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Giga-Versuch zum Thema Abschirmung

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soundrealist
Inventar
#1 erstellt: 19. Mrz 2013, 20:29
Hallo in die Runde !

Nach dem ich hier schon so einiges zum Thema "Kabel-Klang", Vodoo etc.. lesen konnte habe auch ich mich entschlossen, mich als neues Mitglied anzumelden, um mit einem hochinteressanten Test meinen "Einstand" zu feiern. Ich wollte selbst einmal nachvollziehen, wo die Grenze zwischen Sinn und Unsinn gezogen werden kann, ohne zu beschönigen oder zu verteufeln. Den Versuch habe ich so gestaltet, daß er einfach "nachgebaut" werden kann. Da mein Amp mit einer Röhrenvorstufe ausgerüstet ist, kann ich natürlich nicht einordnen, wie sich das alles bei konventionellen Verstärkern gestaltet. Daher wäre Euer Feedback (vielleicht sogar mit einem eigenen Back-up-Test) in dieser Hinsicht sehr hilfreich.

Ich bin wie folgt vorgegangen:

1. Sichergestellt, daß die Sat-Anlage keinen Brumm verursacht, bzw. die Stecker geerdet sind.
Gute, ordentlich geschirmte Chinc-Kabel an der Anlage sind selbstverständlicher Status-Quo.
Bedingungen, wie sie also an jeder durchschnittlichen Anlage anzutreffen sein sollten.

2. Ohne Audio-Signal den Lautstärkeregler auf Maximum gestellt um zu ermitteln, wie stark es im
Extremfall rauscht

3. Umsetzung folgender Maßnahmen

- Nutzung einer Wand-Doppelsteckdose. Dose 1 versorgt den Verstärker direkt, Dose 2 eine
handelsübliche Mehrfachsteckdose mit integriertem Netzfilter, an diese werden alle anderen Geräte
angeschlossen

- alle entfernbaren Netzkabel wurden durch kostengüntige geschirmte Varianten ersetzt (Audio Direct)


- festmontierte Netzkabel mit Klapp-Ferritmagnet ausgestattet (Ebay), auch das der
Netzfilter-Steckdosenleiste

- Lautsprecherkabel durch geschirmte Variante mit Goldkontakten ersetzt (ebenfalls billig bei Ebay
geschossen)

- Antennenkabel der Sat-Anlage gegen die recht "starre" Class A-Variante ausgetauscht


... alles in allem also keine superteuere Zubehörteile, sondern bezahlbare Massenware. Nur halt technisch anders aufgebaut.[u]ERGEBNIS:[/u] DAS MAXIMAL-RAUSCHEN VERMINDERTE SICH UM ÜBER 80% UND IST NUR NOCH IM HOCHFREQUENTEN BEREICH ZU HÖREN !! Daß sich dies natürlich auch positiv auf den eigentlichen Musikgenuss auswirkt, dürfte kaum überraschen.

Mein Fazit: Gute geschirmte Kabel und Filter in Summe (Komplett-Abschottung) klingen an sich zwar nicht anders, haben aber offensichtlich massiven Einfluß auf die Signal-Reinheit. Besonders, wenn viele Strippen nahe nebeneinander liegen (bei mir hinter dem Schrank). In Summe also tatsächlich eine klangverbessernde Maßnahme.

Möglicherweise führen ja auch einstreuungsrelevante Schwachstellen an den eigentlichen Komponenten zu diesem Ergebnis. Das würde dann aber auch bedeuten, daß konstruktive Schutz-Maßnahmen selbst bei Geräten über 1.500,- € alles andere als selbstverständlich sind.

Natürlich könnte man nun auch darüber diskutieren, welche Schirmungen und Entstörungen an welchen Kabeln genau welchen Anteil an der Verbesserung haben. Aber wozu noch, wenn das Gesamtpaket stimmt? Die landläufige Annahme, daß geschirmte Chinckabel allein alles komplett "abdichten" können, dürfte mit diesem Test jedenfalls entgültig widerlegt sein.


[Beitrag von soundrealist am 19. Mrz 2013, 20:37 bearbeitet]
cr
Moderator
#2 erstellt: 20. Mrz 2013, 18:46
Guter Bericht, dennoch: Ich würde vor allem mal versuchen, die Selbsttäuschung auszuschalten, denn die ist das größte Problem bei so Sachen.

Störgeräusche hört man vor allem, wenn man das Musiksignal auf Null hat. Ist da nichts, wird auch bei Musik nichts werden.
PS: Selbst das bestabgeschirmte $$$-Kabel kann gegen Magnetismus nichts ausrichten, gegen normale Störungen ist mit dem Schirmgeflecht eines Antennenkabels das Maximum erreicht. Allerdings sind Cinchkabel für Spannungen von 2-3V, wie heute üblich, sowieso kaum gefährdet. Problematisch sind Phonoverbindungen.
Störquelle No.1 sind immer noch Verstärker selbst. Wenn die Schaltung schlecht konzipiert ist, wird sie immer HF modulieren und jeden Lichtschalter (Schaltfunke >> EM-Impuls), jedes Handy in der Nähe als Störer empfangen. Da nützt keine Kabelschrimung, kein Netzentstörfilter, nichts. Kenne ich zur Genüge aus eigener Erfahrung. Bei einem anderen Verstärker kann man das Handy drauflegen und man hört nichts oder fast nichts (beim Einwählen etc.).


[Beitrag von cr am 20. Mrz 2013, 18:48 bearbeitet]
georgy
Inventar
#3 erstellt: 20. Mrz 2013, 19:07
Für einen sinnvollen Test muss der Testaufbau möglichst identisch sein, so wie du es vorschlägst sind zuviele Unbekannte dabei deren Einfluss dann ungewiss bleiben.
Da man den Testaufbau aber nicht so genormt bekommt müssten alle ihre zu untersuchenden Geräte zu dir schicken.
Von dir müsste dann natürlich mehr kommen als eine subjektive Auswertung, etwas greifbares, damit man die Stärke der Auswirkung einordnen kann.
Jeck-G
Inventar
#4 erstellt: 20. Mrz 2013, 21:48

Kenne ich zur Genüge aus eigener Erfahrung. Bei einem anderen Verstärker kann man das Handy drauflegen und man hört nichts oder fast nichts (beim Einwählen etc.).
Kann mitunter sehr langweilig sein, weil da einfach nichts passiert...

Also Jungs, kauft Euch vernünftige Anlagen, dann braucht Ihr Euch keine Gedanken über sowas zu machen.
soundrealist
Inventar
#5 erstellt: 21. Mrz 2013, 20:18
Wollte einfach mal wissen, was eine "Komplett-Abschottumng" von außen auf der Spannungs-Seite im Extrem-Bereich verändert. Klar, bei "Lautstärke null" war auch vorher nichts zu bemängeln.

Initialzündung war ein unter "Brummstörung" googelbarer Bericht von Audio.

Generell, so bin ich inzwischen der Meinung, haben externe Einflüsse auch gar nicht so viel mit "guten" oder "schlechten" Geräten zu tun. Habe das Gefühl, daß erst der inzwischen häufig anzutreffende Mischmasch aus Euro- und Schuko-Steckern in den letzten Jahren vielerorts generell zu mehr Problemen geführt hat (verschiedene Massen)
cr
Moderator
#6 erstellt: 21. Mrz 2013, 22:39

Initialzündung war ein unter "Brummstörung" googelbarer Bericht von Audio.


Gerade bei diesem Brumm nützt aber das Schirmen der Kabel nix. Wieso das der Anlass war, wie wild zu schirmen, verstehe ich nicht wirklich.
soundrealist
Inventar
#7 erstellt: 22. Mrz 2013, 22:10
Perfektionistischer Ehrgeiz....
Möchte einfach die bestmöglichen Ausgangsbedingungen schaffen. Hinzu kommt eine große Portion Neugierde bzgl. der Grenzen des tatsächlich machbaren. Ein echter Spleen halt....
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