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Stereo teurer als Surround?

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Autor
Beitrag
BubbleJoe
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 27. Nov 2013, 13:08
Hey,

immer wieder fällt mir auf, dass Stereoverstärker (-Receiver) für mich vergleichsweise teuer sind im Gegensatz zu Surroundverstärkern (-Receivern).
Wenn man bedenkt, dass Surround mindestens 4 Kanäle mehr hat, also auch mehr Leistungsreserven besitzen muss, dann meist noch mehr Schnittstellen (HDMI, optisch, ...) hat, DSP, heutzutage Videoupscaling und und und...

Trotzdem bezahlt man kaum mehr als für einen einigermaßen guten Stereoverstärker. Wobei die AVR auch meist noch mit höheren Leistungen werben (Stereo mit > 100W RMS / Kanal nicht so einfach zu finden, AVR massig).

Also was bleibt da auf der Strecke? Qualität? Oder ist die Stückzahl für reines Stereo heutzutage so gering?

Würde mal gerne ein paar Meinungen dazu hören.

Grüße Joe
liesbeth
Inventar
#2 erstellt: 27. Nov 2013, 13:15
die Stückzahlen von reinen Stereogeräten sind tatsächlich sehr gering...

Und da kaum rationale Gründe noch für einen StereoVV im Vergleich zum AVR sprechen, werden sicher auch immer mehr Leute sich einen AVR zum reinen Stereo-hören anschaffen
grangor77
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 27. Nov 2013, 15:19
ich würde sagen bei exotischen boxen wird man je nachdem immer wieder zu einem exotischen verstärker greifen :)....
elchupacabre
Inventar
#4 erstellt: 27. Nov 2013, 15:45
Er schrieb ja rationale Gründe...
boep
Inventar
#5 erstellt: 27. Nov 2013, 16:25
Wer mal über einen 500€ AVR und dann über einen 500€ Stereo Verstärker die gleichen Lautsprecher gehört hat, weiß warum der Stereo Verstärker mit seinen 2 Endstufen das gleiche kostet wie ein AVR mit 5 Endstufen.

Beim Stereo Amp konnte der Hersteller (abzüglich der "Umkosten") die vollen 500€ in 2 Endstufen stecken und muss nicht 5 dafür liefern. Letzteres geht nur durch reduzieren der Qualität. Das manifestiert sich nicht zwangsläufig in der Ausgangsleistung! Diese ist relativ belanglos. Es werden minderwertigere Transistoren zB mit höheren Toleranzen etc verwendet, was in schlechtem Klirrfaktor, Linearität, Impulsleistung etc also letztendlich schlechtem Klang endet.

Imho muss man schon einiges für einen AVR ausgeben (4 Stellig) um einen 500€ Stereo-Amp an die Wand spielen zu können.

Und nein ich bin kein Voodoo-Priester (Stichwort: "Verstärkerklang") (ganz im Gegenteil - ich glaube an messbare Fakten), aber im Low Budget Bereich hört man dann eben doch Unterschiede zwischen den Geräten. Gerade im Lastkritischen Bass(mittelton)bereich. Bei den Highend Geräten hingegen gehen die Unterschiede da imho gegen 0 (es sei denn der Hersteller soundet).



[Beitrag von boep am 27. Nov 2013, 16:29 bearbeitet]
elchupacabre
Inventar
#6 erstellt: 27. Nov 2013, 16:40
Danke für deinen ausführlichen Erfahrungsbericht und die Angabe aller Geräte welche du in Blindtests und ausführlichen Messvorgängen verglichen hast.

boep
Inventar
#7 erstellt: 27. Nov 2013, 16:44
Wenn man Messprotokolle braucht um sich dafür zu qualifizieren seine Meinung äußern zu dürfen, würde sich wohl hier keine einzige Meinung einfinden.

Da ich das Ganze vor allem von wirtschaftlicher Seite begründet habe, finde ich nicht, dass mein Post zu sehr ins Subjektive abgeglitten ist.

Bei 2,5fachen Materialaufwand (5 Endstufen gegenüber 2 Endstufen) muss auch der Endpreis grob das 2,5fache (Da die Endstufen und deren Spannungsversorgung wohl das teuerste in einem Verstärker sind) aufweisen ohne absprecken zu müssen.


[Beitrag von boep am 27. Nov 2013, 16:46 bearbeitet]
sealpin
Inventar
#8 erstellt: 27. Nov 2013, 16:49
Und bei AVR Receivern schlagen noch die Lizenzgebühren der div. Lizenzgeber (Dolby, Audyssey, THX etc...) zu buche...

Interessant wäre es mal einen vom Materialeinsatz gleichwertigen AVR Receiver zu einem Stereo Amp zu finden und dann den Verkaufspreis zu vergleichen.

ciao
sealpin
elchupacabre
Inventar
#9 erstellt: 27. Nov 2013, 16:53
Also ich muss nichts messen?

Gut, ich habe eine UVP über 1000€ Advanced Acoustic Vor Endstufen Kombi gegen einen UVP über 1000€ AVR gegengehört.

Ich würde, Aufgrund des Einmesssysstems immer wieder zum Denon greifen, was sagt das nun aus?
HiFi_Addicted
Inventar
#10 erstellt: 27. Nov 2013, 18:01
Ich bin eher der Meinung dass Stereo Vorstufen und Stereovollverstärker ohne Einmesssystem eine Anachronismus des letzten Jahrtausends sind. Ich warte mal auf die Steine *gg*
Kelly_G
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 27. Nov 2013, 18:13
Hallo
also ich finde das es schon sehr große unterschiede vom Klang er gibt zwischen AVR und Stereo hatte 2 Wochen den Yamaha 2020
bei mir stehn eben auch für Musik aber da fehlte immer was am Klank so das ich den oben genannnten zurück gab und mir einen guten Stereo Verstärker geholt habe (und nen kleinen AVR RX 775:-)) und seit dem bin ich zufrieden!!!!
Stereo33
Inventar
#12 erstellt: 27. Nov 2013, 18:23
Vergleich doch mal die größe der Trafos von einem Stereoverstärker und vergleichbaren AVR.
Fällt dir da was auf?

Ausserdem haben Stereoverstärker meist einen wertigeren Innenaufbau oder vernünftige Kühlkörper.
Ich warte immernoch auf den Königsweg 2.0-AVR mit Einmesssytem (+ HDMI) und guter Qualität,
aber so ein Produkt wird wohl nie in den gesunden Preisregionen kommen.

Ich bin mal gespannt was in 25 Jahren mehr gesucht wird, alte Stereoverstärker oder alte defekte AVRs
Bitte nicht falsch verstehen, ich habe nichts gegen AVRs.
cr
Moderator
#13 erstellt: 27. Nov 2013, 18:37
Stereoverstärker müssen ja nicht unbedingt teuer sein. Der gängige Preis für einwandfrei aufgebaute, wenn auch nicht jedermanns Geschmack, Studio-Endstufen mit 2x120W, liegt bei ca 200 - 250 Euro.
Slatibartfass
Inventar
#14 erstellt: 27. Nov 2013, 18:42
Ich bereibe auch einen Stero-Verstärker parallel zu einem Denon AVR. Ursprünglich hatte ich geplant, den schon älteren Stereo-Verstärker durch den AVR vollständig abzulösen, auch zum Musik hören. Nach einer langen Nacht des Vergleichens habe ich mich dann doch entschieden den Stereo-Verstärker nicht in Rente zu schicken. Nun werden die Front-Lautsprecher mit einem Amp-Switch für 5.1 und zum Musik hören in Stereo umgeschaltet.

Slati
markusfrohnert
Stammgast
#15 erstellt: 27. Nov 2013, 18:46
Habe einen Denon 1500AE und einen AVR Denon4311 und nutze den 4311 als Vorwerstärker für Stereo und wegen der Lautsprecher Einmessung und bin Super zufrieden damit .Klingt irgendwie besser als nur der AVR4311 im Stereo es geht nicht um Welten aber ich Empfinde das so,und auserdem was soll der denon 1500ae sonst darum Stehn der war vor dem 4311 da .




Gruß Markus
Siebbi
Hat sich gelöscht
#16 erstellt: 27. Nov 2013, 19:31
Hallo,


Ich warte immernoch auf den Königsweg 2.0-AVR mit Einmesssytem (+ HDMI) und guter Qualität


Das wäre wunderbar, wenn es solche Geräte mal geben würde und die dann auch noch bezahlbar wären. Vlt. auch mit A/B LS-Paaren die man unabhängig voneinander einmessen könnte. Mit Klangregelung für Höhen und Bass über FB oder wahlweise auch noch über Regler am Gerät fürs Feintuning. Falls das alles technisch möglich wäre. Dazu noch Digitaleingänge.
Stereo33
Inventar
#17 erstellt: 27. Nov 2013, 20:21
Wir verstehen uns
Da sind gute Ideen dabei und technisch ist das kein Problem, aber das wird nie kommen.
Die Zielgruppe ist verschwindend gering.
HiFi-Tweety
Hat sich gelöscht
#18 erstellt: 27. Nov 2013, 20:50
Geht es bei Stereo nicht auch ein wenig um Image, Material und Haptik?

Ich bin mir nicht ganz sicher, da ich mich mit Mehrkanal kaum mehr beschäftige, aber in der gleichen Preisklasse, machten die Stereo-AMPs auf mich rein äußerlich immer einen wertigeren Eindruck. (Weniger Plastik und besser verarbeitet)
Siebbi
Hat sich gelöscht
#19 erstellt: 27. Nov 2013, 20:55

aber das wird nie kommen


Schaaaaaaaade!!!


Wir verstehen uns


cr
Moderator
#20 erstellt: 27. Nov 2013, 20:58
Es wird deshalb nicht kommen, weil man dazu das Signal digitalisieren müßte und wieder analogisieren. Oder endlich mal alle Verstärker mit SPDIF und HDMI ausrüsten müßte, um wenigstens die digitalen Quellen direkt zu übernehmen. Wieso ein Stereo-Verstärker, kaum hat er einen Digitaleingang, gleich viel teuerer wird, ist sowieso ein Mirakel.
Stereo33
Inventar
#21 erstellt: 27. Nov 2013, 21:08
Mit gewissen Aufwand wäre dies auch analog machbar;
Mit einem einmessenden EQ der über genug Frequenzbänder verfügt (dann halt nur mit Frequenz-Korrektur).
Dies wäre vielleicht auch noch genau so günstig herzustellen wie
mit der Analog-Digital-Analog-Variante, wobei diese natürlich besser ist.
BubbleJoe
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 27. Nov 2013, 21:11
Digitale Schnittstellen (HDMI, optisch) sollten langsam echt mal Einzug in alle Stereo-Amps finden, kann eigtl. nicht schwer sein...
DrNice
Moderator
#23 erstellt: 27. Nov 2013, 21:59

cr (Beitrag #20) schrieb:
Oder endlich mal alle Verstärker mit SPDIF und HDMI ausrüsten müßte, um wenigstens die digitalen Quellen direkt zu übernehmen. Wieso ein Stereo-Verstärker, kaum hat er einen Digitaleingang, gleich viel teuerer wird, ist sowieso ein Mirakel.


Das ist mir ebenfalls ein Rätsel. Nachdem ich nach einem aktuellen bezahlbaren Verstärker gesucht hatte, damit ich meinen Rechner per S/PDIF daran betreiben kann, bin ich nach der ernüchternden Recherche zu dem Schluss gekommen, dass der Stereo-Nachfolger meines AVR meinetwegen auch 20 Jahre alt sein kann, sofern er fernbedienbar ist, da ich angesichts der mageren Ausstattung keinen Nutzen in einem Neugerät sehe. Ein solider Verstärker mit S/PDIF, HDMI und USB, als Receiver ggf. mit DAB+, WLAN und Webradio sollte auch zu bezahlbaren Preisen kein Hexenwerk sein. Die Mini- und Microanlagen können es schließlich auch.
Stereo33
Inventar
#24 erstellt: 27. Nov 2013, 22:11
Den PC als Quelle hat die Industrie anscheinend sowieso verpennt.
In der Sache holen die Japaner die Deutschen wohl ein
Jeck-G
Inventar
#25 erstellt: 27. Nov 2013, 22:23

Wer mal über einen 500€ AVR und dann über einen 500€ Stereo Verstärker die gleichen Lautsprecher gehört hat, weiß warum der Stereo Verstärker mit seinen 2 Endstufen das gleiche kostet wie ein AVR mit 5 Endstufen.
Dass die Gewinnmarge höher ist.
Wie schon paar mal erwähnt, technisch überwiegen die Vorteile beim AVR wegen Raumeinmessung usw., lediglich die Trafos sind zu klein für eine hohe Belastung auf allen Kanälen (wir reden hier aber über Stereo!).


Bei 2,5fachen Materialaufwand (5 Endstufen gegenüber 2 Endstufen) muss auch der Endpreis grob das 2,5fache (Da die Endstufen und deren Spannungsversorgung wohl das teuerste in einem Verstärker sind) aufweisen ohne absprecken zu müssen.
Komischerweise ist eine 4-kanalige PA-Endstufe nicht doppelt so teuer wie eine 2-Kanal. Da wird oft auch für die komplette Serie das selbe Schaltnetzteil verwendet, nur mit leicht modifizierter Bestückung der Regelkreise für andere Spannungen und Ströme (so viel zum Thema Spannungsversorgung). Habe bewusst PA-Technik genommen, weil dort die Preise nicht durch den Firmennamen bestimmt werden, sondern nach der Technik (und Entwicklung), die sich in der Kiste befindet, Profis lassen sich auch nicht so schnell lumpen. Sind nunmal Werkzeuge (wie dem Handwerker seine Hilti und Flex), die ihren Zweck erfüllen müssen, und keine Statussymbole oder Ähnliches.
Bei Stereo-Verstärkern werden gerne Bauteile unpassend (viel zu überdimensioniert) und deshalb viel zu teuer verbaut, fängt ja schon mit den Siebelkos an. Da staunt man, wenn man dagegen in eine oberamtliche(!) Lab.Gruppen iP450 (mit konventionellem Netzteil und "Analogendstufe") reinschaut, nur dass die iP450 im Gegensatz zum Stereo-Verstärker auch das hält, was in den Daten steht und auch über lange Zeit (Marktplatzbeschallung kein Problem, auch nicht an 2Ohm, also was ganz Anderes als Wohnzimmerbeschallung an 4 oder 8Ohm). Seniorenkarneval in einer Schulaula mit 550 Zuschauern? Da dort kein Diskopegel gefragt wurde und vernünftige Boxen (geeignete PA-Lautsprecher -> HK-Audio) dranhingen, wurde die Endstufe nichtmal handwarm.


Ich bin eher der Meinung dass Stereo Vorstufen und Stereovollverstärker ohne Einmesssystem eine Anachronismus des letzten Jahrtausends sind. Ich warte mal auf die Steine *gg*
Aber nicht 1999, sondern 1965 oder so. Und die verwendeten Anschlüsse sind noch aus den 40ern (Cinch) oder aus den Anfängen der Elektronik (4mm Bananenbuchsen, Schraubklemmen), der Ramsch könnte ruhig mal von Speakon oder (Mini-)XLR abgelöst werden. Zum Glück ist der DIN-Schrott (nahezu) ausgestorben.
Soll ich Dir noch nen Laster frisch vom Steinbruch vorbeibringen?


Der gängige Preis für einwandfrei aufgebaute, wenn auch nicht jedermanns Geschmack, Studio-Endstufen mit 2x120W, liegt bei ca 200 - 250 Euro.
Sind dann China-Geräte, aber "Made in Germany" (z.B. KME) ist auch noch verhältnismäßig günstig (weiß leider nicht mehr, was ich für meine KME SPA-240E zahlte, war aber definitiv unter 500€). Und für 850€ gab es dann schon was (aus Schweden), was zu den besten passivgekühlten Endstufen aus Serienfertigung auf dem Markt gehörte (2Ohm-tauglich, massig Schutzschaltungen, unter anderem Namen für Audiomesslabore verkauft usw., das kleine Stüfchen wurde oben schon erwähnt).


[Beitrag von Jeck-G am 27. Nov 2013, 22:32 bearbeitet]
cr
Moderator
#26 erstellt: 28. Nov 2013, 00:11
Die KME 2x120W oder so was kostet(e) 300,- (weiß ich, weil ich sie kaufen wollte)
Ob sie in China oder D zusammengelötet werden, ist ja letztlich egal, deshalb müssen sie auch nicht schlechter sein.
tinnitusede
Inventar
#27 erstellt: 28. Nov 2013, 01:06
ja ja, die AVR´s,

7 mal 160 Watt für 350€ und wiegen tun sie 10 Kilo,

die gehen normalerweise schon für den Netztrafo drauf, wenn er für über ein Kilowatt Lautsprecherleistung gut sein soll,

Hans


[Beitrag von tinnitusede am 28. Nov 2013, 01:15 bearbeitet]
Lichtboxer
Inventar
#28 erstellt: 28. Nov 2013, 01:25
Eigentlich müsste es ja nicht 7 mal 160 W heißen, sondern 160 W durch 7.
elchupacabre
Inventar
#29 erstellt: 28. Nov 2013, 07:12
Tun sie ja auch, zb. der Denon X-4000 hat 200W auf einem Kanal, damit lässt sich mit einer Milchmädchenrechnung ca, ausrechnen, wieviel er auf 5, oder 7 Kanälen leistet, wer der Meinung ist, er hat zuwenig Leistung für Stereo, der muss wohl 2 Turnhallen beschallen.
liesbeth
Inventar
#30 erstellt: 28. Nov 2013, 08:45
Die Gleichung, dass gleichteure StereoVV im Gegensatz zu AVRs wertiger sind geht doch auch nur bedingt auf. Nutzt man die digitalen Eingänge des AVR (digitale Quellen hat fast jeder) und dass Einmessprogramm (sinvoll) sollte man einen AVR zum Preis eines VV + DAC + DSP vergleichen... und das war es dann mit der höheren Wertigkeit.

Gibt natürlich trotzdem Gründe für einen VV, ich liebäugel auch immer noch mit Röhren aber rational gedacht, ist das Unfug
Lichtboxer
Inventar
#31 erstellt: 28. Nov 2013, 10:33
Unfug würde ich es nicht nennen, nur andere Prioritäten. Insbesondere Haptik, Design und Wertigkeit sind greifbare Argumente.
Stereo33
Inventar
#32 erstellt: 28. Nov 2013, 11:12
Der Vergleich hinkt ein wenig. Das ist dann so eine Art Mengenrabatt weil alles in einem Gerät ist.

AVRs brauchen meiner Meinung nach zwingend DAC und DSP (5.1 ohne DSP dürfte klanglich nachteilig sein).
Und der DAC mit HDMI-Eingängen ist Pflicht, da man ja auf 5.1 Quellen für den TV setzt.

Die Hersteller übertreiben bei den AVRs mit den Wattangaben.
Aber weis jemand warum sie bei den Stabilitätsangaben untertreiben (AVRs werden immer mit 6 Ohm angegeben)?
Lichtboxer
Inventar
#33 erstellt: 28. Nov 2013, 12:36

Der Vergleich hinkt ein wenig. Das ist dann so eine Art Mengenrabatt weil alles in einem Gerät ist.


Es dürfte eher so sein, dass der puristische Stereohörer eine höhere Preisbereitschaft hat. Das nutzt man dann auch aus.

Denn wenn man sich AVRs anschaut, dann haben die vom Einsteigergerät bis zum Topmodell fast durchgängig das gleiche Gehäuse und die gleiche Fernbedienung. OK, meist ist irgendwo ein Sprung drin, das war es aber auch.

Es wäre für die Hersteller nun ein Leichtes, durch Weglassen der digitalen Komponenten einen Stereo-Amp anzubieten, der dann preislich noch unter dem günstigsten AVR liegt.

Genau das wird aber nicht gemacht, weil der ambitionierte Stereofan in der Regel nach hochwertigen Geräten sucht. Rechnet man hier den nicht vorhandenen "Verstärkerklang" raus, dann bleibt nur noch, das Gehäuse aufzuwerten, endlich mal wieder robuste Bedienelemente einzubauen etc.
cr
Moderator
#34 erstellt: 28. Nov 2013, 14:07
Stereo-Endstufen sind überhaupt nicht generell teuerer.
Verstärker ab 2x50W an 4 Ohm kosten ab 150 Euro. Darunter sind Yamaha, Denon, Onkyo, Pioneer.
Ab 2x100W gibts ab 200 Euro. Wobei hier die Wattangaben zuverlässiger als bei AVRs sind.
http://geizhals.at/?cat=hifiamp&xf=1598_50#xf_top
fotoralf
Stammgast
#35 erstellt: 28. Nov 2013, 14:36

elchupacabre (Beitrag #9) schrieb:
Gut, ich habe eine UVP über 1000€ Advanced Acoustic Vor Endstufen Kombi gegen einen UVP über 1000€ AVR gegengehört.

Ich würde, Aufgrund des Einmesssysstems immer wieder zum Denon greifen, was sagt das nun aus?


Das sagt vor allem aus, dass der Raum nix getaugt hat.

Ralf
elchupacabre
Inventar
#36 erstellt: 28. Nov 2013, 15:19
Nachdem du meinen Raum so gut kennst, glaub ich dir das jetzt einfach mal
BillyIdol
Stammgast
#37 erstellt: 28. Nov 2013, 15:43
Meine Erfahrung ist, das ich mir mit einem einfachen AVR, den besseren Klang EINRICHTEN kann.
Bis vor kurzem dachte ich noch anders darüber, bis ich es ausprobierte.

Ich hatte in den letzten Jahren als überzeugter Stereohöhrer diverse VV zuhause, alles so in der 700-1000 Euro Klasse. ( Onkyo, Creek, Sony, Meracus )

Nun um es kurz zu machen, da ich mein WZ umgestellt habe, habe ich einfach mal mein alten Yamaha 5.1 HTR Reciever angeschlossen..( Neupreis ca. 200 Euro vor 7 Jahren )

Als LS Paare dienen Canton Vento 870 und Tannoy DC4t, also durchaus hochwertige LS, die preislich das 20fache kosteten wie mein AVR. Das Ganze ist dann ein 4.0 System.

Ganz kurz gesagt, der 200 Euro AVR klingt um welten besser als die VV.
Hierbei geht es mir nicht so sehr um " brilianten " Klang, sondern vielmehr um die Atmosphäre und Räumlichkeit beim musikhören,es ist einfach völlig entspannt.

Es entsteht ein ganz neues Raumgefühl, dieses kommt daher das man die LS Paare unterschiedlich einpegeln kann,so baut man sich mit einfachen Mitteln eine gigantische Musikbühne auf.
Auf den Einsatz von DSP wird verzichtet, beide Paare spielen einfaches Stereo, unterschiedlich eingepegelt bzw. in Trapezform aufgestellt.

Natürlich habe ich die LS Paare auch an ein VV angeschlossen A / B , mit dem Resultat das man immer nur das LS Paar hört was einem am nächsten ist. Von Räumlichkeit kann da keine Rede sein !
Wichtig ist das die Pegel der LS gleichlaut an der Hörposition ankommen. Dann hat man den Effekt als würde die Musik " aus dem Raum selbst kommen "... und das hat was.

Ob es überhaupt möglich ist, diese Räumlichkeit mit einem VV zu erreichen, bezweifle ich.
Ist ein 4.0 System optimal eingepegelt, ist es schwer die Positionen der LS herauszuhören, bei einem 2.0 hört man es sofort..

Denoch wird es immer Puristen geben die lieber 2.0 hören..ich nicht mehr


MfG
cr
Moderator
#38 erstellt: 28. Nov 2013, 17:05
Nach meiner bescheidenen Erfahrung klingen 4 LS mit DSP besser als 2x Stereo (das bewirkt eigentlich gar nichts, außer jede Menge an Interferenzen).
Man kann die Räumlichkeit nur durch verzögerte Reflexionen herstellen, was ohne DSP nicht geht.

Und überraschenderweise geht es mit 6 LS deutlich besser als mit 4 (4 in der Konstellation, dass die Hauptboxen auch zugleich den Fronthall wiedergeben).
Habe ich mir schon 1993 mit den ersten halbwegs erschwinglichen DSPs eingerichtet und etliche Jahre genützt. (2 große Standboxen) und je 2x2 kleinere für die Effekte in der Nähe der Raumecken (oben).
Lichtboxer
Inventar
#39 erstellt: 28. Nov 2013, 17:14

cr (Beitrag #34) schrieb:
Stereo-Endstufen sind überhaupt nicht generell teuerer.
Verstärker ab 2x50W an 4 Ohm kosten ab 150 Euro. Darunter sind Yamaha, Denon, Onkyo, Pioneer.
Ab 2x100W gibts ab 200 Euro. Wobei hier die Wattangaben zuverlässiger als bei AVRs sind.
http://geizhals.at/?cat=hifiamp&xf=1598_50#xf_top


Die Liste widerlegt die These im Eingangsbeitrag eindrucksvoll.

Demnach ist es tatsächlich eher eine Sache der Preisbereitschaft. Denn auf der anderen Seite gibt es genügend Stereoverstärker, die wesentlich teurer sind als die teuersten AVRs.
BillyIdol
Stammgast
#40 erstellt: 28. Nov 2013, 17:33

cr (Beitrag #38) schrieb:

Man kann die Räumlichkeit nur durch verzögerte Reflexionen herstellen, was ohne DSP nicht geht.

.


Ja, sorry du hast Recht. Ich war da zu schnell beim schreiben..Habs einfach vergessen

Natürlich muß man das im Menü des AVR eingeben, also die Abstände der LS zum Hörplatz..

Ich selber habe das nach " Hörempfinden " eingestellt..

MfG
grangor77
Ist häufiger hier
#41 erstellt: 28. Nov 2013, 17:35
so mal ganz doof, AVR gewinnt immer wenn der raum scheise ist und der sound und die abstände angepasst werden müssen.

Ein VV ist defenetiv nichts für leute die sich die dinger einfach "schön" in den raum gestellt haben und erwarten jetzt lauft die sache....

Ich persönlich hab aber festgestellt das die leistung aber einfach nicht reicht für meine Lautsprecher und habe zum VV gegriffen der die sache geschafft hat.(ich rede von klanglischen veränderungen die eindeutisch und für jeden hörbar waren)

Also ich sehe einen AVR wirklich sinnvoller für normale wohnzimmer die keine möglichkeiten habe für eine optimale aufstellung und die mehr haben wollen wie stereo...

Für alle anderen die sich als hoppy auch über den Raum, lustige lautsprecher und deren Bedarf beschöftigen, einen VV als interesssant.

@billyldol

ich kann deine aussage nicht nachvollziehen, was du da gemacht hast hat leider keinen sinnhaften vergleichswert! Daher ist für dich auch ein avr Wirklich die richtige wahl....(für deine art zu hören..usw)
BillyIdol
Stammgast
#42 erstellt: 28. Nov 2013, 17:52

grangor77 (Beitrag #41) schrieb:


Also ich sehe einen AVR wirklich sinnvoller für normale wohnzimmer die keine möglichkeiten habe für eine optimale aufstellung und die mehr haben wollen wie stereo.

@billyldol

ich kann deine aussage nicht nachvollziehen, was du da gemacht hast hat leider keinen sinnhaften vergleichswert! Daher ist für dich auch ein avr Wirklich die richtige wahl....(für deine art zu hören..usw)



So siehts aus..
Ich kann mit dem AVR einfach viel mehr " rausholen ".

Ein Vergleich sollte aber erlaubt sein. ..und ist in meinem Beispiel nur ein Knopfdruck auf der FB entfernt, dann höre ich Stereo. Was sich besser anhört..schreibe ich jetzt nicht.
Denn jeder wie er will..

MfG
cr
Moderator
#43 erstellt: 28. Nov 2013, 18:12
Eine wirklich sinnvolle Lösung, die es ja leider zu einem vernünftigen Preis nicht gibt, wäre ein AVR-Vorverstärker, an den sich jeder seine Endstufen anstecken kann.
Brauchbare Leistungsendstufen (lüfterlos) bekommt man im Profisegment, wie ich sagte, ab 200 Euro für 2x120 Watt, bzw. gibts auch Mehrkanalendstufen (auch von Yamaha), und bei dieser Lösung ist auch das Design egal, denn die Endstufen kann man wo versenken (Schrank) oder hinter die Lautsprecherboxen stellen
BillyIdol
Stammgast
#44 erstellt: 28. Nov 2013, 18:32

cr (Beitrag #38) schrieb:


Und überraschenderweise geht es mit 6 LS deutlich besser als mit 4 (4 in der Konstellation, dass die Hauptboxen auch zugleich den Fronthall wiedergeben).
.



Um so mehr, um so besser

Aber mal im Ernst, wie meinst du das

Bedeutet das, das ein 7.1 AVR notwendig ist, wovon ich ausgehe..nur was bedeutet :
" Hauptboxen auch zugleich den Fronthall wiedergeben "

Das Thema ist relativ neu für mich, immerhin betreibe ich das Hobby erst 25 Jahre.

Seit gut 6 Monaten mit " DSP " , der Trend kam spät bei mir an..

MfG
cr
Moderator
#45 erstellt: 28. Nov 2013, 18:37
Das war die von Yamaha und für reine Musikwiedergabe empfohlene Aufstellung und schon lange bevor AVR ein wirkliches Thema wurde.
Man hat 2 Hauptlautsprecher und in der Nähe der Zimmerecken je einen LS für die Hall-Geschichten. Auf die vorderen kann man verzichten, wenn man den erzeugten Hall halt über die Haupt-LS abbildet. Ist aber nicht so eindrücklich.
Das ".1" (sprich Sub) braucht man nicht für Musik, wenn man ordentliche Lautsprecher hat, den Center braucht man für Musik auch nicht. Also wird aus dem 7.1 ganz schnell ein 6.0.
4.0 ist nicht optimal und 6.0 ist ausreichend.
BillyIdol
Stammgast
#46 erstellt: 28. Nov 2013, 19:00

cr (Beitrag #45) schrieb:

Das ".1" (sprich Sub) braucht man nicht für Musik, wenn man ordentliche Lautsprecher hat, den Center braucht man für Musik auch nicht. Also wird aus dem 7.1 ganz schnell ein 6.0.
4.0 ist nicht optimal und 6.0 ist ausreichend.



Danke für die Info.

Sub und Center sind bei mir sofort rausgeflogen..war nur Balast.

Zu 99,9 % höre ich Musik..

Letztendlich werde ich 6.0 anvisieren, hat aber noch Zeit.

Ich bleibe meinen Komponenten immer lange treu..und Yamaha Komponenten haben eine lange
Lebensdauer.
Mein CD Player von Yamaha ist Bj. 1993, für 900 Mark gekauft..läuft wie am ersten Tag.
Wird ca. 15000-20000 Betriebsstd. haben..

MfG
cr
Moderator
#47 erstellt: 28. Nov 2013, 19:11
Das Problem dabei ist: Man braucht einen ausreichend großen Raum, der auch vom Grundriss her passt. Derzeit könnte ich so eine Aufstellung nur suboptimal realisieren (obwohl der Raum groß ist).
Ich muss zudem auch zugeben, dass ich nach einigen Jahren des DSP-Surrounds irgendwie überdrüssig wurde und zunehmend nur mehr Stereo hörte. Auch wenn die Öffnung der Bühne durch den Hall und die Zunahme des Basses durch die virtuelle Raumvergrößerung durchaus beeindruckend waren.

Wieso der Räumlichkeitseffekt so stark leidet, wenn man den Front-Hall auf die Haupt-LS gibt, ist mir aber nie ganz klar geworden. Anscheinend braucht es die unterschiedliche Positionierung, von wo der Hall herkommt.


[Beitrag von cr am 28. Nov 2013, 19:14 bearbeitet]
Stereo33
Inventar
#48 erstellt: 28. Nov 2013, 19:13
Das kann man aber nicht verallgemeinern.
Es könnte gut sein daß dein alter Yamaha CD-P einige neuere Yamaha CD-P überlebt

Nach den 90ern ging die Nachfrage nach Hifi, sowie die Qualität rapide berg ab.
TKCologne
Inventar
#49 erstellt: 28. Nov 2013, 19:13
Ich bin seit rund zwei Jahren komplett weg von Surround und wieder zurück zu Stereo. Ich vermisse nichts, sondern genieße.
cr
Moderator
#50 erstellt: 28. Nov 2013, 19:16
Ging mir auch ähnlich

siehe oben:

Ich muss zudem auch zugeben, dass ich nach einigen Jahren des DSP-Surrounds irgendwie überdrüssig wurde und zunehmend nur mehr Stereo hörte.
BillyIdol
Stammgast
#51 erstellt: 28. Nov 2013, 19:34

cr (Beitrag #47) schrieb:


Ich muss zudem auch zugeben, dass ich nach einigen Jahren des DSP-Surrounds irgendwie überdrüssig wurde und zunehmend nur mehr Stereo hörte. Auch wenn die Öffnung der Bühne durch den Hall und die Zunahme des Basses durch die virtuelle Raumvergrößerung durchaus beeindruckend waren..



Der Lauf der Dinge, der wünschenswert ist.

Es wäre schade, würde man ein Lebenlang nichts neues ausprobieren..

Ich selber bin ein Musterbeispiel, jeder Trend wird von der Lebensdauer meiner Komponenten vorgegeben..!

MfG
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