Unterschied zwischen Hornbass und Bassreflex

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Kurtl00
Neuling
#1 erstellt: 29. Sep 2009, 22:17
Hallo!

Kann mir bitte wer den Unterschied zwischen Hornbass und Bassreflex erklären?

Danke Kurtl
chrime
Inventar
#2 erstellt: 30. Sep 2009, 20:51
Ein Hornbass hat ein Horn (wie der Name schon sagt).

Ein Bassreflex ist ein Direktabstrahler.

Und damit gebe ich das Wort weiter (nicht, dass der Thread noch untergeht).
maggusxy
Inventar
#3 erstellt: 01. Okt 2009, 08:55
Ja, das war eigentlich ach schon der Unterschied. Hornbässe haben halt meistens en höhere WIrkungsgrad als normale Bassreflex.
Astra_Turbo
Stammgast
#4 erstellt: 03. Okt 2009, 22:17
Hallo, wenn wir schon beim Thema sind.
Wann nimmt man welche art von Bass?
Egal? oder haben die ein bestimmten einsatz Zweck?
hippelipa
Inventar
#5 erstellt: 04. Okt 2009, 09:01
Also ich versuche das mal neutral zusammen zu fassen.

Bassreflex:
+ Mehr Tiefgang auch bei kleinen Stacks.
- Weniger Reichweite bei kleinen Stacks.
- Weniger Wirkungsgrad.
+ Geringeres Gewicht, kleinere Gehäuse
- nicht linear in Frequenzgang und Impedanzverlauf
+ gut auch in kleinen Räumen.
o Chassie wird weit ausgelenkt.

Horn:
- Weniger Tiefgang bei kleiner Mundöffnung bzw. kleinen Stacks.
+ Hohe Reichweite
+ Hoher Wirkungsgrad
- Schwer und Groß
+ weitestgehend Linear und sehr präzise.
- Nachteile in kleinen Räumen.
o Chassie muss hohen Druckverhältnissen stand halten.
maggusxy
Inventar
#6 erstellt: 04. Okt 2009, 09:27
also das mit hornbässen und kleinen räumen ist mir auch schon aufgefallen.
Sobald man hornbässe in kleineren Räumen aufstellt, kann man die aufdrehen wie man will und bringen naja im gegensatz zu bassreflex-boxen fast keinen druck.
_Floh_
Inventar
#7 erstellt: 04. Okt 2009, 10:26
Ich gehe noch etwas auf das Funktionsprinzip ein.


hippelipa schrieb:
Bassreflex:
+ Mehr Tiefgang auch bei kleinen Stacks.
- Weniger Reichweite bei kleinen Stacks.
- Weniger Wirkungsgrad.
+ Geringeres Gewicht, kleinere Gehäuse
- nicht linear in Frequenzgang und Impedanzverlauf
+ gut auch in kleinen Räumen.
o Chassie wird weit ausgelenkt.


Ein Bassreflex Sub ist, trotz des Resonators, streng genommen eigentlich nur eine Sonderform des geschlossenen Gehäuses.

Im geschlossenen Gehäuse spielt der Treiber mehr oder weniger für sich. Zu tiefen Frequenzen hin kommt halt immer weniger.

Im Bassreflex Gehäuse gibt es dagegen noch einen Resonator, der auf einen bestimmten Frequenzbereiche abgestimmt wird.
Wenn der Treiber tiefe Frequenzen wiedergibt, wird diese auch leiser, allerdings regt dieser zugleich den Resonator an.
Hier gibt dann der Resonator "seinen Senf" dazu, das heißt tiefe Frequenzen gibt vor allem der Resonator wieder.

Das ist auch der Grund, warum BR-Subs oftmals als unpräzise oder "wabblig" dargestellt werden...angeblich dröhnt der Resonator.

Das kann ich zwar nicht bestätigen, aber sei´s drum.


hippelipa schrieb:
Horn:
- Weniger Tiefgang bei kleiner Mundöffnung bzw. kleinen Stacks.
+ Hohe Reichweite
+ Hoher Wirkungsgrad
- Schwer und Groß
+ weitestgehend Linear und sehr präzise.
- Nachteile in kleinen Räumen.
o Chassie muss hohen Druckverhältnissen stand halten.


Hörner sind dagegen eine ganz eigene Gattung von Lautsprecher.

Im Horn strahlt der Treiber dagegen in einen sich weitenden Verlauf ("Hornverlauf").
Hier werden, weil sich der Verlauf ja weitet, immer mehr und mehr Teilchen mitgerissen.

Zumindest ist das beim "klassischen" Horn so, allerdings gibt hier auch ein paar Abwandlungen.

Allerdings strahlt hier immer irgend etwas in einen Hornverlauf, auch wenn es nicht immer der Treiber selbst ist.
Evtl. gibt es noch zusätzliche Kammern hinter dem Treiber und vor dem Treiber, bevor das eigentlich Horn beginnt.
Evtl. sind auch noch Resonatoren in der Rückkamer des Treibers zugange, da gibt es recht viele möglichkeiten.
*xD*
Moderator
#8 erstellt: 05. Okt 2009, 21:11
Hi,

Hörner sind impedanztechnisch im Regelfall auch nicht ohne. Wie schon gesagt lässt sich hier aber der Frequenzgang beeinflussen, beim BR ist das nur im Bereich der Abstimmfrequenz möglich.

Was der Resonator abstrahlt, ist der phasengedrehte Schall, der rückwärtig vom Chassis abgestrahlt wird, so dass er sich zum direkt abgestrahlten hinzuaddiert.

Wie schon gesagt, muss es nicht immer das klassische Horn wie bei Hochtönern sein (Exponential oder Constant-Directivity sind da gängig, eher CD).
Man kann ein Horn vor so ziemlich alles davorpacken, was Schall abstrahlt.
Z.B. Funktion-One bietet auch einen optionalen Hornvorsatz vor einen Infrabass an.

Ein rückseitig geladenes Horn ist übrigens auch ein Direktstrahler. Frontloaded- oder Folded-Horns sind aber keine, die backloaded sind die einzigen.
fibbser
Inventar
#9 erstellt: 28. Okt 2009, 08:13
Hi

weiter oben wurde, Sinn gemäß, geschrieben, Hörner würden in kleineren Räumen keinen Druck bringen (können).

Würde mir hier jemand den Zusammenhang erklären?

Danke schön
Ralle14
Inventar
#10 erstellt: 28. Okt 2009, 10:56

fibbser schrieb:
Hi

weiter oben wurde, Sinn gemäß, geschrieben, Hörner würden in kleineren Räumen keinen Druck bringen (können).

Würde mir hier jemand den Zusammenhang erklären?

Danke schön :prost


Es gibt keinen wirklich bewiesenen. Vermutungen können bei BR-Systemen durch die stärkere Anregung der Raummoden durch den Resonator aufgestellt werden. Weiterhin könnte man den oft nach unten hin langsam abfallenden Frequenzgang bei einer geringen Anzahl von Hörnern dafür schuldig machen, dass Hörner weniger kraftvoll erscheinen. Da in größeren Räumen oft mehr Basssysteme eingesetzt werden, wird das etwas kompensiert.
Sqarky
Inventar
#11 erstellt: 28. Okt 2009, 11:35
Ich kann nur aus früherer Erfahrung sprechen. Ich hatte damals eine BR Kiste 120 Liter mit dem Kappa15LF und eine Rutsche nach dem Baubuch von Eminence. Auch da war ein Kappa 15LF drin. Ja, ich weiß, der ist nicht für Rutschen gebaut =)

Mein kleiner Keller damals bei meinen Elter war ca. 15m² da hörte man keinen großen unterschied zwischen den beiden. Die Rutsche kam ein wenig tiefer und der BR ein wenig lauter. Wenn ich das noch so in Erinnerung habe.

Dann hatte ich die beiden mal in einem Partyraum von einer Kirche. Der war ca. 50m² und 3-4 meter Hoch (ansteigent). Die BR Kiste macht quasie ihren Job, es kamm Bass raus und das wars. Wenn ich auf die Rutsche geschaltet habe, hatte man das Gefühl, die würde den ganzen Raum mit Bass ausfüllen. Schwer zu beschreiben. Wesentlich tiefer, druckvoller und mehr klangtiefe.

Fazit: Bis jetzt kann ich es aus meiner Erfahrung nur bestätigen. Aber evt. ändert sich es morgen wieder
Mordslust
Stammgast
#12 erstellt: 02. Nov 2009, 21:21
es gibt auch gute und schlechte Hörner also auch bassreflex.

schlechte bassreflex klingen eigentlich bei jedem ton immer gleich. Ziemlich langweilig.
schlechte hörner spielen nicht so tief

aber es gibts auch vieles gutes. gute hörner sind der absolute Wahnsinn. ich werd mir demnächst auch welche bauen. hab erst vor zwei wochne ein 4er monostack gehört und das war einfach der wahnsin im pegel und vom Klang.
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