Klassiker-Endstufe für Subwoofer/DBA ?

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Zweck0r
Moderator
#1 erstellt: 22. Okt 2005, 21:04
Hi,

da ich schon lange ein DBA plane und mich zumindest gelegentlich auch dazu bequeme, ein bisschen daran weiterzubasteln , stellt sich natürlich auch die Frage nach einer passenden Endstufe. Vorerst genügen hoffentlich meine beiden Grundig A5000, die schaffen an 8 Ohm aber keine 100 W pro Kanal.

Eine Billig-PA-Endstufe wäre die naheliegende Lösung, aber vielleicht gibt es ja einen Klassiker (Endstufe, Vollverstärker oder Receiver), der diese Bedingungen erfüllt:

- Min. 2 x 150 W RMS/Sinus pro Kanal an 8 (!) Ohm. Im wirkungsgradschwachen Tiefstbassbereich brauchen die PA-Chassis ca. diese Leistung bis zum Erreichen des mechanischen Limits.
- Preis in der Größenordnung 200 Euro. Ein Marantz 2600 ist zwar ein Traum, der zu dessen Finanzierung nötige Lottogewinn aber leider auch
- Kein hörbares Brummen oder Rauschen, bei dem hohen Chassiswirkungsgrad im oberen Bassbereich würde das schnell stören.
- Transistoren und andere Teile sollten möglichst noch lieferbar sein. Gegen nicht mehr hergestellte, womöglich noch selektierte Spezialtransistoren, Hybridendstufen oder z.B. Ruhestrom-Regel-ICs wie beim Pioneer A717 bin ich allergisch
- Einigermaßen servicefreundlicher Aufbau, bei dem man von beiden Seiten an die Endstufenplatine kommt, ohne alle Endtransistoren ablöten zu müssen.
- Robuste Konstruktion und Schutzschaltung gegen Gleichspannung am Ausgang.

Grüße,

Zweck
sounddynamics
Stammgast
#2 erstellt: 23. Okt 2005, 20:21
Hallo,

für ne Kenwood M1 habe ich vor 3 Jahren noch alle Ersatzteile bekommen. Geht bei E-Bay so um die 150 Euro weg. Super Klang.


Grüsse

THomas
Zweck0r
Moderator
#3 erstellt: 25. Okt 2005, 04:06
Hallo,

danke für den Tip, die geht ja teilweise sogar unter 100 Euro weg. Leider scheint sie nicht wesentlich mehr als 2 x 100 W Sinus zu bringen, die Angaben in den Auktionen sind allerdings verschieden.

Verträgt die Kenwood "offiziell" auch 4-Ohm-Lautsprecher, sprich steht das an den Lautsprecheranschlüssen oder in der Anleitung ? Wenn ja, könnte ich sie immerhin gebrückt (mit Inverterstufe) für 200 W an 8 Ohm verwenden. Das sollte mit meiner Grundig A5000 aber auch gehen.

Grüße,

Zweck
TheEagle
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 18. Nov 2005, 18:56
Hallo Zweck,

wieso bist du bei Ruhestrom-Regel-ICs wie beim Pioneer A717 denn so allergisch?

Ich bin stolzer Besitzer eines A-717 und würde ihn für nichts hergeben.

Er klingt im Direct Betrieb zusammen mit meinem Pioneer CD Player PD-91 einfach traumhaft und hat mich seit 1986 noch nicht einmal im Stich gelassen.


Ich muß immer wieder in mich grinsen, wenn ich die Verarbeitung der heutigen Verstärker sehe.

Sage nur Lautstärke Regler. Alles nur noch wacklige Regler, egal in welcher Preisklasse bis 1000,- Euro.

Bei meinem Pioneer läuft der Lautstärke Regler wie kugelgelagert und das auch noch nach 19 Jahren.
Zweck0r
Moderator
#5 erstellt: 18. Nov 2005, 19:18
Hi,

solche Spezialteile sind nach Jahrzehnten gerne mal nicht mehr lieferbar und im Fehlerfall heißt das entweder improvisieren oder Totalschaden

Grüße,

Zweck
hf500
Moderator
#6 erstellt: 18. Nov 2005, 19:50
Moin,
damit habe ich auch schon so Einige konfrontieren muessen.
Keine Teile mehr lieferbar -> Totalschaden, oft wegen Kleinigkeiten,
die aber nicht ersetzbar sind.

In letzter Zeit sind es bevorzugt Lautsprecherboxen, die entweder von den
"lieben Kleinen" zerfetzt wurden, oder eine Party nicht ueberlebt haben.
(Man beschallt keine Party mit Magnat Magnasphere). Die defekten Lautsprecher
sind nicht mehr lieferbar und die aus dem Katalog fuer Einzelchassis haben
durchweg Einbaumasse, die absolut nicht passen. Dabei geht es oft nur um wenige
Millimeter, aber das reicht. Und wenn etwas fast passt, hat es 8 Ohm, wo ich 4 brauche :-/


Das Hybrid-Drama ist natuerlich auch bekannt...

73
Peter
Zweck0r
Moderator
#7 erstellt: 18. Nov 2005, 20:03
Momentan benutze ich für den Testaufbau einen Grundig R7500 (2 x 50 W Sinus an 4 Ohm) als Brücke mit 100 W/8 Ohm. Wahrscheinlich werde ich es auch vorerst dabei belassen, die "mittlere" Grundig-Endstufe ist robust und ich habe außerdem neulich einen ganzen Packen Original-Endtransistoren dafür ergattert (GP 140/145).

Grüße,

Zweck
ruesselschorf
Inventar
#8 erstellt: 19. Nov 2005, 14:07
Hallo ZweckOr,

nachdem ich Dein 'Pflichtenheft' studiert habe, fällt mir der Pioneer Receiver SX-1250 ein. Ein grundsolider Bolide aus den 70ern der meiner Meinung total unter Wert gehandelt wird. Leistung 2x160Watt/8Ohm Verstärkerteil diskret aufgebaut - Ersatzteilbeschaffung heute noch problemlos, sehr gutes analoges Tunerteil. Gebaut wie ein Panzer. Na gut für 200 wirst Du den nicht kriegen aber so 300 bis 400 gibts ab und zu was auf eBay. (ich hab einen 1250 der optisch ein paar Mängel hat) - nicht nur die Amis singen alle ein Loblied auf den SX-1250

Von diesen billig PA Endstufen für 99 oder 199 Euro würd ich die Finger lassen.

Nebenbei, ich hab zwar früher mal Boxen gebaut, aber was ist ein DBA ?

Gruß, Helmut
Zweck0r
Moderator
#9 erstellt: 19. Nov 2005, 15:01
Hi,

danke, die alten Pioneers gefallen mir. So ein mit Knöpfen gepflasterter Panzerschrank ist genau nach meinem Geschmack. Zwei davon sind aber leider ein bisschen teuer

Naja, vielleicht fliegt mir irgendwann ein Schnäppchen zu

Die Optik wäre aber immerhin noch ein zweiter Grund, mich für einen Pioneer zu entscheiden. Einen guten, aber hässlichen Klassiker bekommt man ja auch nicht günstiger, wenn ich mir die Preise für Quad 405 so ansehe

Ein DBA ist, kurz gesagt, die einzige (!) technisch wirklich konsequente Lösung des Raummodenproblems im Bassbereich.

Hier (Beitrag #9) gibt es eine schöne Zusammenfassung: http://www.hifi-foru...m_id=104&thread=2656

Grüße,

Zweck
sealpin
Inventar
#10 erstellt: 19. Nov 2005, 17:05
@Zweck

auch wenn ich den "Nostalgietick" (no offense verstehe, für ein DBA würde ich nicht schöne Klassiker verwenden.

Ansonsten kann es für ein DBA ruhig recht viel Leistung sein:
Wie wäre es mit Yamahas M2 und M4?
Selten und teuer zu bekommen aber IMHO ihr Geld Wert.

Ansonsten mein persönlicher Geheimtip aus der Profiszene (NICHT PA!): InterM R500.
Das ist eine (recht unscheinbare) Stereo Studio Endstufe, mit 2 x 250 Watt Sinus, die im Monobetrieb 500 Watt leistet.
Ich betreibe zwei davon mit meinem SBA (Singel Bass Array = DBA für Arme ....).

Mit Glück kann man die recht günstig bekommen.

ciao
und viel Erfolg beim DBA (ist IMHO wirklich die EINZIG wahre Basslösung...)
sealpin
Zweck0r
Moderator
#11 erstellt: 19. Nov 2005, 17:42
Warum nicht ? Ein solider Klassiker hält solche Belastungen besser aus als heutiges Spar-Hifi Und so ein Gerät in Betrieb zu halten ist mir lieber, als es im Regal verstauben zu lassen.

Hier ist übrigens der erste Sub zu sehen: http://www.hifi-foru...ad=4208&postID=33#33

Jedenfalls danke für den Tip, vielleicht fällt mir diese R500 ja irgendwann mal als Schnäppchen in die Hände.

Grüße,

Zweck

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