Aufstellung nuBoxx A-125 pro Akustikmaßnahmen erfoderlich?

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jellobiafra
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 23. Mrz 2026, 00:05
Hallo Ihr lieben Hörenden,

ich bitte uch um kurze Ratschläge zu folgendem Vorhaben:

Wir haben einen Kombiraum Gästezimmer / Homeoffice. Der wird gerade renoviert.
Gegeben ist folgendes:
- Der Raum ist nicht sehr groß, Die Maße stehen in der Skizze.
- Die Lautsprecher auch nicht: nuBoxx A-125 pro ohne Subwoofer.
Am jetzigen Standort spielen diese für mich ausreichend laut und gut.

Der Raum soll jetzt neu eingerichtet werden:
- Der Standort des Bettes ist fix.
- Schrank / Heimtränengerät eigentlch auch muss ggf. neu verhandelt werden.
- Der Boden ist Teppichboden.
- Ans Fenster kommen Thermovorhänge (die ja auch für die Akustik nicht schlecht sind)

Aktuell sind zwei Aufstellvarianten angedacht.
- Rechts: Schreibtisch in die Nische: Von der Raumgeometrie naheliegende Anordnung.
- Links: Schreibtisch schräg, Raumecke im Rücken. Das schaut zwar komisch aus, ist aber mMn für die Augen besser.



Meine "Anforderungen" an die Akustik sind nicht sehr hoch:
- Musikhören max. in Zimmerlautstärke. (Wenn ich viel Pegel / Bass hab will muss ich eh Kopfhörer nehmen)
- Beim Telefonieren mit Headset soll es am anderen Ende nicht nach Klo klingen.

Man kannn viel über die Akustik für große Lautsprecher und Heimkino finden. Für meine Situation: Kleine Lautsprecher, kurzer Hörabstand find ich nur Artikel, die so weit gehen als wolle man ein kleines Tonstudio einrichten.

Vielleicht könnt Ihr mir Ratschläge geben:

1. Welche Aufstellungsvariante klanglich vermutlich besser ist
( oder ist es bei dem Hörabstand - Nahfeld? - eh egal )

2. Bringen Absorber oder andere Akustikmaßnahmen für diese Situation einen Mehrwert.

Und unabhängig von der konkreten Situation

3. Im Baumarkt gibt es "Akustikpaneele" Bestehend aus ca. 1 cm Filz und darauf "Holzleisten".
Bringen die irgendeinen positiven Effekt (Die würden meiner Frau gefallen)
Falls Akustikmaßnahmen sinnvoll sind würde ich eher Steinwolle oder Caruso ISO-Bond im DIY mit Stoff überziehen und aufstellen / aufhängen

4. Ein Einmeßmikrofon von meinem AVR (DENON AVR-X1700H) hat in diesem Zusammenhang nicht viel Nutzen?

Schreibt gerne was Euch dazu einfällt ( auch passende Fundstellen / Links)


Viele Grüße aus dem Frankenland
DC
BassTrap
Inventar
#2 erstellt: 23. Mrz 2026, 01:02
Da Du die Lautsprecher auf dem Schreibtisch stehen hast, ist ernshaftes Musikhören nur auf dem Stuhl davor sinnvoll möglich. Anderswo im Zimmer ist das Raumbeschallung wie im Kaufhaus. Ich würde den Raum nicht akustisch behandeln. Das Budget dafür würde wohl die Kosten Deines Equipments übersteigen.


Beim Telefonieren mit Headset soll es am anderen Ende nicht nach Klo klingen.

Das Mic des Headset befindet sich derart nah am Mund, daß Raumeinflüsse keine Rolle spielen. Oder nutzt Du nur einen Kopfhörer und das Mic steht auf / hängt über dem Schreibtisch? Dann würde ich die Nischenaufstellung nehmen und diese wie ein Vocal Booth stark bedämpfen.


Im Baumarkt gibt es "Akustikpaneele" Bestehend aus ca. 1 cm Filz und darauf "Holzleisten".
Bringen die irgendeinen positiven Effekt (Die würden meiner Frau gefallen)

Das ist billigstes Plastikgelumpe. Die wirken akustisch nur im oberen Hochtonbereich, z.B. bei Zischlauten, so ab 12kHz. Damit wird PET-Müll entsorgt.
jellobiafra
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 30. Mrz 2026, 02:21
Also aus Geometriegründen ist es geworden wie im linken Bild:


Der Tisch musste in die Niesche und der Schrank ins Eck weil die Tretmühle größer ist als gedacht.

Es ist jetzt wie es ist, und es ist schlecht: Ein komisches Wummern im Bass, das sich noch nie so gehört habe. Erster Gedanke "Da ist was kaputt"

Ich habe mich daher entschlossen, REW zu installieren un mit meimen "Audyssey-Mikrofon" zu messen.
Da ist zwar nix kalibriert, und keiner kennt den Frequenzgang vom AVR-Mic. Aber - so dachte ich mir - viel ungenauer als meine Boomer-Ohren wird es schon nicht sein.

Herausgekommen ist die rote Verlaufslinie. Ich meine die Ausschläge bei 100 und bei 130Hz passen gut zu dem, was ich "gehört" habe. Zum Ändern der Positonen gibt es nicht viel Spielraum. Dreht man den Tisch leicht und verschiebt die Hörposition und den rechten Lautsprecher nach links kommt die blaue Messung zustande. Das klingt minimal besser.



Hier noch links einzeln gemessen: (orange: Tisch gerade / grün: Tisch schräg )


Und rechts einzeln gemessen: (gelb: Tisch gerade / türkis: Tisch schräg )


So kann es jedenfalls nicht bleiben!

Folgende Ansätze kommen mir in den Sinn:

  • Extra Subwoofer, der wäre frei plazierbar, aber bringt das was? Die A-125 trennt bei 80Hz und die "Problemfrequenzen" sind darüber?
  • DIY Absorber mit einer dreieckigen Grundfläche 45cm x 150cm, raumhoch. Wie in der rechten Skizze ockerfarben eingezeichnet Was ich mitr bisher angelesen habe meint für Absorbtion im Bassbereich braucht es Volumen. Aus Kostengründen würde ich das Teil mit Sonorock bauen.


Ich bin auch für jede andere Idee aufgeschlossen. Es sollte aber halt nicht teurer werden als die Lautsprecher selbst.
BassTrap
Inventar
#4 erstellt: 30. Mrz 2026, 03:12

jellobiafra (Beitrag #3) schrieb:
Ich habe mich daher entschlossen, REW zu installieren un mit meimen "Audyssey-Mikrofon" zu messen.
Da ist zwar nix kalibriert, und keiner kennt den Frequenzgang vom AVR-Mic. Aber - so dachte ich mir - viel ungenauer als meine Boomer-Ohren wird es schon nicht sein.

Das ist völlig in Ordnung. Hier geht's ja nicht ums Kalibrieren durch Einmessen oder um eine Lautsprecherkonstruktion.

Die Buckel (angeregte Moden) bekämst Du mit einem Einmessystem glatt gebügelt. Mit den Tälern (Auslöschungen durch Reflexion) wirst Du wohl oder übel leben müssen, es sei denn, Du änderst die Aufstellung oder verbaust massenweise dicke Bassabsorber.
Deine Aufstellung ist halt schon sehr suboptimal. Nicht umsonst rücken Enthusiasten ihre Boxen solange, bis es zufriedenstellend klingt. Oder man stellt von vornherein die Boxen geometrisch möglichst optimal auf und nutzt ein Einmeßsystem.
jellobiafra
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 31. Mrz 2026, 00:12
Es wird besser.

Richtig verstehen werde ich das nie. Ich habe heute noch mal hin und her geschoben. Und bin mir sicher diese Anordnung vorgestern auch schon gehabt zu haben:



Jedenfalls schaut die Messung jetzt so aus: (blau)



Wenn ich am SUB Ausgang der A-125 ein ins Leere laufendes Chinch Kabel anstecke hab ich erwartungsgemäß weniger Tiefbass. (orange)

Klingt aber immer noch Sch....

Der Hinweis:


BassTrap (Beitrag #4) schrieb:
Die Buckel (angeregte Moden) bekämst Du mit einem Einmessystem glatt gebügelt.


war dann doch der wichtigste. Meine low cost Umsetzung dieses Vorschlags ist Equalizer APO. Wenn ich damit 130Hz runter regle:



hört es sich schon viel besser an. Das was mich gestört hat war klar dieser Buckel. Ich habe so einen Zustand, der akzeptabel ist. Danke für die Unterstützung so weit.

(Weiss jemand wie ich REW dazu bringe den Ton durch diesen EQ hindurch auszugeben. Ich kann die Änderung hören aber nicht "messen")

Da ich aber dann doch einiges gelesen ( und wenig verstanden habe) überlege ich gerade weiter:


BassTrap (Beitrag #4) schrieb:
... verbaust massenweise dicke Bassabsorber.


Das Volumen der gelben Fläche hinter dem Schreibtisch (auf Raumhöhe) also 240cm x 160cm x 25cm würde nicht reichen?
Oder ist der "Ort" eher ungeeignet?
Kunibert63
Inventar
#6 erstellt: 31. Mrz 2026, 09:11
Hast Du Eine/Zwei Matratze/n über um das auf die Schnelle zu testen? Denn aus der Ferne kann man das nicht beurteilen. Auch weiß man noch nicht woher dieser Peak kommt. Was ist wenn die Mode nicht hinter den Lautsprechern angeregt wird?
quecksel
Inventar
#7 erstellt: 16. Apr 2026, 15:50
Das ist der klassische "Lautsprecher auf Schreibtisch vor Wand"-Peak, ich kenne das auch, klingt schrecklich. Ich würde mich da nicht mit Absorbern aufhalten, einfach mit EQ rausregeln und gut ist. Man nutzt da aber besser einen parametrischen Equaliser, keinen graphischen. Du kannst mit REW auch die Parameter dazu ermitteln, siehe das EQ-Fenster.
Majas_Patenonkel
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 16. Apr 2026, 18:29
Bassreflexboxen direkt vor der Wand und dazu in der Ecke ist maximal ungünstig. Dazu kommt, dass besonders Nubert-Lautsprecher nicht gerade für Bassmangel bekannt sind - auch die kleinsten nicht. Ich hatte die nuLine24…
In Deinem Fall würde ich mich nach kleinen Lautsprechern umsehen, die ausdrücklich auch für wandnahe Aufstellung geeignet bzw. konzipiert sind.
Möglicherweise wären ja auch kleine Wandlautsprecher eine Option…?


[Beitrag von Majas_Patenonkel am 16. Apr 2026, 18:32 bearbeitet]
quecksel
Inventar
#9 erstellt: 16. Apr 2026, 19:13

Majas_Patenonkel (Beitrag #8) schrieb:
Bassreflexboxen direkt vor der Wand und dazu in der Ecke ist maximal ungünstig.


Das hat mit Bassreflex nichts zu tun, wieso sollte es auch? Eine wandnahe Aufstellung wird im Studiobereich oft empfohlen, siehe SBIR-Effekt. Ein Überschuss im Bass (der hier abgesehen vom besprochenen Peak nicht erkennbar ist) ließe sich einfach mit EQ APO abstellen. Da braucht es nicht gleich neue Lautsprecher
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