Goldcap als Headcap?

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zapor
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 26. Jan 2008, 15:19
ich wollte bei meinem carpc zur spannungsstabilisierung vor dem netzteil paar kondensatoren dazwischenschalten. auf der suche bin ich auf diese goldcaps gestossen, die heute in vielen powercaps verbaut werden.

kann mir einer sagen ob die dinger für diesen zweck ausreichen? da der pc nicht viel mehr strom zieht als ein radio, denke ich fällt der innenwiderstand nicht so sehr ins gewicht.
zapor
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 27. Jan 2008, 09:29
help
Dopolus
Inventar
#3 erstellt: 27. Jan 2008, 15:12
Nimm doch einen Mundorf Head Cap.
Der hat genug Kapazität um mein Radio nach ausschalten der Zündung noch ca 20 - 25sec zu betreiben.
Von der Geschwindigkeit her brauchst du dir auch keine Gedanken machen. Was schnelleres wirst du kaum finden.
zapor
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 27. Jan 2008, 15:46
naja, wenn der mundorf cap so günstig wäre, dann hätte ich auch nicht nach alternativen gefragt. ausserdem sollten die caps klein sein, da die mit ins gehäuse eingebaut werden.

diese goldcaps haben eine sehr hohe kapazität, bei sehr geringer größe. die frage ist ob die als puffer geeignet sind. habe gehört dass die einen hohen innenwiderstand haben, aber das spielt bei einem pc denke ich keine große rolle.
surround????
Gesperrt
#5 erstellt: 27. Jan 2008, 15:52
eigentlich ist eine pufferung vorm netzteil wie zB dem M2-atx nicht nötig, da das NT geregelt ist und nen Arbeitsbereich von 6Volt bis 24Volt hat!!
zapor
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 27. Jan 2008, 16:00
im inet findet man haufenweise threads über defekte m2 netzteile, weil die irgendwie sehr anfällig sind. und es wird empfohlen nen cap vor dem netzteil anzubringen.

mir gehts jetzt eigentlich um die goldcaps. stellt euch vor ich habe ein normales radio und kein pc. und ich will einen pufferkondensator anbringen. würdet ihr diese caps nehmen oder nicht? mit begründung.
Dopolus
Inventar
#7 erstellt: 27. Jan 2008, 16:24
Ich würde keinen Goldcap in meiner Anlage verbauen. Egal wo. Die Geschwindigkeit ist einfach nicht angemessen im bezug auf die geringe Kapazität. Es bringt einfach nicht den Nutzen, den ich erwarten würde.
Wie das bei einem Netzteil aussieht, weiß ich allerdings nicht. Kann sein, dass er dafür durchaus geeignet ist.
zapor
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 30. Jan 2008, 18:35
kann einer noch was dazu sagen?
Greenslow
Stammgast
#9 erstellt: 30. Jan 2008, 23:47
Genau dieser Gedanke ist mir vor ca. 2 Stunden auch gekommen, als ich nach einem Headcap im I-Net gesucht habe und feststellen musste das die Dinger recht teuer sind.
Bei Wikipedia habe ich vieleicht eine Antwort auf Deine Frage gefunden.
Wen es interssiert, der kann es sich ja mal durchlesen:

Goldcap (Doppelschichtkondensator)

Die wichtigsten Passagen hab ich mal rauskopiert:


Innenwiderstand: (Equivalent Series Resistance (ESR)), welche den Stromfluss limitiert, 0,18…0,35 mΩ

Doppelschicht-Kondensatoren haben jedoch nur eine Spannungsfestigkeit von max. 5,5 Volt, eine typischerweise auf eine Million begrenzte Anzahl von Ladungs-Entladungszyklen und eine geringe Brauchbarkeitsdauer bei erhöhten Temperaturen (etwa tausend Stunden bei 70 °C) .


Die niedrige Spannung ist ja kein Problem, aber um die 14 Volt zu erreichen muss man sicherlich 3 Goldcaps in Reihe zusammenschließen, was den Innenwiderstand um das 3-fache erhöht. Ich habe leider auf die Schnelle keine Werte für den Innenwiderstand eines normalen Elkos gefunden aber ich denke der ist niedriger. Obwohl 0,.... mΩ schon sehr wenig ist.
Ein größeres Problem ist, denke ich die Temperatur, da es im Auto doch recht warm werden kann, müsste man sich alle paar Jahre einen neuen Headcap zulegen. Vergleichswerte zu normalen Elkos habe ich auch dazu nicht gefunden, was natürlich sehr interesant gewesen währe.

Gruß Johannes


[Beitrag von Greenslow am 30. Jan 2008, 23:55 bearbeitet]
zapor
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 31. Jan 2008, 15:07
naja, dass die nicht so lange halten ist mir egal. die kosten auch deutlich weniger. und bei gleicher kapazität sind sie auch um einiges kleiner.

mich würde nur interessieren wie wichtig der innenwiderstand ist.
wenn ich drei stück in reihe schalte, dann verdreifacht sich der widerstand. aber ich kann ja auch mehrere dreier-reihen parallel schalten.
mir gehts hier eigentlich um die größe. die dinger sind sehr kompakt und haben eine enorme kapazität. das sind die wesentlichen vorteile, warum ich die goldcaps bevorzuge.
wie wichtig aber der innenwiderstand ist, das konnte mir bis jetzt keiner beantworten.
Dopolus
Inventar
#11 erstellt: 31. Jan 2008, 20:44

Ein größeres Problem ist, denke ich die Temperatur, da es im Auto doch recht warm werden kann, müsste man sich alle paar Jahre einen neuen Headcap zulegen. Vergleichswerte zu normalen Elkos habe ich auch dazu nicht gefunden, was natürlich sehr interesant gewesen währe.


Bitte nicht durcheinander werfen. Headcaps sind "normale" elkos.
Das was du grade geschrieben hast, bezieht sich wohl auf die Goldcaps.
skywalker_81
Inventar
#12 erstellt: 31. Jan 2008, 20:53

Dopolus schrieb:
Nimm doch einen Mundorf Head Cap.
Der hat genug Kapazität um mein Radio nach ausschalten der Zündung noch ca 20 - 25sec zu betreiben.
Von der Geschwindigkeit her brauchst du dir auch keine Gedanken machen. Was schnelleres wirst du kaum finden.



Dann ist der Cap falsch angeschlossen
Was "schnellere" zu bauen ist auch locker möglich, aber imho nicht wirklich produktiv, da das dann schon in den Voodoobereich geht.


[Beitrag von skywalker_81 am 31. Jan 2008, 20:55 bearbeitet]
Dopolus
Inventar
#13 erstellt: 31. Jan 2008, 21:05

Dann ist der Cap falsch angeschlossen


Lol nein genauuuu falsch. Hab extra meinen Händler nochmal gefragt, weil mich das auch gewundert hat. Aber man hat ja erstens sofort den unterschied gemerkt, und außerdem ist der cap eben falsch angeschlossen, wenn das radio direkt aus geht und nicht nachläuft.

Achtung erklärung dazu:

2 hauptleitungen am cap.
1x plus
1x masse

Wo dran masse angeschlossen wird, ist ja klar.
Bei plus habe ich 2 Möglichkeiten.
1. Plus cap an Dauerplus Radio
2. Plus cap an Schaltplus Radio.

Wir nehmen meinen fall. Die Haupstpannung wird über schaltplus gezogen. Dauerplus ist nur für den Speicher zuständig. (wie bei den meisten neuen Geräten)

Wenn ich nun cap plus an schaltplus anschließe, puffert er nach ausschalten des Radios natürlich die entsprechende Leitung, und das Radio bleibt angeschaltet, bis der cap "leer" ist.

Wenn ich den cap an Dauerplus klemme, dann würde das Radio direkt nach ausschalten der Zündung auch ausgehen. Dann würde ich aber nur den speicher des radios puffern. Das wäre recht sinnlos.

Schlussvolgerung: ich hab's richtig angeklemmt und wenn das Radio nicht nachläuft, ist es falsch angeklemmt.

Davon abgesehen puffert der cap auch remote und noch ein paar kleinigkeiten. Aber das ist ja hier nebensache.
skywalker_81
Inventar
#14 erstellt: 31. Jan 2008, 21:18
http://forum.m-eit-a...storder=asc&start=15


PS: Ohne Diode macht ein Headcap imho auch wenig sinn
(für die Allgemeinheit zur Info)

Dopolus
Inventar
#15 erstellt: 31. Jan 2008, 21:23
Das ist IMHO Unsinn.
Wenn ich die Remote Leitung Puffern würde, dann würden nur die Amps an bleiben und nicht das Radio. Da ich ja das Radio nicht puffer. Das ist einfach schwachsinn.

Stell die mal den Cap wie eine Batterie vor.
Wenn ich nun eine Batterie an die RICHTIGEN Leitungen des Radios zusätzlich anklemme. Also an die Leitungen, wo das Radio den Stom her bekommt (nicht den zum speichern) Das ist in meinem Fall (wie in fast allen neuen Radios) das Zündplus kabel und Masse.
Wenn da nun die Batterie (cap) dran ist, und ich die Zündung aus schalte, was passiert dann???
Richtig, das Radio läuft weiter, bis die Batterie (das Cap) Leer ist.
Alles andere ist einfach schwachsinn.
skywalker_81
Inventar
#16 erstellt: 31. Jan 2008, 21:28
Das Kabel zum Cap muß imho auf das Kabel "mit der Sicherung".
Du bist wie ichs lese nicht auf der "Versorungsleitung".

Die Headcaps gibts auch ohne Ladeautomatik, denen würde das außerdem nicht gut bekommen jedesmal entladen zu werden und dann ohne Widerstand geladen zu werden.


[Beitrag von skywalker_81 am 31. Jan 2008, 21:30 bearbeitet]
nEvErM!nD
Inventar
#17 erstellt: 31. Jan 2008, 21:28
Ist doch ganz einfach.
Der Cap stabilisiert und filtert primär die Stromversorgung, muss also in die Leitung durch die das Radio auch den Hauptstrom zieht.

Ist das Dauerplus muss er in Dauerplusleitung,
ist es Schaltplus muss er da rein, was eben den Nebeneffekt hat, dass das Radio nach ausschalten der Zündung noch weiterläuft.

Soweit ich weiß, ist das aber eher Dauerplus, sonst hätte mein Alpine darin wohl kaum die Hauptsicherung.

Gruß


[Beitrag von nEvErM!nD am 31. Jan 2008, 21:30 bearbeitet]
Dopolus
Inventar
#18 erstellt: 31. Jan 2008, 21:34
Bei meinem Clarion ist das Zündplus.
Aber das bestätigt ja meine Aussage.
Also wenn das Radio aus gehen würde, wäre es falsch.

Außer man hat es wie bei dem alpine. Wenn da der Hauptstrom über das Dauerplus geht, muss das auch gepuffert werden.
Wenn aber die zündung aus geht, muss das Radio direkt aus gehen. Denn wenn nicht, wird da ja auch die Zündung gepuffert. Das wäre in dem Fall falsch.

Ich habe übrigens den Mundorf Head cap mit Ladeelektronik und hübscher grüner status LED
Greenslow
Stammgast
#19 erstellt: 01. Feb 2008, 23:02

mich würde nur interessieren wie wichtig der innenwiderstand ist.


Ich vermute mal es geht Dir bei den Kondensatoren darum, die Spannung konstant zu halten, damit die Regler in dem Netzteil bei plötzlichen Spannungseinbrüchen nicht übersteuern und kaputt gehen.
Der Innenwiderstand spielt dann eine Rolle, wenn man hochfrequente Spannungsschwankungen "aussieben" möchte. Das macht an einem Radio auch Sinn, weil das Radio eine konstante Gleichspannung benötigt.
Einem Netzteil ist das völlig egal, weil es die Geichspannung sowieso zerhackt.
Ich denke für das was Du mit den Goldcaps vorhast, sind sie recht gut geeignet.
Für mehr Informationen:
http://www.sprut.de/electronic/switch/lc/lc.html#kapazitaet

Du solltest aber beachten, dass durch eine Reihenschaltung von Kondensatoren sich die Kapazität verringert!
http://www.elektronik-kompendium.de/sites/slt/1006081.htm


Bitte nicht durcheinander werfen. Headcaps sind "normale" elkos.
Das was du grade geschrieben hast, bezieht sich wohl auf die Goldcaps.

Ja Du hast recht, ich hab die Goldcaps gemeint.


[Beitrag von Greenslow am 01. Feb 2008, 23:09 bearbeitet]
zapor
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 02. Feb 2008, 09:05

Greenslow schrieb:

Ich vermute mal es geht Dir bei den Kondensatoren darum, die Spannung konstant zu halten, damit die Regler in dem Netzteil bei plötzlichen Spannungseinbrüchen nicht übersteuern und kaputt gehen.


genau darum geht es mir. das m2 netzteil ist empfindlich gegenüber spannungseinbrüchen.

dass bei reihenschaltung sich die kapazität verringert ist nicht so dramatisch. bekomme mit den goldcaps trotzdem eine höhere kapazität als mit den elkos.
Greenslow
Stammgast
#21 erstellt: 02. Feb 2008, 12:15
Die Verringerung der Kapazität ist nicht zu unterschätzen.
Bei einer Reihenschaltung mit drei Goldcaps mit 5,5V und 0,22F verringert sich die Gesamtkapazität auf 73,33mF bzw 0,073F. Sicher ist die Kapazität noch ausreichend, es kommt aber auch drauf an wieviel Strom das Netzteil zieht. Hast Du ein paar Daten von dem Netzteil?
zapor
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 02. Feb 2008, 14:13
ich hatte vor mehrere 1F goldcaps zu benutzen.
drei in reihe und dann parallel zwei oder drei reihen. also 6 oder 9 stück werden es wohl.

das ist das netzteil.
Greenslow
Stammgast
#23 erstellt: 02. Feb 2008, 15:27
Das Netzteil hat 160 Watt, das bedeutet einen maximalen Strom von 13,33A. Das ist schon etwas. Ich habe vorhin gelesen, das die Goldcaps es nicht so mögen, wenn sie mit hohen Strömen gelanden oder entladen werden. Deshalb würde ich lieber 9 Goldcaps nehmen, dann halten sie sicher auch länger und mit Spannungsschwankungen hast Du dann auch keine Probleme mehr.
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