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Seriöse Fachzeitschrift(en)

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Beitrag
LovelyMick
Stammgast
#1 erstellt: 22. Jul 2006, 17:31
Hallo!

Mich würde mal interessieren, welche HiFi-Fachzeitschriften ihr für seriös erachtet und auch lest. Von den diversen am Markt erhältlichen HiFi-Fachzeitschriften lese ich selber (ausschließlich) HiFi&Records. Es gibt dort für mich nachvollziehbare Berichte. Eine Rang- oder Bestenliste existiert in dieser Zeitschrift nicht; dies empfinde ich als Vorteil.

Danke für eure Statements!
HiFi_Addicted
Inventar
#2 erstellt: 22. Jul 2006, 17:53
von dem deutsprachigen noch am ehesten die Audio. K+T ist ja einen Bastelzeitschrift Wobei ich mir aber bei fast jeder zeitschrift schon mal an den Kopf gegriffen habe.

MfG Christoph
Sirarokh
Stammgast
#3 erstellt: 22. Jul 2006, 18:08
Kann mich nur anschließen, Audio ist die am wenigsten schlimme.

Stereo: Voodoo pur, gemischt mir Werbung = sehr highendig.
Stereoplay: viel Highend, viel Voodoo, aber oft auch "normalpreisiges" Equipment
Audio: wenig Voodoo, angenehme Mischung aus Highend-Schwärmerei und Consumer-Elektronik.

Aber bitte, das ist meine Einschätzung aufgrund meiner Interessen, wers mag mags mögen - auch anderes.
DaBadBoy
Stammgast
#4 erstellt: 22. Jul 2006, 18:22
ich denke auser der hobby hifi is die avf bild noch seriös (und wiso soll ausgerechnet ne bild zeitung seriös sein??)

weil die schlecht produkte auch mid den dementsprechenden noten beurteilen (z.b. bose (bitte nicht angegriffen fühlen alles hat seine berächtigung)

aber die lese ich auch nicht mehr weil sie langweilig geworden ist, alles ist so trocken und lieblos
MusikGurke
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 23. Jul 2006, 08:23
die AV-Bild kann ich empfehlen. richtet sich zwar eher an den DAU, die berichte sind aber verhältnissmäßig ehrlich.

dann gibts die stereophile. das schöne an der zeitschrift: auf ihrer internetseite sind eine menge tests abrufbar:

http://www.stereophile.com/equipmentreviews/

die tests als solches sind im ähnlichen haienten latein geschreiben, wie in der audiot & co. möglicherweise etwas weniger abgehoben und auf englisch. allerdings werden recht übersichtliche messungen (auch online) veröffentlicht (unter "Measurements"), hier als beispiel eine iq9 von kef.

http://stereophile.com/floorloudspeakers/206kef/index3.html

wenn man sich hier im forum die threads zur bewertung dieser messungen durchliest, kann man sich bereits ein relativ gutes bild von den lautsprechern machen, und den schlimmsten müll schonmal im vorhinein aussortieren. damit leistet die zeitschrift mehr, als die meisten anderen auf dem gebiet.
Milo_Minderbinder
Inventar
#6 erstellt: 23. Jul 2006, 16:01
Hallo,



@LovelyMick

welche HiFi-Fachzeitschriften ihr für seriös erachtet und auch lest



Den Begriff "seriös" würde ich lieber nicht verwenden, sondern ihn durch "lesenswert" ersetzen, in dem Sinne, daß man durch "gute" Testberichte eine Vorauswahl an Komponenten trifft, die man später in den eigenen Hörräumen hört.


hifi&records kannte ich bis jetzt garnicht - ich dachte erst, es handelt sich um die britische HIFI NEWS & RECORD REVIEW.
Habe mir dann im Download Archiv von hifi&records den Bericht von Wilfried Kress über die SPECTRAL Vor- und Endstufenkombination DMC15/DMA100S durchgelesen und bin zu dem Schluß gekommen, daß es sich hier um das gleiche, belanglose Gesäusele handelt, das auch schon Roland Kraft in image hifi 1/1995 über die SPECTRAL DMC12/DMA90 von sich gegeben hat - mir persönlich bringt so etwas nichts !



Als lesenswert erachte ich - IMHO - nur zwei Zeitschriften:


the absolute sound und stereophile


insbesonders an letztgenannter ist interessant, daß hier auch der meßtechnische Aspekt nicht vernachlässigt wird.


Alle Testberichte sind vom Leser kritisch zu betrachten, denn sie geben das subjektive Hörempfinden und die Meinung des Autors wider - und muß nicht unbedingt mit der eigenen übereinstimmen. Liest man in beiden Zeitschriften, z.B., die Testberichte und Kommentare verschiedener Autoren über eine bestimmte Komponente, können sich durchaus unterschiedliche, teils kontroverse, "klangliche" Ansichten über eine Komponente ergeben.



MfG - Milo


[Beitrag von Milo_Minderbinder am 23. Jul 2006, 21:08 bearbeitet]
TinyTim
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 23. Jul 2006, 19:21
Ich find alle HIFI Zeitungen schlecht.

Die einen rühmen sich weil sie alles was "High End" sein soll beschimpfen mit Voodoo. Die Anderen weil sie nur billig schund haben wo eine box besser als die andere ist etc....

Es gibt viel High End was kein Voodoo ist, und es gibt viele Produkte die Günstig sind aber im vergleich zum High End einfach Müll sind.

Die Ohren entscheiden, und alles andere zählt nicht.

-Flo
xenokles
Stammgast
#8 erstellt: 23. Jul 2006, 19:53
AUDIO, weil sie eine gute Mischung bietet und noch relativ informativ ist, IMAGE HIFI weils einfach Spaß macht, die zu lesen, viel Text, schöne Bilder, wenig (unsinnige) technische Daten. Und Hifi Tunes Bd. 1 (Thema Röhren) ist auch sehr nett.
High-End-Manny
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 23. Jul 2006, 19:59
mal eine Frage!

Gibt es die Stereophile auch in Deutsch? Mein Englisch ist leider nicht das Beste und im Bereich HiFi, will ich doch schon alles verstehen, was geschrieben wird!
Sirarokh
Stammgast
#10 erstellt: 23. Jul 2006, 20:16
High-End ist nicht gleich Voodoo.
Aber High-End ist im Gegensatz zu Consumer-Produkten für die Meisten nicht erschwinglich. Daher darf man im High-End meiner Meinung nach wesentlich mehr schwärmen als im Consumer-Bereich, da der Fokus mehr auf Was-geht-eigentlich-noch liegt als auf tatsächlicher Kaufberatung. Daher muss man bei High-End-Artikeln versuchen auf Basis der Geräte, die der Leser kennen kann (Consumer), zu beschreiben, was das High-End-Gerät noch besser macht.
Anders ausgedrückt: Das bestmögliche Gerät liefert den bestmöglichen Sound für mein Budget. Es bekäme also von mir eine Wertung von 100%. Das High-End liegt aber über 100% und bietet damit mehr, als ich jemals haben werde. Mann muss daher Wege finden, Dinge zu beschreiben, die ein normaler Consumer nie zu Ohren bekommen wird. Eben Dinge, die mehr als optimal sind.
Man muss Wege finden, einem glücklichen Porsche-Fahrer klarzumachen, was seinen Porsche von einem Formel 1-Wagen unterscheidet. Da der Porsche bereits der beste Straßenwagen ist, den der Fahrer haben kann, klingt der Rennwagen dagegen wie ein Hirngespinst, ein unmöglicher Traum.
Einziger Haken an der Sache: High-End kann man kaufen. Formel 1 nicht. Daher müssen Fachzeitschriften auch darüber berichten, was sich dann wie Hirngespinste ließt, wie unmögliche Träume...

Voodoo dagegen sind Mittelchen, die man auf den Reifen spritzt, um schneller fahren zu können. Das mag funktionieren, muss aber nicht. Und im Consumer-Bereich haben solche Mittelchen eigentlich keine Relevanz. Schwärmereien oder Träumereien eigentlich auch nicht. Problematisch ist dann natürlich noch der fließende Übergang zwischen dem Consumer-Bereich und dem High-End.

Und Audio findet da in meinen Augen den besten Kompromiss: Consumer-Elektronik wird fair besprochen, manchmal gar beschwärmt, High-End wird besungen. Allein Voodoo wird finde ich nicht kritisch genug betrachtet.
Bei Stereoplay hat man schon bei manchem deutlichen Consumer-Produkt das Gefühl, es handele sich um ein High-End-Gerät, obwohl es von solcher Perfektion noch ein ganzes Stück entfernt ist, wodurch es übertrieben klingt.
In der Stereo steht ohnehin nur Prosa. Schön zu lesen ist es, aber als Kaufberatung nur bedingt geeignet.
Duncan_Idaho
Inventar
#11 erstellt: 24. Jul 2006, 09:58
Naja... die Messungen der AVB sind auch so eine Sache, manchmal brauchbar... manchmal Schrott.... schon blöd wenn man den Raum mißt und nicht die LS und dann nicht erkennen kann, daß alle LS unmöglich die gleichen Werte haben können.
Albus
Inventar
#12 erstellt: 24. Jul 2006, 12:47
Tag,

gibt's das überhaupt, HiFi-Fachzeitschriften?

Ich antworte: Nein, es gibt nur HiFi-Publikumszeitschriften, HiFi-Fachzeitschriften gibt es nicht.

Was ist eine Fachzeitschrift? Nun, analog gesagt: Eine Fachzeitschrift der Juristen-Profession ist die NJW "Neue Juristische Wochenschrift", eine Fachzeitschrift des Bankwesens ist "Der Bank-Betrieb", auch "Das Kreditwesen", eine Fachzeitschrift der Sozialpädagogen-Profession ist das "Sozialpägagogische Journal", "Der Betriebs-Berater" ist eine Fachzeitschrift für Betriebswirte, usw. usf. - Wo aber keine Profession, da auch keine Fachzeitschrift. Die unorganisierten Konsumenten von Waren der Unterhaltungsindustrie (HiFi ist nur eine Segment davon) bilden keine Profession (spezialiserte Berufsgruppe mit normierten Zugangsbedingungen). Nicht einmal die Männer und Frauen in den Tonstudios und im Drumherum bilden eine Profession, was deren enormes Problem ausmacht. Die Bildungsstätte SAE (nennt sich zwar Akademie, was aber eine ungeschützte Bezeichnung ist) macht keine Professionals, SAE macht Angelernte.

Sieht halt ein wenig böse aus, ist's aber nicht, sind Tatsachen. Die Pointe ist u.a.: Es ist nur ein Moment des Marketing, dass man Publkumszeitschriften als Fachzeitschriften inszeniert. Erschlichene Autorität (das ist gemeint).

MfG
Albus


[Beitrag von Albus am 24. Jul 2006, 13:00 bearbeitet]
Hüb'
Inventar
#13 erstellt: 24. Jul 2006, 12:56

High-End-Manny schrieb:
mal eine Frage!

Gibt es die Stereophile auch in Deutsch? Mein Englisch ist leider nicht das Beste und im Bereich HiFi, will ich doch schon alles verstehen, was geschrieben wird!

Nein.
xenokles
Stammgast
#14 erstellt: 24. Jul 2006, 20:08
@albus: Aber was Hifi-Zeitschriften und Fachzeitschriften wie NJW und BB dann doch wieder gemeinsam haben ist der nervtötende Anteil an Werbung!
plönlein
Stammgast
#15 erstellt: 25. Jul 2006, 06:25
Moin,

ich würde in diesem Zusammenhang den Begriff "seriös" nicht verwenden wollen; denn vieles, was in den Blättern steht ist hoffentlich nicht "ernst gemeint" und "glaubwürdig" ist der Großteil schon gar nicht.

Insofern würde auch ich, hallo Milo Minderbinder, den Begriff "lesenswert" bevorzugen.

Da ich kein Technik-Experte bin, interessieren mich Messdiagramme weniger. Mir geht es darum, über Neues informiert zu sein; und bei Bedarf dieses Neue bei dem Händler meines Vertrauens anzuhören.

Insofern lese ich Image Hifi und Hifi & Records. Da kann man schmökern, und sich eben informieren. Wobei die nivellierende Lobhudelei in der Hifi & Records mich zunehmend nervt.

Die beiden gefallen mir jedenfalls besser als Stereo, Audio und Stereoplay. Stereo und Audio sind mir schon layouterisch viel zu billig gemacht. Die Stereo driftet zudem immer mehr ins Esoterische ab; die Audio rudert von Mehrkanal wieder tüchtig Richtung Stereo zurück (was an sich schon ein wenig peinlich ist), und verscht nun die Frickel- und Bastel-Fraktion bessser zu bedienen (der ich nun mal nicht angehöre). Die Stereoplay ist nichtssagend. Alle drei eint, dass die Berichte über Geräte und LS viel zu kurz ausfallen. Da geht es wohl mehr um die bunten Bilder als um alles andere.

Gruß, p.
uem
Stammgast
#16 erstellt: 25. Jul 2006, 06:46
Hallo Kollegen,
Wer kennt die Zeitschrift "Hörerlebnis" ?

http://www.hoererlebnis.de/index.html

Ist die eher bei Image hifi / Hifi & Records einzuordnen oder beim Niveau von Stereo / Audio /Stereoplay ?

..wobei ich den "Wahrheitsgehalt /Seriösität" keiner der Publikationen gleich mal werten möchte; für mich haben alle diese Hefte den Aspekt "Was gibt's Neues auf dem Markt?" - von seriöser Hardware bis Voodoo

Gruss

Urs

PS: die beiden genannten amerikanischen (?) the absolute sound und stereophile sind in meiner sicht den Deutschsprachigen technisch hoch überlegen - aber sind auch sprachlich manchmal eher komplex
dertelekomiker
Inventar
#17 erstellt: 25. Jul 2006, 07:01
Ich denke mal, dass die Wahl des "Favoriten" auch sehr direkt mit den Hörgewohnheiten, Vorlieben (Kabelklang ja/nein, etc.) und letztlich natürlich dem Budget des jeweiligen Lesers zusammenhängen. Das erklärt m.E. auch die relativ große "Audio-Fraktion" hier, zu der ich mich auch zähle. Wie zuvor ja schon beschrieben, bietet diese eine ganz gelungene Mischung aus bezahlbarer "Alltagsware" mit einem Schuss High-End-Träumerei und verzichtet dabei weitestgehend auf Voodoo.
Albus
Inventar
#18 erstellt: 25. Jul 2006, 07:23
Morgen,
guten Morgen xenokles,

so ist das Zeitschriften-Geschäft; ob Fach- oder Spezial-Objekt, die Zeitschriften-Ökonomie besteht zu mehr als 60 % aus Anzeigenumsatz und nur zu weniger als 40 % aus Heftverkauf, davon wiederum sind die Abonnements der interessantere Posten als der Einzelverkauf (man erinnere sich an den Zugaben-Auftrieb für Abonnentenunterschriften). Glücklich der Assistent, der mit der Mitteilung "Wir bekommen noch 1000 Stück "Koch mit" abgerechnet!" in das Geschäftsführerbüro stürzt.

Aus Branchensicht sind die sich an das konsumierende Publikum wendenden Zeitschriftenobjekte sämtlich so genannte Spezialzeitschriften (Fachgruppe im VDZ Verband Deutscher Zeitschriftenverleger, soweit man überhaupt Mitglied ist). Ob nun Titel wie 'Wild und Hund', 'Tennis', 'smash', 'Auto Motor Sport', 'Audio', 'Stereo', 'Stereoplay' ... - so die amerikanischen Printmedien, die sich schlicht als Magazin verstehen.

Aus Sicht der Werbung und Hersteller, Vertriebe ist die Frage stets: Passt das ... in unseren Marketing-Mix? Wie ist der 1000er-Preis?

MfG
Albus


[Beitrag von Albus am 25. Jul 2006, 07:23 bearbeitet]
High-End-Manny
Hat sich gelöscht
#19 erstellt: 25. Jul 2006, 07:32
Also die Hörerlebnis ist eine,

bei der ich noch nichts schlechtes finden konnte. Mit der Stereophile für mich die beste Zeitschrift.
Hyperlink
Inventar
#20 erstellt: 25. Jul 2006, 17:04

Albus schrieb:
Ich antworte: Nein, es gibt nur HiFi-Publikumszeitschriften, HiFi-Fachzeitschriften gibt es nicht. [...] Sieht halt ein wenig böse aus, ist's aber nicht, sind Tatsachen. Die Pointe ist u.a.: Es ist nur ein Moment des Marketing, dass man Publkumszeitschriften als Fachzeitschriften inszeniert. Erschlichene Autorität (das ist gemeint).


Sehr treffend beschrieben, es fehlt eigentlich nur noch der Hinweis, daß diese Personen mit erschlichener Autorität nichts anderes machen als ihre "subjektiven Hörerlebnisse" zu verallgemeinern. Fürs Publikum fein abgeschmeckt und angereichert mit ordentlich viel Humburg, Halbwahrheiten, Werbelügen und unwichtigen technischen Detail die bis zum Anschlag aufgeblasen und mit Luft gefüllt, damit sie auch hübsch ansehnlich in der Luft schweben. Je nach Grad der Schwebung wird dann die erreichte Höhe in Ohren oder Punkte umgerechnet und mit vielen bunten großen Bilderchens garniert. Zugegeben die Fotos sind meist sehr gut und von ähnlich hoher Güte wie in Rezeptbüchern oder "Meine Familie und ich". Durchgehend immer sehr "lecker" arrangiert, aber darum geht es ja auch bei den Illustrierten, denn sie sind nichts anderes als "erweiterte" Werbejournale.



Egal um welche Zeitschriften es sich handelt, es geht immer nur darum einen gewissen Lifestyle und Zeitgeist zu befriedigen und banale Unterhaltung anzubieten.

Bei ihrer Geschäftsgrundlage unterscheiden sich jedenfalls LP, Image Hifi und die Hifi-Bild keinesfalls. Wirklich seriös im Sinne von glaubwürdig ist keine dieser Publikums-Zeitschriften, weil sie allesamt von den Anzeigenkunden also Werbung und Marketing leben.

Wems gefällt der solls halt lesen, aber nicht alles für "wahr" halten, nur weils geschrieben steht.


[Beitrag von Hyperlink am 25. Jul 2006, 17:08 bearbeitet]
TinyTim
Hat sich gelöscht
#21 erstellt: 08. Aug 2006, 18:50
Also eine Zeitschrift die Ich recht gut fand, war die Audiphile welche es aber leider nicht mehr gibt.
Gene_Frenkle
Inventar
#22 erstellt: 08. Aug 2006, 20:35
Es gibt heute keine seriöse Zeitschrift für Hifi. Man nennt das "redaktionelle Werbung". In den Magazinen ist alles super. Nur die jeweiligen Nachfolgemodelle sind dann noch "superer", aber erst, wenn die vorige Serie ausgelaufen ist. Selbst scheinbar seriöse Magazine wie Ökotest kaufen Artikel bei "Audio" (siehe mp3-player Test).
Wer allerdings wunderbare, kunstvolle Fotos von toll designten Anlagen sehen will ist mit der Image Hifi gut bedient. Der Text dient nur zum Seitenfüllen.
Bruxelles
Stammgast
#23 erstellt: 09. Aug 2006, 11:54

Gene_Frenkle schrieb:
Selbst scheinbar seriöse Magazine wie Ökotest kaufen Artikel bei "Audio" (siehe mp3-player Test).


Scheinbar ist genau das richtige Wort. Ökotest und Stiftung Warentest sind im HiFi-Bereich meiner Meinung nach noch um einiges unseriöser als alle HiFi-Magazine zusammen. Außerdem erschließen sich den Testern, falls die Artikel nicht ohnehin zugekauft sind, häufig technische Zusammenhänge nicht. Die sollten lieber bei Pürierstäben und Staubsaugern bleiben.
Vergleichbar in etwa mit der Kompetenz der ComputerB*ld: hier wurde mal in einem Druckertest ein S/W-Laserdrucker trotz besten Ergebnissen auf "mangelhaft" abgewertet, weil es mit ihm nicht gelang, einen Farbausdruck anzufertigen .

Grüße,
TSD

P.S.: Das "meiner Meinung nach" oben ist lediglich eingefügt, um der deutschen Lynchjustiz zu entgehen.
klimbo
Inventar
#24 erstellt: 11. Aug 2006, 23:16
Hallo Forum.
Ich kann eigentlich nur etwas zu Stereo, Audio und Stereoplay sagen, da ich die anderen hier erwähnten Zeitschriften nur selten gelesen habe.

Stereo gibt mir garnichts. Mir kommt es so vor, als würden sich die Macher der Zeitschrift unbedingt durch all zuviel Voodoo und HighEnd Geschreibsel von den beiden Mitkonkurrenten absetzen wollen.
Die Audio glänzt streckenweise durch ganz interessante Berichte und Tipps bezüglich der Raumakustik und Aufstellung. Allerdings kann ich mit den Gerätewertungen der Audio-Redakteure nichts anfangen. Ein Beispiel: Ich kann ehrlich gesagt nicht verstehen, wie ein Yamaha RX-V 2600 Receiver 85 Stereoklangpunkte in der Zeitschrift ergattern kann und somit beispielweise einen Harman HK-970 Stereoverstärker mit 75 Punkten so deutlich überflügelt. Ich habe beide Geräte ausgiebig gehört und verglichen und kann dieses Ergebnis beim besten Willen nicht nachvollziehen. Im Mehrkanalbetrieb und bei der Ausstattung ist der Yamaha sicherlich ein riesen Wurf, aber der Stereoklang steht weit zurück.

Am besten von den drei erwähnten Zeitschriften gefällt mir die Stereoplay. Einige der Wertungen im Heft kann ich nachvollziehen. Gerade bei der Einschätzung von Lautsprechern bin ich, bei den Modellen, die ich selbst gehört habe, oftmals der gleichen Meinung. Leider sind die Berichte viel zu kurz und der technische Teil wird häufig vernachlässigt (Laufwerksgüte bei CD-Spielern usw.).

Gruss Klemens
corcoran
Inventar
#25 erstellt: 12. Aug 2006, 08:56
Bei mir steht die Stereoplay auch an erster Stelle, gefolgt von der Audio.
henry_s.
Ist häufiger hier
#26 erstellt: 12. Aug 2006, 22:28
Bei mir ist es die "Audio".

Aber erst seit dem Stromkabel und Netzleisten getestet wurden.
Ungefähres Ergebnis: Die hörbaren Unterschiede sind entweder so gering oder schwer vergleichbar, dass von einer Punktebewertung abgesehen werden muss. Ausserdem sind die Ergebnisse bei jeder Gerätekombination unterschiedlich und daher nicht bewertbar. Desweiteren wird geschrieben, dass das Hören von Unterschieden so anstrengend war, dass der Test nach wenigen Minuten aussagelos geendet hat...

Seit dem sind die Wunderkabelinserate und Steckdosenwerbungen nur mehr in der "Stereo".

Und beide gibts noch immer...
Jazzy
Inventar
#27 erstellt: 13. Aug 2006, 11:45
Hi!
Also AV-Bild ist sicherlich nicht besonders zu trauen.Wer Boxen mit Norah Jones beurteilt und dann noch behauptet,dies wäre eine audiophile Aufnahme?!
stereo hat viel Voodoo,stereoplay hat zwar auch Ausrutscher,aber oft gute Messungen.Muss man selektiv lesen.Audio: weiß ich noch nicht recht,was ich davon halten soll.Hörerlebnis/Imagehifi/hifi&records: das sind sog. Autorenmagazine.Das heißt,sehr subjektive Autorenmeinungen werden veröffentlicht.Da steht Gutes neben Blödsinn.Alles ist möglich,wie im Board.Also nur für sehr erfahrene,gefestigte Leser geeignet.Wenn man dann noch erfährt,das der Chefredakteur null Ahnung von Recording und Studiobetrieb hatte....Jan-Eric Kongshaug musste ihm erst mal paar Dinge beibiegen.
Duncan_Idaho
Inventar
#28 erstellt: 13. Aug 2006, 14:05
Mit der Audio ist es so ein auf und ab....
Stereoplay geht noch.... aber im Verglich zur Audio vor 15 Jahren stinken beide ab....

Zur Zeit begeistert mich die Audio Professional Magazin als seriöse Fachzeitschrift noch am meisten.
klimbo
Inventar
#29 erstellt: 13. Aug 2006, 21:19

Mit der Audio ist es so ein auf und ab....
Stereoplay geht noch.... aber im Verglich zur Audio vor 15 Jahren stinken beide ab....

Genau so sehe ich das auch. Vor 10-15 Jahren waren die Hefte meines Erachtens besser. Die Berichte waren ausführlicher und eine technisch-qualitative Betrachtung der Geräte stets vorhanden. Ich kann mich noch gut erinnern, dass in der Stereoplay und auch der Audio ausgiebig über die Qualität von CD-Laufwerken (Stichwort: Linearantrieb) und Verarbeitungsdetails debattiert wurde. Das fällt in den heutigen Ausgaben meist flach. Trotzdem lese ich sie immernoch gerne und halte sie in den meisten Fällen für recht informativ.

Gruss Klemens
dertelekomiker
Inventar
#30 erstellt: 14. Aug 2006, 06:21

klimbo schrieb:
Trotzdem lese ich sie immernoch gerne und halte sie in den meisten Fällen für recht informativ.

Gruss Klemens

Das geht mir genauso. Man darf sich halt nicht blenden lassen und sollte die Blätter als das nehmen, was sie sind: Ein nur bedingt unabhängiges Marktbarometer, in dem man sich erste Informationen über Geräte beschaffen kann.
Duncan_Idaho
Inventar
#31 erstellt: 14. Aug 2006, 09:15
naja... so viel info steckt da aber auch nicht mehr drin..... jetzt wo schon artikel aus dem vorjahr wiederverwertet werden.
Haltepunkt
Inventar
#32 erstellt: 14. Aug 2006, 11:59
Also mich interessieren nur Lautsprechertests. Schnelle, musikalische, aufgeräumte oder wie auch immer gearte obskur beschriebene Elektronik geht mir sonstwo vorbei.

Mit Tantris haben die LS-Beschreibungen in der 'Audiot' schon an Qualität gewonnen. Sachliche Höreindrücke, deren Bewertung an die (leider noch zu dürftigen) Messergebnisse angelehnt sind. Die Idee, mit den Kunstkopfaufnhmen die Höreindrücke für die Leserschaft reproduzierbar zu machen, halte ich grundsätzlich für gelungen.

Gerade eine 'sterobläh' in der Hand. Da ergattert doch tatsächlich eine Breitbänderplärre den Testsieg. Nichts besonderes , was mich aber ärgert ist, dass der Autor behauptet, der Hersteller hätte die systemimanenten Probleme des Breitbänders im Griff - und die Messungen zeigen gerade das Gegenteil! Sehr hohe breitbandige nichtlineare Verzerrungen und sehr frühe Bündelung im HT-Bereich (ab 3 kHz!) durch das verhältnismäßig große Chassis. Die beiden 15cm TT zur Bassunterstützung sind natürlich ebenfalls hoffnungslos überfordert. Zu dem hohen Klirr in Mittelton- und Präsenzbereich, reiht sich somit der Bassbereich sauber mit ein.

Gerade diese bewusste Verdummung macht aus einem amüsanten Lachblättchen eine widerwärtige Postille.
Hyperlink
Inventar
#33 erstellt: 14. Aug 2006, 16:50

Duncan_Idaho schrieb:
naja... so viel info steckt da aber auch nicht mehr drin..... jetzt wo schon artikel aus dem vorjahr wiederverwertet werden.


Was heißt das präzise?
Hab' ich was hier im Forum überlesen?
MusikGurke
Hat sich gelöscht
#34 erstellt: 14. Aug 2006, 17:47

Sachliche Höreindrücke, deren Bewertung an die (leider noch zu dürftigen) Messergebnisse angelehnt sind.


kannst du mit den messungen wirklich was anfangen? die messungen auf der teufel oder k+h homepage - oder von der stereophile finde ich persönlich recht aussagekräftig. bei der audio brauch ich sehr viel phantasie.
Duncan_Idaho
Inventar
#35 erstellt: 14. Aug 2006, 18:12
Der Hörkurs wird doch schon wieder neu aufgelegt.....
Haltepunkt
Inventar
#36 erstellt: 14. Aug 2006, 18:40

MusikGurke schrieb:

Sachliche Höreindrücke, deren Bewertung an die (leider noch zu dürftigen) Messergebnisse angelehnt sind.


kannst du mit den messungen wirklich was anfangen? die messungen auf der teufel oder k+h homepage - oder von der stereophile finde ich persönlich recht aussagekräftig. bei der audio brauch ich sehr viel phantasie. :?


Zur groben Abschätzung reichen die Messungen immerhin aus. Auch die augenscheinlichen Konstruktionsmerkmale spiegeln sich in Frequenzgang und Klirrmessungen wider. Leider fehlt den Messungen der Bezug und sie sind für die vollständige Charakterisierung der Box unvollständig.
Aber die Boxen sind ja selbst in grobmaßstäblichen Darstellung oft schon so schlecht, dass man es gar nicht mehr genauer wissen will.
Jazzy
Inventar
#37 erstellt: 16. Aug 2006, 16:33
Ja,aber man kann den Hörkurs nicht oft genug wiederholen.Jetzt steht endlich Watt und Lautstärke drinnen,ich hoffe,alle kaufen(oder lesen)diesen Beitrag,damit im Forum nicht die 14592te Anfrage:meine Box hat 50 Watt,mein Amp aber 70,was soll ich nur machen...kommt.Außerdem kann man endlich Boxen selber beurteilen(wenn auch nicht korrekt).
MusikGurke
Hat sich gelöscht
#38 erstellt: 16. Aug 2006, 17:52

Zur groben Abschätzung reichen die Messungen immerhin aus.


zu einer sehr groben.

immerhin kosten die zeitschriften gut 4 oder 5 euro, und micros haben die jungs anscheinend so oder so rumliegen.
n.g.harp
Ist häufiger hier
#39 erstellt: 16. Aug 2006, 20:09
Hier im forum ist man doch gut beraten.Und wenn man die Grundesszenz seines(HIFI) Weges kennt, kann man das gleiche was s. g. Fachzeitschriften schreiben auch im Web bei den Herstellern erfahren.

Gruß n.g.
Sirarokh
Stammgast
#40 erstellt: 17. Aug 2006, 13:41
Ich habe gerade mal einen persönlichen Lautsprechervergleich gemacht und dabei herausgefunden, dass ich der Bewertungsphilosophie der Audio nicht folgen kann. Manche deutlichen Unterschiede schien die Audio nicht zu sehen, andere wiederum überzubewerten. Die Beschreibungen aber passen in meinen Augen einigermaßen.
Die Stereoplay-Bestenliste entsprach da deutlich mehr meiner Einschätzung.
Das mag aber natürlich auch alles an persönlichen Präferenzen liegen...
Jazzy
Inventar
#41 erstellt: 17. Aug 2006, 18:27
Hi!
Boxen kann man IMHO nicht nach Zeitung aussuchen.Höchstens eine gewisse Vorauswahl treffen.Elektronik schon eher.
Itchy78
Stammgast
#42 erstellt: 17. Aug 2006, 21:23
Hab jetzt in einer Woche 4 Zeitschriften durchgelesen und muss sagen "Audio" argumentiert und wirkt am seriösesten!
Jazzy
Inventar
#43 erstellt: 18. Aug 2006, 18:37
Hi!
Ja,die haben doch einiges verbessert.Früher waren sie für mich die Bildzeitung der HiFi.Jetzt:verbesserte Leserbriefseite,durch Malte verbesserte LS-Tests(geht aber noch besser,Malte!Pfeiffer hält dich bisschen unten,oder?),die verbesserten Hörtest-CDs(ginge aber auch noch besser).Wir wollen aber bescheiden sein.
Haltepunkt
Inventar
#44 erstellt: 22. Aug 2006, 07:08
@Jazzy

Na ja, man kann den Leuten nicht von heute auf morgen sagen, dass dass der über Jahrzehnte gepflegte Hokuspokus plötzlich nicht mehr gelten soll.
Gut ist auch die Rubrik "Handeln für Deutschland". Bei den Empfehlungen der Fachhändler kann man gleich sehen, welche Läden man getrost meiden kann - also diejenigen, die noch der 'Alten Denke' angehören und sich nicht entblöden, Zubehör mitzuempfehlen.
Jazzy
Inventar
#45 erstellt: 22. Aug 2006, 10:44
Hi!
Wenn man bedenkt,was der Pfeiffer früher so verbockt hat(Giganto-HiEnd aus USA,Präventivschläge waren angesagt),so hat er sich ja fast vom Saulus zum Paulus gewandelt.Naja,ganz kann er von den Boliden natürlich nicht lassen.Aber "seine" Zeitung hat wenigstens Profil gewonnen.
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electri159 am 15.09.2006  –  Letzte Antwort am 17.09.2006  –  6 Beiträge
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