimi001
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 23. Apr 2008, 07:41

S.P.S. schrieb:
Er hat gesagt kaum einen Unterschied, nicht kein Unterschied.

Ja und ??
Was habe ich geschrieben ?????


S.P.S. schrieb:

Und stellt euch dann erstmal vor wenn die mit dem Clonen endlich soweit sind, dann könnte einer von uns gleichzeitig mit allen seinen Anlagen verschiedene Musik hören

Was soll das mit einem Klon zu tun haben ????

Du wirfst ja mehr Fragen auf als Du beantwortest !!!!

Gruss Shuan
S.P.S.
Inventar
#10 erstellt: 23. Apr 2008, 07:55

Mimi001 schrieb:

S.P.S. schrieb:
Er hat gesagt kaum einen Unterschied, nicht kein Unterschied.

Ja und ??
Was habe ich geschrieben ?????





Nebenbei hast Du auch noch einige Lügen der HIFI-Industrie entlarvt, siehe Verstärkerklang

Das hast du geschrieben.


Mimi001 schrieb:


S.P.S. schrieb:

Und stellt euch dann erstmal vor wenn die mit dem Clonen endlich soweit sind, dann könnte einer von uns gleichzeitig mit allen seinen Anlagen verschiedene Musik hören

Was soll das mit einem Klon zu tun haben ????

Du wirfst ja mehr Fragen auf als Du beantwortest !!!!

Gruss Shuan


Na, wenn du 3 mal bist, kannst du 3mal so viel Musik hören und bist 3 mal glücklich
Mimi001
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 23. Apr 2008, 08:05

S.P.S. schrieb:

Mimi001 schrieb:

S.P.S. schrieb:
Er hat gesagt kaum einen Unterschied, nicht kein Unterschied.

Ja und ??
Was habe ich geschrieben ?????





Nebenbei hast Du auch noch einige Lügen der HIFI-Industrie entlarvt, siehe Verstärkerklang

Das hast du geschrieben.


Mimi001 schrieb:


S.P.S. schrieb:

Und stellt euch dann erstmal vor wenn die mit dem Clonen endlich soweit sind, dann könnte einer von uns gleichzeitig mit allen seinen Anlagen verschiedene Musik hören

Was soll das mit einem Klon zu tun haben ????

Du wirfst ja mehr Fragen auf als Du beantwortest !!!!

Gruss Shuan


Na, wenn du 3 mal bist, kannst du 3mal so viel Musik hören und bist 3 mal glücklich :)

Also , ich lese da nichts von viel oder gar nicht !!
Ich schrieb" Verstärkerklang " nicht mehr und nicht weniger !!
Und zum Klonen: Es werden die Gene geklont , nicht Du im Sinne von Bewußtsein !
Es sind dann drei gen-identische Personen die Musik hören !!!

Schönen Tag wünscht
Shuan
S.P.S.
Inventar
#12 erstellt: 23. Apr 2008, 08:10

Mimi001 schrieb:

S.P.S. schrieb:

Mimi001 schrieb:

S.P.S. schrieb:
Er hat gesagt kaum einen Unterschied, nicht kein Unterschied.

Ja und ??
Was habe ich geschrieben ?????





Nebenbei hast Du auch noch einige Lügen der HIFI-Industrie entlarvt, siehe Verstärkerklang

Das hast du geschrieben.


Mimi001 schrieb:


S.P.S. schrieb:

Und stellt euch dann erstmal vor wenn die mit dem Clonen endlich soweit sind, dann könnte einer von uns gleichzeitig mit allen seinen Anlagen verschiedene Musik hören

Was soll das mit einem Klon zu tun haben ????

Du wirfst ja mehr Fragen auf als Du beantwortest !!!!

Gruss Shuan


Na, wenn du 3 mal bist, kannst du 3mal so viel Musik hören und bist 3 mal glücklich :)

Also , ich lese da nichts von viel oder gar nicht !!
Ich schrieb" Verstärkerklang " nicht mehr und nicht weniger !!
Und zum Klonen: Es werden die Gene geklont , nicht Du im Sinne von Bewußtsein !
Es sind dann drei gen-identische Personen die Musik hören !!!

Schönen Tag wünscht
Shuan



Ui, da hat einer die Ironie nicht mitbekommen.

Auch nen schönen Tag.
Mimi001
Hat sich gelöscht
#13 erstellt: 23. Apr 2008, 08:14
Stimmt !!!!
Ironie kann ich besser hören als lesen !!!!
Ich weiss auch nie was denn die einzelnen Smilies bedeuten !!!

Schönen Tag
Shuan
Observer01
Inventar
#14 erstellt: 23. Apr 2008, 08:15
Hallo,

geht spazieren oder kalt/heiß duschen. Am besten ihr habt viel Sex. Da kommt man auch nicht so schnell auf dumme Gedanken.

Nur leider kenne ich diese "Sucht" nur zugut. Rational ist das nicht. Und unter dem Begriff "Hobby" kann man das teilweise auch nicht mehr einordnen.
Wenn man sich zB. einige "Altäre" in diversen Threads anschaut könnte ein Psychiatrie erfahrener Mensch auf die Idee kommen, es handle sich um Ersatzhandlungen im Sinne einer Zwangsstörung. Oder um extremen Fetischismus.
Damit möchte ich nicht behaupten, daß alle hier krank sind obwohl ja jeder Mensch irgendeine "Schwäche" hat und es "Normalität" eigentlich gar nicht gibt und die Leute, die sich für normal halten und darauf beharren "normal" zu sein die dicksten Leichen im Keller haben ;).
Aber das nur am Rande.
Konsum ist auch nur eine Ersatzhandlung für fehlende inhaltliche Beschäftigungen. Ich bin dem auch öfters mal unterlegen. Meistens kaufe ich dann aber wenigstens irgendwas mit Inhalt zB. eine CD oder ein Buch. Schön wäre es natürlich das Buch selber zu schreiben. Aber das wäre zuviel verlangt...

Gruß
Andreas


[Beitrag von Observer01 am 23. Apr 2008, 08:16 bearbeitet]
foe!
Stammgast
#15 erstellt: 23. Apr 2008, 08:26
Ich denke, die Sucht nach mehr hat nicht viel mit dem Thema Hifi zu tun. Ich hätte zu meinem Audi gern noch einen offenen Sportwagen und einen Geländewagen. Meine Freundin hat drei Schränke voll nichts zum anziehen - und der ein oder andere hat eben 53 Verstärker, 27 Tonabnehmer und 19 Laserdisc-Player.

Ich finds ehrlich gesagt schön, wenn man sich mit seinem Hobby dermaßen identifiziert, man darin so richtig aufgeht. Hundertmal besser, als all die Jungdynamiker, die zwar gefühlte 130 Interessen haben, alles aber nur mal schnell, im vorbeigehen und sowieso ganz selten machen. Letztlich ist das Sammeln von Technik dann eben doch sozusagen das Ergebnis der Suche nach dem Sinn des Lebens

Wie ich es persönlich halte? Ich versuche, die vorhandenen Bausteine auf ein Minimum zu begrenzen. Das versuchen andere wohl auch, sonst hätte ich wahrscheinlich kürzlich keinen Nakamichi Dragon zum Spottpreis bekommen
S.P.S.
Inventar
#16 erstellt: 23. Apr 2008, 08:37

foe! schrieb:
zum Spottpreis bekommen


Der ist immer an allem Schuld
Observer01
Inventar
#17 erstellt: 23. Apr 2008, 08:43

foe! schrieb:
Letztlich ist das Sammeln von Technik dann eben doch sozusagen das Ergebnis der Suche nach dem Sinn des Lebens


Oh ha, daß ist etwas hoch gegriffen, meinst du nicht?
Man sollte sich vergegenwärtigen, daß es sich "nur" um tote Materie handelt: um kleine schwarze oder silberne Metallkästchen. Und wenn man darin den Sinn des Lebens sucht ist man meiner Meinung nach ein ziemlich armes Würstchen.

Noch mal ganz klar: ich habe nichts gegen Hifi, bin doch selber Hifi-Fan. Allerdings bin ich vorallem Musikhörer.


die Sucht nach mehr


ist eine Krankheit (Sucht!) und macht nicht zufrieden und füllt nicht aus. Das ist eben das typische der Sucht, egal welche.

Gruß
Andreas
foe!
Stammgast
#18 erstellt: 23. Apr 2008, 08:46

Observer01 schrieb:

foe! schrieb:
Letztlich ist das Sammeln von Technik dann eben doch sozusagen das Ergebnis der Suche nach dem Sinn des Lebens


Oh ha, daß ist etwas hoch gegriffen, meinst du nicht?
Man sollte sich vergegenwärtigen, daß es sich "nur" um tote Materie handelt: um kleine schwarze oder silberne Metallkästchen. Und wenn man darin den Sinn des Lebens sucht ist man meiner Meinung nach ein ziemlich armes Würstchen.

Bitte nicht alles zu wörtlich nehmen, danke
Observer01
Inventar
#19 erstellt: 23. Apr 2008, 08:54

foe! schrieb:

Observer01 schrieb:

foe! schrieb:
Letztlich ist das Sammeln von Technik dann eben doch sozusagen das Ergebnis der Suche nach dem Sinn des Lebens


Oh ha, daß ist etwas hoch gegriffen, meinst du nicht?
Man sollte sich vergegenwärtigen, daß es sich "nur" um tote Materie handelt: um kleine schwarze oder silberne Metallkästchen. Und wenn man darin den Sinn des Lebens sucht ist man meiner Meinung nach ein ziemlich armes Würstchen.

Bitte nicht alles zu wörtlich nehmen, danke :)


dann hättest du das kennzeichnen müssen durch sowas -->


ch finds ehrlich gesagt schön, wenn man sich mit seinem Hobby dermaßen identifiziert, man darin so richtig aufgeht. Hundertmal besser, als all die Jungdynamiker, die zwar gefühlte 130 Interessen haben, alles aber nur mal schnell, im vorbeigehen und sowieso ganz selten machen.


da gebe ich dir allerdings recht. Das sehe ich genauso.

Gruß
Andreas
Reset
Gesperrt
#20 erstellt: 23. Apr 2008, 09:20
Hallo


JanHH schrieb:
Hallo,

kennt ihr das? Man sammelt über die Jahre einige Hifi-Geräte an, von denen man sich nicht trennen mag, findet ausserdem noch dieses und jenes Gerät faszinierend, kauft einiges dazu, sammelt und sammelt, und irgendwie stellt man dann fest, das das, was man da tut, doch sinnlos ist.. letzten Endes kann man nur ein Stück Musik zur Zeit hören, und dazu reicht eine gute Anlage aus. Viele Geräte bedeuten da keinen Fortschritt. Dazu kommt noch, dass trotz aller Faszination für einige Geräte, vor allem high-endige, oft ganz simple gute "normale" Geräftschaften im Gunde den Job genauso gut tun.


Zu dieser Erkenntnis bin ich auch gekommen, resp. habe erkannt, wo eine Mehrinvestition einen Mehrnutzen generiert und wo es nichts bringt. Bei Geräten bringt es wenig bis nichts.


JanHH schrieb:
Ich habe mir beispielsweise für meine audiolabor stark-Monoblöcke eine Arcam Alpha 9-Vorstufe gekauft, klingt prima.. aber dann hab ich noch einen Sony TA-F 700 ES-Vollverstärker in einer Bierlaune für 199 EUR Sofortkauf bei 3-2-1 ersteigert, und erschreckenderweise klingt der im Grunde fast genau so gut wie die Arcam/audiolabor-Kombi. Rein rational betrachtet könnte ich letztere auch verkaufen, bringt bestimmt 900-1000 EUR, und Musik hören kann ich genauso gut auch mit dem Sony. Und letzten Endes macht das Ansammeln materieller Güter auch nicht glücklich.


Hat man zuviel, engt es ein. Ich hatte etwa drei bis fünf Anlagen, je nach Art der Zusammenstellung und Zählweise. Ich habe mich dann mehrfach bei Gedanken wie "wenn ich diese Anlage dort hin stelle, kann ich dort auch noch Musik hören" und "diesen Vollverstärker könnte ich dort noch als Endstufe nutzen" erwischt. Daraus entstand die Erkenntnis, dass der Versuch, die Geräte irgendwie noch einigermassen sinnvoll zu platzieren, nichts anderes ist als das Indiz, zuviele Geräte zu besitzen.


JanHH schrieb:
Im Gegenteil, ich empfinde es oft als befreiender, den Besitzstand etwas zu reduzieren.


Ja, ging mir auch so. Ich habe mich gefragt, was ich wirklich brauche, was ich wirklich nutze. Etwas was ich nur noch 2mal/Jahr nutze, darauf kann ich wohl verzichten. Daraufhin habe ich viel verkauft.

Auch wenn es keine übermässig teuren Geräte waren, es hat doch eine hübsche vierstellige Summe freigemacht. Bei der ganzen Geschichte sollte man auch die Kapitalbindung und -vernichtung nicht ausser Acht lassen.


JanHH schrieb:
Vorher hatte ich eine Wega Lab Zero-Vorstufe, die nun auch schon ein Jahr lang unbenutzt rumsteht.. mochte mich nicht von ihr trennen, dabei ist sie bloss eingestaubt. Ich hab sie dann doch bei ebay verkauft, hat immerhin EUR 600,- gebracht, und ich denke, eigentlich werd ich sie wohl doch nicht vermissen.. vieles redet man sich einfach nur ein. Ausserdem klingt sie im Vergleich mit modernen Geräten nicht besonders gut.


Ich habe jetzt ca. 10 meiner Geräte verkauft. Die meisten haben nich micht gereut. Zwei jedoch mit einem lachenden und einem weinenden Auge und ein anderes habe ich dann doch nicht verkaufen können, weil es mich dann doch gereut hat. Irgendwann reut einen immer mal irgendetwas. Aber so gesehen, müsste man alles behalten. Alle alten Autos, alle alten Geräte etc.


JanHH schrieb:
Dann hab ich noch eine Accuphase E-302, der schon schick ist.. aber den 305V finde ich ja auch klasse. Und die neueren 2er-Geräte (211 usw.) sind sicherlich auch gut. Ständig Impulse, irgendwas davon zu ersteigern, lange Watchlist bei ebay. Aber irgendwie verzettelt man sich nur, braucht nichts davon (sofern man einmal eine zufriedenstellende Anlage hat), und wirklich glücklich machts auch nicht.


Genau. Ein weiteres Gerät, welches irgendwie gebraucht und genutzt werden will.


JanHH schrieb:
Aber das Thema so rein rational abzuhaken ist auch irgendwie doof. Ich komme da wohl nach meinem Vater, der schon eine enorme Menge von relativ guten Geräten gekauft hat, ausprobiert, und fast immer festgestellt hat, dass er sie im Grunde doch nicht braucht. Vielleicht einfach Beschäftigungstherapie?


Ganz rational geht nicht, aber so rational wie möglich. Es schmerzt halt, wenn man sich selbst eingestehen muss, dass man etwas dann doch nicht braucht. Dann muss man aber auch den Mut haben, sich davon zu trennen.


JanHH schrieb:
Kennt sonst noch jemand sowas, und wie geht ihr damit um?


Ja, mich.

Gruss
DJ_Bummbumm
Inventar
#21 erstellt: 23. Apr 2008, 09:58
Um zum eigentlichen Thema zurückzukehren:

Was könnte ich für das Tapedeck in einer freien Marktwirtschaft verlangen?

BB
umher
Inventar
#22 erstellt: 23. Apr 2008, 10:05
Hallo

Die Beschäftigung mit unserem schönen Hobby HiFi kann nebst dem Musikhören durchaus damit gerechtfertigt werden, dass wir mit den Gerätschaften und ihren signifikanten Unterschieden (Problemchen) uns damit ein kopfzerbrecherisches Erfindertum oder Entdeckertum aneignen, das dem Status des akademischen und lösungsorientierten Vorgehens ziemlich nahe kommt.

Im Extremfall als Zeitvertrieb, im Kontext mit Musikhören der Zwang zum Bestreben, aufgrund schlechter Wiedergabequalität deshalb die restlichen noch in der Musik schlummernden emotionalen Potentiale befreien zu müssen.

Wir HiFi-isten sind nämlich Helden !! Hai-enter sogar Martyrer.




gruss umher


[Beitrag von umher am 23. Apr 2008, 10:07 bearbeitet]
Archibald
Inventar
#23 erstellt: 23. Apr 2008, 10:58
Hallo BB,

was meinst Du mit :


Um zum eigentlichen Thema zurückzukehren:

Was könnte ich für das Tapedeck in einer freien Marktwirtschaft verlangen?

BB


Das eigentliche Thema ist "Das Problem mit der Rationalität", welches Jan sieht, oder habe ich jetzt ein Problem mit der Ratio ?

Übrigens Jan, seit ich mich vor etlichen Jahren darauf beschränkt habe, anspruchsvoll Musik zu hören an Stelle von Prospekte und HiFi-F(L)achzeitschriften zu lesen, haben sich meine Investitionen in Hardware deutlich reduziert und mit dem eingesparten Geld habe ich etliche Tonträger kaufen können, die mir viel Freude machen. Insofern stimme ich Deinen Betrachtungen zu.

Was den "Verstärkerklang" angeht : Die meisten Unterschiede lassen sich nur im direkten A/B-Vergleich hören, ohne diesen kann man den Unterschied fast nie hören. Einen direkten A/B-Vergleich mache ich zu Hause aber nicht. Ich will auch nicht permanent jemanden davon überzeugen, dass mein Equipment für jeden das Richtige ist. Ich will, wie oben gesagt, nur eines : Anspruchsvoll Musik hören. Da ich meine Wohnung nicht um meine Stereoanlage gebaut habe, sind die Raumprobleme unseres Wohnzimmers und ehrlicherweise auch der Klirrfaktor der Lautsprecherboxen um ein Vielfaches größer als die Fehler, die mein Verstärker macht.

Sorry für die lange Ausführung.

Gruß Archibald
storchi07
Hat sich gelöscht
#24 erstellt: 23. Apr 2008, 11:13
genug geld und platz vorausgesetzt:

warum kann ich nicht hifi-komponenten sammeln wie briefmarken
Observer01
Inventar
#25 erstellt: 23. Apr 2008, 19:51

warum kann ich nicht hifi-komponenten sammeln wie briefmarken


verbietet dir doch keiner. Du kannst dein ganzes Haus/Wohnung zustellen, wenn du Spass dran hast.
Andere Frage: Was hast du davon?
Die Frage stelle ich mir übrigens auch bei Briefmarken.
DJ_Bummbumm
Inventar
#26 erstellt: 23. Apr 2008, 20:19
Na ja, Briefmarken sammeln gilt ja heutzutage nicht gerade als Gipfelkreuz der Coolness

Die Zeiten, wo man sich noch mit Briefmarkensammlungen Fräuleins auf die Bude locken konnte, sind wohl für alle Zeiten vorbei.

BB
Reset
Gesperrt
#27 erstellt: 23. Apr 2008, 20:28

DJ_Bummbumm schrieb:
(...) Die Zeiten, wo man sich noch mit Briefmarkensammlungen Fräuleins auf die Bude locken konnte, sind wohl für alle Zeiten vorbei.


Jo, mei, konnte man das je?

if yes=verdammt, hätte ich früher bloss Briefmarken gesammelt
else if=Briefmarkensammler waren eh schon immer Looser!!
JanHH
Inventar
#28 erstellt: 24. Apr 2008, 00:08
Naja, was mir dabei immer klarer wird ist die Sinnlosigkeit des eigenen Handelns.. all die Zeit und Energie beim Beschaffen der Geräte wird sinnlos, wenn man feststellt, dass man die Geräte weder braucht, noch überhaupt besonders vermisst, wenn man sie dann los ist. Aber dann gehts irgendwann wieder von vorne los, ein neues Gerät ist ja auch jedesmal ein kleiner "Kick". Ist wohl einfach menschlich..


[Beitrag von JanHH am 24. Apr 2008, 00:09 bearbeitet]
Mimi001
Hat sich gelöscht
#29 erstellt: 24. Apr 2008, 10:41

Reset schrieb:
Briefmarkensammler waren eh schon immer Looser!!


Stimmt !
Die wirklich coolen Kerle haben Käfer gesammelt !!
Reset
Gesperrt
#30 erstellt: 24. Apr 2008, 10:45

Mimi001 schrieb:

Reset schrieb:
Briefmarkensammler waren eh schon immer Looser!!


Stimmt !
Die wirklich coolen Kerle haben Käfer gesammelt !! :D


Ich will gar keine Details wissen. Bitte, bitte.
Schwergewicht
Inventar
#31 erstellt: 29. Apr 2008, 13:53

Mimi001 schrieb:

Reset schrieb:
Briefmarkensammler waren eh schon immer Looser!!


Stimmt !
Die wirklich coolen Kerle haben Käfer gesammelt !! :D


Hallo,

alles relativ, mein 1. Chef sammelte alles aus der BRD seit 1949 bogenweise. 1979 hat er seine Bögen Posthornsatz postfrisch (Kaufpreis 1952 etwas über DM 500,--) für immerhin DM 124.000,-- versteigern lassen, keine schlechte Rendite. Die Zeiten sind natürlich seit ca. 20 Jahren vorbei, die gezahlten Preise fallen ins Uferlose, da macht man nur noch große Verluste.

Also war er aber eigentlich ein "Winner"

Observer01
Inventar
#32 erstellt: 29. Apr 2008, 20:30

Also war er aber eigentlich ein "Winner"


warum geht es immer nur ums "Geldmachen", wenn man von jemanden behauptet, er ist ein "Gewinner"?
Ich werds nie verstehen...
Ja er hat "Gewinn gemacht". Na und? Was für ein Held...
Schwergewicht
Inventar
#33 erstellt: 30. Apr 2008, 06:14

Observer01 schrieb:

Also war er aber eigentlich ein "Winner"


warum geht es immer nur ums "Geldmachen", wenn man von jemanden behauptet, er ist ein "Gewinner"?
Ich werds nie verstehen...
Ja er hat "Gewinn gemacht". Na und? Was für ein Held... :.


Hallo,

da hast du den Zusammenhang aber nicht verstanden. Hier wurde geschrieben: "Briefmarkensammler waren eh schon immer Looser". Und wenn ein Sammler Briefmarken für 500,-- DM kauft und die gleichen Briefmarken Jahre später für DM 124.000,-- verkaufen kann, ist er als Briefmarkensammler ein Winner, das hat nichts mit "Gewinn und Held" zu tun, diese Tatsache verändert ja diesen "Glückspilz" ja nicht menschlich.

Bei Leuten, die so etwas kritisieren/kritisch sehen ist es in diesem Zusammenhang dann devinitiv der "Neid der Besitzlosen", ansonsten würde man sagen, prima, der Typ hat eben mit seinen Briefmarken Glück gehabt und würde sich mit ihm freuen, oder es von mir aus auch gleichgültig hinnehmen. Aber Kritik in dem Zusammenhang kann nur Neid sein.

Mimi001
Hat sich gelöscht
#34 erstellt: 30. Apr 2008, 06:27
Ich glaube Reset meinte , wer Briefmarken sammelt(e) hatt(e) eh nie Erfolg bei Frauen, deshalb Looser !!!!!!
Das man durch Briefmarken einen materiellen Gewinn macht, war nicht Thema !!!


Hat jemand schon einmal von einer wertvollen Käfersammlung gehört ?

Gruss
Schwergewicht
Inventar
#35 erstellt: 30. Apr 2008, 06:59

Mimi001 schrieb:
Ich glaube Reset meinte , wer Briefmarken sammelt(e) hatt(e) eh nie Erfolg bei Frauen, deshalb Looser !!!!!!
Das man durch Briefmarken einen materiellen Gewinn macht, war nicht Thema !!!


Hat jemand schon einmal von einer wertvollen Käfersammlung gehört ?

Gruss


Ich habe auch mal Briefmarken gesammelt und habe sie auch noch seit ca. 30 Jahren nutzlos herumliegen. ich habe dafür so um die umgerechnet 3.000,-- Euro ausgegeben, heute würde ich nach dem dramatischen Preisverfall vielleicht noch 500,-- Euro dafür bekommen.

Zu meiner Kinder-/Jugendzeit in den 50er-60er-Jahren sammelten sicherlich 90 % (der Jungen) Briefmarken und genauso viel übrigens Comichefte, wenn es nach diesen Zahlen gehen würde, hätte es in unserer Jugend sehr schlecht in punktu Frauen ausgesehen, aber im Gegenteil, die sind uns nachgelaufen. : (glücklicherweise habe ich mir die richtige davon ausgesucht ). Resets Bemerkung war sicherlich mehr als "Floskel" gedacht und mir fiel dazu spontan die Geschichte mit meinem alten Chef ein.

Wobei ich, um die Geschichte abzurunden, noch erwähnen möchte, das mein Chef damals schon lange vor meiner Zeit sehr viel verdiente, denn 1952 lag der Durchschnittsmonatsverdienst bei ca. 250,-- DM. Deswegen konnte sich wohl kaum einer den Posthornsatz als Bogen kaufen und nur darum wurde er letztendlich auch so teuer.

Ist praktisch so wie heute im "kleinen" bei den Klassikern, die ehemals teuren/seltenen Geräte werden auch heute, ausgehend von Neupreis, wesentlich teurer gehandelt als die seinerzeitigen Standardgeräte.



[Beitrag von Schwergewicht am 30. Apr 2008, 07:00 bearbeitet]
storchi07
Hat sich gelöscht
#37 erstellt: 30. Apr 2008, 11:15
von neuem anfangen
Observer01
Inventar
#38 erstellt: 30. Apr 2008, 12:43

Schwergewicht schrieb:

Bei Leuten, die so etwas kritisieren/kritisch sehen ist es in diesem Zusammenhang dann devinitiv der "Neid der Besitzlosen"


Quatsch, wieso soll ich auf etwas neidisch sein, was vor Jahren mal einem mir völlig wildfremden Menschen "wiederfahren" ist.
Es ging mir ums Prinzip. Aber "Neid der Besitzlosen" ist ein immer wieder gern geschriebenes Totschlagargument, was ich hier, in so ähnlichen Zusammenhängen, schon zu oft gelesen habe.
Briefmarkensammler sind in der Regel ziemlich langweilige Menschen, die meistens keine abkriegen.
Deshalb habe ich sehr früh das Sammeln drangegeben und mich auf das Sammeln von Militärmüll vom Truppenübungsplatz (benutze Patronen, Patronengurte, Tarnnetze usw.) konzentriert. Das war ziemlich cool.

Gruß
Andreas

P.S: aber bei dir geht vieles über Zahlen und Statistiken, wenn man so deine Beiträge liest. Oder?


[Beitrag von Observer01 am 30. Apr 2008, 12:48 bearbeitet]
Schwergewicht
Inventar
#39 erstellt: 30. Apr 2008, 13:24

Observer01 schrieb:

Schwergewicht schrieb:

Bei Leuten, die so etwas kritisieren/kritisch sehen ist es in diesem Zusammenhang dann devinitiv der "Neid der Besitzlosen"


Quatsch, wieso soll ich auf etwas neidisch sein, was vor Jahren mal einem mir völlig wildfremden Menschen "wiederfahren" ist.
Es ging mir ums Prinzip. Aber "Neid der Besitzlosen" ist ein immer wieder gern geschriebenes Totschlagargument, was ich hier, in so ähnlichen Zusammenhängen, schon zu oft gelesen habe.
Briefmarkensammler sind in der Regel ziemlich langweilige Menschen, die meistens keine abkriegen. ;)
Deshalb habe ich sehr früh das Sammeln drangegeben und mich auf das Sammeln von Militärmüll vom Truppenübungsplatz (benutze Patronen, Patronengurte, Tarnnetze usw.) konzentriert. Das war ziemlich cool.

Gruß
Andreas

P.S: aber bei dir geht vieles über Zahlen und Statistiken, wenn man so deine Beiträge liest. Oder? ;)


Also das mit den Briefmarkensammlern die keine abkriegen ist imho eher ein Totschlagargument und entspricht weniger der Realität als der "Neid der Besitzlosen". Wir leben nun mal in Deutschland unbestritten in einer Neidgesellschaft und werden in dieser Beziehung von keinem anderen Land auf der Erde übertroffen.

Aufgrund eines Hobbys einen Menschen ernsthaft zu charakterisieren halte ich für schwachsinnig, dass wäre ja, um auf dein sammeln von Militätgegenständen zu kommen eine Aussage wie, das sind ja Nazis, bzw. es sind Kriegstreiber die so etwas sammeln. Quatsch, es gibt Menschen, denen macht dieses, den anderen etwas ganz anderes spaß, die einen brauchen etwas ruhigeres, die anderen brauchen mehr Action.

Zu P.S. hast du ziemlich tichtig erkannt, wenn man damit einen großen Teil seines "Berufslebens" verbracht hat, macht man aber eine ganz entscheidene Feststellung und die ist nun mal unumstritten. Im Gegensatz zu sehr vielen Menschen lügen Zahlen nicht. Denn erzählt wird einem sehr oft sehr viel, überprüft man die gemachten Aussagen, dann ist sehr oft nicht mehr als heiße Luft dahinter (war alles nur allgemein, nicht persönlich gemeint). Um mal ein Beispiel zu nennen, denk alleine mal nur daran, wie vielen "beruflichen Häuptlingen" du schon begegnet bist, wo bleiben da die vielen Indianer, die ja weit in der Überzahl sein müssten? Oder hast du diese Erfahrung nicht auch gemacht, dann wärst du für mich der 1..



[Beitrag von Schwergewicht am 30. Apr 2008, 13:48 bearbeitet]
Observer01
Inventar
#40 erstellt: 30. Apr 2008, 14:22
Hallo Schwergewicht,


Also das mit den Briefmarkensammlern die keine abkriegen ist imho eher ein Totschlagargument und entspricht weniger der Realität als der "Neid der Besitzlosen".


Das weiß ich nicht. Ich kenne keinen Briefmarkensammler. Es ist einfach nur eine unreflektierte Pauschalaussage, genauso wie deine Behauptung, daß wir in einer "Neidgesellschaft" leben. Was immer das auch sein mag...
Übrigens habe ich ja ein Emoticon drangehängt um die Ironie meiner Aussage noch zu verdeutlichen.



Aufgrund eines Hobbys einen Menschen ernsthaft zu charakterisieren halte ich für schwachsinnig, dass wäre ja, um auf dein sammeln von Militätgegenständen zu kommen eine Aussage wie, das sind ja Nazis, bzw. es sind Kriegstreiber die so etwas sammeln.


Da stimme ich dir völlig zu.
Aber glaubst du im ernst, ich robbe immer noch über den Truppenübungsplatz und sammle irgendeinen Dreck? Das habe ich mit 13 oder 14 gemacht. Und das auch nur eine sehr kurze Zeit. Danach bin ich auf irgendwelche Viecher aus dem Wald umgeschwenkt. Z.B. Eidechsen oder Kröten. manchmal auch Salamander (sehr selten!) oder Blindschleichen.
Ich hatte übrigens eine sehr "lustige" Jugendzeit. Mit Mädels war da natürlich nichts mehr. Die fanden das ecklig.


Um mal ein Beispiel zu nennen, denk alleine mal nur daran, wie vielen "beruflichen Häuptlingen" du schon begegnet bist, wo bleiben da die vielen Indianer, die ja weit in der Überzahl sein müssten? Oder hast du diese Erfahrung nicht auch gemacht, dann wärst du für mich der 1..


verstehe ich jetzt nicht.

Gruß
Andreas
Schwergewicht
Inventar
#41 erstellt: 30. Apr 2008, 16:07
Hallo Observer01,

dann meinten wir wohl beide das gleiche von wegen unreflektierte Pauschalaussagen. Das wir in Deutschland in einer Neidgesellschaft leben, ist allerdings mehrfach wissenschaftlich bewiesen worden, da gibt es einige Studien und wir halten da (leider) weltweit den 1. Platz, kann ich allerdings nach meiner Lebenserfahrung nur unterstreichen.

Das mit den Häuptlingen/Indianer ist ein bekanntes Phänomen. Wenn man Leute flüchtig kennen lernt, denen man zu 99,9 % nicht wieder begegnet und es kommt das Thema Beruf, so ist (fast) jeder mindestens Abteilungsleiter (Häuptling) und keiner ein "kleiner" Arbeiter/Angestellter (Indianer).



[Beitrag von Schwergewicht am 30. Apr 2008, 16:09 bearbeitet]
storchi07
Hat sich gelöscht
#42 erstellt: 30. Apr 2008, 16:18
also, ich bin indianer
Amin65
Inventar
#43 erstellt: 30. Apr 2008, 16:28

Mimi001 schrieb:

Hat jemand schon einmal von einer wertvollen Käfersammlung gehört ?


Meint ihr damit ..... das weibliche Geschlecht?
storchi07
Hat sich gelöscht
#44 erstellt: 30. Apr 2008, 16:31

Amin65 schrieb:

Mimi001 schrieb:

Hat jemand schon einmal von einer wertvollen Käfersammlung gehört ?


Meint ihr damit ..... das weibliche Geschlecht? :)


diese sammlung könnte dann aber unbezahlbar sein
Observer01
Inventar
#45 erstellt: 30. Apr 2008, 16:32

Schwergewicht schrieb:
Das mit den Häuptlingen/Indianer ist ein bekanntes Phänomen. Wenn man Leute flüchtig kennen lernt, denen man zu 99,9 % nicht wieder begegnet und es kommt das Thema Beruf, so ist (fast) jeder mindestens Abteilungsleiter (Häuptling) und keiner ein "kleiner" Arbeiter/Angestellter (Indianer).


Wer braucht sowas? Wie arm...
Ich kenne zwar einige mit "Profilneurosen", aber die bleiben wenigstens bei dem was sie sind. Das allerdings wird dann ziemlich aufgeblasen.

Ich bin auch Indinaner. Sogar wieder ein ziemlich kleiner, da ich eine neue Stelle habe in einem anderen Bereich und vieles neu lernen muß.
Amin65
Inventar
#46 erstellt: 30. Apr 2008, 16:37

storchi07 schrieb:

Amin65 schrieb:

Mimi001 schrieb:

Hat jemand schon einmal von einer wertvollen Käfersammlung gehört ?


Meint ihr damit ..... das weibliche Geschlecht? :)


diese sammlung könnte dann aber unbezahlbar sein ;)


Die würde ich allerdings nicht auflösen ...
surly
Hat sich gelöscht
#47 erstellt: 30. Apr 2008, 16:43
Ich habe in letzter zeit 'ne menge in der Bucht verschärbelt von dem ich immer glaubte es haben zu müssen.

Die PS3 hab' ich sogar mit Gewinn verkauft(nachdem sie ein halbes jahr nur einstaubte). Jetz ist die Anlage dran, die auf jeden Fall auch überdimensioniert ist, der CD-Player der das letzte mal vor 1 Jahr angeschaltet wurde (zur Funktionskontrolle nach dem letzten Umzug) wird auch abgeschafft. Ich brauch den ganzen Krempel einfach nicht mehr.

Mann schafft sich so viel Plunder an weil einem eingeredet wird es kommt auf jedes Quentchen Klangverbesserung an.... wenn man darauf verzichtet hört mann einfach nur Musik und hat genauso viel Spass!

Ich habe mehrere Jahre auf die optimierung meiner Anlage verschwendet, es wäre sinnvoller gewesen mein Geld für Konzertkarten auszugeben.

Reduktion auf das wesentliche ist das Motto.

Warum einen Porsche fahren, wenn mich ein Smart auch ans ziel bringt und noch dazu die Parkplatzsuche wesentlich vereinfacht. Ich bin auch nicht neidisch auf Porsche und Ferrari Fahrer, ich habe nur mitleid - Getrieben vom Edelkonsumwahn sind sie ja doch nie zufrieden.

Meine Class A Endstufe werde ich auch abstossen ist einfach nichtmehr zeitgemäss, war schön, aber wenn sie durch was kompakteres ersetzt ist wirds auch noch Spass machen Musik zu hören.

In diesem Sinne...

Viel spass weiterhin beim Musikhören!

Greetz surly
Amin65
Inventar
#48 erstellt: 30. Apr 2008, 16:48

surly schrieb:

Ich habe mehrere Jahre auf die optimierung meiner Anlage verschwendet, es wäre sinnvoller gewesen mein Geld für Konzertkarten auszugeben.


Nur leider ist es immer nach dem Konzert vorbei ... oder zu manchen Konzerten kommt man nie hin ... oder bei manchen Konzerten war man noch nicht einmal geboren. Deswegen macht auch eine gut Anlage Sinn.
surly
Hat sich gelöscht
#49 erstellt: 30. Apr 2008, 22:39
Wobei ich sagen muß das ich mehr coole Erinnerungen an Konzerte als an Audiophile Hörsessions habe!
Und für Parties die auch zu dem einen oder anderen denkwürdigen Ereignis führten braucht mann kein High End!

Greetz Audiodude
Amin65
Inventar
#50 erstellt: 01. Mai 2008, 11:07
Wenn Du jetzt eine Party mit einem High End Erlebnis vergleichst, leben wir wohl doch auf zwei verschiedenen Planeten.
surly
Hat sich gelöscht
#51 erstellt: 01. Mai 2008, 11:47
Na die Frage ist ja nur was mehr Spass macht, im Kämmerlein zu sitzen und andächtig high endiger Musik zu lauschen oder sich mit freunden die Nacht um die ohren zu schlagen während mann alte und neue Schätzchen aus der Vinyl- und Silberscheibensammlung zu gehör bringt.

Natürlich schließt sich das nicht aus, allerdings ist für Zweiteres keine High End Anlage nötig, da reicht auch ein einfacher Japaner.

Greetz surly
Amin65
Inventar
#52 erstellt: 01. Mai 2008, 13:08

surly schrieb:

Natürlich schließt sich das nicht aus,


Wow, da bist Du jetzt ganz allein darauf gekommen?


surly schrieb:
allerdings ist für Zweiteres keine High End Anlage nötig, da reicht auch ein einfacher Japaner.


Für Rock und Pop ... ja, für Jazz vielleicht, für Klassik eher nicht! Aber jeder hat eben seine eigenen Maßstäbe für die Bezeichnung "reicht aus".


Grüße, Amin
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