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Verbesserung der Aufnahmequalität (Vorschlag an die Musikindustrie)

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cr
Moderator
#1 erstellt: 16. Jan 2010, 00:26
Zur Hebung der Klangqualität und als Mittel gegen den Loudness-War schlage ich folgende Maßnahme vor:

Als es kopiergeschützte CDs gab, war manchmal ein MP3-Preripped-Ordner dabei:
Das könnte man wieder aufgreifen (nicht den Kopierschutz):
zB bis zu 60 Minuten Musik in guter Dynamik + alles auch als MP3 mit 256 kb/s (und dynamisch totkomprimiert) = 72 Minuten (paßt also super auf eine CD). Dann haben die Kids ihre klanglichen Mißgeburten und die anderen was Ordentliches.

Die Idee scheint mir recht gut. Würde (praktisch) nichts kosten und beide Seiten befriedigen! Maximal bekäme man sogar 66 Minuten Musi auf die CD + MP3s.
sakly
Inventar
#2 erstellt: 16. Jan 2010, 08:45
Hi,

was soll das für einen Sinn haben?
Dann können die Kids auch gleich das Zeug selbst runterrippen und zwar in der Bitrate, wie sie es haben wollen.
Kaufen müssen sie die CD doch dann sowieso.

MP3 reduziert die Dynamik meines Wissen nicht.

Gruß
Duckshark
Inventar
#3 erstellt: 16. Jan 2010, 13:30
Den Vorschlag an die Musikindustrie zu machen, die Klangqualität zu heben ist natürlich ehrenwert.

Einfach nur die Musik in vernünftiger Qualität auf die CD zu pressen würde aber auch nicht mehr kosten, als dieser totkomprimierte Mist.
Wie wir alle wissen wird das ja hauptsächlich deswegen gemacht, weil lauter (zumindest bei flüchtigem Hinhören) besser klingt.
Und ich fürchte die Musikindustrie zielt dabei nicht nur auf die "Kids" ab, sondern auf die breite Masse der Musik-Konsumierer (bewusst nicht: "Musikhörer").
Das Problem über das wir hier in unserer kleine Gemeinde diskutieren besteht für 90% der Menschen, die Musik konsumieren überhaupt nicht.
Iruc
Stammgast
#4 erstellt: 16. Jan 2010, 19:03
Das ist das Problem jedes Forums, hier tummeln sich Leute die davon begeistert sind und auch oft gute Ideen haben, und das sit in jedem Forum so, nur leider spiegelt so ein Forum nur einen minimalen bruchteil der zahlenden Kunden.

Jedes Forum in jedem Bereich hat ist voll von guten Ideen. Autoforen, Rollerforen, Technikforen, nur leider interessiert es kaum einen was dort steht :-/
cr
Moderator
#5 erstellt: 16. Jan 2010, 23:36

MP3 reduziert die Dynamik meines Wissen nicht.


Habe ich aber auch noicht behauptet. Ich habe geschrieben, mit mp3 könnte man eine totkomprimierte Version für Kids und Radio anbieten (ich habe nicht gesagt, daß mp3 zu einer Totkomprimierung führt)


was soll das für einen Sinn haben?
Dann können die Kids auch gleich das Zeug selbst runterrippen und zwar in der Bitrate, wie sie es haben wollen.


Es kostet nichts und man kann eine dynamikreiche Version bringen und eine besch...., die anscheinen aber manche Käuferkreise inkl.Radiostationen bevorzugen. Somit ist beiden gedient bei zusätzlichen Kosten Null.


Jedes Forum in jedem Bereich hat ist voll von guten Ideen. Autoforen, Rollerforen, Technikforen, nur leider interessiert es kaum einen was dort steht :-/


Deshalb steht die Musikindustrie auch dort, wo sie steht.

Es hat schon viele Superschlaue gegeben, die geglaubt haben sie sind die größten und sich nicht darum gekümmert haben, was andere gesagt haben. Manche davon gibts inzwischen nicht mehr, sie haben hoffnungslos alles verschlafen...


[Beitrag von cr am 16. Jan 2010, 23:41 bearbeitet]
Don-Pedro
Inventar
#6 erstellt: 16. Jan 2010, 23:47
Das ist jetzt bissle außerhalb des eigentlich Themas aber ich las unlängst einen Artikel über die ersten Anbahnungen brennbarer CDs.
Ein vertreter der Hersteller solcher Brenner sagte damals im Interview es würde später einmal so sein, dass man in einen Musikladen geht, sich die Lieder raussucht, die man haben will und kurze Zeit später bekäme man die CD mit den Liedern.

DAS war m.E. visionär!

Und - zumindest in meinem Fall - liegt hier auch das Problem der Musikindustrie im Kampf gegen die Kopierer und "Downloader", etc.
Welche Möglichkeiten hat man denn an ein Lied zu kommen, das einem gefällt? Die Maxi für 6 Euro oder das Album für 12-25 Euro.
Ich möchte gar nicht nachzählen wie viele CDs ich habe, auf denen mir genau 1 oder 2 Lieder gefallen.

Warum also nicht endlich und einfach dasselbe wie Napster oder I-Tunes anbieten, nur als Internet-Bestellservice auf dem man sich seine CDs zusammenstellen kann.

Das ganze dann bitte noch in entsprechender Qualität und Dynamik.... Ich wäre glücklicher Käufer!
sakly
Inventar
#7 erstellt: 17. Jan 2010, 08:58

cr schrieb:

MP3 reduziert die Dynamik meines Wissen nicht.


Habe ich aber auch noicht behauptet. Ich habe geschrieben, mit mp3 könnte man eine totkomprimierte Version für Kids und Radio anbieten (ich habe nicht gesagt, daß mp3 zu einer Totkomprimierung führt)


was soll das für einen Sinn haben?
Dann können die Kids auch gleich das Zeug selbst runterrippen und zwar in der Bitrate, wie sie es haben wollen.


Es kostet nichts und man kann eine dynamikreiche Version bringen und eine besch...., die anscheinen aber manche Käuferkreise inkl.Radiostationen bevorzugen. Somit ist beiden gedient bei zusätzlichen Kosten Null.


Hi cr,

jetzt verstehe ich auch Dein erstes Post richtig. Ich habe den Klammerausdruck falsch interpretiert. Du meinst die sollen den MP3-Krempel dynamikkomprimiert mit draufbruzzeln
Gut, soweit wäre dann wirklich beiden Lagern geholfen, aber Kosten wirft das ja schon auf. Es muss jemand geben, der die erste Version erstellt, die eine vernünftige Dynamik hat. Gut, den gibt es sowieso, weil der ja auch die Version erstellt, die keine Dynamik hat. Ob eine gut eQualität zu erzeugen genauso lange dauert, wie so ein dynamikloses Zeug? Ich glaube nicht. Ich gehe davon aus, dass die Aufnahmezeit im Studio heute deutlich kürzer ist, als noch vor ein paar Jahren. Aber selbst wenn dem nicht so wäre, muss der Kollege das Zeug ja noch mal durch Limiter und Kompressoren jagen, damit es schlechter wird und den Krempel dann umkonvertieren, damit es mit auf die CD kann. Der Aufwand ist zwar marginal im Vergleich zur Aufnahme des Albums, aber er ist da.
Die Idee ist an sich aber dann nicht schlecht.

Gruß
RoA
Inventar
#8 erstellt: 17. Jan 2010, 10:01

Die Idee scheint mir recht gut.



Die Idee ist an sich aber dann nicht schlecht.


Die Idee ist schlecht. Wer seine Musik totkompirnieren möchte, soll das bitte selbt tun. Wie, das macht doch keiner?


Duckshark schrieb:
Einfach nur die Musik in vernünftiger Qualität auf die CD zu pressen würde aber auch nicht mehr kosten, als dieser totkomprimierte Mist.


Ich glaube, das kostet allein schon deshalb mehr, weil den Majors inzwischen die Ressourcen fehlen. Vor 10-15 Jahren boten die Plattenfirmen noch alles aus einer Hand: Studios, Künstler-Management, Fabriken, Logistik und Distribution. Es war damit die Infrastruktur vorhanden, 9 erfolglose Talente mit einem Top-Seller zu finanzieren, und das war auch lange Teit die offizielle Politik. Ende der 90er kam dann der Schwenk in Richtung kurzfristiger Erfolg. Wichtig war, unter den Top10 platziert zu sein, alles andere interessierte nicht mehr. Alle Rand-Aktivitäten wurden rigoros ausgelagert oder verkauft: Konzertmanagement, Aufnahmestudios, Mastering, Produktion und CD-Fabriken wurden geschlossen, zusammengelegt oder verkauft. Die Majors haben heute eigentlich nur noch den Vertrieb, und da ist nicht mehr zu erwarten, daß sich in Richtung Klangverbesserung noch etwas bewegen wird. Ausnahmen bilden Klassik und Jazz, und die kleineren Labels, denen man damals bewußt das Geschäft überlassen hat, weil es sich nicht mehr lohnte. Genauso wie die Konzertvermarktung.
sakly
Inventar
#9 erstellt: 17. Jan 2010, 10:14

RoA schrieb:

Die Idee scheint mir recht gut.



Die Idee ist an sich aber dann nicht schlecht.


Die Idee ist schlecht. Wer seine Musik totkompirnieren möchte, soll das bitte selbt tun. Wie, das macht doch keiner?


Das habe ich ja bereits geschrieben, dass man das auch selbst tun könnte.
Wenn der Platz aber da ist, kann man das ja auch direkt mitliefern. Da würde ich das kleinste Problem sehen.


RoA schrieb:

Duckshark schrieb:
Einfach nur die Musik in vernünftiger Qualität auf die CD zu pressen würde aber auch nicht mehr kosten, als dieser totkomprimierte Mist.


Ich glaube, das kostet allein schon deshalb mehr, weil den Majors inzwischen die Ressourcen fehlen. Vor 10-15 Jahren boten die Plattenfirmen noch alles aus einer Hand: Studios, Künstler-Management, Fabriken, Logistik und Distribution. Es war damit die Infrastruktur vorhanden, 9 erfolglose Talente mit einem Top-Seller zu finanzieren, und das war auch lange Teit die offizielle Politik. Ende der 90er kam dann der Schwenk in Richtung kurzfristiger Erfolg. Wichtig war, unter den Top10 platziert zu sein, alles andere interessierte nicht mehr. Alle Rand-Aktivitäten wurden rigoros ausgelagert oder verkauft: Konzertmanagement, Aufnahmestudios, Mastering, Produktion und CD-Fabriken wurden geschlossen, zusammengelegt oder verkauft. Die Majors haben heute eigentlich nur noch den Vertrieb, und da ist nicht mehr zu erwarten, daß sich in Richtung Klangverbesserung noch etwas bewegen wird. Ausnahmen bilden Klassik und Jazz, und die kleineren Labels, denen man damals bewußt das Geschäft überlassen hat, weil es sich nicht mehr lohnte. Genauso wie die Konzertvermarktung. :cut


Da würde ich, ohne genaueres Hintergrundwissen, trotzdem mal zustimmen. Ich denke, dass es in dem Sektor viele Probleme in Bezug auf "Entwicklungszeit", was ich ja schon angedeutet habe, und sicher auch der Infrastruktur geben wird. Es muss alles viel schneller gehen und dabei ist nur die Chartsplatzierung wichtig. Siehe die ganzen Casting-Künstler. Die haben gerade gewonnen und eine Woche (!!) später gibt's das komplette Album auf dem Markt. Abgesehen davon, dass die Qualität der Musik selbst meist fragwürdig ist, ist auch die Qualität der Klänge nicht besonders gut.

Gruß


[Beitrag von sakly am 17. Jan 2010, 10:14 bearbeitet]
Duckshark
Inventar
#10 erstellt: 17. Jan 2010, 11:00
Das was ihr da schreibt mag ja alles zutreffen. Ich gehe auch davon aus, dass heute kurzfristiger Erfolg (in finanzieller Hinsicht) das ist worauf es ankommt.
Es mag auch zutreffen, dass das Mastering für eine wirklich highendige CD (also eine "Refernzscheibe", wie es so schön heißt) mehr Zeit und Know-How und damit Geld beansprucht.

Ich kann aber nicht erkennen was daran teuer sein soll die ursprüngliche Dynamik einfach zu belassen, das Material also nicht totzukomprimieren und dann in der Lautstärke noch anzuheben.

Eine anhörbare, vernünftige CD abzumischen ist nicht teurer als das Material danach noch zu verschlechtern (auf laut zu trimmen).
RoA
Inventar
#11 erstellt: 17. Jan 2010, 11:03
Es geht ja nicht nur um die Dynamik. Es gibt ja auch noch Verzerrungen, Begrenzer etc. Die Liste der Sünden ist schier unendlich.
Duckshark
Inventar
#12 erstellt: 17. Jan 2010, 11:15
Natürlich. Deswegen sage ich ja, dass man unterscheiden sollte, zwischen einer wirklich guten Aufnahme, einer annehmbar hörbaren und den vielen jetzigen einfach grauslichen.
Ich empfinde die Totkomprimierung und Aussteuerung bis an die Grenze und darüber hinaus als das Hauptproblem. Zumal manche Verzerrungen ja einzig und allein darauf zurückzuführen sind.
Wenn sie diesen Mist schon mal abstellen würden, wäre allen geholfen. Da sich die Musikindustrie davon aber keinen Vorteil, sondern eher einen Nachteil verspricht wird das wohl Wunschdenken bleiben.
Bleibt einem nur sich ältere CDs zu kaufen, als diese noch vernünftig abgemischt wurden - da wurde eh die bessere Musik gemacht.
Ueli
Inventar
#13 erstellt: 17. Jan 2010, 12:07
Bei Klassikproduktionen kann ich keine Tendenz zu totkomprimierter Musik erkennen.

Und die Aufnahmequalität im Klassik-Bereich hat sich in den letzten 10 Jahren - Dank der Mehrkanaltechnik - eher verbessert als verschlechtert.

Ueli
Dr.Who
Inventar
#14 erstellt: 17. Jan 2010, 17:24
Hallo,

der Klassikbereich mit seinen audiophilen Labels gilt für mich als absolute Referenz. So etwas müsste längst Standard sein.
Accuphase_Lover
Inventar
#15 erstellt: 17. Jan 2010, 17:53

Ueli schrieb:
Bei Klassikproduktionen kann ich keine Tendenz zu totkomprimierter Musik erkennen.

Und die Aufnahmequalität im Klassik-Bereich hat sich in den letzten 10 Jahren - Dank der Mehrkanaltechnik - eher verbessert als verschlechtert.

Ueli



Klassik ist wie Jazz auch, eine "elitäre" Musik. Nur etwa 5% aller Hörer hören Jazz, zu Klassik ist mir leider keine Zahl bekannt.
Der durchschnittliche Jazz- u. Klassikhörer verfügt über höhere Bildung und höheres Einkommen als der durchschnittliche Pop-Rock oder gar HipHop-Hörer.

Daraus resultiert, daß man bei Jazz und Klassik noch mehr Wert auf Klang legt. Diese Musikarten werden ja auch selten "so nebenbei" konsumiert.
Iruc
Stammgast
#16 erstellt: 17. Jan 2010, 21:18
nur weil es wenig Leute hören ist es keine elitäre Musik, und das an Einkommen oder Bildungsgrad festzumachen ist genauso unsining, denn der große Teil ( auch der wirklich gut verdiener und Bildunselite) hören bestimmt anderen Musik als Jazz und Klassik. Aber darum geht es ja hier nicht.

Man muss das ganze aber auch mal anders betrachten. Worauf werden denn heutzutage Cd´s abgespielt ?

Auf irgendwelchen 30€ Multifunktionsradios in jedem Teeniezimmer. Oder auf dem Küchen-Cd/Radio kombi der Mutter. Auf der Medion 5.1 Anlage für 150€. Da hört das eh keiner ob das nun totkomprimiert ist oder nicht.

Ich hatte letztens ein gutes Beispiel für eine überzogene Komprimierung. James Morrison, das neuste Album, keine ahnung wie das heißt. Hör ich es auf meiner Anlage und dreh etwas auf, fühlt man sich einfach unwohl, hört man das ganze auf der Medion anlage meines Vaters, fühlt man sich genau so unwohl, jedoch weiß man da nicht ob es die Komprimierung oder die Analge ist.

Leider entscheidet sowas immer indirekt die Masse der Konsumenten und nicht die Elite die sich in Foren tummelt.
Duckshark
Inventar
#17 erstellt: 17. Jan 2010, 22:21

und nicht die Elite die sich in Foren tummelt.

Naa, ob sich hier die Elite tummelt, da habe ich immer wieder meine Zweifel!
AlexG1990
Inventar
#18 erstellt: 18. Jan 2010, 01:28

Man muss das ganze aber auch mal anders betrachten. Worauf werden denn heutzutage Cd´s abgespielt ?

Auf irgendwelchen 30€ Multifunktionsradios in jedem Teeniezimmer. Oder auf dem Küchen-Cd/Radio kombi der Mutter. Auf der Medion 5.1 Anlage für 150€. Da hört das eh keiner ob das nun totkomprimiert ist oder nicht.

Ich hatte letztens ein gutes Beispiel für eine überzogene Komprimierung. James Morrison, das neuste Album, keine ahnung wie das heißt. Hör ich es auf meiner Anlage und dreh etwas auf, fühlt man sich einfach unwohl, hört man das ganze auf der Medion anlage meines Vaters, fühlt man sich genau so unwohl, jedoch weiß man da nicht ob es die Komprimierung oder die Analge ist.


... Da muss ich grade mal einen Einwand bringen!

Ich würde sagen, dass GERADE auf kleinen billigen Geräten (CD-Radiowecker, Ghettoblaster, PC-TFT-Einbaulautsprecher , ...) die totkomprimierten Aufnahmen BESONDERS SCHLIMM klingen!
Ich empfinde es so, dass totkomprimierte Rock-Aufnahmen (in den Charts wird man fündig!) auf den Billig-Geräten wegen den schreienden Mitten geradezu wehtun in den Ohren, während sie auf HiFi-Equipement zumindest noch anhörbar sind.
Eine 80er-Jahre-Platte, z.B. von "Pink Floyd" oder "Dire Straits" (gilt ja als Referenz, was Mastering angeht) klingt für mich auf den Kleingeräten deutlich (!) angenehmer als eine moderne 0dB-Scheibe!

MfG
Alex


[Beitrag von AlexG1990 am 18. Jan 2010, 01:30 bearbeitet]
Don-Pedro
Inventar
#19 erstellt: 18. Jan 2010, 09:05
Eine moderne(?) 0-dB-Scheibe hört sich aber entspannter im Auto und mit dem mp3-Player, weil man nicht dauernd die Lautstärke nachregeln muss um in leisen Passagen die Hintergrundgeräusche zu übertönen und bei voller Dynamik die Ohren zu schonen.

Man könnte natürlich auch einfach in die Geräte eine Dynamikregelung einbauen....
AlexG1990
Inventar
#20 erstellt: 18. Jan 2010, 16:45

Eine moderne(?) 0-dB-Scheibe hört sich aber entspannter im Auto und mit dem mp3-Player, weil man nicht dauernd die Lautstärke nachregeln muss um in leisen Passagen die Hintergrundgeräusche zu übertönen und bei voller Dynamik die Ohren zu schonen.

Man könnte natürlich auch einfach in die Geräte eine Dynamikregelung einbauen....

Ja, das kenne ich nur zu gut! Habe z.B. das Problem, da ich unterwegs über ein Sony-Ercisson-Handy (mit Sennheiser-InEars) höre, dass es manchmal einfach an Lautstärkereserven fehlt. Wenn ich das Handy voll aufdrehe, reicht es bei den tollen "0dB-Scheiben" gerade, um mal knackig laut zu hören. Wenn ich dann z.B. eine 80er-Jahre Dire Straits-Aufnahme höre (z.B. Brothers in Arms), die ja noch nichtmal in den Peaks bis 0dB ausgesteuert ist, reicht die Lautstärke halt in Alltagsumgebung einfach nicht aus! Es ist schlicht unmöglich, die Musik beispielsweise auf einer Zugfahrt zu genießen...

Gruß
Alex
Duckshark
Inventar
#21 erstellt: 18. Jan 2010, 16:59
Das liegt dann aber definitv daran, dass dein mobiler Player eine Gurke ist (oder du bist taub ). Ich drehe bei meinen Playern selten über 30% der Maximallautstärke auf.
Das reicht dann selbst für die Originalausgabe der Brothers in Arms, die wirklich extrem "leise" ist.
AlexG1990
Inventar
#22 erstellt: 18. Jan 2010, 17:22

Das liegt dann aber definitv daran, dass dein mobiler Player eine Gurke ist (oder du bist taub ). Ich drehe bei meinen Playern selten über 30% der Maximallautstärke auf.
Das reicht dann selbst für die Originalausgabe der Brothers in Arms, die wirklich extrem "leise" ist.

Das kann sehr gut sein (mit dem Player, nicht mit meinen Ohren ! Das Handy gibt im Vergleich zu anderen Quelle wirklich sehr leise aus. Am Line-In (unbelastet) bei voller Lautstärke bestimmt mindestens -10dB gegenüber z.B. einem CD-Player. Schließe ich dann die Kopfhörer (32 Ohm) parallel an, bricht die Lautstärke nochmal um einiges ein. Wenn ich das Handy also am Verstärker betreibe (habe damit auch schon ganze PA-Anlagen "befeuert" ) muss man immer ziemlich weit aufsteuern.

Meine Sennheiser-InEars haben wohl auch nicht den größten Wirkungsgrad, sie gefallen mir sowieso nicht mehr, muss mir mal andere bestellen...

Übrigens: Ich habe mal mit meinen Ohrhörern an einem iPod Touch von 'nem Kumpel gehört, und wenn ich den voll aufdrehen würde, könnte ich meine Ohren wirklich gute Nacht sagen .

Gruß
Alex


[Beitrag von AlexG1990 am 18. Jan 2010, 17:23 bearbeitet]
Accuphase_Lover
Inventar
#23 erstellt: 18. Jan 2010, 17:52

Iruc schrieb:
nur weil es wenig Leute hören ist es keine elitäre Musik, und das an Einkommen oder Bildungsgrad festzumachen ist genauso unsining, denn der große Teil ( auch der wirklich gut verdiener und Bildunselite) hören bestimmt anderen Musik als Jazz und Klassik.


Dieser Einwand kommt immer !
Dennoch SIND Klassik & Jazz Musikgenres für die das Gesagte gilt. Das heißt nicht, daß bessergestellte Menschen deshalb zwangsläufig Jazz und Klassik hören.


Iruc schrieb:

Man muss das ganze aber auch mal anders betrachten. Worauf werden denn heutzutage Cd´s abgespielt ?

Auf irgendwelchen 30€ Multifunktionsradios in jedem Teeniezimmer. Oder auf dem Küchen-Cd/Radio kombi der Mutter. Auf der Medion 5.1 Anlage für 150€. Da hört das eh keiner ob das nun totkomprimiert ist oder nicht.


Eben, und warum ?
Weil entweder ernsthaftes Interesse an Musik / gutem Klang fehlt oder weil kein Geld vorhanden ist.
Der Jazz- u. Klassikhörer hört selten mit den von dir genannten Geräten !


Wie kommt ihr eigentlich auf "0 dB - Scheibe" ?

Der Peaklevel sagt nichts über die Lautheit aus und eine Aufnahme mit RMS = 0.0 dBFS gibt es nicht.

Das wäre selbst den abgebrühtesten HipHopern zu viel !
cr
Moderator
#24 erstellt: 18. Jan 2010, 20:56

Das liegt dann aber definitv daran, dass dein mobiler Player eine Gurke ist (oder du bist taub ). Ich drehe bei meinen Playern selten über 30% der Maximallautstärke auf.


Das ist doch gerade das Problem an dem Lautstärkebegrenzungsschwachsinn für mp3-Player durch die EU. Führt dazu, daß man eben normal ausgesteuerte Musik oder gar ältere CDs nicht mehr richtig laut bekommt. Klassik sowieso nicht. Da nützt auch auf 0dB normalisieren wenig, es wird trotzdem viel leiser bleiben.
Und daß man keine weniger empfindlichen KHs anschließen kann. Daher bin ich tendenziell dagegen.
Accuphase_Lover
Inventar
#25 erstellt: 18. Jan 2010, 21:26
Irgendwann kommt noch ein EU-Beamter daher, der eine Wirkungsgradbegrenzung aller in Europa verkauften KH / Schmalzbohrer fordert !
RoA
Inventar
#26 erstellt: 19. Jan 2010, 07:45
Die EU-Kommision läßt gerade prüfen, ob und wie sich die aktuell geltende Maximallautstärke von 100db auf 85db senken läßt. Wahrscheinlich verfügt die kommende Gerätegeneration über einen Auto-Normalizer.
Accuphase_Lover
Inventar
#27 erstellt: 19. Jan 2010, 16:58

RoA schrieb:
Die EU-Kommision läßt gerade prüfen, ob und wie sich die aktuell geltende Maximallautstärke von 100db auf 85db senken läßt. Wahrscheinlich verfügt die kommende Gerätegeneration über einen Auto-Normalizer. :cut



Um Gottes Willen, als hätten diese Dödel nichts anderes zu tun, als Unfug zu verbreiten !
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