Bose 901 Einsatz mit 2 Endstufen

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Capcoolik
Neuling
#1 erstellt: 22. Nov 2018, 01:12
Hallo Nutzer des hifi-Forums, wir arbeiten gerade daran unser Vereinsheim für Partyveranstaltungen mit durchaus auch mal lauter und basslastiger Beschallung aufzupeppen. Die Groesse des Vereinsheims betraegt ca. 8 x 6m. An Equipment ist vorhanden:
4 Stueck Bose 901 Lautsprecher aelterer Bauart, aber (klang-)technisch vollkommen in Ordnung
2 Stueck Bose 901 active Equalizer
2 Stueck Bose 1800 Endstufen um alle 4 Lautsprecher separat ansteuern zu koennen
Zusaetzlich ein Stueck Behringer Ultragraph Pro 2x31 Equalizer
Ich denke also, die Grundausstattung ist ausreichend. Jetzt zur Frage:
Aktuell sind alle Bose 901 sowie die Endstufen verkabelt, der Behringer noch nicht. Die maximale Lautstaerke laesst allerdings zu wuenschen uebrig, mit 2 Endstufen ist alles nicht nennenswert lauter als mit einer Endstufe. Nicht, dass wir uns Missverstehen, das Ganze ist schon SEHR laut, aber es fehlt noch ein wenig Luft nach oben. Haben wir falsch verkabelt? Wie sollten die LS an die Endstufen angeschlossen werden? Wie sollte der Behringer zwischengeschaltet werden? Sollten die Bose Equalizer ueberhaupt weiter verwendet werden?
Danke fuer hilfreiche Tipps, brauche aber keine Belehrung darueber, dass Bose 901 Schrott waere oder aehnliche irrelevante Ratschlaege.
Gruesse und Danke vorab, capcoolik
DB
Inventar
#2 erstellt: 22. Nov 2018, 16:17
Hallo,


Capcoolik (Beitrag #1) schrieb:
Die maximale Lautstaerke laesst allerdings zu wuenschen uebrig, mit 2 Endstufen ist alles nicht nennenswert lauter als mit einer Endstufe.

das kann schon sein und kommt darauf an, wie ihr die Lautsprecher angeschlossen habt. Die paar Watt mehr, die bei zwei Endstufen herauskommen (1 Verstärker und 4 Boxen 800W, 2 Verstärker und 4 Boxen 1000W), werden sich kaum bemerkbar machen.
Du kannst natürlich größere Verstärker beschaffen. Doppelte Verstärkerleistung ergibt 3dB mehr an Schallpegel, was man nur im direkten Vergleich hört.


Capcoolik (Beitrag #1) schrieb:

Nicht, dass wir uns Missverstehen, das Ganze ist schon SEHR laut, aber es fehlt noch ein wenig Luft nach oben. Haben wir falsch verkabelt? Wie sollten die LS an die Endstufen angeschlossen werden? Wie sollte der Behringer zwischengeschaltet werden?

Was erwartest Du Dir denn von dem Behringer? Wenn, dann müßte er vor die Bose-Equalizer.


Capcoolik (Beitrag #1) schrieb:
Sollten die Bose Equalizer ueberhaupt weiter verwendet werden?

Ja, weil der dazu gedacht ist, den miserablen Frequenzgang der Boxen glattzubügeln.


Capcoolik (Beitrag #1) schrieb:
brauche aber keine Belehrung darueber, dass Bose 901 Schrott waere oder aehnliche irrelevante Ratschlaege.

In einem Forum wirst Du auch mit unbequemen Meinungen leben müssen.


MfG
DB
DOSORDIE
Inventar
#3 erstellt: 22. Nov 2018, 16:52
Das Problem bei den Bose ist - was die Lautstärke angeht - der sehr geringe Wirkungsgrad. Da sind ja nur Breitbänder ohne Frequenzweiche drin, die dann parallel bzw in Reihe geschaltet sind, sodass am Ende irgendwas zwischen 4 und 16 Ohm raus kommt, womit ein normaler Verstärker eben umgehen kann.

Schallpegel die man mit einer normalen HiFi oder PA Box schon bei geringer Leistung erreicht, erreicht man mit den Bose halt erst mit sehr viel Leistung und das ist jetzt kein Bashing. Man kann dieses Konzept finden wie man will, aber es liegt nunmal in der Natur der Sache, dass die viel Leistung brauchen um laut zu spielen.

Leistungstechnisch fehlt es den Endstufen jedenfalls nicht. Wie belastbar die Bose sind weiß ich nicht, aber ihr befindet euch jetzt schon 4 Fachen Bereich, damit beschallt man mit anderen PA Lautsprechern schon kleine Hallen mühelos und kommt nicht mal in die Nähe der Leistungsgrenze. So Vereinsheime kann man normalerweise schon mit besseren Kompaktanlagen oder Ghettoblastern im unteren 2 stelligen Wattbereich passabel beschallen.

Ich kenne die Bose Endstufen nicht, ich weiß allerdings auch nicht, was vor dem Equalizer ist...

Wenn Bose da keinen speziellen Durchschleifeingang für den Active EQ dran gebastelt hat kommt der vom EQ Out an den In von den Endstufen, wenn da keine 2 Ausgänge dran sind, braucht man Y Kabel. Vom Line Out des Behringers würde ich dann an den Line In des Bose EQs gehen, am Behringer kann man dann zur Veranstaltung passend den Klang regeln, der Bose EQ wird einmal eingestellt und bleibt dann unberührt.

Ich kenne auch den Behringer nicht, wenn der einen Gain hat kann man damit natürlich das Signal zusätzlich Vorverstärken, bei einem Equalizer muss man nur aufpassen, dass nicht so krass angehoben wird, dass das Ausgangssignal dann verzerrt, der Pre Gain ist ja eigentlich um den Wert abzusenken, um den man ggf. bestimmte Frequenzen angehoben hat, aber man kann das auch „missbrauchen“.

Nun ist auch die Frage, von was kommt ihr denn? Habt ihr da n Mixer, DVS Controller Plattenspieler usw dran oder habt ihr zum Testen einfach ein Notebook oder sogar ein Handy direkt angeschlossen? Ich kann aus Erfahrung sagen, dass Handies und Notebooksoundkarten häufig nicht den Ausgangspegel erreichen, den ein normaler Hochpegelausgang erreicht wodurch das Signal dann deutlich leiser wäre als mit einem Mischpult oder einem HiFi Baustein... hinzu kommt, dass diese Ausgänge normalerweise für Kopfhörer gedacht sind und deshalb oftmals nicht mit der dafür falschen Anpassung eines normalen Hochpegelanschlusses klar kommen, es kann passieren, dass der Sound dann ganz anders ist, als der von einem HiFi Baustein oder Mischpult. Mit einem kleinen DJ Mischpult hätte man jedenfalls zusätzlich die Möglichkeit, den Gain je nach angeschlossenem Gerät anzuheben oder abzusenken und hat mittels der Pegelanzeige auch immer eine optische Kontrolle darüber.

Man kann dementsprechend dann auch den Gain der Endstufen so anpassen, dass sie, wenn der Master des Mixers auf Maximum steht nicht clippt und so kann auch Jemand der unbedarft ist nichts kaputt machen.

Mit Mixern mit 2 Master Ausgängen könnte man die Endstufen lautstärketechnisch sogar getrennt ansteuern, nur den Behringer an beiden Endstufen effektiv zu betreiben wird schwierig, es sei denn der Mixer hat eine Effektschleife wo der dann noch dran kann...

LG Tobi
Yahoohu
Inventar
#4 erstellt: 22. Nov 2018, 18:19
Moin,
hast Du ein Foto von dem Raum, vor allem wie die Lautsprecher dort aufgestellt / aufgehängt sind?
In einem 6 x 8 m Raum solltest Du mit 4 x 901 und 2 x 1800er Endstufen ein Hölleninferno veranstalten können.

Anschluss so: Mixer oder Vorverstärker mit 2 Pre-Outs. An jeweils einen Pre kommen die Bose Equalizer, daran die Endstufen und daran jeweils ein Paar Lautsprecher. Auf Plus und Minus achten.
Dieser Behringer Equalizer ist überflüssig.
Erst mal mit einem Paar Bose anfangen zu testen. Je nach Aufstellung könnte es bei 4 901 zu Auslöschungen kommen (Ja, in Düsseldorf hatten wir das mal Ende der 70er ).
laminin
Stammgast
#5 erstellt: 22. Nov 2018, 20:56
Falls abhanden gekommen, hier bei #404 sind gute Richtlinien fuer die Aufhaengung (sollte in diesem Fall bevorzugt sein) angegeben; und die Rueckwand muss hart sein. Die komischen Zahlen ("91cm") kommen von der uebergenauen Konvertierung der originalen Zoll Angaben.

Im gleichen Thread berichtet Passat (#404), dass man die 901 auch problemlos in die Steckdose stecken kann, nur so um zu testen wie sich 50Hz bei 3500W anhoehren: ist das dann genuegend laut?


[Beitrag von laminin am 22. Nov 2018, 20:57 bearbeitet]
Capcoolik
Neuling
#6 erstellt: 23. Nov 2018, 00:37
Hallo DB, danke fuer die Informationen. Ich denke staerkere Endstufen kommen nicht in Frage sonst bricht uns das Stromnetz zusammen. Vielleicht bin ich einfach von dem Irrglauben ausgegangen, dass die max. Lautstaerke mit zwei Endstufen erheblich steigt. Wesentlicher Grund fuer die 2. Endstufe ist aber die separate Lautstaerkeregelung fuer jeden Lautsprecher ohne noch weiteres Equipment anschaffen zu muessen. Wie erwaehnt: das Ganze ist schon sehr laut! Den Behringer wollen wir einsetzen um das Klangbild eventuell ein wenig zu verbessern. Auch das ist bereits jetzt mit den Bose Equalizern fuer den gewuenschten Zweck durchaus okay, aber vielleicht geht es ja ein wenig besser.
Gruesse und Danke, capcoolik
Capcoolik
Neuling
#7 erstellt: 23. Nov 2018, 00:45
Hallo Yahoohu, was muss ich unter "Ausloeschungen" verstehen?
Alle 4 Bose haengen an der Decke mit knapp 1m Abstand zu einer gemauerten Wand, leicht zur Raummitte geneigt. Es ist auch im max. schon sehr laut, ich habe aber 901er gefuehlt schon lauter gehoert.
Danke fuer die Tips und Gruesse, capcoolik
Capcoolik
Neuling
#8 erstellt: 23. Nov 2018, 01:04
Hallo Toby, wir haben das Ganze klassisch mit einem CD-Spieler und alternativ mit einem Smartphone getestet. Das Signal des Smartphones war merklich schwaecher. Ob allerdings ein Ghettoblaster oder eine Kompaktanlage dem Nahe kommt wage ich eher zu bezweifeln. Vielleicht habe ich mich wirklich ungluecklich ausgedrueckt, die Lautstaerke ist schon sehr hoch und den Bass spuert man merklich. In meiner Jugend war es ueblich, dass man sich in Diskotheken nicht unterhalten konnte, das ist jetzt im max. auch nicht mehr moeglich. Aber ich druecke es mal so aus: wer auf der Autobahn gerne 200 faehrt sollte ein Fahrzeug haben, das 250 kann.
Gruesse und Danke, capcoolik
Big_Määääc
Inventar
#9 erstellt: 23. Nov 2018, 01:30
schön lowcut bei 50 Hz setzen,
nicht zu flachflankig, oder mit zusatz EQ nachhelfen =
kann LAUT
DOSORDIE
Inventar
#10 erstellt: 23. Nov 2018, 08:54
Auslöschen heißt, dass es durch die nicht ganz bekannte Raumaufteilung passieren kann, dass Phasenfehler entstehen, obwohl Alles richtig aufgestellt und angeschlossen ist. Phasenfehler bedeutet, dass sich das Audiosignal aus den Boxen dreht. Das ist ja eine Wechselspannung. Wenn nun durch Zeitvertögerungen im Raum aus dem einen Lautpsrecher gerade eine positive Halbwelle kommt, während aus dem anderen eine negative kommt, dann ist ja nach dem wie die Phase verschoben ist ein Auslöschen der Bässe möglich, es ist dann kein Druck mehr hörbar, bzw. Man muss den Bass wesentlich stärker anheben bis „was kommt“ oder es klingt diffus und irgendwie „falsch“. Das kann natürlich auch passieren, wenn die Lautsprecher falsch gepolt sind, also einer mit plus an minus und minus an plus und der andere richtig gepolt ist. Im Prinzip ist es egal wie rum man anschließt, wichtig ist nur, dass alle Lautsprecher gleich angeschlossen sind. Bzw. Kann es bei Phasenverschiebungen durch den Raum auch zielführend sein, die Phase vom einem Paar 1 mal zu drehen, also die Boxen an der zweiten Endstufe andersrum anzuschließen als an der ersten... glaub aber nicht, dass es daran liegt.

Die Bose gehen schon laut und ich finde die für solche Anwendungsbereiche auch ganz gut, nur gehen andere mit deutlich weniger Leistung halt viel viel lauter. Aber mit 1000 Watt Endstufen sollte das nicht das Problem sein.

Ich denke mal das hängt mit der Eingangsempfindlichkeit den Endstufen zusammen. Wenn die für den PA Bereich gedacht sind, werden sie wahrscheinlich auch auf den Pegel von professionellem Equipment ausgelegt sein und der Pegel ist da deutlich höher. Mit meinem DJ Mixer muss ich an einem HiFi Verstärker echt vorsichtig sein, wenn da der Master voll aufgedreht ist, kommt da deutlich mehr als bei einem HiFi CD Player, wahrscheinlich kommt ihr deshalb nicht an die Leistungsgrenze der Endstufen. Es muss also auf jeden Fall ein Mischpult her. Außerdem weißt du nicht, ob die CD mit der ihr getestet habt mit Maximalpegel aufgenommen war, vor allem ältere CDs haben häufig etwas Headroom und wirken deutlich leiser als neue CDs und auch beim Brennen kann sowas durch Normalisieren passieren.

LG Tobi
schraddeler
Inventar
#11 erstellt: 23. Nov 2018, 09:24
Wenn ich das auf den Fotos der Verstärker richtig sehe haben die ja eine Pegelanzeige. Kommt die denn auch bis ganz nach oben? Wenn ja gehts dann halt nicht lauter.

gruß schraddeler
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