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Die Geschichte/Entstehung des Mischpults?

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BigJay
Neuling
#1 erstellt: 10. Mrz 2008, 18:55
Hi allerseits! Ich bin auf der Suche nach einem, Möglichst ausführlichen, Artikel über die Entstehung und Geschichte des Mischpults (Wann wurde von wem das erste erfunden? Wer hat wann welche neuen Erfindungen dazu gemacht? Diese und am besten noch mehr Fragen sollten in dem Artikel optimalerweise vorhanden sein.) Hab das Inet vorhin durchforstet und entweder binich zu doof, da etwas zu finden, oder es ist wirklich verdammt schwierig, da einen anständigen Artikel drüber zu finden. Falls jemand hier mir einen guten Link oder nen guten Tipp hätte, wäre ich sehr froh =)
Vielen Dank im Vorraus !!!
Mfg
Big Jay
DB
Inventar
#2 erstellt: 10. Mrz 2008, 20:32
Hallo,

DEN Erfinder des Mischpultes wird es kaum geben.
Bei Mischpulten hat nicht der oder jener irgendwas erfunden: es wurde eingebaut, was zweckmäßig erschien.
Wenn ein Pegeltongenerator in Wienbrückenschaltung dran ist, dann mußt Du eben schauen, wer den erfunden hat. Sind Lichtzeigerinstrumente dran, oder LED-Ketten oder Zappelmaxen,...

Die Anfänge der Tonmischerei kamen mit den elektrischen Aufzeichnungsverfahren und dem Aufkommen des Mediums Rundfunk. Sich mit alter Rundfunktechnik zu beschäftigen kann hier hilfreich sein (www.radioforen.de, Abteilung Studio- und Sendertechnik).

Die ersten Mischpulte waren übrigens rein passiv und hatten Stufenschalter mit Widerstandsnetzwerken (T- oder L-Regler), die bei Betätigung ihren Ein- und Ausgangswiderstand nicht veränderten.

Später fand man dann zu einer Art Baukastensystem, hier wurden die Mischpulte genau auf den Bedarf des entsprechenden Studios hin zusammengestellt.
Vom Aussehen her hatte das immer noch nicht viel mit einem heutigen Mixer zu tun: Dazu gehörte ein Regietisch mit den Kanal- und Summenreglern, Abhörschaltern, Programmschienen, Entzerrern (und evtl. Stereorichtungsmischern).
Zusätzlich hatte man Klinkenfelder, z.B. um in einzelne Kanalzüge die angesprochenen Entzerrer einschleifen zu können.
Die eigentlichen Verstärker waren in Kassettenbauweise ausgeführt und saßen in entsprechenden Gerätegestellen.
Ein großes Pult mit sagen wir 12 Kanälen konnte so komplett vielleicht 300-500kg wiegen. Genau so, aber etwas leichter, werden heute noch Rundfunkpulte gebaut.

Für Heim- oder semiprofessionelle Ansprüche war das natürlich nicht gedacht.
Die im Heimbereich üblichen Mischpulte sahen dann den beim Rundfunk auch zu findenden Kleinstudiogeräten und Reportagemixern recht ähnlich, freilich ohne deren Funktionsumfang und die exzellenten Meßdaten.


MfG

DB
BigJay
Neuling
#3 erstellt: 11. Mrz 2008, 13:36
Hey, vielen Dank schonmal, ich glaube mehr Antworten brauche ich dann garnicht :-) Danke @DB für die schnelle und umfangreiche Hilfe, wenn man die Antwort so liest, braucht man sich ja kaum zu wundern, warum man nirgendwo etwas über die Geschichte findet :-) Ich brauch das für ein Projekt in der Schule, letztes Jahr habe ich das über das Thema Mikrofon gemacht, und da war das mit der Geschichte um einiges klarer, da hat man überall gute, chronologisch geordnete Artikel mit Namen, Daten usw. gefunden.
Ach eine Frage hätte ich dann noch, was hat es mit "aktiven" und "passiven" Mischpulten auf sich, und wie funktioniert das denn ohne eine Änderung des Widerstands ? Ich bin (noch) nicht sehr bewandt bei dem Thema.
Also nochmal Danke,
Mfg
Big Jay


[Beitrag von BigJay am 11. Mrz 2008, 13:39 bearbeitet]
DB
Inventar
#4 erstellt: 11. Mrz 2008, 14:03

BigJay schrieb:

Ach eine Frage hätte ich dann noch, was hat es mit "aktiven" und "passiven" Mischpulten auf sich,

Nun, Du hast vor der eigentlichen Mischeinrichtung (ein Widerstandsnetzwerk) die entsprechenden Verstärker, die z.B. mit +6dBu Ausgangspegel arbeiten. Entsprechend der Anzahl der Kanäle wird die Knotenpunktsdämpfung berechnet und ein Aufholverstärker nachgeschaltet, der wieder auf +6dBu verstärkt


BigJay schrieb:
und wie funktioniert das denn ohne eine Änderung des Widerstands ?

Da sitzen zwei oder auch drei veränderliche Widerstände auf einem Betätigungselement. Die werden so geschaltet, daß der meßbare Ein- und Ausgangswiderstand gleich bleiben.

http://www.funkstunde.com/

MfG

DB
BigJay
Neuling
#5 erstellt: 11. Mrz 2008, 21:00
Alles klar, vielen Dank nochmal für die schnelle Hilfe
Mfg =)
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